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00:02:08Das ist Herr Josef.
00:02:10Herr Josef ist ein Herrschaftsdiener, einer von den Besten.
00:02:13Einer, in dessen Zeugnis einmal die Worte stehen werden, treu, ehrlich, fleißig.
00:02:19Seit 50 Jahren dient er treu, ehrlich und fleißig im Hause des Bankiers Türkheim.
00:02:25Sechs Tage in der Woche, seit 50 Jahren, sind angefüllt mit Arbeit und Sorge für die anderen.
00:02:33Der Sonntag gehört ihm, zumindest nach 11 Uhr.
00:02:36Und er verbringt ihn seit Jahrzehnten auf die gleiche Weise.
00:02:39Jeder Schritt dieses Sonntags ist vorgezeichnet, lieb geworden und geheiligt.
00:02:48Da ist die Zeitung für die Herrschaft, wie immer auf die Minute vorbereitet.
00:02:52Wie immer pünktlich am Frühstückstisch.
00:03:00Stimmt, Punkt 10. Nie war es um eine Minute später.
00:03:03Und so rollt ein Sonntag wie der andere ab. Auch der heutige.
00:03:08Auch der heutige?
00:03:09Oh nein, Josef, du weißt es nur noch nicht.
00:03:12Heute ist ein Schicksalstag für Herrn Josef.
00:03:14Ein Sonntag, der mit keinem anderen in seinem Leben zu vergleichen ist.
00:03:18Der Tag, an dem die Geschichte von Herrn Josefs letzter Liebe beginnt.
00:03:26Wo bleibt denn der Josef wieder mit der Zeitung?
00:03:29Wahrscheinlich geht er wieder spazieren, dein Josef.
00:03:33Eingedeck? Wieso nur eingedeck?
00:03:35Du, ich schwöre dir, in dem Haus esse ich kein bisschen mehr.
00:03:39Aber ich bitte dich, Gusti, sei nicht kindisch.
00:03:41Bin ich kindisch?
00:03:42Weiß genau, was ich rede.
00:03:44Dir wäre am liebsten, deine Schwester würde den Kaffee am Sonntag in der Küche trinken,
00:03:48wie ein Dienstbot.
00:03:49Deshalb hat der Josef nur für dich gedeckt.
00:03:51Aber schau, Gusti, wahrscheinlich hat er gedacht, dass du heute etwas länger schläfst
00:03:54und deswegen hat er nur für mich gedeckt.
00:03:56Du versuchst nicht, mich zu beruhigen.
00:03:58Du kannst mich nicht beruhigen.
00:03:59Niemand kann mich beruhigen.
00:04:01Ich lasse mich nicht beruhigen.
00:04:03Warum läutest du?
00:04:04Josef soll dein Frühstück bringen.
00:04:05Wenn ich den nur sehe, vergeht mir der Appetit.
00:04:08Außerdem macht er jetzt seinen Spaziergang, der Herr Josef.
00:04:11Aber ich bitte dich, Gusti.
00:04:12Das ist doch Absicht, dass er nicht für mich gedeckt hat, nur um mich zu ärgern.
00:04:16Aber das redest du dir doch ein.
00:04:18Ich rede mir gar nichts ein.
00:04:19Du bist lieb, du bist gut, du bist der gnädige Herr.
00:04:23Ich bin die alte Bestie.
00:04:25Junger Herr, sagt er zu dir, ist doch lächerlich in deinen Jahren.
00:04:29Er stellt sich halt schon schwer um.
00:04:31Aber er hasst mich, der Josef.
00:04:33Gusti, du irrst dich.
00:04:34Dich hat er schon in Schutz genommen, wie du noch ganz klein warst.
00:04:37Wenn du etwas angestellt hast, hat er jedes Mal automatisch auf mich geschaut.
00:04:41Erinnerst du dich an die Geschichte mit der chinesischen Vase?
00:04:43Die habe wirklich ich zerbrochen.
00:04:45Ja, und weißt du, was der Kerl den Eltern erzählt hat, als der Riedmeister von Natsch mich heiraten wollte?
00:04:51Dass er Schulden hat und mich nur wegen des Geldes nimmt.
