- vor 2 Tagen
Gerade als Ray und Debra ihren verdienten Samstagsschlummer genießen, rummst es plötzlich an der Hauswand: Es ist Frank, der, auf einer Leiter stehend, damit begonnen hat, die Hausfassade abzuspachteln, um sie anschließend neu zu streichen. Eigentlich wollten Ray und Debra diese Aufgabe einem richtigen Maler übertragen, doch als dann auch noch Robert im Auftrag von Marie auftaucht, um zu helfen, muss auch Ray in den sauren Apfel beißen und mit den anderen das Haus streichen. Jedoch ist die Arbeit alles andere als harmonisch, weil Frank seine Söhne in bester Tyrannen-Manier herumscheucht und Kommandos ausgibt, die keinen Widerspruch dulden.
Als er dann auch noch beschließt, die Fassade gelb statt weiß zu streichen, platzt Ray der Kragen: Er schickt seinen Vater entnervt nach Hause, und eingeschnappt dackelt Frank davon. Marie versucht zwischen den beiden Parteien zu vermitteln, scheitert aber mit ihren Bemühungen. Da erzählt sie ihrem Sohn, dass Frank seinerzeit nicht freiwillig in Rente gegangen ist, sondern von seinem Boss gefeuert wurde, weil er Franks Besserwisserei nicht mehr ertragen konnte. Das sei eine herbe Demütigung für ihn gewesen. Und nun sogar noch vom eigenen Sohn gefeuert worden zu sein, sei beinahe zu viel für den alten Herrn.
Aber Ray lässt sich nicht erweichen, denn er besteht darauf, dass das Haus weiß gestrichen wird. Als Debra von dem Vorfall hört, kann sie sich plötzlich durchaus für eine gelbe Fassade erwärmen, obwohl sie doch ursprünglich für weiß plädiert hat. Ray ist überstimmt und geht rüber zu seinem Vater, um ihm die Nachricht von seiner „Wiedereinstellung“ zu überbringen. Frank hat aber auch seinen Stolz und ist nur bereit, das Angebot anzunehmen, wenn ihm das alleinige Kommando übertragen wird. Gesagt, getan: Des lieben Friedens willen geht Ray auf diese Bedingung ein. Frank ist also wieder der Boss. Und seine erste Amtshandlung: Er feuert Ray! (Text: RTL II)
Als er dann auch noch beschließt, die Fassade gelb statt weiß zu streichen, platzt Ray der Kragen: Er schickt seinen Vater entnervt nach Hause, und eingeschnappt dackelt Frank davon. Marie versucht zwischen den beiden Parteien zu vermitteln, scheitert aber mit ihren Bemühungen. Da erzählt sie ihrem Sohn, dass Frank seinerzeit nicht freiwillig in Rente gegangen ist, sondern von seinem Boss gefeuert wurde, weil er Franks Besserwisserei nicht mehr ertragen konnte. Das sei eine herbe Demütigung für ihn gewesen. Und nun sogar noch vom eigenen Sohn gefeuert worden zu sein, sei beinahe zu viel für den alten Herrn.
Aber Ray lässt sich nicht erweichen, denn er besteht darauf, dass das Haus weiß gestrichen wird. Als Debra von dem Vorfall hört, kann sie sich plötzlich durchaus für eine gelbe Fassade erwärmen, obwohl sie doch ursprünglich für weiß plädiert hat. Ray ist überstimmt und geht rüber zu seinem Vater, um ihm die Nachricht von seiner „Wiedereinstellung“ zu überbringen. Frank hat aber auch seinen Stolz und ist nur bereit, das Angebot anzunehmen, wenn ihm das alleinige Kommando übertragen wird. Gesagt, getan: Des lieben Friedens willen geht Ray auf diese Bedingung ein. Frank ist also wieder der Boss. Und seine erste Amtshandlung: Er feuert Ray! (Text: RTL II)
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TVTranskript
00:04Hey, was hast du vor?
00:09Erli muss in die Schule.
