Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen
Auf der Suche nach der Erbin eines beträchtlichen Vermögens landet der Münchener Rechtsanwalt Dr. Heribert Maltesius im Kloster Kaltenthal. Er zeigt Schwester Lotte das Foto von Anna Ambesser, die vor einigen Jahren als Laienschwester im Kloster gearbeitet hat. Schwester Felicitas kann sich noch gut an Frau Ambesser erinnern: Nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht hatte, ist sie ausgewandert. Das Mädchen wurde dann zu Pflegeeltern gegeben. Als Lotte erfährt, dass, falls kein Erbe auszumachen ist, das Geld an die von Bürgermeister Wöller verwaltete Gemeindekasse fließt, setzt sie alles daran, die rechtmäßige Erbin zu finden.
Aber die Suche gestaltet sich nicht ganz einfach. Dabei wird Lotte sogar einige Stunden im Rathausarchiv eingeschlossen – zusammen mit ihrem Rivalen Wöller. Als wenn das nicht schon genug wäre, stellt die Mutter Oberin Lotte dann auch noch vor eine schwere Entscheidung: Die Oberin hat vom Vatikan den Ruf nach Rom erhalten und bietet Lotte an, sie als ihre Nachfolgerin im Amt vorzuschlagen. (Text: ARD)

Kategorie

📺
TV
Transkript
00:07Musik
00:38Jetzt hilf mir doch, Herr.
00:43Was soll ich denn der Mutteroberin sagen?
00:53Keine Antwort ist auch eine Antwort.
01:01Schwester Lotte, der ist ein Rechtsanwalt aus München, der Sie sprechen möchte.
01:06Ach, komm mal bitte, komm.
01:11Hallo, Herr Bachmann.
01:12Hallo.
01:14Sie wollen sicherlich die kleine Elisabeth besuchen.
01:16Das auch.
01:18Aber eigentlich wollte ich zu Frau Selenius. Kann ich Sie kurz sprechen?
01:21Ja.
01:22Mich müssen Sie leider entschuldigen, ich habe Besuch.
01:24Bitte, bitte. Ich bin in einer kleinen Klemme.
01:28Um 13 Uhr geht mein Flieger nach Berlin und die Frau, die normalerweise auf die Kinder aufpasst, naja, die hat
01:33die Grippe erwischt.
01:34Bitte schön.
01:35Oh, vielen Dank, aber schön haben Sie es hier.
01:38Danke.
01:39Also, wenn Sie mal einen tüchtigen Makler brauchen, ich biete mich an.
01:43Ja, die Renovierung ist längst überfällig.
01:44Wenn Sie wüssten, was das kostet.
01:46Bitte setzen Sie sich doch.
01:47Vielen Dank.
01:49Um was geht es denn?
01:50Ich bin im Auftrag eines Klienten in den USA tätig.
01:54Das heißt, mein Auftraggeber ist die Kanzlei des Klienten, der in der Zwischenzeit verstorben ist und ein beträchtiges Vermögen hinterlassen
02:01hat.
02:02Ich bin auf der Suche nach der einzigen Erbin oder deren Nachkommen.
02:07Kennen Sie diese Frau?
02:09Anna Ambesser.
02:15Nein.
02:17Wie lange sind Sie denn weg?
02:18Morgen Abend bin ich wieder zurück und vormittags sind die beiden ja in der Schule.
02:22Aber dann, Herr Rebecca ist schon sehr selbstständig und kann auch kochen, aber Jakob...
02:26Nein, ehrlich, das ist überhaupt kein Problem.
02:28Wegen meinem Baby bin ich ja sowieso wie angebunden.
02:31Da bin ich aber erleichtert.
02:33Ich habe das Gästebett neu bezogen und eine Liste gemacht, was für alles anfällt.
02:36Morgen haben die beiden Termine beim Kieferorthopäden.
02:39Verdrücke sie sich gerne.
02:40Ich kriege die da schon hin.
02:42Frau Ambesser war bis vor rund 14 Jahren in Kaltental polizeilich gemeldet, aber dann ist die Spurlos verschwunden.
02:49Und dummerweise ist auch im Archiv im Rathaus nichts zu finden.
02:52Wobei sich der Herr Bürgermeister nicht gerade sehr kooperativ zeigte.
02:56Jedenfalls meinte seine Sekretärin, dass Frau Ambesser hier im Kloster gearbeitet hat.
03:02Als Leihenschwester.
03:03Sie hatte sie als Religionslehrerin.
03:06Das ist lange vor meiner Zeit, es tut mir leid.
03:08Tja, schade, da kann man nichts machen.
03:10Falls die Erbe nämlich nicht aufzufinden ist oder in der Zwischenzeit verstorben sein sollte, dann geht das ganze Vermögen an
03:17die Gemeinde Kaltental.
03:18Um welche Summe handelt es sich, wenn ich fragen darf?
03:21Rund neun Millionen.
03:23Mit einem Immobilien Kaltental, das Elternhaus.
03:25Er hat es vor vier Jahren gekauft, das Sentimentalität nehme ich an.
03:29Moment, könnte ich vielleicht nochmal das Foto und die Daten sinken?
03:33Ja, ja.
03:34Vielleicht weiß Schwester Felicitas etwas darüber, sie ist am längsten hier.
03:38Leider hat sie die Grippe erwischt und sie liegt oben im Bett, aber wenn Sie einen Moment Geduld haben?
03:42Ja, selbstverständlich.
03:43Turm sie doch mit.
03:44Wie meinst du da wohnen?
03:46Na, bei ihm im Gästezimmer, bis er wieder zurückkommt aus Berlin.
03:50Das ist doch der älteste Trick der Welt.
03:52Der sucht nur eine billige Aufpasserin für seine Kinder und eine Haushälterin für sich selber.
03:56Ach, Sophia, so ehrlich.
03:59Sophie soll Ihnen die Kapelle zeigen, das ist wirklich sehenswert.
04:01Vor allen Dingen das alte Bild unserer Schutzpatronen der heiligen Magdalena.
04:05Ich bin gleich wieder da.
04:07Geh ruhig, ich komm schon klar.
04:09Geh lang, bitte.
04:18So, Süße.
04:21Bequem?
04:27Ja?
04:30Du bist ja auf.
04:31Ich kann das nicht, den ganzen Tag im Bett liegen.
04:34Außerdem hätte ich mal gerne was zum Frühstück.
04:38Sag mal, Lotte, wer ist denn dieser Mann da unten mit dem Protzauto?
04:44Ein Anwalt.
04:45Von Wöller?
04:47Kennst du diese Frau hier?
04:48Ja.
04:50Sicher, das ist doch die Anna.
04:52Sehr gut.
04:54Und weißt du, was aus ihr geworden ist, nachdem sie von hier weg ist?
04:56Warum?
04:57Das erzähle ich dir ein andermal.
04:59Also.
05:00Ach, Lotte.
05:02Das war ja eine tragische Geschichte.
05:05Sie war Laien-Schwester bei uns.
05:08Und dann hat sie ein Kind gekriegt.
05:09Von wem hat sie uns nie gesagt.
05:11Und ich habe damals schon in der Klinik gearbeitet.
05:14Und war bei der Geburt dabei.
05:17Ein Kind?
05:18Ja, ein Mädchen.
05:21Sie hat es weggegeben.
05:24Es hat ihr fast das Herz gebrochen.
05:27Ja, ja.
05:29Damals war das ja auch alles noch nicht so locker wie heute.
