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  • vor 3 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:05Untertitelung im Auftrag des ZDF für funk, 2017
00:30Die Assistentin eines Magiers
00:32Was macht ein Magier bitte in der Musikakademie?
00:34Das ist eine lange Geschichte
00:35Der Herr Sommer, also der Magier, wollte unseren Konzertsaal für seine Show anmieten
00:42und hat uns gerade sein Programm vorgeführt, damit wir sehen können, ob es auch in die Akademie passt
00:47und in der letzten Nummer ist seine Assistentin, statt zu verschwinden, tot in einer Kiste liegen geblieben
00:53Ja, sind Sie dann sicher, dass das Mord war?
00:56Frau Stockl, natürlich bin ich sicher
00:58Ja, der Notarzt und ich, wir gehen beide von meiner Vergiftung aus
01:02Ja, und dann sagen Sie doch bitte dem Herrn Stadler und dem Herrn Mohr Bescheid
01:06Herr Achtziger, das ist nicht mein erster Mord
01:09Ah, die Frau Hofer
01:15Könnten Sie bitte die Enten in den Stall treiben, bevor Sie gehen?
01:18Musst ihr alle glos, danke
01:20Mach doch nix ohne Hintergedanken
01:22Mach doch nix ohne Hintergedanken
01:25Ach
01:30Eine stockl bescheidene Frage, Sie wissen aber schon, dass ich heute Vormittag eigentlich frei habe
01:37Mord in der Musikakademie
01:39Die Lilli ist allein im Tanzbär
01:40Und gleich kommt der Getränkelieferant
01:43Und ich frag mich, was Sie überhaupt von mir wollt
01:44Wir wollen deine Aussage
01:46Du hast doch gesagt, dass du das Opfer kennst
01:48Aber doch nicht persönlich
01:50In der Rosenheimer Szene ist einfach bekannt, dass der Sohn von dem Gutshof Wieland mit einer Zauberin beinand ist
01:57Nach dem Motto, dass er ihm halt nix sein Bio-Gemüse verhext
02:00Warum warst du überhaupt da?
02:02Weil ich das Katering für die Show machen hätt sollen
02:04Und darum hab ich gewartet, bis die Show vorbei ist
02:06Aber dann ist ja die Assistentin nimmer aus ihrer Kisten rausgeklettert
02:13Aber mich
02:15Die hat schon nimmer gut ausgeschaut, wo's neu ist
02:17Pass auf
02:18Du fährst jetzt ins Times Square
02:20Aber wie deine Getränkelieferung da ist
02:23Kommst du sofort fort aufs Kommissariat
02:24Und wir nehmen das Ganze schriftlich auf
02:26Und die ist schlässig
02:34Herr Stadler, der Herr 80er wartet schon sehnsüchtig auf Sie
02:38Ja, ich bin ja schon da
02:39Herr Mohr, hätten Sie schon mal Informationen für mich, dass ich nicht ganz so blöd vor ihm da stehe
02:43Fertig, pass es ab
02:44Das Opfer, Nicole Wieland, 29 Jahre alt
02:50Herr 80er, ganz kurz noch
02:51Ich weiß, Sie haben den Kopf woanders
02:53Aber die Zusagen an die Stipendiaten müssen heute dringend raus
02:57Dazu müssen Sie die Briefe noch unterschreiben
02:59Und die Begründung für die Auswahl des Pianisten
03:01Liebe Frau Hofer
03:03Das könnten doch Sie für mich übernehmen
03:05Äh, nein, weil ich nicht dabei war, als der Pianist vorgespielt hat
03:09Also gut, dann komm ich nachher noch zu Ihnen ins Büro rauf
03:12Gut, lang bin ich aber nimmer da, weil ich nachher eine Stadtratssitzung hab
03:15Ich mach so schnell, ich kann vorrufen
03:17Da ist sie schon
03:18Ah, Herr Stadler
03:20Morgen
03:20Na, schön, dass Sie schon da sind
03:22Dann klär ich Sie am besten gleich auf
03:24Ja, der Herr Mohr hat mich draußen schon auf den Stall gebracht
03:27Sehr gut, dann gehen wir Sie doch gleich auf
03:29Ja
03:29Herr Stadler, Moment, haben Sie an meine Anden gedacht?
03:32Selbstverständlich, dreimal sind Sie rausgekommen
03:34Die Luder
03:35Und Sie denken bitte schön an die Unterschriften und die Begründung, gell?
03:39Selbstverständlich, Frau Hofer
03:43Die hat uns ja ganz schön gegriffen, die Frau Hofer, was?
03:46Ach, übrigens
03:49Ich tippe auf Gift
03:50Aha
03:53Also, Sie gehen davon aus, dass das Opfer vergiftet wurde?
03:56Naja, also ich will natürlich der Frau Dr. Eckstein nicht vorgreifen, aber
04:00Der Notarzt hat eine veränderte Mundschleimhaut sowie spezifische Flecken am Körper der Toten gefunden
04:07Typisch für Vergiftungen
04:08Und Sie liegen mit Ihrer Vermutung völlig richtig, Herr Achtziger
04:11Guten Morgen, Herr Stadler
04:12Morgen, Frau Dr. Eckstein
04:14Geht's?
04:15Ja, danke
04:15Und wodurch kann man das schon?
04:18Kann ich Ihnen das nach der Abduktion sagen
04:19Ah, verstehe
04:20Aber ich tippe auf Rattengift
04:23Aber nicht heute Morgen
04:24Hm, unwahrscheinlich
04:26Aber wenn sich mein Verdacht bestätigt, wurde dem Opfer das Gift über mehrere Tage verabreicht
04:31Äh, der Achtziger-Frage, haben Sie schon mit den Zeugen gesprochen?
04:35Bitte, Herr Stadler, wir ermitteln doch gemeinsam
04:37Da bin ich natürlich auf Sie gewartet
04:38Äh, Frau Dr. Eckstein, Sie benachrichtigen uns dann, wenn die Obduktionsergebnisse vorliegen
04:43Ja, selbstverständlich, Herr Achtziger, wie immer
04:46Gut
04:48So, Kollegen, bitte übernehmen, ich muss
04:51Entschuldigung
04:51Ja, äh, mein Kollege, Herr Kommissar Stadler
04:54Maximilian Sommer
04:56Meine Frau Eva, sie hat Nicole und mich gemanagt
04:59Und Norbert Dietz
05:00Ich bin ein Kollege von den Sommer
05:02Äh, dann zaubern Sie quasi miteinander?
05:05Nein
05:05Warum sind Sie dann da?
