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  • vor 7 Monaten
Istanbuls Bürgermeister İmamoğlu boykottiert Gerichtsverhandlung

Der Verhandlungsort wurde einen Tag vor Beginn der Anhörung von einem Gerichtsgebäude in Istanbul in das Silivri-Gefängnis verlegt, in dem İmamoğlu inhaftiert ist. Er und sein Anwaltsteam bezeichneten dies als unrechtmäßig.

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Transkript
00:00Der inzwischen abgesetzte Bürgermeister von Istanbul, Ekrem Imamoglu, und seine Anwälte
00:06haben eine Gerichtsverhandlung am Donnerstag boykottiert. Die Anhörung war nach Angaben
00:11von Imamoglus CHP-Partei binnen weniger als 24 Stunden von einem Gerichtsgebäude in Istanbul
00:16in das Gefängnis verlegt worden, in dem Imamoglu inhaftiert ist. Imamoglu bezeichnete dies als
00:22rechtswidrig und das Verfahren als technisch mangelhaft. Die Anhörung wurde auf Ende September
00:27verschoben. In dem Verfahren geht es um Imamoglus Kritik an der Glaubwürdigkeit eines Sachverständigen,
00:33der bei den Ermittlungen gegen die CHP-Partei befragt wurde. Die Staatsanwaltschaft hat zwei
00:38bis vier Jahre Haft beantragt. Imamoglu war im März mit anderen prominenten türkischen
00:43Politikern wegen angeblicher Korruption und Verbindungen zu Terrororganisationen verhaftet
00:48worden. Dies löste wochenlange landesweite Proteste aus, die größten, die die Türkei
00:54seit über einem Jahrzehnt erlebt hat. Hunderte Menschen wurden bei den oft gewalttätigen
00:58Demonstrationen festgenommen. Imamoglu gilt weithin als wichtigster politischer Herausforderer
01:04von Präsident Erdogan. Viele halten seine Verhaftung für politisch motiviert. Mehrere
01:09Verfahren laufen gegen ihn. So auch wegen Auftragsvergabe an ungeeignete Unternehmen und
01:13Beleidigung. Bei einer Verurteilung drohen ihm mehrjährige Haftstrafen und Politikverbot.
01:19Er könnte dann bei der Präsidentschaftswahl 2028 nicht antreten.
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