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The film portrays the dynamic, cosmopolitan West Berlin of the late 1950s and early 1960s, but also documents dramatic turning points in contemporary history.
The construction of the Berlin Wall (1961), the visit of US President John F. Kennedy (1963), the redevelopment of the Hansaviertel, and the partial demolition of the old Kaiser Wilhelm Memorial Church.
Because the film included reenacted scenes alongside original footage—including an escape attempt at the sector border—it was controversial at the time, both politically and among the FSK (film classification) boards, and initially received no official rating.
The construction of the Berlin Wall (1961), the visit of US President John F. Kennedy (1963), the redevelopment of the Hansaviertel, and the partial demolition of the old Kaiser Wilhelm Memorial Church.
Because the film included reenacted scenes alongside original footage—including an escape attempt at the sector border—it was controversial at the time, both politically and among the FSK (film classification) boards, and initially received no official rating.
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00:00:01This video is brought to you by S.T.A.
00:00:30Gigant Berlin, die erregendste Stadt der Welt.
00:00:38Gesamtgestaltung, Farbkamera, Regie, Leo de la Forgue.
00:00:45Die Nacht bringt keine Ruhe für die große Stadt.
00:00:48Aus tausend Neonaugen blinzelt sie dem neuen Tag entgegen.
00:01:20Der Registrierballon vom Dienst.
00:01:26Der Bürger schläft den Schlaf des Gerechten.
00:01:30Doch über seinen Kopf hinweg schaukelt der Registrierballon vom Dienst durch die wie Sekt prickelnde Berliner Luft und bittet um
00:01:37gut Wetter für den nahen Morgen.
00:01:42Die fliegende Radiosonde meldet, alles okay.
00:01:53Die Stadt ohne Polizeistunde schläft nicht.
00:01:56Es sieht nur so aus.
00:02:03Der Spuk ist vorüber.
00:02:25Ungas.
00:02:27Tempo, Tempo.
00:02:36Die Sonne kommt durch, putzt die Bahnhöfe blank.
00:02:40Die Tauben sind die ersten, die dem Morgen entgegenschwärmen.
00:03:07Das Auge des Gesetzes wacht und zwar doppelt.
00:03:13Geputzt wird auch der Vorgarten.
00:03:19Und die Kehle.
00:03:21Na dann Prost.
00:03:26Geputzt die Scheiben, denn Blanksein ist alles.
00:03:36Und die Moral, das Ganze ja...
00:03:47Das Ganze ist alles.
00:03:50Da kommt der Koffer durch, was ich nicht brauche, trotzdem.
00:03:56Das Ganze ist alles.
00:03:57Und die Beine Organe war.
00:03:57Und die Beine und die Beine und die Beine.
00:03:59Die Beine und die Beine und die Beine.
00:04:00Die Beine und die Beineufe.
00:04:17Aufstehen!
00:04:19Und ehe man sich noch einmal in den Schlaf trudeln lässt,
00:04:23übernimmt der Wecker das Kommando und gibt es fortan nicht mehr ab.
00:04:26Das Frühstück für Leib und Geist.
00:04:55Auf zur Arbeit!
00:04:58Rund eine Million Arbeitende folgen diesem Ruf und stürzen sich in das Staccato dieser Stadt.
00:05:08Der Berufsverkehr läuft an.
00:05:11Tempo, Tempo, Berliner Tempo.
00:05:12Liefern!
00:05:14Hau, Ruck!
00:05:25Transportieren!
00:05:27Hau, Ruck, Ruck!
00:05:29Ja, Schwersttransporte.
00:05:35Ameisen gewimmelt tief unten.
00:05:45Sie drehen sich im Karussell.
00:05:56Sie rechnen in den 100 Banken Berlins.
00:06:23Und buddeln.
00:06:24Denn gebuddelt wird stets und ständig in Berlin.
00:06:28Ganz ohne den Buddelteufel geht die Schose nicht.
00:06:42Im Rundflug durch den Morgendunst erblickt man die Weite Berlins erst.
00:06:46Der Gebietsumfang ist weit größer als der von London oder New York.
00:06:51Aus tausend Wunden bluteten die Straßen nach dem großen Kriege.
00:06:54Die Häuser zerbarsten.
00:06:57Im Feuerorkan der Bomben schien die Individualität der Weltstadt ausgeglüht.
00:07:02Doch die Faszination Berlins war nicht untergegangen.
00:07:05Man baute in einer erregenden Perfektion wieder auf.
00:07:10Und ein Baumeister schüttelte 270.000 neue Wohnungen über den Stadtplan aus.
00:07:15Malte 25 Millionen Quadratmeter neue Straßenfläche auf die versenkte Erde.
