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00:02In Europe there was the challenge there, big discotheques to open.
00:08There was a movement in the movement, we wanted to go out, we wanted to celebrate, we wanted to go
00:12out.
00:15The time of clubs, big discotheques, big discotheques were incredible.
00:20It was just a freedom for the people.
00:26It's a bit like a table or a walk, if you go to the disco, everything, everything, and now can
00:34the show go.
00:39It was our 2. Wohnzimmer.
00:41Because it was kind of skurril, merkwürdig, indie.
00:50That's what we did here, we did it for the first time.
00:54Every weekend it was always like, wow, what's going on now?
01:04Is that a Witz? Yes! So check it out!
01:12It would be great if you bring here a picture of the legend of Zeppelin.
01:19For all those who had spent their half life here, it was a great memory.
01:24And for the young people, that they know, it was a huge discotheque.
01:29Of the idea must really come, 30 Kilometer vor Hamburg, on the green wall, so a huge piece of wood.
01:36In the waiting, that he was followed.
01:421983 was I was the first time in Zeppelin, with 16.
01:46Then I went home.
01:48We wanted to go out.
01:49We wanted to go out.
01:50We wanted to go out.
01:52We wanted to go out.
01:53Mit Freundinnen haben wir uns zu Hause fertiggemacht.
01:56Er wurde natürlich ordentlich gestylt und ordentlich Haarspray verwendet.
02:00War aber lustig.
02:01Irgendwie sich so gemeinsam fertig zu machen.
02:04Und Schminke gab es ja auch genug damals, mehr als heute.
02:12Ein Elternteil hat uns hingefahren, das andere hat uns abgeholt.
02:15Und dann wurde natürlich auch gesagt, ihr seid aber dann und dann wieder draußen.
02:19and when we didn't come out and stand on the door,
02:23our parents came in and came out.
02:26It was really sad.
02:28We did it one or two times and then we were always standing there.
02:32Logically.
02:33I don't have money, no, no, no, no, no, no.
02:41We all talk about Zebelin.
02:43What were those times for great times?
02:44It was Friday, Thursday.
02:46That was the meeting.
02:48And of course, there were little locations where all of them were,
02:50but all of them came to Zebelin.
02:57Am 16.12.1983 I started to start.
03:01You come in and go through.
03:02On the right side, the same Pizzeria.
03:05Bratwurst, Pommes, what to the time was a real experience-gastronomy.
03:10Then you went to the main disco.
03:14You were able to meet the beer, a beautiful little beer.
03:18You could get a little cafe in the cafe.
03:20You could go there.
03:21And then you went to the main room.
03:24and then it became a boom.
03:32As a DJ, at the beginning of the 80s and the 90s,
03:36I wanted to build a small town
03:37and have my own place,
03:40where I can play my music.
03:42And of course,
03:43I was in the biggest disco in the near of the DJ.
03:50The Seppelin, the Nonplusultra,
03:51there was a huge room
03:53with the technology,
03:55with the lighting,
03:56that was already lit up.
03:58And then the huge DJ-Pult with all LEDs,
04:03lamps,
04:03there was all different things,
04:05with four players.
04:06I was the first time in the Seppelin in 1983
04:09and became at the end of the 80s
04:12myself DJ in the Seppelin.
04:14I was of course,
04:15that the DJ was 2 meters,
04:18there were 2 players,
04:19in the middle of the Mischpult.
04:21And the Seppelin was like a room.
04:23The DJ was in the middle,
04:24and he was more as an entertainer
04:27and as an entertainer
04:29than someone who just played
04:30with the Platten.
04:38The other people played together.
04:40The Monopoly played together
04:40and played together.
04:42in the Bronzky Beat
04:43or Chaka Khan.
04:45That's a weird combination.
04:46That's a weird combination.
04:53In Zappelin gab es ja verschiedene Live-Bands, die wurden immer gebucht und da wollten wir natürlich auch alle unbedingt
04:59hin und alles miterleben.
05:02An Opus kann ich mich auch noch erinnern.
05:07Da war ja für jeden was dabei. Jeder ist da irgendwie auf seine Kosten gekommen.
