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  • vor 2 Tagen
Rechtsanwalt Dr. Renz - Günter Strack /
Matula - Claus Theo Gärtner /
Drehbuch - Detlef Müller /
Regie - Michael Mackenroth

Kategorie

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TV
Transkript
00:00Musik
00:39Musik
01:03TAS
01:11UNTERTITELUNG
01:40UNTERTITELUNG
01:42Was für viel Eid?
01:44Keine Unheil, dann fallen Sie los!
02:09UNTERTITELUNG
02:12Wann haben Sie dieses Schreiben bekommen?
02:16Vor drei Tagen.
02:18Und es kam völlig überraschend, ohne Vorwarnung.
02:22Ihre Frau hat nicht die geringste Andeutung gemacht?
02:25Das ist Ihr Stil, eine gleichbleibende, freundliche Fassade.
02:32Und dahinter stellt sie Ihre Weichen.
02:35Dr. Karnold ist einer der erfahrensten Scheidungsanwälte.
02:39Sie wählt immer vom Besten.
02:43Wer Sie in letzter Zeit zusammen erlebt hat,
02:46der konnte feststellen, dass zwischen Ihnen einiges nicht in Ordnung war.
02:51Meine Frau hat immer nur für eins gelebt, Geld, Geld und nochmals Geld.
02:55Was links und rechts neben mir passierte, hat sie nie interessiert.
03:00Und jetzt bietet sie Ihnen eine Abstandssumme von 300.000 Mark an.
03:05In Ihren Augen vielleicht ein zu geringer Betrag,
03:07wenn man bedenkt, was Sie für die Firma getan haben.
03:10Und wenn man die Vermögenslage Ihrer Frau in Betracht zieht.
03:14Das Vermögen meiner Frau liegt in der Firma.
03:17Die Häuser, das feste und bewegliche Kapital.
03:20Sie wissen, wir leben in Gütertrennung. Mir gehört nichts.
03:24Würden Sie eine Aussprache für sinnvoll halten?
03:27Ich stelle mich gerne als Vermittler zur Verfügung.
03:29Nein. Sie ist nicht die Frau, die mit sich reden lässt.
03:32Menschen sind für Sie Gebrauchsartikel.
03:35Geschäfts- wie im Privatleben.
03:37Sie sind verbittert, Herr Eschols.
03:43Das wird sich wieder geben, hoffe ich.
03:48Leider kann ich Sie in dieser Sache nicht vertreten,
03:51da ich als Anwalt bereits für die Interessen Ihrer Firma tätig bin.
03:55Und weil ich mit Vera seit vielen Jahren befreundet bin.
04:03Entschuldigung, ich sehe nun mal nach.
04:13Bitte?
04:14Herr Eschols?
04:15Ja?
04:16Vermissen Sie ein Armband?
04:18Ein Gliederarmband aus Gold mit Steinen?
04:21Meine Frau besitzt solch ein Armband.
04:24Ich habe eins vor Ihrer Garagenauswahl gefunden auf der Straße.
04:29Ein Moment, bitte.
04:36Was wollen Sie? Wer sind Sie?
04:40Wir haben Ihre Frau.
04:42Wo ist Ihr Wagen?
04:45In der Garage.
04:46Holen Sie den Schlüssel für ihn wieder hoch?
04:48Den habe ich nicht hier.
04:50Und den Tresorschlüssel?
04:51Oder wollen Sie, dass Ihre Frau etwas passiert?
05:04Wir können Ihnen die Frau, Sie bitten.
05:14Wir können Ihnen die Frau, Sie bitten.
05:16Sie kommen mit.
05:22Wagen.
05:23Und gehen Sie mich auf den Tafor.
05:35Ich versuche.
05:36Gut in tag.
05:45Wer ist das?
05:50Mein Anwalt, Dr. Renz.
05:52Tut mir leid.
05:54Sie kommen auch mit.
06:25Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
07:04Alarme nach Hause halten.
07:07Tun Sie, was die Ihnen sagen.
07:19Es ist ausgeschaltet.
07:31Aufschließen.
07:32Los!
07:57Werden Sie Frau Escholz freilassen?
07:59Sie sehen Sie, Frau.
08:00Avanti.
08:13Frito, andiamo.
08:17Telefon.
08:36Ist noch jemand im Haus?
08:38In dieser Zeit nicht mehr.
08:40Hilferufe dürfen noch kaum gehört werden.
08:42Wir sind im 17. Stock.
08:43Was befindet sich in den Kassetten?
08:46Schmuck, Gebrauchssilber, antike Taschenohren, wertvolle Position unserer nächsten Auktion.
08:53Wie lange erlangen die Sachen hier im Tresor?
08:56Sie sind vorgestern gebracht worden.
08:59Vielleicht haben das die Täter gewusst.
09:01Sie wussten auch, dass ich den Tresoren-Firmenschlüssel im Haus aufbewahre.
09:07Könnte es sein, dass Sie eine undichte Stelle in der Firma haben.
09:15UNTERTITELUNG
09:41Sie sind frei.
09:53Kommen Sie.
10:04Ihre Autos stehen in der Nähe.
10:07Avanti.
10:15Ein renommiertes Auktionshaus.
10:17Spezialisiert auf die Versteigerung von schmuckenden, antiken Goldsachen.
10:21Ich vertrete die Firma seit langem.
10:24Gestern Abend war ich bei Herrn Eschholz zu Hause.
10:27Er hat mir erzählt, dass seine Frau sich von ihm scheiden lassen will.
10:30Es ist ein sehr langer Abend geworden.
10:33Du sagst doch immer, ein guter Anwalt muss die Höhen und Tiefen des Lebens kennen.
