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00:07ATOMKRAFT IN DEUTSCHLAND
00:09Das sind sieben Jahrzehnte Euphorie, aber auch enttäuschte Hoffnungen.
00:15Das sind Protest und Zukunftsglaube.
00:19Die Atomkraft kann die Menschheit in ein neues, besseres Zeitalter führen.
00:23Ich war eigentlich immer gegen Atomkraft.
00:26Zu Recht frage ich mich heute.
00:28So, was brauche ich noch?
00:29Unterhose.
00:30Ich muss jetzt alles komplett ausziehen und mich halt in Werkskleidung einkleiden.
00:35Die Kernenergie war schon immer verheißungsvoll, doch ihre Schrecken traumatisch.
00:41Fukushima hat meine Haltung zur Kernenergie verändert.
00:45Vor zwei Jahren ist Deutschland ausgestiegen.
00:48Geblieben sind stillgelegte AKW und Atommüll in Bergwerken.
00:52Wir haben hier eine wirklich große Herausforderung, dass dieses Endlager dann auch dicht ist
00:57für die nächsten Hunderttausenden von Jahren.
00:59Trotz der Risiken fordern viele einen Neustart für vermeintlich billigen und sauberen Atomstrom.
01:06Brauchen wir den im Kampf gegen Klima- und Wirtschaftskrise?
01:10Sollten wir unsere alten Kernkraftwerke wieder anschalten?
01:14Gibt es noch mehr?
01:15Die hier haben ihre Antwort schon gefunden.
01:18Die Mitglieder des Vereins Nuklearia.
01:20Sie fordern den Wiedereinstieg in die Atomenergie.
01:24Deswegen sind sie heute in Glückstadt in Schleswig-Holstein.
01:27Denn nur zehn Kilometer weiter steht das ehemalige AKW Brockdorf.
01:31Und das wollen sie gern wieder anschalten.
01:33Ich bin mit Nils verabredet.
01:36Er ist 27, Mathe-Student und seit einem Jahr bei Nuklearia.
01:40Was genau ist der Plan heute hier?
01:42Genau.
01:42Ja, wir möchten mit den Glückstattern ins Gespräch kommen und sie über die Kernkraft informieren.
01:48Und natürlich vor allem von der Kernkraft überzeugen.
01:52Ihr wollt genau die Leute überzeugen, die ganz nah am Kraftwerk wohnen, würde man ja denken.
01:56Ein bisschen kontraintuitiv, weil die sind vielleicht besonders doll dagegen oder so?
02:01Die Erfahrung ist in der Regel, die Gemeinden, die quasi in unmittelbarer Nähe von diesem Kraftwerk sind,
02:07sind tendenziell sehr aufgeschlossen dem Kraftwerk gegenüber, weil sie natürlich auch direkt davon profitieren.
02:13Ausgerechnet Brockdorf wollen die Befürworter als erstes zurück ans Netz bringen.
02:18Dabei war es eines der stärksten Symbole der Anti-AKW-Proteste.
02:22Am Abend kam es zu einer regelrechten Schlacht in das schwer befestigte Baugelände in Brockdorf.
02:28Mehrere Stunden lang versuchten einige tausend Demonstranten an verschiedenen Stellen,
02:32Mauer- und Stacheldrahen zu überwinden und den Platz zu besetzen.
02:36Der deutsche Atomausstieg war hart umkämpft. Auch im Deutschen Bundestag.
02:42Atomaus unter Kanzler Gerhard Schröder, dann erstmal Wiedereinstieg unter Angela Merkel.
02:50Wir werden in der Tat, und das ist volkswirtschaftlich vernünftig, unsere Kernkraftwerke,
02:57die Laufzeiten haben bei höchster Sicherheit im internationalen Bereich,
03:01über die Schließungsdaten, die rein ideologischer Natur jetzt bei ihnen sind, hinaus ermöglichen.
03:06Für mich war lange Zeit irgendwie klar, gegen Atomkraft zu sein.
03:13Und anders als Nils und seine Gruppe glaubte ich an den Konsens, Atomkraft in Deutschland, das Thema ist vorbei.
03:22Wir sind davon überzeugt, dass einige Kernkraftwerke in Deutschland reaktiviert werden können,
03:27weil noch nicht sehr viel zurückgebaut wurde.
03:30Wir sind eben der Meinung, dass das notwendig ist, weil wir günstigen und sauberen CO2-freien Strom für Deutschland und
03:38für Europa brauchen.
03:38Dass es aber allein deswegen schon eine gute Idee wäre, Brockdorf wieder in Betrieb zu nehmen, führt direkt nebenan zu
03:46Diskussionen.
03:47Ich bin seit sieben Jahren in Rente vom Kraftwerk. Die meisten Leute, sie meinen Alter, sind alle weg.
03:53Ich habe das Kraftwerk 83 bis 85 mit Siemens aufgebaut und aktiviert.
03:58Da waren über 2000 Spezialisten von Siemens AG, die haben da gearbeitet.
04:03Wo wollen sie alle hernehmen? Die sind alle in meinem Alter, alles Rentner.
