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#GanzerFilm #deutsch
Die Schneekönigin (finnischer Titel Lumikuningatar) ist ein deutsch-finnischer Märchenfilm von Karola Hattop aus dem Jahr 2014. Er beruht auf dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen und wurde vom ZDF in Koproduktion mit Kinderfilm und Visual Norden für die ZDF-Reihe „Märchenperlen“ produziert. Flora Li Thiemann ist in der Rolle der Gerda, Kristo Ferkic in der des Kay und Linda Zilliacus in der Titelrolle der Schneekönigin besetzt. Annette Frier verkörpert Frau Flora.

Handlung
Gerda und Kay sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde und lieben sich heimlich. Kay hat Gerda sogar ein beheiztes Glashaus gebaut, damit darin ihre Rosen auch im kalten Winter wachsen können und nicht erfrieren. Doch das macht die Schneekönigin wütend, die vergeblich versucht, Blumen in Eis zu verwandeln. Als Kay sie dann auch noch verhöhnt, schleudert sie einen Eissplitter in Kays Auge und schlagartig wird der liebenswerte Junge zu einem kaltherzigen Knaben. Gerda versteht ihn nicht mehr und es kommt zum Streit zwischen ihnen. Dabei zerschlägt Kay eine Scheibe des Glashauses, sodass die blühenden Rosen nun doch erfrieren müssen. In seinem Zorn rennt Kay über die Schneelandschaft und begegnet der Schneekönigin, die ihn zu sich in den Schlitten bittet. Er lässt sich willig von ihr mit in ihren Eispalast nehmen. Gerda bleibt verzweifelt zurück und versucht, Kay zu finden. Doch bleibt ihr nur sein Schlitten an einem halb zugefrorenen Fluss.

Kategorie

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Kurzfilme
Transkript
00:00:03Schnipp, schnapp, schnipp, schnapp, schnipp, schnapp, schnurre, Pore, Baselurre.
00:00:18Es gibt auf der Welt verschiedenerlei Menschen.
00:00:22Schuhmacher, Mützenmacher, Schlüsselmacher, Schulkinder und Apotheker.
00:00:28Und ich bin ein Märchenerzähler.
00:00:31Und wir alle, die Schmiede, die Köche, die Schneider und die Märchenerzähler,
00:00:35sind Menschen, die man braucht und die unentbehrlich sind.
00:00:39Wenn es mich, den Märchenerzähler nicht gäbe, dann hätte vielleicht nie jemand erfahren,
00:00:44was in dieser Stadt vor gar nicht allzu langer Zeit mit dem jungen Kai geschah.
00:00:48Und wie die tapfere Gerda, das ist seine Schwester, die, äh, doch, pssst,
00:00:56Noch ein wenig Geduld.
00:01:11Heute erzähle ich euch das Märchen von der Schneekönigin.
00:01:16Dieses Märchen ist lustig und traurig.
00:01:19Ja wirklich, es ist traurig und lustig zugleich.
00:01:24In ihm kommen ein Junge und ein Mädchen vor.
00:01:27Ich kenne sie sehr gut, denn ich wohne mit ihnen im gleichen Haus.
00:01:33Das ist Kai.
00:01:35Er kann nicht nur mit Schneebellen werfen, er geht sogar ganz gerne in die Schule.
00:01:39Und wenn er Hausaufgaben macht, sehe ich, wie gut er addieren, subtrahieren und multiplizieren kann.
00:01:47Und das ist Gerda.
00:01:49Sie hat zwar Angst vor Fröschen, aber sonst fürchtet sie sich vor nichts auf der Welt.
00:01:55Wie viele Märchen es doch gibt.
00:01:58Aber mit der Zeit wird es langweilig, sie immer nur zu erzählen.
00:02:02Deshalb werde ich euch heute das Märchen zeigen.
00:02:05Und ich werde selbst an allen Abenteuern teilnehmen.
00:02:09Ihr fragt, wie ist es möglich?
00:02:11Weil es mein Märchen ist.
00:02:14Und sicherheitshalber werde ich eine Rolle mitspielen.
00:02:21Aha!
00:02:26Den Kommerzienrat werde ich zum Duell fordern.
00:02:31Man könnte ihn mit dem Degen durchbohren.
00:02:42Wie gut, dass ich bewaffnet bin.
00:02:45Mir steht ein Kampf mit Räubern bevor.
00:02:49Zugegeben, man kann mit ihr nicht schießen.
00:02:51Aber das ist doch gut so.
00:02:53Denn ich mag in Märchen keinen Lärm.
00:02:58Na, wann können wir beginnen?
00:03:03Schnipp, schnapp, schnurre, purre, Baselur.
00:03:34Zugegeben, schnapp, schnapp, schnapp, schnapp.
00:03:47Amen.
00:04:14Amen.
00:04:42Amen.
00:05:39Hörst du die Stufenknarren?
00:05:41Das wird Großmutter sein.
00:05:43Wollen wir hier einen Schreck einjagen?
00:05:44Komm, wir verstecken uns.
00:05:46Ja, los.
00:06:04Was ist denn das für ein albernes Getue?
00:06:08Ich habe euch etwas gefragt.
00:06:10Ihr ungezogenen Kinder.
00:06:12Entschuldigen Sie, wir sind nicht ungezogen.
00:06:15Wohlerzogene Kinder laufen A. nicht auf allen Vieren auf der Erde.
00:06:20Brüllen B. nicht Buu-Bu.
00:06:23Schreien C. nicht Wau-Wau.
00:06:25Und überfallen D.
00:06:26Nicht ohne ersichtlichen Grund, einfach fremde Leute.
00:06:29Aber wir haben gedacht, sie sind unsere Großmutter.
00:06:31Ja.
00:06:32Unsinn.
00:06:33Ich bin doch nicht eure Großmutter.
00:06:36Sind das wirklich echte Rosen?
00:06:40Ach, Großmutter.
00:06:41Großmutter.
00:06:42Hat es lange gedauert?
00:06:43Sieh mal.
00:06:47Ich habe Ihnen ein Geschäft vorzuschlagen.
00:06:50Wissen Sie, wer ich bin?
00:06:51Habe nicht die Ehre.
00:06:53Ich bin ein sehr reicher Mann, liebe Frau.
00:06:56Selbst eurem König ist bekannt, wie reich ich bin.
00:06:58Er musste mir deshalb den Titel Kommerzienrat verleihen.
00:07:01Eis.
00:07:02Eisschränke und Kühlhallen.
00:07:04Mit eisgefüllte Keller.
00:07:06All das gehört mir.
00:07:07Das Eis hat mich so reich gemacht.
00:07:09Ich kann mir alles kaufen.
00:07:11Ich bin gekommen, weil ich Ihre Rosen haben will.
00:07:14Lieben Sie denn Blumen so sehr?
00:07:16Aber woher?
00:07:16Ich kann sie nicht ausstehen.
00:07:18Ja, warum wollen Sie sie denn...
00:07:19Ich liebe die Dinge, die selten sind.
00:07:21Dadurch bin ich reich geworden.
00:07:23Im Sommer ist das Eis selten, also verkaufe ich im Sommer Eis.
00:07:27Im Winter sind Blumen eine Seltenheit.
00:07:29Das ist der einzige Grund, weshalb sie für mich interessant sind.
00:07:31Wie viel?
00:07:35Es tut mir sehr leid, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, verehrter Herr Kommerzienrat.
00:07:41Diese Blumen verkaufen wir aber nicht.
00:07:44Ich bin sicher, Sie werden es.
00:07:45Ganz bestimmt nicht.
00:07:47Doch, Sie werden sie verkaufen.
00:07:49Für nichts auf der Welt.
00:07:51Unsinn.
00:07:51Ich gebe Ihnen dafür zehn Taler.
00:07:53Nehmen Sie sie.
00:07:54Ich nehme sie nicht.
00:07:56Zwanzig.
00:07:57Nein.
00:07:58Also fünfzig.
00:08:00Hundert.
00:08:02Noch zu wenig?
00:08:05Dann zweihundert.
00:08:07Davon könnten Sie und diese garstigen Kinder ein ganzes Jahr leben.
00:08:10Das sind keine garstigen Kinder.
00:08:14Reicht Ihnen das immer noch nicht?
00:08:16Sie sind eine hartgierige Alte.
00:08:19Diese Rosen hat uns ein Märchenerzähler geschenkt.
00:08:21Er wohnt bei uns zur Untermiete.
00:08:24Geschenke aber darf man nicht verkaufen.
