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00:00:00Transcription by ESO. Translation by â
00:00:11Verschneite Landschaften, eingefrorene TÀler und vertrÀumte Fjorde.
00:00:17Im SĂŒden Norwegens ist der Winter romantisch, aber eiskalt.
00:00:22Wer hier lebt, hat sich daran lÀngst angepasst.
00:00:47Die Route von Bergen nach Andalsness gilt als eine der schönsten Zugstrecken Europas.
00:00:55Filme wie Harry Potter oder Star Wars wurden hier gedreht.
00:01:16Bergen, zweitgröĂte Stadt Norwegens.
00:01:18Die Lage am Atlantik macht den Winter hier wechselhaft.
00:01:21Stetig pfeift der Wind und drĂŒckt die Wolken von See an Land.
00:01:26Das bedeutet Regen oder Schnee im Wechsel.
00:01:31Liegen bleibt der Schnee nicht. Grund dafĂŒr der Golfstrom, der das Meer erwĂ€rmt.
00:01:37Selten fÀllt das Thermometer unter 5 Grad.
00:01:39Und so regnet es an durchschnittlich 265 Tagen im Jahr.
00:01:48Bergen war im Mittelalter das wichtigste Handelszentrum in Norwegen.
00:01:52Alle Waren wurden von hier verschifft. Das hat die Stadt reich gemacht.
00:01:59Es ist morgens 8 Uhr. Gleich fĂ€hrt der Zug los. Die Bergenbahn, die die KĂŒstenstadt mit der Hauptstadt Oslo verbindet.
00:02:11Daniel Heschedal ist heute Schaffner im Zug. Es geht los. 516 Kilometer mit der Bergenbahn nach Oslo. Die erste von
00:02:20insgesamt vier Etappen.
00:02:34Sieben Stunden braucht sie fĂŒr die Reise in die Hauptstadt.
00:02:50Kurz hinter Bergen fĂ€llt das WLAN aus. In Norwegen ein echtes Ărgernis.
00:02:56SchlieĂlich gehört das Land zu den fĂŒhrenden Nationen in Sachen Digitalisierung.
00:03:08Hier ist der Knopf fĂŒrs Internet. Einmal aus. Und wieder anstellen. Klappt.
00:03:21Ich habe vor ein paar Jahren im Restaurant angefangen. Da war ich dann drei Jahre.
00:03:27Dann wurde ich Schaffner und das gefÀllt mir sehr gut. Ich möchte gar nichts anderes mehr machen.
00:03:46Ich möchte gar nichts anderes mehr machen.
00:04:11Nach einer Stunde erreicht der Zug Voss, ein bekanntes Wintersportgebiet auf 700 Metern Höhe.
00:04:28Voss liegt zwischen den beiden gröĂten Fjorden Norwegens. Dem Sonja und dem Hardangerfjord.
00:04:38Hier lebt auch eine Familie, die Schafe zĂŒchtet. Nicht irgendwelche. Sondern eine alte norwegische Rasse. Mit dickem, zotteligem Fell.
00:04:52Ivar Lohne hat den Bauernhof von seinem Vater ĂŒbernommen. Sein 16-jĂ€hriger Sohn Lasse hilft bei der Arbeit auf dem
00:04:59Hof.
00:05:11Wir haben eine Mischung aus der alten norwegischen Rasse und Schwarzkopfschafen, die wohl ursprĂŒnglich aus Schottland kam.
00:05:18Wir werden wohl so an die 300 WinterlÀmmer haben.
00:05:26Das Ablammen beginnt bald. Deshalb behÀlt Ivar die trÀchtigen Muttertiere direkt am Hof.
00:05:44Der Rest der Schafherde lebt das ganze Jahr ĂŒber in freier Natur in den umliegenden Bergen.
00:05:50Da will Ivar jetzt hin und nach dem Rechten schauen. Denn im Winter besteht Verletzungsgefahr auf dem vereisten Boden.
00:06:20Die können hier rein und raus laufen, wie sie wollen, den ganzen Winter lang.
00:06:33Der Lohnehof ist ein Familienbetrieb in vierter Generation. Das setzt Erfindungsreichtum voraus.
00:06:39Als das GeschĂ€ft mit den Schafen in den 80er Jahren eher schleppend lief, hatte Ivas Vater eine Idee und lieĂ
00:06:47ein traditionelles Gericht wieder auferstehen.
00:06:49Smaller Hovet â gebrannter und gerĂ€ucherter Schafskopf.
00:07:05FrĂŒher war das ein alltĂ€gliches Resteessen â so vor 30 Jahren.
00:07:10Dann wurde es ein Festessen zu besonderen Gelegenheiten.
00:07:22Nach dem Brennen geht's in die RĂ€ucherkammer. Es riecht nach Buchenholz, Tannenzweigen und anderen geheimen Zutaten.
00:07:41Der RĂ€ucherprozess dauert acht bis zehn Stunden. Hier in dieser Gegend nehmen wir unter anderem auch Wacholder.
00:07:48Jetzt sind wir gerade eine LitzbrÀuche.
00:07:52Jetzt sind wir die LitzbrÀuche.
00:08:09Jetzt sind wir die LitzbrÀuche.
00:08:14so that Ivar even bought some of them from the Schlachthof.
00:08:17He bought a Flamm-Maschine.
00:08:20Now he can produce faster.
00:08:23Flamm and flamm cost a half of a Schafskopf 10 Euro.
00:08:28It is sent by mail.
00:08:31They can try the Flamm-Maschine.
00:08:35And if they are not there,
00:08:37sits the family even in the room.
00:08:42I have a little bit of food.
00:08:46We do now do other things,
00:08:49such as the GĂ€ste-Bewirtung.
00:08:51We have to offer many different things,
00:08:54to keep the house safe.
00:08:55We produce Smaller-Hovit.
00:09:00There are SteckerĂŒben and Salzkartoffeln.
00:09:05Smaller-Hovit is their Sunday-Schmaus.
00:09:07And if it was for Ivar,
00:09:09it would be more Sunday.
00:09:29It is the best area in West-Norwegen.
00:09:35It is the best area in West-Norwegen.
00:09:39You can fly.
00:09:45Amalie Heglandt will go in the air.
00:09:55This is a jacket that is very thin.
00:10:02So you can fly better.
00:10:06So you can fly better.
00:10:07So you can fly better.
00:10:11Indoor Skydiving is the new sport.
00:10:15There are only two types of this type in Europe.
00:10:19This system developed a company from the Ruhrgebiet.
00:10:22It's a tunnel where the wind blows up with 280 kmh.
00:10:30We minimized all the risks, so that nothing can happen.
00:10:33We are a safe place for the spring.
00:10:37In the tunnel we push the air from the bottom.
00:10:40The wind goes into the turbines,
00:10:42then we push the air from the wind.
00:10:44Then we push the air from the wind.
00:10:44Then we push the air from the wind.
00:10:46And we push the air from the wind.
00:10:47So there will be a lot of wind here.
00:10:50Not so much wind here.
00:10:51And not so much wind here.
00:10:52So now we can fly here.
00:10:59In any way we can fly.
00:11:04Like this one is a Miller meio,
00:11:05you've got one wrecked in the water tenha.
00:11:08With theengar's with
00:11:12all the birds,
00:11:12it's done.
00:11:35Everyone can fly, regardless of how old he is.
00:11:51Amalie hat ihr Traumhobby gefunden. 2018 wurde sie sogar Europameisterin.
00:12:16Die Bergenbahn fÀhrt weiter Richtung Osten.
00:12:26Der Bau der Bergenbahn 1894. Ein Meisterwerk seiner Zeit.
