- vor 2 Monaten
Portrait von und mit Jürgen Markus u.a. mit Katja Ebstein, Peter Keuder mit seinen Hits und Musical Hits
Kategorie
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MusikTranskript
00:15Ich denk an dich
00:30Jede Freude, die ich nur empfinde
00:33Die verbinde ich mit dir
00:36Was kann ich dafür?
00:43Ich hab die Liebe nicht gefunden
00:46Ich weiß nur eins, wie schön sie ist
00:51Weiß es erst seit ein paar Stunden
00:53Seitdem du bei mir bist
00:57Ich hab die Liebe nicht erfunden
01:00Die Liebe war schon immer nah
01:04Doch nur zähl ich die Sekunden
01:07Mit dir sei ich nicht da
01:18Ich glaube die negative Qualität des deutschen Schlagers erklärt sich zum Teil daraus
01:24Zum guten Teil daraus
01:25Dass der deutsche Schlager seit vielen, vielen Jahren unter einer ständigen Attacke steht
01:32Dass er ununterbrochen angegriffen wird
01:34Ich glaube die Grundbegriffe der Psychologie, der Kinderpsychologie sagen Ihnen
01:43Wenn Sie einem Kind ununterbrochen sagen, dass es dumm ist, dass es schlecht ist, dass es nichts kann
01:49Dann wird es dumm sein, schlecht sein und nichts können
01:55Ist das noch dieselbe Straße, die ich schon seit vielen Jahren gehe?
02:02Ist das noch dieselbe Stadt, die ich im Licht der Sterne glitzen sehe?
02:09Bist du wirklich keine Fremde?
02:12Bist du wirklich keine Fremde?
02:12Ist es wirklich keine Fantasie?
02:16Mir erscheint die ganze Welt verrückt, denn ich bin glücklich wie noch nie
02:24Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben
02:29Na na na na na na na na
02:32Was einmal war, ist vorbei und vergessen und zählt nicht mehr
02:38Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben
02:43Na na na na na na na
02:45Mir ist als ob ich durch dich neu geboren wäre
02:51Heute fängt ein neues Leben an
02:54Deine Liebe die Schulter an
02:58Alles ist so wunderbar, dass man es kaum verstehen kann
03:07Als die andere mich verließ, da dachte ich, das kann doch gar nicht sein
03:14Und ich sagte mir, das Spiel ist aus, ich bleib für alle Zeit allein
03:21Dann kamst du, das graue Gestern war
03:24Vorüber, ehe ich mich versah
03:27Denn schon nach dem ersten Kuss von dir war eine neue Liebe da
03:36Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben
03:40Na na na na na na na
03:43Was einmal war, ist vorbei und vergessen und zählt nicht mehr
04:18Über der Stadt Herne leuchten die Sterne
04:19Er ist einfach der Grösste
04:20Jürgen Markus, du berühmter Sänger
04:23Wirst wohl nie ein guter Schmetterlingsfänger
04:26Deine Stimme klingt sehr froh
04:28Hoffentlich bleibt es immer so
04:30An unserer Wände hängen Bilder von dir
04:33Eins, zwei, drei oder auch vier
04:36Viel Glück und sagen, möchtet ihr zwei Schweizerinnen geben
04:56Ein Festival der Liebe soll unser Leben sein
05:03Und alle, die so sind wie wir
05:08Die laden wieder ein
05:11Ein Festival der Liebe
05:14Das braucht die ganze Welt
05:19Weil ohne Liebe alles fehlt
05:24Mein größter Wunsch wäre, so einen Freund zu haben, wie du bist
05:27Du bist genau wie ich für das Verträumte und Romantische
05:30Wenn man dich singen hört, glaubt man in einer anderen Welt zu leben, wo es nur Liebe gibt
05:36Lieber Jürgen, da du mir nicht geschrieben hast, nehme ich an, dass du mich nicht ernst nimmst
05:42Aber bitte glaub es mir doch
05:44Ich liebe dich
05:45Ich liebe dich ganz schrecklich
05:47Natürlich, jetzt wirst du meinen, was meint sie denn überhaupt mit Liebe?
05:52Darauf kann ich dir nur antworten
05:54Was ich für dich empfinde, ist die wahre Liebe
05:58Lieber Jürgen, wenn du wüsstest, wie toll ich dich finde
06:01Es wird immer schlimmer damit
06:02Ich träume schon von dir
06:04Es ist schlimm, so schlimm, dass ich manchmal glaube, dich zu lieben
06:08Lach nicht, aber es ist wahr
06:11Lieber Jürgen, ich finde dich einfach klasse
06:13Du siehst dufte aus, deine Lieder gefallen mir sehr gut
06:15Mach weiter so
06:16Deine Lieder kann ich stundenlang anhören
06:18Meine Freundin mag dich auch sehr
06:20Und meine Eltern sagen oft, so einen Schwiegersohn möchten wir wohl haben
06:23Weiter, meine Damen und Herren, mit der Startnummer 2 insgesamt dreimal dabei
06:27Das heißt also ausgeschieden mit diesem Titel
06:29Zum letzten Mal sage ich also den Grand Prix d'Amour an
06:33Mit Jürgen Markus auf dem 3. Platz
06:44Ich brauche dich, um das Lied, das in mir ist, zu singen
06:51Dich, um mit mir und dem Leben in Frieden zu sein
06:58Du bringst in mir nie gekannte Akkorde zum Klingen
07:05Und selbst die Worte dazu fallen mir plötzlich ein
07:14Willkommen wieder, Ruhe, das bist du für dich
07:20Wie die starrende Sonne am Morgen
07:49Jürgen Markus ist nicht nur für mich, sondern auch für alle, die mit ihm zusammenarbeiten
07:54Ein neuer Troubadour der Liebe
07:57Das erste Mal, ich habe Jürgen Markus gesehen
08:00Das war in München
08:02Vor
08:06Zwei Jahren, ich glaube
08:09Das war ganz interessant für mich