04:06Die Rentner, die wir sind, wollen sie uns auch reaktivieren? Da glauben sie selbst nicht dran.
04:10Über kaum ein Thema wird seit Jahrzehnten so emotional diskutiert wie über Atomkraft.
04:16Und das schon seit den 50er Jahren.
04:20Damals kennen die Menschen genau eine Anwendung der Kernkraft, die Atombombe.
04:33Nach dem zweiten Weltkrieg will man die Atomkraft dann für friedliche Zwecke nutzen.
04:38Und die Hoffnungen sind gewaltig, wie dieser Werbefilm aus dem Jahr 1953 zeigt.
05:04Das neue, verheißungsvolle Atomzeitalter beginnt aber erstmal in der Sowjetunion im Sommer 1954.
05:12In der Nähe von Moskau geht weltweit das erste Kernkraftwerk zur Stromerzeugung in Betrieb.
05:28Zwei Jahre später zieht der Westen nach.
05:31In Calder Hall errichtet Großbritannien sein erstes Atomkraftwerk.
05:37Riesige Reaktoren werden die Hitze erzeugen, die in den Konvertitoren durch Gas unter Hochdruck umgewandelt wird.
05:43Heute wie damals sehen Befürworter wie die Nuklearia-Mitglieder in der Atomkraft die Lösung für den steigenden Energiebedarf.
05:51Und der Strom sei auch noch emissionsfrei und unabhängig von Sonne und Wind.
05:56Also AKW doch wieder ans Netz?
05:59Oder ist das nur eine dieser atomaren Hoffnungen, die sich allzu oft nicht erfüllt haben?
06:05Um mehr über Anspruch und Wirklichkeit der deutschen Atomindustrie zu erfahren, gibt es vermutlich kaum einen besseren Ort als das
06:13ehemalige Kernkraftwerk in Kalkar.
06:15Es sollte das Prestigeobjekt werden, doch immer höhere Baukosten und massive Sicherheitsbedenken machten es zum betriebswirtschaftlichen Fiasko.
06:25Heute ist das Gelände ein Freizeitpark samt Museum.
06:29Trotz Winterpause darf ich mich umschauen.
06:31Ich bin verabredet mit Frank Ükötter, Professor für Technik und Umweltgeschichte an der Uni Bochum.
06:37Haben wir uns einen guten Ort ausgesucht für das Interview, oder?
06:40Es gibt keinen besseren Ort, um die ehemalige Magie der Atomkraft nachzuvollziehen und das, was draußen wurde, als Kalkar.
06:48Ich bin zum ersten Mal hier, also Herr Rottmann muss jetzt sagen, wo wir hingehen.
06:51In diese Richtung?
06:52Ja.
06:54Karl-Heinz Rottmann arbeitet seit mehr als 40 Jahren auf dem alten Kraftwerksgelände.
06:59Erst bei der Betriebsfeuerwehr, dann half er bei der Stilllegung und war Brandschutzbeauftragter.
07:05Heute führt er Herrn Ükötter und mich übers Gelände.
07:09Brütermuseum, ja.
07:11Ich darf Fotos machen hier?
07:12Die dürfen hier überall Fotos machen.
07:16In Kalkar, am Ufer des Rhein, sollte ab Anfang der 70er ein Reaktortyp mit modernster Technik entstehen.
07:23Denn vereinfacht ausgedrückt brauchen die allermeisten Atomkraftwerke Uran.
07:28Das wird gespalten und dabei entsteht Wärme, die wiederum Wasser in Dampf verwandelt,
07:33der dann eine Turbine antreibt, die Strom erzeugt.
07:37Dieser Prozess braucht immer wieder neues Uran.
07:39In Kalkar sollte nun ein sogenannter Brutreaktor entstehen, der während des Betriebs seinen eigenen Brennstoff herstellt.
07:46Es wurde gebaut, dagegen protestiert, weitergebaut und wieder protestiert.
07:52Das Kraftwerk wurde zwar fertiggestellt, aus Sicherheitsbedenken aber nie hochgefahren.
07:58Und so gilt Kalkar als eine der teuersten Investitionsruinen der Bundesrepublik.
08:03Sind Sie traurig, dass das hier nie sozusagen zum vollen Betrieb kam, wie es eigentlich mal geplant war?
08:09Ich sage, haben Sie den Eindruck, dass ich traurig bin?
08:13Ne.
08:13Eben. Sehen Sie?
08:15Alles gut. Alles hat seine Zeit.
08:19Heute, damalige Zeit war Atomkraft, ist heute nicht mehr.
08:21Obwohl ich behaupte, sie kommt wieder.
08:2366 Atomkraftwerke standen folgenden Tage in der Zeitung, sind momentan im Bau.
08:29Weltweit.
08:30Was heute eher nicht mehr gebaut wird, beruht Reaktoren wie in Kalkar.
08:35Denn die Technologie ist kompliziert, teuer und riskant.
08:39Sowieso, die frühen Atomjahre waren mehr von theoretischen Hoffnungen geprägt, als von praktischen Erfahrungen.