10:37Davon nehme ich auch kein Wort zurück.
10:42So, hoffentlich ist er stark genug.
10:46Stark heißt für ihn kurz vor der Koffeinvergiftung.
10:49Vielen Dank.
10:50Sie sicher auch, Herr Matula?
10:52Bitte.
10:55Dankeschön.
10:56Danke.
10:58Die zwei Täter dürften übrigens Italiener sein.
11:02Und das Interessante ist, einer der Fahrer der Sicherheitstransportfirma,
11:05die den Schmuck vor ein paar Tagen gebracht haben, ist ebenfalls Italiener.
11:09Nach den Ermittlungen der Polizei hat er gestern seine Wohnung mit unbekannten Zielen verlassen
11:14und ist heute früh in seiner Firma nicht erschienen.
11:17Auf gut Deutsch.
11:19Für einen armen Detektiv ist ja nichts mehr zu verdienen.
11:29Für dich wäre es eine ideale Lösung gewesen, wenn ich nicht zurückgekommen wäre.
11:36Du hättest jetzt keine Probleme mehr.
11:40Und trotzdem hast du den Männern die Schlüssel ausgehändigt, um mein Leben zu retten.
11:52Ich denke, dass ich meine Probleme auch anders in den Griff bekommen werde.
11:58Ich wünsche es dir.
12:02Haben Sie mir das Armband zurückgegeben?
12:06Leider nein.
12:08Es war das letzte Geschenk meines Vaters.
12:14Ich höre noch, mit welchem Zeitgefühl er sagte,
12:16solange dieser junge Mann nichts hat, werde ich dich schmücken.
12:19Du hattest ja tatsächlich nichts.
12:22Du warst ein junger Mann ohne Zukunft.
12:25Aber du hattest Charme und eine gewisse schwermütige Männlichkeit.
12:30So was wirkt auf Frauen.
12:33Und ich verkäuflich, das darfst du nicht vergessen.
12:35Und du hast mich gekauft.
12:39Herr Eschholtz ist der Besitzer der Firma.
12:42Der Geschäftsführer.
12:43Hier ist meine Vollmacht.
12:46Die Versicherung ist am 12.10. 1977 abgeschlossen worden.
12:51Also vor acht Jahren.
12:53Der Vertrag legt Schäden bis zu 5 Millionen bei Raub und Diebstahl ab.
12:57Dann können wir mit einer schnellen Regulierung rechnen.
13:01Ihr Mandant hat doch sicher Unterlagen über den Erwerb und die Lieferung des Schmucks.
13:04Da ist eine Aufstellung der verschiedenen Kosten, wie sie für den Auktionskatalog hergerichtet wurde.
13:11Mit Angabe der Mindestpreise.
13:14Geliefert wurde die Ware von der Firma Surtex, Sicherheitstransporte.
13:18Und in den Tresur geschlossen, in Zeugengegenwart der Sekretärin und des Buchhalters.
13:24Der Schaden beträgt nach unserer Berechnung 3,2 Millionen.
13:34Nichts geht mehr.
13:4013, Schwarz, Ampere, Mord.
13:58Fuschi, gib mir bitte meinen Mantel.
14:00Ach, willst du schon gehen?
14:02Guten Abend.
14:02Guten Abend.
14:03Hat noch was zu erledigen.
14:07Lass dich nicht ansprechen.
14:08Lass anschließt childhood.
14:08Ja, da ich mir wäre。
14:08Ach, wenn du schon mal meine Reihte,
14:25Zuhause hier SAN ÉGrese生活 ist.
14:48Herr Scholz?
14:49Genau, den wollte ich sprechen.
14:52Wer ist da?
14:53Ein alter Geschäftsfreund.
14:55Und Sie wünschen?
14:56Eine Million.
14:58Das dürfte die Hälfte Ihres Gewinns sein, wenn Sie die Sachen einigermaßen gut verkaufen.
15:03Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
15:05Na, von unserem gelungenen Überfall.
15:09Sie haben der Versicherung einen Verlust von dreieinhalb Millionen gemeldet.
15:13Aber wie wir beide wissen, waren die Kassetten leer.
15:15Was reden Sie da für Unsinn? Ich höre mir das nicht mit an.
15:17Es wäre dumm, von Ihnen aufzulegen.
15:20Schließlich haben Sie sich die Sache ausgedacht.
15:22Und ich glaube, ich habe Sie ganz gut ausgeführt mit meinen italienischen Freunden, oder nicht?
15:27Sie sind ja verrückt.
15:29Wenn Sie wollen, dass ich den Mund halte, sollten Sie meinen kleinen Wunsch respektieren.
15:34Wer sind Sie?
15:35Stellen Sie nicht so dumme Fragen.
15:37Sie zahlen eine Million innerhalb von drei Tagen.
15:39Wenn nicht, kriegt die Polizei einen Tipp.
15:42Ich rufe Sie wieder an.
15:44Überlegen Sie es sich.
15:50Wer war das?
15:52Kam Ihnen die Stimme des Mannes bekannt vor?
15:57Ich bin sicher, dass ich Sie noch nie gehört habe.
16:01Es könnte sich um einen dummen Jugendstreich handeln.
16:04Vielleicht auch um einen Anschlusstäter.
16:07Ein Mann, der sein Wissen in Zeitungen entnommen hat und der jetzt seine Fantasie spielen lässt.
16:12Es wäre ja nicht das Erste, wenn da so etwas passiert.
16:14Jemand hängt sich an ein Verbrechen an, in der Hoffnung, ein Geschäft herbeizumachen.
16:20Es gibt noch eine weitere Möglichkeit.