00:07:20Witz, Pfiff, Geist, Fleiß und Kraft.
00:07:24Bauten sich eine neuere, schönere Stadt.
00:07:28Weggefegt ist das Gebirge von 100 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt.
00:07:32Ein Fünftel der Ruinenmasse von ganz Deutschland.
00:07:35Neues Leben blüht aus den Ruinen.
00:07:39Gar nicht kess und kühn genug können die Bauten sein.
00:07:54Geist, zum Ohren."
00:07:57Perfektor
00:07:57!"
00:08:23Not only the Dampfrahmen krachen,
00:08:25sondern auch die Fäuste kräftiger Männer.
00:08:28Hauruck!
00:08:30Hauruck!
00:08:32Hauruck!
00:08:34Hauruck!
00:08:54Hauruck!
00:08:59Häuser, die mit Tusch und überdimensionalem Richtkranz begrüßt werden.
00:09:32Musik
00:09:33Watschen, Wummeln, Blickfang, Ort der Begegnungen, aus Alt mach neu.
00:09:47Der Name blieb, doch in Wirklichkeit ist es ein neuer Boulevard.
00:09:51Kurfürsten dann, wo Fahnen wehen, alltägliche Sensationen.
00:10:16Fröhliche Flaneure am internationalen Treffpunkt, einem der vielen attraktiven Kaffeehäuser.
00:10:23Werbung in Uniform.
00:10:25Mit welcher Eleganz dirigiert er Tante Lieschen und den brandenden Verkehr.
00:10:31Karajan könnte vor Neid erblassen.
00:10:52Es geschah an Kurfürsten dann.
00:10:54Er lockt flotte Bienen an.
00:11:14Bei so viel Schwärmerei schmunzelt selbst Popo.
00:11:18Feuerwehr. Immer Mädchen für alles.
00:11:34An patches die Flaneure.
00:11:36An sehre ist etwas, was Sie Jesus zu sehen.
00:11:39An sehre.
00:11:40An war.
00:11:50Er ist etwas, was Sie zerstört.
00:11:57Tausende elegante Geschäfte, aller Arten, selbst solche.
00:12:26Dutzende Filmtheater säumen die Weltstraße der siebenten Kunst.
00:12:30Hier wird das Leben gespiegelt, Liebe fängt es immer an, dann folgen Brautkutschen, Überschwang
00:12:44und große Traumwünsche in Chromnickel, in Ermangelung dessen kleinere Freuden in Luxuswagen.
00:13:00Oder Jahrgang 1910, eine Fahrt in die Stille, darüber am Himmel von Berlin stehen unterdessen
00:13:09die Motoren nicht still, jaulen die Düsen auf.
00:13:3150.000 Starts und Landungen jährlich melden Tegel und Tempelhof.
00:13:35Umschlagplatz für zwei Millionen Luftikusse, sechs Flugplätze rings um Berlin, Bahnsteige
00:13:43der Wolken, Luftkreuz Europas.
00:13:53Das Rollfeld wird zum Rendezvous, 220 Passagiere fasst dieser Düsenriese.
00:14:11Der Kardinal kommt, Marlene geht, so geben sich zwischen Himmel und Erde himmlische und
00:14:19und irdische Liebe einstell dich ein.
00:14:22Sie kann es nicht lassen, immer noch auf Liebe eingestellt.
00:14:32Musik
00:14:53Das italienische Nationalheiligtur
00:14:56Der Tum posiert mit deutschen Schönheitsköniginnen um die Wette.
00:15:00In dieser Atmosphäre blühen Blumen und Schönheiten auf.
00:15:26Schnappschüsse vom Genossen Ivan und auch Babuschka wird den kapitalistischen Händedruck verschmerzen.
00:15:33Hat nicht wehgetan.
00:15:34Er schießt schnell mal auf die Funkanlagen.
00:15:40Musik
00:15:58Amerikas Fahne, Berlins Flagge.
00:16:02Musik
00:16:10Amerika in Berlin.
00:16:12Gleich mit einer Weltraumfahrtschau.
00:16:16Hinein spaziert, hinein spaziert in die gute Stube, beziehungsweise in den Weltraum.
00:16:23Musik
00:16:48Die Glocken in Berlin gegossen rufen.
00:16:51Und alle, alle strömen herbei.
00:17:07Musik
00:17:17Borstenvieh und Schweinespeck.
00:17:19Musik
00:17:26Segelboote und Wochenende.
00:17:31Musik
00:17:34Segelflugzeuge und Freiballon.
00:17:38Vom Lilienthal-Original Flugvehikel zum Denkmal des Flugpioniers ist nur ein Luftsprung.
00:17:52Vom historischen Übungsgelände stürzte der erste Flieger der Welt tödlich ab.
