- vor 5 Monaten
Als Hans bei der brennenden Datsche eintrifft, wankt Martin aus der Tür. Er ist wütend und macht den Staat, die Familie und sich selbst dafür verantwortlich, was mit Julia und seiner Tochter Anna passiert ist. Hans fordert Martin auf, alles zu unternehmen, um herauszufinden, ob Anna noch lebt und bietet ihm seine Hilfe an. Martin sucht fieberhaft nach Antworten. Doch Dr. Maiwald ist verschwunden. Und Generalleutnant Gaucke zieht alle Register, damit sie auch weiterhin unauffindbar bleibt. Hans wird vom Minister auf seine alte Position beim MfS zurückgeholt. Er nutzt seine wiedererlangte Position, um den Arzt ausfindig zu machen, der Annas Totenschein ausgestellt hat.
Als Hans Dr. Schmolke aufsucht, merkt er, dass dieser etwas zu verbergen hat. Er will Dr. Schmolkes Führungsoffizier beim MfS ausfindig machen und baut eine inzwischen inaktive Wanze aus Dunjas Telefon aus, um den Arzt damit abzuhören. Obwohl Hans’ gemäßigter Kurs von einigen Parteioberen unterstützt wird, will sein Vorgesetzter Gaucke weiter erbarmungslos gegen jeden „Staatsfeind“ vorgehen. Gaucke setzt Falk unter Druck, dem Treiben der Bürgerrechtler der Umweltbibliothek endlich ein Ende zu setzen.
Diese sind inzwischen zu einem wichtigen Zentrum der oppositionellen Bewegung geworden, zu der auch Pfarrer Robert gehört. Falk verlangt von Vera, endlich Informationen über die oppositionelle Gruppe zu liefern, und stürzt sie damit in einen schweren Gewissenskonflikt. Vera hat sich nicht nur in Robert verliebt, sondern beginnt auch dessen politische Ansichten zu teilen. Sie fühlt sich aber auch Falk und ihrer Familie verpflichtet. Sie kann sich deshalb nicht entschließen, Falk zu verlassen, und stimmt der Adoption der kleinen Sonja zu.
Vera kann es aber mit ihrer Überzeugung nicht vereinbaren, Falk Informationen zu liefern, und berichtet ihm deshalb nur Belangloses über die Umweltbibliothek. Doch Falk reicht dieses Wissen, um von Nicoles behindertem Sohn Angaben über die nächste illegale Aktion, das Drucken einer regimekritischen Zeitung, zu erpressen. Als beim Zugriff in der Kirche weder Robert noch Nicole anwesend sind, ordnet Falk an, auch die Wohnung des Pfarrers zu durchsuchen, um diesen dort festzusetzen. Mit Erfolg. Zu seiner Überraschung trifft Falk in dessen Schlafzimmer auch auf Vera. (Text: ARD)
Als Hans Dr. Schmolke aufsucht, merkt er, dass dieser etwas zu verbergen hat. Er will Dr. Schmolkes Führungsoffizier beim MfS ausfindig machen und baut eine inzwischen inaktive Wanze aus Dunjas Telefon aus, um den Arzt damit abzuhören. Obwohl Hans’ gemäßigter Kurs von einigen Parteioberen unterstützt wird, will sein Vorgesetzter Gaucke weiter erbarmungslos gegen jeden „Staatsfeind“ vorgehen. Gaucke setzt Falk unter Druck, dem Treiben der Bürgerrechtler der Umweltbibliothek endlich ein Ende zu setzen.
Diese sind inzwischen zu einem wichtigen Zentrum der oppositionellen Bewegung geworden, zu der auch Pfarrer Robert gehört. Falk verlangt von Vera, endlich Informationen über die oppositionelle Gruppe zu liefern, und stürzt sie damit in einen schweren Gewissenskonflikt. Vera hat sich nicht nur in Robert verliebt, sondern beginnt auch dessen politische Ansichten zu teilen. Sie fühlt sich aber auch Falk und ihrer Familie verpflichtet. Sie kann sich deshalb nicht entschließen, Falk zu verlassen, und stimmt der Adoption der kleinen Sonja zu.
Vera kann es aber mit ihrer Überzeugung nicht vereinbaren, Falk Informationen zu liefern, und berichtet ihm deshalb nur Belangloses über die Umweltbibliothek. Doch Falk reicht dieses Wissen, um von Nicoles behindertem Sohn Angaben über die nächste illegale Aktion, das Drucken einer regimekritischen Zeitung, zu erpressen. Als beim Zugriff in der Kirche weder Robert noch Nicole anwesend sind, ordnet Falk an, auch die Wohnung des Pfarrers zu durchsuchen, um diesen dort festzusetzen. Mit Erfolg. Zu seiner Überraschung trifft Falk in dessen Schlafzimmer auch auf Vera. (Text: ARD)
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00:00Martin!
00:06Martin!
00:12Martin!
00:14Wo willst du hin? Komm, komm, komm!
00:16Recht mit mir!
00:18Nur rüber.
00:20Es ist furchtbar, was mit Julia passiert ist.
00:22Ich weiß, was hat er...
00:24Es ist die logische Konsequenz aus eurer Ablehnung,
00:26meiner Feigheit und dem Scheißsystem,
00:28in dem wir hier leben. Das ist furchtbar.
00:30Wir haben Julia ins Gefängnis gesteckt,
00:32nur weil sie die Wahrheit gesagt hat.
00:34Und unser Kind, Anna.
00:36Ich hab keine Ahnung, was mit dir passiert ist.
00:38Bleibt wir das Haus.
00:40Tun was.
00:42Jetzt bist du Julia schuldig.
01:00Gott sieht alles.
01:02Ich muss jetzt wirklich los.
01:10Versuch's doch.
01:12Okay.
01:14Ich versteh's einfach nicht.
01:16Erstlich bin Vera jahrelang damit in den Ohren,
01:18dass wir ein Kind adoptieren sollen.
01:20So, dann kümmere ich mich drum,
01:22wie ich mich immer um alles kümmere
01:24und wieder ist es ihr nicht recht.
01:26Falk, es kommt nicht darauf an,
01:28was du machst, sondern wie du es machst.
01:30Na, du auch noch. Danke.
01:32Es hat Vera verletzt,
01:34dass du ihr die Adoptionspapiere unterschrieben hast,
01:36ohne ihr vorher Bescheid zu geben.
01:38Kannst du das nicht verstehen?
01:39Sie hat's doch gewusst.
01:40Wir hatten's besprochen, Mutter.
01:42Oh, Falk.
01:46Frauen hassen es,
01:47vor vollendete Tatsachen gestillt zu werden.
01:49Wir wollen mit einbezogen werden.
01:58Was ist denn passiert?
02:00Ich geh mich mal waschen.