05:12Ich glaube, das macht das so aus, dass man nicht einen Schuppen hat, wo nur eine Richtung gespielt wird,
05:16sondern da wurde ja alles gespielt.
05:18Als Gast bin ich dann hingefahren, als Modern Talking aufgetreten ist. Das fand ich ganz spannend.
05:23Da waren die beiden aber schon so ein bisschen zerstritten. Da stand der eine links und der andere rechts.
05:34Ich hatte einen großen Hit mit Redmude de la Noche und bin dann 1991 mit dem Boot, das Boot falden
05:43-saufhörig geworden und hatte in meinem ersten Welthut.
05:56Ich hatte im Zappelin Musik gemacht und hatte immer von dem Boot die Originalversion von Klaus Doldinger spielten.
06:01Die ist ganz langsam. Da kam ein bisschen so Laser zu fahren. Ist aber irre langweilig und keiner kann dazu
06:05tanzen.
06:05Da habe ich irgendwann gedacht, komm, mach's mal eine Version, die ein Beat hat. Und dann spielst du es nur
06:10in dem Laden.
06:10Also ich habe nie daran gedacht, dieses kommerziell auszuwählen. Ich habe mir gedacht, das ist jetzt so mein Signature-Sound.
06:15Das habe ich dann in diesem Club, dann testen wir es hier. Und so habe ich das dann auch, ich
06:19glaube, ich habe fast ein Jahr lang irgendwie im Zappelin und ich war dann auch in anderen Diskotheken gespielt.
06:24Wenn man dann irgendwann sieht, dass ein Song so, also dass die Leute völlig durchdrehen und nur wegen dem Song
06:30in den Laden gekommen sind.
06:31Nur da lief das Boot, konnte mir keiner klauen, keiner wegnehmen. Es gab es nicht im Internet, es war nicht
06:35runterzuladen.
06:35Aber das war schon ein ganz wichtiges Signal für mich.
06:40Und ich fange meistens an mit der Stimme.
06:42Die hier, wozu ich dann die Orgel gebe.
06:51Dann ein bisschen Takt.
06:54Und so ein Städtchenstück, wenn das Feld es mir gefällt.
06:59Da kann man es endlich laut hören.
07:14Lasershow war auch ein großes Thema damals.
07:16Das war ein bisschen so Highlight in der Disco, wenn da so ein grüner Leser so ein bisschen so gemacht
07:20hat.
07:20Da haben alle geguckt und oh, Wahnsinn, was der alles so kann.
07:23So fing der Abend auch an, ein bisschen Nebel und dann kam der Leser.
07:27Da rannten dann so kleine grüne Männchen und dann war man so ganz erstarrt vor Bewunderung, wie toll das so
07:34ist.
07:36Damals habe ich so gedacht, wir sind sowieso immer hier, dann können wir ja auch Geld verdienen.
07:40Und wir sind sowieso hier immer an den Tresen, dann können wir auch am Tresen arbeiten.
07:43Und dann waren wir da, ich glaube, sechseinhalb Jahre, habe ich da gearbeitet.
07:47Das haben sich Freundschaften entwickelt.
07:48Natürlich auch Familien haben sich gegründet.
07:50Also es ist geheiratet worden, Verlobungen sind gefeiert worden, Geburtstage sind da gefeiert worden, Jungen sind in Abschiede.
07:56Das war schon eine tolle Zeit, sowohl mit Klamotten, mit der Musik.
08:01Deswegen sind diese 80er-Partys heutzutage auch so erfolgreich noch, nach wie vor.
08:06Die Hände gehen nochmal rum, die Hände, die Hände, die Hände, Party, Pippe, let's go, heute!
08:10Das ist Wahnsinn!
08:13Du spürst den Freunden, den Fühlen, den Fühlen, den Fühlen, den Fühlen, den Fühlen, den Fühlen!
08:22Auch kein Sisters!
08:25In den dunklen Läden war es in der Regel so, dass überwiegend Musik lief, die hat kein Mensch jemals im
08:30Radio gehört.
08:31Das war teilweise härter, düsterer.
08:34Das war durchaus so, dass man hinging und sich sofort wohlgefühlt hat, auch sicher gefühlt hat.