00:17:56Ihm zu ehren defilieren die amerikanischen Hubschrauber.
00:18:00Verbindung vom Gestern zum Heute und Morgen.
00:18:18Musik
00:18:34Zum ersten Mal in der britischen Geschichte betritt der Lord Mayor, der Oberbürgermeister von London, das Festland.
00:18:41Ausgerechnet in Berlin.
00:18:42Berliner Kitt zwischen Tradition und Ultramoderne.
00:18:48Mittelalter ist auch die erste Eisenbahn.
00:18:51Spielzeug für die Steppkes.
00:18:54Die größeren Mustern größere Räder und mehr PS.
00:18:58Musik
00:19:17Die eitle Berlinerin bestaunt sich selbst und dann die traumhaften Stoffe und Spitzen aus aller Welt.
00:19:24Musik
00:19:38So geht jeder seinem Höhenflug nach.
00:19:42Musik
00:19:44Jeder will hinauf in schwindelige Höhen.
00:19:48Musik
00:20:00Und selbst die Pudel wagen den Sprung nach der Siegerwurst.
00:20:07Musik
00:20:11Hoch hinauf schwingt die Spirale des Fortschritts.
00:20:15Musik
00:20:21Hoch hinauf zum Funkturm, den man, ob seiner fast 190 Meter zärtlich, den langen Luletsch nennt.
00:20:30Hier oben merkt man, wie klein der Alltag wirkt, wie weitläufig das Häuser mehr ringsum.
00:20:38Hier unten fühlt man, wie groß der Mensch sein kann, wenn es um sein Recht auf Freiheit geht.
00:20:45Musik
00:20:58Berlin hat eine Vergangenheit voller Tränen und Trauer.
00:21:02Am 17. Juni 1953 fielen lebensfrohe Menschen unter den Schüssen einer Diktatur, weil sie die Freiheit wollten.
00:21:10Musik
00:21:12In Plötzensee wurden Menschen von einer anderen Diktatur gemordet, weil sie den Frieden suchten.
00:21:30Musik
00:21:38Der Hinrichtungsraum, eine Stätte der Besinnung.
00:21:44Musik
00:21:59In den 18 Höfen des Kriegsministeriums im Bändlerblock verbluteten Männer unter den Salven der Erschießungspeletons, weil sie das Leben wählten.
00:22:12Traurige Hoffluchten.
00:22:15Bitterste Erinnerung.
00:22:16Der Bunker des Kriegsministeriums, wo die geheimen Aufmarschpläne lagen, die anstatt in den totalen Endsieg in die totale Vernichtung führten.
00:22:27Musik
00:22:30Aber die Fesseln fielen. Das Leben forderte sein Recht.
00:22:35Auch sein Recht in der Spree-Stadt Berlin, die 120 Kilometer schiffbare Wasserstraßen und fast 1000 Brücken hat, weit über
00:22:44das Doppelte wie die Lagunenstadt Venedig.
00:22:50Die U-Bahn verbindet die 12 Bezirke.
00:22:5312 Großstädte in der Weltstadt, die nicht nur ein Zentrum hat, sondern viele Mittelpunkte.
00:23:03Musik
00:23:07Die Amerika-Gedenkbibliothek am Halleschen Tor.
00:23:16Ein kühnes Bauwerk aus den 20er Jahren.
00:23:20Potsdamer Straße.
00:23:22Kleistpark, wo die Sowjets die Arbeit der alliierten Kommandantur sprengten.
00:23:27Noch sind die vier Flaggen verheimt.
00:23:34Schlossstraße.
00:23:34Bürgerliches Shoppingzentrum eines der zahlreichen Vororte.
00:23:41Musik
00:23:53Nollendorfplatz, wo Bahnen in Sonne und Blüten drängen und wieder vom tief unten der Erde verschluckt werden.
00:24:06Wittenbergplatz, wo Adenauers Rosen aufblühen und die Preise abblättern.
00:24:13Hummel, Hummel, Seestadt Berlin, nicht auszudenken.
00:24:18Es leistet sich sogar einen eigenen Ozeanriesen-Mignon.
00:24:22Auch wenn er mal nur auf dem Trockendock liegt, ne?
00:24:24Wenn Berlin auch noch richtige Seestadt wäre, wäre das schön, denkt die Nixe.
00:24:32Eine Stadt hat für die Gegenwart geplant und für die Zukunft gebaut.
00:24:38Wegweisend sind die Stadtautobahnen, die noch mehr Benzinverkehr verkraften können,
00:24:42als die zur Zeit ungefähr 300.000 Personenautos, die in Berlin verkehren.