02:04Girl's Touches abgebrannt.
02:05Was?
02:06Das ist ja furchtbar.
02:08Ja, und warst du da?
02:10Warst du zu dir gekommen?
02:12Na, ja.
02:13Na, ja.
02:31Das ist wirklich schön, Vera.
02:33Ich war mit Nicole aus.
02:34So lange?
02:35Mhm.
02:36Und was habt ihr gemacht?
02:37Wir waren im Schwarzen Haaren
02:38so Janka essen.
02:39Alleine? Nur ihr zwei?
02:40Ja.
02:41Vera, es tut mir leid, dich nicht gefragt zu haben,
02:42wegen der Eroptionspapiere.
02:43Ich bin davon ausgegangen, dass wir uns entschieden hatten.
02:44Kann ich mich auf dich verlassen, Vera?
02:45Ich bin davon ausgegangen, dass wir uns entschieden hatten.
02:46Kann ich mich auf dich verlassen, Vera?
02:47Ja.
02:48Ja.
02:49Kann ich mich auf dich verlassen, Vera?
02:50Ja.
02:51Ja.
02:52Mit Fahrrädern gegen Luftverschmutzung.
02:55Zahlreiche Umweltaktivisten waren im Aufruf der Initiative
02:58Kriegen und Menschenrechte gefolgt.
02:59Hatten sich für uns ordentlich verfolgt.
03:00Ja.
03:01Es tut mir leid, dich nicht gefragt zu haben,
03:02wegen der Eroptionspapiere.
03:03Ich bin davon ausgegangen, dass wir uns entschieden hatten.
03:05Kann ich mich auf dich verlassen, Vera?
03:08Ja.
03:09Mit Fahrrädern gegen Luftverschmutzung.
03:11Zahlreiche Umweltaktivisten waren im Aufruf der Initiative
03:12Kriegen und Menschenrechte gefolgt.
03:13Und hatten sich für uns ordentlich verfolgt.
03:14Komm, meine Damen und Herren,
03:15wir können uns ordentlich verfolgt.
03:16Komm.
03:17Darauf trinken wir.
03:18Komm.
03:19Komm.
03:20Komm.
03:21Komm.
03:22Komm.
03:23Komm.
03:24Komm.
03:25Komm.
03:26Komm.
03:27Komm.
03:28Komm.
03:29Komm.
03:30Komm.
03:31Komm.
03:32Komm.
03:33Komm.
03:34Komm.
03:35Komm.
03:36Komm.
03:37Komm.
03:38Komm.
03:39Komm.
03:40Was machen wir als nächstes Jahr?
03:42Ich bin dafür, dass wir die Genossen von Umwelt und Demokratie unterstützen
03:45und sie hier bei uns drucken lassen.
03:47So einfach wird das nicht gehen.
03:48Unsere Sonderdruckgenehmigung wird das nicht abdecken.
03:50Kannst du vergessen.
03:51Komm.
03:52Scheiß drauf.
03:53Wir haben jetzt die Öffentlichkeit.
03:55Die Leute da draußen, die brauchen mehr.
03:57Wir müssen sie mitnehmen.
03:58Ihnen Futter geben hier.
03:59Eins nach dem anderen.
04:01Wer sich informieren will, der kann doch gerne jederzeit zu uns in die Umweltbibliothek kommen.
04:04Willst du das alles aufs Spiel setzen?
04:05Wer zu uns kommt, um sich zu informieren, der muss nicht mehr überzeugt werden.
04:09Ja.
04:10Deshalb müssen wir rausgehen und die Leute von unserer Sache überzeugen.
04:12Durch die langsam.
04:13Ja.
04:14Nein, nein, nein.
04:15Wir haben jetzt ein Forum.
04:16Die Westenmedien berichten über uns.
04:17Genau.
04:18Deswegen müssen wir nachlegen.
04:19Wir müssen die Chance haben.
04:20Wir nutzen, bevor die das Interesse an uns wieder verlieren.
04:22Also, ich würde mal sagen, wir stimmen einfach ab, oder?
04:24Ja.
04:28Okay.
04:29Wer ist dafür, dass Umwelt und Demokratie hier bei uns gedruckt wird?
04:32Ja.
04:33Ja.
04:34Wer ist dagegen?
04:35Ja.
04:36Prost.
04:37Prost.
04:38Prost.
04:39Prost.
04:40Prost.
04:41Prost.
04:42Jawoll.
04:43Der beruhigt sich schon wieder.
04:48Da drin ist sich keiner der Tragweite bewusst, was es bedeuten würde, wenn wir die Sonderdruckgenehmigung
04:55verlieren.
04:56Einfach mal abstimmen.
04:57Ja, aber was soll denn schief gehen?
04:59Ich meine, das andere hat doch auch geklappt.
05:01Was ist sonst dein Ernst jetzt?
05:02Die machen uns fertig.
05:03Die machen uns dicht hier.
05:04Morgen zusammen.
05:05Morgen.
05:06Schön, dass du wieder da bist, Bruderherz.
05:09Aber dafür hättest du nicht die Datsche von Görlitz abfackeln müssen.
05:13Hey.
05:14Guten Morgen.
05:15Morgen.
05:16Morgen.
05:17Morgen.
05:18So, greif zu, bevor es kalt wird.
05:24Ich glaub, dass Anna noch lebt.
05:26Die Ärztin, die damals bei der Geburt dabei war, die hat Julia erzählt, dass Anna ganz
05:37gesund war und nicht gestorben ist.
05:39Hat die Ärztin das auch dir erzählt?
05:41Nein.
05:42Julia.
05:43Nicht so gut, Martin, aber da wird Julia bestimmt was missverstanden haben.
05:50Hm.
05:51Ja.
05:52Oder denkst du, Anna ist damals vertauscht worden?
05:55Und du glaubst nicht wirklich, dass sie entführt wurde, oder?
06:02Dass in unserem Land Säuglinge entführt werden.
06:05Ich glaube, Falk hat recht.
06:07So was gibt's bei uns nicht.
06:25Nos, jetzt im Moment.
06:26Doch, Falk hat Nacht.
06:27Aber das ist noch nicht nur so schön, dass wir es hier sind.
06:28Ich bin froh, ich bin froh, ich bin froh.
06:29Ich bin froh, ich bin froh.
06:30Ich bin froh, ich bin froh, die es ist froh.
06:31Guten Tag, Frau Maywald.
06:38Nein, Frau Maywald ist bereist.
06:41Ich gieße nur die Blumen und mache ein bisschen Ordnung.
06:44Ach so.
06:46Wann kommt sie denn wieder?
06:48Ich weiß es nicht.
06:50Sie ist ganz plötzlich abgereist.
06:53Und wo ist sie jetzt hin?
06:55Ich weiß es nicht.