05:07Wir hatten beruflich miteinander zu tun
05:09Das heißt, dass Sie das Opfer auch gekannt haben
05:12Ich hab Frau Wieland ein-, zweimal in der Show gesehen, aber persönlich, nein
05:17Kann man denn schon was sagen?
05:18Warum, Nicole?
05:20Wir gehen von einer Vergiftung aus
05:22Ist Ihnen während der Vorstellung irgendetwas Ungewöhnliches aufgefangen?
05:27Ich hab nicht mehr gesehen als Sie
05:28Im Folie haben Sie da irgendetwas beobachten können?
05:31Nein
05:34Gestern wirkte Nicole schlapp
05:36Und auch heute Morgen kam sie mir sehr blass vor
05:39Ja, wir haben uns nichts dabei gedacht
05:42Das heißt, dass Sie die Frau Wieland den letzten Tagen öfters geschenkt haben?
05:45Ja, wir waren sogar permanent mit ihr zusammen
05:47Da wir bei ihr zu Hause für unsere neue Show geprobt haben
05:50Und, äh, dass Frau Wieland Streit mit irgendjemandem hatte
05:54Probleme
05:55Entschuldigen Sie, 80er
05:56Wir sehen uns dann heute Nachmittag, ja?
05:59Wiederschauen
05:59Wiederschauen
06:01Nein, davon ist uns nichts bekannt
06:03Darf ich fragen, in welchem Verhältnis Sie zur Frau Wieland gestanden sind?
06:07Meine Frau und ich haben seit zwei Jahren mit Nicole zusammengearbeitet
06:11Es gab nie Probleme
06:13Ja, gut, das war's dann fürs Erste
06:16Äh, als nächstes, also
06:17Da hätte ich jetzt vorschlagen, sollte man den Ehemann des Opfers benachrichtigen?
06:23Gut, dann machen wir das
06:24Gut
06:25Wiederschauen
06:26Wiederschauen
06:28Äh, Entschuldigung, aber dass Sie mich da drin gerade als Kollegen bezeichnet haben
06:32Sind Sie doch auch
06:32Ja, also, nein, Sie sind ja kein Hauptkommissar, sondern Polizeidirektor
06:37Ich bin das, Herr Stadler
06:39Wir ermitteln jetzt gemeinsam als Team
06:41Da sind doch Hierarchien völlig fehl am Platz
06:43Ach, Herr Morden
06:44Ja, sagen Sie doch bitte schon so gut
06:46Und sagen Sie doch, Frau Stottl, wir bräuchten als erstes die Bankauskünfte des Opfers
06:52Dann den Ehevertrag
06:53Jawohl
06:54Und, ja, natürlich, ja, die Telefonnisten, mobil, festnetzt und so
06:57So wie immer
06:58Ja, Herr Morschi, können Sie doch bitte schön gleich die Spuse in die Wohnung vom Opfer
07:03Ja, hast recht
07:04Äh, diese Wohnung ist direkt auf dem Gutshofgelände
07:06Wisst ihr, wo das ist?
07:08Naja, genau
07:15Stottl, ich weiß, der Michi
07:17Äh, Herr Michi, Entschuldigung
07:19Stottl, warte mal schnell
07:21Ist der Herr Achtziger noch drinnen?
07:23Der Herr Achtziger ist gerade mit Herrn Stottl zu Denners
07:26Wir treffen uns dann gleich auf dem Opfer
07:28Ja
07:29Herr Achtziger, stopp!
07:32Das gibt es doch nicht
07:37Hier ist der Anschluss von Gerd Achtziger
07:39Bitte sprechen Sie nach dem Signalton
07:40Herr Achtziger, Hofer hier
07:42Ich hoffe, Sie hören Ihre Mailbox bald ab
07:44Weil jetzt haben Sie unsere Stipendiaten doch vergessen
08:07Grüß Gott, die Herren
08:08Kann ich Ihnen helfen?
08:09Ja, ja, äh, Stadler
08:12Ja, Kripo Rosenheim, das ist mein Kollege
08:16Kollege
08:17Der Achtziger
08:19Auch Kripo Rosenheim
08:20Wir würden gern den Jörg Willand sprechen
08:24Das bin ich
08:26Und Sie sind?
08:27Josef Willand, sein Vater
08:31Äh, Grüß Gott
08:32Das ist meine Frau
08:34Grüß Gott
08:35Die Herren sind von der Kriminalkolizei
08:37Also
08:38Ja, äh, wir müssen Ihnen leider mitteilen
08:41Dass Ihre Frau verstorben ist
08:43Was?
08:45Ja, sie ist eben in der Musikakademie
08:48Tod zusammengebrochen
08:49Äh, vergiftet worden
08:51Äh, da müssen Sie sich ehren
08:54Leider nicht
08:55Wer soll denn sowas getan haben?
08:57Also genaueres über den Tathergang
08:59Können wir leider noch nicht sagen
09:00Weil die Ermittlungen sind ja gerade erst angelaufen
09:03Die Nicole Tod, mein Gott
09:05Das, das ist ja
09:07Wir wissen, dass es nicht leicht für Sie ist
09:09Aber
09:10Könnten Sie uns vielleicht ein paar Fragen beantworten?
09:13Ja
09:13Halt bitte
09:14Kommen Sie mit
09:19Ja
09:20Grüß Gott, Frau Stock
09:21Ah, Frau Hofer
09:23Frau Hofer, sagen Sie mal
09:24Was ist denn bei Ihnen in der Musikakademie los?
09:26Ja, ich sag's Ihnen
09:27Schrecklich
09:27Die Geschichte mit dem Mord
09:28Willst du ein Kaffee zur Beruhigung?
09:30Liebend, gerne
09:30Aber ich muss gleich weiter zur Stadtratssitzung
09:32Ich wollte nur schnell was abgeben
09:33In der Mappe sind die Zusagen an unsere neuen Stipendiaten
09:36Die soll der Herr Achtziger unbedingt unterschreiben
09:38Heute noch
09:39Und die Begründung für den Pianisten muss er auch noch schreiben
09:41Dringendst
09:42Ja, da hat er viel zu tun, der Herr Achtziger
09:44Bleibt hier auf dem Kommissariat auch, Äsling?
09:47Frau Hofer, ich sag's Ihnen
09:49Furchtbar
09:51Eine Katastrophe
09:51Aber den stopp ich nicht
09:53Super
09:53Ich, äh, hätte allerdings noch eine Bitte
09:56Ich brüche die Mappe zurück in die Akademie
09:57Weil ich habe überhaupt keine Zeit, dass ich noch mal vorbeikomme
09:59Weil ich nach der Stadtratssitzung noch ein Meeting mit so einem Sponsor habe
10:02Und, äh, und, und, und
10:04Wissen Sie was?
