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Nachrichten des Tages | 9. Juli 2026 - Abendausgabe

Informieren Sie sich über das aktuelle Geschehen in Europa und der Welt an diesem 9. Juli 2026 - Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Kultur und Reisen.

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Transkript
00:01Westeuropa lebt in diesem Jahr laut Klimadaten den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen,
00:06warum der Klimawandel eine Rolle spielt.
00:10Nach Trump-gefälligem NATO-Gipfel, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär,
00:16sieht europäischeres Verteidigungsbündnis.
00:20Das Europaparlament verurteilt die Entscheidung von Präsident Zelensky,
00:24eine Militäreinheit nach der umstrittenen ukrainischen Aufständischen Armee, UPA, zu benennen.
00:30Die EU-Kommission hat ein Optionspapier vorgelegt,
00:33das Handelseinschränkungen für israelische Siedlungen in den Palästinensergebieten vorsieht.
00:41Westeuropa hat in diesem Jahr den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt.
00:45Das zeigen Daten des EU-Klimadienstes Kopernikus.
00:49Eine massive Hitzewelle hatte weite Teile des Kontinents erfasst.
00:52Der Bericht erscheint, während Europa bereits von der nächsten Hitzewelle getroffen wird.
00:57In Westeuropa dürften die Temperaturen von mehr als 30 Grad noch bis weit in die kommende Woche anhalten.
01:03Südeuropa kämpft unterdessen mit Waldbränden und Rekordwerten von über 40 Grad.
01:08Nach Angaben von Kopernikus lag die Durchschnittstemperatur in Westeuropa im Juni bei 20,74 Grad.
01:14Das sind mehr als drei Grad über dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahrzehnte.
01:19Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent.
01:21Der menschengemachte Klimawandel sorgt dafür, dass Hitzewellen häufiger auftreten und intensiver ausfallen.
01:27Mit der Hitzewelle im Juni wurden tausende Todesfälle in Verbindung gebracht, vor allem in Frankreich, Spanien und Belgien.
01:34Klimaforscher fordern deshalb bessere Anpassungspläne.
01:37Dazu gehört etwa, ältere Gebäude so zu sanieren, dass sie Hitze besser standhalten.
01:41Zugleich müsse der Ausstoß von Treibhausgasen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe so schnell wie möglich auf Null sinken.
01:51Das NATO-Treffen in Ankara sei als Trump-gefälliger Gipfel konzipiert worden,
01:56so Jamie Shear, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der NATO gegenüber Euronews.
02:02Dieser sei besser geendet, als er begonnen habe.
02:05Der US-Präsident hatte das Verbleiben seines Landes im Bündnis bestätigt
02:09und sich auch zu Artikel 5, also zur kollektiven Verteidigungspflicht, bekannt.
02:26Und tatsächlich hatten die Europäer einige Nachrichten für Donald Trump im Gepäck.
02:30Europa und Kanada haben im vergangenen Jahr 11 Prozent mehr für Verteidigung ausgegeben,
02:35wobei in den vergangenen zwei Jahren zusätzlich 250 Milliarden US-Dollar in die Militärhaushalte geflossen sind.
02:42Im vergangenen Jahr hatten sich die 32 NATO-Mitgliedstaaten in Den Haag verpflichtet,
02:48bis 2035 5 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung auszugeben.
02:53Der US-Secretary of War, Pete Hegseff, hat ein number of significant reductions in US-Kontributions
02:59to the NATO-Fullstructure, you know, only one aircraft carrier now instead of two,
03:03one strategic bomber instead of two, far fewer drones, far fewer fighter aircraft.
03:10Und Europa has had to scramble to sort of find in its own arsenals those capabilities to replace the US.
03:17Obwohl die USA weiterhin die nukleare Abschreckung vor Europa aufrechterhalten und Teil der Kommandostruktur bleiben,
03:24ist die Einschätzung eindeutig, die Verbündeten steuern seiner Meinung nach auf eine NATO 3.0 zu.
