Andreas Nebelung versuchte in seinem Impulsreferat die Kategorie „Zwischenräume“ auf zwei Weisen zu fassen: Als Polaritäten und Unterscheidungen im Luhmannschen Sinne einerseits und, wie er im weiteren Laufe des Abends nochmals betonte, als Überschneidungen anderseits, wie es Nebelung am Beispiel des Watts erläuterte.
Damit war der Ton gesetzt für den ersten Teil der Diskussion, in der die „Zwischenräume“ in ihren vielen möglichen theoretischen Implikationen beleuchtet wurden. Hier vor allem kam die unterschiedliche Perspektive der Diskutanten aus verschiedenen Disziplinen zum Tragen. Besonders zu danken ist hierbei Christiane Floyd, die spontan für den leider unpässlichen Thomas Macho in der Runde Platz nahm und es bewundertswerterweise verstand, zwischen den philosophischen und theologischen Perspektiven von Czeslaw Porebski und Maria Reinecke sowie den systemtheoretischen Ansätzen von Nebelung und Günter Küppers Verbindungen zu ziehen.
Trotz der unterschiedlichen Zwischenraum-Begriffe verlief die Diskussion doch in der zu Beginn von Nebelung vorgegebenen Dichotomie von Unterscheidung und Überlappung, für die der Physiker Günter Küppers mithilfe der Präsentation eines Pendelexperimentes eine sehr schöne Illustration liefern konnte. Ebenfalls multimedial stellte Michael Bielicky zu diesem Thema sein Projekt zur künstlerischen Repräsentation von „Infoverschmutzung“ vor und wies eindrücklich auf die Bedeutung von Unterscheidungsfähigkeit und –möglichkeit hin. Die darauf anschließende Diskussion lenkte der Moderator Volker Panzer auf den zweiten Teil des Abends: den gesellschaftlichen und politischen Implikationen von „Zwischenräumen“.
Kommentare