08:39Die Atmosphäre war halt einfach sehr offen.
08:42Wir haben Leute aus Mecklenburg-Vorpommern da gehabt, es kamen Leute aus Bremen, sogar aus Hamburg,
08:48weil die in Hamburg keinen vernünftigen Club hatten und das hat wohl einfach der Laden schlechthin war.
08:52Dieses Selbstbewusstsein, diese Identität, die das Subway hat und auch diese Strahlkraft,
08:57das hat danach eigentlich nie wieder in vielen Lagen gegeben, der so cool war.
09:1615 Jahre bist du hier auf dieser Ecke gewesen.
09:20Von den 15 Jahren hast du ungefähr 12 Jahre im zweiten Untergeschoss im Keller verbracht.
09:27Diese Treppe war schon immer.
09:29Hinter der Tür schloss sich dann ein Treppenhaus an, wo man bis unten runter zweite Etage zum Subway laufen konnte.
09:50Ich wollte es nicht Underground nennen.
09:53Ich habe gedacht, wenn man etwas Undergroundiges machen will und man nennt es Underground, dann ist es schon vorbei.
10:15Der Keller ist immer etwas Dunkles, immer etwas Düsteres.
10:20Das ist nicht bedrohlich, aber irgendwo mehr geheimnisvoll.
10:23Deswegen war das Subway zum Beispiel schwarz. Komplett schwarz.
10:27Du hast schon an den Postern und Plakaten, wir hatten Bandplakate tapeziert, da hast du schon gemerkt, hier ist was
10:33anderes.
10:33Ich mache eine grobe Trennung zwischen den Hellen und den Dunklen.
10:42Und die Hellen sind mehr die gewesen, die den Mainstream angehörten.
10:48Und dann gab es schon immer die Dunklen, das waren mir die alternativen Leute, die auch ein bisschen optisch anders
10:54rüber kamen, die auch andere Musik hörten.
10:58Das Subway war ja auch so ein Ort, wo sich alle Subkulturen irgendwie getroffen haben.
11:05Gruftis, Metalheads, Rockabillies, Redskins, also eher linke Skins halt, Punks waren da.
11:12Unterschiedliche Menschen, keine geschlossene Szene, aber trotzdem sehr piecig, friedlich zugetan.
11:23Man hätte auch in Pyjama ins Subway gehen können, das hätte keinen Menschen interessiert.
11:27Das war unser zweites Wohnzimmer oder unser zweites Zuhause.
11:35Also da war ich noch Schülerin, das war so die Anfangszeit, wo das so losging, mit Haare topieren und langsam
11:41schwarz anziehen und so.
11:43So bin ich in Subway, so bin ich immer rumgelaufen.
11:46Aufgestanden und schläften wir gar nicht.
11:48Ja, zur Arbeit, also ich habe auch natürlich immer mal, je nachdem wo ich gearbeitet habe, Probleme gehabt.
11:53Die gesellschaftliche Toleranz war einfach nicht sehr hoch und man wurde dann doch öfter mal angefeindet oder provoziert.
12:04Wenn man heute so Kiel kennt, ist Kiel eine relativ friedliche Stadt und das war damals deutlich anders.
12:10Die Gewalt damals, die von rechten Skins ausging, die war sehr massiv.
12:21Eine Auseinandersetzung zwischen zwei Kieler Straßenklicken.
12:25Auf beiden Seiten wird es Verletzte geben.
12:27Die Gründe für die Kämpfe liegen meist im Dunkeln.
12:31So weit in der Vergangenheit liegen oft die Anlässe für Konflikte.
12:38Ende der 80er Jahre war es durchaus so, dass wir ein Problem mit Rechten in Kiel auch hatten.
12:44Also die wussten genau, wo sie solche Leute wie uns eben dann aufgegriffen haben.
12:49Und dann war es eben auch mal so, dass sie eben in der Nebenstraße gewartet haben.
12:52Und dann musste man halt die Beine in die Hand nehmen.
12:55Wenn man zum Club gegangen ist, also jetzt auch in Subway oder so, man hatte nur noch ein paar Meter
12:59oder so vor sich.
