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  • vor 5 Monaten
Ich trage seit mehr als einem halben Jahr einen Smart Ring am Finger. Nach dieser langen Zeit habe ich viele Erkenntnisse gewonnen. Sind Smart-Ringe eine echte Alternative zur Smartwatch oder nur gutes Beiwerk? Wie gut diese Tracker tatsächlich sind, erfahrt ihr im Video!

Alle Erkenntnisse im Überblick:

00:00 Intro
00:40 Disclaimer
01:09 Schlaftracking
06:13 Readyness-Score / HFV
08:44 Sport
10:14 Schritte zählen
11:33 Datenschutz
12:32 Alltag
13:12 Akkulaufzeit
14:06 Eine Ergänzung?
14:36 Fazit

Das Interview mit dem Schlafforscher :  

Die Samsung und Apple Watch haben 60 Tage meinen Schlaf kontrolliert - Ein Schlafforscher tauschte meine Sorgen gegen neue Bedenken aus  

Die Smart-Ringe im Test :

- Oura Ring 4
- RingConn Gen 2
- Amazfit Helio Ring

Was haltet ihr von solchen Gadgets? Tragt ihr bereits einen Smart-Ring oder bleibt ihr lieber bei euren derzeitigen Fitness-Trackern? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!
Transkript
00:00Smart-Ringe sprießen aktuell wie Pilze aus dem Boden und wenn man sich die Webseiten
00:04diverser Hersteller anschaut, wird eines schnell klar. Marketing haben sie ziemlich gut drauf.
00:10Die Gadgets versprechen den Schlaf zu verbessern, die Erholung zu fördern und beim Sport-Tracking
00:15zu helfen. Kurz gesagt, sie sollen in jeder Lebenslage der perfekte Begleiter sein.
00:21Aber stimmt das wirklich? Ich trage seit Anfang des Jahres und schon etwas länger Ringe von
00:26diversen Herstellern und habe dabei einige Erkenntnisse gesammelt, die ich heute mit euch
00:30teilen möchte. Ich bin Patrick, ihr schaut Gamester Tech und los geht's mit dem Video.
00:40Aber bevor wir richtig loslegen, noch ein kurzer Disclaimer. Ausgenommen von Aura wurden wir von
00:45den anderen beiden Herstellern jeweils ein Exemplar für den Test zur Verfügung gestellt. Aber keine
00:50Sorge, es gab keine Verpflichtung zu einem Testbericht und es gab natürlich auch kein Mitspracherecht am
00:55Inhalt dieses Videos. Sonst würde ich das sowieso nicht machen. Der Großteil dessen basiert
01:00zudem auf meinen persönlichen Erfahrungen. Wenn das mal nicht so ist, dann findet ihr einen
01:04entsprechenden Link in der Videobeschreibung. So, genug davon, jetzt steigen wir ins Video ein.
01:09Ich fange mal mit den guten Nachrichten an. Die größte Stärke von Smart-Ringen wie von Aura oder Ringcon
01:14liegen für mich in dem Schlaf-Tracking. Und das hat gleich mehrere Gründe. Der offensichtlichste,
01:20im Gegensatz zu einer Smart-Watch sind solche Ringe für mich deutlich angenehmer über Nacht zu tragen.
01:25Sie sind leichter, weniger störend und wenn der Ring gut sitzt, zerrutscht er auch nicht so leicht
01:30wie eine Uhr am Handgelenk. Klar, das ist Geschmackssache, aber für mich ein echter Pluspunkt.
01:35Wie sieht's mit den Daten aus? Ich habe hierfür den Aura Ring 4 und den Ringcon Gen 2 zusammen mit
01:41der Apple Watch Ultra 2 über mehrere Nächte getragen. Was die Trends bei der Gesamtschlafdauer
01:46angeht, lagen die Ergebnisse nah beieinander. Die Geräte erkannten also alle, dass ich mal länger,
01:52mal kürzer geschlafen habe. Aber wenn man sich die anderen Schlafdaten im Detail anschaut, gab es
01:57bei den einzelnen Schlafphasen oft Unterschiede. Hier lagen die Werte der Geräte teilweise weiter
02:02auseinander, wenn auch nicht immer deutlich. Trotzdem wichtig, solche Daten sollten immer mit
02:08einer gewissen Skepsis betrachtet werden. Kein Tracker dieser Welt ersetzt ein echtes Schlaflabor.