00:12:3515.000 Arbeiter schufteten im zerklĂŒfteten Gebiet, legten Schienen von Tal zu Tal.
00:12:42Sie gruben 182 Tunnel als Schutz vor Lawinen, damit die Bergenbahn auch im Winter fahren kann.
00:12:48Nach nur 15 Jahren war der Bau vollendet.
00:13:22Untertitelung des ZDF fĂŒr funk, 2017
00:13:52Untertitelung des ZDF fĂŒr funk, 2017
00:13:56Wetterbedingte Zugunterbrechungen sind in Norwegen selten.
00:13:59Und wenn sie mal passieren, bleiben sie fĂŒr immer im GedĂ€chtnis.
00:14:09Einmal mussten wir anhalten, weil alles eingeschnallt war. Da ging nichts mehr, auf der ganzen Strecke.
00:14:15Da mussten wir mit dem Bus nach Bergen fahren.
00:14:20Der nÀchste Halt ist Myrdal. Hier steigen viele um, in die Flambahn.
00:14:25Rund 800.000 Touristen nehmen den Zug jedes Jahr. Ein Highlight auch fĂŒr diese australische Reisegruppe.
00:15:00Ich habe schon Touren in Norwegen gemacht.
00:15:02Aber der Winter ist was ganz Besonderes und es gibt viel weniger Touristen.
00:15:07Es ist so anders fĂŒr uns. Wir mussten uns warme Sachen kaufen. So was haben wir zu Hause gar nicht.
00:15:14Sehr kalt, aber schön. Der Winter ist so anders als der Sommer.
00:15:28Bevor die Flambahn 1941 in Betrieb genommen wurde, konnte man die Dörfer am Fjord nur ĂŒbers Wasser erreichen.
00:15:36Oder zu FuĂ.
00:15:58Der Kyofossen. Knapp 100 Meter hoch.
00:16:03Der Kyofossen.
00:16:30Perfekter Ort fĂŒr einen kurzen Fotostopp.
00:16:4640 Minuten dauert die Fahrt nach Flam. Im Winter pendelt sie viermal hin und her.
00:16:5350 Euro kostet ein Hin- und RĂŒckticket.
00:16:57Die Flambahn durchquert 20 Tunnel. Fast alle wurden per Hand ausgegraben.
00:17:18Helge HĂ€stenes war schon Schaffner auf vielen Bahnstrecken.
00:17:22Die Flambahn war jedoch immer seine Traumbahn.
00:17:27Ăber 20 Jahre bewarb er sich immer mal wieder. Vor zehn Jahren endlich die Zusage.
00:17:46Es ist einfach der schönste Ort, an dem man sein kann und die FahrgÀste sind alle klasse.
00:17:51Es macht viel SpaĂ hier zu arbeiten. NatĂŒrlich sind es im Sommer viele Touristen, aber es ist einfach toll.
00:17:57In Flam ist Norwegens umweltfreundlichste Innovation zu bewundern.
00:18:02Die Future of the Fjords. Die erste emissionsfreie FĂ€hre im Land.
00:18:07Sie ist 40 Meter lang, 15 Meter breit und 16 Knoten schnell.
00:18:34Das Kommando auf der BrĂŒcke hat sie, Anu Piti Leinen.
00:18:38Die finnische KapitĂ€nin arbeitete frĂŒher als Friseurin auf einem amerikanischen Kreuzfahrtschiff.
00:18:44Das wurde ihr zu langweilig. Sie ging zur Seefahrtsschule. Seit einem Jahr ist sie hier KapitÀnin.
00:19:09Der Nerofjord ist Weltkulturerbe und fĂŒr den treten 2026 neue Gesetze in Kraft.
00:19:17Dann darf man ihn aus UmweltschutzgrĂŒnden nicht mehr mit Dieselantrieb befahren.
00:19:22Und so haben wir schon das richtige Schiff mit einer Lösung fĂŒr die neuen Regeln, die es bald geben wird.
00:19:35Ab 2026 soll das auch fĂŒr den Geranger Fjord gelten.
00:19:40Der Fjord friert so gut wie nie zu. Und auch der Schnee bleibt nur auf den Bergkuppen liegen.
00:19:45Grund ist die warme Wassertemperatur.
00:20:06Der Nerofjord ist mit einer Breite von 250 Metern der schmalste der Welt.
00:20:12Und das Schiff aus leichtem Karbonmaterial.
00:20:19Wir haben Eis, krÀftigen Wind und Schnee im Winter.
00:20:25Besonders der Wind ist ein groĂes Problem.
00:20:29Da mĂŒssen wir extrem gegensteuern, sonst driften wir ab.
00:20:36Wir haben nur einen Meter Tiefgang und das Schiff ist sehr leicht.
00:20:43Dann wird es schwierig, es zu manövrieren.
00:20:48Das Schiff ist fĂŒr einige Bewohner hier das einzige Verkehrsmittel.
00:20:52Wer ein- oder aussteigen will, muss Bescheid geben.
00:21:03Die Crew der FÀhre arbeitet im 14-tÀgigen Wechsel.
00:21:12Ich habe keine Kinder. Und ich liebe meinen Job.
00:21:21Wenn ich hier bin, vermisse ich zuhause nicht. Und wenn ich zuhause bin, vermisse ich den Job nicht.
00:21:37Chef des Maschinenraums ist Helge Hagerup.
00:21:40Er ist dafĂŒr verantwortlich, dass die ElektrofĂ€hre immer genug Strom hat.
00:21:51An der Endstation in Gutwangen werden die Batterien neu aufgeladen.
00:21:56Der Strom reicht zwar auch noch fĂŒr die anderthalbstĂŒndige RĂŒckfahrt, aber sicher ist sicher.
00:22:0420 Minuten dauert das Laden.
00:22:13Es sind 300 Batterien, die wiegen insgesamt fast 10 Tonnen.
00:22:24Unten im Maschinenraum brummt es gewaltig.
00:22:32Hier sind die Motoren.
00:22:34450 Kilowatt flieĂen durch die Leitung und treiben die Propeller an.
00:22:40Eine Batterieleistung, die der Kraft von 50 Elektroautos entspricht.
00:22:48Eine Investition, um die Schönheit der Fjorde auch fĂŒr die Zukunft zu erhalten.
00:23:08Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten viele Norweger aus dieser abgelegenen Gegend nach Amerika aus.
00:23:15Diejenigen, die hier blieben, mussten sich weitgehend selbst versorgen.
00:23:21Schuhe herstellen gehörte auch dazu.
00:23:23Aber nicht irgendwelche, sondern Auerlandsschuhe, die spĂ€ter als Penny Loafer international berĂŒhmt wurden.
00:23:31Gleich 19 Schuhmacher gab es hier, bis Ende der 1960er Jahre.
00:23:37Heute gibt es nur noch die Firma Auerlandsköhn.
00:23:51Sinne Kasen, studierte orthopÀdische Schuhmacherin und Designerin, entwirft die Modelle und die neuen Kollektionen.
00:23:58Wenn viel zu tun ist, sitzt sie auch selbst an der NĂ€hmaschine.
00:24:15Das hier ist das historische Schuhdorf Norwegens.
00:24:19Jeder produziert heutzutage Penny Loafer.
00:24:24Aber die kommen von hier.
00:24:27Das Leder sucht Sinne selbst aus.
00:24:29Ebenso die Farben.
00:24:32Dieses Jahr hellbraun.
00:24:50Das Leder kommt aus Italien.
00:24:54Es ist sehr wichtig fĂŒr mich, dass die Gaber umweltfreundlich produzieren.