10:05Ich schicke Michi vorbei
10:06Das ist ja quasi eine Dienstfahrt
10:08Herr Steidler, ich hab's schon
10:09Hä?
10:10Ich hab's schon
10:12Ach so
10:12Ich kann das alles überhaupt nicht begreifen
10:15Die Nicole war doch überall so beliebt
10:18Und ist Ihnen also nichts darüber bekannt, dass Ihre Frau Streit oder Ärger mit jemandem hat?
10:24Nein
10:25Überhaupt nicht
10:26Und Ihre Ehe, wie war die?
10:30Wir sind seit drei Jahren glücklich verheiratet
10:32Sehr glücklich sogar
10:33Und mit dem Beruf Ihrer Frau da
10:36Hatten Sie keine Probleme?
10:38Ich bin auf das Gerede von Rosenheim an
10:42Meine Eltern haben mir nach der Hochzeit den Hof da überschrieben
10:45Nicole hat sich im ersten Jahr dann noch um die Buchhaltung gekümmert
10:47Ach, das war Ihr eigentlicher Beruf?
10:51Ja
10:52Die Zauberei war lange Zeit nur ein Hobby
10:54Bis sie dann vor zwei Jahren von Max Sommer als Assistentin engagiert worden ist
10:58Hauptberuflich
10:58Ich hab dann sehr schnell gemerkt, dass sie das nicht schafft, die Arbeiter auf dem Hof, die Proben und Auftritte
11:05unter einen Hut zu kriegen
11:06Dann haben wir für die Buchhaltung den Ersatz gesagt
11:09Das war für Sie in Ordnung?
11:11Ich meine, die war ja ständig unterwegs und das mit einem anderen Mann
11:15Sie meint, ob ich eifersüchtig war?
11:18Nein
11:19Im Gegenteil
11:22Jedes Mal, wenn ich Nicole beim Auftritt gesehen hab
11:25Waren Sie völlig verzaubert
11:28Wenn Sie das so nennen wollen, ja
11:29Ich hab einfach gemerkt, genau da gehört sie hin
11:33Auf die Bühne
11:35Können Sie uns was zum Verhältnis zwischen Ihrer Frau und dem Ehepaar Sommer sagen?
11:41Die drei waren ein hervorragendes Team
11:43Laut Herrn Sommer haben die drei in letzter Zeit an einem neuen Programm gearbeitet
11:47Ja
11:49Nach dem Frühstück haben sie sich immer hier getroffen, so gegen elf Uhr
11:52Hab den ganzen Tag geprobt
11:54Das heißt, Ihre Frau hat sämtliche Mahlzeiten hier eingenommen?
11:59Selbstverständlich
12:00Ich hab sogar für die drei gekocht
12:07So, Rudolf und unserem Sohn geht's da entlang, bitte
12:13Für's Gott beieinander, einfach geradeaus durchgehen, gell?
12:16Ach, Herr Hofauer, wenn Sie bitte besonderes Augenmerk auf Geschirr und Lebensmittel legen, wir gehen von einer Vergiftung aus
12:22Ja, die Kollegen werden das sicher bereits wissen, oder?
12:24Ja, gut
12:25Dann ist ja alles bestens
12:26Dann fahren wir
12:32Was soll ich das heißen? Es ist keiner da, bei dem ich meine Aussage machen kann
12:36Siegst du hier irgendeinen Kommissar?
12:38Da macht er mich so eine Hektik, dass ich sofort aufs Kommissariat kommen soll
12:42Und jetzt?
12:44Frau Stockel
12:45Herr Kasper
12:46Ah, Herr Achtziger, ich möchte sehr ungern drängen, aber könnte ich schnell meine Aussage machen?
12:52Selbstverständlich
12:52Bei mir geht gleich das Mittagsgeschäft los und
12:54Moment, den Herrn Achtziger, den brauch ich jetzt
12:57Das sind die Zusagen für die Stipendiaten und die Begründung für den Pianisten
13:01Die Frau Hofer braucht es so bald wie möglich in der Musikakademie
13:04Und ansonsten ist auch sehr viel Arbeit für Sie übrig geblieben, Herr Achtziger
13:08Später, Frau Stockel, später
13:10Äh, Vorschlag meinerseits, ich nehme die Aussage vom Herrn Kasper auf, damit der in sein Mittagsgeschäft kommt
13:17Und der Herr Achtziger kümmert sich inzwischen um sein Tagesgeschäft
13:21Dankeschön
13:24Bitte
13:24Danke, Frau Stockel
13:32Es tut mir leid, aber ich weiß auch nicht, wann Herr Kasper zurück ist
13:35Zahlen, bitte
13:36Kleinen Augenblick, bitte
13:39Warten Sie, ich kläre das sofort
13:41Sehen Sie, ist ja jetzt doch relativ schnell gegangen mit der Aussage
13:46Und zum Mittagsgeschäft sind Sie fast pünktlich wieder im Times Square
13:50Obwohl ich mich eigentlich immer noch frage, warum ich dafür, dass ich eigentlich gar nichts mit der Geschichte zum Tor
13:55habe herkommen
13:57Nein
14:01Ja, das habe ich mir gedacht
14:04Äh, Lilly, was gibt's?
14:06Joe, wo bleibst du denn?
14:08Äh, du, ich bin gerade fertig geworden auf dem Kommissariat und quasi auf dem Rückweg
14:12Ja, dann beeil dich bitte, ich stehe hier ganz allein und der Laden ist voll
14:16Außerdem wartet Herr Riedler auf dich
14:18Dem sagst, er kann auf Kosten des Hauses was essen, da freut er sich
14:22Und bis er sich im Mund abgewischt hat, bin ich wieder da
14:25Ja, hoffentlich
14:27So, und euch wünsche ich jetzt noch einen Mordserfolg beim Ermitteln
14:32Servus
14:33Und Ihnen ein gutes Geschäft
14:36Wiederschauen, Herr Achtzig
14:37Wiederschauen, Herr Kasper
14:38Herr Stadler, ich gebe das gerade noch mal ein paar Stockl ab
14:41Ja, dann schau ich inzwischen schon mal zu Frau Dr. Eckstein
14:44Wir, Herr Stadler
14:46Wir, ja, ich geh schon mal vor
14:47Ja, gut, ich komm dann gleich nach
14:53So, Herr Stadler
14:54Na, Herr Stadler
14:56Wo haben Sie denn Ihren Chef gelassen?