16:22Der Anrufer ist ein Beauftragter der Versicherung, der sie testen soll.
16:26Es sieht ja so aus, als ob die Gesellschaft die Zahlung verzögern will.
16:32Was geben Sie mir für einen Rat?
16:35Wenn der Unbekannte sich wieder melde, dann fragen Sie ihn nach Einzelheiten.
16:39Einzelheiten des Tathergangs, die nicht in der Zeitung standen.
16:43Ich könnte mir vorstellen, dass das genügt, um den Mann zum Rückzug zu treiben.
16:47Und informieren Sie auf jeden Fall die Polizei.
17:24Auktionshaus Walitz, guten Tag.
17:26Ja, einen kleinen Moment bitte.
17:31Herr Eschholz, für Sie. Soll ich durchstellen?
17:35Ja, bitte.
17:39Hallo, einen kleinen Moment bitte. Ich verbinde Sie.
17:46Eschholz?
17:50Ja, verstehe. Das sagten Sie bereits gestern, aber vielleicht liefern Sie erst mal Beweise.
17:56Ja, ich meine, ich meine Einzelheiten, Details, die nur dem Täter bekannt sein können.
18:00Was wollen Sie hören?
18:03Wie das Armband aussieht, das wir Ihrer Fahrt genommen haben?
18:07Eine ziemlich schwere Gliederkette aus Gold, mit Saphiren und Brillanten besetzt.
18:13Ich kann Ihnen auch erzählen, was Ihre Frau Ann hatte, als sie übrigens den kleinen Ausflug gemacht hat.
18:19Einen beigen Mantel und einen Hut mit breiter Krempe.
18:22Genügt das, oder wollen Sie noch mehr hören?
18:24Nein, das genügt.
18:26Also, dann kommen Sie mit dem Geld rüber.
18:30Hören Sie, ich weiß nicht, wer Sie sind und ich lehne es ab, weiter mit Ihnen zu verhandeln.
18:33Ich habe die Polizei verständigt.
18:35Verlauben Sie doch mal selber.
18:36Ich habe Ihnen nichts mehr zu sagen.
19:09Woher hat der Mann seine Informationen?
19:12Er könnte Sie sich beschafft haben von einem der Tatbeteiligten.
19:16Er könnte natürlich auch selber zu den Tätern gehören.
19:20Was will er erreichen? Was bezweckt er damit?
19:23Möglicherweise haben die Täter Schwierigkeiten, ihre Beute abzusetzen.
19:27Ein Heller, der mitmachen wollte, könnte abgesprungen sein.
19:31Und jetzt versuchen Sie, auf diesem Wege noch etwas rauszuholen.
19:34Das ist natürlich eine Vermutung, nicht mehr.
19:36Hast du mit der Polizei gesprochen?
19:39Ich war heute Vormittag im Präsidium.
19:41Man fahndet nach dem flüchtigen Italiener.
19:43Und man hat mir eine Frage gestellt, die ich erwartet hatte.
19:47Dass der unbekannte Anrufer nicht vielleicht die Wahrheit sagt?
19:52Ob ich sicher bin, dass dein Mann den Überfall nicht vielleicht wirklich vorgetäuscht hat?
19:56Ich habe die Frage natürlich energisch zurückgewiesen.
20:01Aber du wirst nicht verhindern können, dass sich andere ebenfalls diese Frage stellen.
20:04Wie meinst du das?
20:07Mein Mann hat in unserer Ehe in großem Stil gelebt.
20:10Und er könnte auf diese Weise für die Zeit nach unserer Ehe vorgesorgt haben.
20:15Wenn die Gelder nicht mehr so reichlich fließen werden.
20:18Vera,
20:20Du stellst da eine sehr schwerwiegende Behauptung auf, vor der ich deinen Mann in Schutz nehmen möchte.
20:27Das ehrt dich.
20:28Aber es ändert nichts an meiner Meinung.
20:32Für meinen Mann war unsere Ehe eine Futterkrippe, aus der er sich bedient hat.
20:38Er hat nicht mich, er hat mein Geld geliebt.
20:40Glaubst du das wirklich?
20:42Ich habe mir lange etwas vorgemacht und habe lange gebraucht, um mit dieser Enttäuschung fertig zu werden.
20:49Aber jetzt habe ich wieder meinen klaren Verstand.
20:54Kann man die Polizei nicht veranlassen, die Ermittlungen zu beschleunigen?
20:57Für die Polizei ist das ein Dutzend Fall.
21:00Menschenleben sind nicht in Gefahr.
21:03Deswegen wird man nicht viel unternehmen.
21:06Was hältst du davon, einen Detektiv einzuschalten?
21:10Um Beweise gegen deinen Mann zu sammeln?
21:14Um den Fall aufzuklären.
21:40Untertitelung des ZDF für funk, 2017
22:10Untertitelung des ZDF für funk, 2017
22:50Ich soll Sie schön grüßen, Herr Eschholtz.
22:53Von unseren italienischen Freunden.
22:57Wer sind Sie?
23:00Tja.
23:03Wer könnte ich sein?
23:08Was waren Sie, der gestern und vorgestern angerufen hat?
23:11Sie haben es erraten.
23:15Ich habe Sie noch nie gesehen. Was wollen Sie?
23:18Habe ich Ihnen das nicht gesagt?
23:22Ein kleines Schweigegeld.
23:25In Höhe von einer Million.
23:29Wenn Sie glauben, dass Sie mich fertig machen können.
23:37Nicht so hitzig.
23:42Wer sagt, dass ich Sie fertig machen will.
23:46Alles, was ich will, ist eine angemessene Gewinnbeteiligung.