08:13Stimme
08:15Stimme
08:15Jürgen Markus Stimme ist sehr, sehr gut
08:17Sehr
08:17Klär
08:18Jürgen Markus hat ein sehr breites Publikum
08:21Er ist durchaus in der Lage, ein Publikum 12.000 Menschen in der Gruberhalle oder in der Westfalenhalle mitzureißen
08:29Vom Teenager bis zu dem, sagen wir, etwas reiferen Schallplattenkäufer
08:33Ich habe Jürgen Markus im Dezember 1972 zum ersten Mal gesehen
08:42Da war in Offenburg
08:43Und plötzlich der Startparade
08:46Ich war so begeistert, dass ich Jürgen Markus so fort
08:51Als den Anzeigen und Singen, welchen Interpretation mit ihm nach Cannes geladen habe
08:59Ich habe mit acht Jahren Theater gespielt
09:03Habe mit zehn Jahren die Kinder von unserem Hinterhaus eingeladen und habe Kasperle gespielt
09:10Habe mit zwölf Jahren meine Gitarre bekommen und Musik gemacht
09:15Habe mit 14 Jahren meine erste Band gegründet
09:18Und dann ging es systematisch weiter
09:21Dann kam die Zeit, wo sich die ersten Beatbands gründeten
09:26Das war für mich also das absolut allergrößte
09:29Hatte aber nie den Mut, meine Eltern zu sagen
09:31Also nun, Vati, Mami, ich mache also nun Musik
09:36Und habe dann das Glück gehabt, ein Musical zu machen
09:40Das Musical Hair
09:41Und das war ein Vertrag
09:43So viel Geld habe ich noch nie in meinem Leben gesehen
09:46Und vor allen Dingen München
09:47Das heißt, Herne ist nun nicht diese absolute Weltstadt
09:51Und ich hatte die Möglichkeit nach München
09:53Und das Geld, das hat mich ungeheuer gereizt
09:57Und da konnte ich also meine Mutter beeinflussen, indem ich ungeheuer nett zu ihr war
10:02Und sie beeinflusste wiederum meinen Vater
10:04Und zwei gegen einen
10:06Wie fühlt es aus?
10:11Er ist ein sehr wohlerzogener junger Mann
10:15Und wir sind von Anfang an, haben wir nie Schwierigkeiten mit ihm gehabt
10:20Ihnen in irgendeiner Form Regeln mit auf den Weg zu geben
10:24Wie er sich bei Pressekonferenzen oder bei seinen Fans
10:27Oder in öffentlichen Veranstaltungen oder beim Fernsehen zu verhalten habe
10:31Er ist ein netter Junge
10:34Und genau so ist seine Ausstrahlung
10:37Und da liegt sicherlich auch ein Teil seines Erfolges
10:40Ja, so ist das nun mit mir
10:43Und ich möchte das Bild, das mein Publikum von mir hat
10:45Auch keinesfalls zerstören
10:47Aber es wäre schön, wenn ich es ein wenig erweitern könnte
10:52Darum möchte ich mit Ihnen einen Streifzug durch berühmte Schullandschaften machen
10:57Ich werde Lieder singen, die Sie vielleicht von mir nicht erwarten
11:00Einige sind Ihnen sicherlich in der englischen Version bekannt
11:03Darum möchte ich auch beim Original bleiben
11:07Ich wünsche mir, dass es Ihnen Spaß macht
11:09Auf geht's, up, up and away
11:17Would you like to ride in my beautiful balloon
11:23Would you like to glide in my beautiful balloon
11:28We could float among the stars together, you and I
11:34For we can fly
11:37For we can fly
11:39For we can fly
11:41For we can fly
11:42For we can fly
11:42Up, up and away
11:43Up and away
11:44My beautiful soul
11:45My beautiful balloon
11:47Oh
11:53So spin mir, up and away
11:56I'm gonna be
11:59We search the clouds for a smile to guide us
12:05If by some chance you'll find yourself lovingly
12:08You'll find me
12:10You'll find the clouds to hide us
12:13You'll find the clouds to hide us
12:14You'll find the clouds to hide us
12:14Keep the moon beside us
12:16Love is waiting there in my beautiful balloon
12:21Way up in the air
12:24Way up in the air
12:25My beautiful balloon
12:27Way up in the air
12:28If you hold my hand
12:29We'll chase your dream
12:30Across the sky
12:32For we can fly
12:35For we can fly
12:39Up, up and away
12:41My beautiful balloon
12:44My beautiful balloon
12:50Up, up and away
12:56Up, up and away
12:59Up, up and away
13:06Up, up and away
13:11Das Showbusiness in Deutschland ist tot. Viele sagen, es ist nicht tot.
13:15Das Showbusiness in Deutschland scheint mir, von einigen Lichtblicken abgesehen, eine recht düstere Angelegenheit.
13:21Das Showbusiness in Deutschland hat für meine Begriffe den höchsten Tiefstand erreicht, den es je gehabt hat.
13:28Alles das, was mehr oder weniger heute in der deutschen Hitparade herumspringt und herumläuft und versucht zu singen,
13:38kann niemals eine Karriere machen.
13:40Sie ist für den Moment da und da ist die größte Erfindung des Fernsehens dann der Knopf, den man abschalten
13:48kann.
13:49Ich glaube, dass nach einigen Jahren absoluter Tiefpunkte jetzt eine Phase beginnt,
13:56wo sich doch einiges Neues tut auf dem deutschen Showbusiness-Markt.
14:00Es gibt eine ganze Reihe neuer Interpreten, die sich auch gegenüber ihrem Management mit besseren Songs durchsetzen.
14:09Also, Showbusiness in Deutschland mies zu finden, durfte heute schon ein bisschen überholt sein,
14:13weil, ich meine, man zerbricht sich den Kopf schon seit, eigentlich seit dem Kriegsende darüber.