00:04:54Und die Eltern haben ihm geglaubt und ich bin sitzen geblieben.
00:04:57Der Josef hat mich zur alten Jungfer gemacht.
00:05:01Lassen Sie mich doch los.
00:05:03Ich halte Sie doch nicht, weil es würde mir nicht den Traum einfallen, Sie zu halten.
00:05:09Geben Sie mir Zeit.
00:05:10So was habe ich noch.
00:05:13Zu es.
00:05:13Ja, weißt du, Josef, Sie ist heute ein bisschen nervös.
00:05:16Biss er doch, ja.
00:05:17Biss er doch, na ja, bitte.
00:05:20Ich werde mir jedenfalls meinen freien Sonntag nicht verdärmen lassen.
00:05:24Durch diese...
00:05:25Also, Josef, du sprichst von meiner Schwester, ja?
00:05:27Ja, ja, bitte.
00:05:28Pardon, meine, meine.
00:05:29Von der Frau Schwester.
00:05:30Fräulein.
00:05:31Fräulein, Fräulein.
00:05:33Ich benötige noch etwas, bitte, junger Herr.
00:05:35Nein, Josef, du kannst gehen.
00:05:36Ja, da kann ich mich empfehlen, ja.
00:05:37Du, und denke immer dran, Sie meint es ja nicht so böse.
00:05:39Ja, ja, bitte, ich nehme es ja nicht so tragisch.
00:05:42Die Hauptsache ist, dass Sie so bleiben, wie Sie sind, junger Herr.
00:05:46Keine Angst, Josef.
00:05:47Ich bin ja von dir erzogen worden.
00:05:49Das Fräulein Schwester hätte mich halt auch gebracht.
00:05:51Wenn ich in diesem Mädchenpensionat Erzieher gewesen wäre,
00:05:55dann möchte sie heute anders dastehen.
00:05:57Sie ist nicht so schlimm, wie du immer glaubst.
00:06:00Ihr fehlt eben...
00:06:01Der Mann, der Mann fehlt dir.
00:06:04Jetzt kriegt's keinen mehr.
00:06:05Ausgeschlossen.
00:06:06Bitte, von einem Jungen, da lassen sich die Männer sehr viel gefallen.
00:06:10Aber wenn eine einmal, ich meine, keine ganz neue mehr ist,
00:06:14ich meine, wenn, wenn, wenn, wenn der Zeit schon zum Nagen angefangen...
00:06:18Also, Josef, bei du...
00:06:19Also, dann, für gegen Sonntag wünsch ich's, Juni.
00:06:22Danke, gleichfalls.
00:06:23Auf Wiedersehen.
00:06:26Wo nur der Herr Josef heut so lang bleibt?
00:06:28Na, wahrscheinlich hat er wieder einen länger dauernden Dialog mit dem Drachen.
00:06:32Tja, die jetzt auch am liebsten, wenn Sie dem Josef schon in ein Altersheim geben können.
00:06:36Warum hat denn die so eine Wut auf den Josef?
00:06:38Na ja, der tut sich auch immer wieder provozieren.
00:06:42Immer sagt er ihr bei jeder Gelegenheit,
00:06:44was die Selige vom Herrn Türkheim für ein Musterbeispiel war.
00:06:47Und das Ärger zahlt.
00:06:49Tja, und wie die Selige vom gnädigen Herrn noch nicht selig gewesen ist,
00:06:53da hat sie doch verlangt,
00:06:55dass der Auguste auf das Gut nach Salzburg ziehen soll.
00:06:58Und das kann sie ja bis heute nicht vergessen.
00:06:59Ja, aber das weiß doch der Josef.
00:07:01Warum lockt er Sie denn dann immer, die Selige vom Herrn Türkheim?
00:07:03Damit sich die Auguste giebt.
00:07:07Morgen.
00:07:08Morgen, Herr Josef!
00:07:12So, wie geht's, Frau?
00:07:14Wie geht's, wie geht's, Frau?
00:07:14Dankeschön, kann ich glauben.
00:07:16Wie geht's, Frau Josef?
00:07:17Wie geht's gut?
00:07:19Wie geht's?
00:07:20Jetzt muss man schon bald Freiläten sagen, nicht?