23:51Wenn Sie die Ware verkaufen, haben Sie ausgesorgt.
23:53Ich finde, da könnten Sie ruhig ein bisschen großzügiger sein.
23:57Lassen Sie den Fahrstuhl weiterfahren.
24:00Platzangst?
24:03Wann zahlen Sie?
24:06Komm, seien Sie vernünftig. Ich habe weder eine Million noch...
24:09Ich habe gefragt, wann Sie zahlen.
24:12Ich...
24:15Ich...
24:15Ich brauche zwei, drei Tage, vorher kann ich...
24:18Ich gebe Ihnen noch einen Tag.
24:20Das schaffe ich nicht.
24:21Einen Tag!
24:24Wenn ich die Geduld verliere, verlieren Sie alles.
24:37Sie sind schon eine ziemlich klägliche Figur.
24:46Sie hören von mir.
25:06Unsere Gesellschaft hat heute Morgen ein Schreiben bekommen.
25:09Ohne Unterschrift, ohne Absender.
25:12Aber, Herr Direktor Falk...
25:14Sie wollen sagen, dass anonyme Schreiben in den Papierkorb gehören.
25:17Ich bin sicher, dass Sie das auch so sehen.
25:20Trotzdem glaube ich, dass Sie der Inhalt des Schreibens interessieren wird.
25:25Bitte.
25:29Der anonyme Absender behauptet nämlich,
25:32dass Herr Eschholz sich zwei Tage vor dem Überfall
25:35mit seinen Komplizen getroffen hat.
25:37In einem italienischen Restaurant in Hanau.
25:40Abends um 19 Uhr.
25:42Das ist alles, was Ihr anonymer Schreiber mir zu teilen hat?
25:46Er schreibt weiter, dass Herr Eschholz am Vormittag vor dem Überfall
25:50in einer Bankfiliale in Wiesbaden ein Schließfach gemietet hat.
25:55Groß genug, um die geraubte Ware aufzunehmen.
25:59Sie wissen so gut wie ich, was solche Behauptungen wert sind.
26:02Nichts. Gar nichts.
26:04Der Briefschreiber kündigt an, dass er in einem weiteren Schreiben
26:09die Adresse der Bankfiliale mitteilen wird.
26:12Und um die Glaubwürdigkeit seiner Behauptung zu unterstreichen,
26:17hat er etwas mitgeschickt.
26:22Ein Armband.
26:24Genauer gesagt, ein halbes.
26:27Es ist Ihrer Mandantin, Frau Eschholz, von den Entführern abgenommen worden.
26:31Wir werden es an die Polizei weitergeben.
26:35Ich kann Ihnen nicht vorschreiben, in welchem Stil Sie Ihre vertraglichen Verpflichtungen abwickeln,
26:40Herr Direktor Falk.
26:41Aber ich muss Sie darauf aufmerksam machen,
26:43dass ein anonym versandtes Stück Papier
26:45Ihrer Gesellschaft nicht das Recht gibt,
26:47dem Auktionshaus Walitz die ausstehende Versicherung so bevorzuenthalten.
26:50Wir haben nicht nur ein anonymes Stück Papier bekommen,
26:55sondern auch das.
27:20Seit Stunden versuche ich, dich zu erreichen.
27:22Wo warst du?
27:23Ich hatte was zu erledigen.
27:24Ich war in der Druckerei, um die Änderungen im Katalog zu besprechen.
27:28Heute Nachmittag war ein Mann hier.
27:29Ein Reporter von einem Revolverblatt.
27:33Seine Redaktion hat einen telefonischen Tipp bekommen.
27:35Die geraubten Kassetten wären wir ja gewesen.
27:38Er wollte wissen, was ich dazu zu sagen habe.
27:41Und, was hast du gesagt?
27:43Ich habe ihn rausgeschmissen.
27:45Warum?
27:48Vor einer halben Stunde hat er einen Freund angerufen.
27:51Der Erpresser.
27:52Seine Geduld ist am Ende.
27:54Wenn du nicht zahlst, wird er der Presse sein Beweismaterial übergeben.
27:58Und du glaubst, dass solches Material existiert?
28:01Ich will nicht, dass mein Unternehmen durch die Zeitungen gezogen wird.
28:05Ich lebe vom Vertrauen meiner Kunden.
28:07Ich habe einen Namen zu verlieren.
28:09Im Namen deines unvergleichlichen Vaters, ich weiß.
28:12Du wirst diesem Spiel ein Ende machen.
28:15Schaff uns diesen Mann vom Halse.
28:17Stellst du dir das vor?
28:18Gib ihm, was er haben will.
28:20Tu, was er verlangt.
28:21Erledige die Sache.
28:23Einverstanden.
28:24Jetzt musst du mir nur noch verraten, woher ich das Geld nehmen soll.
28:27Ich schätze deinen Besitzstand auf zwei Millionen.
28:31So viel wirst du herausgeschlagen haben.
28:33Schließlich kennst du den Markt und die Kunden,
28:36die sich für herrnlose Ware interessieren.
28:39Du bist dir deiner Sache sehr sicher, was?
28:42Du hast dir immer geholt, was du wolltest.
28:45Ohne Rücksicht auf andere.
28:47Dann habe ich also auch deine Entführung in Kauf genommen.
28:50Dein Schrecken und deine Angst,
28:51eiskalt, ohne mit der Wimper zu zucken.
28:54Sag's doch.
28:57Ich weiß nicht, wer du bist.
29:00Ich habe es nie gewusst.
29:04Es ist auch nicht mehr wichtig.
29:13Wie läuft die Kugel?