08:46Alles, was wir in den 60er, 70er Jahren gebaut haben, das sind alles Projekte, die noch so aus der Zeit
08:53des Wirtschaftswunders herüberkommen.
08:55In der Zeit, in der man einen ressourcenstarken Staat hatte und vor allem die Erwartung hatte, das ist die Zukunft
09:00der Energie.
09:01Wir müssen das machen.
09:02Und was man dann lernte ist, das ist halt doch komplizierter, teurer, fehleranfälliger, als man das sich so Anfang der
09:0770er Jahre gedacht hat.
09:08Wenn man das von Anfang an gewusst hätte, glaube ich, dann wäre man nie angefangen.
09:11Aber in anderen Ländern läuft ja das Thema Atomenergie. Die sagen, ist uns nicht so wichtig, diese komplexen Sachen, wir
09:19machen das trotzdem?
09:20Es gibt bis heute in der gesamten Welt keinen einzigen Atomreaktor, der unter halbwegs marktwirtschaftlichen Bedingungen eine Chance gehabt hätte.
09:28Das sind alles Subventionsprojekte.
09:331955 startet die Bundesrepublik ins subventionierte Atomzeitalter.
09:39Deutschlands erster Atomreaktor entsteht in der Nähe von München.
09:43Im Auftrag des Bayerischen Staates baut ihn die Technische Hochschule München mit einem Baukostenaufwand von rund 4,5 Millionen.
09:51Deutschland pumpt hunderte Millionen in den Aufbau der Atomindustrie, um den Rückstand gegenüber anderen Staaten schnell aufzuholen.
09:59Die Atomkraft kann die Menschheit in ein neues, sicherlich kein goldenes, aber ein besseres Zeitalter führen, wenn sie des Dämonos
10:06der Atomkraft Herr werden kann.
10:08Wir Deutsche sollten als immer führende wissenschaftliche und industrielle Nationen darauf unser Hauptaugenmerk und darauf unsere Kräfte konzentrieren.
10:17Deutschland holt schnell auf. Überall im Land entstehen neue Atomkraftwerke, eines größer und leistungsstärker als das andere.
10:25Bis Mitte der 70er Jahre gehen mehr als 10 Kernkraftwerke ans Netz, darunter der damals leistungsstärkste Reaktor der Welt.
10:34Ich glaube, dass mit dem Großkernkraftwerk Biblis A in unserem Lande die Kernenergie aus der Zeit der Erprobung, wenn ich
10:44es so sagen darf, oder der tastenden Versuche herausgewachsen ist zu einem kraftvoll expandierenden Energieträger.
10:52Der Reaktor in Kalkar kostete am Ende 4,5 Milliarden Euro. Nochmal 75 Millionen hätte der Abriss gekostet. Also suchte
11:03Haupteigner RWE einen Käufer.
11:06Okay, das ist schon echt cool.
11:09Ein niederländischer Investor schlug zu und baute das Kraftwerk zu einem Freizeitpark um. Und so dreht sich im alten Kühlturm
11:17heute ein Kettenkarussell.
11:19Das ist wichtig für das Verständnis der nuklearen Kontroverse. Es gibt die Lernkurve innerhalb der Technik, dass man merkt, was
11:26das wirklich ist, einen solchen Reaktor zu bauen.
11:27Und es gibt den Protest, die Angst vor der Katastrophe. Und das beides verquickt sich in den 70er, 80er Jahren
11:33in einer sehr interessanten Art und Weise.
11:36Je mehr Kernkraftwerke geplant werden, desto größer wird der Protest.
11:43Wir haben hier keine Demokratie, sondern eine Demokratur. Und heute am 20.02. ist hier die Demokratur gestorben. Jetzt haben
11:51wir eine Diktatur. Bloß ganz rechts. Das sage ich als evangelischer Pfarrer.
11:57Der Widerstand badischer Winzer im Februar 1975 gegen ein geplantes AKW in Wiel gilt heute als Beginn der Anti-Atom
12:06-Bewegung.
12:06Der Protest hat Erfolg. Die Pläne werden beerdigt. So ein Erfolg gelingt nie wieder. Doch die Bewegung erreicht etwas anderes.
12:15Das Demonstrationsrecht wird gestärkt.
12:18Denn erst nach den Massenprotesten in Brockdorf entscheidet das Bundesverfassungsgericht, dass Demonstrationen nicht allein deswegen verboten werden dürfen, weil man
12:27Ausschreitungen fürchtet.
12:28Der Atomprotest war nicht so mächtig, weil er Projekte direkt verhindert hat, sondern weil es so ein Stachel ist.
12:34Weil er immer wieder dazu gedrängt hat, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und all die offenen Fragen des nuklearen
12:40Projekts immer wieder zu diskutieren.
12:41Also es sind sehr grundsätzliche Fragen über demokratisches Miteinander, die da verhandelt werden.
12:47Auf eine Frage, die immer auch Teil des Protests war, gibt es aber bis heute keine Antwort. Was tun mit
12:53dem radioaktiven Müll?