05:33Und dann?
05:34Ja, dann ist sie weg nach Jugoslawien, glaube ich.
05:39Man hat da was gemunkelt von einem anderen Mann.
05:41Nach Jugoslawien?
05:42Ja, oder Rumänien.
05:44Da bin ich mir nicht sicher.
05:46Es kann auch was anderes gewesen sein.
05:48Also jedenfalls war ihr neuer Freund ein Ausländer.
05:53Das hilft uns so leider auch nicht weiter.
05:56Das Kind.
05:58Weißt du, wer das adoptiert hat?
05:59Adoptiert wurde das nicht.
06:02Es wurde zu Pflegeeltern gebracht, vorerst.
06:07Aber wenn du willst,
06:09vielleicht sind ja in der Klinik noch die Unterlagen.
06:12Oder die Geburtsurkunde müsste doch im Rathaus sein.
06:19Danke.
06:20Ich lasse dir von Abend sein Frühstück hochbringen.
06:23Du gehst mal besser ins Bett, das hört sich erschrecklich an.
06:26Sag mal, Lotte, wer ist denn der Mann, mit dem Barbara da rummacht?
06:32Felicitas, das geht uns nichts an.
06:35Nicht mal dich.
06:36Ja, mir geht ja überhaupt nichts an.
06:44Ach, das hilft immer noch am besten.
06:52Ich weiß nicht, ob Ihnen das weiterhilft,
06:54aber Frau Ambesser muss wohl ausgewandert sein.
06:57Meine Mitschwester meinte weder nach Jugoslawien oder nach Rumänien.
07:00Aber jetzt kommt die gute Nachricht.
07:02Frau Ambesser hat kurz bevor sie Kaltental verließ,
07:04einer Tochter das Leben geschenkt,
07:05die hier in der Klinik geboren wurde und zu Pflegeeltern kam.
07:08So einfach ist das nicht,
07:09nach 14 Jahren die Pflegeeltern zu finden.
07:13Ja.
07:14Jedenfalls vielen Dank.
07:15Und falls Sie noch etwas herausfinden sollten,
07:20meine Nummern, ich bin immer zu erreichen.
07:22Aber Sie werden doch jetzt nicht etwa aufgeben.
07:25Ich meine, das wäre doch eine himmelschreiende Ungerechtigkeit,
07:27wenn das Kind leer ausginge.
07:29Und neun Millionen, die dann in unser Rathaus fließen
07:32und in irgendwelchen Kanälen versickern,
07:34das muss man doch verhindern.
07:36Ich tue, was ich kann.
07:37Wir hören voneinander.
07:38Auf Wiedersehen und nochmals vielen Dank.
07:41Bitte.
07:46Neun Millionen für Wöller.
07:48Ja, das hat er sich so gedacht.
07:53Kein Wunder, dass er sich dumm stellt
07:54und die Akte nicht aufzufinden ist.
07:59Aber da hat er die Rechnung ohne mich gemacht.
08:02Ich werde das Mädchen finden.
08:05Irgendwie.
08:06Bring doch bitte Felicitas das Frühstück hoch.
08:08Und wenn die Mutter Oberin sich meldet,
08:10sage ich, ich ruf sie im Laufe des Tages zurück.
08:12Wo sind Sie denn?
08:14Im Rathaus natürlich.
08:17Jetzt reden Sie doch kein Stuss, Maier.
08:19Was soll das sonst sein?
08:20Ketchup, Marmelade, das ist Blut.
08:23Das, was Sie gerade aufnehmen in Ihre Tüte,
08:26das sind doch eindeutig Katzenhaare.
08:27Sind das Katzenhaare oder nicht?
08:29Das kann alles Mögliche sein.
08:33Also mir gefällt Ihre Einstellung
08:34zu diesem Fall nicht, Herr Maier.
08:37Und in Anbetracht Ihrer Situation,
08:39was die Planstelle auf Ihrer Dienststelle anbelangt,
08:41würde ich an Ihrer Stelle etwas mehr Begeisterung
08:43an den Tag legen.
08:44Das geht so.
08:45Ja, und dann kratzen Sie hier alles zusammen
08:47und geben Sie es in Ihr Labor.
08:49Das ist genetische Untersuchung
08:50und vergleichen diese Haarprobe
08:52mit der Haarprobe von dem Stuhl oben in meinem Büro.
08:56Ja, aber ich bin fest und fest überzeugt,
08:58dass Mausi Ihr Leben hier
09:00vor dem Rathaus in Kalten verlassen musste.
09:03Und wenn, was haben Sie davon?
09:06Ja, Maier, lesen Sie keine Kriminalromane.
09:08Danach klappern Sie die gesamte Nachbarschaft ab
09:11und fragen gefälligst jeden,
09:12ob er zufällig an diesem Tag was gesehen hat.
09:15Also, der Täter ist ein Mann, das wissen wir.
09:18Und die Tatwaffe ist ein Auto,
09:20wie man unschwer hier an dieser Reifenspur erkennen kann,
09:23die übrigens identisch mit Ihrem Reifen ist.
09:27Wie ich sage ja nur.
09:30Sie haben doch fast die gleichen
09:31und Millionen andere Autofahrer auch.
09:33Also jetzt hören Sie endlich mal auf,
09:35sich pausenlos querzulegen.
09:37Weil sonst machen Sie Ihre Karriere rückwärts.
09:43Was habe ich gehört?
09:44Neun Millionen?
09:44Ich bin so laut, Menschenskind, komm.
09:47Einmal.
09:49Was? Neun Millionen?
09:51Ja, aber das ist top secret, klar?
09:52Klar.
09:53Kannst du dich an den Ambers erinnern?
09:55Sein Vater hatte die Elektro-Großhandlung,
09:57da wo jetzt der Supermarkt ist und dieses Teppichparadies.
10:00Waage, warum?
10:01Ja, sein Sohn ist damals ausgewandert nach Amerika,
10:03seinerzeit neun Millionen hat er angeschäftet, ja.
10:06Und die will er jetzt seiner Schwester vererben.
10:08Für uns?
10:09Ja, jetzt kommt's.
10:11Seine Schwester ist damals so, 13, 14 Jahre her,
10:14mit dem Besitzer vom Akropolis nach Griechenland umgesiedelt.
10:17Ähm, Janis hieß der.
10:19Ja, genau.
10:20Und die Labern ist jetzt drauf und dran, ja,
10:22und setzt Himmel und Hölle in Bewegung,
10:24damit wir von der Behörde in Athen die Sterbeurkunde bekommen.
10:27Grüß Gott.
10:28Wieso ist die tot?
10:30Also wenigstens hat sie ihren deutschen Pass
10:31die letzten acht Jahre nicht verlängern lassen.
10:33Also so viel habe ich schon rausgekriegt.
10:35Und dann ist sie in Athen nicht registriert unter ihrem Namen
10:38und im Telefonbuch steht sie auch nicht.
10:41Naja, vielleicht hat sie noch mal geheiratet oder sie ist umgezogen.
10:43Geheiratet bestimmt nicht.
10:45Sie war erzkatholisch und ihr Lava war geschieden.
10:48Also falls die umgesiedelt sein sollten, würde ich das rauskriegen.
10:52Aber stell dir mal vor,
10:53neun Millionen für die Gemeinde von Kaltenthal,
10:56plus die Villa vom Ampässer da in Vogelsang,
10:58beste Lage,
11:00da könnten wir doch die Nonnen einquartieren.