29:15Warte, Tisch 12 ist mit 38.000,
29:182x24 und 3x7.000 rausgekommen.
29:20Innerhalb von 20 Minuten.
29:22Ist das ein Tipp?
29:24Morgen kann es schon ganz anders laufen.
29:27Hast du ein bisschen Geld für mich?
29:31Ich meine, klein Geld fürs Telefon.
29:40Sag mal, du hast doch morgen frei, oder?
29:42Sag mal, du hast doch morgen frei, oder?
30:08Herr Schalt, haben Sie das Geld?
30:11Dann hören Sie gut zu.
30:13Sie werden das Geld in einem Aktenkoffer liefern, Größe 45 mal 30.
30:18Morgen früh, Punkt 9, rufe ich Sie in Ihrer Firma an.
30:20Ich nenne Ihnen dann einen Ort, an dem Sie sich einzufinden haben.
30:23An diesem Ort bekommen Sie weitere Anweisungen. Haben Sie verstanden?
30:27Habe verstanden.
30:29Fein. Ich danke Ihnen für das Gespräch.
30:35Die Polizei ist informiert.
30:37Sie wird Ihre Fahrt zum Treffpunkt überwachen und im Augenblick der Übergabe eingreifen.
30:42Sobald der Mann hier angerufen hat, rufen Sie im Präsidium an.
30:47Was werden Sie tun?
30:48Wir müssen mit Ihnen eine Kleinigkeit klären, Herr Eschholz.
30:52In seinem Schreiben an die Versicherung behauptet der Erpresse,
30:55dass Sie sich zwei Tage vor dem Überfall mit Ihren Helfern
30:59um 19 Uhr in einem italienischen Restaurant in Hanau getroffen haben.
31:02Der Wirt und der Kellner erinnern sich, dass genau zu der Uhrzeit
31:06ein Mann Ihres Aussehens an einem Fenstertisch gesessen hat.
31:11Waren Sie in dem Restaurant, Herr Eschholz?
31:13Ich habe dort Abend Brot gegessen, Heimkunden, Besuch in Würzburg.
31:19Aber woher weiß der Erpresser das?
31:22Woher kann er sogar die Uhrzeit nennen?
31:24Sie trauen mir auch nicht mehr.
31:28Wir haben Ihnen nur eine Frage gestellt.
31:33Ich habe keine Erklärung. Ich weiß es nicht. Ich war allein da.
31:39Sie machen es uns nicht gerade leicht.
31:42Ich habe mit der Sache nichts zu tun. Ich... mehr kann ich nicht sagen.
31:49Das wird Ihr Mann sein. Gehen Sie ran.
32:00Herr Eschholz?
32:04Ja, ich... ich habe alles vorbereitet, hm?
32:10Und wann?
32:12Und wohin?
32:16Warten Sie, wenn die... wenn die Sache erledigt ist, werden Sie keine weiteren Forderungen stellen.
32:22Ich wollte es nur gesagt haben.
32:24Und noch was?
32:25Damit Sie nicht auf dumme Gedanken kommen.
32:27Ich habe Ihre Frau...
32:30Was heißt das?
32:31Ich habe Sie mitgenommen, wie neulich.
32:33Und Sie zu zuverlässigen Freunden gebracht.
32:36Wenn Sie auf die Idee kommen sollten, die Polizei einzuschalten, würde Sie das ausbaden müssen.
32:41Also... machen Sie keinen Fehler.
32:46Ist das ein Bluff, oder...?
32:48Okay.
32:50Legen Sie auf und rufen Sie zu Hause an.
33:05Machen Sie Schluss.
33:10Tja.
33:13Was raten Sie mir?
33:16Wenn der Mann die Wahrheit gesagt hat, dann...
33:18Was nicht sicher ist.
33:19Dann ist Vera in Gefahr.
33:21Aber wir dürfen kein Risiko eingehen, auf keinen Fall.
33:25Also erstmal ohne Polizei.
33:27Aber Sie müssen hin.
33:30Ob das Geld nicht...
33:31wird der Mann sofort merken.
33:34Ihr Koffer hat einen Zahlenschloss.
33:39Wir werden ihn eine Zeit lang brauchen, bis er ihn aufhört.
33:44Werden Sie mich begleiten?
33:46Wohin sollen Sie den Koffer bringen?
33:51Zum Taxihalteplatz in Wiesbaden-Bieberich am Rheinufer.
33:56Um 9.40 Uhr soll ich da sein und auf weitere Instruktionen warten.
34:02Um 10.40 Uhr soll ich das sein und aufhört.
34:45Du machst ja nicht gerade ein glückliches Gesicht.
34:48Findest du?
34:51Dieser Unschuldsengel.
34:53Der hat uns alle in die Pfanne.
34:55Vielleicht.
34:57Was meinst du, warum der dich neulich eingeladen hat?
35:01Um dir von seinen Scheidungsproblemen zu erzählen?
35:06Der hat einen Zeugen gebraucht, der den Überfall miterlebt.
35:10Das Ganze war präzise geplant.
35:14Pass auf.
35:18Taxihalteplatz Friedrich.
35:19Und wohin?
35:21Kann ich machen.
35:24Und sagen Sie doch mal den Namen.
35:26Alles klar. Dankeschön.
35:34Verzeihung.
35:35Sind Sie Herr Eschholz?
35:37Ja.
35:38Steigen Sie bitte ein.
35:39Servus.
36:08Untertitelung.
36:21Sagen Sie, wo sollen Sie mich denn hinbringen?
36:24Dampfanlegestelle Lorsch.
36:26Das ist Richtung Eldville, nicht?
36:28Genau.
36:52Woher wissen Sie, dass ich mich so ungern bücke?