13:00Und dann hörte man aber irgendwo schon Gegröle und irgendwelche blöden rechtsradikalen Sprüche.
13:06Dann hat man dann zugesehen, dass man schnell in Subway reingekommen ist, weil da war eben ein sicherer Ort.
13:16Viele haben auch immer zu mir gesagt, ja du bist hier ja der Herbertsvater oder einige haben mich als Heimleiter
13:20bezeichnet.
13:22Und ich glaube zunehmend im Laufe der Zeit bildete sich da tatsächlich sowas wie so eine Familie, kann man fast
13:30sagen, raus.
13:33Und das hat auch dazu beigetragen, dass wir immer diese wunderbare, warme, enge Atmosphäre im Subway hatten.
13:40Zwischen Gästen und Personal. Das war so ein wunderbares Zusammenspiel eigentlich.
13:55Nirvana. Die Schaltplatte hatte meine DJ'n damals gekauft. Da kannte eigentlich noch gar keine Nirvana.
14:03Und dann hat sie das im Subway gespielt und kein Mensch tanzte.
14:08Und innerhalb von drei Tagen lief Nirvana auf MTV.
14:12Und drei Tage später legt sie die Platte wieder auf und die Bude knallt auseinander, so ungefähr.
14:31Und irgendwann hörte man auch Nirvana im Radio. Wurde immer populärer, immer populärer, immer populärer.
14:38Und irgendwann kommt dann dieser Break, dass man sich fragt, sind wir eigentlich noch independent, sind wir eigentlich noch underground
14:43oder ist das schon Mainstream?
14:49Irgendwann sprach sich das Ding, das Subway macht dicht.
14:52Man merkte tatsächlich, dass der Zufluss fehlte aus der neuen Generation.
14:59Und so ist das dann im Endeffekt nachher zur Mitte der 90er gekommen, dass ich zu dem Schluss gekommen bin,
15:05wir hören doch mal auf mit.
15:14Ich denke da oft noch mit Wehmut dran.
15:16Ja, es ist schon so, dass eine Ära zu Ende gegangen ist natürlich.
15:21Vielleicht ist es zu so einer Legende geworden, weil man da immer hingehen konnte ohne Anspannung.
15:33Und in der Erinnerung war es eine tolle Zeit, eine riesengroße Zeit.
15:38Und in der Erinnerung war es eine tolle Zeit.
16:16Eigentlich hast du, wenn du nicht im Gebäude warst, nur immer Bumm, Bumm, Bumm gehört.
16:22Und das ging ja bis morgen so fünfmal.
16:26Wir haben ein Intro dort gehabt, das war dieses Camina Burana, wo dann die Lasershow drüber gelaufen ist.
16:33Es gab ja damals so einen Spruch, um 21 Uhr hebt der Hyperdom ab.
16:40Die Musik war geil. Wir hatten doch nichts. Wann haben wir denn sowas mal gehört?
16:46Murchin, Las Vegas auf dem flachen Land. Jedes Wochenende wird das stille Dorf aus seiner Ruhe gerissen.
16:53Man muss sich das so vorstellen, hier ist unser Schlafzimmer.
16:56Es ging nicht ohne geschlossene Jalousie und das Fenster musste zu. Sonst bist du nicht zum Schlafen gekommen.
17:05Prostock, Neubrandenburg, Schwerin, Insel Rügen, Hiddensee, die kamen von überall.
17:11Anfang der 90er Jahre ist es ja so gewesen, dass der Ruf der Freiheit natürlich alle angelockt hat hier.
17:17Und dann sind wir halt damals in großen Autokorsos, 12, 13 Fahrzeuge vollgepackt mit vier, fünf Leuten.
17:25Dann in Richtung Anklam, Hyperdom aufgebrochen. 138 Kilometer Landstraße, das muss ich mir mal vorstellen.
17:32Das glaube ich mal heutzutage gar keiner mehr.
17:34Als die Ostdeutscher so freier geworden sind, war das eigentlich noch besser in Ostdeutschland einen Auftritt zu haben.
17:41Diese ganze Energie und alles, die konnten sich komplett ausrasten. Die waren dann endlich frei. Diese Befreiung war so wichtig.
