00:00Wladimir Putin hat am Wochenende mit ungewöhnlich offenen Worten für Aufsehen gesorgt.
00:04Beim Kongress seiner Partei, geeintes Russland in Moskau, räumte der Kreml-Chef erstmals öffentlich ein,
00:11dass Russland im Ukraine-Krieg mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat.
00:15Eigentlich sollte die Veranstaltung der Vorbereitung auf die Parlamentswahlen im September dienen,
00:20doch Putins Eingeständnis überschattete alles.
00:23Vor der versammelten Parteiführung sagte er,
00:25Ja, wir sehen Probleme, wir sind uns dessen bewusst und reagieren darauf.
00:30Solch deutliche Worte sind von Putin selten zu hören.
00:34Hintergrund sind eine Reihe von Rückschlägen für Russland.
00:37In den vergangenen Tagen haben ukrainische Drohnenangriffe mehrere russische Ölraffinerien tief im Landesinneren getroffen.
00:45Besonders betroffen waren Anlagen in den Regionen Krasnodar und Jaroslawel, teils hunderte Kilometer von der Front entfernt.
00:52Auf der annektierten Krim herrscht zudem Alarmstufe Rot.
00:56Stromausfälle und Treibstoffengpässe haben dort zum Ausnahmezustand geführt.
01:01Putin sprach offen an, dass Autofahrer und Unternehmen weiterhin unter langen Schlangen an Tankstellen leiden.
01:08Eine Arbeitsgruppe arbeite rund um die Uhr an Lösungen und sogar ein vollständiges Exportverbot für Diesel werde erwogen,
01:15um die Versorgung im Land zu sichern.
01:17Trotz dieser Schwierigkeiten gab sich Putin kämpferisch.
01:20Er versprach, Russland werde die Sicherheit des Landes und seiner Bürger langfristig gewährleisten.
01:26Gleichzeitig griff er zu altbekannter Rhetorik und warf dem Westen vor,
01:30die ukrainischen Angriffe auf russisches Territorium zu ignorieren.
01:34Laut Putin würden sich die ukrainischen Truppen in alle Richtungen zurückziehen.
01:39Eine Darstellung, die im Widerspruch zu den aktuellen Entwicklungen an der Front steht.
01:44Die Mischung aus seltenem Eingeständnis und gewohnter Propaganda zeigt das Dilemma des Kremls.
01:50Die Probleme sind nicht mehr zu übersehen, doch das offizielle Narrativ vom erfolgreichen Feldzug muss aufrechterhalten werden.
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