14:19Und da waren ja die Erklärungen noch viel leichter zu geben, weil wir waren einfach kaputt und ich würde sagen,
14:26für heute ist es auch noch bedeutsam,
14:29dass wir halt im Dritten Reich unsere ganzen Juden ausgerottet haben, die rund um die Welt dieses Geschäft machen.
14:35Und zwar überall an erster Stelle, ob in Amerika, Frankreich, England, wo auch immer,
14:38sind die größten, potentesten, Einfälle habenden Menschen.
14:43Wir haben also da einen großen Nachholbedarf gehabt und dann haben wir natürlich keine musikalische Tradition,
14:49wie die Amerikaner beispielsweise in Blues und Jazz und Folklore,
14:53aus der heraus eine neue, zeitgemäße Populärmusik entwickelt werden konnte.
14:57Ich finde es überhaupt lächerlich, unser winziges Land mit Amerika zu vergleichen, mit 52 oder wie viele Staaten,
15:03die also alle verschiedene Strömungen bringen und es ist einfach, wir sind, bin ich der Meinung, mit unserer Mentalität nicht
15:12zufrieden.
15:13Das ist ganz tief verwurzelt.
15:14Die Deutschen haben wie alle, normalen Menschen natürlich, wie alle Menschen, ein großes Bedürfnis nach Unterhaltung.
15:23Nur sie haben im Gegensatz zu anderen meistens ein schlechtes Gewissen dabei.
15:26Es gibt zum Beispiel dieses gebrochene Verhältnis, was die Intellektuellen zu unserer leichten Muse haben,
15:31gibt es in keinem anderen Land der Welt, nur in Deutschland.
15:34Wir sitzen auf dem Hintern weiter, auf dem unverdienten Hintern, weil es ja schon 200 Jahre her ist, der Dichter
15:41und Denker.
15:42Und ich finde, es ist einfach eine Frechheit.
15:51Die Medina-Neder
15:52Lady Madonna
15:53Children at your feet
15:56Wonder how you managed to make us meet
15:59Who finds the money
16:02When you pay the rent
16:04Did you think that money was heaven sent
16:07Friday night
16:09Friday night arrives without a suitcase
16:11Sunday morning creeping like a nun
16:15Monday shine has learned to tie his boot lace
16:19See how they are
16:24Lady Madonna
16:26Baby at your breast
16:28Wonders how you managed to feed the rest
16:52See how they are
16:56Lady Madonna
16:59Lying on the bed
17:01Listen to the music playing in your head
17:13Tuesday afternoon is never ending
17:16Wednesday morning festivals didn't come
17:20Thursday night your staggings need in mending
17:24See how they are
17:29Lady Madonna
17:31Children at your feet
17:33Wonder how you managed to make us meet
17:47Grundsätzlich spielt natürlich das Fernsehen für den Künstler die größte Rolle
17:52Und man muss, ob das nun gewissen Leuten wieder gefällt oder nicht ganz klar sagen
17:56Für uns ist die mit Abstand wichtigste Sendung die ZDF Hitparade
18:01Die ZDF Hitparade, wo bisher jeder Sänger außer einigen ihre Karriere begonnen hat
18:09Es war also für einen Künstler für mich der Start zu einer Karriere
18:13Das heißt also eine Hitparade gibt mir die Chance mich zu beweisen mit einem guten Lied
18:19Wir haben das Beispiel Du seiner Zeit von Peter Maffay
18:23Er hat sich nicht wieder platziert, aber diese Nummer ist durch die ZDF Hitparade auf einmal zum großen Renner geworden
18:28Hat last not least eine Million Platten verkauft
18:30In diesem Falle hat die Schlagerindustrie allen anderen werbetreibenden Industrien, allen anderen produzierenden Industrien
18:37Eins voraus, dass nämlich beim Schlager Produkt und Werbespot das gleiche sind
18:43Das Lied, das im Fernsehen erklingt, von dem Interpreten vorgetragen oder das von der Platte abgespielt im Rundfunk erklingt
18:50Ist das, was auch draußen dann gekauft werden soll
18:53Die Hitparade ist die Vorstellung der deutschen Schallplattenindustrie
18:58Die neue Produktion der deutschen Schallplattenindustrie
19:01Da braucht nicht einer jetzt unbedingt so zu verkaufen oder so zu verkaufen
19:05Denn ich will keinen Künstler erniedrigen, aber es gibt bei der Hitparade wahnsinnig viele Künstler
19:13Denen man anmerkt, mit wie großen Schwierigkeiten sie diese Sendung präsentieren
19:19Wir haben hier in Deutschland einen großen Markt mit unseren eigenen deutschen Künstlern
19:25Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es einen gleich großen, wenn nicht fast größeren Markt gibt
19:31Von internationalen Spitzenartisten in ihrer Heimatsprache
19:35Die praktisch das noch vermitteln, was uns in unserer Eigenproduktion fehlt
19:41Das heißt, auch dem Käufer und dem Publikum fehlt
19:45Dass wir keine deutschen Stars hatten, auch in jenen 20er oder später in den 30er Jahren
19:52Die sogenannten 1000 Jahre oder 10.000 Jahre und noch mehr
19:58Es war ja alles überdimensional, wie es ja gerne im Deutschen immer alles sehr überdimensional ist
20:03Ich glaube, das liegt in erster Linie am Deutschen selbst
20:07Der Hang nach dem Auswärtigen
20:10Der Hang nach einem Auswärtigen Künstler
20:14In einem Land wie Deutschland ist es schlechter Geschmack
20:18Das Gefühl hat man fast überhaupt was in der eigenen Landessprache zu machen
20:22Wenn Sie die amerikanischen Schlager anschauen, diese gesamte Produktion aus Nashville, Tennessee
20:27Die sogenannten Hillbillies, die Volksmusik, die sind weitaus schlimmer als unsere
20:31Nur es klingt natürlich englisch anders, es klingt freundlicher
20:36Und keiner wird es zugeben, dass es nicht hundertprozentig versteht und kauft es