00:25:01Viele machen das nicht.
00:25:03FĂŒr mich ist Umweltbewusstsein das Wichtigste.
00:25:17Eine der Schuhmacher, der einst aus Flam in die USA auswanderte, kam in den 30er Jahren zurĂŒck.
00:25:25Inspiriert von amerikanischen Moccasins, verÀnderte er den Auerlands Schuh und entwarf den Penny Loafer.
00:25:35Wir machen gerade eine Art Rebranding.
00:25:42Wir wollen, dass unser Image wieder moderner wird und neue MĂ€rkte erschlieĂen.
00:25:47Deshalb haben wir den Schuh neu designt.
00:25:50Jetzt hoffen wir, dass er der Marke Auerland zu neuem Erfolg verhilft.
00:25:58Die Manufaktur beschÀftigt sieben Mitarbeiter. Sie beliefert Boutiquen und SchuhgeschÀfte in ganz Europa.
00:26:05Auch im Internet kann man die Schuhe bestellen.
00:26:08Penny Loafers gelten nur mit einer norwegischen ĂremĂŒnze als echt.
00:26:12Auch wenn die lÀngst nicht mehr gepresst werden.
00:26:23Wenn die Leute ihre Keller aufrÀumen, finden sie manchmal Pennys.
00:26:28Und schicken sie uns in kleinen KĂ€stchen per Post mit einer kleinen Nachricht fĂŒr uns.
00:26:34Das berĂŒhrt mich immer sehr.
00:26:47Weiter geht es mit der Bergenbahn von Mördal Richtung Oslo.
00:26:50Quer durch die Hardangerwetter.
00:26:54Mit rund 9000 Quadratkilometern der gröĂte Nationalpark Norwegens und die gröĂte Hochebene Europas.
00:27:03Hier auf 1400 Metern Höhe herrscht arktisches Klima.
00:27:08Das heiĂt, der Winter ist lang, der Sommer mit nur zwei Monaten kurz.
00:27:12Und auch dann klettern die Temperaturen selten ĂŒber 10 Grad.
00:27:18Hei hei.
00:27:28TschĂŒss noch.
00:27:30Hei hei.
00:27:31Hei hei.
00:27:40Wenn ich morgens anfange und zur Arbeit komme, weià ich schon so ungefÀhr, wie viele Leute an den StÀdten sind.
00:27:46Ich kann in den Stationen ein- und aussteigen.
00:27:50Ich passe besonders an den volleren Stationen auf, dass alles gut lÀuft.
00:27:59Nach vier Stunden erreicht der Zug Norwegens höchstgelegenen Bahnhof.
00:28:04Finse.
00:28:06Ein winziges Dorf ohne Weg, ohne StraĂe.
00:28:09DafĂŒr mit GĂ€sten vom anderen Stern.
00:28:13Eres Jungen.
00:28:14Abge.
00:28:14Sie.
00:28:30Eres Jungen.
00:28:31Beobacht.
00:28:33Hier sind dieŃĐžache, Beobachter.
00:28:35Sie.
00:28:41I'm going to be a housewife and extremely shy.
00:28:46And when I have the costumes, I feel a bit more secure.
00:28:53Then I can speak with other people.
00:28:56We are going to 1.500 km from NĂŒrnberg to here.
00:28:59And we have more than 300 km with a Wohnmobile.
00:29:04And all that, to be here in the EiswĂŒster.
00:29:101979, Drehort for the film Star Wars.
00:29:13Das Imperium schlĂ€gt zurĂŒck.
00:29:17It's very exclusive, because it's really difficult here to come.
00:29:21And the Antrieb was, the Trenstuber-KostĂŒme
00:29:25to bring them to the original place.
00:29:28It's something different than when we're in the city or something.
00:29:33There's snow, there's no trees, there's no trees,
00:29:37there's no trees, there's no trees, there's no trees.
00:29:39It's really the Eisplanet Hoss.
00:29:42Then it's real.
00:29:44Finnse war der öde, lebensfremdliche Eisplanet Hoss.
00:29:49Darth Vader
00:29:49Darth Vader
00:29:49Darth Vader
00:30:13Darth Vader
00:30:14Darth Vader
00:30:14Santa
00:30:14Đ”ĐŒŃ
00:30:14Here is only... the snowfriese of the Norwegian Eisenbahn.
00:30:38outside a few houses there is still a hotel
00:30:40it opened 1909, with the bergenbahn
00:30:46Claudia und Thomas gehören zur Star Wars Fangemeinde
00:30:49die hat sich hier fĂŒr ein Treffen verabredet
00:30:55die zwei Trench-Truber lernten sich auf einer Fanseite im Internet kennen
00:31:01ihre Tochter ist inzwischen 20
00:31:03sie heiĂt Lea, benannt nach der Prinzessin aus dem Film
00:31:13er hat mir ein Bild geschickt
00:31:15irgendwann mal
00:31:17da wusste ich ja schon wie er aussieht
00:31:19dass er viel von Star Wars versteht
00:31:21das war schon mal gut
00:31:23dass er das auch mag
00:31:25zwei VerrĂŒckte passen besser zusammen
00:31:27als wenn nur einer das Hobby hat
00:31:29das sind so verschiedene Fanbereiche
00:31:31verschiedene Sachen was wir machen
00:31:33Claudia sammelt die BĂŒcher, Comics, Trading Cards
00:31:35bei mir ist es der Modellbau, KostĂŒme
00:31:38sammeln von Actionfiguren
00:31:39bauen von Dioramen mit diesen Figuren
00:31:42und was wir uns halt gemeinsam immer verbindet
00:31:45das sind auch die Reisen
00:31:46dass wir zu Star Wars Drehorten fahren
00:31:47also hier auf alle FĂ€lle der exotischste
00:31:50und am schwierigsten zu erreichende Ort
00:31:53am Gleis heiĂt es jetzt schon wieder einsteigen
00:32:02wir haben nur 40 Sekunden Aufenthalt
00:32:05bis dahin mĂŒssen alle aus und wieder eingestiegen sein
00:32:18die Star Wars Fans werden hier noch zwei Tage bleiben
00:32:21auf ihrem Eisplaneten Hoss
00:32:24bis zum nÀchsten Mal
00:32:53bis zum nÀchsten Mal
00:32:54bis zum nÀchsten Mal
00:33:04die nÀchste Station ist Jailo
00:33:06das Àlteste Wintersportgebiet in Norwegen
00:33:09gleich nach ihrer Jungfernfahrt
00:33:12kamen die ersten Skitouristen mit dem Zug in den Ort
00:33:14heute gibt es 220 Kilometer LĂ€upen
00:33:18und fast 40 Kilometer Pisten
00:33:29im frĂŒhen Mittelalter war Jailo berĂŒhmt fĂŒr seine Kunstschmieden
00:33:33besonders begehrt Bestecke und Jagdmesser
00:33:38Meister der Messerkunst ist die Firma Brusletto
00:33:53Ken Ove Niehus ist seit kurzem GeschĂ€ftsfĂŒhrer
00:34:02die einzelnen Schritte des Produktionsprozesses
00:34:05eignet er sich gerade an
00:34:19ich arbeite an allen Maschinen so ist man an jedem Schritt der Produktion beteiligt
00:34:23jeder muss hier alles können und wissen wie es geht
00:34:25jeder muss fĂŒr jeden einspringen können
00:34:27so verstehen wir unser Handwerk
00:34:351896 importierte FirmengrĂŒnder
00:34:37Rognald Brusletto
00:34:39vier dieser riesigen elektrischen HĂ€mmer aus den USA
00:34:41und baute damit eigene Werkzeuge fĂŒr die Messerproduktion
00:34:52FrĂŒher hatten wir hier Wasserkraft Antrieb fĂŒr die Teile
00:34:55also ohne ist ein ganz schöner Kraftaktier
00:34:58wir hatten zu Hochzeiten vier Stromgeneratoren
00:35:01die trieben diese HĂ€mmer an
00:35:03vier StĂŒck hatten wir davon
00:35:11die Messerrohlinge gieĂt man bei Brusletto einmal im Jahr auf Vorrat
00:35:14um sie dann nach und nach zu verarbeiten
00:35:18gieĂen, schleifen und polieren sind nur drei
00:35:21der bis zu 50 Arbeitsschritte die hier anfallen
00:35:40wenn wir es geschmiedet haben und alles andere fertig ist
00:35:45dann kommt als letzter Schritt das Schleifen und das Polieren
00:35:48und wenn die Maschine das nicht ordentlich genug hinkriegt
00:35:50machen wir das per Hand