00:25:11Die Stadtautobahnen
00:25:17Vorort Berliner und Urwald-Exotik beieinander.
00:25:22Verkehrsteilnehmer jeglicher Art und Pferdestärken können hier ihrem gewohnten Trott nachgehen.
00:25:36Die Stadtautobahnen
00:25:37Die Stadtautobahnen
00:25:59Im Zoo, inmitten des Zentrums gelegen, einem der bedeutendsten Tiergärten der Welt, stehen sie und staunen.
00:26:07Elefanten bei der Geburtstagsgratulation.
00:26:20Guten Appetit!
00:26:21Berlin hat fast 100.000 Hunde, für jeden den Stammbaum.
00:26:27Zwei Dutzend registrierte Menschenaffen und 2,2 Millionen Bewohner.
00:26:31Tierverliebte
00:26:33Sie treiben Verhaltensforschung, bewundern
00:26:36Angriffslust
00:26:45Dickes Fell
00:26:58Appetitlosigkeit
00:27:07Geschmeidigkeit und Brüllkraft
00:27:12Überblick
00:27:14Erhöhte Neugier
00:27:20Modische Eleganz
00:27:28Spaß am drolligen Spiel
00:27:51Wer möchte mit den schwarzen Urwaldkobolden nicht mit tollen?
00:27:54Musik
00:28:02Und zuletzt die überlegene Ruhe, die sich im brummigen Wappentier Berlins dokumentiert.
00:28:09Sie lassen sich nicht vom vorlauten Wesen der Robben und See-Elefanten stören.
00:28:16In Europas größtem wissenschaftlich geleitetem Aquarium werden die Menschen stumm vor der schwimmenden, kriechenden Urweltkreatur.
00:28:30Musik
00:28:40Berlin hat viele Gesichter.
00:28:42Man kann sogar einen Weltbummel durchführen.
00:28:44Die tolerante Stadt hat viele Völker zu Gast.
00:28:56Musik
00:28:58Musik
00:28:58Musik
00:28:58Musik
00:28:58Musik
00:29:04Musik
00:29:20Chinesische Haifischflossen, indische Schwalbennester, Schlangenragout schmecken fast so köstlich wie Pfannkuchen und eine weiße Mitschoose.
00:29:30Musik
00:29:45Mitten hinein in das grüne Herz von Berlin, hinein in den Tiergarten, pflanzten geniale Baumeister aus aller Welt eine Mustersiedlung,
00:29:53das Hansaviertel.
00:29:56Musik
00:30:09Ein Stadtteil der Zukunft voller klassischer Modernität.
00:30:16Musik
00:30:45Musik
00:30:46Akademie der Künste. Rendez-vous mit der modernen Kunst.
00:31:11Die tollkühne, strahlende Stadt von Le Corbusier wurde direkt aus Frankreich importiert.
00:31:17Größtes Wohnhaus Europas, mit ca. 600 Familienwohnungen.
00:31:34Die Kongresshalle.
00:31:41Einmalige Kuriosität einer kühnen Spannbeton-Architektur.
00:31:45Eine Wucht ist auch die sonderbare Philharmonie, der Zirkus Karajani.
00:31:51Schloss Bellevue. Hier residiert der Bundespräsident. Hin und wieder.
00:31:57Eleganz aus USA versucht die Berliner Wolken zu kratzen.
00:32:07Neufretete kam vom Nil, aus Paris eine Prise Bouet.
00:32:15So fügt sich aus Vergangenheit und Zukunft das gegenwärtige Porträt Berlins.
00:32:20Symbolisiert durch die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, die die Verbindung zwischen den Stilen und Zeiten schafft.
00:32:26Der Turm, Deutschlands schönste Ruine, blieb erhalten.
00:32:30Wo der Zirkus aufgebaut ist, stand einmal das romanische Café in den goldenen 20er Jahren.
00:32:36Dann sah man hier, Trümmer, Rummelplatz, Ketscherzent.
00:33:03Traditionen werden weggesprengt.
00:33:25Und eines Tages wurde wieder gefeiert.
00:33:28Filmfestspiele bringen Zelluloidkämpfe auf flimmernder Leinwand und Autogrammschlachten auf der Straße.
00:33:45Auf dem Trottoir das Auge Gottes.
00:33:49Und dann führt mitten durch den nüchternen Alltag eine feierliche Prozession des Glaubens daher.
00:34:11Musik
00:34:12Musik
00:34:42Ein Katzensprung zum Charlottenburger Schloss.
00:34:48Der große Kurfürst reitet wieder in eine reiche Vergangenheit.
00:35:03Schlüters herrliches Meisterwerk des Barock dient ganz nebenbei samt der imposanten Schlosskulisse als Motiv fürs Familienalbum.