06:56Sie hat es mir nicht gesagt.
06:57Entschuldigung.
06:59Es ist wichtig.
07:01Es geht um meine Tochter.
07:02Nur Frau Maywald kann ihr helfen.
07:05Na ja, als ich bei ihr war wegen der Blumen,
07:09da habe ich gehört, wie sie am Telefon was von Michaelsdorf gesagt hat.
07:13Aber ich weiß nicht, ob sie da hingefahren ist.
07:18Vielen Dank.
07:19Na, das war doch gestern mal was mit der Fahrraddemo, war?
07:24Robert ist ja erst ziemlich spät nach Hause gekommen.
07:26Wir adoptieren ein Kind.
07:31Du und Robert?
07:33Nein.
07:34Mein Mann und ich.
07:35Wieso das denn?
07:37Was ist das denn für eine Frage?
07:39Nein, entschuldige mal bitte in eurer Situation.
07:40Ich glaube nicht, dass du unsere Situation bewerten kannst.
07:44Du kennst doch Falk gar nicht.
07:45Das ist richtig.
07:46Aber dich.
07:47Ich sehe doch, was du für eine Angst vor dem hast.
07:49Wie du so vor die Hunde gehst.
07:52Wir sind seit fast 20 Jahren verheiratet.
07:54Das ist nicht immer leicht, aber ich weiß auch, was ich an ihm habe.
08:00Erzähl mal.
08:00Er hat mich nie im Stich gelassen.
08:05Er hat dich nie im Stich gelassen.
08:06Ist das Alp?
08:10Mensch, Werer, das ist doch Wahnsinn.
08:12Du stehst kurz vor einer Scheidung.
08:13Du bist in meinem Bruder verknallt.
08:15Du bist ein Kind adoptiert.
08:15Ich bin nicht verknallt.
08:17Das mit Robert, das war ein Fehler.
08:20Und ich werde den nicht mehr sehen.
08:25Mann, Kupfer, was ist denn das für eine Scheiße hier?
08:29Vollkommen dilettantischer Einsatz.
08:31Wieso konnten die so Umweltspinner 35 Minuten unbehältlich Kavall machen?
08:38Ja.
08:40Die Genossen von der Volkspolizei waren in der Tat mit der Situation zeitweilig überfordert.
08:44Jetzt kommen sie mir nicht mit so einem Mist, Kupfer.
08:47Wenn die gewusst sind, was auf sie zukommt,
08:49die werden dir ganz anders vorbereitet gewesen.
08:51Von unseren Leuten kannst du schweigen.
08:52Sie ist genau wie Sie, Genosse Generalheit.
08:54Wie konnten die denn sowas planen, ohne dass wir was davon wussten?
08:57Möchte ich auch gerne wissen.
08:58Ich denke, Sie haben da ein I.M. eingeschleust.
09:01Taugt der nichts, oder was?
09:03Wir sind auch ganz am Anfang.
09:05Unser I.M. ist gerade erst dabei,
09:07vertrauliche Beziehungen zur ganzen Gruppe aufzubauen.
09:09Sowas braucht Zeit.
09:10Und bis dahin, das wissen Sie, kann mal was durchrutschen.
09:12Durchrutschen?
09:15Wenn Sie unter dem Griff haben, da rutscht da nichts durch.
09:17So, es gibt's nicht.
09:19Haben Sie mich verstanden?
09:20Jawohl, Genosse Generalheit.
09:21Ihre Frau ist eine Zufall, das hier Quelle?
09:48Selbstverständlich.
09:52Geifel macht Andeutungen.
09:54Na ja, Genosse Geifel kann's nicht ertragen, dass ich die Einheit übernommen habe.
09:57Da muss man ihm die eine oder andere Unsachlichkeit verzeihen.
10:00Gut.
10:01Sehr gut, Kupfer.
10:05Ich zähl auf Sie.
10:06Sie wollen mich sprechen, Genosse Generalhorst.
10:14Genosse Kupfer, lassen Sie uns ein paar Schritte gehen.
10:20Die Situation ist angespannt.
10:23Der Umgang mit den zersetzenden Kräften in unserem Lande war in der letzten Zeit nicht immer glücklich.
10:27Der Meinung bin ich auch.
10:28Ich weiß.
10:30Der Minister versetzt Sie auf Ihren alten Posten.
10:33Sie sind dann wieder stellverredende Leiter der Hauptabteilung 20.
10:36Und was verlangt er von mir?
10:38Na, geschickt.
10:40Weitsicht.
10:43Wir brauchen solche Leute wie Sie, Genosse Kupfer.
10:46Einer, der Brücken baut und keine Gräben aufreißt, davon haben wir genug.
10:50Meine Brückenbunde vergangen hat immer eingehessen, bevor man rübergehen konnte.
10:55Warum soll das jetzt anders sein?
10:56Aber Kupfer, ich habe Ihnen doch gesagt, der Minister holt Sie zurück, damit Sie was ändern.
11:12Oh, Martin.
11:13Kann ich kurz reinkommen?
11:14Na, ich muss gleich wieder zum Dienst.
11:15Dauert nicht lange.
11:18Na los.
11:20Tut mir leid.
11:27Und jetzt?
11:30Bist du versichert?
11:31Ja, da muss ich nachschauen.
11:34Aber davon steht doch die Datsche auch nicht wieder.
11:36Weißt du, wie viel Kraft das gekostet hat?
11:39Mensch, Martin.
11:40Ich bin bis nach Greifswald für die Terpappe fürs Dach.
11:43Die Fenster.
11:44Der Boden.
11:46Das hat uns so viel Mühe gemacht.
11:47Ja, ich komme an den Bauwahlsrand.
11:50Ich kann ja schon mal gucken.
11:50Ja, dann tu das.
11:52Hallo, Martin.
11:53Hallo, Eva.
11:59Ist sie jetzt hier eingezogen?
12:00Ach, nee.
12:02Ja.
12:03So gut wie, also Ihrer Meinung nach.
12:05Wieso?
12:08Bist du wieder zurück?
12:09Nein.
12:10Nein, wirklich nicht.
12:11Ich bin, ich bin, ich bin, ich bin, ich bin.
12:41Ich weiß, dass du da bist.
12:45Ich kann nicht atmen hören.
12:47Geh bitte.
12:49Bitte.
13:11Nichts?
13:15Ja, ich weiß.
13:18Ja, ich weiß, dass ich hier mit Ihnen gerne mit Ihnen kochen möchte.
13:20Ich will noch nicht mal gucken.
13:22Ich will noch nicht mehr sehen, dass ich mir eins Làm.
13:25Ich will noch nicht mehr sehen.
13:27Ich will noch nicht mehr sehen.
13:28Das ist nicht nur ein sein.
13:30Dann ist die
13:31Wie kann ich mir mehr sehen?
