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  • vor 2 Tagen
Im Zentrum des Ebola-Ausbruchs im Ostkongo musste die Krankenschwester Grâce Kakure mit ansehen, wie fünf ihrer Kollegen starben. Doch sie macht weiter - trotz Angst und Trauer.

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Transkript
00:00Das medizinische Personal steht hier an vorderster Front.
00:04Mongboalu in der kongolesischen Provinz Ituri ist das Epizentrum des Ebola-Ausbruchs.
00:10Grace Karkude war von Beginn an mit Ebola konfrontiert.
00:14Offiziell erklärt wurde der Ausbruch erst Mitte Mai und das Krankenhaus war unzureichend ausgestattet.
00:22Die 27-jährige Krankenschwester erlebte, wie fünf ihrer Kollegen an der Krankheit starben.
00:28Alle hatten sich an ihrem Arbeitsplatz infiziert.
00:34Trotz ihrer Trauer blieb Grace Karkude.
00:42Zu Beginn breitete sich die Epidemie unbemerkt aus.
00:45Die offizielle Erklärung erfolgte erst, nachdem wir bereits Kontakt mit den Patienten gehabt hatten.
00:50Zu den Ansteckungen kam es durch unser Engagement und unsere Fürsorge für die Kranken.
00:58Obwohl wir Kolleginnen und Kollegen verloren haben, sind wir geblieben.
01:02Denn wenn wir nicht weitermachen, setzen wir das Leben anderer aufs Spiel.
01:12Die Angst vor Ebola hat dazu geführt, dass Kranke auf medizinische Versorgung verzichten.
01:17Früher kamen täglich rund 20 Menschen.
01:19Doch nach der Bekanntgabe des Ausbruchs blieben viele fern,
01:23weil sie befürchteten, das Krankenhaus sei selbst die Quelle der Krankheit.
01:30Nachdem die Epidemie hier ausgebrochen war, stellten wir fest, dass manche Menschen das Krankenhaus mieden.
01:35Sie behaupteten, die Epidemie befinde sich im Krankenhaus.
01:38Dennoch haben wir in den vergangenen Tagen einen leichten Anstieg der Patientenzahlen beobachtet.
01:43Menschen aus anderen Regionen kommen hierher, um sich behandeln zu lassen.
01:48Wir haben uns daran gewöhnt. Das ist der Beruf, den wir gewählt haben.
01:55Allein in der Provinz Ituri sind bereits etwa 20 Ärzte und Pflegekräfte an Ebola-Infektionen gestorben.
02:01Diejenigen, die weiter arbeiten, fühlen sich auf dem Stich gelassen.
02:05Viele werden nicht angemessen bezahlt.
02:08Einige starben, ohne offiziell als Beschäftigte des öffentlichen Dienstes anerkannt worden zu sein.
02:16Das ist keine gute Situation.
02:19Was wir von der Regierung verlangen, ist erstens, dass wir denen zugerechnet werden, die eine Gefahrenzulage erhalten.
02:28Zweitens bitten wir darum, unseren Ort Mongboalu nicht zu vergessen.
02:33Mongboalu ist seit sehr langer Zeit von allen vergessen worden.
02:40Trotz logistischer und finanzieller Herausforderungen wird der Kampf gegen Ebola vor Ort fortgesetzt.
02:45Möglich machen das Menschen wie Grace Kakude.

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