00:08:27In diesem Fall sind Sie eine völlig verrückte Alte.
00:08:31Das sind Sie.
00:08:31Und Sie sind ein ganz hässlicher Alter.
00:08:34Das sind Sie.
00:08:36Kinderkinder.
00:08:37Nicht doch.
00:08:38Lasst das.
00:08:38Ich werde euch alle einfrieren.
00:08:42Das dürfen Sie ja gar nicht.
00:08:44Alle haben Großmutter gern.
00:08:46Und Sie knurren sie an wie ein...
00:08:48Kai.
00:08:51Wie ein schlechter Mensch.
00:08:56Ich werde mich an euch rächen.
00:09:00B.
00:09:02Sehr bald rächen.
00:09:03Und C.
00:09:05Werde ich mich fürchterlich rächen.
00:09:10Und schließlich noch D.
00:09:13Ich werde mich noch heute bei meiner Königin beschweren.
00:09:17Ihr werdet sehen.
00:09:23Ach, der Herr Märchenerzähler.
00:09:26Der Mann, der Märchen erfindet, die kein Pfifferling wert sind,
00:09:29aber mir das Geschäft verderben.
00:09:31Na, macht nichts.
00:09:33Wir beide werden noch abrechnen.
00:09:35Schnipp, schnapp, schnurren.
00:09:38Wie bitte?
00:09:41Pore.
00:09:42Aselore.
00:09:47Unsinn.
00:09:52Guten Abend.
00:09:59Habt ihr Angst bekommen, Kinder?
00:10:01Das braucht ihr nicht.
00:10:03Seht nur, wie freundlich euch die Rosen zunicken.
00:10:06Sie sagen in ihrer Sprache, wir sind bei euch.
00:10:09Und solange wir blühen, geschieht euch nichts.
00:10:11Hört ihr es?
00:10:14Na, Kinder, Kinder.
00:10:15Hat euch dieser Eismann wirklich so einen Schreck eingejagt?
00:10:20Er wollte unsere Rosen mitnehmen, aber wir haben es ihm nicht erlaubt.
00:10:24Da musste er wieder gehen.
00:10:25Na, großartig.
00:10:26Und wovor habt ihr noch Angst?
00:10:27Ich habe keine Angst.
00:10:29Ich habe auch keine.
00:10:31Aber er hat von einer Königin gesprochen.
00:10:34Weißt du, wen er gemeint hat?
00:10:45Sicher die Schneekönigin.
00:10:48Sie ist die Herrscherin über den Frost, den Schnee und die Schneestürme.
00:10:52Der Kommerzienrat ist mit ihr befreundet, denn sie liefert ihm das Eis.
00:10:58Die Königin lebt weit weg von hier, im hohen Norden.
00:11:02Doch im Winter, wenn die eisigen Winde wehen, dann kommt sie in einer Schneewolke bis hierher zu uns.
00:11:11Lassen Sie es gut sein mit dem Märchen erzählen.
00:11:13Die Kinder sind ja schon ganz verängstigt.
00:11:15Hört mal.
00:11:17Da rüttelt jemand am Fenster.
00:11:19Das ist nur der Wind.
00:11:20Wind, Schneesturm, weiter nichts.
00:11:22Wenn das die Schneekönigin ist, sie soll ja nicht versuchen reinzukommen.
00:11:27Sonst setze ich sie auf den heißen Herd und sie wird sofort schmelzen.
00:11:43Ruhig, Kinder.
00:11:44Ich mache die Lampe gleich wieder an.
00:12:08Entschuldigen Sie, gnädige Frau, wir haben nicht gesehen, wie Sie hereingekommen sind.
00:12:12Ich habe geklopft, aber es hat niemand geöffnet.
00:12:14Oh, die Scheiben sind in zwei gegangen.
00:12:19Ich werde gleich ein Kissen in das Loch stopfen.
00:12:21Oh, bemühen Sie sich nicht, das stört mich nicht im geringsten.
00:12:25Bitte nehmen Sie Platz.
00:12:30Womit kann ich dienen, gnädige Frau?
00:12:34Ich bin gekommen, um diesen Jungen mitzunehmen.
00:12:40Ich verstehe Sie nicht, gnädige Frau.
00:12:45Ich bin einsam und reich.
00:12:48Ihnen dagegen muss es schwer fallen, ein Pflegekind zu ernähren und groß zu ziehen.
00:12:52Ich bin kein Pflegekind.
00:12:55Er sagt die Wahrheit, gnädige Frau.
00:12:57Er war noch kein Jahr alt, als seine Eltern starben.
00:13:00Der Junge ist hier bei mir aufgewachsen und ist mir genauso lieb wie meine einzige Enkeltochter.
00:13:05Diese Gefühle gereichen Ihnen zur Ehre, aber Sie sind alt und können bald sterben.
00:13:11Großmutter wird niemals sterben.
00:13:13Du bist sehr vorlaut, Mädchen.
00:13:17Willigen Sie ein, werte Frau.
00:13:19Durch mich wird der Junge für immer versorgt sein.
00:13:22Ich rate Ihnen nicht lange zu überlegen.
00:13:25Großmutter, du darfst mich nicht weggeben.
00:13:27Ich habe dich so lieb, ich möchte bei dir bleiben.
00:13:30Liebe Großmutter, ich bitte dich sehr, gib kein nicht weg.
00:13:32Wo denkst du hin, Gerda? Nicht für alle Schätze der Welt.
00:13:35Kai werde ich niemals hergeben.
00:13:37Da haben Sie es gehört.
00:13:39Kai, überleg dir das genau.
00:13:42Du bist sehr voreilig.
00:13:44Du wirst in einem Palast wohnen.
00:13:47Ich werde dir alle Wünsche erfüllen und für hunderte Diener wird jedes deiner Worte Befehl sein.
00:13:52Aber ich werde Großmutter nicht haben.
00:13:55Und Gerda wird auch nicht da sein.
00:13:58Ich gehe nicht mit.
00:14:00Sei nicht starkköpfig.
00:14:03Du wirst es bereuen.
00:14:05Ich will aber nicht weg von hier.
00:14:07Ich frage dich jetzt zum allerletzten Mal, Kai.
00:14:11Bleibst du in diesem armseligen Loch oder kommst du mit mir in meinen Palast?
00:14:16Ich bleibe bei Großmutter.
00:14:17Da haben Sie es.
00:14:19Bravo, Junge.
00:14:23Kai, du sollst deinen Willen haben.
00:14:27Doch zum Abschied wirst du mir noch einen Kuss geben.
00:14:34Was ist, Kai?
00:14:37Hast du Angst?
00:14:39Das hätte ich nicht erwartet von dir.
00:14:43Ich habe keine Angst.
00:14:46Leben Sie wohl.
00:14:56Leben Sie wohl, liebe Frau.
00:14:59Ich glaube, wir werden uns wiedersehen, Kai.
00:15:27Wie unheimlich.
00:15:30Das ist sie gewesen, die Schneekönigin.
00:15:34Warum haben Sie uns das denn nicht gesagt?
00:15:37Ich konnte nicht.
00:15:39Sie hat ihre Hand ausgestreckt.
00:15:41Dadurch drang mich die Kälte vom Kopf bis zum Fuß.
00:15:43Und die Zunge war wie gelähmt.
00:15:47Seht nur.
00:15:48Wie ulkig.
00:15:49Unsere Rosen verwelken ja.
00:15:53Sie verwelken.
00:15:54Wie die aussehen.
00:15:56Werft sie vor die Tür.
00:15:58Ach, die Rosen sind eingegangen.
00:16:01Was für ein Unglück ist das.
00:16:03Seht mal.
00:16:03Ist euch das auch schon aufgefallen?
00:16:05Wie Großmutter watscht.
00:16:07Genau wie eine Ente.
00:16:09Wir haben eine Ente im Haus und keine Großmutter.
00:16:12Und Gerda guckt so dumm, als ob sie eine Kuh wäre.
00:16:15Kai, ich erkenne dich nicht wieder.
00:16:18Wenn ich mir das überlege.
00:16:20Euretwegen bin ich in diesem Loch geblieben.
00:16:23Und bin nicht mit der Schneekönigin in den Palast gefahren.
00:16:26Wo es so viele Diener gibt.
00:16:29Komm Gerda.
00:16:30Geh schlafen.
00:16:31Es ist schon spät.
00:16:32Du musst ins Bett.
00:16:32Vorher möchte ich aber wissen, was mit Kai los ist.
00:16:35Fang bloß nicht wieder an zu heulen.
00:16:40Wie hässlich du aussiehst, wenn du geheult hast.