00:12Wie? Am Samstag? Seit wann denn das?
00:17Oh mein Gott!
00:20Heute ist Samstag.
00:22Dem zu, Folge war gestern Freitag.
00:27Eins setzen.
00:30Du lebst in einer taglosen Zeit.
00:34Oh, eine Stunde länger schlafen.
00:41Minus fünf Minuten im Himmel.
00:46Boy, lass das. Die Kinder.
00:48Wieso denn?
00:49Die Kinder.
00:50Komm schon, Schatz. Es ist Samstag. Die sitzen unten und sehen sich Trickfilme an.
00:54Und was, wenn sie raufkommen?
00:55Kommen sie nicht. Sie befinden sich auf einem anderen Stern.
00:57Solange wir Strom haben, sind wir sicher.
01:04War's das? Sind wir schon fertig?
01:08Irgendwas ist gegen's Haus geknallt.
01:20Was zum Teufel machst du hier?
01:22Ich will euer Haus anstreichen. Wonach sieht's sonst aus?
01:26Es sieht aus, als hätten wir die hässlichste Aussicht der Welt.
01:35Frank, dafür wollten wir eigentlich einen Maler holen und den das machen lassen.
01:39Ihr könnt mir später danken. Ich esse gern Nussschokolade.
01:43Dad, bitte geh von der Leiter runter. Wir wollen noch ein bisschen schlafen, okay?
01:47Oh, alles klar. Verstehe. Noch ein kleines Techtel Mechtel am Samstagmorgen.
01:55Schließ das Fenster wieder. Ich hör nicht hin.
02:02Es geht mir nicht ums Zuhören. Die Zwischenrufe, die sind ätzend.
02:11Jetzt hol deinen Vater endlich von der Leiter.
02:14Ja, okay.
02:15Guten Morgen. Seid ihr beiden auch endlich aufgestanden?
02:20Ma!
02:20Es ist halb acht, Marie.
02:22Ich wollte Frank nur ein paar Sandwiches rüberbringen. Und da ist mir aufgefallen, dass eure Kinder kurz vorm Verhungern sind.
02:28Ja, Sam! Sandwiches!
02:31Ma! Wieso streicht Dad unser Haus?
02:33Oh, das ist mein Geschenk für euch.
02:37Was?
02:38Ihr habt doch immer davon gesprochen, dass ihr das machen wollt. Und da habe ich deinen Vater einfach darum gebeten.
02:45Aber wir wollten eigentlich einen richtigen Maler dafür nehmen.
02:48Frank kann das wirklich gut. Unser Haus hat er doch auch prima hingekriegt. Und er steht so auf diese Dämpfe.
02:56Stimmt schon. Euer Haus hat er wirklich super hingekriegt. Und ich will ihm auch nicht das Schnüffeln vermiesen. Aber...
03:02Ja, aber wir hatten eigentlich gedacht, dass wir beide die wichtigen Entscheidungen hier treffen. Denn irgendwie ist es doch unser
03:08Haus.
03:09Ja, aber wir müssen es uns von drüben ansehen.
03:15Ich locke ihn jetzt mit dem Sandwich von der Leiter runter.
03:17Nein, warte! Lass deinen Vater sich austoben. Ich möchte auch mal meine Ruhe haben.
03:22Seit er in Rente ist, habe ich ihn den ganzen Tag am Hals.
03:26So ist das eben nun mal, wenn jemand in Rente geht.
03:28Wer hat denn gewusst, dass er so lange leben wird?
03:34Komm mal, was soll das?
03:36Das ist doch nicht unser Problem. Du hattest 40 Jahre Zeit, ihn heimlich zu vergiften.
03:40Na schön. Dann vielleicht anders ausgedrückt. Ich brauche Raum zum Atmen. Ein klein wenig Zeit für mich selbst. Es gibt
03:47ein paar Sachen, wo er mir im Weg steht.
03:49Was meinst du für Sachen?
03:50Ich versuche, mich weiterzuentwickeln.