13:33Das ist nicht mehr.
13:34Ich will noch nicht mehr sehen.
13:35Aber ich habe zu wenigstens.
13:37Ich will nur nicht mehr.
13:38Ich wollte nicht mehr sehen.
13:40hallo war der junge man mit den krücken der die hängen abgeholt hat thomas
13:54so geistig behindert nie wieso so ist was nö wieso guten tag guten tag kupfer wir kommen wegen sonja warten
14:20sie bitte einen moment
14:38es ist eigentlich von dieser fahrraddemo ist nein
14:41ich hatte keine ahnung ich war mit nicole verabredet wir sind ein fahrrad dahin gefahren
14:49und dann bin ich da einfach rein geraten hast du mir nichts davon erzählt du hast mich jetzt
14:53auf eine messer laufen lassen weißt du wie ich heute morgen dastand greife jetzt feigste visage
14:57alle wissen bescheid nur ich nicht das habe ich nicht gewollt ich hab dir mehr als einmal den
15:02arsch gemeldet jetzt bist du dran ich bin ab sofort sämtlich über mich die über den pastor
15:06und seine leute das nicole hängen einen behinderten sohn hatte ich zum beispiel gern direkt von dir
15:10erfahren
15:11ich will alles über sie wissen wo sie sich treffen wann sie kommen wann sie gehen welche westkontakte sie
15:23haben nur über sie reden alles hast du mich verstanden
15:24hast du mich verstanden
15:27ja
15:32na gut
15:35hallo da ist ja unser sonnenschein
15:41hallo
15:41tag sonja
15:42na du
15:45hallo
15:46hallo
15:48da
15:49kann man richtig auf dem land überraschen
15:50geiles geheimnis
15:51ich hatte den eindruck dein teddy gemein ist aber schon einsam bisschen traurig
15:58martin
15:59ja
16:03quäl dich nicht so
16:05was würdest du dir machen wenn sie dein kind entführt hätten und du es erst jahre
16:11später erfährst
16:12du weißt doch gar nicht ob sie wirklich entführt
16:14doch das weiß ich
16:15du verrennst dich dann was
16:17lass mal gut sein mutter
16:18danke
16:19ich wollte dir auch nur sagen dass dein vater und auch ich zu dir stehen egal was passiert
16:25als es wichtig war habt ihr nicht zu mir gestanden sondern alles kaputt gemacht
16:31wenn du damals auf uns gehört hättest martin dann würdest du jetzt hier nicht so sitzen
16:38weißt du was
16:41auch wenn es so weh tut dass ich es kaum aushalte aber ich bin jeden tag froh darüber dass ich
16:47nicht auf euch gehört habe
16:48dann gibt uns auch nicht die schuld daran was passiert ist
16:51du und julia ihr habt ganz genau gewusst was ihr tut
16:54euch hat niemand gezwungen gegen unsere gesetze zu verstoßen
16:57hast du nicht auch gegen gesetze verstoßen
16:59damals im dritten reich warst du nicht im widerstand
17:02das kann man überhaupt nicht vergleichen das war eine völlig andere situation
17:05ja ich weiß
17:06aber die gesetze waren unrecht genau wie heute
17:08wie war denn euer ausflug mit sonja voller erfolg oder ja war sehr schön
17:15war klasse morgen kommt sie zum ersten mal zu uns ja na dann
17:19und auf dich vater und deine rücke auf deinen alten posten
17:26schön dass ich das fortfrag
17:28du gehst zurück
17:30ja ich soll verbrannte erde wieder aufforsten die andere zurückgelassen haben und neue brände verhindern
17:37interessante aufgabe
17:38ich weiß was du denkst
17:39aber glaub mir ist das beste für deine suche wenn ich wieder an meinem alten schreibtisch bin
17:44seh mir nicht dass du das deswegen machst vater
17:46wie kannst du dahin zurückgehen
17:47du kannst mir vertrauen
17:50du kannst mir vertrauen
17:51ich wollte bei dieser
17:52Das kann dir verhindern.
17:54Interessante Aufgabe.
17:56Wenn dir auch. Fuck.
18:02Ich weiß, was du denkst. Aber glaub mir,
18:04es ist das Beste für deine Suche, wenn ich wieder
18:06an meinem alten Schreibtisch bin.
18:08Sieh mir nicht, dass du das deswegen machst, Vater.
18:10Wie kannst du dahin zurückgehen?
18:14Du kannst mir vertrauen.
18:16Ich war heute bei dieser Ärztin.
18:22Die ist kurz nach Julias Unfall verreist.
18:26Ganz plötzlich nach Michaelsdorf.
18:28Sagt dir das was?
18:30Michaelsdorf, da mein Objekt.
18:34Also könnte es sein, dass jemand von euch
18:36sie dahin geschickt hat, damit niemand blöde Fragen stellt, oder?
18:42Entschuldigt bitte.
18:46Kommst du weiter mit der Suche nach deiner Tochter, Martin?
18:48Seit wann interessierst du dich
18:50für das Schicksal meiner Tochter?
18:52Martin, ich bin dein Bruder.
18:57Was ich dir eigentlich
18:59schon lange sagen wollte.
19:01Auch wenn du mir das vielleicht nicht glaubst.
19:03Es tut mir sehr leid, was mit Julia passiert ist.
19:16Hallo.
19:22Gehst du mir erst im Weg?
19:24Nein, ich hatte zu tun.
19:26Kommst du einen Abend ins Gemeindehaus?
19:28Da gibt's Bier,
19:30Schmalzstullen,
19:32Spreewilder Gürkchen,
19:34Informationen über die Reaktorsicherheit.
19:36Ich weiß nicht.
19:38Was willst du nicht?
19:40Ich weiß nicht, wo das mit uns beiden hinführen soll.
19:42Ich kann mich nicht auf dich einlassen.
19:50Schau mich an, bitte.
19:52Es war ein Spiel.
19:56Nichts weiter.
19:58Ohne Bedeutung für mich und für dich.
20:02Es ist unglaublich, wie schlecht du liegen kannst.
20:04Warum?
20:10Es war mir doch nie so schwer.
20:14Bitte.
20:24Falls du doch kommen möchtest.
20:34Hier, das sind die Berichte unserer I.M.
20:38aus der Prenzler Hauptwerkszene.
20:42Diese Dichterlinge werden immer aufmüpfiger.
20:44Eins übliche sein.
20:46Da muss man mal aktiv werden.
20:48Also wenn ich aktiv werde, Günther,
20:50dann mach ich das auf meine Art.
20:52Ich rede dir nicht in dein Kram und
20:54du mir nicht in meinen.
20:56Ich denk, dass das so im Sinne des Ministers ist.
20:58Ich bin froh, dass du wieder bei uns bist.
21:04Ach, äh, in Michaelsdorf.