20:39Ich kann aus der Erfahrung sagen, dass der Neid wahrscheinlich eben doch die ganz ganz große Rolle spielt, wenn grundsätzlich
20:49über den deutschen Schlager oder die Künstler schlecht geschrieben wird
20:53Es ist festzustellen, ich habe immer ein so schönes Beispiel dafür, dass Deutschland, das Erfolg in Deutschland so hoch sein
21:02darf und so hoch darf er nicht sein
21:04So zum Beispiel Reinhard May, ja? Prima
21:06Das ist also mein alter Freund, der steigt ein und zuerst muss er ein bisschen krepeln und ist erst in
21:12der Schweiz, in Österreich durch und dann kommt er hier und macht Erfolg
21:14Alle Häuser waren ausverkauft, 98% sämtlicher Kritikerstimmen waren hervorragend
21:20Man weiß ja, Reinhard May war jahrelang das absolute Lieblingskind der Kritiker
21:24Der ist immerhin gestellt worden, wenn man gesagt hat, warum ihr nicht alle wie der
21:27Er machte wohl ein halbes Jahr später eine zweite Tournee
21:30Alle Häuser waren wieder ausverkauft
21:32Und auf einmal waren schon 20% miese Kritiker, stimmen dabei
21:36Warum? In der Zwischenzeit hat man durch die Presse gejagt
21:40Er hat sich mittlerweile ein Haus gekauft, er macht den Flugschein, er fährt ein großes Auto
21:44Sehen Sie und ich sage mir, in einem halben Jahr kann ein Mann wie Reinhard May niemals schlechter, er kann
21:50bestenfalls besser werden
21:52Ich frage warum
21:53Die viel gerühmte große deutsche Showzeit
21:57Das war zum Beispiel der Wintergarten oder das Haus Vaterland
22:01Revuen, Cabaret
22:03Aus dieser Zeit möchte ich Ihnen jetzt ein Lied vorstellen, ein Evergreen von Peter Kreuder
22:16Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt, bin ich mit meiner Sehnsucht allein
22:31Wenn die Kühle in meine Einsamkeit ringt, kommen ins Zimmer Schatten herein
22:45Sie starren mich an und bleiben ganz stumm, da warte ich dann
22:52Und weiß nicht warum auch ein Wunder, das mir Licht ins Dunkel bringt
22:59Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt, bin ich mit meiner Sehnsucht allein
23:29Sie starren mich an und bleiben ganz stumm, da warte ich dann
23:36Und weiß nicht warum auch ein Wunder, das mir Licht ins Dunkel bringt
23:47Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt, bin ich mit meiner Sehnsucht allein
24:05Das Show-Business kann man nur auf der Bühne lernen, durch langjährige Erfahrung
24:11Und wenn Sie heute die ausländischen Künstler befragen, dann wird Ihnen jeder sagen
24:15Ja, ich habe zwei Jahre mit einer Band gearbeitet, ich bin Samstag, Sonntag dort und dort aufgetreten
24:20Und ich habe die Möglichkeiten gehabt, mich zu entwickeln
24:24In Deutschland, bei uns haben wir die irre Schwierigkeit, live aufzutreten, sich selber zu profilieren
24:30Im eigenen Stil, ja, also eine eigene Richtung rauszumachen
24:33Wir können praktisch nur in Diskotheken auftreten
24:35Und da müssen wir gerade unsere Plattenlieder, die machen
24:38Und das, was das Publikum, das ist eine gewisse Schicht, hören wir, ja
24:41Aber einen eigenen Stil jetzt dabei herauszukristallisieren, zu formen
24:46Dabei ist in Deutschland einfach nicht möglich
24:47Man kann nicht von heute auf morgen Showstar werden
24:50Man kann Schlagersänger von einem Tag zum anderen werden, aber nicht Showstar
24:54Wenn man heute den deutschen Künstlern den Vorwurf macht, dass in den 30er Jahren die Künstler mehr gezeigt haben
25:00Beispiele gibt es genug
25:02Dann hatten die Künstler in den 30er Jahren mehr Möglichkeiten, es zu tun
25:07Es gab eben Häuser, in denen ein großes Kabarett oder große Revünen gespielt wurden
25:14Es gab einige gute Häuser, es gab das GOP in Hannover, im Georgspalast
25:18Es gab das Kaffeestadt Wien, in München, um nur einige zu nennen, das Palladium in Düsseldorf
25:25Was ist daraus geworden aus diesen Häusern? Bierstätte
25:28Nicht? Da werden heute 1A in Oberbayern, da werden halt Maßgrüge ausgeschenkt
25:34Künstler sind da nicht notwendig
25:36Das Fernsehen hat sich in Deutschland offensichtlich sehr viel stärker zu Ungunsten des Live-Entertainments ausgewirkt
25:42Als beispielsweise in England und Amerika
25:44Das mag wohl an der Mentalität in unserem Lande liegen
25:47Die Leute gehen abends nicht so gerne aus, wie sie es dort tun
25:51In Amerika zum Beispiel gibt es ungeheuer viel Häuser
25:54Hotels
25:56Und feste Häuser, wo Künstler ständig auftreten
26:00Wo sie von einem zum anderen reisen und ihre Erfahrung sammeln
26:04In Frankreich ebenso
26:05Schauen Sie, in Frankreich wird sogar in den gesamten Spielcasinos
26:11Es gibt sehr viele in Frankreich an den Küsten entlang
26:14Vom Staat aus verpflichtet, dass das Haus einen Teil des Gewinnes für künstlerische Dinge ausgibt
26:21Das alles gibt es bei uns nicht
26:23Bei uns gibt es nur eins
26:26Schallplatten machen
26:27Möglichst erfolgreich sein
26:28Dann in die Hitparade kommen
26:30Und Umsatz machen
26:31Aber das ist nicht Showbusiness, wie es eigentlich verstanden sein will
26:35Es ist nicht einfach für unser eins auf die Beine zu kommen
26:39Oder etwas auf die Beine zu stellen
26:41Würde es Music Halls wie in England
26:43Oder eine Black & White Menstrual Show geben
26:46Wären die Chancen sicherlich größer
26:48Mir jedenfalls würde es große Freude machen, dort aufzutreten
26:52Können Sie sich vorstellen, einen Abend mit viel Musik und Nostalgie zu verbringen?
