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  • vor 1 Jahr
In London gibt es zu viel Platz für Autos und zu wenig für Fußgänger und Anwohner. Und es fehlt an öffentlichen Plätzen mit Grün. Deshalb nehmen einige Londoner die Dinge selbst in die Hand.

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Transkript
00:00Verkehr, Lärm, Abgase. London ist eine Millionenstadt.
00:10Und die Hemingford Road, eine vielbefahrene Straße im Norden.
00:15Kann hier eine kleine grüne Oase entstehen?
00:19Ja, sagt Anwohnerin Rachel Swinerton.
00:22Ich finde, es sollte viel mehr Grünflächen auf den Gehwegen geben.
00:26Diese Straße hier eignet sich wunderbar zum Spazierengehen. Aber man kann sich nirgendwo hinsetzen.
00:32Ein paar Mal pro Jahr nimmt die Verkehrsaktivistin die Dinge selbst in die Hand.
00:37Und wandelt zusammen mit Freunden den Parkplatz vor der Haustür einfach um.
00:43In ein sogenanntes Parklet.
00:46Es ist eine perfekte Straße für Grünflächen und Bänke.
00:51Wo sonst Autos Raum beanspruchen, entsteht ein kleiner Ort der Erholung für die Nachbarschaft.
01:05Die Menschen haben sich zu sehr daran gewöhnt, dass Metallkisten auf den Straßen stehen.
01:10Ursprünglich wurden die Straßen für Pferde und Kutschen gebaut. Sie waren nie für so viel Metall vorgesehen.
01:17Und bei Kaffee und Keksen lernen sich die Nachbarn der Hemingford Road so neu kennen.
01:22Ian und Carol Lane sind das erste Mal dabei. Sie sind aus Wales in die Straße gezogen.
01:29Es ist eine gute Idee, Menschen miteinander bekannt zu machen.
01:35Ob die Tische auf der Straße dauerhaft sinnvoll sind, weiß ich nicht.
01:40Aber ich sehe erst einmal nichts, was dagegen spricht.
01:45Streng genommen ist das Parklet illegal, weil die örtliche Gemeinde nicht um Erlaubnis gebeten wurde.
01:50Dauerhaft darf es deshalb nicht bleiben.
01:56Für Rachel Swinerton ist es eine Gelegenheit, mit den Nachbarn über ihre weiteren Pläne zu sprechen.
02:02Sie möchte, dass die Straße verkehrsberuhigt wird.
02:05Aber deshalb auf ihre Autos verzichten, das wollen nicht alle Nachbarn.
02:09Ich benutze das Auto oft. Wahrscheinlich zu viel, wenn ich ehrlich bin.
02:15Aber manchmal brauche ich das Auto wirklich.
02:18Zum Beispiel, wenn ich zu spät dran bin, mein Kind abzuholen.
02:21Ich würde mein Auto vermissen, wenn alles komplett gesperrt würde.
02:29Es gibt jetzt schon zu wenig Parkplätze. Autofahren wird immer schwerer gemacht.
02:34Überall werden Straßen gesperrt. Das ist zu viel.
02:36Aber immer mehr Parklets sprießen aus dem Boden.
02:47Einige werden von Kaffeebesitzern initiiert.
02:50Einige ganz legal von den Bezirksverwaltungen unterhalten.
02:54Wie hier im Osten Londons.
02:56Das ganze Jahr über wird es von Anwohnern genutzt.
02:59Es ist einfach schön hier.
03:01Es gibt nicht viele Orte, an denen man einfach so sitzen kann, an der frischen Luft und sich unterhalten.
03:06Und Pflanzen sind auch was Gutes.
03:11Wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, sitzt hier immer irgendjemand, den wir kennen.
03:16Es ist so viel leichter, Kontakte zu pflegen.
03:18Dass auch ihr kleines Parklet permanent einen Platz bekommt, das ist das Ziel von Rachel Swinerton.
03:28Mein Traum wäre es, eine Spielstraße und ein Parklet zu haben.
03:39So könnten die Erwachsenen dort sitzen, etwas trinken und alle könnten zusammenkommen.
03:42Die Kinder könnten spielen, Fahrrad fahren, Fußball spielen.
03:47Alles, woraus sie Lust haben.
03:52Der Traum von einer kleinen Oase vor der Haustür.
03:56In der Hemingford Road hält er wenigstens für ein paar Stunden.
03:59Für ein paar Stunden.
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