00:07:24Können Sie uns schon Freiläten haben in diesem Jahr.
00:07:27Sie ist ein hübsches Mädel geworden.
00:07:29Sagen Sie das nicht.
00:07:30Die denkt nur immer ans Tanzen, aber arbeiten,
00:07:35und das macht mir Kummer.
00:07:37Ja, da tust du deinen Kummer aber sehr ausgewählt betäuben.
00:07:40Ja, bitte, wenn ich was sage,
00:07:42ich will ja Ihren Mann da nicht recht geben,
00:07:47aber das muss ich ja schon sagen,
00:07:49dieses Tanzen, dieses Moderne,
00:07:51jetzt, wo sie sich hinter den Füßen ausgeheben haben,
00:07:53mit dem Trenn, nein, da bin ich auch nicht dafür.
00:07:55Gut getanzt haben die Menschen zu allen Zeiten.
00:07:58Das Kiff ist eben jung und hat Rhythmus.
00:08:01Das heißt, ist ja Rhythmus.
00:08:03Mein Lieber, ein Rhythmus ist ein Walzer.
00:08:05Das ist ein Rhythmus.
00:08:07Aber, das ist ein Ursch von Kinn.
00:08:11Das ist ja, ich bitte das schnellste Radio.
00:08:14Entschuldigen schon, aber das ist mein Radio.
00:08:16Hey, mit Kek, es ist nicht dein Radio,
00:08:18sondern es gehört der ganzen Familie.
00:08:20Er hat recht, Herr Josef.
00:08:22Dreh's ab.
00:08:26Das wär Musik gewesen.
00:08:28Schreck, ich esse nicht zum Aushalten.
00:08:29Keine Musik.
00:08:30Herr Josef, also bitte,
00:08:32Sie sind mir sehr lieb und wert.
00:08:34Aber das hier ist meine Wohnung.
00:08:35Und in meiner Wohnung bin ich bei mir.
00:08:38Brigitte, du drehst das Radio auf.
00:08:42Aufdrehen sag ich.
00:08:44Aufdrehen sag ich.
00:08:45Also was ist, bei was bleibt's?
00:08:47Ich bin doch nicht euer Wurschtl.
00:08:48Der eine sagt aufdrehen, der andere sagt abdrehen.
00:08:50Wenn er eine Tochter hätt, die dürfte nicht so reden mit ihm.
00:08:53Er hat aber keine.
00:08:55Und die Brigitte ist meine Tochter.
00:08:57Und die erzähl ich, wie ich will.
00:08:58Wenn das Kind Sinn für etwas Höheres hat, dann merke ich sie nicht davon abhalten.
00:09:02Was Höheres.
00:09:03Die Füße in die Hebe werfen, ist was Höheres.
00:09:06Ne?
00:09:07Das verstehe ich nicht.
00:09:08Ja, weil sie schon zu alt dazu sind.
00:09:10Darum haben sie kein Verständnis.
00:09:11Aber man muss ein bisserl mit der Jugend gehen.
00:09:13Sie gehen auch immer mit ihr?
00:09:15Jawohl!
00:09:16Und wenn sie mich dann reizen, dann lege ich einen Rock'n'Roll hin, dass sie ihn hören
00:09:19und sehen vergeht.
00:09:20Das Graue.
00:09:22Zeig's Ihnen, Mutti.
00:09:23Du kannst es sicher.
00:09:24Es ist ja ganz leicht.
00:09:26Mutter!
00:09:27Sei nicht unbesonnen.
00:09:31Lassen Sie es.
00:09:32Wir werden gleich schon jetzt ein paar Kinder haben.
00:09:42Beherrter, wir werden doch schlecht werden.
00:09:45Bin ich für schlecht?
00:09:48Oh!
00:09:50Oh, jetzt kann ich nicht mehr.
00:09:51Na, da hast du es.
00:09:52Na, das ist es.
00:09:52Weil du auch viel gut hörst.
00:09:54Na, ich weiß es, dass ich das schon besser war.
00:09:56Darum bist du schuld.
00:09:58Du und dein Früchterl, was jeden Abend da draußen steht.
00:10:01Wenn ich den sein Moped doch einmal hör.
00:10:04Neulich ist er zu mir gekommen, fragen.