27:18Können Sie sich zum Beispiel
27:22Ein Wesen
27:26Wesen
27:26Wesen
27:29Wesen
27:33Wesen
27:35Nobody near us to see us or hear us
27:39No friends or relations on Greek and vacations
27:43You won't ever know me but me on the telephone here
28:24Day will break and you will awake and start to bake
28:30A sugar cake for me to take
28:34For our boys to sing
28:40We were raised as a family
28:44A boy for you, a girl for me
28:49Oh can't you see how happy we would be?
28:58Can't you see how happy we would be?
29:06A show-künstler is for me a singer, who can present a program for a hour, which does not allow
29:13the people to listen to them.
29:16What is a show-künstler, if you would ask me?
29:19If you would ask me, I would say that the one doesn't fit to the other.
29:25This word Kunst, I think, will be in our industry a little overstatement.
29:29I think that you should not be overwritten.
29:32A singer-künstler is also a singer.
29:37Indocument to be a music that works for the titles of I sing, not that he can do with the
29:44titles of I sing.
29:44He can also express themselves exclusively to the titles of I have a person.
29:51I need to be a voice-künstler.
29:51In my meeting to the audience, I have a feel-kthat I have a whole list of fun.
30:01Bauch und Hirn, aber ich meine, manche Balladen sind eben hauptsächlich auf Emotionen aufgebaut.
30:06Und das überträgt sich und das ist mein Erfolg.
30:09Ich glaube eben, dass Musik, Text, Arrangement wirklich zusammen zum Künstler passen.
30:17Das ist eine sehr, sehr wichtige Voraussetzung.
30:19Und vor allen Dingen, dass ein Künstler sich damit identifizieren kann.
30:23Ich bin zum Beispiel ein Gegner von einem Protestsong.
30:26Ich hasse es, wenn man für 5 Mark sinkt oder 6 Mark versucht, die Welt zu verändern.
30:31Wir wissen alle, dass ein Schlager weder Krieg noch einen Krebs verhindert hat.
30:36Und ich hasse es, wenn man Probleme, wo sich gelehrte Leute, Wissenschaftler, den Kopf drüber zerbrechen
30:43und irgendjemand sinkt nun, gibt alle Liebe und die Welt hat sich geändert.
30:47Das ist für mich unehrlich.
30:49Man muss dem Publikum was geben, eine Weltanschauung und eine Glückseligkeit oder ein Schmerz.
30:58Irgendetwas muss ja rauskommen aus so einem kleinen Lied.
31:01Sie, wir haben wahnsinnig tüchtige Produzenten, sehr tüchtige Komponisten und hervorragende Techniker und hervorragende Studios.
31:11Alles, was heute an Technik vorhanden ist, wie man Stimmen macht, das war früher nicht möglich.
31:19Früher musste man beweisen, durch seine Stimme, es gab kein Mikrofon, über das sie sangen
31:25oder mit Lautsprechern, die sie unterstützen.
31:28Das gab es alles nicht.
31:29Die Situation wird normalerweise, was den künstlerischen Wert angeht, als sehr schlecht dargestellt.
31:37Für uns ergibt sich doch eigentlich nur die Frage, ist es wichtig, dass wir Unterhaltung bieten,
31:42die die Leute kaufen wollen, oder wollen wir Kunst machen?
31:45Ein wirklicher Künstler, ob er ein Interpretist oder ob er ein Schaffender oder ein reproduzierender Künstler ist,
31:53hat in jedem Fall eine Verantwortung.
31:55Er hat sie insofern, dass er ja nicht nur unterhalten soll,
32:00besonders in der Unterhaltungskunst, sofern sie eine Kunst ist,
32:06soll nicht nur unterhalten, er soll auch erziehen.
32:13Unmerklich.
32:14Nein, das glaube ich nicht.
32:16Das glaube ich nicht.
32:17Denn es hat es noch nie gegeben, dass man durch einen Schlager einen Geschmack verbessern könnte.
32:27Für mich ist das der schönste Klang der Welt.
32:48Weil dies einzige Wort alle Klänge der Welt enthält.
32:59Maria, Maria, Maria, Maria, Maria, Maria, ich trab heute ein Mädchen, Maria.
33:17Maria, ein Name und nicht mehr, war dieses Wort bisher für mich.
33:28Maria, ich küsste ein Mädchen, Maria, das Wort hat nun erst Sinn, es liegt Musik darin für mich.
33:50Wie viel Zärtlichkeit kann darin schwingen, Maria, wie schön kann das klingen, Maria.
34:11Maria, Maria, Maria, Maria, Maria.
34:39In dem Wort kann zehn Geigen singen, wie viel Zärtlichkeit kann darin schwingen.
34:49Maria, Maria, Maria, Maria, wie schön kann das klingen, Maria.
35:03Für mich ist das der schönste Klang der Welt.
35:14Sie ist das der schönste Klang der Welt.
35:24Sehen Sie, mein Beruf ist Schallplattenproduzent und ich schreibe, und auch die Lieder, die mit meinen Künstlern aufgenommen werden, fast
35:33ausschließlich selber.
35:34Aber ich wäre dumm, wenn ich meinen Beruf nicht so sehen würde, dass ich damit Geld verdienen will,
35:41genau wie jeder andere es in seinem Beruf auch will.
35:44Als Schlagertextdichter genauso wenig wie, ich bin sicher, wie mein lieber Freund und Kollege Jack White,
35:50setzen wir uns doch nicht hin und sagen, also jetzt schreiben wir etwas, was bei einer Million Leuten ankommt.