00:16:44Geh schlafen.
00:16:46Komm, du musst ins Bett.
00:16:57Wissen Sie, was Kai geschehen ist?
00:17:00Es ist so, die Schneekönigin hat ihn geküsst.
00:17:02Und bei einem Menschen, den sie einmal geküsst hat, erstarrt das Herz.
00:17:06Und verwandelt sich in einen Eisklumpen.
00:17:10Und jetzt hat unser kleiner Kai
00:17:15ein Herz aus Eis.
00:17:18Macht nichts.
00:17:19Macht nichts.
00:17:20Wir werden es wieder erwärmen.
00:17:23Wir lieben unseren Kai doch alle.
00:17:26Ich bin davon überzeugt,
00:17:27dass Kai, wenn er morgen früh aufsteht,
00:17:30genauso gut und vernünftig sein wird,
00:17:32wie immer.
00:17:35Es ist so, was man will.
00:17:41Man muss es immer wieder kommen.
00:17:47Es ist so, was man will.
00:17:48Ich bin davon überzeugt.
00:17:49Wir wollen das!
00:17:51Anfänger!
00:17:56Ja?
00:18:01Ich bin davon überzeugt.
00:18:17Seht mal, seht mal, seht doch mal!
00:18:18Der Schmerz sind Pferde, kann ich echt sagen.
00:18:19Oh, da möchte ich gerne mal mitfahren.
00:18:24Habt ihr gesehen?
00:18:25Da kommt er wieder.
00:18:28Man müsste hinterher hin und ihn einholen.
00:18:55Halt an! Halt an!
00:19:03Ich fahre runter.
00:19:05Bleib stehen.
00:19:06Halt!
00:19:07Halt an!
00:19:08Halt an!
00:19:11Halt an!
00:19:25Halt an!
00:19:42Der Frühling ist gekommen, liebe Großmutter.
00:19:45Aber Kais Herz ist immer noch tot.
00:19:48Er ist nicht zu uns zurückgekehrt.
00:19:50Verzeih mir, deine Gerda.
00:19:52Halt an!
00:19:54Halt an!
00:19:57Halt an!
00:20:18Halt an!
00:20:21Halt an!
00:20:33Guten Morgen, Frau Tintenfass.
00:20:40Guten Tag, mein lieber Herr Kobold.
00:20:45Wie leicht mir unsere Hausherrin tut, die arme Großmutter.
00:20:49Kai ist verschwunden und Gerda ist losgezogen, ihn zu suchen.
00:20:53Ach, das endet, das endet nicht gut. Was mag daraus werden?
00:20:59Ja, mein lieber Herr Kobold, das ist schrecklich.
00:21:03Vor Kummer werde ich völlig austrocknen.
00:21:06Solange aber noch Tinte in mir ist, weine ich.
00:21:10Weine ich immer zu. Immer zu. Immer zu.
00:21:30Musik
00:21:54Musik
00:22:02Но идти я готова
00:22:07Хоть тысячу дней
00:22:11Чтоб с нами был снова
00:22:15По-прежнему петь
00:23:00КОНЕЦ
00:23:09КРА! КРА!
00:23:11Entschuldigen Sie, Fräulein
00:23:13Werden Sie mit einem Stein nach mir werfen?
00:23:17Natürlich nicht, mein Herr, wieso denn?
00:23:19Hurra! Hurra!
00:23:21Das hört man gern
00:23:23Werfen Sie auch keinen Stock nach mir?
00:23:25Aber ich bitte Sie, mein Herr
00:23:27Und keinen Ziegelstein?
00:23:29Нiemals, mein Herr
00:23:30Dann gestatten Sie mir, Ihnen zu danken
00:23:33Und Ihnen meine Hochachtung auszudrücken
00:23:36Habe ich das schön gesagt?
00:23:39Sehr schön, mein Herr
00:23:43Ich kenne seltene Wörter
00:23:46Zum Beispiel
00:23:49Konversation
00:23:50Das kommt daher, weil ich im Schlosspark aufgewachsen bin
00:23:54Ich bin fast ein Hofrabe
00:23:57Meine Braut aber
00:24:00Ist eine echte Hofkrähe
00:24:03Sie ernährt sich von den Speiseresten
00:24:06Aus der königlichen Küche
00:24:09Sie sind wahrscheinlich nicht von hier
00:24:12Nein
00:24:13Ich bin von weit her gekommen
00:24:15Irgendetwas bedrückt Sie
00:24:19Erzählen Sie nur
00:24:21Ich bin ein guter Rabe
00:24:24Vielleicht kann ich Ihnen helfen
00:24:26Heu, heu, heu
00:24:34Heu, heu
00:24:35Klara, Klara
00:24:39Karl, Karl
00:24:42Vor Staunen kriegst du gleich deinen Schnabel nicht mehr zu
00:24:46Klara
00:24:48Dieses Mädchen
00:24:49Heißt
00:24:51Gerda
00:24:53Gerda
00:24:55Unsere Verwandte, die Älster
00:24:57Ist eine furchtbare Klatschbase
00:24:59Sie ersetzt uns jede Zeitung
00:25:01Sie hat uns auch ihre Geschichte erzählt
00:25:04Karl
00:25:05Klara, das ist noch nicht alles
00:25:08Ich vermute, der Bräutigam der Prinzessin ist Kai
00:25:12Aber das geht doch gar nicht
00:25:13Kai ist ein ganz einfacher kleiner Junge
00:25:16Aber der Bräutigam der Prinzessin war doch auch einmal ein einfacher kleiner Junge
00:25:21Die Prinzessin hat ihn nur deshalb erwählt, weil er sich sehr tapfer mit ihr unterhalten hat
00:25:27Und wie heißt ihr Prinz?
00:25:30Der Prinz der Prinzessin heißt meistens Hoheit
00:25:32Ich werde ins Schloss gehen und mit dem Prinzen sprechen
00:25:36Wenn es Kai ist, dann bitte ich ihn für Großmutter einen Brief zu schreiben
00:25:41Dass er gesund und munter ist
00:25:44Und dann gehe ich nach Hause
00:25:47Ach, ich fürchte, man wird sie nicht einlassen in das Schloss
00:25:52Was sollen wir dann machen?
00:25:54Krah, krah, krah, krah, krah
00:25:56Krah, krah, krah
00:25:58Sind Sie ein tapferes Mädchen?
00:26:01Gerda
00:26:02Ich habe vor Fröchen Angst
00:26:05Sonst fürchte ich mich eigentlich vor nichts
00:26:07Gut
00:26:09Was meinst du, Karl?
00:26:11Dann werden wir gleich losfliegen
00:26:12Und nachts werden wir in das Schloss eindringen
00:26:16Wenn Ihnen unterwegs schwindlig wird, machen Sie die Augen zu
00:26:22Krah
00:26:40Halten Sie sich immer rechts
00:26:42Überschreiten Sie nicht den Strich
00:26:44Warum hat man denn den Strich gezogen?
00:26:48Der König hat seiner Tochter und deren Bräutigam das halbe Königreich geschenkt
00:26:55Und alle Apartements des Schlosses hat der Herrscher auch genauestens in zwei Teile geteilt
00:27:02Die rechte Seite des Schlosses gehört dem Prinzen und der Prinzessin
00:27:06Und auf der linken Seite wohnt der König
00:27:09Für uns ist es ratsam auf der rechten Seite zu bleiben
00:27:13Vorwärts
00:27:41Was ist denn das?
00:27:43Das sind nur die Träume der Hofdamen
00:27:46Sie träumen immer das gleiche vom Ball
00:27:59Und was ist das?
00:28:02Das sind ihre Kavaliere
00:28:04Sie träumen von der nächsten Jagd
00:28:11Das sind die Träume der Hofdamen
00:28:14Die Träume der Hofdamen
00:28:16Die Träume der Hofdamen
00:28:41Und wer sind die?
00:28:42Das sind die Träume der Eingekerkerten
00:28:45Die in den Kellergewölben gefangen gehalten werden
00:28:48Sie träumen davon, dass sie ihre Ketten springen
00:28:54Hü-hatt, hü-haha, hü-hatt
00:28:57Und was ist das für eine Stimme?
00:28:59Das weiß ich auch nicht
00:29:00Wir wollen uns lieber verstecken
00:29:09Toldeste
00:29:10Hü-hä-hah, hü-hä-hä-hä-hä-hä-hä-hä
00:29:26Lass dir etwas anderes einfallen.
00:29:29Dann wollen wir Besteck spielen.
00:29:30Na gut.