02:13Besonders bei den Schlafphasen. Die werden im Schlaflabor nämlich anhand der Gehirnaktivität
02:18gemessen. Und das funktioniert eben am Handgelenk oder am Finger nicht. Heißt das also, die Daten
02:24sind jetzt vollkommen nutzlos? Nein, überhaupt nicht. Auch wenn die absoluten Werte für etwa
02:29Tiefschlaf oder REM-Schlaf stark voneinander abweichen, sind die Daten trotzdem nützlich.
02:34Der wichtigste Wert, den diese Tracker nämlich liefern, ist der Trend über die Zeit. Wenn eines
02:38dieser Geräte anzeigt, dass der Schlaf über mehrere Nächte stark abfällt, dann ist das
02:43ein wichtiges Signal. Die Tatsache, dass alle drei Geräte an einem bestimmten Tag eine niedrigere
02:48Gesamtschlafdauer anzeigen, zeigt, dass etwas in dieser Nacht anders war. Und das ist die
02:53Information, die uns wirklich weiterhilft. Was die Schlafdauer anbelangt, passt das ja meistens
02:58mit dem subjektiven Gefühl. Man weiß ja ungefähr, wann man zu Bett ging und wann der Wecker geklingelt
03:03hat. Unterm Strich liegt die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo zwischen den gemessenen Ergebnissen.
03:08Hundertprozentig genau ist keiner dieser Tracker, aber sie geben immerhin einen wertvollen Anhaltspunkt.
03:13Was viele nicht wissen, solche Ringe können durchaus mehr als nur die Schlafdauer oder
03:17die Schlafphasen zu messen. Zum Beispiel messen sie auch den Blutsauerstoffgehalt und der kann
03:22gerade nachts echt spannend sein. Ich hatte dazu mal ein sehr interessantes Gespräch mit einem
03:27bekannten Schlafforscher. Den Link dazu findet ihr in der Beschreibung. Ein dauerhaft niedriger
03:32Blutsauerstoff kann auf Atemaussetzer hinweisen. Die kennt man auch unter dem Begriff Schlafapnoe.
03:38Eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der die Atmung nachts immer wieder aussetzt. Und hier
03:42haben smarte Ringe sogar potenziell einen Vorteil gegenüber smarten Uhren. Die Finger sind besser
03:47durchblutet und das Gewebe dort liegt näher an der Hautoberfläche. Und das kann die Genauigkeit
03:52dieser Messung verbessern. Kann, aber nicht muss. Denn abgesehen davon spielen auch andere Faktoren
03:57eine wichtige Rolle wie die Abtastrate. Und die ist bei vielen Geräten eher niedrig.
04:02Es gibt aber auch Modelle wie den Circle Ring von Bodymetrics. Er misst extrem häufig,
04:07um möglichst genaue Daten zu liefern, hält dafür aber nur rund 14 Stunden durch. Heißt,
04:13er ist eigentlich auch nur für eine Nacht gedacht. Ganz wichtig in dem Kontext, wenn ihr ernsthafte
04:18Probleme mit dem Schlaf feststellt, dann vertraut nicht dem Tracker. Dieses Thema gehört dann in
04:24ärztliche Hände, denn kein Gadget der Welt ersetzt eine fundierte medizinische Diagnose.
04:29Ihr merkt schon, das Thema Schlaftracking wird ziemlich komplex. Deswegen möchte ich zum Schluss
04:34dieses Themas noch kurz erzählen, welchen Nutzen ich aus diesen Gadgets ziehe. Für mich sind es vor
04:40allem die Trendanalysefunktionen, die den Unterschied machen. Also nicht die einzelne Nacht,
04:44sondern wie sich mein Schlaf über Wochen oder Monate entwickelt. Diese Daten motivieren mich,
04:49mein Verhalten Stück für Stück zu verbessern. Mit dem Ziel, langfristig besser zu schlafen.