12:55Im ehemaligen DDR-Entlager in Morsleben versuchen sie seit fast 30 Jahren hierfür eine Lösung zu finden. Wie, das will
13:03ich mir anschauen.
13:03Dann kannst du losgehen, würde ich sagen.
13:06Achtung Allruf! Der Reaktor wird angefahren. Räume der Kategorie 5 verlassen. Strahlenschutztüren schließen.
13:16Ganz ohne Proteste geht 1966 das erste von zwei Atomkraftwerken der DDR ans Netz.
13:24Und genauso geräuschlos wird der Atommüll entsorgt. Die hochradioaktiven Brennstäbe nimmt die Sowjetunion zurück.
13:30Schwach- und mittelradioaktive Abfälle, etwa Schutzkleidung, Werkzeuge oder Geräte aus Laboren, landen in Morsleben.
13:40Genau hier bin ich mit Dagmar Demar verabredet. Sie arbeitet für die Bundesgesellschaft für Endlagerung, kümmert sich also um radioaktive
13:48Abfälle.
13:49Ihr Kollege begleitet uns.
13:52Wir gehen gerne zusammen schon mal.
13:55Geführt wird unsere kleine Gruppe von Svanche Clausen.
14:00Unter Tage hat sie das Sagen. Allein schon, damit wir uns nicht verirren.
14:05Jetzt geht es erst mal 380 Meter tief unter die Erde.
14:12Atommüllendlager Moorsleben. In wenigen Wochen ist es soweit.
14:16Der erste radioaktive Müll aus der gesamten Bundesrepublik wird hier zur Endlagerung eintreffen.
14:20In 500 Meter Tiefe wird neuer Platz für die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle geschaffen.
14:26Heute lagern hier unten etwa 37.000 Kubikmeter dieses Mülls.
14:31Vor allem aus der Zeit nach der Wiedervereinigung.
14:34Denn während im Osten nach der Wende kaum etwas Bestand hatte, das Endlager durfte bleiben.
14:41Das ging jetzt überraschend schnell, würde ich sagen.
14:45Sehen kann man den Atommüll heute nicht mehr. Er ist eine Ebene unter uns mit Salz bedeckt.
14:51Für eine sichere Endlagerung reicht das aber nicht.
14:54Das ist unser Gefährt hier.
14:57Das ist aber cool, ehrlich gesagt.
15:04Ein Gericht stoppte 1998 die Einlagerung von Atommüll in Moorsleben.
15:10Die Fässer dürfen drin bleiben, aber sie müssen jetzt mit Beton abgedeckt werden.
15:16Das ehemalige Salzbergwerk ist dafür eigentlich nicht geeignet.
15:22Ein neues Endlager würde man nie in ein altes Bergwerk bauen,
15:28weil das eben für einen ganz anderen Zweck gebaut worden ist.
15:31Wir haben hier eine große Herausforderung, dass dieses Endlager dann auch dicht ist
15:36für die nächsten Hunderttausenden von Jahren.
15:40Wir gehen links oder rechts?
15:41Wir gehen der Strecke nach.
15:44Jeder Hohlraum, jeder Schacht, all die Tunnel sollen nun mit Spezialbeton verfüllt werden.
15:50Wie lang das dauert, unklar.
15:51Wie teuer das wird, bis zu 1,6 Milliarden Euro, so die Schätzung.
15:56Ja, das sieht auf jeden Fall nach schwerem Gerät aus.
15:59Fühlt sich das für Sie komisch an?
16:01Man arbeitet quasi über radioaktiven Abfall?
16:04Nein, gar nicht.
16:07So 25 Jahre jetzt schon unter Tage.
16:11Eigentlich allgegenwärtig, also nichts Besonderes.
16:15Bauarbeiten 400 Meter unter der Erde.
16:18Die Vorbereitungen für die Stilllegung sind aufwändig, weil verhindert werden muss,
16:23dass von hier unten jemals eine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht.
16:28Man braucht eine gewisse Fantasie, was alles schiefgehen kann.
16:31Und das muss man dann abtesten und begründen, warum man denkt, dass man diesen möglichen Schadensfall,
16:37der eintreten könnte oder auch sehr, sehr unwahrscheinlich ist oder auch nicht eintreten könnte aus unserer Perspektive,
16:44dass wir den trotzdem bewältigen können.
16:46Ich glaube, jetzt wird es zu laut.
16:50Moorsleben ist als Atommüllendlager also raus.
16:54Und auch die Schachtanlage Asse in Niedersachsen hat sich als unbrauchbar erwiesen.
16:59Hier wurden ebenfalls schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert, offiziell zu Forschungszwecken.
17:05Faktisch diente die Asse als Endlager.
17:08Inzwischen weiß man, dass Wasser eindringt und der Atommüll muss wieder raus.
17:15Auch Gorleben galt seit Ende der 70er Jahre als mögliches Endlager.
17:19Seitdem steht der Ortsname als Synonym für Atommüll und Protest.
17:24Am späten Vormittag des ersten Bohrtages kam es zu einem dramatischen Zwischenfall.
17:29Aufgebrachte Anwohner wollten einen Wasserwagen blockieren.