14:59Äh, Sie meinen wohl meinen Kollegen Achtziger, das hat er vorhin ausdrücklich betont
15:03Hm, der Achtziger geht ja ganz in seine Arbeit auf
15:06Ja, ein bisschen weniger tut's auch
15:08Bei so viel Ermittlungseifer
15:09Frag ich mich, warum ich meinen freien Vormittag hab abbrechen müssen
15:13Natürlich, um von seiner Erfahrung zu profitieren, wie wir alle
15:16Ja, da könnt ihr ja nichts tun
15:18Ah, das ist ja sehr interessant, Frau Dr. Eckstein
15:21Komme ich zu spät?
15:23Nein, wir haben auf Sie gewartet
15:24Wir lagen mit unserer Vermutung völlig richtig, Herr Achtziger
15:27Frau Wiedern wurde mit Rattengift getötet
15:30Im Blut wurden erhöhte Mengen Brudifacum nachgewiesen
15:33Aha, und für einen Nicht-Toxikologen?
15:36Das ist der Wirkstoff, der in Rattengift enthalten ist
15:39Verhindert die Blutgerinnung und führt damit zu einer inneren Verblutung
15:42Deswegen diese unspezifischen blauen Flecken, Herr Stadler
15:46Richtig, Herr Achtziger
15:48Wir können davon ausgehen, dass das Opfer ganz allmählich
15:51durch mehrere kleine Dosen des Gifts getötet wurde
15:54Und zwar innerhalb der letzten zwei Tage
15:56Also ist jegliches Alibi hinfällig
15:59Ja, aber der Täter muss in den letzten beiden Tagen öfter mit dem Opfer zusammen gewesen sein
16:05Und das, das grenzt jetzt wieder unseren Täterkreis ein
16:13Ja?
16:16Stadler Achtziger
16:17Die sind bei der Frau Doktor Eckstein
16:19Wunderbar, da geh auch gleich hin, das sind ja wichtige Neuigkeiten von der KTU
16:22Ja, das kannst du mir geben, das tu ich zu meinen Sachen
16:24Ich hab nämlich einen Auftrag für dich
16:26Und zwar, das sind Unterlagen von der Frau Hofer für die Musikakademie
16:30Und die braucht sie ganz dringend zurück
16:32Fein
16:33Ja, das ist spanisch
16:34Du musst in die Musikakademie fahren
16:36Ja, aber
16:36Nix aber, sofort
17:06Ah
17:08Gut, dann schauen wir uns das doch mal an
17:11Ah
17:11Michi, du denkst an die Frau Hofer?
17:13Hm
17:14Haha
17:14Oh
17:17Das nenn ich mal eine lukrative Hochzeit
17:20Im Fall einer Scheidung hätte Frau Willand 50%, also die Hälfte des Vermögens ihres Mannes bekommen und im Todesfall sogar
17:29alles
17:30Glaubst du, was der Willand Junior, was das für eine gute Partie war?
17:32Mit dem Gutsatz von seinen Eltern, das hat ganz Russland gewusst
17:35Aha
17:36Und Spendabel war auch
17:38Er hat letzte Woche seiner Frau 300.000 Euro überwiesen
17:43Und sie hat's dann gleich weitergeleitet und zwar auf das Konto von der Eva Sommer
17:47Aha
17:48Naja, und die Frau Sommer hat unser Opfer ganz schön unter Druck gesetzt
17:52Hier zum Beispiel eine Mail von vor zwei Wochen
17:55Wenn du das Geld nicht auftreibst, bist du raus aus der Show
17:59Ist dir das klar?
18:01Hat sie vorher nicht extra betont, wie gut das Verhältnis zu Nicole war?
18:05Hm
18:05Schaut jetzt aber nicht so aus
18:07Ich frag mich bloß, wofür hat die Frau Sommer so viel Geld gebraucht?
18:10Entschuldigung, Herr Achtzik, wenn sie weiterlesen tut, dann stehen
18:14Danke
18:15Ah ja
18:16Die Sommers wollten von einem gewissen Norbert Dietz für 300.000 Euro einen Zaubertrick abkaufen
18:23Moment, Dietz
18:24Das war doch der andere Magie halt noch in der Akademie
18:27Ah, und gestern hat's nochmal 100.000 abgekommen in Bar
18:32Vermutlich um sie den Dietz zu geben
18:34Heute morgen in der Akademie
18:36Also wenn das kein gutes Timing ist
18:38Von der Täterin
18:40Oder vom Täter
18:41Möglich, aber 90% aller Giftmorde werden von Frauen begangen
18:49Also finden Sie es nicht ein bisschen arg verfrüht, das Täterfeld so einzugrenzen?
18:55Nur Statistik, Herr Stadler, nur Statistik
18:58Also, auf geht's
18:59Ja, äh, wohin?
19:01Der zum Witwer natürlich
19:03Der kann uns bestimmt was dazu sagen
19:05Oh
19:07Frau Stockel
19:08Äh, sind Sie noch bitte schon so gut am Bestellen das Ehepaars Sommer ins Kommissariat?
19:12Da sind wir in einer Stunde
19:14Mach ich
19:15Und Sie, Herr Mohr, fahren bitte so schnell wie möglich mit der Spurensicherung in die Wohnung der beiden
19:20Jawohl
19:21Oder hätten Sie was anderes gesagt, Herr Stadler?
19:24Nein
19:25Äh, Frau Stockel, machen Sie sich bitte über den Norbert Dietz schlau
19:29Und wie er im Geschäft ist und in welchem Verhältnis er zum Maximilian Sommer stammt, gell?
19:33Sehr gut
19:34Herr Stadler
19:38Ah, Michi
19:41Haha, aber nicht vergessen, gell?
19:58Stopp
19:59Herr Kommissare
20:00Grüß Gott
20:01Grüß Gott
20:02Haben Sie den Mörder schon gefunden?
20:03So schnell geht's leider nicht
20:06Aber wir hätten gern nochmal mit dem Sohn gesprochen
20:10Nein, ich hole ihn, wenn Sie einen Moment warten
20:19Grüß Gott, Frau Willand
20:20Grüß Gott
20:21Grüß Gott
20:21Also, einmal unter uns
20:23Ihr Sohn hat einer Schwiegertochter einen sehr hohen Geldbetrag überwiesen, den Sie für ein neues Zauberprogramm haben
20:29Braucht hat
20:29Haben Sie das gewusst?
20:30Ja, natürlich
20:32Und wie standen Sie und Ihr Mann dazu?
20:34Das war Sache unseres Sohnes
20:36Ihm gehört das gut jetzt
20:37Und er muss mit dem Geld wirtschaften
20:39Außerdem ist die Nicole, äh, war sie Teil der Familie
20:44Das ist doch selbstverständlich, dass Ihr Mann Sie bei Ihren beruflichen Plänen noch unterstützt
20:49Sie wollten mich sprechen?