11:03Falls die Gesundheitsbehörde das Klosterwasser für ungenießbar erklärt.
11:07Ja, und ich könnte dir für neun Millionen Projekte zuschanzen,
11:10die bisher wilden Geldbange von der Opposition torpediert worden sind.
11:16Wolfgang, Wolfgang.
11:19Ja, ich meine, das ist eine Zwischenlösung, ja?
11:21Bis die Sache mit dem Kongresszentrum perfekt ist.
11:24Also bis jetzt hat noch nie was geklappt,
11:25was du in die Wege geleitet hast.
11:27Weißt du, was ich dir rate zu spiele am Samstag, Lotto?
11:29Da sind auch neun Millionen im Jackpot
11:31und die Chancen bei Lotto sind höher als bei Lotte.
11:44Na, Herr Mayer?
11:46Was gibt's Neues im Katzen-Drama?
11:48Ein Wahnsinn.
11:49Jetzt will er, dass ich Blutproben nehme
11:51und genetisch untersuchen lasse.
11:52Und die Haare.
11:54Was?
11:54Und das ist noch nicht alles.
11:56Ich soll alle Wohnungen und Läden in Sichtweite abklappern
11:59und Zeugen suchen.
12:00Wenn das so weiter...
12:02Grüß Gott, Herr Huber.
12:03Grüß Gott, Schwester.
12:06Wenn das so weitergeht, überführe ich mich noch selber.
12:09Das ist sowieso schon nahe Zeit.
12:11Ich hab's Ihnen ja gesagt.
12:12Ehrlich wird am längsten.
12:14Aber das sag ich Ihnen.
12:15Wenn ich es je erlebe und Dienststellenleiter bin,
12:18dann kann der Herr sein blaues Wunder erlieben.
12:21Wie du mir, so ich dir?
12:22Herr Mayer, da stehen Sie doch drüber, oder?
12:26Ich will auch nicht heilig gesprochen werden wie Sie.
12:29Mir reicht eine Gehaltsaufbesserung und ein Posten,
12:31bei dem ich weniger auf der Straße rumrenne
12:32und mich mit gewissen Leuten anlegen muss.
12:35Na dann.
12:39Und scharf.
12:41Aber Sie sprechen Englisch.
12:43Prima.
12:44Sehr gut.
12:45Do you think you can fax me the death certificate?
12:49No problem.
12:50The number is tableau 49 for Germany.
12:55And then 5548339.
13:01This would be wonderful.
13:03Thank you very much.
13:04Wie?
13:05Auf Wiedersehen.
13:08Grüß Gott, Frau Labern.
13:10Wo ist denn der Herr Böller?
13:11Auf der Fraktionssitzung.
13:12Aber lange dauert das nie, weil nur er redet.
13:16War der Dr. Maltesius bei Ihnen?
13:18Ja, und er hat gesagt, dass er wenig Hilfe vom Bürgermeister erfahren habe.
13:22Das ist mir klar.
13:24Wöller möchte nämlich die 9 Millionen selber kassieren
13:26und seinem Freund Huber zuschanzen.
13:29Und wahrscheinlich wird ihm das auch gelingen.
13:32Hier kommt gerade die Sterbeurkunde von der Frau Ambesser aus Athen.
13:37Aus Griechenland?
13:38Ja.
13:39Alles auf Griechisch, aber der Name stimmt
13:42und das Sterbedatum auch, 19.04.1999.
13:47Wahrscheinlich verteilt Wöller gerade das Geld unter seinen Parteifreunden.
13:51Ein Schwein hat der Mann, das muss man ihm lassen.
13:54Kurz zum Gruße, Schwester.
13:55Grüß Gott, Herr Bürgermeister.
13:57Gibt's was Neues, Frau Labern?
13:58Das ist gerade durchgekommen.
14:00Ah ja.
14:02Sie ist tot.
14:04Jawohl.
14:06Jawohl.
14:07Jawohl.
14:07Bitte, Schwester.
14:10Vorhin steht ein Mann, der es geschafft hat,
14:14eigenhändig und sozusagen im Blindflug
14:169 Millionen für das Gemeindesäck locker zu machen.
14:199 Millionen, Schwester.
14:21Das heißt, ich kann auf Huber pfeifen
14:22und die Gemeinde kauft das Kloster zu einem Preis,
14:25den ihre Obernonne einfach nicht ablehnen kann,
14:28weil ihr Laden finanziell nämlich aus dem letzten Loch pfeift.
14:32Sind Sie fertig mit Ihrer Selbstbeweihräucherung?
14:35Höre ich da einen leisen Unterton von Resignation?
14:38Das bin nicht ich.
14:40Was Sie da hören, ist Ihr schlechtes Gewissen.
14:42Was?
14:43Oder wie fühlt sich ein Mensch, der keine Hemmungen hat,
14:45Witwen und Weisen, um ihr Erbe zu betrügen?
14:47Frau Labern, Sie haben geplaudert.
14:48Ich habe kein Wort gesagt.
14:50Dr. Maltesius war bei uns im Kloster,
14:53um über den Verbleib von Frau Ambesser zu recherchieren,
14:56da Sie seine Bemühungen hier torpediert haben.
14:58So, hat er das behauptet?
15:00Ja, das hat er.
15:02Aber ich kann Sie beruhigen, er ist fündig geworden.
15:04Schwester Felicitas kann sich nämlich noch sehr gut an Anna Ambesser erinnern.
15:08Na und?
15:09Ich meine, sie ist tot und Tote können nicht erben.
15:11Aber Lebende und die Töchter oder Kinder von Toten?
15:16Kinder, lächerlich.
15:17Es gibt keine Nachkommen.
15:18Das haben uns die griechischen Behörden bestätigt.
15:20Stimmt's, Frau Labern?
15:21Wenn ich das Englisch von dem Griechen richtig verstanden habe, ja.
15:25Die Tochter von Frau Ambesser
15:28lebt ja auch gar nicht in Griechenland,
15:30sondern in Deutschland.
15:31Da sie nämlich in einer Klinik in Kaltental geboren wurde.
15:34Was?
15:35Ach ja.
15:36Falls ich sie finden sollte,
15:38wird es mir ein Vergnügen sein,
15:40Sie höchst persönlich darüber zu informieren.
15:42Gelobter Jesus Christus.
15:43Moment!
15:44In Ewigkeit!
15:45Schwester!
15:47Herr, komm's nochmal!
15:49Schwester!
15:52Frau Laber,
15:54Frau Laber,
15:55verbinden Sie mich sofort mit dem Verwaltungsdirektor der Klinik, ja?
15:57Und wenn Sie ihn nicht auftreiben,
15:58irgendwo finden Sie ihn schon, ja?
16:11Eugen,
16:13ich muss Dich um einen Gefallen bitten.
16:16Ja, und wie gesagt,
16:17ich will die Mailbox von meinem Handy ständig ab,
16:18falls irgendwas sein sollte.
16:20Was soll schon sein?
16:21Ich war über vier Jahre Kindergärtnerin
16:23und mich kann nicht so leicht aus der Ruhe bringen.
16:24Ja, ich bin immer ein bisschen nervös,
16:26wenn ich die beiden allein lasse.
16:28Liegt wahrscheinlich daran,
16:29dass mein Vater und Mutter gleichzeitig sein werden.
16:31Na dann, gute Reise.
16:32Danke.
16:33Und viel Erfolg.
16:36Ja?