21:06Ist da ein Moment wer?
21:08Wieso?
21:10Na, ich wollte da ein paar Treffen organisieren.
21:12Aber...
21:14Es liegt da am Marsch der Welt.
21:15Na eben.
21:16Sehr ideal.
21:17Ich wollte sicher gehen,
21:18dass da keiner von uns Urlaub macht.
21:20Wäre immer neu.
21:22Du, ich hab gehört, du wirst nochmal Großvater.
21:24Stimmt das?
21:26Glückwunsch.
21:27Kinder sind da was Wunderbares.
21:30Auch wenn sie nur adoptiert sind.
21:32Ja.
21:34Ja, Gauke, Herr, verbinden Sie mich mal mit dem Genossen Zielke in Michaelsdorf.
21:46Michael-Elsdorf, ja.
21:48Ihr Vater hat sich nach Michaelsdorf erkundigt.
22:06Angeblich würde er da konspirative Treffen abhalten.
22:09Schwachsinn.
22:10Irgendwie hat er herausgefunden, dass die Maiwald da sitzt.
22:13Ich hab schon mit dem Zielke gesprochen, er wird sie in eine neue Unterkunft bringen.
22:17Aber das war das letzte Mal, Kupfer, dass ich die Kohlen für Sie aus dem Feuer geholt habe.
22:21Vielen Dank, Genossi.
22:22Schaffen Sie endlich diese unzählige Affäre aus der Welt.
22:25Jawohl, ich arbeite daran.
22:27So, was ist denn jetzt mit diesem pazifistischen Umweltdrack?
22:32Es wurden Einladungen zu einer Veranstaltung in der Umweltbibliothek verteilt.
22:37Überall.
22:38Cafés auf der Straße.
22:40Dann müssen wir denen mal einen Riegel vorschieben.
22:43Sehen Sie zu, dass Sie endlich was in die Hände kriegen, um den verdammten Laden dicht zu machen,
22:47bevor sich Ihr Vater bei denen lieb Kind macht.
22:50Ich bin dabei.
22:51Dabei sein reicht nicht, Kupfer.
22:54Seitdem Sie die Einheit vom Genossen Geif übernommen haben,
22:57da ist noch nicht allzu viel passiert.
23:00Das ist im Gegenteil.
23:02Die tanzen uns auf der Nase rum.
23:04Aber nicht mehr lange, das verspreche ich Ihnen.
23:09Ist denn das mit der alten Hausmann, steht die noch unter Beobachtung oder was?
23:12Nein, nein.
23:13Sie ist schwere Alkoholgehirn.
23:15Hat sich zunehmend als komplett unbrauchbar erwiesen.
23:18Vorsichtshalber haben wir aber die Technik im Objekt belassen.
23:21Können Sie jederzeit aktivieren.
23:22Na, dann können Sie jetzt wegtreten.
23:30Hör auf!
23:39Ich sink den Scheiß nicht mehr.
23:41Da kann ich doch gleich wieder saufen.
23:43In diesem Scheiß hast du mehr Platten verkauft als in all den Jahren davor zusammen.
23:46Und dafür schäme ich mich auch.
23:48Auch wenn es für meine Tochter war, ich könnte im Erdboden versinken.
23:52Ich sink das nicht mehr.
23:54Nie mehr, hörst du?
23:56Und jetzt?
23:58Jetzt kannst du gehen.
24:08Wenn du es dir nochmal anders überlegst, sag Bescheid.
24:11Aber bitte nicht einen Tag vor dem Auftritt.
24:16Es wird keinen Auftritt mehr geben.
24:18Nein.
24:19Nein, nein.
24:21Nein.
24:22Ich glaube, dass Anna noch lebt.
24:24Aber ich komme bei der Suche irgendwie nicht weiter.
24:26Und ich würde gern von ihr wissen, ob sie jemals mit dir über die Geburt gesprochen hat.
24:31Deshalb glaube ich, dass Anna noch lebt.
24:38Aber ich komme bei der Suche irgendwie nicht weiter und ich würde gern von ihr wissen,
24:42ob sie jemals mit dir über die Geburt gesprochen hat.
24:47Nein, nie.
24:48Hat sie vielleicht mal den Namen der Hebamme erwähnt, die damals dabei war?
24:54Auch nicht.
24:57Sicher?
25:00Sicher.
25:01Du bist ganz schön stur.
25:14Das hat sie wohl an dir geliebt.
25:22Guten Tag.
25:25Mein Name ist Kupfer, Martin Kupfer.
25:27Ja?
25:27Ich will zu Dr. Schmolpe.
25:29Haben Sie einen Termin?
25:30Nein, das ist eher eine private Sache.
25:33Tut mir leid, ohne Termin geht gar nichts.
25:35Gut, machen wir einen Termin.
25:37Zu wem wollten Sie?
25:38Zu Herrn Dr. Schmolke.
25:41Haben wir nicht.
25:43Der hat hier vor sechs Jahren auf der Geburtstattung gearbeitet.
25:46Es kann ja sein, dass er hier vor sechs Jahren gearbeitet hat. Jetzt jedenfalls nicht mehr.
25:49Gut, wo finde ich ihn?
25:50Das kann ich Ihnen nicht sagen.
25:51Es geht um diesen Totenschein, den Herr Dr. Schmolke vor sechs Jahren ausgefüllt hat.
25:58Vielleicht kann man ja irgendjemand anders eine Auskunft erteilen.
26:00Dann müssen Sie Herrn Dr. Schmolke schon selber fragen.
26:10Schmolke?
26:11Ja, das ist der Arzt, der damals dem Totenschein unterzeichnet hat.
26:16Kannst du herausfinden, wo er jetzt arbeitet?
26:19Das ist mein einziger Anhaltspunkt.
26:20Die Maiwald ist verschwunden und ich kriege nicht raus, wer die Hebamme damals war.
26:23Ich kümmere mich drum.
26:26Danke.
26:32Den habe ich auch ewig nicht gesehen, den Esel.
26:35Da musst du ja immer dabei sein, was?
26:36Immer, ja.
26:36Roman und der Esel.
26:37Immer lebendig.
26:38Da ist noch die Bootswacht.
26:40Die Bootswacht?
26:40Die Bootswacht ist ins Wasser gefahren.
26:42Na reden Sie hier.
26:43Meine Pitschnatser, der Esel und Vera.
26:46Vera, da bist du ja.
26:49Na komm.
26:53Tja, für unseren Sonnenschein.
26:59Schön.
27:00Schön, ja.
27:01Ganz normal, dass du jetzt beim Mal hast.
27:03Ehrlich gesagt, ich habe auch ein bisschen aufgeregt.
27:07Wir schaffen jetzt.
27:09Ja.
27:09Ich habe nachher noch eine Aufgabe für dich.