00:35:15Das Grabmal der Königin Luise im mystisch-blauen Licht des Mausoleums.
00:35:30Der Spreedampfer schippert ins grüne Berlin, hinauf zum Tegler See, wo sich's einst im Umboldtschloss der geheime Rat Goethe wohl
00:35:44gefallen ließ.
00:35:44Das historische Jagdschloss der Hohenzollern im Grunewald.
00:35:57Und dann zum Sommersonnenschlachtfeld-Wannsee, wo man das Wasser vor lauter Läutchen nicht mehr sieht.
00:36:03Conley Island am grünen Strand der Spring.
00:36:0680.000 Sonnenanbeter holen sich hier an Rekordtagen Hühneraugen, Heißhunger, entzückend braune Rücken oder scheußlichen Sonnenbrand.
00:36:16Das Wasser scheint zu kochen vor lauter Leibern.
00:36:47Musik
00:36:49Beim Rennen der feuerspeienden, heulenden Flitzer auf der Arbus ist immer wieder Massenbesuch.
00:37:02Musik
00:37:03Musik
00:37:03Musik
00:37:03Let's go.
00:37:04.
00:37:31When the motor röhren, the Kompressoren
00:37:33Jaulen, die Reifen knirschen, das ist Musik im Rhythmus Berlins.
00:38:12Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen.
00:38:22Deshalb auch Tempo beim Derby, der vor Feuereifer sprühende Nachwuchsmatadore von Seifenkistensgnaden.
00:38:41Tempo auch auf dem Kurfürstendamm, wo sich die Zünfte der Köche, Kellner und Hotelboys
00:38:46ins Zeug legen, wo die Mollenkutscher Hochlandungen machen.
00:38:57Reinlichkeit ist eine Zier, denn auch die Besenschwinger haben durstige Kehle.
00:39:15Die Schwerathleten, die Fassroller jonglieren ihr Bier über den Asphalt und dann die Kaffeekannen-Jungfrauen
00:39:21adrett, aber auf Tempo.
00:39:33Nur der feine Herr ist pikiert.
00:39:35Man geht nicht mehr ohne Schuh.
00:39:44Willkommene Beute für die Kameras.
00:39:47Tempo, Tempo.
00:39:48Das ist der Berliner Rhythmus, der immer neue Perspektiven eröffnet.
00:39:52Mal von unten.
00:39:54Ei, ei.
00:39:57Das Karussell, das dreht sich immer rundherum, das schwingt, das rotiert, das saust hoch hinunter.
00:40:03Das Leben dreht sich mit oder wird gedreht.
00:40:35Und dem kleinen Glück
00:40:36folgt der große Schmerz.
00:40:39Zwei Tage vor dem traurigsten Datum in der Berliner Nachkriegsgeschichte, am Checkpoint
00:40:44Charlie, der berühmten Sektorengrenze, feiern Kinder aus Ost und West vereint.
00:40:50Sie wissen nicht, warum hier alles so frei und froh bewegt, wenige Meter im Ostsektor
00:40:56alles so trostlos ist, so unheimlich leer, wie ein offenes Grab wirkt.
00:41:00Ihnen sagt das Grenzschild nichts, das wie ein makabrer Hohn zwischen dem Flitterpunkt geistert.
00:41:23Am 11.
00:41:24August, zwei Tage vor dem düstern, obskuren 13.
00:41:28Schmerz hinten.
00:41:29Sichtblendend.
00:41:30Eingezwängt in das Berliner Leben.
00:41:32Welch ein Kontrast.
00:41:33Am Brandenburger Tor ist anscheinend normales Leben.
00:41:36Ost und West haben gemeinsam an seinem Wiederaufbau gewirkt.
00:41:42Zwar wird es wieder als Plakatgiebel für politische Parolen missbraucht.
00:41:47Im Westen wurden die Siegespferde des berühmten Viergespannes neu aus Kupfer getrieben.
00:41:57Die Siegesgöttin mustert die Konkurrenz da unten.
00:42:02Nun reiten sie heran und Bismarck sieht zu.
00:42:06Schon einmal spielte sich dieser welthistorische Vorgang ab, als Blücher 1814 die von Napoleon
00:42:13entführte Quadriga heimholte.
00:42:14Der größte aller Schweiger, Moltke, denkt sich seinen Teil.
00:42:20Die Viktoria braucht keinen Passierschein, keine Kontrolle.
00:42:23Pferd und Wagen wollen wieder Wahrzeichen werden.
00:42:28Moltke schweigt weiter.
00:42:54Pferd und Wagen
00:43:08Pferd und Wagen
00:43:36Ein Pferd mit Charakter.
00:43:38Den Gaul wirkt die rote Krawatte.