04:54Besonders hilfreich finde ich dabei die Apps der Ringe. Die sind, meiner Meinung nach,
04:58deutlich durchdachter als viele Smartwatch-Apps, weil sie sich ganz auf das Thema Schlaf konzentrieren.
05:04Ich öffne die App und sehe direkt alles Wichtige. Schlafdauer, Qualität, Herzfrequenz,
05:09Temperatur. Alles übersichtlich dargestellt. Was ich außerdem sehr mag, viele dieser Apps bieten
05:15tagebuchähnliche Funktionen. Ich kann zum Beispiel Tags setzen, also kleine Notizen wie viel Kaffee,
05:21Sport am Abend oder stressiger Tag. Und wenn ich mal besonders gut oder schlecht geschlafen habe,
05:26kann ich genau das eintragen. Und später im Langzeitverlauf schauen, ob es da Zusammenhänge
05:31gibt. Aber klar, das funktioniert alles nur, wenn man bereit ist, auch sich wirklich mit dieser
05:36Materie auseinanderzusetzen. Die wichtigen Erkenntnisse gewinnt man nicht nach zwei Nächten,
05:40sondern eher nach zwei Monaten. Was solche Tracker also vor allem tun? Sie helfen dabei,
05:45sich erstmal grundsätzlich mit dem eigenen Schlafverhalten auseinanderzusetzen. Und das
05:50ist laut Schlafforschern ohnehin der wichtigste Schritt. Unabhängig vom Tracker. Regelmäßige
05:55Schlafzeiten, weniger Alkohol, mehr Bewegung, abends zur Ruhe kommen, z.B. durch Lesen statt Scrollen,
06:01all das hilft. Und wenn man dann noch mit einem Gadget messbar machen kann, ob sich was verbessert,
06:06umso besser. Mir persönlich hilft das enorm, aber das heißt natürlich nicht,
06:11dass es für euch genauso funktionieren muss. Viele dieser Begleit-Apps liefern zusätzlich
06:15zum Schlaftracking einen sogenannten Readiness-Score. Quasi eine Tagesformbewertung,
06:20die mir sagt, wie fit ich für diesen Tag bin. Klingt erstmal praktisch, ist bei mir aber mit
06:25gemischten Gefühlen verbunden. Denn jeder Hersteller misst diesen Score anders und es ist
06:30oft überhaupt nicht ersichtlich, wie dieser Wert überhaupt zustande kommt. In die Berechnung
06:34fließen mehrere Faktoren ein. Mein Schlaf, die Aktivität vom Vortag, meine Körpertemperatur
06:39und vor allem die sogenannte Herzfrequenzvariabilität, kurz HLV. Was das genau ist, dazu gleich mehr.
06:46Am Ende kommt dann ein Wert zwischen 1 und 100 heraus und der soll mir sagen, topfit oder lieber
06:52Piano. Und ja, oft spiegelt dieser Wert tatsächlich mein Körpergefühl wieder. Aber ich verlasse mich
06:58lieber auf mein Körpergefühl als auf irgendeine Zahl. Wenn ich platt bin, dann merke ich das auch ohne App.
07:03Aber es gibt auch Ausnahmen und da möchte ich dem Ring auch echt mal meinen Lob aussprechen.
07:08Vor ein paar Wochen hatte ich so einen Fall. Ich fühlte mich am Dienstag nur etwas müde,
07:12dachte aber, ich hätte einfach zu hart trainiert. Der Aura Ring zeigte mir dann schon erste Warnzeichen.
07:18Leicht erhöhte Körpertemperatur, verändert der Ruhepuls, sinkende HLV. Einen Tag später war klar,
07:23ich werde krank. Der Ring hatte es quasi vorher gesehen. Und damit zu HLV, also der Herzfrequenzvariabilität.