17:33Die Polizei reagierte mit übertriebener Härte.
17:43Erst 2020 gibt die Bundesgesellschaft für Endlagerung bekannt,
17:47dass Gorleben als Endlagerstandort nicht in Frage kommt.
17:51Viele, die Atomkraftbefürworter sind, die vielleicht auch sagen,
17:56wir übertreiben es mit den Risiken in Deutschland ein wenig
17:59und wir machen uns das hier ein bisschen zu kompliziert.
18:02Die Technologie ist so spannend.
18:04Nicht immer bremsen, sondern da müssen wir dabei sein.
18:07Wie beurteilen Sie das?
18:09Ich weiß von meinen Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern,
18:13auch in atomkraftfreundlichen Ländern wie Frankreich,
18:17dass die natürlich genauso viel Aufwand treiben müssen für die Endlagerung.
18:22Also dieses Problem wird man nicht los.
18:24Scheinbar muss es sich ja ein bisschen lohnen,
18:26sonst würden ja nicht Unternehmen auch Atomkraftwerke betreiben, oder?
18:29Irgendwie muss es sich ja lohnen.
18:31Also es ist immer die Frage, wie man kalkuliert.
18:33Und wenn man damit rechnet, dass der Staat,
18:36weil es eben ein gefährlicher Stoff ist, am Ende die Verantwortung trägt
18:40und das die Spekulation ist, dann kann man anders rechnen,
18:43als wenn man davon ausgeht, dass man das auch selbst wirklich bezahlen muss.
18:46Die Arbeiten hier werden komplett mit Steuergeld finanziert.
18:51In anderen Fällen beteiligen sich auch die AKW-Betreiber an den Kosten.
18:56Ein Endlager für hochradioaktiven Abfall gibt es bis heute nicht. Nirgendwo.
19:03Das weltweit erste wird derzeit in Finnland gebaut.
19:07Hier unten darf nichts schief gehen.
19:11Für die nächsten eine Million Jahre soll verhindert werden,
19:14dass sich radioaktive Stoffe verbreiten.
19:17Wie damals 1986 bei der Explosion im Kernkraftwerk in Tschernobyl.
19:25Dramen in Tschernobyl. Hunderttausende Menschen werden evakuiert. Zehntausende sterben.
19:31Die Bilder bleiben auch 30 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl im Kopf.
19:35Bilder, die wir wohl nie vergessen werden, die uns an einen der schlimmsten Momente der Atomkraft erinnern.
19:41Trotzdem, das erste deutsche Atomkraftwerk nach der Katastrophe geht unter massivem Protest in Brockdorf in Betrieb.
19:51Genau dieses wollen die Nuklearia-Mitglieder als erstes zurück ans Netz bringen.
19:57Dafür werben sie hier in Glückstadt.
19:59Ich komme mit Uwe ins Gespräch. Zu Brockdorf hatte er ein besonderes Verhältnis.
20:04Er war bei den Protesten dabei, damals noch als Atomkraftgegner.
20:08Am 6. eines Monats sind wir morgens in Hamburg losgefahren und haben dann versucht,
20:13zu Schichtbeginn oder Schichtwechsel in Brockdorf zu sein und die Beschäftigten an der Aufnahme ihrer Arbeit zu hindern.
20:19Und aus heutiger Sicht ist es natürlich irgendwie, warum soll ich denn Beschäftigte, die da sind,
20:24daran hindern, die Arbeit aufzunehmen. Also aus heutiger Sicht finde ich das völlig verkehrt.
20:30Uwe hat den Protest damals gefilmt. Das hier sind seine Privataufnahmen.
20:44Und der Polizist sagt, ich kann ja verstehen, dass Sie dagegen sind. Und der Demonstrant sagt dann, wenn Sie das
20:50verstehen können, warum tun Sie nichts gegen den Betrieb dieses Atomkraftwerks.
20:55Jetzt durch das Thema Klimawandel, durch das Thema Energiepreise, wie können wir nachhaltig Strom gewinnen und erzeugen für Deutschland als
21:04Industrieland,
21:05habe ich mich erneut mit dem Thema beschäftigt und habe dann einen Vortrag besucht und eine anschließende Diskussionsveranstaltung.
21:10Und das hat mich eigentlich überzeugt, meine Haltung zu dem Thema zu ändern.
21:16Und auch die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ändert ihre Haltung. Nur eben genau andersherum.
21:232011 verkündet die einstige AKW-Befürworterin das Deutsche Atom aus.
21:27Vor 90 Tagen wurde der Nordosten Japans vom schwersten Erdbeben in der Geschichte des Landes heimgesucht.
21:36Anschließend traf eine bis zu 10 Meter hohe Flutwelle seine Ostküste.
21:40Danach fiel in einem Reaktor des Kernkraftwerks Fukushima 1 die Kühlung aus.
21:45Die japanische Regierung griff den atomaren Notstand aus.
21:49In Fukushima haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass selbst in einem Hochtechnologieland wie Japan
21:55die Risiken der Kernenergie nicht sicher beherrscht werden können.