00:10:06Ist das Fräulein Brigitte zu Hause?
00:10:09Brigitte?
00:10:10Zuerst hab ich gar nicht gewusst, was das heißt.
00:10:12Dann bin ich erst draufgekommen, dass er die Brigitte meint.
00:10:14Der Pepp.
00:10:16Aha.
00:10:16Sag sie es, Brigitte, Brigitte, ist es die, die auf die Filmplakate pickt?
00:10:22Jawohl.
00:10:23Ja?
00:10:24Das möchte ich nicht erlauben, Herr Berger.
00:10:25Das möchte ich nicht erlauben, dass meine Tochter an der Wand pickt.
00:10:28Ne, ich nicht.
00:10:28Ja, sag einmal, Ferdinand, du lässt dich von dem Herrn Josef da blöd machen.
00:10:33Nein, nein, bitte.
00:10:34Ich mach ihm nicht blöd.
00:10:35Der macht mich nicht blöd.
00:10:36Weil du schon bist.
00:10:37Ich weiß, mein Kind zu erziehen, wenn ich auch nur eine Portiersfrau bin.
00:10:41Was, Hans?
00:10:42Eine Portiersfrau?
00:10:43Ja.
00:10:43Na geht's.
00:10:44Eine Hausmeisterin, Hans.
00:10:45Eine rotenrotende.
00:10:47Sonst nichts.
00:10:51Wie gesagt, dieser Sonntag hat ganz normal begonnen.
00:10:57Das ist Herrn Josefs Stammlokal.
00:11:00Hier ist Feiertagsruhe und Frieden.
00:11:03Der Kellner dort in der Ecke ist der Franz.
00:11:06Der Franz bedient Herrn Josef schon seit Jahrzehnten.
00:11:09Die Wirte haben hier oft gewechselt.
00:11:11Der Franz blieb und unser Josef sein Stammgast.
00:11:17Sonntag für Sonntag ist er hier zum Mittag und hält so dem alten Kellner die Treue.
00:11:30Dabei gibt es doch wirklich schönere Gasthäuser.
00:11:33Der Weg ist weit und die Umgebung, na, die könnte auch schöner sein.
00:11:39Vom nahen Prater kommen ab und zu ein paar Pülcher, wie die Halbstarken hier heißen,
00:11:43mit ihren Mädeln herüber.
00:11:44Sie unterhalten sich auf ihre Weise.
00:11:48Mein Lieber.
00:11:50Ja, man möchte in der Nacht so schlafen können mit dir per Tag.
00:11:57Oh, der Herr Josef.
00:12:00Danke, Herr Josef.
00:12:02Meine Verehrung, einen angenehmen Sonntag.
00:12:04Auf was hätte man heute einen Appetit, Herr Josef?
00:12:07Also ich hätte einen herrlichen Rostbraunettich, einen herrlichen.
00:12:10Ja, Suppen habt ihr keine?
00:12:11Natürlich, da hätte ich.
00:12:13An Suppen kann ich dienen.
00:12:14Eine Grießknockerl-Suppe, eine Leberknögel-Suppe, eine Erbsensuppe,
00:12:18eine Lautere-Suppe mit Ei, eine Lautere-Suppe ohne Ei und eine Bouillon.
00:12:23Ja, seid ihr eine Suppenanstalt oder ein Wirtshaus?
00:12:26Ja, so, bringen Sie mir eine Schweine.
00:12:30Na, ist ein Rostbraten.
00:12:33Ein Rostbraten.
00:12:33Ist er frisch?
00:12:34Sehr frisch.
00:12:35Ja.
00:12:36Na, dann bringen Sie mir einen Saftbraten.
00:12:38Einen Saftbraten?
00:12:39Saftbraten.
00:12:40Und keine Suppe?
00:12:41Na, 30 Jahre komme ich her, ist nie eine Suppe.
00:12:44Ja, nur weil Sie ja nach einer Suppe gefragt haben.
00:12:46Ja, aber wirst du noch fragen dürfen, nicht?
00:12:48Also, eine Saftbraten.
00:12:50Saftbraten.
00:12:51Und keine Suppe?
00:12:52Nein!