00:43:41Er dreht spontan protestierend dem Osten den Allerwertesten zu.
00:43:58Und dann?
00:43:59Und dann?
00:44:09Im Schutze der Nacht haben sich die bewaffneten Ameisen, die uniformierten Kulis herangezogen,
00:44:15im Morgengrauen beginnen sie ihr schändliches Handwerk.
00:44:19Ein sonst normaler Sonntag.
00:44:22Aber er erschüttert die Stadt, die Welt.
00:44:25Aber er vernichtet sie nicht im heißen Bruderkrieg.
00:44:41Quer durch die Stadt wird ein fast 50 Kilometer langes abscheuliches Monstrum aus Mauern,
00:44:48Stacheldraht und purer Feigheit aufgerichtet.
00:44:50Kriegsmäßige Stacheldrahtfrauen überall.
00:44:53Russische Panzer.
00:45:08Die eiskalten Bewacher mit den schussbereiten Kalaschnikow-Maschinenpistolen belauern Gefangene,
00:45:15die gezwungen werden, ihr eigenes Zuchthaus zu bauen.
00:45:19Der Potsdamer Platz soll eine gnadenlose sibirische Wüste werden.
00:45:24Der Platz, wo einst das Herz der Hauptstadt schlug, Verkehrsrekorde aufgestellt wurden.
00:45:34Das hässliche Ungeheuer der Schandmauer zerschneidet brutal das heutige Berlin.
00:45:39Wird es auch die Zukunft trennen? Nie und nimmer.
00:46:30Sie wollen die Augen irritieren, das Objektiv stören, aber unsere Herzen und Seelen können sie nicht blenden.
00:47:01Trotz zehntausender Bewacher, trotz hunderter Schießtürme, trotz Todesstreifen, Gemäuer und Stacheldraht verhaue,
00:47:07gelingt immer wieder manche Flucht in die Freiheit, oft mit selbstmörderischer Tollkühnheit abenteuerlichen Hilfsmitteln durchgeführt.
00:47:20Gedrungen von äußerster Hässlichkeit durchkriecht das unmenschliche Stachelgebilde die Stadt wie ein versteinerter Wurm,
00:47:27wie eine bösartige Geschwulst, die sich dumpfschmerzend aufbläht wie eine ekelhafte Substanz.
00:47:32Menschenrechte und Menschenwürde werden hier ständig verletzt.
00:47:40In Kampfanzügen stehen die ostzonalen Soldaten provokatorisch eisig schweigend am amerikanischen Kontrollpunkt Checkpoint Charlie kurz vor dem weißen Grenzstrich.
00:47:55Ebenfalls stehen schwerbewaffnete Soldaten der amerikanischen Schutzmacht mit den Zehenspitzen kurz vor dem weißen Strich.
00:48:02Junge Menschen, hüben und drüben, auf Tuchfühlung.
00:48:06Sie sehen sich Auge in Auge argwöhnisch an, belauern sich an einer der dünnsten Stellen zwischen Krieg und Frieden,
00:48:14an einem der heißesten Brennpunkte unseres ohnehin nicht kühlen Erdballes.
00:48:28Musik
00:48:29Musik
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00:48:29Musik
00:48:29Musik
00:48:30Musik
00:48:51Schwere Panzer mit geladenen Waffen warten im Hintergrund.
00:48:56Auf beiden Seiten.
00:49:04Musik
00:49:16Andere Panzer patrouillieren an den Außengrenzen, um wach zu halten in den geschändeten Wäldern rings um Berlin.
00:49:23Musik
00:49:37Musik
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00:49:37Musik
00:50:04That's the best work of the world's history.
00:50:07The apocalyptic image of Stachels, Stein and Hass
00:50:10was surrounded by villages,
00:50:12which were now to the streets and the streets.
00:50:15It made young people to murder murderers,
00:50:18who were never born to murderers.
00:50:21Mord remains Mord, even if he is forbidden.
00:50:32At the terror tower, there is a bloodline.
00:50:52The satan's wall is separated from the church and the god's house.
00:50:59The church is closed, only the warning was left.
00:51:08and the faith.
00:51:14To a horrible, horrible, famous street came this street.
00:51:18The street of the rain.
00:51:22Unbegriffable for every visitor is what happened here.
00:51:27The protest.
00:51:29The protest.
00:52:02A wall in windows, windows, windows, windows, windows, windows.
00:52:08The hatred has been blown away, but it has been kept aggressive.
00:52:17Wie entlarvend, dass die östlichen Söldner mittelalterliche spanische Reiter auf höchsten Dachfirsten anbringen mussten.
00:52:24Weil man weiß, dass die menschliche Fantasie keine Grenzen kennt, wenn es um die Freiheit geht.