22:01Wer das erkennt, muss die notwendigen Konsequenzen ziehen.
22:06Fukushima hat meine Haltung zur Kernenergie verändert.
22:10Und das war's dann. Die deutschen Atomkraftwerke gehen nach und nach außer Betrieb.
22:16Das, was nicht radioaktiv ist, wird zügig abgerissen.
22:20Heute sind alle deutschen AKW stillgelegt und werden zurückgebaut.
22:25Das hätte ich mir total gern angeschaut, aber in keinem einzigen deutschen Kraftwerk hat man uns drehen lassen.
22:32Deswegen fahre ich jetzt in die Schweiz.
22:35Hier war das nämlich überhaupt kein Problem.
22:37Auch im Ausland werden Kernkraftwerke abgewickelt.
22:40Eines ist Mühleberg in der Nähe von Bern.
22:43Also, wie wird so ein AKW nun zurückgebaut?
22:46Der verantwortliche Leiter in Mühleberg will's mir zeigen.
22:49Ich treffe Stefan Klute.
22:50Ich bin verabredet für einen kleinen Rundgang heute.
22:53Das Kraftwerk Mühleberg war 47 Jahre in Betrieb.
22:57Es ist eines von fünf Schweizer Atomkraftwerken und das erste, das stillgelegt wurde.
23:02Seit fünf Jahren wird die Anlage zurückgebaut.
23:052031 will man fertig sein.
23:08Bett dran halten und dann umarmen.
23:10Mach eins nochmal.
23:12Bevor ich ins Innere darf, Sicherheitskontrollen und Strahlenmessung.
23:17Hände positionieren.
23:20Hände positionieren.
23:22Hände positionieren.
23:22Drei, zwei, eins.
23:25Vielen Dank.
23:26Kein Verdacht auf Inkorporation.
23:29Das ist doch gut.
23:29Das ist doch schön, ne?
23:31So, was brauche ich noch?
23:34Unterhose.
23:36Ich muss jetzt alles komplett ausziehen und mich in Werkskleidung einkleiden.
23:42Das Kraftwerk macht erstmal alle gleich, strumpfsockig und unten ohne.
23:47Eine letzte Sicherheitsschleuse, dann sind wir drin.
23:50Also deine Kamera musste gerade durch eine Schleuse, weswegen wir jetzt nicht sehen konnten,
23:53wie wir Helme gekriegt haben, Schuhe gekriegt haben, Overall gekriegt haben.
23:57Und wir haben ab jetzt hier ein Messgerät drin.
24:01Das zeigt jetzt Null an.
24:04Richtig.
24:05Ich denke, bei unserem Rundgang werden wir vielleicht ein oder zwei Mikrosievert bekommen.
24:09Und damit kriege ich hier drin heute nicht mehr Strahlung ab als draußen.
24:14Auf den ersten Metern erinnert nicht mehr viel an ein Atomkraftwerk,
24:18außer die vielen Sicherheitstüren.
24:21Die Brennelemente wurden gleich nach dem Abschalten entfernt.
24:24Alles andere folgt einer festen Reihenfolge.
24:27Die Anzahl der Systeme nimmt natürlich sukzessive ab.
24:30Das heißt, diese Systeme, die keine Sicherheitsrelevanz mehr haben,
24:33wenn wir dazu die Freigabe haben, können wir die außer Betrieb nehmen und kennzeichnen die.
24:36Die sind magenta oder rosa gekennzeichnet.
24:40Wenn wir an der Stelle sind, wo es sich lohnt zu demontieren,
24:43dann malen wir das Ding noch blau an.
24:45Und alles, was magenta und blau angemalt ist, kann demontiert werden.
24:50Hinter dieser Plane zersegt ein Arbeiter Stahlträger,
24:53damit sie einfacher dekontaminiert werden können.
24:57Hier werden alte Rohre aufgeschnitten, damit sie auch von innen gereinigt werden können.
25:02Auf mehreren Etagen wird gearbeitet.
25:06Jedes Bauteil muss von radioaktiven Partikeln befreit werden.
25:11Danach wird alles freigetestet und kann normal entsorgt werden.
25:15Etwa zwei Prozent des Kraftwerks bleiben radioaktiv und müssen dauerhaft sicher eingelagert werden.
25:21Das ist ja ein wahnsinnig großer Aufwand und der geht bei euch jetzt elf, zwölf Jahre,
25:25anderen Kraftwerken auch mal länger.
25:28Da denkt man sich ja, lohnt sich der Kraftwerksbetrieb vorher, wenn ich sehe, wie lange das dauert, um das abzubauen?
25:33Lohnt sich.
25:37Haben Ökonomen durchgerechnet.
25:39Es lohnt sich.
25:41Aber du verstehst die Frage?
25:44Über eine Milliarde Euro soll der Rückbau kosten.
25:47Um das zu finanzieren, musste der Kraftwerksbetreiber während der Betriebszeit in Fonds einzahlen.
25:54Nach einer knappen Stunde erster Blick aufs Dosimeter.
25:58Ja, tatsächlich die Eins.
