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  • vor 6 Monaten
m Tiergarten Schönbrunn gibt es derzeit ein besonderes Highlight zu bestaunen: Neun Flamingoküken sind nach einer 28-tägigen Brutzeit geschlüpft, während weitere Eier noch bebrütet werden. Diese beeindruckende Flamingo-Zucht ist das Ergebnis akribischer Vorbereitung und optimaler Bedingungen. Von der Auswahl harmonierender Brutpaare über die richtige Gestaltung der Brutinseln bis hin zur gezielten Anpassung der Ernährung – viele Faktoren spielen zusammen, um diesen Erfolg zu ermöglichen.

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Transkript
00:00Zwischen den eleganten rosa Flamingos im Tiergarten Schönbrunn tummelt sich derzeit
00:11eine Schar grauer, flauschiger Küken. Nach rund 28 Tagen Brutzeit sind bisher schon neun Küken
00:18geschlüpft und weitere Eier werden noch bebrütet. Ein schöner Zuchterfolg,
00:22der sorgfältige Vorbereitung erfordert. Für eine erfolgreiche Flamingozucht müssen viele
00:27Faktoren optimal zusammenspielen. Von der Auswahl harmonierender Brutpaare über die Einrichtung
00:32geeigneter Brutinseln bis hin zur gezielten Umstellung des Futters. Aber auch die
00:37Wetterbedingungen müssen passen. Regen in Kombination mit den richtigen Temperaturen sind Parameter,
00:42die wir nicht beeinflussen können, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stefan Hering-Hagenbeck.
00:47Wir haben in Tiergarten Schönbrunn nicht nur rosa Flamingos, sondern auch graue Flamingos. Die
00:54Flamingos haben eine Brutdauer von ca. 28 bis 30 Tagen und dann schlüpft ein Küken. Das Küken
01:03ist am Anfang nur grau. Das ist ein Schutzmechanismus, weil die Flamingos bauen einen Kegel aus Lehm und
01:13da setzen sie das Ei drauf. Und dadurch, durch die Fiederung von Jungtier, ist es dann für gewisse
01:20Raubvögel unsichtbar. Noch tragen die Küken ein graues Dühnenkleid, das ihnen in den lehmigen
01:27Bruthügeln ideale Tarnen bietet. Erst nach etwa drei Jahren nehmen sie ihre charakteristische
01:33rosa Färbung an. In der Natur sorgen dafür Farbstoffe aus Krebsen, bei uns im Tiergarten
01:38ein speziell zusammengesetztes Futter. Neben dem auffälligen Gefieder und den langen Beinen ist
01:44der gebogene Schnabel eines der markantesten Merkmale der Flamingos. Das Besondere bei
01:50den Flamingos ist nicht nur eher eine lange Beine, eher eine Fiederung, sondern auch der
01:58gebogene Schnabel. Das ist ein sogenannter Siebeschnabel. Sie stecken den Kopf richtig unter Wasser, machen
02:06den Oberdeckel vom Schnabel auf und zu und so das Wasser durchsieben und so bleiben dann die
02:13Flussgräbschen in die Lamellen hängen. Durch diese Flussgräbschen kriegen Sie den Farbstoff für Ihre
02:23Fiederungen. Das Jungtier hat am Anfang noch nicht so einen gebogenen Schnabel, sondern einen geraden Schnabel.
02:32Das ist wichtig für die Fütterungen, weil die Elterntiere haben eine Kropfmilch. Das ist ein
02:40nährstoffreiches Sekret, das sie den Jungtieren in ihren geraden Schnabel einfach reingeben.
02:48Zurzeit haben wir noch acht Eier, die bebrütet werden und neun Jungtiere, die schon kräftig mit
02:55die adulten Tiere mietwatscheln. Was wir als Pfleger achten müssen, dass so eine super Zucht
03:03zustande kommt, ist erstens, dass wir das Futter rechtzeitig umstellen von Erhaltungsfutter auf
03:10Zuchtfutter. Dann, dass wir unser Gehege gut ausschneiden, aber auch nicht zu viel ausschneiden, dass die
03:19Tiere einen natürlichen Schutz haben. Dann werden wir noch im Frühling die Insel, die Brutinsel
03:31noch schön herrichten für die Tiere. Das heißt, die alten Nester werden wir umgraben und wir schauen, dass
03:39das nicht solche großen Lehmbröcke sind, sondern so kleine feine Lehmbröckchen, wenn ich das so sagen darf.
03:47Das ist der Grund, dass sie die Flamingos wohlfühlen auf der Insel. Weil wenn das so große Krater
03:55sind, wird das einem nicht gut bankieren. Das ist unsere Aufgabe als Pfleger.
04:02Auch im Vorjahr gab es bei den rosa Flamingos im Tiergarten ein Dutzend Küken. Um die Gruppengröße
04:08langfristig ausgewogen zu halten und andere zoologische Gärten beim Aufbau stabiler
04:13Zuchtgruppen zu unterstützen, werden nach der Brutsaison einige dieser Jungvögel im Rahmen
04:18des europäischen Erhaltungszuchtprogramms abgegeben.
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