00:00Die Spannungen zwischen Israel und dem Iran sind am frühen Montag weiter eskaliert,
00:05als Israel nach nächtlichen Raketenangriffen aus Teheran Luftangriffe auf Ziele im zentralen und westlichen Iran flog.
00:13Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens waren in drei Städten, darunter auch in der Hauptstadt Teheran, Explosionen zu hören.
00:20Zuvor hatte Israel erklärt, seine Luftabwehr habe iranische Raketen abgefangen.
00:24Teheran hatte gedroht, Israel als Reaktion auf israelische Angriffe auf Beirut anzugreifen.
00:30Israel wirft Teheran vor, mit seinem Angriff einen schwerwiegenden Fehler begangen zu haben.
00:35Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um elf Raketen, die alle abgefangen wurden, ohne dass es zu Opfern
00:41kam.
00:42Im Laufe des Vormittags warnte das israelische Militär die Bevölkerung, dass eine weitere Welle iranischer Raketen auf das Land ziele.
00:50Teheran besteht darauf, dass jedes Abkommen zur dauerhaften Beendigung des Krieges auch den parallelen Konflikt im Libanon beenden müsse,
00:56wo Israel eine Offensive gegen die vom Iran unterstützte Hezbollah führt.
01:01Seit Tagen waren die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA über den brüchigen Waffenstillstand durch die Kämpfe zwischen Israel
01:08und der Hezbollah ins Stocken geraten.
01:10Israel besetzt nun den Südlibanon und ist in Gebiete des Landes vorgedrungen, die es seit mehr als 20 Jahren nicht
01:16mehr unter seiner Kontrolle hatte,
01:17was Spekulationen auslöst, dass es eine Offensive weiter ausweiten könnte.
01:25Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich
01:30unterstützen den ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky in seiner Forderung nach direkten Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine.
01:38Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die nach Gesprächen am Sonntagabend in London veröffentlicht wurde.
01:45Zelensky traf sich mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz
01:52in der Downing Street zu Gesprächen,
01:54während sich der Krieg Russlands bereits in sein fünftes Jahr zieht.
01:58Die Staats- und Regierungschefs unterstützen demnach den Vorschlag für einen direkten Dialog zwischen der Ukraine und Russland unter aktiver
02:05Beteiligung der USA und Europas.
02:08Den Staats- und Regierungschefs zufolge sollte die derzeitige Kontaktlinie der Ausgangspunkt für Verhandlungen sein und internationale Grenzen dürften nicht
02:17mit Gewalt verändert werden.
02:18Zelensky hatte in einem offenen Brief ein persönliches Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin vorgeschlagen.
02:24Putin schloss diesen Schritt bisher aus und erklärte, er sehe keinen Sinn in einem Treffen mit Zelensky, solange kein mögliches
02:30Friedensabkommen vereinbart worden sei.
02:32Das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland, die sogenannte E3-Gruppe, sind seit Beginn des Krieges große Unterstützer der Ukraine.
02:42Die EU kann offenbar ein vollständiges Verbot von maritimen Dienstleistungen für russische Tanker nicht durchsetzen.
02:49Eigentlich war dies Teil des letzten Sanktionspakets gegen den Kreml, um Russlands Kriegswirtschaft zu schwächen.
02:56Für Tanker, die russisches Öl transportieren, sollten alle Seedienstleistungen wie Schifffahrt, Flackenführung und Versicherungen verboten werden.
03:05Doch die wegen des Iran-Kriegs anhaltend hohen Ölpreise machten einen Strich durch diese Rechnung.
03:33Offiziell will sich Brüssel erst mit den G7-Staaten einigen.
03:36Aber die USA hatten zuletzt ihre Sanktionen gegen russisches Öl gelockert.
03:41So in the 28th sanctions package, we did indeed include a legal basis to eventually activate a full maritime services
03:49ban.
03:49But we were clear that we would do this in consultation and in cooperation with our G7 partners.
03:56But we do remain committed to all of the measures that we've put in place, like the oil price cap,
04:01and what we can do to minimize revenues that Russia might gain from the situation in Iran.
04:10Außerdem haben die EU-Staaten Griechenland und Malta dem Verbot bisher noch nicht zugestimmt,
04:16da beide im Bereich der maritimen Dienstleistungen eigene Interessen vertreten.
04:28Kurz vor Beginn der Sommerferien drängt eine Gruppe europäischer Staaten auf strengere Visa-Regeln für russische Touristen.
04:35Die Initiative wird von Schweden angeführt.
04:38Unterstützt wird sie von Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, den Niederlanden und Polen,
04:44sowie den Nicht-EU-Staaten Island und Norwegen.
05:00Alle elf Staaten unterzeichneten einen gemeinsamen Brief.
05:04Darin kritisieren sie, dass die EU-Leitlinien für die Bearbeitung von Visa-Anträgen russischer Staatsbürger unterschiedlich umgesetzt würden.
05:10Nach Ansicht der Unterzeichner schwächt das die Position der EU gegenüber Russland
05:14und sende widersprüchliche Signale über die Entschlossenheit der Staatengemeinschaft.
05:18Zugleich waren die Länder, dass uneinheitliche Visumsverfahren für russische Touristen
05:22ein Sicherheitsrisiko für den gesamten Schengen-Raum darstellen könnten.
05:28Die elf Staaten fordern die EU-Kommission und die Mitgliedsländer deshalb auf,
05:32strengere und verbindliche Visa-Regeln einzuführen,
05:34sowie die Einhaltung bestehender Vorgaben konsequenter zu überwachen.