00:29:33Zähl aber bis 100.
00:29:35Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben.
00:29:53Wie bist du hierher geraten, Mädchen? Und warum weinst du?
00:29:56Ach, Prinz, ich habe sie gesehen und da musste ich weinen.
00:30:02Dabei weine ich sonst gar nicht vor allen Leuten.
00:30:05Höchstens, wenn ich allein bin.
00:30:09Was steht dir hier herum?
00:30:10Ja, was steht dir hier herum?
00:30:11Ihr habt doch wohl gehört, dass das Mädchen nicht gern vor allen weint.
00:30:14Stellt die Kerzen ab und weg.
00:30:20Sag mir, warum musstest du weinen?
00:30:23Antworte.
00:30:24Ich bin doch genauso ein Mensch wie du. Oder nicht?
00:30:27Hilf mir, ich finde nicht die richtigen Worte.
00:30:34Liebenswürdiges Untertanenkind.
00:30:35Warum sprichst du denn im Audienzton? Wir sind doch unter uns.
00:30:38Entschuldige, das war aus Versehen.
00:30:41Mein liebes Mädchen, erzähl mir, warum du Kummer hast.
00:30:45Warum weinst du?
00:30:46Ich habe gedacht, dass sie Kai sind. Aber sie sind das ja gar nicht.
00:30:50Natürlich bin ich das nicht. Ich heiße Klaus. Aber warum betrübt dich das so?
00:30:55Ach, jetzt weiß ich, wer du bist.
00:30:58Klaus, erinnerst du dich daran? Ich hatte dir die Geschichte von Gerda und Kai erzählt, die ich von der Älteste
00:31:02erfahren habe.
00:31:03Du bist Gerda, nicht wahr, Mädchen?
00:31:06Ja.
00:31:11Elsa, wir müssen irgendetwas für Gerda tun. Überlege.
00:31:17Ich überlege. Ich überlege, ich überlege, ich überlege. Ich hab's gefunden.
00:31:24Wir ernennen sie zum königlichen Lordspielzeugbewahrer.
00:31:28Und gleichzeitig verleihen wir ihr den Rosenorten am Schulterband. Mit Glöckchen und Schwertern.
00:31:33Du Dummerle.
00:31:36Gerda, was willst du jetzt machen?
00:31:38Ich gehe weiter nach Norden. Ich muss den Palast der Schneekönigin finden.
00:31:43Sicher ist es noch ein weiter Weg.
00:31:45Hm, sehr weit. Und allein wirst du es nicht schaffen.
00:31:48Karl und Clara, fliegt mal hinunter und gebt dem Stallburschen den Befehl, sofort die Kutsche einzuspannen.
00:31:54Ja, und zwar die Goldene.
00:31:55Nein, nein. Warum denn eine Goldene?
00:31:58Gerda hat recht. Die ist schwer und fährt langsam.
00:32:00Soll sie nur langsam fahren. Sie ist aber elegant.
00:32:03Das weiß ich auch.
00:32:04Sie ist doch elegant.
00:32:05Streiten wir nicht. Also die Goldene.
00:32:08Gerda, setz dich.
00:32:10Und warte auf uns. Wir holen dir aus der Garderobe einen Muff, eine Mütze und einen Pelzmantel.
00:32:15Bitte, liebe Gerda, denke nicht. Du kannst es nicht annehmen. Ich habe 489 Pelzmantel.
00:32:24Pass auf und betritt nicht die Seite des Königs. Auf unserer Seite bist du sicher.
00:32:28Um Mitternacht allerdings wandelt hier oft das Gespenst eines Vorfahren in diesen Saal herum.
00:32:32Das ist mein Ururgroßvater, Erik III. der Langweilige.
00:32:36Vor 350 Jahren hat er seine Tante Elvira umgebracht und seit jener Zeit kann er keine Ruhe mehr finden.
00:32:43Na bitte.
00:32:46Er ist wieder nicht auf seinem Platz.
00:32:48Wenn er aber auftaucht, beachte ihn nicht. Los, komm.
00:32:54Vielen Dank, Elsa. Dir auch vielen Dank, Klaus.
00:32:57Ihr seid wirklich sehr lieb zu mir.
00:33:11Mitternacht.
00:33:13Wenn jetzt dem Ururgroßvater einfällt, da reinzukommen.
00:33:19Da ist er.
00:33:29Ich bin sehr lieb.
00:33:32Ich bin sehr lieb.
00:33:51Guten Abend.
00:34:04Guten Abend, Ur-Ur-Ur-Großvater.
00:34:06Hä? Wie, was?
00:34:09Was ist los?
00:34:12Ich flehe Sie an, zürn Sie nicht.
00:34:14Es ist wirklich nicht meine Schuld, dass Sie Ihre Tante am Mann,
00:34:17dass Sie Streit hatten mit der Tante.
00:34:20Ach, du denkst wohl, ich bin Erik der Dritte, der Langweilige.
00:34:24Ist das nicht so, mein Herr?
00:34:25Nein, ich bin der 29.
00:34:28Und wen haben Sie ermordet, mein Herr?
00:34:32Was? Verspottest du mich etwa?
00:34:38Du weißt wohl nicht, dass sogar die Haare auf meinem Mantel zu Berge stehen,
00:34:41wenn ich wütend bin.
00:34:45Entschuldigen Sie bitte,
00:34:47aber ich wollte Sie wirklich nicht kränken.
00:34:49Ich habe bisher noch nie mit Gespenstern gesprochen
00:34:52und weiß deshalb auch nicht, wie man sie behandeln muss.
00:34:55Ich bin überhaupt kein Gespenst.
00:34:57Wer sind Sie denn, mein Herr?
00:34:58Der König.
00:35:01Ich bin der Vater der Prinzessin Elsa.
00:35:03Ach, verzeihen Sie, Roy, dann habe ich mich geirrt.
00:35:05Geirrt?
00:35:06So ein freches Mädchen.
00:35:08Na, komm her.
00:35:09Wir wollen uns unterhalten.
00:35:14Ja?
00:35:16Entschuldigen Sie, aber weiter gehe ich nicht.
00:35:18Habe ich recht gehört?
00:35:19Auch wenn ich dir es persönlich befehle?
00:35:21Auch wenn Sie es persönlich befehlen,
00:35:23ich darf die Hälfte der Prinzessin nicht verlassen.
00:35:26Ha.
00:35:28Los, komm schon her.
00:35:29Ich komme nicht.
00:35:30Komm her, habe ich gesagt.
00:35:31Und ich sage, ich komme nicht.
00:35:32Und ich sage dir...
00:35:33Nein.
00:35:36Komm her, du Küken.
00:35:38Und wenn Sie auch der König sind, Torheit,
00:35:41schreien Sie mich bitte nicht so an.
00:35:43Ich habe in der letzten Zeit schon so viel gesehen,
00:35:45dass ich sowieso keine Angst mehr kriege.
00:35:48Ich werde höchstens selber in Zorn geraten.
00:35:53Ein tapferes Mädchen.
00:35:55Weißt du,
00:35:57ich habe tapfere Menschen gern.
00:35:59Na, komm, gib mir die Hand.
00:36:01Hast wohl doch Angst.
00:36:02Ja.
00:36:03Ja.
00:36:05Hilfe!
00:36:06Lassen Sie mich nicht lassen.
00:36:07Hilfe!
00:36:10Aua!
00:36:15Das war nicht ehrlich.
00:36:16Das war gemein von Ihnen.
00:36:17Ohren zu stopfen.
00:36:19Marsch!
00:36:26Und du?
00:36:27Was machst du?
00:36:29Du beschimpfst mich.
00:36:30Mich höchst persönlich.
00:36:31In Gegenwart meiner Untertanen. Tut man das?
00:36:34Ich möchte wissen, was Sie eigentlich an mir auszusetzen haben.
00:36:38Ich verhalte mich ruhig, störe niemanden.
00:36:40Was haben Sie gegen mich?
00:36:44Na gut, ich sage ja nichts mehr.
00:36:48Du hast recht. Also verzeih bitte.
00:36:50Aber bitte, Hoheit.
00:36:58Ich weiß Bescheid.
00:36:59Du suchst einen Jungen, der Kai heißt.
00:37:01Ja, Hoheit.
00:37:03Ich werde dir helfen.
00:37:08Pass auf, das sind sogenannte Zauberskier.
00:37:12Die werden dir von Nutzen sein.
00:37:17Sieh mal.
00:37:19Vorwärts.
00:37:27Hoppla.
00:37:30Was sagst du dazu?