07:30Klingt technisch, ist aber durchaus spannend. Im Grunde misst der Wert, wie unterschiedlich die
07:35Abstände zwischen den Herzschlägen sind. Und jetzt klingt es zunächst komisch. Je
07:40unregelmäßiger, desto besser. Ein hoher HLV Wert bedeutet, dass der Körper flexibel und
07:45anpassungsfähig ist, also gut mit Stress umgehen kann. Ein niedriger Wert hingegen steht oft für
07:50Stress, Schlafmangel, Überlastung oder Krankheit. Und genau das erkennt dieser Ring erstaunlich gut.
07:55Ich bin immer wieder überrascht, wie präzise der Aura Ring zum Beispiel anhand von HLV oder
08:00Puls erkennt, ob ich gestresst bin oder mich gut erhole. Die App zeigt mir das nicht nur
08:04tagesaktuell, sondern auch in der Resilienzanzeige an. Also, wie gut halte ich in den letzten Wochen
08:09die Balance zwischen Belastung und Erholung. Und auch hier gilt wieder, Veränderungen sind
08:14messbar. Weniger Stress, bessere Erholung. Und das motiviert eben. Und trotzdem, es gibt auch
08:19Ausreißer. Ganz selten zeigt die App mir einen Wert von 88 oder mehr an und ich fühle mich so,
08:25als hätte mich ein LKW überfahren. Solche Ausrutscher gibt es eben. Am Ende bleibt es
08:29nur ein Algorithmus und eben kein Wahrsager. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, die HLV ist
08:34dabei stark individuell und tagesformabhängig. Schwankungen sind völlig normal und sollten
08:39im Kontext gesehen werden. Also der Trend über Wochen ist wichtiger als einzelne Werte.
08:43Viele Hersteller werben auch damit, dass ihre smarten Ringe auch zum Sport geeignet sind. Der Aura Ring
08:49erkennt Aktivitäten sogar automatisch. In der Theorie. In der Praxis klappt das mal mehr
08:54mal weniger gut. Ich hatte der Fälle, da wurde ein Spaziergang als Tennismatch erkannt oder ein
08:59Supermarktbesuch als Golfrunde. Und ja, der Einkauf wurde sogar als Workout gewertet. So
09:05unsportlich bin ich dann auch nicht. Immerhin, solche Fehleinschätzungen lassen sich in der App
09:09super schnell korrigieren. Wenn ihr eine Strecke oder andere Aktivitätsdaten wie beim Joggen tracken
09:14möchtet, müsst ihr euer Smartphone zwingend mitnehmen. Denn ein GPS-Modul ist im Ring selbst
09:20nicht verbaut. Die Daten für Outdoor-Sportarten sind daher nur eingeschränkt aussagekräftig.
09:26Aber wie genau sind die Daten eigentlich beim Training? Beim Laufen war ich ehrlich gesagt
09:31positiv überrascht. Im direkten Vergleich mit einem Brustgurt lagen die Messwerte der meisten Ringe
09:36bei der Herzfrequenz oft nur 1-2 Schläge daneben. Sowohl bei der Durchschnitts- als auch bei der
09:41Maximalfrequenz. Nur der Ringcon hat hin und wieder größere Ausreißer gezeigt. Allerdings
09:46gibt es auch ein kleines Sommerproblem. Wenn die Hände besonders schwitzen,
09:50können die Ringe leicht verrutschen. Und das wirkt sich negativ auf die Messgenauigkeit aus.
09:54Dabei sitzt der Ring im Alltag eigentlich bombenfest. Bei bestimmten Sportarten wie
09:59Hanteltraining oder anderen Übungen mit starkem Hand- und Griffkontakt sind smarte Ringe zudem
10:05einfach nicht die beste Wahl. Da haben Smartwatches weiterhin die Nase vorn. Das Thema
10:10Schritte zählen ist bei smarten Ringen schwierig. Vor allem wenn ihr auf möglichst genaue Daten
10:16Wert legt. Die Zahlen schwanken nämlich insgesamt sehr stark. Mal sind die Abweichungen nur gering
10:21und dann mal wieder sehr sehr groß. Ich habe das vor einigen Monaten schon mal getestet und dabei
10:27längere Strecken mit einem klassischen Schrittzähler von Omron und der Apple Watch Ultra 2 verglichen.
