00:00Über die letzten Jahrzehnte wurde KI in Filmen und Serien ganz unterschiedlich dargestellt.
00:06Als Roboter, Computer oder Figuren, die fast menschlich erscheinen.
00:11Diese Protagonisten, die wir lieben, hassen oder vor denen wir Angst haben, sagen viel über unsere Beziehung zu KI aus.
00:19Paula Murphy forscht zu Film und Literatur an der Dublin City University und hat darüber auch ein Buch geschrieben.
00:25Ich glaube, die erste eindeutige Darstellung von KI war in den 50er Jahren.
00:32Roboter Robby kam 1956 im Film Alarm im Weltall vor.
00:38Robby war schlau und nett. Äußerlich ein Roboter, aber mit menschlichen Zügen, zum Beispiel Humor.
00:44Trotzdem wurde er als Gefahr wahrgenommen.
00:47Laut Paula Murphy wird KI oft als etwas Böses dargestellt, das die Weltherrschaft ergreifen will. Aber warum?
00:52Ich glaube, KI im Film spiegelt menschliche Ängste über KI wieder. Und deshalb haben wir so viele negative Darstellungen.
01:02Das wird auch dadurch verstärkt, dass neuere Filme zeigen, wie sehr wir mit künstlicher Intelligenz verbunden sind.
01:11Eine KI, die uns kennt, prägt und unsere Welt beeinflusst, ist aufregend und beängstigend, vor allem wenn auch noch Liebe im Spiel ist.
01:22So wie im Film Hörl, in dem sich Hauptfigur Theodor in einen Chatbot namens Samantha verliebt. Und das wirft Fragen auf.
01:29Sind sie wie wir oder nicht? Was bedeutet das für unsere Definition als Menschen, wenn künstliche Intelligenzen ähnliche Gefühle und Meinungen haben?
01:44KI kann im Film auch als Waffe dargestellt werden. In der Serie Person of Interest zum Beispiel geht es auch darum, wie sie für extreme Überwachung eingesetzt werden kann.
01:53Was einmal eine Dystopie war, ist jetzt Realität, Gesichtserkennung und Regierungen und Unternehmen, die uns über unsere Handys ausspionieren.
02:02Und das wirft für die Zuschauer ethische Fragen auf. Kann eine KI komplett gut oder schlecht sein? Oder kommt es darauf an, wie Menschen sie kontrollieren?
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