20:50Augenblick
20:52Frau Willand
20:53Wo waren Sie und Ihr Mann in den letzten beiden Tagen?
20:57Die waren da
20:58Ja, Sie sehen doch selber
21:00Selbst wenn unser Sohn jetzt das sagen hat
21:01Es gibt so viel zu tun, da kann man sich nicht einfach aufs alten Teil zurückziehen
21:05Ja, ne, danke
21:07Wiederschauen
21:08Wiederschauen
21:10Herr Willand, Sie haben letzte Woche Ihrer Frau 300.000 Euro überwiesen
21:17Ja, mir hat meiner Frau das Geld gegeben
21:19Das ist für mich kein großes finanzielles Problem
21:22Ja, und war es auch unternehmerisch sinnvoll?
21:27Die Frage stellt sie mir doch gar nicht
21:30Es ging um den Beruf meiner Frau
21:34Natürlich würde ich jetzt das Geld von Herrn und Frau Sommer zurückfordern
21:36Haben Sie denn im Vorfeld dieser Transaktion nicht mitbekommen, dass es wegen dem Geldstreit zwischen Ihrer Frau und der Frau
21:45Sommer gegeben hat?
21:45Nein
21:46Und dass die Frau Sommer Ihre Frau unter Druck gesetzt hat, das Geld aufzutreiben, haben Sie wohl auch nicht gewusst
21:52Nein
21:53Hatten Sie es vielleicht vermöglich, dass sie was mit dem Tod meiner Frau zu tun hat?
21:58Na ja, zunächst einmal stellen wir fest, dass dieses harmonische Trio vermutlich doch nicht ganz so harmonisch zusammengearbeitet hat
22:05So, wie Sie uns erzählt haben
22:15Komisch, Ihr habt's gar nicht klopfen gehört
22:17Warum tauchen Ihre Leute unangemeldet bei uns auf und durchsuchen unsere Wohnung?
22:22Darf ich mal erfahren, wer Sie überhaupt sand?
22:24Maximilian Sommer, meine Frau Eva
22:26Ah, Mordfald Wieland, Moment
22:29Herr Achtziger, das Ehepaar Sommer wäre jetzt da
22:32Ja, wiederhören
22:36Wir haben nichts mit dem Mord zu tun
22:39Moment
22:44Ah, Herr Stadler
22:45Ja
22:47Das Ehepaar Sommer wäre jetzt, aber Vorsicht, die sind bissig
22:50Äh, Frau Stockel, was anderes
22:52Haben Sie schon was über den Herrn Dietz rausgefunden?
22:55Äh, ja, ich warte immer noch auf den Rückruf vom Bundesverband der Zauberer
22:58Bundesverband der Zauberer, also sagen gibt's
23:01Ha, wissen Sie was, schicken Sie mir das bissige Ehepaar herein, hm?
23:05Ja
23:07Ja
23:09Bitte
23:09Dürfte ich bitte erfahren?
23:11Nehmen wir uns doch erst einmal Platz, ja?
23:12Jetzt erklären Sie uns doch, warum wir überhaupt hier sind
23:15Eines nach dem Andern
23:17Bitte
23:18Geht doch
23:22Also, die Obduktion hat bestätigt
23:26Hallo
23:27Grüß Gott zusammen
23:28Grüß Gott
23:29Also, wie gesagt
23:30Die Obduktion hat bestätigt, dass die Nicole Wieland vergiftet wurde
23:35Ja, aber das war doch schon heute Morgen klar
23:38Was wollen Sie denn noch von uns?
23:40Der Nicole Wieland wurde in den letzten 2 Tagen mehrmals gifft verbrecht
23:46Und Sie waren ja mit Frau Wieland von morgens bis abends zusammen
23:50Aber Sie unterstellen uns jetzt nicht, dass
23:52Nein, nein, nein, wir unterstellen hier gar nichts.
23:55Aber Sie werden sicher verstehen, dass wir jeder Spur nachgeben müssen.
23:58Und deswegen würden wir Sie gerne befragen, und zwar...
24:04Nehmen wir es doch mal schön Platz, Frau Sommer.
24:08Ja, Frau Sommer.
24:10Heute Morgen haben Sie ja gesagt, dass Sie sich sehr gut mit der Frau Wieland verstanden haben.
24:14Ja.
24:15Seit wann kennen Sie sich denn?
24:17Seit zwei Jahren.
24:19Damals stand ich noch mit meinem Mann gemeinsam auf der Bühne.
24:22Aber wir wurden dann immer häufiger gebucht und entschlossen uns, Nicole als Assistentin dazu zu holen.
24:28Damit ich mich ganz um das Management kümmern kann.
24:31War das eine Idee von Ihrem Mann?
24:33Nein, nein. Ich habe das damals angeregt und ich habe Nicole auch mit ausgesucht.
24:38Wenn du das Geld nicht auftreibst, bist du raus aus der Show. Das ist dir klar.
24:43Sie kennen das.
24:45Wir haben noch mehr davon.
24:49Frau Sommer.
24:51Sie haben Frau Wieland ganz schön unter Druck gesetzt.
24:55Sie musste das Geld auftreiben, mit dem Sie Norbert Dietz einen Trick für die neue Show bezahlt haben.
25:04Mein Mann liebäugelte schon lange mit dem Trick.
25:09Na ja, und nun bot sich die Gelegenheit, weil Norbert, Herr Dietz, sich bereit erklärte, ihn abzugeben.
25:13Für 300.000 Euro.
25:15Ja? Das ist ein völlig branchenüblicher Preis.
25:18Warum haben Sie denn keinen Kredit aufgenommen?
25:20Glauben Sie, eine Magier leiht die Bank freiwillig Geld?
25:24Und für Nicole war es ein leichtes. Ihr Mann gehört ja der Gutshof.
25:27Und genau deshalb haben Sie Frau Wieland auch als Assistentin dazugeholt.
25:32Wahnsinn. Nicole war sehr begabt, ja. Das war der einzige Grund, warum wir Sie in die Show genommen haben.
25:40Nun, wie auch immer. Frau Wieland hat Ihnen dann 200.000 Euro überwiesen.
25:46Und ich habe das Geld umgehend an Herrn Dietz weitergeleitet.
25:49Und gestern hat Sie die restlichen 100.000 im Bar abgehoben.
25:53Und Sie haben heute Morgen in der Akademie dem Herrn Dietz das Geld übergeben.
25:57Ja, deswegen war er da.
25:59Die neue Show stand. Der Trick war bezahlt. Frau Wieland hat ihre Schuldigkeit getan.
26:07Worauf wollen Sie hinaus?