10:32Klar, auch diese Geräte messen nicht hundertprozentig exakt. Aber sie liegen ziemlich nah dran. Und das
10:38gilt nicht nur für die Apple Watch. Mittlerweile sind viele Smartwatches ziemlich verlässlich beim
10:42Messen der Schritte. Aber zurück zu den Ring. Hier fällt das Ergebnis eher durchwachsen aus.
10:46Ich habe den Test kürzlich wiederholt und kam auf dasselbe Resultat. Die Ringe zählen nicht genau.
10:51Bei 1000 oder 2000 Schritten lagen sie teils deutlich daneben. Und je mehr Schritte dazu kommen,
10:57desto größer wird diese Lücke. Fairerweise muss man dazu sagen, die Hersteller arbeiten offenbar an der
11:03Genauigkeit. Zu Beginn des Jahres war der Aura Ring beim Schrittzählen zum Beispiel komplett daneben.
11:07Da wurden mir teilweise 3000 bis 5000 Schritte zu viel angezeigt. Inzwischen ist das besser geworden,
11:13aber zuverlässig ist leider was anderes. Offenbar fällt es den Ring schwer, die Handbewegungen von
11:18anderen Tätigkeiten zu unterscheiden, was zu jenen Ungenauigkeiten führt. Wenn ihr also einen Tracker
11:24sucht, der eure Schritte möglichst genau zählt, dann bleibt besser bei der Smartwatch. Oder sucht euch einen
11:29klassischen Schrittzähler. Die sind oftmals sogar viel günstiger. Ein Thema, was bei Smartring nicht
11:34fehlen darf, ist der Datenschutz. Die Gadgets erfassen nämlich ganz persönliche Gesundheitsdaten. Vom
11:40Schlafverhalten über die Herzfrequenz bis hin zu Bewegungsprofilen. Diese Daten werden oftmals in
11:45der Cloud gespeichert, was praktische Vorteile hat, aber auch Risiken mit sich bringt. Bevor ihr euch für
11:51einen Smartring entscheidet, solltet ihr unbedingt die Datenschutzrichtlinien des Herstellers genau lesen. Besonders
11:56wichtig ist, zu wissen, wie eure Daten gespeichert, verarbeitet und gegebenenfalls weitergegeben
12:01werden. Einige Hersteller sitzen außerhalb Europas, zum Beispiel in China. In deren Datenschutzerklärung
12:07steht oft, dass Daten potenziell auch von Dritten verarbeitet werden können. Das betrifft zwar meist
12:12nicht die rohen Gesundheitsdaten direkt, aber ihr solltet euch bewusst sein, dass bestimmte
12:16Informationen den Kontinent verlassen und möglicherweise mit anderen Tech-Konzernen geteilt werden. Meist geben
12:21die Hersteller an, eure Gesundheitsdaten so lange zu speichern, wie das Konto aktiv ist. Wenn ihr den Ring nicht
12:26mehr nutzt oder weitergegeben habt, solltet ihr in Erwägung ziehen, das Konto zu löschen. Aber mal weg
12:32von all den Scores, Zahlen und Sicherheitsbedenken. Wie trägt sich so ein Ring im Alltag? Und ich war
12:39überrascht, aber ich nehme die Ringe deutlich häufiger vom Finger als anfangs gedacht. Beim Duschen,
12:44Händewaschen oder bei der Hausarbeit, immer wieder wandert das Teil runter. Entweder um es zu schonen oder
12:50damit es richtig trocknen kann. Und das hat einen Grund. Einige Modelle sind echte Kratzermagneten. Obwohl ich
12:56fast ausschließlich im Homeoffice arbeite, am Schreibtisch sitze und super sorgsam mit meinen
13:00Geräten umgehe, der Aura Ring hatte bei mir schon nach kurzer Zeit sichtbare Macken. Und das,
13:06obwohl ich wirklich nichts Wildes damit gemacht habe. Gerade bei dem Preis ist das echt ärgerlich. Ein
13:11großes Lob verdienen sich die smarten Ringe besonders beim Thema Akkulaufzeit, gerade weil sich
13:16in jeder neuen Generation hier was tut. Einzige Ausnahme der Helio Ring, der hält gerade mal rund drei
13:23Tage durch. Und das ist in dem Vergleich eher schwach. Ganz anders sieht es beim Aura Ring aus. Der läuft
13:28bei mir locker sieben Tage am Stück, bevor es an die Ladeschale muss. Und der Ringcon Gen 2 liegt
13:33sogar noch mal ordentlich drauf. Bis zu zwölf Tage Akkulaufzeit sind hier drin. Ich habe beide
13:39Modelle über einen sehr langen Zeitraum parallel getragen und gerade im Alltag ist es super angenehm,
13:44weil man sich nicht ständig Gedanken um das Aufladen machen muss. Verglichen mit vielen klassischen
13:49Smartwatches, vor allem mit denen von Apple, Samsung oder Google, ist das ein echter Pluspunkt.