00:52:57Gespenstische Szene.
00:53:07Das Herz krampft sich zusammen.
00:53:10Das Herz krampft sich zusammen.
00:53:22Das Herz krampft sich fest.
00:53:23Das Herz krampft sich zusammen.
00:53:25Das Herz krampft sich, sich mit einem Schussendern und Schussendern.
00:53:27Das Herz krampft sich an der daumen.
00:53:27Das erneut sich an der daumen und schreibe.
00:53:33Das Herz krampft sich hierher Hör.
00:53:39Das ist doch ein grosses Säger.
00:53:39Das ist doch ein grosses Säger.
00:53:40Das ist doch etwas anderes.
00:53:44THE END
00:54:22Die Hoffnung, die Sehnsucht nach den Verwandten drüben blieben.
00:54:26Immer noch versucht man mit hektisch anmutenden Gästen Grüße und Wünsche hinüber zu schicken.
00:54:31Trotz Sichtblenden und Tränengas.
00:54:34Freiheit über alles.
00:54:37Diese Gewissheit teilt Berlin mit der ganzen freien Welt.
00:54:41Berlin gehört zur freien Welt.
00:54:43Diese Parole stammt von John F. Kennedy, der es sich nicht nehmen ließ, sie persönlich durch seinen triumphalen Besuch in
00:54:50Berlin zu bekräftigen.
00:54:51Und eines Tages konnte Berlin seinen redlichsten Verbündeten, seinen treuesten Freund begrüßen.
00:54:57Es sollte eine 53 Kilometer lange Triumphfahrt werden.
00:55:01Eine Glorifikation eines Mannes durch Millionen Berliner, die in einen ehrlichen, geradezu frenetischen Begeisterungstaumel gerieten.
00:55:08Ein Höhepunkt im Leben des Präsidenten wie nie zuvor.
00:55:40UNTERTITELUNG
01:03:18to the future.
01:03:20She should come to Berlin.
01:03:51All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin.
01:04:00And therefore, as a free man, I take pride in the words,
01:04:07Ich bin ein Berliner.
01:04:25Der Präsident trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Berlin ein.
01:04:51Ich bin ein Berliner.
01:04:54Ich bin ein Berliner.
01:04:59Ich bin ein Berliner.
01:05:08Und das Espero?
01:05:08Ich bin ein Berliner.
01:05:08tenho ich die Ohren.
01:05:20Ich bin ein Berliner.
01:05:24Ich bin ein Berliner.
01:05:48Mr. Mayor, Chancellor, distinguished ministers, members of the faculty and fellows of this
01:05:56university, fellow students, I am honored to become an instant graduate of this distinguished
01:06:05university. The fact of the matter is of course that any university, if it is a university,
01:06:11is free. So one might think that the words free university are redundant, but not in Western
01:06:17Berlin.
01:06:17Ich fühle mich tief geehrt, durch die Gelegenheit vor dieser hervorragenden Zuhörerschaft zu
01:06:22sprechen und durch das Ehrenbürgerrecht der Freien Universität, das mir verliehen wurde.
01:06:29In 15 stürmischen Jahren hat sich vieles geändert. West-Berlin ist eine Blockade, es ist Drohungen
01:06:36und Schikanen ausgesetzt gewesen. Aber es wird immer bedeutender in seiner Industrie, seiner
01:06:43Kultur, seinen Dimensionen und in den Herzen aller freien Menschen. Deutschland ist anders
01:06:50geworden. Aber diese Universität hat jenen drei Idealen ihre Treue bewahrt. Wahrheit,
01:06:56Gerechtigkeit und Freiheit.
01:07:06In den Worten, die ich vor kurzer Zeit am Rathaus sprach, habe ich die Verpflichtung meines
01:07:11Landes für die Freiheit West-Berlins bekräftigt. Der Schild moralischer und militärischer Verpflichtung,
01:07:18mit dem wir die Freiheit der West-Berliner schützen, wird nicht gesenkt oder weggelegt
01:07:23werden, solange er gebraucht wird.
01:07:30Aber es gibt Verpflichtungen, die erfüllt werden müssen. Verpflichtungen der Wahrheit, der Gerechtigkeit
01:07:37und der Freiheit.
01:07:45Kennedys letzte Worte waren, und wenn ich jetzt abreise, dann verlasse zwar ich Berlin, aber
01:07:52Amerika bleibt hier. Berlin hat den Ruf verstanden.
01:08:14Doch hinunter, wieder in den betriebsamen Berliner Alltag. Zum Spreehafen und zum zweitgrößten
01:08:20Binnenhafen Deutschlands, dem Westhafen.