00:12:54Nein, Gott, der Franz wird immer blüder.
00:12:59Das ist das Radio, das macht einem Wahnsinn.
00:13:09Und das war noch schöner.
00:13:20Was?
00:13:21Was?
00:13:23Meine Rohheit.
00:13:24Ihr sollts euch schämen!
00:13:25Ihr habt doch kein Herz im Leib.
00:13:27Wenn man euch das machen möchtet, da lacht sie noch.
00:13:30Komm, komm, schau, schauen sie mich an, wie ein Schub da ist.
00:13:32Was wollen sie denn, was geht ihnen an das Viech an?
00:13:35Ein Viech sind sie, nicht wahr?
00:13:37Das ist ein Hund.
00:13:38Sehr werden Sie nicht frech.
00:13:39Gehen aus den alten Pfff, gehen Sie schon mit Ihnen einen Hund.
00:13:42Komm, sind ja keine Menschen. Komm, gehen wir.
00:13:49Josef, Josef, geh her.
00:13:51Was gehört denn Ihnen? Oder gehört denn ein von euch?
00:13:54Nein, uns gehört ja nicht der Josef.
00:13:55Wieso wisst ihr denn, dass er Josef heißt?
00:13:58Der heißt ja gar nicht so. Wir haben nur den blöden Namen gegeben.
00:14:01Ja, blöd seid ihr.
00:14:03Na, haben Sie schon einen Hund gesehen, der Josef heißt?
00:14:11Und die Träte.
00:14:13Los.
00:14:25Tuchel, komm her.
00:14:28Hans?
00:14:30Herr Josef, bitte.
00:14:31Ist ja erst geholt.
00:14:33Na, Herr Josef, Sie waren ja auch ziemlich lang aus, nicht?
00:14:36Sie waren ja ziemlich lang aus, aber die...
00:14:39Was ist denn? Was haben Sie denn?
00:14:40Nichts.
00:14:41Na ja, was haben Sie denn so messen?
00:14:43Ich habe nicht...
00:14:44Na ja, was ist das? So haben Sie gemeint, ja.
00:14:47Ich habe überlegt.
00:14:48Ich mache beim Überlegen, mache ich immer.
00:14:49Mach ich ein bisschen so.
00:14:50Ich habe überlegt, aufgewärmt, schmeckt dir das Fleisch nicht so gut.
00:14:53Ja, soll das auch kalter essen?
00:14:54Ich kann es nicht so, dass zwischen zwei Scheiben Brot, so wie ein Schnitzel, so wie ein Reppicken, die ganze
00:14:58Soße.
00:14:59Nicht, wo ein Schulter...
00:15:00Ich denke mir, Herr Josef, vielleicht könnte man dieses dem Hund.
00:15:03Die kalte Soße?
00:15:04Na, Sie haben ja auch gemüt, mein Lieber.
00:15:07Sie haben ja...
00:15:09Bringen Sie, bringen Sie den Josef einen Knochen.
00:15:12Einen Knochen für Sie, Herr Josef?
00:15:14Für den Josef, ich bin der Herr Josef, nicht? Und das ist der Josef.
00:15:18Ja, er heißt auch Josef?
00:15:19Ja.
00:15:19Das ist praktisch, nicht? Da haben die Herrschaften am gleichen Namen des Tages, das ist praktisch.
00:15:23Nur, für einen Hund ist Josef kein sehr schöner Name.
00:15:26Warum?
00:15:27Franzi ist schöner vielleicht?
00:15:28Na, Franzi.
00:15:29Ja, Franzi ist ja auch, da kommt die mit mir.
00:15:32Also bitte, einen Knochen.
00:15:34Ja.
00:15:34Für den Hund.
00:15:35Ja!
00:15:36Pardon, Herr.
00:15:38Franzi, doch.
00:15:40Mach ich mal mit mir.
00:15:44Bitte sehr, Josef.
00:15:45Einmal Knochen.
00:15:47Was ist ja gar nichts drauf, was wollen Sie denn?
00:15:49Ist ja lächerlich, das ist ein Knochen.
00:15:52Das ist ja so eine Ferne, aber kein Knochen.
00:15:54Was denn das mag?