26:00Guck mal bei dir.
26:03Ja, auch. Kein Drama.
26:07Nächster Stopp, die ehemalige Kühlung.
26:10Zutritt nur mit noch mehr Schutzkleidung.
26:14Okay, da wird auf jeden Fall gearbeitet.
26:16Ja, hier wird gearbeitet. Das sind die Kühlrohre, die aus dem Kondensator rauskommen.
26:22Die Kollegen ziehen die gerade raus und schneiden die.
26:31Ist warm da drinnen unter der Maske.
26:35Man sieht's.
26:37Alles, was potenziell kontaminiert sein könnte, wird gereinigt, wird danach gemessen.
26:41Und wir reden da über etwa, in unserem Fall etwa 10.000 Tonnen metallische Strukturen, die wir durch die Anlagen
26:47durchfahren.
26:48Merkt ihr denn jetzt auch beim Abbau, okay, da war wirklich jetzt quasi so ein Punkt erreicht, wo das Kraftwerk
26:54sozusagen zu alt war, um weiter zu laufen?
26:56Ist das eben auch der Grund, warum man abgeschaltet hat?
26:58Nee, der Grund, warum wir abgeschaltet haben, war einzig und allein ein wirtschaftlicher.
27:03Das heißt, die Anlage ist ja die 47 Jahre betrieben worden und um sie dann entsprechend auch fit zu machen
27:09und die ganzen Systeme zu warten, gegebenenfalls durch neue zu ersetzen, bedarf natürlich gewisser Investitionen.
27:14Und einfach die Strompreisprognosen für die Folgejahre waren so niedrig, so schlecht, dass man sich im Unternehmen entschieden hat, die
27:22Investitionen, die wir tätigen, die werden wir nie wieder refinanziert kriegen.
27:25Bei euch hier ist schon so viel abgebaut worden, da ist klar, ich kann jetzt nicht sagen, ach, wir schalten
27:29das Ding jetzt wieder an. Der Punkt ist natürlich abgelaufen, oder?
27:32Nach wie langer Zeit ist der abgelaufen?
27:35Bei uns war der nach zwei Monaten durch, weil da haben wir die Turbinen rausgenommen, das geht relativ schnell.
27:42Aber wenn ich das Kraftwerk nur stillgelegt habe und diese ganzen Arbeiten noch nicht begonnen habe, sondern ich plane sie
27:47sozusagen erstmal, aber es liegt jetzt vier, fünf Jahre still, kann ich dann mal eben wieder anschalten?
27:52Mal eben bestimmt nicht, weil da musst du auch die ganze Anlage erstmal wieder auseinanderbauen, eine ganz große Revision fahren,
27:59das heißt alle Systeme anschauen.
28:00Zum Teil, wenn du sie nicht bewegst, gehen auch einige Komponenten einfach kaputt.
28:07Schwierig. Ich würde es nicht machen.
28:11Mein Eindruck, nach zwei Stunden Rundgang werden Kernkraftwerke erst einmal abgebaut, ist ein Zurück quasi ausgeschlossen.
28:19Aber sollten wir zukünftig wieder auf Atomkraft setzen? Lohnt sich das?
28:25Dafür war ich an der TU Berlin, wo auch genau zu diesen Fragen geforscht wird.
28:29Ich habe mir den modernen Strommarkt erklären lassen und komplexe Modellrechnungen angeschaut, in denen verschiedene Energiequellen miteinander verglichen werden.
28:37Das Fazit von Alexander Wimmers, der die Forschungsgruppe koordiniert, ist eindeutig.
28:43Grundsätzlich kann man einmal sagen, dass ökonomische Fragestellungen, wie viel das kostet, eigentlich noch nie eine Rolle gespielt haben.
28:49Weil seit den ersten Reaktoren zu sehen ist, dass die Atomenergie gegenüber den Konkurrenztechnologien immer teurer war.
28:56Weil einfach diese Baukosten so viel größer sind als bei anderen Technologien, müssen sie eigentlich komplett durchlaufen, damit das wieder
29:06reingeholt wird, das Geld.
29:07Und wir haben jetzt immer mehr Zeiten, in denen wir teilweise auch negative Strompreise haben, wo dieses Kernkraftwerk trotzdem Strom
29:15produziert, aber dann bezahlen muss, damit der Strom abgenommen wird.
29:19Und das sehen wir eben heute auch, dass privatwirtschaftliche Akteure, die mit ihrem Stromhandel Geld verdienen wollen, die bauen keine
29:28Kernkraftwerke, die bauen Erneuerbare.
29:32Damit könnte der Film an dieser Stelle eigentlich enden.
29:35Die Zeit der Atomkraft ist vorbei, so klingt das.
29:38Bei Copenhagen Atomics in Dänemark sehen sie das aber ganz anders.
29:43Hier glauben sie, dass gerade ein neues Kapitel beginnt.
29:46So normally when we have visitors and we get here, I tell them that they are not allowed to film,
29:50but I guess that doesn't work today.
29:53Thomas Jarm und sein Team arbeiten an Mini-Reaktoren.