00:37:42Ei.
00:37:44Ich schenke sie dir gerne.
00:37:46Damit du siehst, dass auch ein König ein Herz haben kann.
00:37:51Warum guckst du so misstrauisch?
00:37:53Du bist ein komisches Mädchen.
00:37:57Pass auf.
00:37:59Ich stelle sie hierher.
00:38:01Und gehe raus.
00:38:06Gute Nacht, liebe Gerda.
00:38:11Sieh mal.
00:38:20Sieh mal.
00:38:29Ich schau mal.
00:38:29Sieh mal.
00:38:31Sieh mal.
00:38:34Sieh mal.
00:38:36Ich schau mal.
00:38:39Na was? Wer hat gewonnen?
00:38:43Du hast vergessen, es gibt in jedem ordentlichen Schloss Geheimtüren.
00:38:46Festnehmen!
00:38:51Hol sie wieder runter!
00:38:53Feige Bande halten Sie fest!
00:39:01Jetzt sollten Sie sich aber wirklich schämen, Horat.
00:39:04Ohren zu stopfen und ab! Arsch!
00:39:14Schämen Sie sich, Horat!
00:39:16Schwarz, keine Dummheiten! Ein König hat das Recht, hinterlistig zu sein.
00:39:21Gib mir meine Skier wieder, du freches Ding, du!
00:39:23Von ihnen würde ich sowieso nichts nehmen, sie Betrüger!
00:39:26Hä?
00:39:27Lauf nur zurück zu eurem Herrn.
00:39:34Ah!
00:39:39Dann eben nicht!
00:39:42Aber versetz dich doch auch mal in meine Lage.
00:39:46Sei doch nicht so störrisch.
00:39:48Liebe Gerda, ich soll dich nämlich einsperren, verstehst du?
00:39:51Ich soll dich unten im Kellergewölbe einsperren.
00:39:53Warum?
00:39:55Der Kommerzienrat will es so.
00:39:57Ist er hier?
00:39:59Na ja, der hätte ich die ganze Zeit über im Auge behalten.
00:40:04Nun will ich ihn doch schon ein.
00:40:07Begreif doch, ich schulde dem Kommerzienrat eine Menge Geld.
00:40:12Er hat mich in den Händen.
00:40:15Und wenn ich dich nicht festnehme,
00:40:19dann wird er mich ruinieren.
00:40:22Er wird die Lieferung von Eis einstellen.
00:40:24Dann können wir kein Speiseeis mehr essen.
00:40:28Er wird auch die Lieferung von Eisbomben einstellen.
00:40:31Dann fallen von allen Seiten die Nachbarn über mich her.
00:40:35Ich flehe dich an.
00:40:39Komm mit hinunter in den Keller.
00:40:41Wir finden bestimmt unten für dich ein trockenes Plätzchen.
00:40:48Nein.
00:40:53Ein König muss sein A.
00:40:55Eiskalt wie der Schnee.
00:40:57B. Hart wie Eis.
00:40:59Und C. So schnell wie der nördliche Wind.
00:41:02Darum ist das Mädchen noch nicht verhaftet worden.
00:41:04Sie befindet sich auf der Hälfte der Prinzessin.
00:41:07Unsinn.
00:41:08Wohl noch nie etwas gehört von der gewaltsamen Methode.
00:41:11So wird das gemacht.
00:41:13Nein.
00:41:14Etwas haben Sie vergessen, Rat.
00:41:15Lassen Sie das Mädchen frei.
00:41:17Wie sind Sie hierher gekommen?
00:41:18Ich habe mich verkleidet.
00:41:19Und so haben Sie nicht gemerkt, wie ich Ihnen gefolgt bin.
00:41:21Rufen Sie die Wache, Herrscher.
00:41:23Nicht von der Stelle, König.
00:41:24Rufen Sie die Wache.
00:41:25Von einem König darf man couragierteres Verhalten erwarten.
00:41:28Die Pistole ist ungeladen.
00:41:29Ich würde nicht alles glauben, Hoheit.
00:41:32Es kann sein, dass sie doch geladen ist.
00:41:34König, wenn ich es Ihnen sage,
00:41:35in der Pistole ist nicht ein Lot Pulver.
00:41:36Wenn sie aber doch geladen ist, wie er sagt.
00:41:38Die Feigling.
00:41:41Sehen Sie her.
00:41:42Ich werde Ihnen zeigen,
00:41:43wie man mit solchen Burschen umgehen muss.
00:42:13Geh augenblicklich auf die Seite des Königs,
00:42:14sonst steche ich diesen grünen Schnabel tot.
00:42:17Ich laufe ja schon.
00:42:19Elsa, blau.
00:42:22Sie wollen meinen besten Freund umbringen.
00:42:26Hey.
00:42:27Der König hat ihm ein Bein gestellt.
00:42:30Ach, so ist das.
00:42:32Gleich wird Ihnen hören und sehen vergehen, lieber Vater.
00:42:34Es ist Ihre Schuld, wenn ich jetzt meine Laune kriege.
00:42:38Ich tue es nie wieder, nie wieder.
00:42:40Ich tue es nie wieder, nie wieder, nie wieder.
00:42:42Die Kutsche ist fortgefahren.
00:42:44Die Kutsche ist fortgefahren.
00:42:46Das ging aber schnell.
00:42:48Ich verleihe euch das blaue Schulterband.
00:42:50Und was, was noch?
00:42:51Du vergisst ja alles.
00:42:52Mit Bändchen und Glöckchen.
00:42:53Beides erster Klasse.
00:42:55Wir bedanken uns.
00:42:57Wir bedanken uns außerordentlich.
00:43:01Mach dir keine Sorgen, Gerda.
00:43:03Wir sehen uns bald wieder.
00:43:11Nun, Rat.
00:43:13Ich rate Ihnen, uns in Ruhe zu lassen.
00:43:16Noch bin ich auf Ihren Rat nicht angewiesen, Sie Dichter.
00:43:21Sie haben verloren, Rat.
00:43:23Geben Sie es doch zu.
00:43:24Ach, das Spiel ist noch lange nicht zu Ende, die Dichter.
00:43:42Von Jahr zu Jahr wird es unruhiger in diesem Hause.
00:44:23Untertitelung des ZDF, 2020
00:44:36Musik
00:45:07Der will zu Ihnen.
00:45:11Was haben Sie auf dem Herzen?
00:45:13Ich muss dringend den Räuberhauptmann sprechen, gnädige Frau.
00:45:18Das bin ich.
00:45:21Sie?
00:45:24Na, was ist?
00:45:26Hat es Ihnen die Sprache verschlagen?
00:45:32Seit mein Mann damals an Schnupfen gestorben ist,
00:45:35er war ein wunderbarer Mensch,
00:45:38habe ich die Zügel selbst in die Hand genommen
00:45:41und gnade Ihnen Gott,
00:45:44wenn Sie vielleicht
00:45:47wegen einer Lappalie
00:45:49meine Ruhe gestört haben,
00:45:54dann können Sie sich sozusagen
00:45:55jetzt schon als tot betrachten.
00:45:58Es handelt sich um eine
00:46:00vertrauliche Angelegenheit.
00:46:03Scherichwort!
00:46:06Na?
00:46:07Ich hätte Ihnen ein besonders
00:46:08lohnendes Geschäft anzubieten,
00:46:10gnädige Frau.
00:46:11In nur wenigen Augenblicken erreicht
00:46:13eine goldene Kutsche den Waldrand.
00:46:15Sie kommt direkt aus dem königlichen Schloss und wird von
00:46:18vier Pferden gezogen.
00:46:18Ist die Kutsche wirklich aus echtem Gold?
00:46:21Ja,
00:46:22und darum fährt sie sehr langsam,
00:46:24denn Gold ist bekanntlich schwer.
00:46:25Und in der Kutsche?
00:46:26Ein Mädchen.
00:46:27Wie viel Wachen?
00:46:28Keine,
00:46:28nur zwei Kutscher und zwei Diener.
00:46:30Und in welchem Verhältnis
00:46:32soll die Beute geteilt werden?
00:46:35Seien Sie nur nicht zu unverschämt,
00:46:37sonst knall ich Sie ab.
00:46:38Ich verlange lediglich das Mädchen,
00:46:40weiter nichts.
00:46:41Es ist ein einfaches Bettlerkind.
00:46:43Sie bekämen ohnehin kein Lösegeld dafür.
00:46:44Wir werden sehen.
00:46:46Diensthabender der Bande!
00:46:49Ich brauche das Fernrohr.
00:46:51Ich brauche das.