35:59Wir schreiben im Grunde das, was wir wollen, was wir in uns drinnen haben, was wir zum Ausdruck bringen wollen.
36:06Grundsätzlich glaube ich, dass das wichtigste Geheimnis des eigentlich jetzt schon seit einiger Zeit beständigen Erfolges für alle meine Künstler,
36:19die Tatsache ist, dass ein Titel für die bevorstehende Single-Schallplatte, und zwar für die A-Seite,
36:31fast wissenschaftlich vorbereitet, geschrieben, arrangiert und produziert wird.
36:39Meiner Ansicht nach ist der deutsche Schallplattenmarkt als viertgrößter der Welt so schlecht nun doch wieder nicht,
36:46denn sonst gäbe es ja nicht so viele Platten.
36:47Man verurteilt zu Unrecht die deutsche Schallplattenindustrie und die Schallplattenproduzenten,
36:53dass sie schlechte Ware machen oder schlechte Ware verkaufen.
36:59Der Käufer ist ja derjenige, der bestimmt.
37:04Und wenn heute der Käufer sagt, er möchte diese und diese Ware haben, die wir für nicht gut befinden,
37:12muss sie trotzdem hergestellt werden, weil sie eben zu verkaufen ist.
37:16Das Verhältnis von Schallplattenproduzenten zum Publikum vollzieht sich in einer Einbahnstraße,
37:22an deren Anfang die Schallplattenproduzenten sitzen und an deren Ende sich das Publikum befindet.
37:27Dennoch ist es nicht nur purer Zynismus, wenn die Produzenten sagen, sie würden nur das produzieren, was das Publikum will,
37:33denn aufgrund seiner miserablen sozialen Situation kann das Publikum gar nichts anderes wünschen, als das, was auf es zukommt.
37:40Andererseits ist die Schallplattenindustrie nach kommerziellen Gesetzen angetreten,
37:44nach denen Waren produziert werden müssen, die sie zu verkaufen haben,
37:48gleichgültig, ob das Publikum für sich selber genommen etwas davon hat oder nicht.
37:52Es gibt für mich nur einen guten und einen schlechten Schlager.
37:55Der gute Schlager setzt sich durch und der schlechte nicht.
37:58Ich weiß, dass die Schlager in aller Welt seicht sind und vor allen Dingen die, die erfolgreich sind, sind meist
38:06die seichten,
38:07aber das spricht nicht gegen den Schlager, das spricht gegen das Publikum, das es kauft.
38:11Ein Schlager ist ein Lied, welches dem Verbraucher durch einen sympathischen oder netten Interpreten vorgestellt wird,
38:22der es damit verkauft.
38:24Wenn wir vom Publikum einmal ausgesucht worden sind, dass man uns mag, für sie zu singen,
38:30dann hat man aber auch die Verantwortung, dem Publikum gegenüber das zu singen, was sie wollen.
38:35Denn man ist dazu da, unser Beruf ist dazu da, den Leuten Unterhaltung und Freude zu bringen.
38:41Schallplatten und Publikumsgeschmack, das heißt also Unterhaltungsschlechter wird es immer geben,
38:47ob in wirtschaftlich guten oder schlechten Zeiten.
38:51Die Frage, was unsere Branche betrifft, ist nur die, wie weit die Kaufkraft des Konsumenten reicht,
38:57um unsere erträumten kaufmännischen Vorstellungen zu erfüllen.
39:09Die Frage, was unsere Branche betrifft, ist nur die, wie weit die Kauf betrifft,
39:23so nettrell, dass du wollen, wenn du vorst, dass du vorst, dass du vorst, dass du vorst,
39:28dass du vorst, dass du vorst, dass du vorst, dass du vorst,
39:29hey, moni, lads, come on along, come on along,
39:34let me take you by the hand, up to the man, up to the man,
39:39who's the leader of the band,
39:42and if you care to hear this one, you're ever playing,
39:46Racktime, come on here, come on here,
39:50Alexander's Racktime Band.
39:53Oh, my honey, oh, my honey,
39:56let me take you to Alexander's Grand Stain Press Band,
40:02and you're coming along.
40:04Come on here, come on here,
40:07Alexander's Racktime Band.
40:09Come on here, come on here,
40:12it's the best band in the land,
40:14they can play a beautiful guitar like you never heard before,
40:18so nettrell, dass du wollen, du vorst,
40:21dass du vorst, dass du vorst, dass du vorst, dass du vorst,
40:23dass du vorst, dass du vorst, dass du vorst,
40:25come on here, come on here,
40:27come on here, come on here,
40:29let me take you by the hand,
40:31up to the man, up to the man,
40:34who's the leader of the band,
40:37and if you care to hear this one,
40:39you're ever playing,
40:42Racktime,
40:42Come on and hear, come on and hear, Alexander's Ray-Time-Bendt, Ray-Time-Bendt.
41:07Der Mitklatscheffekt ist nicht, wie viele Leute glauben, bewusst und gezielt angelegt.
41:15Er entspringt dem Geschmack derjenigen, die sich sowas anhören und mitmachen, freiwillig nämlich.
41:23Der Mitklatscheffekt in der Hitparade ist ein Teil dieser Produktionsmechanik, die heute beim Schlager angewendet wird.
41:30Es wird darauf gesehen, dass das Publikum möglichst schnell den Schlager intus kriegt.
41:36Und es kriegt ihn auf keine Weise besser intus, als wenn man es ihm einhämmert oder wenn das Publikum es
41:42sich selbst einhämmert.
41:44Daher dieser immer auf eins und drei, auf den schweren Taktteilen wie im Deutschen Marsch betonte Rhythmus, der so einen
41:52Humpa-Humpa-Effekt bringt.
41:54Wenn man sich eine Hitparade ansieht, bekommt man einen Schreck. Ich jedenfalls bekomme immer einen Schreck.