36:54Vielen Dank.
37:08Sagen Sie, wo sollen Sie mich denn hinbringen?
37:10Dampfanlegestelle Lorsch.
37:12Das ist Richtung Geldville, nicht?
37:14Genau.
37:50Warum hat er sich die Stelle ausgesucht?
37:52Fahr noch ein Stück weiter.
38:10Still ruht der See.
38:12Der Rhein ist kein See.
38:16Nein, aber Vater.
38:18Fahrt der Rhein.
38:21Still ruht der Vater.
38:26Ich kann dir sagen, warum er sich die Stelle ausgesucht hat.
38:29Warum?
38:31Fahr auf die Fähre.
38:32Moment mal.
38:35Fahr mit rüber.
38:36Ich bleib hier.
38:37Ich bin.
38:50UNTERTITELUNG
39:17UNTERTITELUNG
39:33Eierkirchen
39:35Ähm, fahren Sie ein Stück zurück zurück und warten wieder
39:37Ja
39:48UNTERTITELUNG
40:16Werfen Sie!
40:46Kein schlechter Einfall.
40:49Wo ist der Matola?
40:51Auf der richtigen Seite, hoffe ich.
41:13UNTERTITELUNG
41:15UNTERTITELUNG
41:20UNTERTITELUNG
41:49UNTERTITELUNG
42:16Ich war beim Friseur, deswegen ging hier niemand ans Telefon.
42:20Also doch ein Bluff.
42:22Ich denke, dass wir unser Ziel auch so erreicht haben.
42:26Matula fuhr dem Erpresser bis nach Frankfurt Süd nach.
42:29Dort verließ der Mann seinen gestohlenen Wagen und fuhr mit der U-Bahn weiter.
42:33Er war sehr vorsichtig und stieg zweimal um.
42:36Am Bahnhof Merianplatz betrat er eine Telefonzelle, das war gegen 19 Uhr.
42:42Kurz nach 19 Uhr klingelte hier das Telefon. Ich war gerade nach Haus gekommen.
42:48Da ich den Anruf erwartet hatte, war das Bandgerät eingeschaltet.
42:54Herr Scholz.
42:55Meinen Sie mich für einen Idioten? Ich kann doch anders.
42:58Ich weiß nicht, was Sie meinen.
43:00Das Schreibmaschinenpapier im Koffer.
43:03Ich habe es auf Anrat meines Anwalts reingetan.
43:06Wenn das eine Falle war, das werden Sie bereuen.
43:09Ich habe keine Angst vor Ihnen.
43:11Ich mach Sie fertig, ich leg Sie um!
43:14Er reagiert gereizt, weil er sich bedroht fühlt.
43:17Aber er wird mit Sicherheit noch nicht aufgeben.
43:21Hat Herr Matula ihn weiter beobachten können?
43:24Nach dem Verlassen der Telefonzelle hat es der Mann plötzlich sehr eilig.
43:28Er ging zu Fuß bis zur Lessingstraße und verschwand im Haus Nummer 14,
43:33wo er ein Apartment im zweiten Stock bewohnt.
43:35Sein Name ist Gerd Barnim, sein Alter Ende 30.
43:39Sein Beruf Gruppier in einer Spielbank.
43:42Herr Matula hat ein paar Fotos von ihm machen können.
43:52Sie haben mir sehr geholfen, danke.
43:57Was schlägst du jetzt vor?
44:04Wir müssen alles an die Polizei weitergeben.
44:14Morgen, Herr Matula!
44:15Frau Meixner!
44:16Herr Matula!
44:17Was gibt's?
44:19Kriminalpolizei, Inspektor Keller.
44:24Würde Sie nicht was ausmachen, mich ein Stück zu begleiten?
44:27Ich muss erst mal duschen, tut mir leid.
44:30Sie kennen doch Herrn Barnim, Gerd Barnim.
44:33Wie kommen Sie darauf?
44:35Was erzähle ich Ihnen, wenn Sie einsteigen?
44:39Jetzt kann ich Ihre Garderobenmarke nochmal sehen.
44:41Bitte?
44:47Sie sind eng hier.
44:51Kommen Sie rein, Herr Matula?
44:55Das ist Kommissar Kleinig, Herr Matula.
44:59Guten Tag.
45:01Waren Sie schon mal in der Wohnung?
45:03Nö.
45:14Aber den Mann da kennen Sie.
45:16Was soll das da?
45:17Nimm doch mal das Ding da weg.
45:19Entschuldigung.
45:21Gerd Barnim.
45:30Wann haben Sie ihn zum letzten Mal gesehen?
45:32Lebend, meine ich.
45:34Gestern Abend.
45:36Ich hatte den Auftrag, ihn zu beobachten.
45:39Ich bin Detektiv.
45:40Bei welcher Firma?
45:43Firma Matula.
45:44Alles klar.
45:46Aber Sie haben Barnim nicht nur beobachtet.
45:48Vor dem Haus haben Sie Kinder nach ihm ausgefragt.
45:51An der Mutter hat es sich gefallen, sie hat ihre Wagen-Nummer aufgeschrieben
45:54und so sind wir auf sie gestoßen.
45:59Wie ist es, was hier denn?
46:02Darf ich fragen, was Sie wissen?
46:06Möglicherweise mit einer Pistole, die da drin gelegen hat.
46:10Und nun erzählen Sie mal, Herr Detektiv, wer hat Ihnen den Auftrag gegeben, den Mann zu beobachten?
46:17Der italienische Fahrer der Sicherheitstransportfirma ist dort am Morgen auf dem Flughafen Zürich festgenommen worden.