00:35:54Brusletto transportiert die Messer mit der Bergenbahn
00:35:57zum Verschiffen nach Oslo oder Bergen
00:36:08Jailo liegt genau in der Mitte zwischen Oslo und Bergen
00:36:14die Bergenbahn hat fĂŒr Jailo eine groĂe Bedeutung
00:36:17und fĂŒr die hiesige Wirtschaft
00:36:21denn der Zug ist die einzige zuverlÀssige Verbindung im Winter
00:36:24sonst wÀre Jailo völlig abgeschnitten
00:36:27und hier gÀbe es nichts
00:36:51ĂŒberall in Norwegen finden sich Spuren der Wikinger
00:36:54ihre Hochzeit reichte von Mitte des 8. bis Ende des 11. Jahrhunderts
00:37:00die religiösen Relikte ihrer Nachfahren stehen noch
00:37:04wie die Stabkirche von Torpo aus dem 12. Jahrhundert
00:37:08der Glockenturm wurde abgerissen
00:37:10es ist die einzige Stabkirche in Norwegen
00:37:14die noch an ihrem Originalplatz steht und nicht versetzt wurde
00:37:22Jorund Wieck und Inge Björk
00:37:24setzen sich ehrenamtlich fĂŒr den Erhalt der Stabkirchen ein
00:37:28Jorund macht einmal im Monat einen Kontrollgang
00:37:32zwar trotzen die Kirchen seit Jahrhunderten den Jahreszeiten
00:37:35doch Wind, Regen und Schnee belasten DĂ€cher und Fenster
00:37:48ich schreibe Berichte an die Behörde ĂŒber meine Kontrollen
00:37:53ich bin verantwortlich fĂŒr insgesamt drei Stabkirchen hier im Kreis
00:37:57und muss die TouristenfĂŒhrer schulen
00:38:00und muss die TouristenfĂŒhrer schulen
00:38:27und 2.000 Holzteilen einzeln zusammengesetzt
00:38:31ohne eine einzige Schraube
00:38:51Als Norwegen rund um das Jahr 1030 christianisiert wurde
00:38:56baute man die ersten Stabkirchen mit den StÀben im Boden
00:39:00doch da verfaulten sie
00:39:04und so fing man an sie obererdig auf einem Steinfundament zu bauen
00:39:14Die Holzkonstruktion steht seit 800 Jahren stabil
00:39:18auch HolzwĂŒrmer verschonen Bohlen, Balken und StĂ€be
00:39:33Das hier ist einzigartig
00:39:35Es ist so alt wie die Kirche selbst
00:39:38so von 1160
00:39:45Hier in diesem Stamm ist ein Loch
00:39:47Es ist die einzige Kirche in Norwegen die das hat
00:39:51Hier war das Weih und Taubwasser drin
00:39:59Danach schĂŒttete man das Wasser in dieses Loch
00:40:02Und weil der Boden geweiht war, blieb das Wasser auf heiligem Grund
00:40:07Heute sind nur noch 28 von den ursprĂŒnglich 750 norwegischen Stabkirchen erhalten geblieben
00:40:43Eine zweite steht 60 Kilometer weiter
00:40:46Ein weiteres Relikt aus der Wikingerzeit
00:40:49Die Stabkirche von Uftal
00:40:52Sonntags versammelt sich hier die Gemeinde zum Gottesdienst
00:40:56Wie vor 800 Jahren
00:41:15Die Kirche in Uftal ist eine Mittelmast- bzw. Einmast-Stabkirche
00:41:23Sie hat einen Mast in der Mitte
00:41:26Balken verbinden ihn mit den vier Eckmasten
00:41:28So stĂŒtzt er die Glocke und das Dach
00:41:37Diese Kirche war frĂŒher noch sehr viel kleiner
00:41:40Hier gab es keine Fenster, nur kleine Löcher und keine BÀnke
00:41:43Erst als wir 1537 evangelisch wurden, bekamen sie eine Kanzel und die BĂ€nke
00:41:54Ein Fensterglas ist beim Sturm zerbrochen
00:41:56Bis der Glaser kommt, muss ein Provisorium reichen
00:42:01JorĂŒnd entdeckt aber noch ein ganz anderes Problem
00:42:06Schnee
00:42:08Eigentlich schlieĂt eine dicke Teerschicht das Dach ab
00:42:11Doch eine Stelle ist offensichtlich undicht
00:42:20Das Dach ist vor zwei und vor fĂŒnf Jahren neu gedeckt worden
00:42:25Im letzten Sommer wurde es neu geteert
00:42:29Also sollte eigentlich nichts durchkommen
00:43:00Die Kirche aus dem Jahr 1200
00:43:02Ist nach Wikinger Bauart errichtet
00:43:05Sie kappten die Kronen von ausgesuchten Kiefern oder EichenstÀmmen
00:43:09Zogen die Rinde ab, das Holz verharzte
00:43:13Ein einzigartiges Bauwerk, das bis heute Wind und Wetter trotzt
00:43:25ZurĂŒck in der Bergenbahn
00:43:27Das norwegische Schienennetz ist gröĂtenteils eingleisig
00:43:32Um dem entgegenkommenden Zug Platz zu machen, gibt es Ausweichgleise
00:43:36Hat die entgegenkommende Bahn VerspÀtung, wartet der Zug
00:43:40Koordiniert wird das von Oslo aus
00:43:55Etwa 30 Kilometer von der Bahnstation Nespien liegt mitten im Wald der Lange-Drag-Naturpark
00:44:08Hier lebt Tuva Thorsen mit ihren Elchen
00:44:12Er ist immer etwas sauer, wenn er das Halfter sieht, aber Training muss sein
00:44:21Brav, sehr brav
00:44:25Ein Förster brachte vor zwei Jahren zwei verwaiste Elche hierher
00:44:30Ihre Mutter war von einem Auto ĂŒberfahren worden
00:44:33Tuva pĂ€ppelte sie auf und ĂŒbernahm noch weitere Tiere
00:44:42Die beiden Jungtiere sind BrĂŒder, knapp ein Jahr alt
00:44:48Das ist das tÀgliche Training mit dem Halfter
00:44:50Damit sie lernen, sich damit wohl zu fĂŒhlen und nicht von Menschen gestresst sind
00:44:56Ich war dabei, als sie geboren wurden und beten wie eine Mama fĂŒr sie
00:45:00Wir sind hier eine Familie
00:45:09Auch wenn es kuschelig aussieht, Elche sind störrisch
00:45:25Tuva trainiert die Elche, damit sie ihre Angst vor Menschen verlieren
00:45:36Die Idee hinter diesem Projekt ist, dass die Besucher den Königen der WÀlder einmal so nahe kommen können
00:45:45Also dĂŒrfen die Leute Elche auch mal per Hand fĂŒttern
00:45:48Und die meisten haben ja auch noch nie einen Elch gestreichelt
00:45:54Und es gibt ja auch noch keine Elche
00:45:55So dass sie diese Klappen hier und diese Klappen hier
00:45:58Und diese Klappen mit ihnen
00:45:59Das ist stark
00:46:10Der Tierpark Lange Drak liegt am Ostende der Hardangerwieder
00:46:28Oh, so schön
00:46:30Oh, so schön
00:46:34Oh, so schön
00:46:48Aus dem einst kleinen Bauernhof wurde im Laufe der Jahre ein ĂŒber 400 Hektar groĂes Anwesen mit 25 Arten
00:46:59Rund 350 Tiere fĂŒttern Tuva und ihre Mitarbeiter jeden Morgen
00:47:03Vom Kaninchen bis zum Wolf
00:47:06Sie leben von Spenden und Eintrittsgeldern
00:47:28Vor 40 Jahren haben wir hier angefangen mit meiner Mutter und meinem Vater
00:47:33Mein Vater hatte seine Stuhlfabrik in Oslo verkauft, um dieses Land zu kaufen und hier einen Bauernhof zu bauen
00:47:44Also zogen wir hierher, mein Vater, meine Mutter, meine Schwester und ich
00:47:50Das war der Traum meiner Eltern, einen Platz fĂŒr Tiere und Menschen auf einem Hof zu schaffen
00:47:56Und sĂ€mtliche Kinder und Unge können wir mit uns in einem jeden Tag mit DĂŒrer und Natur
00:48:00Wir wĂŒnschen uns eine Leirskolle
00:48:041981 kamen sogar Wölfe aus einer Versuchsanstalt zu ihr
00:48:08Mittlerweile leben deren Nachkommen in zwei verschiedenen Rodeln hier
00:48:12Zwei WolfsbrĂŒder kennt Tuva von Geburt an, so entstand eine lebenslange Freundschaft
00:48:17Zwei WolfsbrĂŒder
00:48:49The one is blind and the other is so good and taub.