16:38Nee, schon gut.
16:40Ich, äh...
16:41Bis morgen.
16:41Bis morgen.
16:50Guteil, Schwester.
16:52Entschuldigen Sie,
16:53ich war gerade in einer Besprechung.
16:54Grüß Gott,
16:55ich weiß eigentlich auch gar nicht,
16:56warum man Sie bemüht hat.
16:57Ich brauche nur eine Auskunft aus Ihrem Archiv.
16:59Da muss ich Sie enttäuschen.
17:01Aber die Daten sind absolut vertraulich
17:02und einenfalls den nahen Verwandten zugänglich
17:04oder den behandelnden Ärzten.
17:06Das Mädchen hat gar keine Verwandte.
17:07Und es handelt sich um eine Erbschaftsangelegenheit.
17:10In so einem Fall
17:10müssten wir ein Vormundschaftsgericht bemühen
17:12und das kann dauern.
17:13Außerdem ist die Sache 14 Jahre her.
17:15Ich weiß gar nicht,
17:16ob wir die Unterlagen noch im Haus haben.
17:1714 Jahre?
17:20Wie kommen Sie darauf?
17:22Ich habe das gar nicht erwähnt.
17:23Ich dachte, Frau Schimmelpfennig hätte das erwähnt.
17:26Wie dem auch sei.
17:28Mehr kann ich zurzeit nicht für Sie tun.
17:30Und jetzt muss ich leider weiter.
17:31Guten Tag.
17:32Kann es sein,
17:32dass Herr Wöller Sie vielleicht angerufen hat?
17:35Herr Wöller?
17:37Was hat denn damit zu tun?
17:38Ist schon gut.
17:40Ich weiß Bescheid.
17:51Rathaus Kaltenthal labern?
17:53Ja, den Wolfgang bitte nochmal.
17:55Moment.
17:57Der Herr Pösendorfer für Sie.
17:58Verbinden Sie.
18:00War Sie da?
18:01Allerdings.
18:02Und Sie war nicht sehr begeistert,
18:04als ich Sie wieder weggeschickt habe.
18:05Sehr gut.
18:06Hast du die Akte gefunden?
18:08Die ist nicht mehr bei uns.
18:09Die habt ihr.
18:10Wir?
18:10Ja.
18:11Als wir auf den Computer umgestellt haben,
18:14wurden alle Akten,
18:15die vor 1992 anlag,
18:16nicht mehr erfasst
18:17und bei euch auf den Speicher eingelagert.
18:19Also, nicht alles,
18:20aber die wichtigen Dinge,
18:21wie Geburtsukunden und so weiter.
18:23Das höre ich aber gerne.
18:24Danke euch.
18:25Okay.
18:25Man sieht sich, Wolfgang,
18:26auf dem Golfplatz.
18:27Ciao.
18:34Herr Michels, ich bin's.
18:36Bei Ihnen im Archiv
18:37müssen die alten Patientenakten
18:38von der Klinik gelagert sein.
18:40Nein, nicht da.
18:41Die sind im Speicher dahinter.
18:43Genau.
18:44Gehen Sie bitte hin
18:45und suchen Sie alles raus,
18:46was Sie über eine Frau Anna Ampesser finden können.
18:49Jetzt fragen Sie nicht,
18:50machen Sie schon.
18:52Wenn was sein sollte,
18:53ich bin im Archiv.
18:54Ja, alles gut.
18:59Jetzt beeilen Sie sich.
19:01Sie müssen sie finden,
19:02bevor Wöller auftaucht.
19:03Er ist schon unterwegs.
19:04Was?
19:05Ja, dann sagen Sie halt,
19:07Sie können den Schlüssel nicht finden.
19:09Ehrlich gesagt,
19:09weiß ich auch gar nicht,
19:10wo der Schlüssel ist.
19:11Wöller darf die Akte
19:12auf gar keinen Fall
19:13in die Hände kriegen.
19:14Aber es bleibt dabei.
19:15Heute Abend nach Dienstschluss.
19:17Nein, wie stellen Sie sich das vor?
19:20So ganz schnell,
19:21ich bräuchte eine Akte,
19:22die vor zehn Jahren
19:23hier eingelagert wurde.
19:24von der Klinik.
19:25Da war ich noch nicht hier.
19:26Und wieso Klinik?
19:28Jetzt dreht es nicht so lange.
19:29Los, steigen Sie auf.
19:38Also legen wir los.
19:40Der Name ist Ampesser,
19:42Anna Ampesser.
19:44Sie fangen hier an
19:45und ich mache hier weiter.
19:48Viel Anzeige.
19:51Frau Lava?
19:52Ja, hier.
19:54Frau Labern,
19:56ich brauche wieder mal Ihre Hilfe.
19:58Ich weiß Bescheid.
19:59Die Akte Ampesser
20:00ist bei uns.
20:02Und keine Angst,
20:04Wöller kommt da nicht dran.
20:05Ich habe Herrn Michels instruiert.
20:07Er tut zu,
20:08als sei der Schlüssel
20:08vom Archiv verschwunden.
20:10Wöller ist im Archiv?
20:11Ja.
20:12Aber ich würde warten,
20:13bis er abgezogen ist,
20:14damit er sie nicht sieht
20:15und auf dumme Gedanken kommt.
20:16Gott, ich pass auf.
20:19Sie sind dein Schatz,
20:20Frau Labern.
20:21Das sagt Herr Michels auch immer.
20:25Und langsam wird es mir unheimlich.
20:28Sie ist ja schön bewundert
20:29und ja angebetet zu werden,
20:31aber wie bringe ich ihm bei,
20:33dass da nichts läuft?
20:34Sagen Sie es ihm doch einfach.
20:36Das ist wie mit Süßigkeiten.
20:38Die soll man nicht essen
20:39und mach es dann doch.
20:40Was soll das heißen?
20:41Sie finden den Schlüssel nicht.
20:42So ein Schlüssel
20:43kann sich doch nicht in Luft auflösen.
20:44Aber ich sage Ihnen doch,
20:45ich bin erst seit einem Jahr hier
20:46und höre heute zum ersten Mal,
20:48dass bei uns Akten
20:49aus der Klinik sein sollen.
20:50Ja, Sie müssen
20:51in dem anderen Speicher sein.
20:52Es gibt kein anderes Archiv
20:53in diesem Haus.
20:54Und dann suchen Sie
20:55den verdammten Schlüssel.
20:56Vielleicht ist er ja unten
20:57beim Hausmeister.
20:58Und dann sagen Sie
20:58der Frau Labern Bescheid,
20:59wenn Sie ihn gefunden haben.
21:01Und noch etwas.
21:02Sperren Sie das Aktenlager ab
21:03und lassen keinen rein
21:05ohne meine ausdrückliche Genehmigung.
21:07Ist das klar?
21:07Jawohl, Herr Bürgermeister.
21:08Kein reinlassen
21:09ohne Ihre Genehmigung.
21:37Oh, Herr Bürgermeister.
21:58Ja, wen haben wir denn da?
22:01Grüß Gott, Herr Bürgermeister.
22:02Ja.
22:03Grüß Gott, Herr Bürgermeister.
22:12Das ist noch nicht zu fassen.
22:14Dieses Redvieh.
22:16Herr Gott, Sakrament.
22:17Jetzt reißen Sie sich mal zusammen, ja?
22:20Hallo, hören Sie mich?
22:22Herr Bürgermeister.
22:22Ach, nur, doch auf.