46:24Ein Beamter der Frankfurter Polizei ist schon unterwegs, um ihn zu vernehmen.
46:29Jetzt könnte sich einiges zu Ihren Gunsten ändern.
46:33Ich bin sicher.
46:35Aber zurück zu dem Toten.
46:38In seinem Schreibtisch ist die andere Hälfte des Armbands gefunden worden, das ihrer Frau bei der Entführung abgenommen wurde.
46:46Nach den Ermittlungen der Polizei ist Barnehm strafrechtlich bisher nicht in Erscheinung getrieben.
46:52Aber er lebte weit über seine Verhältnisse.
46:55Am Nachmittag und Abend des Überfalls auf ihrer Firma hatte er Dienst frei.
47:00Und zwei Tage nach dem Überfall hat er auf sein Bankkonto 30.000 Mark eingezahlt. In bar.
47:08Und dann wollte er von Ihnen noch eine Million.
47:10Und weil Sie diese Million nicht zahlen konnten oder wollten, und weil sein Druck auf Sie immer stärker wurde, haben
47:18Sie ihn umgebracht.
47:20Nachdem Sie mit unserer Hilfe seine Adresse herausbekommen hatten.
47:25Das ist die Meinung der Polizei.
47:29Wenn Sie mir helfen, diese Meinung zu widerlegen.
47:32Das hängt von Ihnen ab, Herr Eschholz.
47:38Herr Barnehm hat bei uns seit Oktober 1981 gearbeitet.
47:43Seine Personalakte weist keine Auffälligkeiten auf.
47:46Nach den Ermittlungen der Polizei soll Barnehm in den letzten Monaten bedeutend mehr ausgegeben haben, als er verdient hat.
47:52Das entzieht sich unserer Kenntnis.
47:55Im Übrigen war bereits die Polizei da, der wir alle Fragen beantwortet haben.
48:00Vielleicht hat die Polizei nicht die richtigen Fragen gestellt.
48:04Wenn das so sein sollte, wird sie sicher wiederkommen.
48:19Ja.
48:20Guten Abend.
48:22Guten Abend.
48:23Machen Sie hier den Empfang?
48:25Ja.
48:26Und wenn jemand verloren hat, kann er sich bei Ihnen trösten lassen?
48:29Ach, wie viel haben Sie denn verloren?
48:32Zehn Mark.
48:33Tja, dann brauchen Sie natürlich sehr viel Trost.
48:36Kann Sie gern beahnen? Es war ein guter Freund von mir.
48:41Er war einer der nettesten Gruppiers. Immer freundlich, immer ein nettes Wort.
48:45Mhm.
48:46Eine furchtbare Geschichte.
48:49Ich habe noch einen Haufen privater Sachen von ihm bei mir.
48:52Er hat die irgendwann mal bei mir abgestellt.
48:55Kennen Sie vielleicht jemanden, der sich dafür interessiert?
48:58Ich meine, jemanden, der ihm nahe stand?
49:01Ich glaube schon, dass es da jemanden gibt.
49:03Und, können Sie mir sagen, wer das ist?
49:19Du verreist?
49:21Das hast du mir gar nicht erzählt.
49:23Ich brauche etwas Abstand. Ich muss wieder zu mir selbst kommen.
49:29Die Sache ist wohl anders gelaufen, als du dir gedacht hast.
49:33Für die Polizei wird deine Reise wie eine Flucht aussehen.
49:36Und das ist sie ja wohl auch.
49:38Eine Flucht vor dir.
49:44Warum gibst du nicht auf?
49:46Glaubst du, dass du noch eine Chance hast?
49:49Du wirst ein paar Tage herausschlagen können, vielleicht ein paar Wochen.
49:53Und dann finden sie dich.
49:55Würdest du mich bitte in Ruhe lassen?
49:57Ich wollte dir nur sagen, das Büro hat angerufen, zwei Herren von der Polizei waren da.
50:02Sie haben nach dir gefragt.
50:08Warum verschaffst du dir nicht einen anständigen Abgang?
50:11Warum sagst du nicht die Wahrheit?
50:14Sag doch, dass du es warst.
50:18Ich habe dir nur noch eins zu sagen. Ich hoffe, dass wir uns...
50:26vielleicht sind sie da schon.
50:29Du kannst es wohl gar nicht erwarten, was?
50:38Guck mal aus.
50:40Ich gebe dir nur noch eins zu reden und dann...
50:48ich habe nur noch ein paar Tage ausgemacht.
50:49Ich werde nicht das gehen können, was ich ja dran will...
50:58das ist...
50:59... was ich denn eindeutig genommen habe.
51:02Du bist sicher mein Mann sprecher.
51:05Dein Mann auch.
51:07Bitte, kommen Sie nur weiter.
51:12Bitte.
51:18Dr. Renz ist da.
51:27Der italienische Fahrer der Sicherheitstransportfirma, der in Zürich festgenommen wurde, hat ein Geständnis abgelegt.
51:33Und?
51:34Ich bitte um etwas Geduld.
51:36Wir möchten Sie zunächst über das Ergebnis der Ermittlungen unterrichten, die Herr Matula angestellt hat.
51:42Der Gruppier Barney konnte sich sein, auch wenn ihn Lebensstil leisten, weil er für seine Dienste bezahlt wurde.
51:46Dienste, die man im allgemeinen Sprachgebrauch Liebesdienste nennt.
51:51Vera, du hast Barney in der Spielbank kennengelernt und ihn zu deinem Geliebten gemacht. Stimmt's?
52:00Du traust mir zu, dass ich mich mit einem kleinen Gruppier einlasse.
52:04Barney fuhr seit einem Vierteljahr in auffallenden Sportwagen.