03:53Das hier kommt doch nicht von selbst.
03:58Ich lerne fremde Sprachen, höre Opern und habe mit Yoga angefangen.
04:04Du!
04:08Sag mal, findest du das komisch oder was?
04:11Ja.
04:12Hey.
04:14Was willst du denn hier?
04:16Eure Fassade streichen.
04:17Aber das gibt's doch nicht.
04:18Du auch?
04:19Ma hat gesagt, wir sollen.
04:21Und du tust alles, was Ma sagt, ja?
04:23Für Aufmüpfigkeit ist es zu spät.
04:26Ich möchte nicht, dass ihr beide auf irgendeine Art mein Haus beschmiert.
04:29Also setzt euch wieder in euren Wagen, läutet das Bimmelglöckchen und verkauft Eiscreme.
04:38Ray, Ray, Ray, Ray, Ray, warte mal einen Moment, ja?
04:41Ich finde es, ich finde es wirklich sehr nett von dir, dass du helfen willst. Vielen Dank, Robert.
04:46Du willst, dass es jetzt gemacht wird?
04:48Na ja, wenn Robert schon mal da ist und dein Vater angefangen hat zu schmirgeln, was soll's, dann lass sie
04:52doch.
04:52Aber Deborah, ich bitte dich, wer hat...
04:54Hey, ich bitte dich schon seit zig Monaten es zu tun.
04:58Schön, toll. Ihr wollt unser Haus streichen? Streicht es von mir aus.
05:02Wie wär's, wenn ihr drei zusammen das Haus streicht?
05:04Das würde bestimmt Spaß machen.
05:06Nein, heute ist Samstag und samstags habe ich immer ganz viel zu erledigen, alles klar?
05:12Hey, Bugs Bunny, klasse.
05:15Oh, was ist das, lauter Moorrüben?
05:24Oh, das kann der gar nicht.
05:37Raymond!
05:44Raymond!
05:45Was denn?
05:46Du hast überhaupt keine Gewissensbisse, wenn sie dein Haus streichen?
05:50Es ist Samstag.
05:56Na schön.
05:58Schade.
05:59Ich fürchte, Daddy kann sich nicht mehr weiter mit euch beschäftigen.
06:02Tut mir leid.
06:08Hey, was hast du denn da?
06:11Gibt's jetzt endlich Eis am Stiel in deiner Größe?
06:15Fertig.
06:17Ich halte das nicht mehr aus, der Alte macht mich noch verrückt.
06:20Er mandiert mich rum wie ein Affen und sagt gemeine Sachen zu mir.
06:24Herzchen, Plüschfummel, Prinzessin, Blödi an.
06:28Und zu mir sagt er, Hohlkopf, Idiot, Spinner.
06:33Bei dir stimmt's wenigstens.
06:41Viel Spaß dann noch.
06:43Hey, ich doch...
06:44Nein, nein, nein, nein, nein, du kannst mich doch jetzt nicht mit ihm allein lassen.
06:46Du hast gewusst, wie es ist, mit ihm zusammenzuarbeiten.
06:50Ich hatte ihn schon in der Falle.
06:53Er stand auf der Leiter.
06:57Es hätt wie ein Unfall ausgesehen.
07:01Hey, was steht ihr hier so rum, hä?
07:03Arbeitet ihr fürs Finanzamt?
07:06Nein, ich stör euer gemütliches Kaffee-Kränzchen ja wirklich ungern, Mädels.
07:10Aber zurück an die Arbeit.
07:12Hopp, hopp.
07:13Wir arbeiten doch, Dad.
07:15Ach ja?
07:16Kann ich die Rückwand schon streichen, Lady Chatterley?
07:19Oh, schon wieder.
07:20Ich finde, der war nicht schlecht.
07:22Warum bist du mit dem Spachteln noch nicht fertig?
07:25Oben neben der Dachrinne ist ein Wespennest, Dad.
07:27Dann such dir einen Stock und schlag es ab.