13:53Klar, die Ringe verzichten auf ein Display und ein paar Zusatzfunktionen, aber dafür holen sie
13:5724 Gesundheitsdaten aus dem Handgelenk oder besser gesagt aus dem Finger. Und das über zwölf Tage
14:03hinweg finde ich persönlich ziemlich beeindruckend. Kommen wir jetzt zu meiner wichtigsten Erkenntnis.
14:08Smarte Ringe sind für mich vor allem eine gute Ergänzung für die Smartwatch. Besonders im Hinblick auf
14:14das Schlaftracking. Grundsätzlich können die smarten Ringe aber andere Tracker nur sehr bedingt ersetzen,
14:19und das auch nur mit gewissen Einschränkungen. Meine Smartwatch haben sie zumindest nicht
14:23abgelöst und das wird sich auf sehr lange Sicht auch nicht ändern, weil die smarten Armbanduhren
14:28einfach vielseitiger sind und in vielen Fällen auch zuverlässiger, wenn es darum geht,
14:32verschiedenste Gesundheits- und Aktivitätsdaten zu messen. Und damit sind wir beim Fazit des Videos
14:38angekommen. Braucht man denn 2025 unbedingt ein Smartring? Meine Antwort auf diese Frage ist ein
14:45klares Nein. In Ausnahmefällen bieten diese Ringe zwar eine gute Grundlage, um sich intensiver mit
14:50dem eigenen Schlafverhalten auseinanderzusetzen. Aber dazu braucht man wirklich Interesse und vor
14:54allem Spaß daran, die Daten konsequent zu tracken. Und so banal das klingt, ohne diese Motivation macht
15:00das Ganze wenig Sinn. Vorsicht aber, wie auch im Gespräch mit dem Schlafforscher deutlich wurde,
15:04können solche Geräte dazu führen, dass man den Schlaf überbewertet oder sogar eine unnötige Angst
15:09entwickelt. Jeder Mensch schläft anders. Während ich mit 6 oder 7 Stunden Schlaf ziemlich gut durch
15:15den Tag komme, benötigen andere Menschen mehr oder eben auch weniger. Und das können nicht alle
15:21Geräte zuverlässig abbilden. Ein weiterer wichtiger Punkt, achtet unbedingt vor dem Kauf darauf, ob ein Abo
15:27nötig ist. Ringcon wirbt zwar aggressiv damit, ohne Abonnement auszukommen, bei Aura kostet das Ganze
15:34aber monatlich rund 6€. Und ohne diese Investition fehlen euch die wichtigsten Funktionen. Da macht
15:40das Ganze also ohne Abonnement überhaupt keinen Sinn. Ob sich das für euch lohnt, das muss jeder für
15:45sich selbst entscheiden. Das war's von mir heute. Ich danke euch vielmals fürs Zuschauen. Habt einen
15:51wunderbaren Tag, bleibt gesund und bis zum nächsten Mal. Ciao.
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