22:23Wie ist denn die Nummer
22:24von der Frau Labern?
22:26Wieso?
22:27Ach so.
22:28Gib sie mal her.
22:32Die Leitung ist tot.
22:34Sag mal, das gibt's doch.
22:40Kein Wunder.
22:44Mein Handy ist im Auto.
22:46Na, da liegt's gut.
22:48Meins auch.
22:59Und?
23:00Das muss er sein.
23:01Es steht Klinik drauf.
23:03Toll.
23:04Und wo ist Wäller?
23:05Weg.
23:05Er hat nur gesagt,
23:06ich soll Ihnen Bescheid geben,
23:07wenn ich den Schlüssel gefunden habe.
23:09Und das habe ich hiermit getan.
23:11Und ansonsten kann ich nur sagen,
23:14Sie sehen wieder mal aus
23:15zum verrückt werden.
23:17Bitte nicht, Herr Michels.
23:19Was soll ich machen?
23:20Lügen?
23:21Nein.
23:22Na also.
23:24Und heute Abend
23:26hätte ich eine Überraschung für Sie.
23:29Naja, Ihr Mann ist doch
23:30auf Tour nach Reutlingen.
23:31Und da hätten Sie Zeit.
23:34Sagen Sie ja, Frau Laura.
23:35Was für eine Überraschung.
23:37Dann ist es ja keine mehr.
23:38Na, was?
23:43Tanzen?
23:44Mit Ihnen?
23:46Tanzstunde?
23:46Psst.
23:47Sie haben mir doch erzählt,
23:49dass Sie gern Stunden nehmen möchten
23:51mit Ihrem Mann.
23:52Stimmt.
23:52Der aber keine Lust dazu hat.
23:54Stimmt auch.
23:55Und heute Abend
23:56fängt ein Kurs an.
23:58Mambo,
23:58Rumba,
23:59Cha-Cha-Cha.
24:01Bitte sagen Sie ja,
24:02Frau Laban.
24:03Ein Tänzchen in Ehren
24:04kann keiner verwehren.
24:06Oder?
24:08Hallo?
24:09Wir sind hier oben.
24:12Eingesperrt.
24:13Das bringt doch nichts.
24:14Hier oben hört uns doch keiner.
24:15Machen Sie mal einen Vorschlag,
24:17wenn Sie mal alles besser wissen wollen.
24:19Na ja, wir könnten zum Beispiel
24:20die Gelegenheit benutzen,
24:22um über die Erbschaft zu reden.
24:25Aua!
24:26Ich glaube,
24:27ich habe mir den Fuß verknackst.
24:29Aua!
24:30Haben Sie gehört,
24:31was ich gesagt habe?
24:32Ach, was gibt es denn da zu klären?
24:34Die Weide,
24:35in dem Testament steht,
24:36dass die Gemeinde das Geld kriegt,
24:37wenn die Erben unerfindbar
24:39oder verstorben sind.
24:40Und genau das ist der Fall.
24:43Irgendwo in diesen Akten
24:44befindet sich die Geburtsurkunde
24:45von der Tochter von Frau Ambesser.
24:47Und vielleicht ja auch
24:48die Adresse der Pflegeeltern.
24:49Und dann haben wir eine Erbin
24:51und ihr steht das Geld nämlich auch zu.
24:52Bitte,
24:53suchen Sie.
24:54Also ich habe nichts gefunden.
24:56Was ist denn eigentlich
24:57hinter dieser Tür?
24:58Hinter der,
24:58also der Gerümpel
25:00und so ausrangierte Büromöbel,
25:02Kopierer und sowas alles.
25:04Ja, ja.
25:04Und das soll ich Ihnen glauben?
25:05Ja, es wird Ihnen
25:06nichts anderes übrig bleiben.
25:08Aber
25:08vielleicht versuchen Sie es mal
25:10mit Beten.
25:11Bei Ihren Beziehungen nach oben
25:12dürfte es doch kein Problem sein,
25:14dass uns hier jemand rausholt.
25:18vielleicht hat uns ja auch
25:20der Herr,
25:21über den Sie sich gerade lustig machen,
25:23absichtlich in diese Lage gebracht.
25:26Denken Sie mal darüber nach.
25:38Hallo.
25:39Ist die Barbara da?
25:42Barbara!
25:50Sofie?
25:55Ich habe eben
25:56eine alte Dame besucht.
25:57Na,
25:58alles klar?
25:59Na,
26:00logisch.
26:00Wir haben Pfannkuchen gemacht
26:01zusammen zum Mittagessen
26:03und jetzt machen Sie
26:04Schularbeiten,
26:04die zwei.
26:06Hast du Hunger?
26:07Ist noch einer da
26:08mit Apfelmüse.
26:10Nee,
26:10danke.
26:12So.
26:17Ich zeig dir das Büro.
26:23Max ist ein toller Architekt.
26:25Vielleicht gebiet er sogar
26:26die Ausschreibung gelegt.
26:30Das da steht in München-Schwabing.
26:33Eine Bankfiliale
26:34mit Künstlerateliers
26:35obendrin.
26:36Und an der Ausschreibung
26:37in das Kongresszentrum hier
26:38will er sich auch beteiligen.
26:42Und wer ist die Frau
26:43auf den Fotos?
26:44Die Mutter von Jakob
26:45und Rebecca.
26:46Sie war Rechtsanwältin.
26:48Sie haben sich
26:49auf der Uni kennengelernt
26:50und sie war seine große Liebe.
26:51Und jetzt willst du
26:52die Lücke füllen?
26:53Sag mal, spinnst du?
26:55Ich kenn dich doch, Barbara.
26:57Du willst doch immer
26:57jedem helfen.
26:59Und so ein Witwer
26:59mit zwei Kindern,
27:00da kannst du doch nicht
27:01Nein sagen.
27:01Also wenn du nur gekommen bist
27:03um mich dumm anzumachen,
27:04dann geh lieber wieder.
27:06Bitte.
27:07Ist doch wahr.
27:08Und sowas denke ich doch gar nicht
27:10und er auch nicht.
27:11Er hat mir geholfen
27:12und jetzt helfe ich ihm.
27:13Das ist alles.
27:14Ist ja gut.
27:16Ich hab nichts gesagt.
27:19Eigentlich wollte ich dir
27:20nur die gute Nachricht überbringen,
27:21dass ich eine Wohnung
27:22für dich gefunden habe.
27:24Die Frau Weirich,
27:25die ich heute besucht habe,
27:26hat einen freien Platz
27:27im Seniorenwohnheim gefunden.
27:28Und ihre Wohnung
27:29wird zum nächsten Ersten frei.
27:30Nebenan.
27:33Fast.
27:34Schräg gegenüber
27:35zwei Häuser weiter
27:36in so einem Hinterhof.
27:37Da könnt ihr abends
27:38eine Kerze ins Fenster stellen.
27:39Du bist unmöglich, Sophie.
27:41Weißt du das?
27:42Ja.
27:43Schaust du sie dir trotzdem an?
27:45Na logisch.
27:46Danke.
27:51Rebecca,
27:53bist du fertig
27:53mit den Schularbeiten?
27:54Was hat sie gemeint
27:55mit Lücke füllen?
27:58Nichts.
28:00Sophie und ich
28:00sind alte Freunde
28:01und sie ärgert mich immer.
28:04Das hat nichts zu bedeuten.
28:07So, und wenn du willst,
28:08kannst du jetzt Elisa beteilten.