41:59Weil ich das Gefühl habe, dass das deutsche Volk immer noch ein Volk mit einer latenten Sehnsucht nach dem Marsch
42:05ist.
42:06Ich habe das Gefühl, und das bestätigt sich ja auch immer wieder, dass hier die Stücke schon durch die ersten
42:11vier Einleitungstakte daraufhin konzipiert werden,
42:14dass automatisch ein Klatschmechanismus in Gang gesetzt wird, der dann das Stück trägt.
42:18Und im Grunde kann danach folgen, was will eine gewisse sonnig-doofe Munterkeit.
42:23Wird gleich vermittelt, rastet ein inzwischen schon und dann kommt also der deutsche Marsch.
42:28Das akustische Bild des hässlichen Deutschen.
42:31Wenn nun mal Titel, zu denen die Leute mitklatschen können, in erster Linie nun mal kommerzieller sind als eben anspruchsvolle
42:40Titel,
42:40dann liegt es eben daran, dass wir eben in diesem speziellen Land sind.
42:45Und dann liegt es eben daran, dass das nun mal deutsche Folklore ist.
42:49Ich glaube, die Trivialität des deutschen Schlagers hängt auf eigenartige Weise mit dem Hang des Deutschen zu Hören zusammen.
42:58Dass er also immer gleich zu den Sternen greifen will, aber leider seiner technischen, sprachlichen und musikalischen Mittel im Schlager
43:04nicht immer ganz mächtig ist,
43:05diesen Griff auch erfolgreich auszuüben.
43:07Die Beatles und andere Interpreten aus England und Amerika haben natürlich das Textniveau entscheidend angehoben.
43:14Aber ihre Lieder sind in Deutschland immer auf der Ebene deutscher Trivialschlager übersetzt worden.
43:21Und kaum ein Interpret oder ein Übersetzer hat es verstanden, diese Texte, die ja immer eine Story erzählen,
43:28angemessen in unseren Sprachraum herüber zu bekommen, weil die deutschen Schallplattenproduzenten und Texter immer gesagt haben,
43:33hier geht eben nur das einfache, schlichte Klischee.
43:36Ich könnte mir vorstellen, dass der bemerkenswerte Erfolg eines Mannes wie Udo Lindenberg zum Beispiel durchaus damit zusammenhängt,
43:45dass ein größerer Teil der jungen Leute geradezu danach gefiebert haben, auch mal Schlager-Texte zu hören,
43:52in denen nun nicht nur Träume, Schäume, Liebe, Triebe vorkommen, sondern also auch etwas von der Welt, in der die
43:58jungen Leute leben.
44:00Die deutschen Lieder, die deutschen Schlager bevorzugen, sobald sie sich an das deutsche Publikum richten,
44:08natürlich sehr viel Melodie, natürlich auch Rhythmus, aber sie liegen in der gesamten, sie sind recht freundliche Dur-Melodien.
44:19Und wenn nun mal die Leute in Deutschland auf Lieder wie die schöne Maid oder wer soll das bezahlen oder
44:26wir machen durch bis morgen früh stehen,
44:29insgesamt gesehen das große, breite Publikum, dann kann man es doch nicht von der Hand weisen,
44:36dass wir, die wir dafür verantwortlich sind, den Geschmack des Publikums zu befriedigen,
44:43auch nach wie vor und immer weiter in diese Kerbe reinschlagen.
44:48Natürlich hat man, wenn man in eine Kerbe immer wieder haut, den Baum dann irgendwann zum Umfallen gebracht.
44:53Aber wenn er einmal liegt, ist er auch umgefallen und der Entertainer ist tot.
44:58Das heißt, wenn diese Masche zu Tode geritten wird und zu Tode geritten ist
45:02und der Entertainer hat keine Möglichkeit, andere Seiten seines Talents, die schon bekannt sind,
45:08aufzubauen und darauf auszuweichen, ist er vom Markt verschwunden.
45:11Und man sagt heute in Deutschland, ein Sänger, ein Schlagersänger habe allenfalls eine Überlebensdauer von sieben Jahren.
45:17Das ist zu kurz gemessen an der Lebenszeit eines Menschen.
45:21Mit dem Begriff Cavalry verbindet man bei uns heute die unterschiedlichsten Vorstellungen.
45:27Ich möchte Sie zu der guten alten Bedeutung zurückführen und zu einem Ausflug ins Woodwell-Theater einladen.
45:41Sie sagte, ich bin Tänzerin von Klasse, wollen Sie mich heute auf der Bühne sehen.
45:56Ich ging in das kleine Theater und blieb dort wie angewurzelt stehen.
46:17Sie tanze dem Bamm, Bamm, Bamm-Bamm-Bamm, die Hüften ging in Schwung voll mit.
46:26Oh Mann, war dieses Girl gebaut, ne super, super Strip-Tiss-Braut.
46:34Mit jedem Bam, Bam, Bampedi-Bam ging auch mein Herz gleich mit
46:42Sie warf allen Küsse zu, ja so war sie
46:46Für ihren Beruf erscheuerte sie keine Mühe
46:51Kein Wunder, ich verliebte mich wie nie
46:55In das Bam, Bam, Bampedi-Girl
46:58Oh, let's go!
47:04Yeah, yeah, yeah, yeah!
47:06Yeah, yeah, yeah, yeah!
47:10Oh!