00:49:02They were so small.
00:49:05I was about 8 days old.
00:49:09About 6 weeks, so they could build trust to people.
00:49:11I worked with them every day.
00:49:18That they can find a good home here, has been spoken.
00:49:23Forster of the environment bring to Tuwa to Langedrag.
00:49:32They live here, the Luchse from a research station.
00:49:39And also their language speaks Tuwa.
00:49:47They are fantastic, beautiful.
00:49:50I find them really amazing.
00:50:03The 12 Luchse are active in Langedrag.
00:50:07In Langedrag gives it enough space to get out of the way.
00:50:15They are so happy to be here, and they are so excited for me.
00:50:20They are so happy to be here.
00:50:21The Luchse are here really feeling very sure.
00:50:24We have even the European program.
00:50:29It started when 25 years ago.
00:50:32When we came to the University of Oslo.
00:50:57The next station is Honnefoss.
00:51:01In the 18th century there were glass manufacturers.
00:51:05Sie gibt es immer noch.
00:51:08Das Hadeland Glaswerk. Norwegens Àlteste Industriemanufaktur.
00:51:32Man muss sich schon aus dem Weg gehen, aber wir wissen ja, was die Kollegen machen und wo sie hinwollen.
00:51:38So kann man immer mal zur Seite springen.
00:51:46Live Tore Brenner fing mit 15 in der GlasblÀserei an.
00:51:50Die Ăfen aus den 60er Jahren laufen rund um die Uhr auf 1200 Grad.
00:51:58GlasblĂ€ser brauchen eine kreative Ader, ein Auge fĂŒrs Detail und Geschicklichkeit.
00:52:14FĂŒr uns ist das hier nicht schwierig, aber an dem Stab hĂ€ngen verschiedene Teile am heiĂen Glas.
00:52:22Dann ist das ĂŒber 2000 Euro wert und wenn man das fallen lĂ€sst und es kaputt geht, ist das schon
00:52:27ziemlich traurig.
00:52:30Heute arbeiten Designer hier, entwerfen ausgefallene Objekte, die die GlasblÀser heute noch so herstellen wie ihre Kollegen 1765.
00:52:43Wir waren eine Weile unsicher, ob jemand seinen Job verlieren wĂŒrde. Aber jetzt geht es uns wieder gut. Wir haben
00:52:49viel investiert und sind positiv, dass es weiter aufwÀrts geht.
00:52:54Bis 1968 hatte das Hadeland Glaswerk einen eigenen Bahnanschluss. Heute kommen die Rohstoffe per Lkw.
00:53:23Einige Kilometer nördlich der Bahnstrecke liegt die ehemals gröĂte Bergbaustadt Norwegens, Kongsberg.
00:53:33Erik Engebrebsen zeigt heute Touristen, wie die Bergleute dort jahrhundertelang gearbeitet haben.
00:53:51Ăber einen Kilometer tief geht es mit der alten Lore in den Berg.
00:53:59Dass es hier ĂŒberhaupt etwas zu holen gab, ist zwei Kindern zu verdanken.
00:54:04Sie fanden 1623 einen Silberklumpen im Wald.
00:54:08Schnell entdeckten Bauern die dazugehörige Mine.
00:54:13In manchen Jahren holten die Bergleute zwölf Tonnen Silber raus.
00:54:18Doch Mitte des 20. Jahrhunderts versiegte die Mine und wurde 1958 geschlossen.
00:54:26Wir sind hier im Hauptschacht der Königsmine und der ist mit 342 Meter nach oben und 700 Meter nach unten
00:54:35der tiefste von allen.
00:54:381068 Meter. Hier passen drei EiffeltĂŒrmer ĂŒbereinander rein.
00:54:47Der alte Fahrstuhl funktioniert noch, genauso wie damals.
00:54:51Mit ihm ging es ungesichert 300 Meter in die Tiefe.
00:55:06In Hochzeiten schufteten hier bis zu 4500 Kumpel in 300 SchÀchten.
00:55:12Ungesichert mit SchlĂ€gel und Eisen, also Schlaghammer und MeiĂel.
00:55:18Die Bergleute hatten ihre eigenen Lieder.
00:55:51Musik
00:55:51Musik
00:55:51Musik
00:56:15In Norwegen there was no Bergleute.
00:56:18Also schrieb der König nach Deutschland und warb viele Harzer-Bergleute ab.
00:56:24Die sprachen natĂŒrlich Deutsch und brachten ihre BrĂ€uche und Gewohnheiten mit.
00:56:43Erik war Lehrer und hat ein bisschen Deutsch gelernt.
00:56:48Zehn Stunden dauerte eine Schicht, in der die Kumpel meist in gebeugter Haltung arbeiteten.
00:56:54FĂŒr eine Stunde Pause lohnte sich das Hochfahren aus der Mine nicht.
00:56:58Also baute man PausenrÀume, in denen gab es Tee oder ein kurzes Nickerchen.
00:57:04Trotz aller GemĂŒtlichkeit.
00:57:06Der Job war lebensgefÀhrlich.
00:57:19Viele von uns haben Vorfahren, die in der Mine gearbeitet haben.
00:57:23Mein Ur-Ur-Ur-GroĂvater kam hier 1856 bei einem Brand ums Leben und mit ihm noch andere.
00:57:31Das Feuer kam von beiden Seiten in den Stollen.
00:57:34Er ist wohl hier unten erstickt.
00:57:40Erik will, dass die ErzÀhlungen von damals nicht in Vergessenheit geraten.