17:49Und da hat man das auch wirklich gespürt. War schön.
17:53Daisy Lee. Immer irgendwie auf 100 Prozent. Und im Grunde genommen immer gut gelaunt.
18:01Wow, wow, what's up? Welcome. Wir sind natürlich auch immer in Murchin.
18:05In der one and only Hyperdome, baby.
18:08Hallo.
18:08Und jetzt, natürlich, wir haben ein schönes Ergebnis von euch. Keine Schwester, eine sehr, sehr, sehr...
18:13Ach, du schaust, ha?
18:15Ich war so jung, die Hälfte von jetzt. Ich war so alt wie mein Sohn.
18:21Club Rotation habe ich jahrelang moderiert. Ich glaube, ungefähr 13 Jahre lang in ganz Deutschland.
18:27Wir haben tausende Clubs. Damals waren auch tausende Clubs da in Deutschland.
18:32Wir waren natürlich auch in Thailand. Wir waren in New York. Überall.
18:37Also bis zu Hyperdome in Murchin.
18:47Was mich beeindruckt hat, war der Sound in dem Hyperdome.
18:51Das war die ehemalige Anlage der Scorpions gewesen auf der Tour, die die damals bestritten hatten in den 80er, 90er
18:58Jahren.
18:58Und die hatte einen unfassbaren Druck, ja, gehabt, der einem wirklich die Sprache verschlagen hat.
19:05Und dort zwischen.
19:09Dieses Hyperdome ist ein in den Jahren 1952 bis 1954 erbaute Kulturpalast, weil unsere DDR-Regierung meinte, die Kultur muss
19:21aufs Land.
19:22Das Haus wurde eröffnet nach zwei Jahren Bauzeit, wo mein Vater sagte, wir konnten uns gar nicht vorstellen, was das
19:29für ein Riesenkasten wird.
19:30Für so ein Lüttedorf, damals 241 Einwohner. Was das wohl soll?
19:36Ah, hier siehst du den Kronleuchter noch besser.
19:401955 bin ich geboren. Bin hier praktisch groß geworden in dem Haus. Es gab den ersten Fernseher im Dorf, im
19:47Clubraum, im Kulturhaus.
19:50Dann gab es eine Kinder- und eine Erwachsenenbibliothek. Hab ich, wie ich lesen konnte, stundenlang drin gesessen.
19:56Dann war die Arztpraxis dort. Der Friseur hatte einen Extraraum im Kulturhaus. Da gingen die Damen alle 14 Tage sich
20:04ondulieren lassen. Ja, und dann gab es reichlich Veranstaltungen.
20:10Im Kulturhaus Murchienkreis Anklamm traf man sich zu einer ersten Auswertung und beriet, wie die volle Wirtschaftlichkeit jeder LPG noch
20:17in diesem Jahr zu erreichen ist.
20:19Jetzt gilt es, sagten die Genossenschaftsbauern, die Begeisterung aus dem großen Forum der über 2000 in Magdeburg in jedes Dorf
20:26zutragen.
20:291975 habe ich da geheiratet. Habe ich meine Hochzeit gefeiert in der Gaststätte. Es war mein Leben. Wir haben uns
20:35da verlustiert.
20:45Kai Trescent, auch so eine unglaubliche tolle DJ und Freund. Wir haben danach noch immer miteinander gearbeitet, zusammen auch wieder
20:54Musik gemacht und Auftreten gehabt zusammen.
20:57Also, great times.
21:04Im Endeffekt haben wir eigentlich all das gespielt, was uns gefallen hat und wo wir das Gefühl hatten, dass wir
21:09damit das Publikum bewegt bekommen.
21:12Im Hyperdom in Murchien muss man gewesen sein.
21:16Das zumindest behaupteten fast zehn Jahre lang Woche für Woche etwa 1000 junge Leute.
21:21Drei Diskotheken unter einem Dach, nach Alter und Geschmack sortiert Party ohne Ende. Das war einmal. Der Hyperdom ist zu
21:28für immer.
21:30Die Zeiten der großen Großraumdiscos war eigentlich vorbei. So 2003, 2004, da haben ja sehr, sehr viele dann zugemacht.