29:57Geringere Leistung, neue Technik, potenziell weniger Risiko.
30:02Obendrein sollen diese SMRs, Small Modular Reaktors, in Serienproduktion günstig zu bauen sein.
30:09In dieser Fabrik sollen alle Komponenten montiert und die Mini-Kraftwerke dann überall aufgestellt werden können.
30:16In einer Traditionelle Reaktoren, die meisten von ihnen sind wirklich großartig.
30:22Also, 5 m in diameter und 5 m tall.
30:25Das ist die Reaktor-Kore.
30:27Dann haben wir die Rohr-Rots in den Komponenten.
30:29Dann können wir die Wasser in den Komponenten und die Wasser in den Komponenten benutzen.
30:33Und dann können wir die Wasser in den Komponenten benutzen.
30:34Aber für diese Reaktoren, wir nicht mehr Wasser in den Komponenten.
30:38Es ist nur das Wasser, die sich auf den Komponenten geähten.
30:40from 600 to 700 degrees and then we take the heat out of the salt and use the heat to
30:47drive a steam turbine.
30:48The test reactor links is open,
30:51geschlossen looks like this.
30:53Yes, you first?
30:54Yes.
30:55Okay, one more thing.
30:56So this wall with electronics is turned on,
30:59so don't touch anything there,
31:00because some of it is high voltage and low voltage.
31:03So just don't touch the wall.
31:05Stay on the left.
31:06Yes.
31:06Yes.
31:07Das Reaktorkonzept aus Kopenhagen nutzt geschmolzenes Salz, in dem der Brennstoff gelöst ist.
31:13Dieses Salz dient zugleich als Kühlmittel.
31:16Und als Grundlage dient nicht Uran, sondern Thorium,
31:20ein radioaktives Metall, dessen Vorkommen groß ist.
31:23Willst du auch reinkommen, oder?
31:25Soll ich die Kamera mal nehmen?
31:28Okay.
31:30Thorium sei günstiger als Uran.
31:32Um die Kernspaltung in Gang zu setzen,
31:35soll zudem Atommüll aus anderen AKW benutzt werden können,
31:39erzählt Thomas.
31:40Ob das wirklich funktioniert?
31:44We want to show to the world that we can make energy at a much lower cost than traditional
31:50nuclear reactors, that we can truly make mass manufacturing of nuclear reactors.
31:55This has not really been done before and we want to make at least one of these every day.
32:00So a little bit like a car factory.
32:03Die Idee kleiner Kraftwerke ist nicht neu.
32:06So gab es in den 60ern ein Handelsschiff mit Atomantrieb.
32:11Später wurden Herzschrittmacher mit Plutoniumbatterie entwickelt.
32:15Und selbst Autos sollten mal mit Atomkraft fahren.
32:20Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Traumauto, zum Atomauto.
32:25Die Energiequelle im Heck dieses neuen Fahrzeugtyps,
32:28jedes Rad wird durch einen Elektromotor angetrieben,
32:31soll später einmal durch einen kleinen Atomreaktor ersetzt werden.
32:35Bis es soweit ist, werden allerdings noch einige Jahre ins Land gehen.
32:39Viele Atomideen stammen aus den wilden Anfangsjahren oder auch Jahrzehnten.
32:43Auch der Plan, Torium in Salz zu lösen, ist nicht neu.
33:04Tatsächlich könnte sein Konzept einige Atomprobleme lösen.
33:08Das Salz verhindert Kernschmelzen.
33:10Und der radioaktive Abfall muss deutlich kürzer eingelagert werden.
33:15In zwei Jahren will Copenhagen Atomics in der Schweiz mit einem Testbetrieb beginnen.
33:20Danach hofft Thomas auf den Durchbruch.
33:23Es ist absolut wahr.
33:24Wir haben nicht gewusst, dass wir mass produzieren können.
33:27Wir haben auch nicht gewusst, dass wir den Preis reduzieren können.
33:29Das ist auf unseren Schultern, um das zu den Weltern zu zeigen.
33:32Und wenn wir das zeigen können, würde ich glaube, dass die Leute es lieben.
33:34Wenn wir das nicht zeigen können können, dann gehen wir quasi zurück.
33:39Bisher sind alle Projekte mit Mini-Reaktoren, ob hier in Kopenhagen oder weltweit, mehr oder weniger noch Konzepte.
33:47Was sie wirklich leisten können, muss sich zeigen.
33:50Aber selbst in Dänemark, wo es nie Atomstrom gab, ist Kernkraft nicht tot.
33:56Ich merke, sie weckt weiterhin Hoffnungen.
33:59Der Blick in die Geschichte hat mir aber gezeigt, immer war die Atomkraft teurer, komplizierter und gefährlicher als vermutet.
34:08Eine noch Sache, wie es louste auch noch nie geht.
34:13Wahrscheinlich ist alles, was das wäre.
34:13Besser ist immer noch nicht so late.
34:14Ich werde das nicht weg.
34:14Ich werde das nicht mal nachvollziehen.
34:14Ich werde das nicht weg.
34:14Ich werde das nicht weg dem Weg.
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