07:30Es sind Wespen drin, die mögen das nicht.
07:33Oh, dann machst du Folgendes.
07:36Wenn dich die Biester angreifen, dann schmeißt du den Stock weg und rennst.
07:41Okay.
07:42Hey, Dad.
07:43Hey, Dad.
07:44Hinter der Dachrinne muss er nicht spachteln.
07:45Da ist es nicht so wichtig.
07:47Ich bestimme, was wichtig ist und was nicht.
07:49Okay, aber das ist mein Haus.
07:51Und es ist mein Job.
07:53Die Leute sehen, wie ich hier ackere.
07:55Sie wissen also, dass Frank Barone hier das Sagen hat.
07:58Und deshalb machen wir es richtig.
08:01Was machst du denn noch hier, Pussybär?
08:03Ich denke nicht, dass wir...
08:05Hey, das sind doch bloß dumme Insekten.
08:07Hau sie runter mit einem Stock, einem Besen, deinem Gummiknüppel.
08:12Was du willst, egal.
08:14Und jetzt rauf da oder willst du hier Wurzeln schlagen?
08:16Schon gut.
08:23Und was ist mit dir?
08:25Spachtelst du die alte Farbe ab oder willst du lieber tanzen?
08:27Ich spachtel doch, Mann.
08:30Hey, Moment mal, Dad.
08:31Hä?
08:31Du hast die falsche Farbe.
08:33Deborah wollte weiß.
08:35Ist doch fast weiß.
08:36Die Farbe heißt gelb und nicht fast weiß.
08:38Sie will nun mal weiß, genauer gesagt, signalweiß.
08:43Und das ist Sahara-Gelb.
08:47Warum hast du nicht weiß gekauft?
08:49Warum?
08:49Weil gelb besser ist.
08:51Ja, aber Deborah will weiß.
08:53Mir ist egal, was Deborah will.
08:55Entscheidend ist, was ich will.
08:56Wasser ist gelb, okay?
08:58Und wir streichen das Haus gelb an.
09:00Ah, ah, den Schlauch, schnell den Wasserschlauch, ah!
09:07Mein Riesenbaby.
09:13Okay, Dad, es geht hier nicht nur um Deborahs Wunsch.
09:15Ich will auch signalweiß.
09:17Dad, hörst du, was ich sage?
09:18Mein Haus wird nicht gelb angestrichen.
09:20Dad!
09:21Lass sie zu.
09:22Lass sie verdammt nochmal zu, Dad.
09:23Hörst du nicht?
09:24Hm.
09:30Dad, bitte rühr sie nicht um.
09:31Wenn du die Farbe umrührst, dann...
09:33Na schön, dann ist sie eben umgerührt, wenn du sie zurückbringen musst.
09:36Und damit du's weißt, du hast sie aufgemacht und du musst sie bezahlen.
09:40Von mir kriegst du jedenfalls keinen müden Cent für die gelbe Farbe.
09:43Hörst du mich?
09:43Ich...
09:44Oh nein, tu das ja nicht, Dad.
09:47Wack es nicht, Ida.
09:48Lass den Pinsel draußen.
09:49Wenn du den Pinsel da reinsteckst, Dad, tauch den Pinsel da nicht rein.
09:52Ich warne dich, Dad.
09:53Bitte.
09:54Hör auf, Dad.
09:56Wenn auch nur ein Spritzer von der gelben Farbe an den Pinsel kommt, dann...
10:00Das geht so weit.
10:01Dad, du streichst mein Haus nicht gelb an.
10:03Hast du mich verstanden, Dad?
10:05Dad?
10:05Dad, ich warne dich.
10:10Okay, das war's.
10:11Hey!
10:11Alles klar.
10:12Los, verschwinde.
10:13Hey, wie bitte?
10:14Wenn du nicht tust, was ich sage, kannst du mich mal kreuzweise losgehen.
10:16Von dir lass ich mir nichts sagen.
10:18Doch, weil es mein Haus ist.
