00:00Das unwetterbedingte Hochwasser hat auch die Bundeshauptstadt erreicht.
00:04Sonntagmittag drohte der Wienfluss an weiteren Stellen über die Ufer zu treten,
00:08nachdem es bereits in den Morgenstunden in Penzing zu Überschwemmungen gekommen war.
00:13Einige Gebäude konnten nur mehr mit Booten erreicht werden.
00:16Wie die Berufsfeuerwehr mitteilte, wurden auch Menschen evakuiert.
00:20Aus Sicherheitsgründen wurden die Ein- und Ausfahrt der Westautobahn gesperrt.
00:25Auch der öffentliche Verkehr wurde durch das Hochwasser beeinträchtigt.
00:29In der Stadt stieg auch der Wasserstand am Donaukanal massiv an.
00:33Der U-Bahn-Betrieb wurde teilweise eingestellt.
00:36Diese Kombination aus Hochwasser auf der einen Seite und Sturmböen auf der anderen Seite
00:43fordern alle Einrichtungen der Stadt, alle Magistratsdienststellen,
00:47aber darüber hinaus alle Einsatzkräfte ganz enorm.
00:52Unterdessen ist das Bundesland Niederösterreich zum gesamten Katastrophengebiet erklärt worden,
00:58sagte die Landeshauptfrau nach einer Lagebesprechung in Tulln.
01:02Wir erleben in Niederösterreich schwere, dramatische Stunden.
01:07Für viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher werden es
01:11wahrscheinlich die schwersten Stunden ihres Lebens sein.
01:16Starkregen, Unwetter, Stürme, Überflutungen ja im ganzen Land.
01:27Unser Land und unsere Landsleute sind an diesen Tagen, zu dieser Stunde immens gefordert.
01:36Aber leider stehen wir jetzt hier und können leider keine Entwarnung geben.
01:43Keine Entwarnung deswegen, weil die Experten vorhersagen,
01:49dass es in den nächsten Stunden weiterhin massive Regenfälle geben wird.
01:55Und deswegen hat auch der Landesführungsstab unter der Leitung
02:00meines Stellvertreters Stefan Bernkopf das gesamte Land zum Katastrophengebiet erklärt.
02:07In Wien tagte nicht nur der Wiener Krisenstab,
02:10sondern auch der nationale Krisenstab im Innenministerium.
02:13Heute bei der Koordinierung wieder hier den Informationen,
02:17wie jetzt tatsächlich die Katastrophenlage sich darstellt,
02:20sieht man, dass nach wie vor die Lage sich in Niederösterreich weiter zuspitzt.
02:24Es gibt hier große Druckpunkte, wo gegen die Wassermassen auf der einen Seite gekämpft wird
02:28und auf der anderen Seite auch gegen die Sturmschäden und den Sturm an sich.
02:32Es ist sehr beeindruckend, wie das Zusammenwirken aller Bundesländer derzeit agiert wird und auch funktioniert.
02:38Das heißt, es werden zusätzliche Hilfskräfte aus den Bundesländern
02:41nach Niederösterreich zugeführt, von der Freiwilligen Feuerwehr her.
02:45Es gibt eine enge Abstimmung mit dem Roten Kreuz, mit allen Blaulichtorganisationen,
02:48Arbeiter-Samariter-Bund, es sind so viele, die helfen und bereit sind,
02:52da zu stehen und auch vor allem aus ihren eigenen Ressourcen weiter Hilfe zu geben,
02:56weil sie nicht so betroffen sind.
02:58Mehrere Bewohner mussten aus Häusern gerettet werden,
03:01zahlreiche Straßen waren gesperrt, die Feuerwehr stand im Dauereinsatz.
03:06Ein Mitglied starb bei Auspumparbeiten.
03:10Im obersteirischen Tördl ist aufgrund der heftigen Regenfälle
03:14und drohenden Vermurungen der Zivilschutzalarm ausgelöst worden.
03:18Ja, sehr schwierige Situation, wir sind momentan ziemlich machtlos.
03:22Wir haben Einsatzzentrale bei der Feuerwehr Tördl jetzt installiert.
03:25Wir können abwarten, hoffen, dass der Regen aufhört.
03:28Momentan Abflur haben wir, Feistringbach über die Ufer treten,
03:32Stülpingbach schier bauen und auch diesmal der Völzbach.
03:35Also sehr, sehr schwierige Situation.
03:37Rund 20.000 steirische Haushalte waren ohne Strom.
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