27:12In der Kreuzkirche findet eine arme Veranstaltung statt.
27:14Ich möchte, dass du dahin gehst.
27:15Was?
27:17Wir holen heute Sonja ab.
27:18Es ist ihre erste Nacht bei uns.
27:19Ja, ich weiß.
27:20Es sind nur ein paar Stunden.
27:22Halt.
27:22Es ist wichtig, Vera.
27:23Ich kann da nicht noch mal hingehen.
27:25Warum nicht?
27:26Weil.
27:30Nicht, wenn Sonja die erste Nacht bei uns ist.
27:33Bitte.
27:35Du hast heute Abend die Gelegenheit, so einiges wieder gut zu machen.
27:46Hallo, wir sind da.
27:48Ja.
27:50Ja.
27:51Hallo.
27:54Guten Tag, Sonja.
27:58Hallo.
28:00Herzlich willkommen.
28:01Ich bin Marlene.
28:02Das ist Hans.
28:03Hallo.
28:04Hallo.
28:13Hallo.
28:14Hallo.
28:14Ich bin Martin.
28:15Hallo, Martin.
28:16Ich schlaf gut, Kose.
28:19Herr Teddy, der schläft nämlich auch schon.
28:21Gute Nacht.
28:22Gute Nacht.
28:23Gute Nacht.
28:31Vera.
28:31Das Späte muss los.
28:35Das Späte muss los.
28:44Freust du dich denn gar nicht?
28:46Worüber soll ich mich denn freuen?
28:49Sonja.
28:51Siehst du denn nicht, dass Vera und Falk nicht glücklich sind?
28:53Was?
28:55Sie werden aus der Krise herausfinden.
29:00Sie wird ihn verlassen.
29:02Quatsch.
29:03Wie kannst du denn sowas sagen?
29:05Vera?
29:07Ja?
29:08Gehst du noch weg?
29:11Zum Tun.
29:11Ja, und Sonja?
29:13Falk ist bei ihr.
29:14Tschüss.
29:25Hopfer.
29:26Ja, ich höre.
29:29Schmolke, Grünberger 25.
29:31Danke, Konrad.
29:31Dabei sind sie nicht einmal mit einer Betonkuppel ausgerüstet,
29:55dem sogenannten Containment, wie die Atommeiler im Westen,
29:58das den Austritt von Radioaktivität verhindert,
30:02wenn es im Reaktorkern zu einer Havarie kommt.
30:05Atomenergie ist ein Spiel mit dem Feuer.
30:08Und deshalb ist der Ausstieg der einzige Weg.
30:19Herr Dr. Schmolke.
30:20Ja?
30:22Sie haben vor sechs Jahren im Krankenhaus Friedrichshain
30:24einen Totenschein ausgestellt auf den Namen Anna Hausmann.
30:28Was war das?
30:29Wer sind Sie?
30:30Schulz, Kriminalpolizei.
30:33Mein Gott, das ist lange her.
30:35Ihre damalige Kollegin, Frau Dr. Maywald, behauptet, das Kind hätte überlebt.
30:39Wie soll der Name der Mutter gewesen sein?
30:41Julia Hausmann.
30:43Sie saßen Urhaft.
30:44Allzu viele Gefangene werden sich nicht erbunden haben.
30:48Hausmann.
30:49Ja, hatte die nicht diese berühmte Mutter...
30:51Toni Hausmann.
30:53Soweit ich mich erinnere, war das Mädchen einer Frühgeburt und kam in den Brutkasten.
30:56Dort ist es allerdings dann ziemlich schnell verstorben.
30:59Sie haben ja ein phänomenales Gedächtnis.
31:02War ja auch ein außergewöhnlicher Fall.
31:04In der Tat.
31:06Kann es sein, dass Frau Dr. Maywald von dem Tod des Kindes nichts erfahren hat?
31:11Eigentlich nicht.
31:12Bei unserer geringen Kindersterblichkeit ist sowas jedes Mal ein großer Schock, wenn das passiert.
31:17Danke.
31:17Danke.
31:17Falk?
31:27Ich muss dich mal sprechen.
31:31Findest du es nicht merkwürdig, dass Vera zum Sport geht, wenn Sonja die erste Nacht bei uns ist?
31:38Die neue Verantwortung belastet sie beim Turnkasten abschalten.
31:40Sie ist da nicht.
31:42Ich bin dir nachgegangen.
31:44Bitte?
31:45Sie ist in die Kreuzkirche gegangen, Falk.
31:49Ja, gut, ich kümmere mich drum.
31:51Auch wenn ich nicht weiß, was ich davon halten soll, dass du Vera beschattest, Mutter.
31:54Sag mal, beunruhigt dich das gar nicht, dass sie dich belügt?
31:58Und sich mit diesen Leuten trifft in der Kirche?
32:00Mutter, ich habe alles im Griff.
32:01Du hast es gewusst, dass sie da hingeht, stimmt's?
32:03Was macht sie da, Falk?
32:11Du schickst doch nicht etwa deine eigene Frau dahin, um Informationen zu sammeln.
32:14Du weißt, dass ich darüber nicht reden kann.
32:16Jetzt komm mir nicht damit!
32:17Die Gruppe um diesen Kreuzkirchenfahrer hat sich bislang jeder Infiltrierung widersetzt.
32:21Vera arbeitet mit seiner Schwester zusammen.
32:22So ergab sich eine einmalige Chance, die musste ich nutzen.
32:25Und du glaubst, dass Vera dafür die richtige ist?
32:27Na klar, warum nicht?
32:28Weil sie ihre Gefühle nicht unter Kontrolle hat, Falk.
32:31Sie war schon immer labil und das weißt du am besten.
32:33Für deine Arbeit mag das richtig sein.
32:35Aber für eure Ehe, Falk, da ist das Gift.
32:37Ja Mutter, ist gut, danke, hab's kapiert.
32:42Oh nein.
32:44Wir würden dann Samstag gegen neun bei euch aufschlagen.
32:46Ja?
32:47Ja, klar.
32:49Soll ich auch kommen?
32:51Nicht nötig, doch.
32:53Einfach abwaschen, Tschernobyl, ist doch scheißegal.
32:57Na, Robi, lass euch mal, ihr habt euch sicher eine Menge zu erzählen.
33:03Ich hatte schon Angst, du meinst das ernst.
33:05Komm, komm.
33:06Was ist das denn?
33:09Dass du mich nicht mehr wiedersehen willst.
33:12Lass uns mit ihr ganz schnell raus, alles.
33:14Was ist das?
33:14Ja.
33:14Danke.
33:44Alles gut.
33:54Schläft tief und fest.
33:56Und?
33:57Was willst du, Herr?
33:59Na, wer war alles da und was haben sie erzählt?