26:08Frau Sommer, Sie wollten wieder zurück auf die Bühne.
26:10Sie haben Frau Wieland benutzt, das Geld aufzutreiben, um sie anschließend umzubringen.
26:17Das ist völlig absurd.
26:21Ein Motiv.
26:22Ich habe Nicole nicht umgebracht.
26:24Wir werden sehen. Aber bis das geklärt ist, bleiben Sie vorläufig in Gewahrsagen.
26:28Kommen Sie bitte mit.
26:30Herr Sommer, Sie waren zu dem Zeitpunkt, in dem der Frau Wieland das Gift verabreicht wurde, ständig mit ihr beieinander.
26:37Wir haben bei Nicole zu Hause sehr intensiv und konstruktiv gearbeitet.
26:44Mehr kann ich Ihnen dazu nicht sagen.
26:48Sagen Sie, wir waren das Verhältnis zwischen Ihrer Frau und der Frau Wieland.
26:55Ich gebe zu, dass sie immer wieder gegen Nicole gestichelt hat, weil sie dachte, ich hätte ein Verhältnis mit ihr.
27:01Und? Hatten Sie?
27:02Nein, Nicole war glücklich verheiratet.
27:06Es wäre doch nicht ausgeschlossen, dass Ihre Frau abgewandt hat, bis das Geld da ist, um dann die Nicole Wieland
27:12loszuwerden.
27:13Ja, ausgeschlossen.
27:14Aber wir halten es für sehr wahrscheinlich. Und deshalb werden wir Ihre Frau auch vollläufig hier behalten.
27:23Herr Achtziger, solche Unterstellungen lassen wir uns nicht bieten. Ich werde sofort unseren Anwalt informieren.
27:29Das steht Ihnen natürlich frei.
27:32Sie werden von mir hören. Bald.
27:43Respekt, dass Sie die Frau Sommer bei der Beweislage festgesetzt haben. Das hätte sich unser Eins nicht getraut.
27:51Da haben Sie was gelernt, Herr Stadler.
27:55Niemals zögern, wenn Sie einen begründeten Verdacht haben.
27:58Da nehme ich Sie in Zukunft beim Wort, gell?
28:02Kipper Rosenheim, Apparat Stadler, grüß Gott.
28:04Frau Hofer, grüß Sie. Ach, Sie sind schon wieder in der Akademie.
28:07Wie, der Michi ist noch nicht vorbeigekommen. Wahrscheinlich ist er noch bei der Hausdurchsuchung.
28:20Hallo, Herr Moor.
28:21Herr Seitz, grüß Sie.
28:22Guten Morgen.
28:23Guten Morgen.
28:25Guten Morgen.
28:26Wann sonst?
28:29Ja, Stöckl.
28:30So, warte mal in den Schnee.
28:33Was ist?
28:35Ja, freilich.
28:35Meine Hausdurchsuchung von den Sommers, das haben wir schon fertig.
28:38Wie bitte?
28:41Die Mappe von der Frau Hofer, die liegt dir praktisch vor, gell?
28:48Ja, alles ist gut. Ende. Servus.
28:55Herr Seitz, wo fahren Sie gerade hin?
28:57In die Stadt.
28:58Super. Könnten Sie mir einen großen Gefallen machen?
29:01Schauen Sie her, das ist die Mappe von der Frau Hofer. Könnten Sie die bitte bei ihr abgeben?
29:06Das ist ja ein riesiger Umweg.
29:07Nein. Schauen Sie, ob ich noch so viel zu tun habe. Ich muss in die KTU. Da muss ich zu
29:11Frau Stöckl.
29:12Komm, nehmen Sie her.
29:15Ganz herzlichen Dank.
29:16Ich schaff's aber erst später, gell?
29:17Also, es ist wurscht.
29:19Hauptsache, das liegt heute noch auf dem Tisch von der Frau Hofer.
29:22Ja?
29:23Wiederhören.
29:27Stöckl, schau mal her.
29:28Das ist die Telefonliste, gell?
29:31Michi, stopp. Die Frau Hofer hat gerade angerufen. Du hast die Mappe praktisch abgegeben.
29:37Ja, also...
29:39Am Empfang ist sie nicht und im Büro ist sie auch nicht.
29:43Aber eigentlich...
29:44Nein, es war nicht mehr so.
29:45Nach der Hausdurchsuchung Sommer bin ich sofort wieder hierher, weil schau mal her, diese ganzen
29:49Sachen, die müssen erst noch gesichtet werden. Und dann...
29:52Dann habe ich es vergessen.
29:53Ja, und wo ist sie jetzt?
29:55Beim Herrn Seitz auf dem Beifahrersitz. Und der hat gesagt, er gibt's gleich der Hoferin.
29:58Also der Frau Marie.
29:59Ja, das will ich hoffen für dich.
30:00Ja, freiherrlich. Auf dem Seitz ist doch für lang.
30:02Im Gegensatz zu dir.
30:05Hippo Rosenheim Apparat Stöckl, grüß Gott.
30:08Bundesverband der Zauberer. Schön, dass Sie zurückrufen.
30:11Ah.
30:16Herr Schopfer, Stöckl.
30:18Entschuldigung, Herr Stadler. Ich hätte hier die Anrufliste vom Festnetzanschluss von der Eva Sommer.
30:24Aha.
30:29Der hat ja ziemlich oft mit Norbert Ditz telefoniert.
30:32Mhm. Und das meist mitten in der Nacht. Und ziemlich lang sogar.
30:37Und wenn Sie mich fragen, ist es dabei nicht nur um das liebe Geld gegangen?
30:41Durchaus nicht.
30:45Frau Stöckl, ich sehe an Ihrem Blick, dass das noch nicht alles war.
30:48Ja, ich habe gerade mit dem Bundesverband der Zauberer telefoniert.
30:51Und die haben gesagt, dass sich der Dietz und der Sommer überhaupt nicht grün waren.
30:55Die haben sich sogar gewundert, warum der Sommer den Trick für so viel Geld abkauft hat.
31:00Wissen Sie was? Da lassen wir uns einfach nochmal die Frau Sommer vorführen.
31:03Die war ja recht hinter dem Geschäftsabschluss her.
31:06Äh, soll ich Ihren Kollegen den Herrn Achtziger holen?
31:09Nein, das mache ich selber. Äh, sagen Sie an Herrn Mauer, der soll Ihren Dietz aufs Kommissariat bringen.
31:14Ja, mache ich.
31:15Äh, und Frau Stöckl, die Spusi kann sich ja inzwischen die Wohnung des Herrn Dietz vornehmen.
31:22Ich gebe es weiter.