00:57:44Denn der Bergbau ist ein wichtiger Teil von Norwegens Geschichte.
00:58:10Noch eine Stunde bis nach Oslo.
00:58:18FrĂŒher haben mich ZĂŒge und Eisenbahnen ĂŒberhaupt nicht interessiert.
00:58:22Nicht mal als Kind.
00:58:23Ich habe nie gedacht, dass ich mal diesen Job machen wĂŒrde.
00:58:26Aber er macht SpaĂ.
00:58:27Meine Kollegen sind klasse und wir haben ein super Betriebsklima.
00:58:33Nach etwas ĂŒber sieben Stunden erreicht die Bergenbahn pĂŒnktlich den Bahnhof der Hauptstadt.
00:58:57Morgen frĂŒh fange ich um 7.30 Uhr an.
00:59:00Da muss ich frĂŒh hoch und mich vorbereiten auf den Trip.
00:59:03Die Schicht geht dann bis halb vier.
00:59:09Oslo Hauptbahnhof.
00:59:11Mit 150.000 Reisenden pro Tag der geschÀftigste in ganz Norwegen.
00:59:175,3 Millionen Menschen leben im Land.
00:59:20Jeder Dritte im GroĂraum Oslo.
00:59:232019 war Oslo grĂŒne Hauptstadt Europas.
00:59:28Das Parlament.
00:59:31Der Königspalast.
00:59:32Die Norweger lieben ihre Monarchie.
00:59:36Im Rathaus wird der Friedensnobelpreis verliehen.
00:59:39Auch das Opernhaus ist stolz der Stadt.
00:59:43FĂŒnf Skigebiete liegen vor Oslos TĂŒren.
00:59:48Im Winter wird es gegen 15 Uhr dunkel.
00:59:51Dann lieben es die Norweger gemĂŒtlich und sĂŒĂ.
00:59:55Dann kommt seine Stunde.
01:00:02WaffelbÀcker Jonathan Larsson.
01:00:04Seit fĂŒnf Jahren hat er einen Laden in der Innenstadt.
01:00:07Dabei wollte der gebĂŒrtige Schwede eigentlich Mathematiker werden.
01:00:24Norwegisches Essen gilt nicht als hip.
01:00:26Es hat den Ruf, eher langweilig zu sein.
01:00:32Ich will, dass es wieder modern und cool ist.
01:00:34Dann habe ich mir gedacht, dass es kĂŒhlt und gut ist.
01:00:37Oder ich habe ein bisschen dörlig RĂŒchte.
01:00:45Eier, Butter, Zucker, Kardamom und ein Schuss Orangenlimonade.
01:00:51Das gibt dem Teig ein bisschen SĂ€ure und macht ihn leicht und fluffig.
01:01:02Der Renner ist die Waffel mit BraunkÀse.
01:01:05Eine ZiegenkÀse-SpezialitÀt.
01:01:07Klassik Waffel, mein Röme.
01:01:10Ich nehme eine klassische Waffel mit Creme Fraiche.
01:01:13Und was SĂŒĂem.
01:01:14Je nachdem, wie man es mag.
01:01:16Ich nehme immer Himbeermarmelade.
01:01:19Die ist am besten.
01:01:20Ich sehe, ich bringe es am besten.
01:01:25Obendrauf, BraunkÀse.
01:01:28Nicht jedermanns Sache.
01:01:37Vor 8 Jahren hat alles angefangen.
01:01:40Am Harald-Hardrades-Platz.
01:01:44Da war Jonathan gerade von Malmö nach Oslo gezogen.
01:01:50Aber die norwegische Hauptstadt war teuer.
01:02:04Hier habe ich gewohnt, in einer WG.
01:02:07Damals habe ich Mathematik studiert.
01:02:11Wir waren hier zu fĂŒnft.
01:02:13Ich brauchte Geld, also habe ich einfach angefangen, Waffeln aus meinem Zimmerfenster zu verkaufen.
01:02:21Und so sah das damals aus.
01:02:24Ein guter Nebenverdienst.
01:02:25Bis die Lebensmittelkontrolleure ihm einen Strich durch die Rechnung machten.
01:02:30Jonathan musste sich was Neues suchen.
01:02:33Inzwischen kennen viele Osloer den erfinderischen WaffelbÀcker und seine besonderen Kreationen.
01:02:38Das Mathematikstudium hat er abgebrochen.
01:02:42Bereut hat er es nicht.
01:02:43Seine Formel zum GlĂŒck sind einfach die Waffeln.
01:02:59Willkommen, willkommen, willkommen.
01:03:01Willkommen im weltbesten Waffelladen.
01:03:16Wir machen oft Waffeln.
01:03:19Vor allem, wenn sonntags die Familie zusammenkommt.
01:03:23Wir essen sie statt Kuchen.
01:03:28Das versteht man in Norwegen unter Kos, zu Deutsch GemĂŒtlichkeit.
01:03:36Weiter geht es mit der Dovre-Bahn gen Norden.
01:03:50320 Kilometer vom Oslofjord ĂŒber die Berge bis Donbass.
01:04:01Jöron Torbeck ist sonst Schaffner in VorortzĂŒgen.
01:04:04Am liebsten aber ist er hier.
01:04:17Wir haben die Aussicht, wir haben die Berge oder alle vier Jahreszeiten.
01:04:21Hier gibt es Schnee, Regen, Sonne, alles an einem Tag.
01:04:25Deshalb mag ich die Dovre-Bahn am liebsten.
01:04:43Der Mjösser See glitzert in der Wintersonne.
01:04:47Norwegen's gröĂtes BinnengewĂ€sser ist bis zu 450 Meter tief und friert nur selten zu.
01:05:01Die Eisangler weichen deshalb auf kleinere Seen mit festen Eisdecken aus.
01:05:10Thomas Odegaard versteht das Handwerk besonders gut.
01:05:13Er ist norwegischer Meister im Eisangeln.
01:05:1780 Zentimeter dick ist die Eisschicht.
01:05:21Darunter tummeln sich Barsche, WeiĂfische und Hechte.
01:05:24Genau so einen will er heute fangen.
01:05:28Sein Traum?
01:05:30Ein 15-Kilo-Exemplar.
01:05:32Den wĂŒrde er ĂŒbrigens nach einem Foto wieder in den See werfen.
01:05:40Jetzt habe ich eine Ecke gefunden, in der die Fische grĂŒndeln.
01:05:44Auf dem Grund ist Gras.
01:05:45Da lege ich Köder aus, die die Fische hoffentlich anlocken.
01:05:50So ein erwachsener Hecht kann bis zu 25 Kilo wiegen.
01:05:57FĂŒr den Hecht nehme ich eine starke Angel.
01:05:59Die hat eine dickere Schnur, so 4 Millimeter, und eine Spule, die einen Hecht aushÀlt.
01:06:09Sobald ein Fisch anbeiĂt und dadurch fest an der Schnur zieht, dröhnt ein Alarm.
01:06:26Mit 6 Jahren habe ich mit dem Angeln angefangen.
01:06:30Mein GroĂvater hat mich immer mitgenommen, und je Ă€lter ich wurde, desto mehr habe ich gefischt.
01:06:36Dann habe ich mit Wettbewerben angefangen, und einige gewonnen.
01:06:43Fischen ist mein Leben.
01:06:44Ich habe einen Online-Shop fĂŒr Angelbedarf und zeige Menschen die richtigen Stellen.
01:06:49Und ich habe ein eigenes Fische-Vertag, um Fischeutstier zu verkaufen.
01:07:11Auch nach 5 Stunden hat kein Hecht angebissen.
