Marie-Luise und die Berliner Magnetschwebebahn –
Aus dem Berlin-Roman „Das pralle Leben – Marie-Luise geht ihren Weg“ von Konstantin von Weberg
👉🏽 Die Berliner M-Bahn
Vom Potsdamer Platz aus konnten Marie-Luise und ihr jüngerer Bruder Lars den U-Bahnhof Gleisdreieck sehen. Gerade fuhr dort die Magnetschwebebahn ein, die von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) betrieben wurde.
„Komm, lass uns mal ’ne Runde mitfahren.“
„Ja, gut, Lars. Warum nicht? Ich bin auch noch nie damit gefahren.“
„Und mit unseren Monatskarten können wir eh umsonst mitfahren.“
„Nicht umsonst, Lars – kostenlos. Wir haben unsere Monatskarten ja im Voraus bezahlt. Wir können die M-Bahn also kostenlos nutzen.“
„Ja, ja, Marie“, antwortete Lars, „musst es immer so genau nehmen.“
„Präzision und richtiges Deutsch zahlen sich aus, Lars. Das wird dir noch von vielen Menschen hoch angerechnet werden. Wirst sehen! Wissen ist Macht!“
„Nichts wissen macht auch nix!“, entgegnete Lars – und die Geschwister brachen in schallendes Gelächter aus über ihre geflügelten Worte.
Sie fuhren viermal die kurze Strecke zwischen Gleisdreieck und Kemperplatz hin und her. Da die M-Bahn im Versuchsbetrieb lief, interessierte sich niemand für ihre Monatskarten.
„Wie schön die Bahn dahingleitet“, schwärmte Lars.
„Und so leise. Na ja, gibt ja auch keine Räder.“ Auch Marie gefiel die Technologie.
„Es gibt …“, korrigierte Lars sie und fügte mit einem Grinsen hinzu: „Man muss immer auf richtiges Deutsch achten, Marie.“
Beide lachten herzlich, als sie den U-Bahnhof Gleisdreieck wieder verließen.
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