10:19Mein Haus!
10:20Ich bin hier der Boss und deswegen bist du gefeuert.
10:22Ich bin gefeuert?
10:23Hey, hier bin ich wieder.
10:27Hör dir das an, Raymond hat mich gerade gefeuert.
10:29Jawohl, du bist gefeuert.
10:31Er muss nicht mehr?
10:32Dann feuer mich auch.
10:35Du kannst mich nicht feuern.
10:37Dad, ich bin kein Kind mehr.
10:38Mir gefällt nicht, wie du mich behandelst.
10:40Wir brauchen dich hier nicht mehr.
10:41Komm, zisch ab.
10:49Bitte?
10:50Dann streich dein Haus doch allein.
10:58Wow.
11:00Genau.
11:01Und jetzt sage ich, wie der Hase hier läuft.
11:03Okay, als nächstes machen wir...
11:07Mittag.
11:09Aber es ist erst halb zehn und schon Pause?
11:12Mittag.
11:13Du machst draußen Mittag, so nass wie du bist.
11:15Ja, also ich...
11:21Ich fand die Idee, dass mal alle Barone-Männer zusammenarbeiten, gut.
11:25Man arbeitet nicht mit, man arbeitet für Dad.
11:28Alle machen alles falsch, nur er ist perfekt.
11:30Ja, mit der Burg, weißt du noch?
11:32Da haben wir es.
11:33Robert und ich, wir wollten eine Burg bauen im Garten draußen.
11:36Nichts Aufregendes, nur eine kleine Burg.
11:52Und wir wollten die Burg unbedingt allein bauen, stimmt's, Ray?
11:56Bis Dad nach Hause kam und alles madig gemacht hat.
11:58Genau.
11:59Aber nicht, dass er uns geholfen hat.
12:00Im Gegenteil, er hat uns beschimpft und die Burg allein gebaut.
12:04Und wenn du manchmal zu mir sagst, ich wäre nicht der Geschickteste,
12:07dann reißt das alte Wunden bei mir auf.
12:13Tut mir echt leid.
12:15Es hat also nichts damit zu tun, dass du faul rumsitzt und fern siehst.
12:21So verarbeite ich Verletzungen.
12:26Hallo, Marie.
12:28Hallo.
12:28Hi, Ma.
12:32Wieso hast du mich, ha?
12:33So kümmerst du dich um deinen Vater, ja?
12:35Was ist denn?
12:36Er muss seine Leiter schleppen.
12:38Was für eine Leiter?
12:39Er hat sich das Kreuz verringt.
12:41Was?
12:41Ja, euer Vater hat eine Leiter geschleppt.
12:43Und jetzt liegt er auf meiner Couch und will Suppe.
12:47Von mir wisst ihr das aber nicht.
12:48Er will, dass ich kein Aufsehen darum mache.
12:50Warum bist du dann hier?
12:51Ich höre nie auf ihn.
12:54Er macht auf krank, weil ich ihn nach Hause geschickt habe.
12:56Das verstehe ich nicht.
12:58Ich habe ihn gefeuert, weil er sich unverschämt aufgeführt hat.
13:03Was meinst du mit gefeuert?
13:05Deinen Vater hast du gefeuert?
13:07Er hat selbst Schuld.
13:09Wie konntest du ihm das antun, Raymond?
13:12Wieso ich ihm?
13:13Und was tut er uns an?
13:14Darum geht es jetzt überhaupt nicht.
13:18Oh Gott.
13:22Also, es gibt im Leben eures Vaters etwas, das ihr nicht wisst.
13:30Er trägt deine Unterwäsche?
13:38Worum geht es denn?
13:40Euer Vater ist nicht freiwillig aufs alten Teil gegangen.
13:44Was meinst du damit?
13:45Wenn er noch nicht so alt ist, was will er dann mit den Gummihosen?
13:50Er sagte zwar freiwillig, aber ich habe die Wahrheit rausbekommen.
13:54Sie haben ihn gefeuert.