28:10Früher hat sie ja geschlafen
28:11und ich wollte sie nicht wecken.
28:12Komm,
28:13wir spielen was.
28:17Nein, dabei wollte sie längst hier sein.
28:20Wir haben doch die Kontrolle
28:20vom Gesundheitsamt da.
28:21Schwester Lotte hat um 17 Uhr,
28:23wie sie wohl weiß,
28:24einen Termin bei der Mutter Oberin.
28:26Und die hat extra
28:27Bischof Rossbauer
28:28dazu gebeten.
28:29Also sorgen Sie bitte dafür,
28:30dass sie auch erscheint.
28:32So schwer dürfte das ja wohl nicht sein
28:34für jemanden,
28:35der Karriere im Orden
28:36machen möchte,
28:37oder?
28:57Hildegard!
29:00Vorzimmer Reuter,
29:02Schwester Hildegard.
29:02Entschuldigen Sie,
29:03aber Ihre letzte Bemerkung,
29:05finde ich,
29:05ist doch etwas erläuterungsbedürftig.
29:07Ich dachte,
29:08ich hätte mich klar genug ausgedrückt.
29:10Aber bitte,
29:11mir ist nicht entgangen,
29:12dass Sie auf meine Berufung
29:14als Assistentin
29:15der Mutter Oberin spekulieren.
29:16Und woher wollen Sie das wissen?
29:18Belauschen Sie etwa
29:19die Gespräche Ihrer Chefin?
29:20Darauf erwarten Sie
29:21sicherlich keine Antwort.
29:23Gelobt sei Jesus Christus.
29:25Hildegard!
29:28Schwester Hildegard!
29:39Verzeihung.
29:40Haben Sie Schwester Lotte erreicht?
29:42Nein,
29:43aber sie hat den Termin
29:44gestern Abend
29:44höchstpersönlich bestätigt.
29:46Danke.
29:47Sie können gehen.
29:53Es ist nicht Schwester Lottes Art,
29:55einer Entscheidung auszuweichen.
29:58Und sie weiß doch auch,
29:59wie viel mir darin liegt,
30:00Sie als meine Nachfolgerin zu sehen.
30:02Tja, und was nun?
30:03Ich mache mir Sorgen.
30:05Irgendwas muss passiert sein.
30:07Aber ich möchte Sie
30:08nicht länger warten lassen.
30:10Eigentlich hatte ich,
30:11ehrlich gesagt,
30:12darauf spekuliert,
30:13mit Ihnen das Spiel
30:14Glasgow Rangers
30:15gegen Real Madrid
30:16anschauen zu dürfen.
30:17Das ist heute?
30:19Aber ja!
30:20Da können Sie mal sehen,
30:21wie mich das ganze Theater
30:22mit dem Vatikan
30:23völlig aus dem Tritt bringt.
30:26Schwester Hildegard,
30:28stellen Sie bitte umgehend fest,
30:30welcher Sender
30:30das Spiel
30:31Glasgow Rangers
30:32gegen Real Madrid
30:33heute Abend überträgt.
30:35Glasgow Rangers
30:36Real Madrid,
30:37ja.
30:38Sie werden mir fehlen
30:40in Rom.
30:41Sie mir auch.
30:43Warum haben Sie
30:44dann meine Berufung
30:46in den Vatikan
30:47nicht elegant sabotiert?
30:48Die Versuchung war groß.
30:51Aber Gott wird schon wissen,
30:53warum er Ihnen
30:53diese Verantwortung
30:54übertragen hat.
30:55Und wenn überhaupt,
30:57dann müssen Sie das
30:58mit ihm klären,
30:59nicht ich.
31:08Wo wird das sein?
31:09Wahrscheinlich im Ochsen,
31:10wie üblich.
31:11Der habe ich doch
31:11schon angerufen.
31:12Und in der Firma
31:13war er auch den ganzen Tag nicht.
31:14Aber ich habe seinen Wagen
31:16vom Fenster ausgesehen
31:17und den von Schwester Lotte auch.
31:18Dann ist doch alles klar.
31:19Die hocken wahrscheinlich
31:20in irgendeinem Lokal
31:21in der Nähe
31:22und halten Händchen.
31:23Blödsinn.
31:23Wenn überhaupt,
31:24dann hat er sie erwürgt
31:25und ist auf dem Weg
31:26nach Südamerika.
31:27Oder umgekehrt.
31:28Ach was.
31:30Ich habe Feierabend.
31:31Das werde ich
31:32meinem Chef hinterher spionieren.
31:34Und außerdem wäre es
31:35ja nicht das erste Mal,
31:36dass er sich
31:36vor einer Gemeinderatssitzung drückt.
31:38Vor allem,
31:39wenn er nicht
31:39ans Gendt reinkommt.
31:41Na gut.
31:41Nach uns die Sintflut.
31:43Lassen Sie uns
31:44das Tanzbein spielen.
31:45Mhm.
31:56Es hören sich
31:57schon endlich auf.
32:00Außerdem
32:01sind diese Akten
32:03vertraulich.
32:08Tja.
32:11Sieht ganz so aus,
32:12als müssten wir
32:12diese Nacht hier oben
32:14gemeinsam verbringen.
32:18Es muss doch irgendjemandem
32:19auffallen,
32:20dass unsere Autos
32:20noch da unten stehen.
32:22Na und?
32:23Die werden allenfalls denken,
32:25dass wir nach der
32:26Gemeinderatssitzung
32:26immer noch im Klinch
32:28sind miteinander.
32:28Ich bin ja oft so
32:30bis 9, 10 Uhr
32:32im Büro
32:32und arbeite den Schrott
32:33auf,
32:34der sich angesammelt hat.
32:37Gott,
32:37was
32:37würde ich jetzt
32:39für ein Bier geben?
32:40Was rede ich denn
32:41an?
32:41Ein Kassenbier, ja.
32:43Und eine
32:44Schlachterplatte
32:45aus Morgsen.
32:46Wenigstens
32:46haben wir Wasser.
32:49Übrigens,
32:50abspecken täte
32:51Ihnen ganz gut.
32:57Also ich finde,
32:58für mein Alter
32:59habe ich mich
32:59ganz passabel gehalten.
33:05Was machen Sie denn da?
33:09Ich baue mir ein Bett.
33:12Weil ich keine Lust habe,
33:13auf dem kalten Boden
33:14zu schlafen.
33:15Ganz schön ausgeschlafen.
33:17Kommen Sie, bitte.
33:17Nein, nein, nein, nein.
33:18Das hier wird
33:18ein Einzelzimmer.
33:19Sie können sich ja
33:20da drüben gemütlich machen.
33:21Entschuldigung.
33:22Wollte nicht zu nahe treten.
33:25Also eins steht fest.
33:28Morgen werden hier
33:29einige Köpfe rollen.
33:31Als erstes
33:31fliegt
33:32diese Knalltüte
33:33von einem Archivar, ja.
33:35Der hat bei mir
33:35sowieso verschissen,
33:36seit er meine Frau Labern
33:38gebackert hat.
33:39Und die ist ja auch,
33:40die ist ja auch völlig da gar, ja.
33:42Putz dich raus,
33:42dein liebes toller Maikäfer.
33:44Und ich dachte schon, ja,
33:46die wollte mich anmachen.
33:48So, aber
33:49damit ist jetzt Schluss, ja.
33:52Und als nächstes
33:54fliegt der Hausmeister.