00:47:21Das ist gute Ware.
00:47:27Kommt heraus!
00:47:30Es gibt Arbeit!
00:47:40Was soll denn der Lärm?
00:47:42Ich hab grad so schön geschlafen.
00:47:46Wann wird man hier endlich in Ruhe gelassen?
00:47:48Ist heute nicht Sonnabend?
00:47:51Kommt heraus!
00:47:53Ihr Teufelspatsch!
00:47:56Ja doch!
00:48:08Jetzt bist du auch die Stiefel los!
00:48:16Fertig machen!
00:48:18Alles, alles!
00:48:20Alles, alles!
00:48:35Ja, gut, alles!
00:48:37Gut, so gut, da!
00:48:37Gut, so gut, da!
00:48:39Gut, so gut, da!
00:48:4036
00:48:415
00:48:427
00:48:4377
00:48:4449
00:48:45Gut, so!
00:48:47Ja!
00:48:56So, liebenswürdiger Freund, meine Leute haben sich an und kennengelernt.
00:49:00Und wenn sie uns angeführt haben und das mit der Kutsche eine Falle sein sollte,
00:49:05dann wissen sie, was passiert.
00:49:07Unsinn. Wir sind ja beide Geschäftsleute und werden vorzüglich miteinander auskommen.
00:49:12Hey, Neuer!
00:49:14Du bleibst hier.
00:49:16Aber, Chefin, warum denn ausgerechnet ich, wo ich so gerne Blut sähe?
00:49:20Es wird gar kein Kampf stattfinden. Eine Wache gibt es nicht. Nur den Kutscher, zwei Diener und ein Mädchen.
00:49:25Ein Mädchen? Ach, nehmen Sie mich doch mit. Ich hab so ein schönes, scharfes Messer. Sehen Sie doch mal.
00:49:30Wozu?
00:49:32Ich kann kleine Kinder einfach nicht ausstehen.
00:49:35Beherrsch dich gefälligst.
00:49:37Du gehst nicht von der Stelle.
00:49:41Du wirst diesen Herrn da bewachen.
00:49:44Wenn er Anstalten macht, zu fliehen, schlag ihn tot.
00:49:47Oh, aber ich...
00:49:48Ich dulde keine Widerrede!
00:49:51Verstanden?
00:49:53Sonst wirst du entlassen. Aber auf eigenen Wunsch.
00:49:57Auf die Pferde!
00:50:05Vierner!
00:50:13Vierner!
00:50:29Oh, oh, oh, oh, oh, oh!
00:50:46Oh, oh, oh, oh, oh!
00:51:15Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh!
00:51:28Oh, oh, oh, oh, oh!
00:51:31Oh, oh, oh, oh!
00:51:33Oh, oh, oh, oh!
00:51:38Oh, oh, oh, oh!
00:51:57Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh!
00:52:09Hilfe!
00:52:10Hilfe!
00:52:11Ich hab euch doch gar nichts getan, liebe Bäume!
00:52:14Ach, die Kutsche ins Lager! Die anderen könnt ihr laufen lassen!
00:52:18Vorwärts! Wir nach!
00:52:48Die Kutsche ins Lager!
00:53:16Hey, du Unbekannter! Du hast uns nicht betrogen! Kannst das Mädchen haben!
00:53:26Lasst mich doch frei, lieber Räuber! Lasst mich frei!
00:53:29Ich mache mich ganz leise aus dem Staub, wie eine Maus! Ihr werdet es gar nicht bemerken!
00:53:37Ohne mich wird Kai doch bestimmt umkommen! Und der ist ein so lieber Junge! Versteht mich doch!
00:53:44Zieht mir lieber die Ohren lang oder verprügelt mich, wenn ihr schon so böse seid!
00:53:49Nun lasst mich wieder gehen!
00:53:53Gibt es denn hier wirklich niemand, der mir helfen will?
00:53:57Nein!
00:54:04Sehe ich richtig? Hier gibt's Kinder?
00:54:07Guten Tag, meine Kleine!
00:54:09Oh, dir auch guten Tag, Mutter!
00:54:13Na, wie war denn die Jagd, mein Töchterchen?
00:54:16Ausgezeichnet!
00:54:17Und du?
00:54:18Ach, ich bin zufrieden! Ich habe eine goldene Kutsche erbeutet, dazu vier Pferde und ein kleines Mädchen!
00:54:24Ein Mädchen?
00:54:27Ein Mädchen!
00:54:34Aber das behalte ich für mich, ja?
00:54:36Ich erhebe Einspruch!
00:54:39Was ist denn das da für ein trockener Wicht?
00:54:42Mama, schieß ihn doch tot!
00:54:45Mädchen, hab keine Angst! Solange wir uns nicht verkrachen, wird dir niemand etwas zu leide tun!
00:54:49Na, komm mit mir!
00:54:56Ich frage Sie, was geht hier vor?
00:54:59Sie verletzen unsere Abmachung, gnädige Frau!
00:55:02Ja!
00:55:03Wenn mein Töchterlein sich das Mädchen genommen hat, kann ich leider nichts dagegen tun!
00:55:08Ich versage meiner Tochter nie etwas!
00:55:11Man muss die Kinder richtig verwöhnen!
00:55:13Da muss man ganz konsequent sein!
00:55:16Nur so werden richtige Räuber aus ihnen!
00:55:20Ach, du kleiner süßer Bratz!
00:55:22Die Räuber habe ich schon schrecklich über!
00:55:23Nachts gehen sie auf Raub aus und tagsüber sind sie müde wie die Fliegen!
00:55:26Wenn ich mit ihnen spielen will, dann schlafen sie ein!
00:55:28Dann muss ich sie mit dem Dolch pieken, dass sie wieder laufen!
00:55:30Aber erzähl mir lieber von dir, woher du kommst!
00:55:33Die Pferde ausspannen!
00:55:36Alle Mann die Äxte in die Hand nehmen!
00:55:39Und die Kutsche auseinandergenommen!
00:55:44Schlagt euch nicht die Köpfe ein!
00:55:47Nicht so eilig!
00:55:48Da wird das Gold verteilt!
00:55:49Du versäumst nichts!
00:55:50Ich werde dich gut bezahlen!
00:55:52Uuuch, was für eisige Hände sie haben!
00:55:55Die Kälte dringt mir bis auf die Haut!
00:55:56Ich habe mein ganzes Leben mit Eis zu tun gehabt!
00:55:58Meine normale Körpertemperatur beträgt 33,2 Grad!
00:56:01Doch hör mal zu!
00:56:02Du musst das gefangene Mädchen erstechen!
00:56:04Frag nicht, warum ich habe meine Gründe!
00:56:06Das genügt!
00:56:10Was bezahlst du mir dafür?
00:56:12Du kommst nicht zu kurz!
00:56:13Ich will 1000 Dollar!
00:56:15500!
00:56:151000!
00:56:17700!
00:56:18700!
00:56:18Und zwar im Voraus!
00:56:19Wenn nicht, Lefot!
00:56:20Warte!
00:56:22Da!
00:56:23Doch erledige die Sache möglich noch heute!
00:56:26Abgemacht!
00:56:26Sei unbesorgt!
00:56:27Auf mich ist Verlass!
00:56:28Heute Nacht, wenn die Bande zur Arbeit geht, wird alles erledigt!
00:56:45Deine Geschichte gefällt mir gerne! Selbst wenn wir uns jetzt schreiten sollten! Ich erlaube es niemandem, dich anzurühren! Du bist
00:56:50mein persönliches Eigentum!
00:56:54Hopp, hopp, hopp, hopp, hopp!
00:56:56Gib mir die Hand!
00:56:58Und hopp!
00:56:59Ist doch nicht hoch!
00:57:02Hier lang!
00:57:07Ahhhhhhh!
00:57:31Jetzt sind wir zu Hause, gefällt's dir?
00:57:32Alles meins!
00:57:38Zieh deinen Mantel aus.
00:57:40Die Mütze, den Muff, schöne Handschuhe.
00:57:45Das behalte ich alles für mich.
00:57:47Freunde müssen doch teilen.
00:57:49Was ist? Tut es dir etwa leid?
00:57:51Sei ehrlich, du gönst sie mir nicht.
00:57:53Nein, sie tun mir nicht leid.
00:57:55Ich habe nur Angst, dass ich erfrieren muss,
00:57:57wenn ich nach dem Norden fahre, zu Kai.
00:58:00Du wirst nirgendwo hinfahren.
00:58:01Das sind nur Flausen.