03:36Die Rohölpreise sind am Vormittag auf ein Zwei-Wochen-Hoch geklettert,
03:40nachdem US-Präsident Donald Trump an diesem Mittwoch den Waffenstillstand mit dem Iran für beendet erklärt hatte.
03:45Trump hatte am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mitgeteilt,
03:49dass das Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges hinfällig sei.
03:53Zuvor hatten die USA erneut iranische Ziele angegriffen,
03:56was die Sorgen um die Ölversorgung über die Straße von Hormuz verschärft hatte.
04:00Die USA haben zudem eine Ausnahmegenehmigung widerrufen,
04:04die es dem Iran ermöglicht hatte, seine Ölexporte wieder aufzunehmen.
04:08Bis Mittwochmittag stiegen die Preise für die nächstfällige Lieferung der Nordseesorte Brand,
04:13das internationale Referenzöl, sowie für das US-Referenzöl WTI um mehr als 6 Prozent.
04:18Beide Sorten waren zuletzt auf etwa das Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs gefallen.
04:23Die Börsen in Europa, Asien und den USA verzeichneten zunächst Kursverluste.
04:29Aktien großer Ölkonzerne legten hingegen kräftig zu.
04:33Als Reaktion auf erneute Äußerungen von Donald Trump,
04:37Grönland solle unter US-Kontrolle stehen,
04:39hat Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen den US-Präsidenten gewarnt,
04:44das dänische Territorium stehe nicht zum Verkauf.
04:48Auf dem NATO-Gipfel in der Türkei sagte Frederiksen,
04:51sie glaube, die Haltung der USA sei zunehmend deutlicher geworden.
05:06Frederiksen erklärte auch, Dänemark und Grönland erwarteten von ihren Verbündeten,
05:11die territoriale Integrität von Grönland zu respektieren.
05:15Grönland ist ein autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark.
05:19Trump behauptet, Dänemark investiere zu wenig in die Region
05:23und er drohte mit einem vollständigen Abzug der US-Truppen aus Europa.
05:28Dänemark beteuerte, es sei bereit, jeden Zentimeter seines Hoheitsgebiets zu verteidigen
05:33und erwarte von seinen globalen Partnern,
05:36dass sie ihre Verpflichtungen zur kollektiven Verteidigung einhalten.
05:41Im März hatte US-Vizepräsident J.D. Vance die Pitufik-Raumfahrtbasis auf Grönland besucht
05:48und den europäischen Verbündeten vorgeworfen,
05:50sie schützen die strategisch wichtige Arktis nicht ausreichend
05:54vor der Expansion Russlands und Chinas.
05:59US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine eine Lizenz zur Herstellung
06:04von US-amerikanischen Patriot-Luftabwehrraketen versprochen.
06:08Der Präsident der Ukraine, Volodymyr Zelensky,
06:12fordert diese Flugkörper seit langem,
06:14um russische Raketen über seinem Land abzufangen.
06:17Trump kündigte die Lizenzvergabe bei einem Treffen mit Zelensky
06:21beim NATO-Gipfel in Ankara an.
06:44Laut Trump entkräftet die Lizenz des Argument
06:47Washington liefere nicht genug Luftabwehrraketen.
07:10Das Luftabwehrsystem Patriot wird in den USA von Raytheon und Lockheed Martin hergestellt.
07:16Im Iran-Krieg wurden fast ein Drittel der weltweiten Bestände an Patriots aufgebraucht.
07:26In Spanien haben die Behörden 20 Millionen Zigaretten
07:29sowie mehr als 38 Tonnen Tabakblätter und geschnittenen Tabak sichergestellt.
07:35Gemeinsam mit der EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf und Europol
07:40hatten mehrere europäische Staaten zuvor eine illegale Lieferkette für Zigaretten zerschlagen.
07:46Konkret sollen mehrere Gruppen gefälschte Tabakwaren
07:50im geschätzten Wert von 10 Millionen Euro hergestellt,
07:53vertrieben und geschmuggelt haben.