01:07:15Nur ein paar WeiĂfische.
01:07:19Das Geheimnis, um bei einem Angelwettbewerb erfolgreich zu sein, ist, dass du ganz viel angeln musst.
01:07:25Du musst den Fisch verstehen, wissen, was sie fressen, ihre Verstecke finden, und du musst hart arbeiten.
01:07:32Die Eisangelsaison geht von November bis April.
01:07:36OutdooraktivitÀten gehören, vor allem im Winter, dazu.
01:07:51Normalerweise bin ich so 75 Tage auf dem Eis.
01:07:54Wenn man das mal 30 nimmt, dann bin ich ganz schön viel unterwegs.
01:07:58Es ist eine typisch norwegische Tradition.
01:08:01Man geht aufs Eis, bringt etwas zu essen mit und genieĂt das Wetter.
01:08:23Auch wenn Alkohol hier extrem teuer ist, ein Schnaps ist immer drin.
01:08:46Auf ihrem Weg durchs Gebirge durchquert die Dovrebahn 42 Tunnel und ĂŒberwindet 960 Höhenmeter.
01:09:13Josefine Martinsen studiert Sozialarbeit.
01:09:15Sie pendelt oft zwischen ihrem Elternhaus und ihrem Studienort Lillhammer.
01:09:22Es ist einfach bequemer.
01:09:25Auch wenn man zum Flughafen nach Oslo muss oder Freunde besuchen will, dann ist das einfach zuverlÀssiger.
01:09:40Nach zwei Stunden erreicht die Dovrebahn den Austragungsort der Winterolimpiade 1994.
01:09:47Lillhammer.
01:09:49Heute leben 28.000 Menschen in der Stadt.
01:09:541827 waren es gerade mal 50.
01:09:57Seine strategisch gĂŒnstige Lage am Jösser See hat Lillhammer Reichtum gebracht.
01:10:03Alle HĂ€ndler, die aus dem Gutbranstal kamen, mussten hier vorbei.
01:10:08Die sportbegeisterte Stadt ist von gleich fĂŒnf Skigebieten umgeben.
01:10:19Etwas auĂerhalb liegt der Olympiapark.
01:10:22Ein Musterbeispiel norwegischer Nachhaltigkeit.
01:10:2615 Millionen Euro hat der norwegische Staat in die Instandhaltung gesteckt.
01:10:30Sportler aus aller Welt trainieren hier bis heute unter olympischen Bedingungen.
01:10:52Josefine Martinsen hat das Bob-Fieber vor zwei Jahren gepackt.
01:11:04Als ich hier anfing, hat mich mein Kollege auf einem Zweierbob mitgenommen.
01:11:11Das hat mir so viel SpaĂ gemacht, dass ich in der letzten Saison Bremserin wurde.
01:11:19Dann fragte mich jemand, ob ich mal Monobob fahren wollte.
01:11:27Und so fing alles an.
01:11:3520 Minuten Fahrzeit, um spÀter in anderthalb Minuten wieder anzukommen.
01:11:41Eigentlich arbeitet Josefine auf der Bob-Anlage.
01:11:44Aber wenn nichts los ist, nutzt sie die Gelegenheit und trainiert selbst eine Runde.
01:11:56Ich verÀndere die Sitzposition.
01:11:59Die ist zu lang.
01:12:00Und die muss genau passen.
01:12:051,7 Kilometer mit 16 Kurven.
01:12:08Und das bei einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern.
01:12:12Hier sind schon einige Bob-Fahrer aus der Kurve geflogen.
01:12:18Wenn man hier steht, ist man sehr fokussiert.
01:12:21Man hat den Track vor Augen und ĂŒberlegt, wie man was auf der Strecke machen wird.
01:12:26Und wenn man glaubt, dass man das schafft, kann man los.
01:12:29Aber wenn nicht, sollte man lieber warten.
01:12:31Die muss man ĂŒberlegt, dass man das schafft, kann man das schafft, kann man das schafft, kann man das schafft.
01:12:59Now we are ready for a Monobob from Bobstart, an Aerotrack for a Monobob from Bobstart, and the track is
01:13:11clear.
01:13:25Adrenalin und Nervenkitzel. Ein kleiner Fehler und Josefine fliegt mit 120 Sachen aus der Kurve.
01:13:4886 Sekunden. Der Rekord auf dieser Bahn liegt bei 58.
01:13:56Ich habe schon Respekt, das ist wichtig. Das ist ein Hochgeschwindigkeitstrack und ich will bei 100 Stundenkilometern keinen Unfall bauen.
01:14:05Also man muss Respekt haben vor dem, was man hier tut.
01:14:16Schnee liegt in Lilhammer rund sieben Monate im Jahr, von Anfang Oktober bis Ende April.
01:14:22Ein paar Kilometer auĂerhalb steht ein berĂŒhmtes Schloss, in dem viele MĂ€rchenfiguren zusammenleben.
01:14:30Askeladden, das norwegische Aschenputtel, genauso wie Trolle.
01:14:44Und weil die Norweger den Winter so lieben, gibt es in der NÀhe ein Eishotel, in dem auf RentierfÀllen genÀchtigt
01:14:52wird.
01:15:11Auch ja, kann man hier sagen, wenn es einem nicht zu kalt ist.
01:15:23Lilhammer ist umgeben von dichten WĂ€ldern.
01:15:26Sie bestehen zu 90 Prozent aus Fichten, Kiefern oder Birken und sind wertvolle Rohstofflieferanten fĂŒr Industrie, Baugewerbe und seit ein
01:15:35paar Jahren auch fĂŒr den Instrumentenbau.
01:15:39In diesem Hinterhof versteckt sich eine international bekannte Gitarrenwerkstatt. Sie gehört Eustin Husemon.
01:15:48Seiner Manufaktur gab er den Namen Norwegian Wood.
01:16:17Als ich hier vor zehn Jahren angefangen habe,
01:16:19habe ich mich gefragt, warum wir Holz von der anderen Seite der Erde hierher importieren, wenn ich im gröĂten Wald
01:16:25der Welt lebe.
01:16:27Warum benutzen wir nicht das, was wir sowieso schon haben?
01:16:36Eustin baut am liebsten E-Gitarren. DafĂŒr hat das langsam wachsende, dichte norwegische Holz einen besonders guten Klang.
01:16:56Das ist Birke und das hier ist Fichte. Alles klingt unterschiedlich, wenn man dagegen klopft.
01:17:03Diese hier klingt so. Und die hat eine andere Klangfarbe.
01:17:18Jedes Instrument ist ein EinzelstĂŒck, von Hand gesprayt nach Wunsch des Kunden. Bis zu sechs Wochen dauert die MaĂanfertigung.
01:17:40Der Hals ist aus Birke. Der Buddy ist aus Ulme. Das ist schon eine sehr gute Kombination, die gut funktioniert.
01:17:49Das ist eine Kombination. Ich finde, es funktioniert sehr gut. Ich hoffe, ich höre es wieder.
01:17:57Inzwischen ist Eustin in der internationalen Musikszene eine GröĂe.
01:18:01BerĂŒhmte Rockstars spielen auf seinen Instrumenten, darunter der Gitarrist von Bruce Springsteen.
01:18:14Ich hatte GlĂŒck, einige Musiker zu treffen, die interessiert an meinen Gitarren waren. Das ist natĂŒrlich klasse.
01:18:21Ich habe eine fĂŒr Sting und fĂŒr Steven van Sand gebaut. Steven hat hier eine Fernsehserie gedreht. Das macht wirklich
01:18:29SpaĂ.
