00:00Heute sprechen wir über Drohnen, genauer gesagt die DJI Air 3S.
00:04Die ist bereits seit einigen Wochen auf dem Markt und ich durfte mir das Teil jetzt genauer
00:07anschauen.
00:08Wofür ihr eine solche Drohne braucht, was sie besonders gut kann und wie die Aufnahmen
00:13aussehen, darum geht's heute.
00:15Ich bin Patrick und nehme euch jetzt mit raus.
00:17Zwei kleine Disclaimer noch.
00:24Disclaimer Nummer 1, DJI hat mir die Drohne kostenfrei für den Test zur Verfügung gestellt.
00:28Der Hersteller hatte keine Einsicht auf das Video und hatte auch kein Mitspracherecht
00:32auf den Inhalt.
00:33Disclaimer Nummer 2, für die DJI Air 3S wird neben der Registrierung beim Luftfahrtbundesamt
00:40der kleine Drohnenführerschein vorausgesetzt, ebenso wie eine Haftpflichtversicherung.
00:45In einigen Fällen, wie bei mir, ist eine entsprechende Versicherung in der regulären
00:49Haftpflichtversicherung mit inbegriffen.
00:52Das jetzt aber weiter auszuführen, würde den Rahmen des Videos deutlich sprengen.
00:56Den Drohnenführerschein kann ich übrigens allen Einsteigern ans Herz legen.
01:00Selbst wenn ihr eine Drohne unter 250 Gramm fliegt und diese Drohne damit nicht in die
01:04Kategorie A1, A3 fällt, der Führerschein beantwortet euch alle Fragen rund um das Thema
01:09Sicherheit, Technik und vieles mehr.
01:12Investiert die Zeit, es lohnt sich.
01:13Zur Steuerung für die Drohne habt ihr die Wahl zwischen zwei Controllern, einem mit
01:19eingebautem Display, das bis zu 700 Nits hell wird und einem Controller, an dem ihr euer
01:24eigenes Smartphone ansteckt.
01:26Hier hängt die Displayhelligkeit logischerweise von eurem Handy ab.
01:30Bevor wir uns den Aufnahmen widmen, hier ein paar Specs zu den beiden Kameras.
01:34Die Hauptkamera ist mit einem 1 Zoll CMOS Sensor ausgestattet, mit einer Blende von
01:40f1.8 und einem Weitwinkel von 24mm mit einer Auflösung von 50 Megapixel.
01:46Die zweite Kamera an Bord ist eine Telelinse mit einer Brennweite von 70mm, einer Blende
01:51von f2.8 und einer Auflösung von 48 Megapixel.
01:55Und wie spiegelt sich das in der Praxis wieder?
01:58Seht selbst!
01:59Die Aufnahmen sind scharf und überzeugen mich mit einem hohen Dynamikumfang und natürlichen
02:04Farben.
02:05Nichts wirkt übersättigt, was mir besonders gut gefällt.
02:08Für mehr Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung speichert die Drohne die Aufnahmen wahlweise
02:13im RAW- und JPEG-Format ab.
02:16Übrigens bringt die Drohne einen internen Speicher von 48 GB mit, was sich ebenso gut
02:20als Backup eignet, wenn ihr die Micro-SD-Karte mal im Laptop vergessen solltet.
02:24Zurück zu den Aufnahmen.
02:26Lediglich beim Fotografieren gegen die Sonne entsteht ein unschöner Lens-Flare-Effekt.
02:30Das ist im Übrigen bei beiden Linsen der Fall.
02:34Aber wofür braucht man jetzt eine zweite Kamera mit einer Brennweite von 70mm?
02:38Ganz einfach, die Drohne verschwindet schneller vom Sichtfeld, als man zunächst aufgrund
02:43ihrer Größe anmuten mag.
02:45Laut EU-Verordnung und auch rein aus Sicherheitsgründen soll die Drohne aber immer im Sichtfeld bleiben
02:50und hier eignet sich die zusätzliche Tele-Linse insbesondere.