34:14Dass unsere Atomkraftwerke nicht sicher sind.
34:16Haben Sie gesagt?
34:17Ja.
34:18Und dass ich ja in Tschernobyl jederzeit auch bei uns wiederholen kann.
34:21Und unsere Kraftwerke noch nicht mal richtig geschützt sind.
34:24Na klar, weil sie sicher sind.
34:25Versteh ich nicht.
34:27Was haben Sie geplant?
34:29Sind neue Aktionen geplant?
34:30Weiß ich nicht.
34:32So ein Reinverdien mit der Pfarrer-Demo kann ich mir nicht noch mal leisten.
34:35Ich weiß es wirklich nicht.
34:36Es waren Leute da, die ich nicht kannte.
34:38Ich konnte nicht hören, was gesprochen wurde.
34:40Wer ist denn eigentlich der Wortführer, der Pfarrer?
34:43Nein.
34:44Sondern?
34:45Luchnik.
34:46Luchnik hat ja auch einen Vornamen.
34:47Frank.
34:48Stimmt.
34:49Und der Sohn von Herr Henning, der Krüppel, wie viel weiß der?
34:50Hat der vielleicht gehört, was gesprochen wurde?
34:51Bitte falsch.
34:52Ist ja gut.
34:53Ist das ein Juni?
34:54Ist das ein Juni?
34:55Nicht, nicht, nicht, nicht.
34:56Ich bin unbekannt.
34:57Was ist das ein Juni?
34:58Aber es ist glaube ich hier.
34:59Ich bin das, wenn wir nicht in der Pfarrer-Demo-Demo.
35:00Ich bin das in der Pfarrer-Demo.
35:01Und der sohn von Herr Henning, der Krüppel, wie viel weiß der?
35:05Hat der vielleicht gehört, was gesprochen wurde?
35:15Bitte, Vater.
35:16Ah, ist doch gut, ist gut.
35:23Ich war gestern mit Schmolke und er behauptet, Anna sei tot.
35:27Aber er lügt.
35:29Woher weißt du das?
35:30Er hat zu meinem Beruf gehört herauszufinden, wie er lügt.
35:35Kannst du sein Telefon anzapfen?
35:43Das gehört auch zu deinem Beruf, oder?
35:45Ja, was verspricht sie davon?
35:47Angenommen, er lügt.
35:49Dann lügt er wahrscheinlich für irgendjemand anders.
35:51Und den wird er sicher anrufen, wenn du noch mal hingehst und ein bisschen Druck ausübst.
35:57Wäre möglich.
35:58Also, dann wissen wir, wer dahinter steckt.
36:02Er ist weit gebracht, Martin.
36:05Aber ich kann nicht einfach einen Techniker hinschicken.
36:08Das muss angemeldet werden.
36:09Ich kann das gar nicht verheimlichen.
36:13Du machst das selbst.
36:15Oder kannst du das gar nicht?
36:17Mehr.
36:18Hey!
36:19Hey!
36:20Sieh da!
36:21Alles in Ordnung mit Ihnen?
36:22Bist du verletzt?
36:23Nee.
36:24Kommen Sie, ich helfe Ihnen auf.
36:25Was ist sowas?
36:26Ich weiß, wer Sie sind.
36:27Ich weiß, wer Sie sind.
36:28Sie kennen Ihre Mutter, ihren Onkel und die Mitglieder der Umweltbibliothek.
36:29Wer sind Sie?
36:30Wir sind keine bösen Ruben, Herr Henning.
36:32Ich habe nichts gegen westliche Popmusik.
36:33Und ich habe auch nichts gegen die Umweltbibliothek.
36:35Und ich habe auch nichts gegen die Umweltbibliothek.
36:36Sie leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Entwicklung der Umweltbibliothek.
36:37Sie leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Entwicklung der Umweltbibliothek.
36:38Aber das Problem ist nur, dass das gar nicht mehr so ist.
36:42Ich habe nichts gegen die Umweltbibliothek.
36:43Das heißt, wer sich dann mit Ihnen befindet?
36:44Ich sage das nicht, wer sich dann mit Ihnen befindet.
36:45Ja.
36:46Alle sind alles in Ordnung mit Ihnen?
36:48Bist du verletzt?
36:49Nein.
36:50Kommen Sie, ich helfe Ihnen auf.
36:51Was ist sowas?
36:52Ah, ich weiß, wer Sie sind.
36:53Ich weiß, wer Sie sind.
36:54Ich weiß, wer Sie sind.
36:55Ich kenne Ihre Mutter, ihren Onkel und die Mitglieder der Umweltbibliothek.
36:58Wer sind Sie?
36:59Wir sind keine bösen Ruben, Herr Henning.
37:00Ich habe nichts gegen westliche Popmusik.
37:02Und ich habe auch nichts gegen die Umweltbibliothek.
37:03einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Entwicklung des Sozialismus.
37:06Aber das Problem ist nur, dass hier eine gute Sache von unguten Kräften unterwandert wird.
37:13Meine Aufgabe ist es, das zu unterbinden.
37:15Denn diese Kräfte schaden ja nicht nur der DDR, die schaden vor allem auch der Umweltbibliothek.
37:22Ich weiß nicht, wo...
37:25Doch, Herr Henning, wissen Sie.
37:27Und wenn Sie Ihr Wissen mit mir teilen, dann kann ich Ihre Mutter und Ihren Onkel schützen.
37:31W-Wovor?
37:35Ich weiß, dass die beiden gute, zuverlässige Staatsbürger sind.
37:38Aber Sie haben es halt schwer, sich dem Druck der Provokateure zu widersetzen.
37:41Damit bringen Sie sich, die ganze Kirchenleitung, in große Gefahr.
37:44Und das würde ich gerne verhindern.
37:45Und Sie...
37:47Sie können mir helfen, Ihre Mutter und Ihren Onkel zu schützen.
37:52Ich habe von meinem Informanten erfahren, dass heute Nacht im Gemeindehaus Umwelt und Demokratie gedruckt werden sollen.
37:58Verbotenes Hetzblatt, das von westdeutscher Propaganda durchdrungen ist.
38:00Die Quelle ist zuverlässig?
38:02Absolut, Genosse Geife.
38:04Heute Nacht haben wir die Chance, die Leute auf frischer Tat zu ertappen.
38:07Dann können wir diesen ganzen Umweltladen dicht machen,
38:09die Redelsführer nach Paragraf 218 verknacken und wir kriegen die Kirche.
38:13Wegen Missbrauchs der Sonderdruckgenehmigung und Unterstützung einer besonders schweren Straftat gleich mit dran.
38:18Sehr gute Arbeit, Kupfer. Prima.
38:20Sie haben Weitblick, Geduld und strategisches Geschick bewiesen.
38:25Danke, Genosse Generalleutnant. Danke.