13:57Was?
13:59Wieso denn?
14:00Wieso?
14:00Muss ich dir das sagen?
14:07Wieso hast du ihn denn gefeuert?
14:09Dein Vater glaubt, dass so, wie er die Dinge erledigt, es allein richtig ist.
14:13Nach 25 Jahren hatten seine Kollegen die Nase voll davon.
14:18Also, Frank hat dir nie erzählt, dass er gefeuert wurde?
14:21Wie konnte er denn?
14:23Du verstehst das nicht, Deborah.
14:24Zu meiner Zeit hatten Männer ihre Arbeit und dann waren sie wer.
14:31Es muss ihn so gedemütigt haben, dass ihn dieser Alvin Perl damals einfach gefeuert hat.
14:37Und jetzt habt ihr mit ihm das Gleiche nochmal gemacht.
14:42Nun, das war Raymond.
14:49Hey, nein, ich bitte dich.
14:52Das hier ist nicht dasselbe. Hier geht's nicht um seine Karriere. Hier geht's um mein Haus.
14:56Was hat er denn sonst noch?
14:58Euer Haus.
14:58Das hat er schön gestrichen.
15:00Ich weiß gar nicht, was du willst. So schlimm war's doch nun auch wieder nicht.
15:03Immerhin schlimm genug für ihn, dass er mir etwas von Kreuzschmerzen vorlügt.
15:07Du bist sein Sohn.
15:09Was denkst du wohl, wie er sich jetzt fühlt?
15:11Ich hoffe, du bist zufrieden.
15:13Halt du die Klappe.
15:15Was interessiert mich, wie er sich fühlt? Die anderen kümmern ihn bloß einen Dreck.
15:19Er kümmert sich nicht um dich.
15:21Er ist dein Vater.
15:23Er kann nur nicht so...
15:25...mit anderen zusammen sein.
15:29Vermutlich hältst du dich für sehr witzig.
15:35Amen. Auf das Letzte.
15:38Komm schon, geh rüber.
15:39Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, Ma.
15:41Ehrlich, es tut mir leid, aber diesmal ist er wirklich ein klein bisschen zu weit gegangen.
15:45Er wollte mein Haus gelb streichen.
15:47Wirklich?
15:48Ja, verrückt, nicht?
15:49Wow.
15:51Eigentlich könnte Gelb ganz nett aussehen.
15:54Was?
15:55Na, so als Kontrast.
15:56Du hast signalweis gesagt.
15:58Ich hab genau gehört, wie du signalweis gesagt hast.
16:00Da kämpft man für dein blödes Signalweis und du sagst, Gelb könnte ganz nett aussehen.
16:04Ich erkenne dich nicht wieder.
16:07Weißt du, ich wäre nie von allein drauf gekommen, aber es hat so was Sonniges.
16:13Hast du gehört? So sieht die Ehe aus, mein Freund.
16:16Das, was du dir wünschst, ohne dass du ja nicht leben kannst.
16:20Mach mir Platz.
16:23Raymond, sprich mit deinem Vater.
16:26Nein, nein.
16:27Ja, geh zu ihm.
16:28Oh, Augenblick, wer spricht jetzt, die weiße Deborah oder die gelbe Deborah?
16:32Jetzt gib dir einen Ruck. Ich weiß, dass dein Vater ziemlich nervend sein kann, aber...
16:36Das will auch niemand bestreiten.
16:38Er ist grobschlechtig, er ist ein sturer Bock und er badet morgens auch nicht.
16:43Aber ich kenne diesen Mann und ich weiß genau, was ihm fehlt.
16:48Das Gefühl, gebraucht zu werden.
16:53Mach damit, was du willst.
17:03Er ist dein Vater.
17:14Hey.
17:16Hey.
17:20Also, das von vorhin tut mir leid.
17:24Du kannst wieder rüberkommen, wenn du willst.
17:28Wir streichen es gelb. Gelb ist okay, ich hab Deborah überredet.