02:53Ohnehin ist die Wahl dieser zwei Brennweiten ideal.
02:58Mit den 24mm habe ich genug Weitwinkel für schöne Landschaftsportraits und einen potenziell
03:04dramatischen Look.
03:05Und mit 70mm bekomme ich wiederum viele Objekte in weiter Ferne möglichst nah und schön
03:11zugeschnitten ins Bild.
03:12Noch besser als bei der Fotografie gefällt mir die Drohne vor allem beim Pumpf-Video.
04:20Hier spielt die DJI in meinen Augen seine Stärken noch einen Tick besser aus.
04:46Die Videos mit 4K und 60fps wirken im Cinematic-Look einfach traumhaft.
04:51Die Farben sind schön, die Details im Bild sind scharf und nichts verwackelt dank der
04:56starken Bildstabilisierung.
04:57Selbst bei viel Wind sind nahezu keine Verwackelungen im Bild zu sehen und das ist doch einfach
05:02geil.
05:03Neben den normalen Videomodi bietet DJI die gewohnten Spielereihen an, die in nahezu
05:10vorgefertigter Aufnahme für euch erstellen.
05:13Das kann besonders im Urlaub ganz cool sein, wie hier, die Drohne umkreist mich automatisch
05:17innerhalb eines bestimmten Ablaufs.
05:19Ich muss den Modus einfach manuell starten und alles weitere geschieht automatisch.
05:234K bei 120fps gibt es obendrein ebenfalls, was besonders für kreative Aufnahmen einlädt.
05:31Oder ihr seid am Strand und filmt in Slowmotion die Wellen aus einer ungewohnten Perspektive
05:37ab.
05:38Die Möglichkeiten sind da, ihr braucht sie letztlich nur zu benutzen.
05:41Mit den letzten Serien hat DJI außerdem das Active Tracking System verbessert und
05:49umbenannt.
05:50Das heißt jetzt Active Track 360 Grad.
05:53DJI sagt selbst, basierend auf der umgebenden Flugumgebung plant sie automatisch eine Flugroute
05:59und passt den Bildausschnitt an, um bessere Aufnahmen zu machen.
06:03In der Praxis funktioniert das auch ausgezeichnet und die Aufnahmen können sich wirklich sehen
06:08lassen.
06:09Ich würde sogar sagen, dass es neben der Fotografie und den schönen Videoaufnahmen,
06:13also den regulären Videoaufnahmen, ein sehr starkes Tool ist, um seinen Reisevideos einen
06:18gewissen Touch und den letzten Schliff zu verleihen.
06:20Zum Tracking muss ich aber noch ein paar Sätze sagen, denn hier ist Vorsicht geboten, trotz
06:26der sonst hervorragenden Hinderniserkennung.
06:28Dazu muss ich etwas ausholen.
06:30Beim Active Tracking gibt es drei Modi.
06:33Automatisch, damit fliegt die Drohne euch mal hinterher, mal filmt sie von der Seite.
06:37Die Drohne sucht immer den optimalen Bildausschnitt für das Motiv.
06:41Dann gibt es außerdem noch Folgen und Parallel.
06:44Bei Parallel filmt sie euch von der Seite.
06:47Gerade bei Automatisch besteht aber in der Praxis Kollisionsgefahr, besonders bei engeren
06:51Passagen.
06:52Denn die Drohne möchte vor allem eines, den Abstand zu euch bewahren und natürlich euch
06:57gleichzeitig immer und überall im Bild haben.
07:00Möglichst perfekt.
07:01Während sie größere Hindernisse wie Bäume exzellent ausweicht, gibt es Schwierigkeiten
07:06etwa bei dünnen Ästen.
07:08Das hat im Test leider nicht immer gleich gut funktioniert, wie ihr jetzt selbst sehen
07:12werdet.
07:13Hier hätte ich auf jeden Fall eingreifen müssen.
07:33Ich hatte aber noch die Hoffnung, dass sich die Drohne da irgendwie noch raus manövriert.