38:26Oder? Schlagen ist ein anderes Vorgehen, Frau Genosse Kupfer.
38:31Wie sieht denn der sanfte Weg in dieser Sache aus?
38:35Das zeugt von Weitblick und strategischem Geschick, wie Sie schon sagten, Genosse Generalleutnant.
38:40Sie sollten auf jeden Fall alle einsperren.
38:42Sicher haben Sie darüber nachgedacht, wie es dann weitergehen soll, oder?
38:44Überall im Land entstehen diese Umweltbibliotheken, deren Mitglieder sind ganz normale Bürger,
38:51sogar überzeugte Sozialisten, die Missstände ansprechen, die sie sowieso alle kennen und Korrekturen einfordern.
38:57Das ist ein ganz normaler gesellschaftlicher Prozess.
38:59Nee, das sind keine Sozialisten.
39:01Die stellen den Sozialismus gänzlich in Frage, diese Pazifisten, Umweltaktivisten, wie sie sich nennen.
39:06Ja, deshalb müssen wir jetzt mit aller Härte vorgehen.
39:08Wir müssen diese Unruheherde im Keim ersticken.
39:10Damit treiben wir immer mehr Leute in den Widerstand und erzeugen so unsere eigenen Feinde.
39:14Na, dann sperren wir die eben auch weg.
39:16Für jeden, den Sie wegsperren, kommen mindestens zwei, die das in den Protest treibt.
39:20Die Westpresse wird die Situation nur anheizen.
39:23Wollen Sie dafür die Verantwortung übernehmen?
39:26In die Situation, dass es im Ruder läuft?
39:30Genosse Generalleutnant?
39:34Offenbestanden.
39:35Ich halte den Weg meines Vaters für absolut falsch.
39:39Er hat im Moment mächtige Fürsprüche für seinen Weg und ich werde den Teufel tun.
39:43Nämlich mit denen anlegen.
39:45Die kann man nur mit Ergebnissen davon überzeugen, dass Härte das richtige Mittel ist.
39:51Und, äh, Sie, Kupfer, Sie werden mir diese Ergebnisse liefern.
39:59Da bin ich ganz sicher.
40:01Verstehe nicht ganz, was merken Sie?
40:03Ja, ich werde Ihnen nicht den Befehl zum Lotschlagen gegen diese Umweltspinne geben, aber wenn Sie es auf eigene Fass machen und die Aktion ein Erfolg ist, werde ich Ihre Courage überall loben, da bin.
40:17Und wenn es schief geht?
40:24Kleiner Karriereknicks in einer Jungen.
40:28Und vergessen Sie nicht, Kupfer, Sie sind mir was schuldig.
40:31Ich bin ein Wunderschönen.
41:01Falk!
41:11Falk!
41:15Falk!
41:21Was ist los?
41:23Mal hoch.
41:32Kannst du laufen?
41:35Naja.
41:37Stütz dich auf mich, ja?
41:41Was ist denn passiert?
41:46Ich bin einfach nicht entfahren.
41:48Ich muss wieder mehr trainieren.
41:53Wollt ihr kein Klopfzeichen?
41:58Gut siehst du aus.
42:00Gut gelogen.
42:01Komm rein.
42:10Einen Tee?
42:11Ja, gern.
42:23Martin war da.
42:41So, was machst du denn da?
42:43Ich will wissen, was mit Anna ist.
42:45Dazu hörst du mein Telefon an?
42:46Nein, ich baue die Wand so aus, weil ich jemand anderen abwende.
42:52Und das merken deine Kollegen gar nicht?
42:56Für die bist du schon lange nicht mehr interessant.
43:01Eigentlich schade, hm?
43:03Wird man so unwichtig.
43:08Du musst dir ziemlich sicher sein, dass Anna noch lebt, hm?
43:12Dass du sowas machst.
43:12Ja.
43:18Aber vielleicht
43:19will ich es nur glauben.
43:23Das mit Anna wart ihr, ja?
43:29Ihr verdammten Schweine, ihr.
43:38Hans?
43:42Vielleicht sind wir hier als Großeltern, du und ich.
43:47Wäre doch verrückt.
43:50Ja.
43:53Wir waren so
43:54lange nicht mehr im Kino.
43:58Thomas, wir drucken heute Abend im Gemeindehaus.
44:00Aber du musst doch gar nicht dabei sein.
44:05Komm, jetzt tu ihm halt ihm gefallen.
44:07Bitte.
44:07Na gut.
44:12Und du?
44:14Du bist noch richtig kleine Nervensegel.
44:16Ja.
44:21Hast du wieder deinen Willen jetzt, ja?
44:31Nervös?
44:31Na, sowas habe ich schon lange nicht mehr gemacht.
44:36Ich werde ihm morgen richtig Druck machen,
44:37sodass er mit seinem Führungsoffizier telefoniert.
44:42Aber vielleicht telefoniert er ja gar nicht.
44:46Aber die Wanze funktioniert nicht.
44:48Wird er ihn geschnappt.
44:53Danke.
44:55Immerhin geht's ja um mein Enkelkind.
44:56Danke.
44:57Danke.
44:58Danke.
44:59Danke.
44:59Danke.
45:00Danke.
45:01Danke.
45:01Danke.
45:02Danke.
45:03Danke.
45:04Danke.
45:05Danke.
45:06Danke.
45:07Danke.
45:08Danke.
45:09Danke.
45:10Danke.
45:11Danke.
45:12Danke.
45:13Danke.
45:14Danke.
45:15Danke.
45:16Danke.
45:17Danke.
45:18Danke.
45:19Danke.
45:20Danke.
45:21Danke.
45:22Danke.
45:23Danke.
45:24Danke.
45:25Danke.
45:26Hände hoch, alles fallen lassen, alle Mann in die Ecke.
45:47Finger weg von der Druckmaschine.
45:51Was soll das? Sie haben kein Recht hier einfach.
45:53Sie sind Luchnick, stimmt's? Dann mal mit der großen Klappe.
46:00Ich meine nicht der Pfarrer.
46:01Ihr seid doch sowas von zum Kotzen.
46:23Ich habe keine Pfarrer.
46:25Ich habe keine Pfarrer.
46:27Ich habe keine Pfarrer.
46:29Ich habe keine Pfarrer.
46:31Ich habe keine Pfarrer.
46:32Vielen Dank.
46:34Ja.
46:46Guten Abend, Herr Rolf.
46:47Ziehen Sie sich bitte was an? Kommen Sie mit?
46:49Was soll das?
46:50Sie sind verhaftet wegen Beihilfe zu verbreitern von staatsfeindlichen Hetzschriften.
46:58Einen Moment bitte, hey. Welcher Besuch?
47:00Ja, das stört uns nicht. Dankeschön.
47:04Vielen Dank.