01:08:25Trotz Mauer, Stacheldraht und Schikanen läuft die Industrie auf Höchsttour.
01:08:36Berlin ist die größte Industriestadt Deutschlands mit rund 400.000 Facharbeitern.
01:08:51Nicht weit von der Sperrmauer, wo verzweifelte, umschwirrt von sowjetionalen Kugeln den Sprung
01:08:56in die Freiheit wagen, wird auf überdimensionalen Werkzeugmaschinen die gewaltigste Turbine der
01:09:02Welt mit der schier sagenhaften Leistung von 500.000 Kilowatt gebaut.
01:09:22Und nicht weit davon liegt ein anderes Großwerk der Elektroindustrie. Eine ganze Stadt mit
01:09:28nahezu 50.000 hochqualifizierten Arbeitern. Siemens-Stadt. Die Geburtsstätte der Elektrizität überhaupt.
01:10:03Hochspannungsversuche mit Millionen Volt Spannungen.
01:11:09Ein Walzwerk, erbaut in Berlin, walzt für Berlin.
01:11:24Ein Ultramikroskop mit millionenfacher Vergrößerung, erbaut in Berlin.
01:11:39Teleskope für die Sternwarten in der ganzen Welt, die den Weltraum durchforschen und
01:11:43gewaltige kosmische Katastrophen entdecken.
01:11:59Von der Sternenwelt zurück zur sicheren Erde, über Spree und Havel zur Station Spandau.
01:12:14Wo die Spree in die Havel mündet, steht auf der Zitadelleninsel der weltberühmte Juliusturm.
01:12:20In dieser mittelalterlichen Bastion wurde bis 1914 der Reichskriegsschatz in purem Gold verwahrt.
01:12:29Heute haben sich andere Mieter eingenistet.
01:12:33Fledermäuse und Ratten.
01:12:40Stopp!
01:12:42Heißt es am Kriegsverbrechergefängnis, wo die drei letzten Mitschuldigen eines Völkermordens sitzen,
01:12:48das sich nie mehr wiederholen darf.
01:12:50Eine Absurdität übrigens.
01:12:51Die Bewachung kostet pro Jahr mehrere Millionen D-Mark.
01:13:19Kein Pfeilung
01:13:21So
01:13:44Damit kein Weltbrand mehr entsteht, haben die Amerikaner die Rohre gewinert.
01:13:49Rohre, die nie schießen sollen.
01:14:06That's why the French are on the Berlin Pflaster.
01:14:10Panzer, die nie angreifen sollen.
01:14:27Für friedliche Feste, denn da ist Musik drin.
01:14:35Deshalb marschieren die Briten mit traditionellem Maskottchen und klingendem Holdriot am Maifeld
01:14:41auf.
01:14:41Mögen sie immer den schmucken Paradedress und nicht den tarnfarbigen Kampfanzug tragen.
01:15:15Musik
01:15:38Salute für den Frieden.
01:15:39Solch friedlicher Salut ist Musik in den Ohren der Berliner.
01:15:43Hauptsache es knallt und tut nicht weh.
01:16:13Musik
01:16:17120.000 brüllen und randalieren, wenn König Fußball das Zepter und die wohlgeformten
01:16:22Beine schwingt.
01:16:24Musik
01:16:43Die Polizei ist immer zur Stelle, auch wenn sie Sport mit Köpfchen zeigt.
01:16:59Akrobatik.
01:17:00Und, alle hopp, der Riesensprung.
01:17:05Musik
01:17:12Und am Abend steckt Berlin die Lichter auf.
01:17:16Auf den Straßen, in tausenden Lokalen aller Art, ist immer was los.
01:17:20Auch die Theater, die Oper, die Konzertsäle sind überfüllt.
01:17:52Musik
01:18:01Musik
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01:18:01Musik
01:18:01Musik
01:19:02Die großen Ballveranstaltungen, Presse, Juristen und Ärzteball sind exklusiv und repräsentativ.
01:19:10Der Filmball ist am populärsten.
01:19:17Hier promeniert und perliert das internationale Filmvölkchen.
01:19:21Hier rollt der charmante und lebenslustige Jahrmarkt der Eitelkeiten ab.
01:19:26Hier steigen und fallen die Aktien an einer nimmermüden Börse des Lächelns, des Sexappeal und der Gagen.
01:20:02Musik
01:20:28Musik
01:20:52Stars aller Größenordnungen geben sich entstellig ein.
01:20:55Vom winzigen, noch unentdeckten Starlet bis zur auserkorenen Kaiserin superlativer Gagen.
01:21:01Hier Sophia Loren mit 20-facher Millionengage pro Jahr und Juwelen, die garantiert echt sind.
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01:22:21Berliner Herz
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