33:56Also die Toiletten hier oben,
33:57die sind ja seit Monaten
33:59nicht mehr geputzt worden.
34:00Toilettenpapier ist auch kein Star.
34:02Ganz zu schweigen von dem Telefon,
34:03was nicht funktioniert.
34:05Also Schlampereien, ja.
34:06hasse ich wie die Pest.
34:08Meine Ex-Frau war genauso, ja.
34:10Die hat immer nur da geputzt,
34:11wo man es gesehen hat, ja.
34:13Alles andere
34:14ist vergammelt.
34:29Glauben Sie wirklich,
34:30da hört einer zu,
34:31wenn Sie Ihre Gebetsmühle
34:33laufen lassen?
34:34Na, ehrlich.
34:35Ich meine, Sie sind doch eine
34:37ziemlich intelligente Frau.
34:38Und so wie Sie aussehen.
34:40Ich meine, Sie hätten ja,
34:41weiß Gott, was alles werden können.
34:42So mit 20, 25 Jahren.
34:44Und die Kerle müssen doch
34:46wie verrückt nach Ihnen gewesen sein.
34:48Herr Wöller.
34:49Ja, es tut mir in der Seele weh,
34:51zu sehen, wie Sie eine Frau
34:53in so einer Kutte
34:54unter Wert gehandelt wird.
34:58Würde es Sie beruhigen,
34:59wenn man mir anbieten würde,
35:00den Job der Mutteroberin zu übernehmen?
35:02In München.
35:03Sie.
35:05Also ehrlich,
35:06das war also nie im Leben.
35:07Warum denn nicht?
35:08Wo ich Ihrer Meinung nach
35:09so talentiert und intelligent bin.
35:11Sicher.
35:11Ja, aber
35:12da gehört mehr dazu, Schwester.
35:14In dieser Etage, ja,
35:16da geht es zu wie in der Politik.
35:17Da gelten andere Regeln.
35:19Und Sie mit Ihrem
35:20Ehrlichkeitsfilm,
35:21Gerechtigkeitswahl, etc.
35:23Nehmen wir mal diese
35:249 Millionen.
35:26Also Ihre Mutteroberin
35:27würde ohne mit der Wimper zu zucken
35:29dankend das Geld nehmen
35:30und eine Messe lesen lassen
35:32für die verstorbene Erbin.
35:34Nicht jeder ist so skrupellos
35:35wie Sie, Herr Wöller.
35:37Also Schwester,
35:38das tut wirklich weh.
35:39Ja, meinst du nicht auch,
35:41es wäre für mich
35:42angenehmer und erfreulicher,
35:43ja, ich könnte diesem
35:43armen Waisenkind
35:44einen Scheck
35:45von 9 Millionen
35:46in die Hand drücken
35:46und könnte mich feiern lassen
35:48von der Presse
35:48als Retter der Enterbten.
35:51Warum tun Sie es denn nicht?
35:52Ja, weil ich es mir
35:53nicht erlauben kann.
35:54Als Bürgermeister
35:55muss ich das Wohl
35:56alle im Auge behalten
35:57und notfalls
35:58mit allen Mitteln durchsetzen.
35:59Und diese 9 Millionen
36:01kriegt die Gemeinde
36:02und nicht Sie
36:04oder irgendwer.
36:05Gute Nacht.
36:07Ja, schrecklich.
36:08Gute Nacht.
36:23Und?
36:24Immer noch nicht?
36:25Nein!
36:26Wo wurde Schwester Lotte
36:27denn zuletzt gesehen?
36:28Im Rathaus.
36:29Unser Wagen steht auch noch da.
36:30Aber da ist niemand mehr
36:31und alles ist abgesperrt.
36:33Mild denn nur noch eins?
36:34Die Polizei!
36:35Die Polizei?
36:36Sie können doch nicht warten
36:37bis die Polizei kommt.
36:38Wir müssen jetzt
36:39was unternehmen.
36:50Ist doch absoluter Scheiß.
36:52Was hat die Schwester
36:53heute denn zuletzt
36:54im Rathaus zu tun?
36:55Sie wollte gerne
36:56eine andere im Archiv holen.
36:58Also, Archiv.
37:08Schlafen Sie?
37:11Nein.
37:13Wie auch?
37:15Wenn ich es schaffen sollte
37:17und Gott meine Gebete erhört
37:19und wir hier rauskommen.
37:22Verzichten Sie dann
37:23auf das Geld?
37:24Wenn ich die rechtmäßige
37:26Erbin finde?
37:27Wenn ein Engel
37:29auftauchen sollte
37:30und die Tür
37:32aufschließt.
37:33Warum nicht?
37:35Aber
37:36eher geht ein Kamel
37:38durch ein Nadelöhr
37:39oder
37:40der Papst
37:42wird evangelisch.
37:46Hallo?
37:47Wer ist da?
37:49Wir sind hier!
37:50Hallo!
37:52Hallo!
37:58Wie schön!
38:00Zwei Engel!
38:01Herr Wöller,
38:02wie konnte das passieren?
38:03Das frage ich Sie!
38:05Morgen werde ich
38:06einen Untersuchungsausschuss
38:07bilden
38:07und herausfinden,
38:08wie es zu diesem Wahnsinn
38:09überhaupt kommen könnte.
38:10Gute Nacht!
38:12Der beruhigt sich schon wieder.
38:15Dankeschön.
38:16Sie wissen gar nicht,
38:17was Sie damit bewirkt haben.
38:20Haben Sie eine Schlüssel
38:21fürs Archiv?
38:22Na, dann wollen wir mal.
38:40Lotte!
38:42Lotte!
38:42Mein Gott!
38:43Oh, was?
38:44Hör mal!
38:45Ich muss das Gesundheitshandwerk
38:46da haben.
38:47Die wollen uns verbieten,
38:48dass Sie die Namen
38:48nicht gerade anschauen.
38:49Die Mutter Oberin
38:50wartet in der Kapelle
38:50und das seit einer Stunde.
38:52Ja, ja, ja,
38:53alles nach der Reihe.
38:54Ich muss erst mal telefonieren.
38:55Bester Lotte,
38:56Sie können doch
38:57die Mutter Oberin
38:57nicht warten lassen.
38:58Was will die Mutter Oberin
39:00eigentlich von Lotte?
39:01Ja, aber was läuft
39:01denn an ihm?
39:02Was ist mit Rom?
39:04Rom?
39:06Vatikal.
39:09Der Papst.
39:14Da wissen Sie wieder mal
39:15mehr als ich.
39:17Haben Sie etwa gelauscht?
39:20Herr Doktor?
39:21Herr Doktor,
39:22hier ist Schwester Lotte.
39:23Stellen Sie sich vor,
39:24ich habe sie gefunden.
39:25Das Mädchen heißt Regine
39:26und ihre Pflegeeltern
39:27wohnen hier in Kaltenthal.
39:29Hätten Sie denn was
39:30zum Schreiben da?
39:46Ich bin sicher,
39:47Sie haben für alles
39:48eine plausible Erklärung
39:50parat, aber
39:55die interessiert mich
39:56im Augenblick
39:57herzlich wenig.
40:00Ich hoffe nur,
40:01Sie haben Zeit gefunden,
40:04sich meinen Vorschlag
40:05zu überlegen
40:06und sind
40:07zu einer Entscheidung
40:08gekommen.
40:09Ja, das bin ich.
40:10Und?
40:12Mütter überschätzen
40:14Ihre Kinder gerne.