00:58:03Gerade haben wir uns befreundet und schon will sie weg.
00:58:05Schau mal, wie interessant es bei mir ist.
00:58:08Das ist Gold.
00:58:10Nimm davon so viel du willst.
00:58:12Und das sind Edelsteine.
00:58:14Nimm dir ruhig eine Hand voll.
00:58:17Und hier sind die Pistolen.
00:58:18Ich zeig dir, wie man damit schießt.
00:58:26Und hier lebt mein geliebtes kleines Renntier.
00:58:30Es kann sogar reden.
00:58:31Zeig es mir.
00:58:37Es hat sich verkrochen.
00:58:38Hat sicher Angst vor mir.
00:58:39Wenn ich Zeit habe, kitzle ich es ein bisschen mit dem Messer.
00:58:42Hast du schon mal gesehen, wie ein Renntier zittern kann?
00:58:44Hey du, komm her!
00:58:46Aber schnell!
00:58:58Nicht doch!
00:58:59Warum nicht?
00:59:00Das ist doch spaßig!
00:59:02Ich möchte mit ihm sprechen.
00:59:04Darf ich?
00:59:05Sprich nur!
00:59:07Liebes Renntier.
00:59:09Weißt du, wie ich das Land der Schneekönigin finde?
00:59:15Und hast du sie schon mal gesehen, die Schneekönigin?
00:59:21Und sag mir noch, hast du bei der Schneekönigin vielleicht einen kleinen Jungen gesehen, der Kai heißt?
00:59:29Und das war bestimmt Kai?
00:59:31Ja, du kannst mir glauben, das war Kai.
00:59:39Ich habe gehört, wie ihn die Königin angesprochen hat.
00:59:44Der kleine Junge war ganz weiß vor Kälte.
00:59:52Liebes Mädchen, lass mich bitte frei.
00:59:55Er ist ganz weiß vor Kälte.
00:59:59Zuhause hat ihn die Großmutter immer warm gerieben und heißen Tee gegeben.
01:00:03So ein dummer Junge verdreschen müsste man ihn.
01:00:06Ob er sich schon völlig in ein Stück Eis verwandelt hat?
01:00:10Bitte, bitte, liebes Mädchen, lass mich gehen.
01:00:17Genug!
01:00:18Was soll das Gerede?
01:00:19Geh jetzt schlafen!
01:00:25Hör auf mich so klagend anzusehen, verstanden?
01:00:27Das kann ich überhaupt nicht leiden!
01:00:30Schlaf!
01:00:30Es ist schon dunkel.
01:00:32Unsere Leute sind alle auf Raub.
01:00:33Schlaf!
01:00:34Lass uns frei!
01:00:35Du bist ganz ruhig!
01:00:36Nun halt mal schön still.
01:00:38Ich binde dich mit einem dreifachen geheimen Räuberknoten fest.
01:00:41Der Strick ist lang, er wird dich beim Schlafen nicht behindern.
01:00:43So mein Krümel!
01:00:46Nun schlaf schön, sonst erlebst du morgen was.
01:00:49Hast du gehört?
01:00:51Gute Nacht!
01:00:57Mädchen!
01:01:01Mädchen, lass uns fliehen!
01:01:03Sie hat mich doch festgebunden.
01:01:06Den Knoten kriege ich mit meinen Hufen nicht auf.
01:01:09Du musst es allein versuchen.
01:01:11Ich kann dir dabei nicht helfen.
01:01:14Aber du hast doch Finger!
01:01:16Na gut.
01:01:17Ich werde es probieren.
01:01:44Ich werde es probieren.
01:01:53Ich habe mich gut verkleidet und so bin ich dem Rat auf der Spur geblieben.
01:01:56Und der ist vom Schloss weg direkt zu den Räubern gegangen.
01:01:58Ich konnte ihn überholen.
01:02:00Ich sah so grauenvoll aus, dass sich der Anführerin gefiel und sie mich ohne Zeugnis in ihre Bande aufnahm.
01:02:04Aber natürlich hat mich der Rat nicht erkannt.
01:02:09Hast du gehört?
01:02:10Los, komm!
01:02:15Halt!
01:02:16Das habe ich mir doch beinahe gedacht.
01:02:17Wer ist das?
01:02:18Das ist mein Freund, der so viele Märchen kennt.
01:02:22Er ist hierher gekommen, um mich zu retten.
01:02:28Ach so ist das.
01:02:29Du wolltest also davonlaufen.
01:02:31Ich hätte dir einen Zettel da gelassen.
01:02:35Ich muss Kai finden.
01:02:38Ohne mich geht er zugrunde.
01:02:45Wenn du weg wirst, gib mir wenigstens zum Abschied einen Kuss.
01:02:58Da, nimm!
01:03:04Nein!
01:03:05Die Handschuhe und den Luft gebe ich nicht her.
01:03:08Sie gefallen mir zu sehr.
01:03:11Na komm!
01:03:21Steig auf das Renntier!
01:03:42Reite los!
01:03:44Danke, liebes Mädchen.
01:03:46Ich bedanke mich auch.
01:03:52Danke schön.
01:03:55Wofür bedankst du dich denn?
01:03:57Dich lasse ich hier nicht weg.
01:03:59Du wirst bei mir bleiben und Märchen erzählen, bis sie zurückkommt.
01:04:02Ja, aber gestatten Sie...
01:04:03Mund halten!
01:04:05Lauf schon, Renntier.
01:04:06Lauf, wie ich es mir anders überlege.
01:04:09Vorwärts!
01:04:16Gerda!
01:04:18Ah!
01:04:19Auf Wiedersehen!
01:04:36Hey!
01:04:37Da stehst du wie ein Schatten herum.
01:04:40Erzähl mir ein Märchen, aber ein lustiges.
01:04:43Wenn du mich nicht zum Lachen bringst, erschieße ich dich.
01:04:45Kapiert?
01:04:46Also fang an!
01:04:47Eins!
01:04:48Zwei!
01:04:49Aber wie denn?
01:04:49Drei!
01:04:50Vor vielen, vielen Jahren lebte in unserer Stadt ein kleiner, dummer Schneemann.
01:04:57Er stand schon den ganzen Winter auf dem Hof.
01:05:01Genau gegenüber dem Küchenfenster.
01:05:04Und jedes Mal, wenn in der Küche, im Herd, das Feuer angezündet wurde,
01:05:09dann zitterte der kleine Kerl aus Schnee.
01:05:12So aufgeregt war er.
01:05:17Und sagte...
01:05:20Arme Gerda, du armes Mädchen.
01:05:23Ringsum dort ist Schnee.
01:05:26Eisberge.
01:05:28Und der Wind heult und heult.
01:05:30Es ist kalt und unheimlich.
01:05:34Gerda ist so klein.
01:05:36Sie ist ganz allein inmitten des Schneesturms und der Eisberge.
01:05:40Nein.
01:05:40Aber nicht doch weinen.
01:05:45Nein, das nutzt nichts.
01:05:49Vielleicht wird sie trotzdem noch siegen.
01:05:52Hundert Meilen ist sie schon gelaufen.
01:05:55Hier haben die Menschen, die Tiere und die Vögel geholfen.
01:05:59Wenn sie auch klein ist.
01:06:01Sie ist stark.
01:06:04Sie besitzt ein heißes Herz.
01:06:06Und daher hat sie auch Kraft.
01:06:17Kai!
01:06:20Kai, komm zu mir!
01:06:25Ich muss das Namen des Frühlings aufhalten.
01:06:32Darum werde ich ihm entgegenfliegen.
01:06:36Sag, wirst du dich nicht einsam fühlen ohne mich, Kai?
01:06:39Nein, ich kenne keine Einsamkeit, keine Traurigkeit, keine Fröhlichkeit.
01:06:45Das ist gut.
01:06:48Das ist gut, wenn du keinerlei Gefühle kennst.
01:06:52Weder die Liebe noch Unruhe oder Aufregung.
01:06:57Du musst ruhig und klar sein.
01:07:02So beschäftige dich mit dem, was ich dir auftrug.
01:07:05Ich mach mich wohl auf!
01:07:10Ich mach mich auf!
01:07:20Ich mach mich jetzt!
01:07:24Mann, warum ich nicht?
01:07:29Ich mach mich jetzt!
01:07:34Ellers
01:07:35Mädchen, siehst du das Nordlicht da hinten?
01:07:42Da beginnt das Reich der Schneekönigin.
01:07:48Weiter zu laufen, trau ich mich nicht.
01:07:57Hab vielen Dank, liebes Rentier.
01:08:02Lauf nach Hause.