52:07Der Wagen wurde bezahlt mit einem Scheck, der Ihre Unterschrift trägt.
52:12Das ist ein Fein.
52:14Sie schnüffeln in Dingen herum, die Sie...
52:16Aber es ist die Wahrheit, nicht wahr?
52:23Ja.
52:26Nach deiner Entführung und nach dem Überfall auf das Büro deiner Firma hast du Barney im Überrede, deinen Mann zu
52:33erpressen.
52:35Er sollte ihn in die Enge treiben und fertig machen, bis er die Nerven verliert.
52:40Mein Mann hat mich betrogen.
52:43Ein Leben lang.
52:45Er hat mein Geld ausgegeben und hat mich belogen.
52:48Um Ihren Mann zur Strecke zu bringen,
52:51haben Sie Barney mit Informationen und Geld ausgestattet.
52:56Und mit der Information, dass er zwei Tage vor der Tat das italienische Restaurant in Hanau besucht hat.
53:03Um das festzustellen, brauchten Sie nur in die Schublade zu sehen, in die Ihr Mann seine Restaurantrechnung legt.
53:08Und Barney bekam auch das Armband, das dir die Italiener zurückgegeben hatten.
53:16Hör auf.
53:18Du hast doch nicht das Wichtigste erzählt.
53:22Warum musste Barney sterben?
53:24Trotz aller Liebe.
53:28Ich kann nicht mehr.
53:31Er musste sterben, weil wir seinen Namen und seine Adresse herausbekommen haben.
53:35Und Sie nicht als seine Auftraggeberin in Erscheinung treten wollten.
53:39Es war ganz anders.
53:46Es war viel schlimmer.
54:01Das war ja eine schöne Pleite.
54:06Sie sind dir gefolgt.
54:08Sie wissen, wer du bist.
54:11Du hast doch gesagt, es kann gar nichts passieren.
54:13Aber jetzt ist etwas passiert.
54:15Ich kann nichts dafür.
54:16Ja, wer denn sonst?
54:18Du musst für eine Weile verschwinden, bis sich hier der Staub gelegt hat.
54:24Das sehe ich gar nicht ein.
54:26Ich fühle mich hier sehr wohl.
54:28Außerdem habe ich meinen Job hier.
54:30Ich werde für dich sorgen.
54:33Du kriegst alles, was du willst.
54:36Du kaufst Menschen wie andere Leute Schuhe.
54:40Ich glaube nicht, dass ich das mitmache.
54:44Warum soll ich verschwinden?
54:46Das kann mir schon passieren.
54:48Es war schließlich deine Idee, deinen Mann zu erpressen.
54:51Du hast dir die ganze Sache ausgedacht.
54:52Ich wusste gar nicht genau, worum es eigentlich geht.
54:55Das kann doch nicht dein Ernst sein.
54:58Du hast mich dazu überredet.
55:01Soll ich dir mal was sagen?
55:04Irgendwie hat es mich sogar angekotzt,
55:06wie du deinem Mann das Genick brechen wolltest.
55:08Und warum hast du dann mitgemacht?
55:11Ganz einfach.
55:14Wenn dein Plan aufgegangen wäre,
55:16hätte ich jetzt eine Million.
55:18Dann müsste ich mich nicht mehr von dir aushalten lassen.
55:24Du bist ein mieses Stück.
55:29Ein Stück Dreck.
55:35Dreck.
55:40Hast du geglaubt, ich habe dir aus Liebe geholfen?
55:43Weil mich die große Leidenschaft gepackt hat?
55:46Du hast doch gesagt,
55:47dass du mich gerne hast.
55:49Am Anfang vielleicht.
55:52Aber vor allem hattest du so eine
55:54unwiderstehliche Art, mit den Scheinen zu winken.
55:58Irgendwie bin ich sogar froh,
55:59dass es jetzt vorbei ist.
56:06Du machst es dir sehr leicht.
56:10Ich bin kein kleines Mädchen,
56:11das du einfach wegschicken kannst,
56:12wenn du keine Lust mehr hast.
56:14Lust?
56:16Lust ist das nie gewesen.
56:20Ich habe Geld gebraucht.
56:23Und jetzt geh bitte.
56:25Ich möchte schlafen.
56:29Los, verschwinde!
56:30Ich kann dich nicht mehr sehen.
56:46Das ist kein Spielzeug, Vera.
56:48Leg das wieder hin.
56:51Was soll das?
57:03Lust ist das nie gewesen.
57:06Ich habe Geld gebraucht.
57:14Das hätte er nicht sagen dürfen.
57:20Aber es ist die Wahrheit, Vera.
57:21Du hast alles in deinem Leben
57:23mit Geld geregelt.
57:25Es hat ja auch immer Menschen gegeben,
57:27die das Geld genommen haben.
57:34Ich nehme an, das ist die Polizei.
57:36Kommen die meinetwegen
57:37oder
57:45Der italienische Fahrer
57:47der Sicherheitstransportfirma
57:48hat gestanden,
57:49dass er deine Entführung
57:51und den Überfall auf das Büro
57:52mit zwei Komplizen geplant
57:54und durchgeführt hat.
57:56Er hat auch das Versteck
57:57der Kassetten genannt.
58:02Vera,
58:04du bist nicht das Opfer
58:05deines Mannes geworden.
58:07Er hat mit der Sache
58:08nichts zu tun.
58:11Du wurdest ein Opfer
58:12deines Misstrauens
58:15und deines Hasses.
58:18DINES
58:19DINES
58:19DINES
58:44DINES
58:53Bis zum nächsten Mal.
59:17Bis zum nächsten Mal.
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