05:42Spanien ist derzeit Gastgeber einer der größten von der EU organisierten Militärübungen.
05:47Melec 26, eine Reihe von Manövern, hat rund 2500 Soldaten aus 13 Ländern in Saragossa zusammengebracht,
05:54um die schnelle Einsatzfähigkeit der EU im Falle einer internationalen Krise zu testen.
05:59Die Übung zielt darauf ab, zu beurteilen, ob die EU in der Lage ist,
06:03Streitkräfte koordiniert zu mobilisieren und in Notsituationen rasch zu handeln.
06:07Mehr als 1600 Teilnehmer sind spanische Soldaten, während der Rest aus verschiedenen Mitgliedstaaten stammt.
06:13Die Übungen werden auf verschiedenen Kommando-Ebenen durchgeführt,
06:16von den Planungszentren in Brüssel bis hin zu den vor Ort eingesetzten Einheiten.
06:20Spanien leitet die an der Übung teilnehmende Kampfgruppe der EU.
06:26Zu den eingesetzten Ressourcen gehören Leopardpanzer, gepanzerte Fahrzeuge, Drohnen, Hubschrauber sowie Einheiten,
06:32die auf Aufklärung, elektronische Kriegsführung und medizinische Unterstützung spezialisiert sind.
06:43Jenseits der überfüllten Kanäle Venedigs lassen sich immer häufiger Flamingos in der Lagune außerhalb der Stadt beobachten.
06:50Das empfindliche Ökosystem hat sich im Laufe der Jahrzehnte tiefgreifend verändert,
06:55vor allem durch die Anforderungen von Hafenbetrieb und Industrie.
06:59Wissenschaftler und Umweltorganisationen, die sich seit Jahren für die Renaturierung der Feuchtgebiete einsetzen,
07:04sehen in dem deutlichen Anstieg der Flamingobestände jedoch ein ermutigendes Zeichen.
07:09In den letzten 20 Jahren hat die Zahl der Flamingos in der Lagune sehr stark erhöht,
07:17besonders die letzten Jahrzehnte der Zahl der höchsten.
07:22Wir müssen immer noch aufmerksam sein, wenn wir versuchen, dass es eine bestimmte Trend gibt,
07:30weil die Natur sehr kompliziert ist.
07:34Es gibt so viele Faktoren, einige, die auf der kurzen Zeit, andere, die auf der langen Zeit.
07:43Ein von der EU gefördertes Projekt soll nun helfen, Teile des verlorenen Ökosystems wiederzubeleben.
08:10Die Anwesenheit der Flamingos unterstreicht die Bedeutung des venezianischen Ökosystems.
08:16Gleichzeitig eröffnet sie Besuchern eine neue Perspektive auf die Lagunenstaaten ihrer vielen Inseln,
08:21nicht nur unter historischen und kulturellen, sondern auch unter ökologischen Gesichtspunkten.
08:27Der Teppich von Bayeux wird bald Frankreich verlassen.
08:31Der 70 Meter lange Wandteppich, ein Meisterwerk des Mittelalters, stellt die Eroberung Englands durch die Normanden dar.
08:38Es ist das erste Mal, dass die Briten das Stickwerk auf ihrer Seite des Ärmelkanals bewundern können.
08:43Der Teppich von Bayeux wird vom kommenden September bis Juli nächsten Jahres im British Museum in London zu sehen sein.
08:51Damit wird auch der 1000. Jahrestag der Geburt von Wilhelm, dem Eroberer, gefeiert.
08:56Seine Frau Mathilda soll den Teppich angefertigt haben.
09:22Die Fasern des Wandteppichs gelten als äußerst empfindlich und könnten durch Temperaturwechsel Risse bekommen.
09:45Es ist erst das dritte Mal, dass der Wandteppich die Normandie verlässt.
09:50Und er wird zum ersten Mal an ein britisches Museum ausgeliehen.
09:55Bien sûr, on va restituer la tapisserie.
09:57Après l'exposition, ça et sauf, en temps et à l'heure.
10:02Oui, peut-être nous sommes le père Fils d'Albion, mais pas à ce point-là.
10:08Frankreich und Großbritannien tauschen auch weitere Werke aus dem Mittelalter aus,
10:12darunter ein Schachspiel, das in Zottenhou gefunden wurde.
10:21Bei Ausgrabungsarbeiten vor der Kathedrale Notre-Dame in Paris sind hunderte Objekte
10:27vom Mittelalter bis aus der Zeit des Römischen Reichs gefunden worden.
10:31Einige sprechen bereits von der Ausgrabung des Jahrhunderts.
10:36Eigentlich sollte nur der Platz vor der Kathedrale umgestaltet und mit Bäumen bepflanzt werden.
10:41Inzwischen gräbt ein archäologisches Team in vier Metern Tiefe.
11:11An manchen Tagen legen die Archäologinnen und Archäologen so viele Fundstücke frei,
11:17dass diese 15 Kisten füllen.
11:21Entdeckt wurden mittelalterliche Keramik und sogar eine Münze mit dem Bildnis des römischen Kaisers Konstantins des Großen,
11:28der ab dem Jahr 306 regierte.
11:31Der neue Platz vor Notre-Dame mit 160 Bäumen ist Teil des Pariser Plans zur Anpassung an den Klimawandel
11:38und sollte bis 2028 weitestgehend fertiggestellt sein.
Kommentare