01:08:11Lauf nach Hause.
01:08:13Lauf nach Hause.
01:08:34UNTERTITELUNG
01:08:52UNTERTITELUNG
01:08:56Ihre Majestät, die Königin ist nicht zu Hause.
01:08:59Ich will Kai sehen.
01:09:00Der junge Prinz ist beschäftigt.
01:09:02Lass mich!
01:09:03Lass mich vorbei!
01:09:06Geht weg!
01:09:25Zurück!
01:09:26Ich habe keine Angst vor euch.
01:09:54Kai!
01:09:56Kai!
01:09:58Kai!
01:10:00Kai!
01:10:02Wo bist du?
01:10:04Wo bist du?
01:10:07Antworte!
01:10:08Antworte!
01:10:11Kai!
01:10:12Kai!
01:10:20Kai!
01:10:24Kai!
01:10:25Bist du es?
01:10:31Endlich habe ich dich gefunden!
01:10:33Kai!
01:10:34Ruhe!
01:10:35Warum störst du mich?
01:10:37Kai, mein Lieber!
01:10:39Ich bin es, Gerda!
01:10:41Das sehe ich.
01:10:42Hast du mich vergessen?
01:10:44Ich habe ein klares Gedächtnis.
01:10:45Ich vergesse nie etwas.
01:10:49Du willst mir sicher nur Angst einjagen.
01:10:52Habe ich recht?
01:10:54Was ist denn?
01:10:57Wie du dich verändert hast?
01:11:00Beinah bekomme ich wirklich Angst vor dir.
01:11:03Störe mich nicht.
01:11:04Was machst du denn da?
01:11:07Ich muss aus diesen Eissplittern das Wort Ewigkeit zusammensetzen.
01:11:11Wozu?
01:11:13Das ist der ausdrückliche Wunsch der Schneekönigin.
01:11:18Und wenn ich es geschafft habe, das Wort zusammenzulegen, dann schenkt mir die Königin die ganze Welt.
01:11:25Und obendrein noch ein paar Schlittschuhe.
01:11:28Kai!
01:11:29Was soll das?
01:11:30Du Dummerle!
01:11:31Draußen in der Welt ist es so interessant.
01:11:33Was habe ich nicht alles gesehen, bevor ich dich gefunden habe?
01:11:36Und was tust du?
01:11:37Du sitzt hier, als gäbe es nichts weiter als diese Eisstücke.
01:11:40Du bist ein armer, dummer Junge.
01:11:42Nein!
01:11:44Das ist nicht wahr!
01:11:46Kai!
01:11:46Steh auf!
01:11:47Du musst mit mir mitkommen.
01:11:48Der Frühling ist schon längst da.
01:11:50Und Großmutter hat die Fenster gestrichen.
01:11:52Hör auf!
01:11:54Dein Gejammer stört mich nur.
01:11:56Geh weg!
01:11:57Kai!
01:11:58Ohne dich ist es zuhause nicht schön.
01:12:00Erinnerst du dich an den kleinen Hans?
01:12:02Ihn hat der Junge geschlagen, den du Zwiebel gerufen hast.
01:12:05Der vom Nachbarhof?
01:12:07Ja, ja!
01:12:08Und da habe ich mir gedacht, wenn Kai zuhause wäre, er hätte sich bestimmt für Hans eingebaut.
01:12:12Das stimmt doch nicht wahr, Kai.
01:12:15Das ist wahr.
01:12:17Mir ist zu kalt.
01:12:19Kai, lieber Kai, werde wieder gesund.
01:12:22Die Katze von nebenan hat drei Junge.
01:12:24Eins davon bekommen wir.
01:12:26Und Großmutter steht den ganzen Tag am Tor und weint.
01:12:29Hörst du, Kai, auch wenn es regnet?
01:12:31Sie weint immer und wartet und wartet.
01:12:35Werde lebendig, lieber Kai.
01:12:51Gerda, das ist ja Gerda.
01:12:54Was ist passiert?
01:12:56Warum weinst du?
01:12:57Sag, wer hat dich beleidigt?
01:12:59Und wie bist du hierher gekommen?
01:13:01Komm, komm schnell weg von hier.
01:13:03Hier ist es kalt.
01:13:04Gehen wir.
01:13:06Komm mit nach Hause.
01:13:12Ich bin bei dir.
01:13:13Du brauchst keine Angst zu haben.
01:13:50Wie kannst du es wagen, Kai zu entführen?
01:13:55Ich habe es gewagt und sie können uns jetzt nichts mehr anhaben.
01:13:59Kai hat ein Herz aus Eis.
01:14:01Er gehört mir.
01:14:03Er will nicht mehr zu den Menschen zurückkehren.
01:14:06Ich will aber zurück.
01:14:07Er hat jetzt wieder ein heißes Herz.
01:14:09Sie haben keine Gewalt mehr über ihn.
01:14:11Ich werde dich einfrieren, du freches Mädchen.
01:14:15Ich werde dich für ewig in ein Stück Eis verwandeln.
01:14:18Nein, wir lassen uns nicht einschüchtern.
01:14:20Hab keine Angst.
01:14:22Hab bloß keine Angst.
01:14:23Dann ist sie machtlos.
01:14:29Hey.
01:14:29Ich werde dich für's Followen.
01:14:55Ich werde dich Geschw packeteln.
01:14:57Herr Wann fighten.
01:14:59Sie hat sie zu ihnen mitgefragt.
01:15:00Gerd hat keinen gefunden. Sie kommen nach Hause.
01:15:04Hurra! Hurra!
01:15:14Ich habe ja gewusst, dass sie wieder zurückkommen.
01:15:17Drum habe ich auch jede Nacht ihre Radiergummis abgestoppt.
01:15:20Hurra! Hurra!
01:15:23Gerda ist ein Prachtmädel!
01:15:33Hey!
01:15:35Märchenerzähler!
01:15:36Freue dich! Gerda hat Kai befreit.
01:15:39Ich habe gerade gehört, wie es die Älster im Wald ausgeschwatzt hat.
01:15:42In Anbetracht einer solchen Neuigkeit lasse ich dich frei.
01:15:45Gräbelkabelbums! Hurra!
01:15:46Gleich wirst du vor Staunen deinen Schnabel aufsperren, Clara.
01:15:51Gerda hat Kai gerettet.
01:15:54Karl!
01:16:04Eine kolossale Neuigkeit! Eine kolossale Neuigkeit!
01:16:09Die letzte Nachricht der Hofkrähe!
01:16:12Gerda hat Kai befreit!
01:16:14Die Schneekönigin musste mit langer Nase abziehen.
01:16:18Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:16:21Jetzt bleibe ich ohne Eis. Ich werde abgaben.
01:16:25Das versteht sich.
01:16:27Gerda kommt zurück! Kai auch! Sie hat ihn gerettet!
01:16:31Hurra! Hurra!
01:16:32Hör uns! Kai ist wieder da!
01:16:34Er hat die Schneekönigin besiegt!
01:16:36Gerda hat ihn gerettet!
01:16:38Hurra! Hurra! Hurra! Hurra!
01:16:49Kinder, was seid ihr jetzt?
01:16:52Ebelkabelbums!
01:16:53Ha!
01:16:53Ha!
01:16:55Ha!
01:16:56Ha!
01:16:57Weißt du, Großmutter, Kai hat dein Herz aus Eis.
01:17:00Aber ich hab ihn umarmt, hab geweint und geweint.
01:17:02Und da ist dein Herz aufgetaut.
01:17:03Und dann sind wir nach Hause gelaufen. Erst langsam und dann immer schneller und schneller.
01:17:07Gerda hat mich an die Hand genommen.
01:17:09Und er mich, als ich müde wurde.
01:17:12Und kribbelkrabbelbums, nun seid ihr zu Hause.
01:17:14Ihr seid bei uns, wir sind bei euch, wir sind alle beieinander.
01:17:17Soll doch kommen, wer will. Uns kann niemand etwas anhaben, solange wir zusammenhalten.
01:17:21Und wenn ein Bösewicht erscheint, dann sagen wir ihm, hey du!
01:17:24Schnipp, schnapp, schnurre!
01:17:27Hurra, Baselurra!
01:17:28Entschuldigen Sie, dass ich Sie noch einmal stehe.
01:17:30Bitte sehr.
01:17:33Schnapp, schnapp!
01:18:11Das Märchen ist zu Ende.
01:18:15Das Märchen ist zu Ende.
01:18:18Das Märchen ist zu Ende.
01:18:21Untertitelung des ZDF, 2020

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