40:17Ich bin bei Weitem
40:18nicht so gescheit
40:18und begabt wie Sie.
40:21Und das,
40:22was Sie für meinen
40:23Vorzug halten,
40:25ist genau der Grund,
40:26weshalb ich niemals
40:27fähig sein werde,
40:28die Härte
40:29und die Opfer
40:30aufzubringen,
40:31die man in ihrer
40:32Position braucht.
40:35Und deshalb
40:36möchte ich Sie
40:36inständig bitten,
40:39mir diese Verantwortung
40:40nicht aufzuerlegen.
41:07nach Hause.
41:08Ja, bitte.
41:31Leute,
41:32was ist denn
41:33nun mit dem
41:34Arzt?
41:35Nicht jetzt.
41:36Ich bin tut
41:37und wieder.
41:54Warum Sie das Mädchen
41:55ins Heim
41:56abgeschoben haben,
41:56haben Sie Ihnen
41:57aber nicht gesagt.
41:58Ehrlich gesagt,
41:58habe ich keinen Wert
41:59darauf gelegt,
41:59mich mit diesen
42:01sogenannten
42:01Pflegeeltern
42:02länger als nötig
42:04auseinanderzusetzen.
42:08Waisenkind
42:08wird Millionärin.
42:10Das ist ja
42:10wie ein Märchen.
42:11Wollen wir hoffen,
42:12dass sie überhaupt
42:12noch da ist.
42:29Ihr könnt froh sein,
42:30wenn ihr überhaupt
42:31was zu essen
42:31bringt.
42:32Millionen von
42:33Kindern
42:33verhungern weltweit.
42:34Die werden froh,
42:35wenn sie trockenes
42:35Brot hätten.
42:37Ich bin froh,
42:37wenn sie trockenes
42:41Besuche sind
42:42grundsätzlich
42:42anzumelden
42:43und finden
42:44von 14 bis 16 Uhr
42:46statt.
42:46Wir hätten das
42:47sehr gerne gemacht,
42:48wenn in Ihrem
42:48Sekretariat
42:49jemand den Hörer
42:50abgenommen hätte.
42:51Malthesius.
42:53Und das ist
42:53Schwester Lotte.
42:56Rechtsanwalt?
42:57Wir suchen
42:57eine gewisse
42:58Regine Ambesser.
42:59Ist sie noch
43:00bei Ihnen?
43:01Das hat sie
43:02jetzt schon
43:02wieder angestellt.
43:03Nichts.
43:04Aber wir möchten
43:05Sie gern sprechen,
43:06wenn Sie das
43:07freundlicherweise
43:08ermöglichen könnten.
43:09Um was handelt es sich?
43:10Ich bin nicht
43:11befugt,
43:11darüber Auskunft
43:12zu geben.
43:13Aber wenn Sie es
43:14wünschen,
43:15komme ich sehr gerne
43:16mit einer
43:16vormundschaftlichen
43:17Genehmigung wieder.
43:18Regine fällt es
43:19sehr schwer,
43:20sich an die Regeln
43:21bei uns zu gewöhnen
43:22und ist deshalb
43:23von den gemeinsamen
43:24Mahlzeiten
43:25ausgeschlossen.
43:26Was heißt das?
43:27Sie kriegt nichts
43:27zu essen?
43:28Gabanare.
43:29Nur kein Nachkisch.
43:32Regine?
43:34Versuch für dich.
43:37Aber nur
43:37zehn Minuten,
43:38wenn ich bitten darf.
43:39Das liegt
43:40im Ermessen
43:40von Dr. Maltesius.
43:41Und wenn Sie
43:42so freundlich werden,
43:43mir die Akte
43:43des Mädchens
43:44rauszusuchen.
43:45Personalausweis
43:46und so weiter.
43:46Ich wäre Ihnen
43:47sehr verbunden.
43:48Guten Tag,
43:49Regine.
43:50Ich heiße
43:51Heribert Maltesius
43:52und ich bin im Auftrag
43:53deines verstorbenen
43:54Onkels hier.
43:55Onkel?
43:56Ich habe gar keinen
43:56Onkel.
43:57Doch,
43:57in Amerika.
43:59Aber er ist
43:59verstorben.
44:01Dass deine Eltern
44:02und deine Pflegeeltern
44:03waren,
44:04das weißt du ja sicher.
44:05Ja.
44:06Und wer
44:06deine leibliche
44:07Mutter war auch?
44:08Sie hieß
44:09Anna Ambesser.
44:10Und so wie es aussieht,
44:11hat sie dich
44:12nicht vergessen im Himmel.
44:13Sie hat dir
44:13genügend Geld hinterlassen,
44:14dass du nicht mehr
44:15länger hier in diesem
44:15Heim leben musst.
44:16Wir werden sicherlich
44:17was Schöneres
44:18für dich finden.
44:19Und Dr. Maltesius
44:20wird für dich
44:21als dein Forum
44:22und dein Geld
44:22verwalten.
44:23Na,
44:23was sagst du dazu?
44:24Du kannst es ruhig glauben.
44:28Was hältst du davon,
44:29wenn wir irgendwo
44:29eine Kleinigkeit
44:30essen gehen
44:30und ich erklär dir alles?
44:32Ich habe Stubenarrest.
44:33Das erlaubt
44:34die Wimanie.
44:36Das geht doch nicht.
44:38Also einen Grund
44:39müssen Sie mir
44:40schon nennen,
44:40Herr Doktor.
44:41Sonst kann ich
44:42das unmöglich erlauben.
44:43Weißt du was dagegen,
44:44wenn ich es dir sage?
44:46Fräulein Ambesser
44:47hat 9 Millionen Dollar
44:48geerbt und sie gewöhnen
44:51sich besser an den
44:51Gedanken, dass sie
44:52nicht mehr allzulang
44:53an ihrer Obhut sein wird.
44:559 Millionen?
44:56Das gibt es doch gar
44:58nicht.
44:58Doch, das gibt es.
45:00Auf Wiedersehen.
45:01Wiedersehen.
45:28Ah, Bürgermeister.
45:30Das Übliche,
45:31es gibt Schlachtplatte
45:32als Tagesessen.
45:33Bring mir einen Salat
45:34und Mineralwasser.
45:36Ach so?
45:37Ja, bin auf Diät.
45:38Bitte, wie du willst.
45:40Herr Müller,
45:41möchten Sie sich nicht
45:42zu uns an den Tisch setzen?
45:43Wir haben das Mädchen gefunden.
45:46Nee, lieber nicht.
45:48Sonst überlege ich mir
45:49das vielleicht noch anders
45:50und fechte die ganze
45:52Geschichte an.
45:53Jetzt seien Sie doch
45:54nicht so.
45:55Na ja, morgen kommt der
45:57Bericht vom Gesundheitsamt
45:58und dann sind Ihre Tage
46:00gezählt, weil ohne Seminar
46:02und ohne Schnapsverkauf
46:03geht ja gar nichts.
46:05Ja, dann machen Sie sich
46:07schon mal auf einen
46:08schönen Prozess gefasst.
46:09Bitte, jederzeit.
46:11Bitte schön.
46:13Ach, Salat
46:15und Sprudel.
46:18Ja.
46:19Könnte das vielleicht
46:19mit meiner Bemerkung
46:20von gestern etwas zu tun haben?
46:22Ich esse mittags
46:23immer nur eine Kleinigkeit.
46:27Na dann, guten Appetit.

Empfohlen