47:17Komm ich nach Haus, so gegen Hartz 6
47:22Da wartet sie schon auf mich
47:27Sogleich dreht sie das Radio auf
47:31Alle Dinge nehmen die von selbst ihren Lauf
47:35Und welcher Mann nimmt nicht gern eine Frau in Kauf
47:39Die denn Bam, Bam, Bam, die so tanzt
47:42Oh yeah, so tanzt
47:45Tanzt, tanzt
47:47Den Bampedi-Bam
47:49Bam, Bam
47:54Ich glaube, dass Jürgen ein begabter Junge ist
47:56Und dass wenn er die richtige Pflege von Seiten seines Managements und Seiten seiner Produzenten bekäme
48:02Er auch entwicklungsfähig wäre für den internationalen Markt
48:06Ich glaube aber da eben liegt das Problem
48:09Seine Produzenten und sein Management sind sehr viel mehr daran interessiert
48:13Ihre eigenen Produktionen, ihre eigenen Trivialschlager im Inland an den Mann zu bringen
48:18Um ihm die Freiheit zu geben, sich auch international zu entwickeln und frei zu schwimmen
48:22Wenn der praktische Fall eintreten würde
48:25Dass morgen beispielsweise Jürgen Markus zu mir käme und würde sagen
48:30Du pass auf Jack
48:31Ich habe jetzt lange genug das gesungen, was du mir vorgesetzt hast
48:38Ich habe auch Erfolg damit gehabt
48:40Aber ich möchte jetzt wirklich etwas anderes machen
48:44Ich möchte beispielsweise in deutscher Sprache französische Chansons singen
48:53Dann würde ich mit ihm diskutieren
48:55Ich würde bestimmt auch erkennen, dass er nun den Kritikern, die nun seit langer Zeit auf ihm herumgetrampelt sind
49:07Und die ihm immer wieder eingeredet haben
49:10Du kannst doch viel mehr, du kannst was viel, viel Besseres und so weiter
49:13Warum machst du es eigentlich nicht
49:15Dass er dem nun einfach erlegen ist
49:17Das würde ich mit ihm also sehr, sehr lange durchdiskutieren
49:21Ich bin auch sicher, dass ich einmal einen Versuch machen würde
49:28Allerdings auf jeden Fall mit dem Schlenker, dass es doch irgendwie kommerziell sein könnte
49:35Wenn das nicht laufen würde
49:37Wenn dieser Versuch scheitern würde
49:39Und er würde weiterhin darauf bestehen
49:41Anspruchsvoll zu bleiben
49:43Und ihm ist der Umsatz einfach egal
49:47Dann würde ich mich ganz bestimmt
49:49Nicht wahrscheinlich, sondern ganz bestimmt
49:51In aller Freundschaft von ihm trennen
49:54Das deutsche Schuhgesinnes
49:58Hat im Augenblick eine Reihe von Schwierigkeiten
50:01Die darin gegründet sind
50:05Dass wir zwar innerhalb Deutschlands recht gute Erfolge machen
50:11Dass wir aber, sobald wir die ersten Schritte nach draußen wagen, Schwierigkeiten haben
50:17Das letzte Eurovisionsfestival in Breiten hat für jeden ganz klar gezeigt
50:22Dass es nicht nur eine Sprachbarriere, sondern auch eine Geschmacksbarriere gibt
50:28Und sollten wir im deutschen Lied, im deutschen Schlager, im deutschen Chanson die Absicht haben
50:34International wie vor dem Kriege wieder mitzuspielen
50:37Dann allerdings bedarf es einer echten gemeinsamen Arbeit zwischen Produzenten, Schallplattenindustrie
50:45Aber auch zwischen Fernsehen und Rundfunk
50:48Damit wir unsere deutschen Künstler, unsere deutschen Nachwuchskünstler
50:52Trimmen, würde ich fast sagen
50:54Fit trimmen für den internationalen Markt
51:09So wie ein Sonnstrahl der dunkle Wolken
51:15Nach langem Spiel besiegt
51:21Wie eine Rose, die ganz allein auf weitem Feld
51:28Im Wind sich wiegt
51:33So schön warst du und mir wurde klar
51:38Ein Engel kam von selbst zu mir
51:48Ein Engel, der mich liebt
51:54Und der bei mir bleibt
52:00Ein ganzes Leben lang
52:03Immer nur bei mir
52:09Eier
52:22Na na na na na na na
52:25Na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:39na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:41na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:41na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:41na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:42na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:42na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:44na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:44na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:44na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:47na na na na na na na na na na na na na na na na na na na na
52:48na na na
52:55die nur Blumen und bunte Vögel kennt.
53:03Wie in Romanen die erste große Liebe,
53:08die wie Feuer brennt.
53:15War meine Welt doch wie Porzlan,
53:20war sie entzwei an jenem Ort,
53:29wo eine andere Hand all mein Glück mir nacht.
53:40Ein Engel, der mich liebt, ist für immer was.
53:50Wenn wir erst einmal einen Künstler wie Jürgen Markus so weit gebracht haben,
53:55dass er ein Publikumsliebling ist,
53:57dass er in den Hitparaden vertreten ist,
54:00dann hat er sich dem Kunden gegenüber
54:02mit einer Erkennungsmelodie
54:04oder mit einer Kennkarte,
54:06mit einer Kennmelodie
54:08so ins Herz geschrieben,
54:10dass der Kunde für eine gewisse Zeit
54:11Lieder von ihm in gleicher Richtung bevorzugt.
54:15Das bedeutet nicht, dass Herr Jürgen Markus nun für alle und ewige Zeit
54:20gleiche Themen wie Schmetterlinge
54:22oder eine neue Liebe ist wie ein neues Leben singen wird,
54:25aber zunächst einmal
54:26hat er damit sein Publikum erobert
54:28und wird in den vielen Variationen,
54:31die eine solche Komposition
54:32oder eine solche Arbeit möglich macht,
54:35wird er es auch für das deutsche Publikum
54:37zunächst in der Form vorsetzen.
54:38Ein Engel, der mich liebt, ist für immer was.
54:46Das ist mein Lieblings, das ist mein Lieblings.
54:59Das ist mein Lieblings mit einer einfachen
55:23La-la-la-la-la-la
55:47Ein Einer, der mich liebt
56:09Ein Einer, der mich liebt
56:26Ein Einer, der mich liebt
56:57Ein Einer, der mich liebt
57:10Ein Einer, der mich liebt
57:14Ein Einer, der mich liebt
57:17Ein Einer, der mich liebt
57:19Ein Einer, der mich liebt
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