07:38Es gibt dazu eine spezielle Taste am Controller, um die Drohne zum Stoppen zu bringen.
07:43Dann bleibt sie an Ort und Stelle schweben.
07:46In meinem Test habe ich das Tracking-System natürlich bewusst etwas ausgereizt.
07:50Der Drohne geht es aber immerhin gut.
07:52Ohnehin solltet ihr den Tracking-Modus nur dann anwenden, wenn genug Platz gegeben, der
07:56richtige Modi für eure Situation ausgewählt ist und ihr sicherstellen könnt, dass Dritte
08:01auf keinen Fall zu Schaden kommen.
08:03Sollte es trotzdem, wie in meinem Fall, zu einem kleinen Unfall kommen und die Drohne
08:08hat sich einen Zacken aus dem Propeller gerissen, dann gibt es gute Nachrichten.
08:12DJI hat den Wechsel der Propeller so extrem vereinfacht, wie es überhaupt nur möglich
08:18ist.
08:19Ihr benötigt nicht einmal Werkzeug dafür.
08:21Puh, das war jetzt natürlich alles sehr positiv.
08:25Gibt es denn irgendwelche Nachteile?
08:27Ja, ein paar davon habe ich bereits genannt.
08:30Ihr benötigt zum einen den kleinen Drohnenführerschein, der je nach Motivation mehrere Stunden benötigt.
08:35Ich habe den Test innerhalb einer Woche absolviert und mich täglich abends circa 1-2 Stunden
08:42dafür hingesetzt.
08:43Zum anderen ist die Drohne alles andere als günstig.
08:46Die UVP liegt bei rund 1100 Euro.
08:50Da gibt es aber nur die Drohne und der Controller mit der Handyhalterung.
08:55Meines Erachtens ist allerdings das Paket mit den zwei weiteren Akkus fast schon Pflicht.
09:01Zwar düst ihr mit dem Teil knapp 35-40 Minuten durch die Luft, aber dann ist Ende Gelände,
09:06was besonders bei langen Ausflügen zur Frist führen kann.
09:09Ich habe bei meinen Wanderungen immer mindestens ein Akku vollständig aufgebraucht.
09:15Dann wird es aber sehr schnell teuer.
09:17Das entsprechende Paket kostet mit Akkus stolze 1400 Euro.
09:22Möchtet ihr dann noch das Pad samt eingebautem Display dazu buchen, seid ihr bei rund 1600 Euro.
09:28Gut, in meinen Augen braucht ihr das nicht unbedingt.
09:32Aber selbst wenn ihr die zusätzlichen Upgrades nicht benötigt, stellt sich in meinen Augen
09:37immer noch die Frage, wie oft das Teil tatsächlich gebraucht wird und das muss nun mal jeder
09:43für sich selbst entscheiden.
09:44Ich sehe den Nutzen vorrangig für Fotografen, sei es Hobby oder Profis, die Lust haben,
09:51Bilder aus einer anderen Perspektive einzufangen, um sich anschließend die schönen Landschaftsaufnahmen
09:56aus Heimat- oder Urlaubsregionen an die Wand zu hängen.
09:59Nur ein Beispiel.
10:00Oder ihr erstellt gerne Videos und möchtet euren Aufnahmen in Zukunft den letzten Feinstich
10:05verpassen.
10:06Denn in einer Disziplin ist eine solche Drohne fast unschlagbar.
10:10Wenn ihr alleine unterwegs seid und ihr möchtet euch ins Bild bekommen.
10:14Klar, das klappt auch alles mit Kamera und Stativ, nur weit weniger praktisch und viel
10:19aufwendiger.
10:20Für mich steht fest, früher oder später wird eine Drohne mein Kamera-Repertoire ergänzen.
10:25Ich weiß genau, irgendwann, sei es im Urlaub oder von der Heimat auch, wird ein Bild an
10:31der Wand hängen, das ich mit einer solchen Drohne geschossen habe.
10:34Also, ich hoffe das Video hat euch gefallen, ich wünsche euch eine schöne Woche, bis
10:38dahin.
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