01:18:29Ich spielte Gitarren. Ich spielte in der TV-Serie. Das war etwas fĂŒr Gehe. Ich lage etwas so.
01:18:36Den Instrumentenbau hat Eustin im sÀchsischen Klingenthal gelernt. In Norwegen gab es diese Ausbildung nicht.
01:19:00Ab Lilhammer fÀhrt die Dorfribahn immer weiter bergauf durch das Gutbranz-Tal nach Donbass.
01:19:32Benannt wurde das 320 Kilometer lange Gutbranz-Tal,
01:19:36nach dem Wikinger HĂ€uptling Dahle Gutbrant. Der soll mit einer Fackel in der Hand in einer Nacht durch das gesamte
01:19:44Tal geritten sein, um die Bauern zu christianisieren.
01:19:50Die UniversitÀt von Gl ning.
01:20:07Die UniversitĂ€t von GlĂ€nz-Tal nach Donbass und den GrĂŒn gebracht.
01:20:08Die UniversitĂ€t von GlĂ€nz-Tal nach Donbass und den GrĂŒn gebracht werden ĂŒber die Hauptstadt-Tal nach Donbass.
01:20:12Die UniversitÀt von Gitarren-Tal nach Donbass und das Schöneister in der Temperatur ist und die Therapie nicht mehr davon
01:20:16verhindert.
01:20:17In Donbass wartet schon die Rauma-Bahn.
01:20:23Gyri Söredne ist Schaffnerin auf der letzten und vielleicht spektakulÀrsten Etappe.
01:20:32Zuglötter Jöron fÀhrt mit der Dovrebahn weiter.
01:20:44114 Kilometer sind es noch bis Andalsnes.
01:20:54Gyri ist schon in zweiter Generation Schaffnerin in der Familie.
01:21:08Mein Vater arbeitet hier. Er meinte immer, das sei nicht nur ein toller, sondern auch ein sicherer Job.
01:21:14Ich solle das mal ausprobieren. Und das habe ich dann gemacht.
01:21:18Ich dachte, ja, ich will versuchen.
01:21:33Die Gegend um Björli ist beliebt. Viele Norweger haben hier ein Ferienhaus.
01:21:42Das Familienunternehmen Thoring baut solche HolzhÀuser seit 60 Jahren.
01:21:48Und zwar nach dem Lego-Baukasten-Prinzip.
01:21:52Ălven Thoring ist der Junior-Chef. Er hat den Ăberblick auf der Baustelle.
01:21:58Sieben Mitarbeiter arbeiten hier parallel.
01:22:17Wir machen drei bis vier HĂ€user im Jahr gleichzeitig.
01:22:20Wenn wir mit den AuĂenarbeiten von einem fertig sind, lassen wir das ein paar Wochen trocknen und machen mit dem
01:22:26nÀchsten weiter.
01:22:27Und da beginnen wir es bei einer neuen HĂŒtte im Mellomtien.
01:22:29Wir rĂŒllen uns alle Zeit mit drei oder vier Projekten samtidig.
01:22:34PrÀzisionsarbeit ist gefragt. Jedes Teil muss millimetergenau zurechtgesÀgt sein.
01:22:45Heute hilft eine Software dabei. FrĂŒher war das Handarbeit.
01:23:05Heute sĂ€gen wir das Holz nach den alten Vorlagen mit groĂen Maschinen zurecht und machen es passgenau.
01:23:10Auf der Baustelle muss dann nur noch alles zusammengesetzt werden.
01:23:26Dieses Haus ist schon verkauft. Der neue Besitzer kann in wenigen Wochen einziehen.
01:23:33Die Raumer Bahn ist auf ihrem Weg zum europÀischen Nordmeer.
01:23:381924 wurde sie in Betrieb genommen. Sie fĂŒhrt entlang des Dorf Reviels.
01:23:45Fjell heiĂt auf Deutsch ĂŒbrigens Gebirge oder Berg.
01:24:07Das Dorf Reviel ist eines der gröĂten Wildnisgebiete Europas.
01:24:11Die Wikinger ĂŒberquerten es schon vor 1000 Jahren.
01:24:15Doch niemand hat sich hier je in dieser lebensfeindlichen Gegend angesiedelt.
01:24:28Johann Schönheider wandert fast jeden Tag in den Bergen.
01:24:33Der pensionierte Biochemiker war vor einigen Jahren sehr krank.
01:24:36Um sich fit zu halten, begann er zu wandern und wurde TouristenfĂŒhrer.
01:24:42Seine Begeisterung gilt den Moschus-Ochsen.
01:24:52Hier sind einige Spuren. Das sind Spuren von Moschus-Ochsen.
01:24:58Ich kann sehen, dass sie hier waren.
01:25:01Und ich kann einige Spuren von gestern sehen. Da hat's geregnet. Und dann verschwinden die alten Spuren.
01:25:09Die frischen Spuren deuten darauf hin, dass Moschus-Ochsen in der NÀhe sein könnten.
01:25:14Sie hier im freien GelĂ€nde ĂŒber Pappschnee und EisflĂ€chen zu suchen, geht aber nur mit Schneeschuhen.
01:25:29Die Moschus-Ochsen starben mit der letzten Eiszeit hier aus.
01:25:34In den 40er und 50er Jahren wurden Tiere aus Grönland wieder neu angesiedelt.
01:25:39Inzwischen gibt es in der Region 260 Exemplare.
01:25:43Nach vier Stunden ist eine kleine Gruppe in Sicht.
01:25:46Johann hĂ€lt Abstand. Die Tiere sollen sich nicht bedroht fĂŒhlen.
01:25:53Das soziale System der Moschus-Ochsen ist ein bisschen wie das einer GroĂfamilie.
01:25:58Es ist nicht unbedingt der biologische Vater der KĂ€lber, der die KĂŒhe dort drĂŒben begleitet.
01:26:03Er versucht sie aber zusammenzuhalten.
01:26:09Johann will weiter. Nach einer zweiten Herde suchen.
01:26:28Eine Stunde spÀter hat er sie gefunden. Temperaturen von bis zu minus 20 Grad.
01:26:35Moschus-Ochsen sind das gewöhnt.
01:26:37Die UnterwĂ€sche der NASA-Astronauten besteht ĂŒbrigens aus dieser Wolle.
01:26:48Das hier ist Moschus-Ochsenwolle, die sie abgelegt haben. Unterwolle.
01:26:56Sie haben nÀmlich zwei verschiedene Arten von Wolle. Sommer und Winter.
01:27:01Diese Unterwolle ist vom Winter. Die ist fantastisch weich. Sie isoliert achtmal mehr als Schafwolle.
01:27:10Wenn man die in die Tasche steckt, hat man immer weiche HĂ€nde von dem Lanolin.
01:27:20Romsdalen. Das Raumertal.
01:27:28Mit der berĂŒhmten Trollwand. Europas steilster Felswand.
01:27:34In dieser spektakulÀren Landschaft wurde Harry Potter und der Halbblutprinz gedreht.
01:27:43Das Wahrzeichen der Raumabahn. Die knapp 60 Meter hohe SchillingbrĂŒhe.
01:28:04Es gibt hier so viel Natur. Und dann diese Berge. Die Bahn fÀhrt vom Gebirge runter ins Tal bis ans
01:28:10Wasser nach Andalsnes.
01:28:34Die Raumabahn hat die Berge hinter sich gelassen. Das Meer ist nah.
01:28:40In Andalsnes hat der Zug sein Ziel erreicht.
01:28:52Nach 1000 Kilometern durch Norwegens SĂŒden endet die Winterreise am europĂ€ischen Nordmeer.
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