07:55Im Juni hatten Ermittler 23 Wohnhäuser,
07:59Geschäftsräume und Industriehallen in mehreren spanischen Provinzen durchsucht.
08:04Dabei beschlagnahmten sie auch 18 Fahrzeuge,
08:06Maschinen zur Herstellung von Tabakwaren,
08:09verschlüsselte elektronische Geräte,
08:11170.000 Euro Bargeld sowie mehrere Schusswaffen.
08:15Insgesamt wurden 50 Personen festgenommen,
08:19zwei Verdächtige wurden an die polnischen Behörden überstellt.
08:23Olaf, Generaldirektor Petra Klement, erklärte,
08:27Tabakkonsum sei gesundheitsschädlich,
08:29der Konsum gefälschter Zigaretten sei jedoch noch gefährlicher.
08:36Das EU-Parlament hat die Entscheidung von Präsident Borodomir Selenskyj kritisiert,
08:41eine Elite-Militäreinheit nach der ukrainischen Aufständischen Armee UPA
08:46aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu benennen.
08:50Die Umbenennung hatte für Streit zwischen der Ukraine und Polen gesorgt.
08:54Eine große Mehrheit der Europaabgeordneten stimmte für den Antrag,
08:59in dem die jüngste unnötige und unprovozierte Eskalation
09:03durch den ukrainischen Präsidenten verurteilt wird.
09:07Gleichzeitig erinnert der Beschluss an Polens unerschütterliche Unterstützung
09:10für die Ukraine während Russlands Angriffskrieg.
09:14In der Ukraine wird die UPA von vielen für ihren Widerstand gegen die Sowjetherrschaft
09:19und für ihren Einsatz für die Unabhängigkeit der Ukraine in Ehren gehalten.
09:24In Polen wird die UPA, die mit Nazi-Deutschland kollaborierte,
09:29für die Ermordung von zehntausenden Menschen verantwortlich gemacht.
09:33Der Text des EU-Parlaments beklagt die Missachtung polnischer Empfindlichkeiten
09:39und der Trauer in Zusammenhang mit schätzungsweise zehntausenden Opfern der UPA
09:44und ihren Familien durch Selenskys Entscheidung.
09:47Die EU-Abgeordneten rufen zudem zu Deeskalation und Versöhnung zwischen Kiew und Warschau auf.
09:55Dennoch bestätigt das EU-Parlament seine Unterstützung für die Ukraine gegen die Aggression Russlands.
10:03Die Europäische Kommission hat ein Optionspapier vorgelegt,
10:08das ein vollständiges oder teilweises Einfuhrverbot für Waren vorsieht,
10:13die aus israelischen Siedlungen kommen.
10:15Brüssel will den Handel mit Israels Siedlungen in den besetzten Palästinenser-Gebieten zumindest einschränken.
10:22Diplomatische Quellen sagten Euronews, die erste Option sehe vor,
10:27dass Unternehmen, die Waren aus israelischen Siedlungen importieren, eine Genehmigung beantragen müssten.
10:33Zweitens hat die Kommission vorgeschlagen, höhere Zölle zu erlassen,
10:38um die Einfuhr von Waren aus den Siedlungen teurer zu machen.
10:41Die dritte Option ist ein vollständiges oder teilweise Einfuhrverbot für Waren aus den von der UNO als illegal eingestuften Siedlungen.
10:52Doch dafür müssten Zollbeamte der nationalen Behörden an den EU-Grenzen Waren aus israelischen Siedlungen identifizieren.
11:00Vor den europäischen Außenministern am Montag sollten die EU-Botschafter hinter verschlossenen Türen über die verschiedenen Versionen beraten.
11:08Einige Länder wie Spanien und Irland haben bereits eigene Handelsbeschränkungen beschlossen.
11:15Bisher legt die Kommission lediglich Optionen vor.
11:19Ein Beschluss zu eventuellen EU-Handelsbeschränkungen für Waren aus israelischen Siedlungen wird frühestens im Oktober erwartet.
11:26Ein Beschluss zu eventuellen EU-Grenzen
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