17:35Okay?
17:36Nein.
17:38Wie meinst du das?
17:41Ich meine, ich bin nicht interessiert.
17:43Ich hab verdammt viel zu tun.
17:46Oh, sieht man, du isst gerade Suppe.
17:51Und du puzzelst.
17:54Es muss ja nicht sofort sein. Komm einfach, wenn du Lust hast.
18:00Isst du nicht vom Teller, weil du ihn nicht abspülen willst?
18:05Nein, so schmeckt's besser.
18:08Oh.
18:10Hm.
18:12Hey, passt ja. Ich hätt das nicht gesehen.
18:17Der Tod des Generals Stonewall Jackson.
18:21Gefällt dir das?
18:23Eine interessante historische Figur.
18:25Galt als bester Südstaatengeneral.
18:28Einer seiner Männer hat ihn erschossen.
18:32Ich fass es nicht.
18:33Und ich war wirklich so blöd, dich zu bitten, wieder rüberzukommen.
18:36Und entschuldige mich auch noch bei dir.
18:38Das war deine Pflicht, denn ich hatte wie immer recht.
18:41Wieso hattest du recht?
18:42Wieso? Es ist mein Haus und du wolltest es gelb streichen.
18:45Wie kommst du da auf, dass es hält?
18:46Deckt einfach besser.
18:48Und es verblasst nicht so schnell.
18:50Außerdem stehen weiße Häuser an jeder Straßenecke.
18:53Gelb würde eures etwas hervorheben.
18:56Und es passt zu den Gänseblümchen, die euren Rasen verunstalten.
19:05Wieso hast du das denn nicht gleich gesagt?
19:07Da gibt's nichts weiter zu sagen.
19:09Was?
19:10Wenn ich sage, wir streichen es gelb an, dann reicht das.
19:13Soll ich etwa jeden kleinen Pups erklären?
19:15Ich habe recht.
19:18Gut, von mir aus.
19:20Es geht aber nicht immer darum, Recht zu haben.
19:21Doch geht es um nichts weiter als um das.
19:24Alles andere ist einfach nur Mist.
19:27Oh, aber andere haben auch eine Meinung.
19:30Oh, und was, wenn sie einen nicht leiden können?
19:33Die Menschen sollen mich mögen, weil ich einen guten Job mache.
19:36Ja, aber dazu müsstest du auf einer einsamen Insel arbeiten.
19:42Du sagst es.
19:43Es wäre besser, wenn ich allein auf der Welt wäre.
19:46Klar, es liegt an diesen verdammten Menschen.
19:47Wie konnte ich das vergessen?
19:48Aber Robert und ich, wir sind auch bloß Menschen.
20:07Und was jetzt?
20:08Wollt ihr beide das Haus allein weiter streichen?
20:11Ja.
20:15Wenn du willst, dass ich euch helfe, sag Bescheid.
20:20Okay.
20:22Aber wenn ich euch beim Streichen helfe, dann machen wir es so, wie ich es sag.
20:26Weil ich nämlich Recht hab.
20:28Gut.
20:29Auch was das Geld betrifft.
20:31Ich sagte doch bereits Geld.
20:33Und keiner sagt mir, was ich machen soll.
20:35Ich habe das Kommando.
20:37Und ich bin der Boss.
20:38Einverstanden?
20:39Einverstanden.
20:40Du bist der Boss.
20:41Ich bin der Boss?
20:42Ja.
20:43Gut.
20:44Du bist gefeiert.
20:55Warum darf Robert mit der Farbspritze arbeiten?
20:57Ich würde die auch gern mal ausprobieren.
20:59Lerne du erst mit dem Pinsel umzugehen.
21:02Ich weiß, wie man damit umgeht.
21:03Willst du den Gehorsam verweigern?
21:06Nein.
21:08Sir.
21:28Vespa.
21:29Vespa.
21:30Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh.
21:43Aber, aber, aber, aber, aber, aber, man.
21:45Die muss nochmal überstrichen werden.