31:26Was haben wir? In welcher Beziehung stehen Sie zu Herrn Dietz?
31:31Das wissen Sie doch bereits.
31:36Gut.
31:37Mein Mann und er waren Kollegen und als wir gehört haben, dass er seinen Trick, das Verschwinden der Cheops-Pyramide
31:44verkaufen will...
31:45Ja, haben Sie mit Frau Wielands Geld einen völlig überzogenen Preis dafür bezahlt?
31:49Der Preis war branchenüblich.
31:51Ja, da ist aber der Bundesverband der Zauberer einer ganz anderen Meinung.
31:55Haben Sie die Frau Wieland deswegen so gedrängt, das Geld aufzutreiben, weil Sie mit dem Herrn Dietz gemeinsame Sachen machen
32:01wollten?
32:02Wieso sollte ich?
32:04Weil Sie ein Verhältnis mit dem Herrn Dietz haben.
32:06Oder warum haben Sie sonst so oft, so lang und vor allem später in der Nacht mit ihm telefoniert?
32:11Ach so, der Herr Dietz, der ist genau wie wir in der Showbranche.
32:15Und wir haben alle erst abends nach unseren Auftritten Zeit, uns um organisatorisches Telefonat und dergleichen zu kümmern.
32:22Ich denke, es lag eher daran, dass Ihr Mann nichts davon mitbekommen sollte.
32:25Wie wäre es beispielsweise mit der Möglichkeit, Sie fädeln den Kauf des Tricks zu einem völlig überzogenen Preis ein
32:33und räumen anschließend die Frau Wieland aus dem Weg und teilen sich das Geld mit Ihrem Geliebten
32:38und in einem Mokum im Ofenrohr ins Gebirge schauen, beruflich wie privat.
32:43Ich hatte weder eine Affäre mit Herrn Dietz, noch habe ich den Deal eingefädelt, um mir das Geld mit ihm
32:48zu teilen.
32:50Ja, da fragen wir doch den Herrn Dietz, ob er diese Aussage bestätigen mag.
32:57Hallo? Frau Hofer?
33:05Seitz?
33:06Herr Seitz, ich habe gerade mit der Frau Hofer telefoniert und sie sagt, dass sie die Mappe immer noch nicht
33:11hat.
33:11Ja, gut, dass Sie anrufen. Also ich bin jetzt auf dem Hof, aber von der Frau Hofer ist weit und
33:14breit keine Spur.
33:16Wie auf dem Hof von der Musikakademie?
33:18Nein, auf dem Hof von der Frau Hofer, da sollte ich Sie doch abgeben.
33:21Im Büro von der Musikakademie, Herr Seitz, ins Büro!
33:25Das hat mir der Herr Moor nicht gesagt.
33:27Weißt du, das darf doch wohl nicht wahr sein.
33:28Ähm, ich würde Sie dann einfach in den Briefkasten werfen.
33:31Nein, Sie kommen jetzt einfach so vorn ins Kommissariat und zwar auf direkten Weg, verstanden?
33:36Ja, aber ich wollte eigentlich Feierabend machen.
33:41Ja, Herr Dietz, schön, dass Sie es so schnell haben, einrichten können.
33:45Ja, ich bezweifle zwar, dass ich Ihnen weiterhelfen kann, aber...
33:48Nimmst doch bitte Platz.
33:51Ja, Herr Dietz, Sie haben uns eine nicht ganz unbedeutende Kleinigkeit vorenthalten.
33:59Und zwar die geschäftlichen Gründe, wegen derer Sie heute Morgen in der Akademie waren.
34:05Frau Sommer hat Ihnen 100.000 Euro in Bar übergeben.
34:10Als letzte Rate für einen Zaubertrick, den Sie den Sommers verkauft haben.
34:15Ja?
34:16Was wollen Sie denn hören?
34:18Die Wahrheit, Herr Dietz.
34:20Zum Beispiel, dass Sie sich das Geld mit Frau Sommer teilen wollten, weil Sie ein Verhältnis mit ihr haben.
34:28Wer behauptet das?
34:31Gegenfrage, von wem könnten wir das jetzt wohl wissen, hä?
34:35Was hat das mit dem Fall zu tun?
34:38Die Frau Sommer hat ihren Mann überredet, Ihnen für viel Geld einen Trick abzukaufen.
34:43Die Frau Willand unter Druck sitzt, das Geld zu besorgen, 200.000 Euro seinüberwiesen worden.
34:48Und zwei Tage später, bekommen Sie die restlichen 100.000 Euro, und siehe da, Frau Willand ist tot.
34:56Da liegt der Verdacht auch nahe, dass hier ein Zusammenhang besteht.
35:00Und deshalb sind unsere Kollegen gerade dabei, ihre Wohn- und Geschäftsräume zu durchsuchen.
35:04Wie bitte?
35:12Servus.
35:13Bitte sehr.
35:15Servus.
35:15Ja, ist die Frau Stockl noch nicht da?
35:17Ich hab's noch nicht gesehen.
35:18Ach, was für ein Tag, Hölle.
35:21Magst du erst einmal meine Scampis in Limettenschaum probieren?
35:24Äh.
35:24So, runterkommen.
35:25Du später gern, aber erst einmal.
35:28Ach, Frau Hofer.
35:29Frau Stockl, Gott sei Dank.
35:32Habt ihr jetzt einen Fall schon gelöst?
35:33Ja, den einen zumindest, und der war kompliziert genug.
35:36Das tut mir leid, dass das jetzt alles so schiefgelaufen ist, aber an mir lag's nicht.
35:39Ja, ja, das weiß ich doch.
35:39Wenn ich mich jetzt schicke, dann komme ich vor 18 Uhr noch auf die Post und die Briefe gehen noch
35:42raus.
35:43Gell?
35:43Ich begleite Sie.
35:44Servus.
35:45Herr Zauber, schnell.
35:47Was war jetzt das?
35:54Schauen Sie mal, was wir gestern am Abend noch aus der Wohnung von Zauberer Titz hervorgezaubert haben.
35:59Oh.
36:01Eine Buchungsbestätigung für zwei Flüge heute Abend nach Las Vegas, ausgestellt auf Norbert Titz und Eva Sommer.
36:10Also, Herr Achtziger, ich möchte ja nichts sagen, aber Ihre Theorie von der Giftmörderin fängt gewaltig an zu wackeln.
36:17Vielleicht ist es ja eine...
36:19Gemeinschaftstag?
36:20Täter und Täterin.
36:22Herr Mohr, holen Sie bitte den Herrn Titz aufs Kommissariat, gell?
36:26Umgeht.
36:27Ja.
36:29Bitte sehr, bitte gleich.