21:38Es hat sich dann alles halt ein Stück weit verkleinert und die Konkurrenz ist natürlich auch mehr geworden.
21:46Mein Herz weint immer ein bisschen, wenn ich Richtung Polen fahre und daran vorbeikomme, was halt aus dem imposanten Gebäude
21:53geworden ist.
21:53Es war ein Schmuckstück. Und meinen ersten Schreck habe ich gekriegt, wie ich mir den Usedom-Krimi entführt angeguckt habe,
22:03hatte ich das erste Mal ja wieder Einblick in das Gebäude.
22:07Hast du die Bullen mitgebracht?
22:10Nein, ich bin natürlich alleine hier.
22:14Dass das ganze Parkett rausgerupft wurde, dass die Kronleuchte in der Gaststätte fehlten, dass die ganzen Sitzecken ausgebaut wurden.
22:24Dieses Schmuckstück ist drinnen. Was ich bis jetzt gesehen habe, eine Katastrophe.
22:44Das Unit war vielleicht der erste Techno-Club Hamburgs.
22:48Die Musik war für alle sehr elektrisierend und neu.
22:51Es war immer so, wow, das klingt ja mega.
22:55Und was ist das?
22:56Dann war das ein Hexenkessel. Schnell voll, ganz viel Nebel, Arme hoch, schwitzen, was der Laie vielleicht auch mit diesem
23:05Rausch der Nacht, dem schweißtreibenden Beat verbindet.
23:09Das war das alles auch.
23:12Der Laden kochte über. Ich weiß gar nicht, ob es es heutzutage noch gibt, aber die Menschen haben geschrien auf
23:17der Tanzfläche.
23:22Ich bin Hannes Kunze. Ich bin der ehemalige Betreiber des Juniors. Ich bin der Namensgeber, also der Gründer.
23:29Meine Vision war wirklich, in der Stadt Hamburg etwas Neuartiges zu machen, einen neuartigen Club zu gründen.
23:34Ich bin selber sehr viel in Hamburg ausgegangen, so in den 80er Jahren. Und irgendwas habe ich immer vermisst.
23:39Zu der Zeit war auch darüber wirklich nichts los. Also ich habe das immer als sehr anonym empfunden.
23:44Ich habe dann das ehemalige Madame Pompadour an der Talstraße gefunden. Stand leer. Das war ein Flachdachgebäude mit Marmorfassade.
23:53Ich habe mich sofort in diesen Laden verliebt.
24:03Das war Unit 1. Das war ein Stahlbetonladen mit so einem Käfigartigen Gitter in der Mitte.
24:13Stahlboden, Haupttresen, Kleinhardtresen, DJ-Pult. Puristisch, minimalistisch, funktional.
24:21Wir haben dann in der Folge uns Gedanken gemacht, wie können wir Flyer gut gestalten,
24:27so dass sie zu unserem Thema passen, dass sie zur Musik passen.
24:30Und haben von vornherein darauf geachtet, dass wir die auch wirklich sehr hochwertig drucken.
24:34Weil die Grafiken von Lukas, die gaben das wirklich auch absolut her.
24:38Damals habe ich so einen Händezyklus. Ich habe mich selber rechte Hand, linke Hand gezeichnet, gemalt.
24:44Und am Ende kam dabei raus, dass diese Hände in riesig groß, in Schwarzlichtfarben,
24:51quasi hinter der Bühne, die Tänzer hielten.
25:01Eigentlich haben wir alle alles gespielt am Anfang.
25:04Ich habe super schnell gespielt, auch.
25:06Ich habe auch sehr Deepm House gespielt.
25:09Ich habe auch Acid gespielt. Ich habe auch Techno gespielt.
25:11Ich habe auch, später hat man das Trance genannt, Trance gespielt.
25:16Aber wir haben tatsächlich, das darf man hier nicht vergessen,
25:20auch so eine Art missionarische Arbeit geleistet.
25:24Wir haben im Juni etwas Startschwierigkeiten im ersten Jahr gehabt.
25:27Und es war auch tatsächlich so, dass wir das Musikprogramm nicht wirklich richtig ausbauen konnten.