36:32Herr Titz, wir würden uns gerne mit Ihnen über Ihre Reisepläne unterhalten.
36:40Sie wollten heute Abend mit der Eva Sommer nach Las Vegas flirren.
36:46Erklären Sie uns da bitte, warum?
36:48Nein, das will ich nicht.
36:49Weil es ja einfach nichts angeht.
36:52Ja, geht's.
36:53Sie wollten sich mit ihr absetzen.
36:56Das ist doch lächerlich.
36:58Machen wir es so.
36:59Entweder Sie erklären uns das jetzt oder Sie übernachten heute bei uns.
37:06Ich wollte Eva mit den Tickets überraschen.
37:09Als kleines Dankeschön für den erfolgreichen Geschäftsabschluss, oder was?
37:13Also gut.
37:15Eva und ich sind seit einigen Monaten ein Paar.
37:20Weiß Frau Sommers Mann davon?
37:21Nein.
37:23Eva wollte ihm heute sagen, dass sie sich von ihm trennt und zu mir zieht.
37:26Nachdem Sie sich durch den Verkauf des Pyramidentricks ein schönes finanzielles Polster geschaffen haben.
37:33Der Max war schon seit Ewigkeiten scharf auf den Trick mit der Pyramide.
37:37Exklusiv wollte er ihn haben, sodass nur er ihn aufführen darf und er mich endlich abhängen kann.
37:42Irgendwann begann Eva und ich uns auszumalen, wie es wäre, wenn ich das Geld habe.
37:46Und wir etwas völlig Neuartiges entwickeln mit ihr als Assistentin.
37:51Ein Neuanfang auf Kosten von der Frau Willand.
37:55Schön.
37:56Tja, Herr Dietz, schaut jetzt gar nicht gut aus für Sie.
38:01Sie müssen mir glauben, dass weder Eva noch ich etwas mit dem Mann zu tun haben.
38:04Ja, ja, das sehen wir dann schon. Sie bleiben jetzt erst einmal bei uns, oder?
38:08Ja, das wäre so.
38:12Was soll das?
38:13Liebe Stockel,
38:15dies ist eine kleine Wiedergutmachung wegen dem Stress, den ich dir bereitet habe,
38:19wegen dem Kuh, wegen der Mappe von der Hoferin.
38:22Und du meinst, mit so einem Törtchen ist der Kass Bissen?
38:25Ja.
38:26Nächstes Mal denkst du einfach dran, da wäre mir mehr geholfen.
38:29Aber trotzdem danke.
38:31Ah, Herr Stadler, Herr Achtziger, die Auswertung von der Toxikologie.
38:36Ah.
38:39Ach du Schande, Herr Mami, wir müssen sofort los.
38:42Ja, ist gut.
38:43Wohin?
38:43Zum Gutshof Willand.
38:45Die Kollegen haben Spuren des Giftes an verschiedenen Müsli-Schalen, Löffeln und Kaffeetassen gefunden.
39:00Nein, Herr und Frau Sommer haben nicht mit uns gefrühstückt.
39:03Sie waren aber nicht mit Ihrer Frau allein.
39:05Weil das Wetter so schön war, haben wir auf der Terrasse gefrühstückt.
39:08Meine Eltern sind dazugekommen.
39:09Aber schon.
39:10Sie meinen aber jetzt nicht.
39:13Da irren Sie sich jetzt komplett.
39:15Grüß Gott.
39:16Guten Morgen.
39:17Da waren wir ja jetzt komplett.
39:19Frau Willand, Herr Willand, wenn Sie uns bitte aufs Kommissariat begleiten wollen.
39:23Wie bitte?
39:24Wir.
39:28Herr Willand, bitte.
39:30Danke.
39:30Frau Willand.
39:31Ja, ich würde dann aber doch vorschlagen, dass wir die beiden getrennt befragen.
39:37Wir haben Sie gesagt, man darf niemals zögern, wenn man einen konkreten Verdacht hat.
39:41Und ich hab einen.
39:42Ja, schon, aber...
39:46Ja, Herr Mauer.
39:47Ja, Herr Mauer, wenn Sie und die Kollegin bitte den Vernehmungsraum verlassen würden.
39:52Jawohl, gut, endet.
39:53Danke.
39:54So, wie gesagt.
39:56Auf wen tippen Sie?
39:58Ja, wird das jetzt ein Ratespiel?
40:00Warten wir es ab.
40:01Sie machen es ja spannend.
40:05Weißt du, was Sie von uns wollen?
40:07Tja, was wollen?
40:09Verdächtig sind wir.
40:10Blödsinn.
40:15Wie schaust du mir denn so an?
40:19Traust du mir vielleicht so ich und unsere Schwiegertochter...
40:22Was doch die Nicole nie mögen.
40:24Stimmt doch überhaupt nicht.
40:27Gut, du hätt mir für unseren Sohn eine andere Frau gewünscht,
40:30aber deswegen...
40:32Ich weiß noch gut, wie es dich aufgeregt hast,
40:34als die Nicole beschlossen hat, dass sie nur noch von der Zauberei leben will
40:38und was du mir alles vorgeworfen hast.
40:40Dass ich dem Jörg das Gut viel zu früh überschrieben hätte.
40:46Hättest du dir so eine Schwiegertochter gewünscht,
40:48die sich kein bisschen für den Betrieb interessiert,
40:50sondern nur für, für, für, für, für ihre Zauberei?
40:54Also, doch.
40:58Was wäre denn gewesen, wenn einem Jörg was passiert wäre?
41:01Weißt du, was den Nicole gemacht hätte?
41:03Die hätte sofort den ganzen Betrieb verkauft
41:05und wir wären ohne Altersruhe sitzen da gestanden.
41:07Obwohl wir unser ganzes Leben für nichts anderes gearbeitet haben.
41:15Josef, ich hab's für uns gemacht.
41:18Für dich und für mich.
41:22Herr Moor, jetzt.
41:33Frau Wieland, Sie sind vorläufig festgenommen,
41:36weil Sie im dringenden Tatverdacht stehen,
41:37Ihre Schwiegertochter getötet zu haben.
41:40Frau Wieland, wenn Sie bitte mit der Kollegin mitgehen möchten.
41:42Kommen Sie mit.
41:49Tut mir leid, Herr Wieland.
41:51Sie können nach Hause.
41:53Herr Wieland, kommen Sie bitte.
42:01Gratulation.
42:02Sie haben ja doch recht gehalten mit einer Theorie von der Giftmörderin.
42:07Aber auf die Idee zu kommen, dass ich Frau Wieland selbst verwette, elegant.
42:13Alles Erfahrungswerte.
42:14Glauben Sie mir.

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