25:33Es gab einfach noch nicht genug.
25:34Man musste sich wirklich wiederholen im Laufe so einer Nacht.
25:40Gary kam erst einen Tick später zum Unit dazu.
25:44Er hat davor in einer Disco namens No Name bei der Herbertstraße aufgelegt.
25:50Und er war ein fantastischer DJ.
25:52Für mich ist Techno die friedfertigste Musik, die zurzeit auf dem Markt ist.
25:58Es ist so, dass die Leute, die Techno hören wollen, einfach Spaß haben wollen.
26:01Techno hat nichts mit politischen Richtungen zu tun oder mit irgendwelchen rechtsradikalen Sachen.
26:06Einige sagen, Techno ist besser als Sex. Was meinst du dazu?
26:10Äh, dazu kann ich eigentlich nur so viel sagen. Am besten Sex by Techno.
26:21Nach wenigen Monaten hat er es geschafft, den Laden wirklich richtig, richtig zum Rennen zu bringen.
26:26So, dass wir tatsächlich wirklich jeden Samstag eine Schlange vor der Tür hatten, die bis die ganze Talstraße hinunter reichte.
26:37Ich war erst mal Fan, war 1990 hier Stammgast, weil ich die Musik auch liebte.
26:46Und hatte dann auch das Glück, den DJ Gary D., Hamburgs DJ-Legende, hier kennenlernen zu dürfen und ihn über
26:53die Schulter zu schauen.
26:54Wenn abends die Veranstaltung losging, fing die Schlange hier an und ging oftmals fast 75 Meter lang die Talstraße herunter,
27:04so dass man, wenn man der letzte in der Schlange war, schon eine Einlasszeit von über anderthalb Stunden hatte.
27:18Das Unit 2 war halt dann ein sehr großer Raum. Und dieser Raum fühlte sich dann eher an wie ein
27:25Rave.
27:26Man hatte dann da plötzlich, ja, 500, 600 oder 400 Leute, die da auf die Tanzfläche auf einmal gepasst haben.
27:32Und dann hast du eher das Gefühl gehabt, oh, jetzt muss ich ja irgendwie mehr performen.
27:53Das war natürlich für uns alle erst mal eine Musik, die komplett anders war als das, was man vorher hatte.
27:59Und die Begeisterung darauf zu tanzen, hat sich auch erst mal einstellen müssen.
28:04Svendose, ich habe seine Musik sehr, sehr geschätzt, weil er nicht so kommerziell ausgerichtet war, wie das vielleicht oft gewünscht
28:12wurde.
28:13Aber er hat ein bestimmtes Publikum angesprochen, was mir auch sehr, sehr gefallen hat.
28:17Erstmal war es eine Neugierde und dadurch kamen natürlich Leute aus verschiedenen Bereichen,
28:23von Leuten, die halt wirklich schon Raver-Sicherheitswesten anhatte, bis zu Sachen aus dem Indie-Bereich, Gothic-Bereich, etc.
28:32Da hat sich alles viel stärker noch vermischt als jetzt, weil es einfach keine Schachteln gab.
28:49In der Bravo gab es dann irgendwann so Artikel mit, so gehe ich zur Mayday.
28:55Papieranzug, Staubsauger hinten drauf, Gasmaske.
28:58Und natürlich hat das nichts mit dem zu tun gehabt, weswegen wir das Ganze angefangen haben.
29:08Für mich haben die schönsten Dinge, die mir im Leben widerfahren, sind dort stattgefunden oder haben dort ihren Anfang genommen.
29:18Ich wurde mal gefragt, was denkst du, wie viele Menschen hast du verheiratet miteinander?
29:22Ich glaube, dass ich diese Freude und diese Erinnerung bis heute mit vielen Menschen noch teile und das gibt mir
29:28ein sehr, sehr gutes Gefühl.
29:29Dementsprechend war das Unit definitiv ein Vorreiter für die Technoszene insgesamt, würde ich fast sagen.
29:36Was wir in der Gesellschaft brauchen, ist Unity.
29:39Und ich wünsche mir das für unsere Gesellschaft bitte mehr.
29:432
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