00:15:55Das haben Sie gegessen, oder haben Sie die Gäste gekriegt und ich gegessen.
00:16:00Das wird das Speiskarten.
00:16:01Bitte sehr, Herr.
00:16:02So was.
00:16:03Speiskarte.
00:16:06So zwei Knackwürsch bringen Sie uns.
00:16:08Mit Essig und Öl und Zwiebeln, ein bisschen Paprika.
00:16:11Die eine, für mich.
00:16:12Und er kriegt's Natur.
00:16:15Natur.
00:16:16Aufgeschnitten.
00:16:16Na, er wird schon selber beißen.
00:16:17Was braucht er jetzt halt aufschneiden, nicht?
00:16:22Ich bitte dich, Gusti, hör mit dem Herumlaufen auf.
00:16:25Also ich finde es unmöglich, dass ein Diener jeden Sonntag frei sein muss.
00:16:29Komisch.
00:16:30Wenn er da ist, brauchst du ihn nicht.
00:16:31Und wenn er weg ist, dann fehlt er dir.
00:16:33Was mir?
00:16:33Mir fehlt der Josef.
00:16:35Kann Tag und Nacht ohne ihn leben.
00:16:37Aber ich brauche eine Auskunft von deinem Juwel.
00:16:41Möchte wissen, wo die Portiersleute ihre Tochter, diese Eva, unterbringen wollen.
00:16:45Ich nehme an, dass die kleine Evi bei ihren Eltern wohnen wird.
00:16:47Die kleine Evi, 20 ist sie.
00:16:52Nein, jetzt ist die kleine schon eine junge Dame.
00:16:55Ob sie eine junge Dame ist, das wird sich erst herausstellen.
00:16:59Eine Hotelfachschule ist jedenfalls kein Mädchenpensionat.
00:17:02Na, na, na, Gusti.
00:17:03Du wirst doch nicht auf die kleine Evi eifersüchtig sein.
00:17:06Ich?
00:17:06Auf die Tochter eines Hausmeisters?
00:17:09Übrigens soll es schon vorgekommen sein, dass reifere Herren auf jüngere Mädchen hereingefallen sind.
00:17:14Manchmal tust du mir wirklich leid, Augusti.
00:17:17Ich mir auch.
00:17:20Na, schau.
00:17:21Schau, ich kann sie ja nicht mitnehmen.
00:17:24Seid doch nicht so blöd.
00:17:26Wir haben doch zu Hause ein Frauenzimmer, so eine Bissgur.
00:17:29Was glaubst du, die duldet nicht einmal Händel den Stall, die Augusti.
00:17:33Die duldet keinen Kanarienvogel, nicht einmal einen Goldfisch.
00:17:36Ja, nur so glücklich.
00:17:38Ja, nur glücklich.
00:17:45Der Hund hat ja keine Marken.
00:17:47Na und?
00:17:47Also kein Brief.
00:17:48Ich will mich ja nicht aufgegeben.
00:17:50Also machen Sie keine Witze.
00:17:50Der Hund muss eine Marke haben.
00:17:52Eine Steuermarke.
00:17:53Er gehört ja gar nicht mit.
00:17:54Wieso?
00:17:54Er rennt Ihnen ja noch.
00:17:55Sie rennen mir ja auch noch und gehören gar nicht mit.
00:17:57Also werden Sie nicht frech, sonst müsste ich andere Seiten aufziehen.
00:18:00Also was ist mit der Marken?
00:18:02Er hat sie, er hat sie verloren.
00:18:04Dann müssen Sie eine neue besorgen.
00:18:06Gleich morgen am Bezirksamt.
00:18:07Ja, Bezirksamt.
00:18:08Bitte schön.
00:18:09Na, guten Tag.
00:18:11Sorge es heute morgen bitte, nicht?
00:18:12Guten Tag.
00:18:13Ja, mit seiner Wichtigkeitmacherei tut er so alles überhaupt, dass man es ja gar nicht.
00:18:19Wir können nicht zu Hause gehen, solange es noch nicht finster ist.
00:18:23Komisch.
00:18:23Heute wird es überhaupt nicht dunkel.
00:18:25Wir können nicht zu Hause gehen.
00:18:26Weil wir haben eine, eine zu Hause, die es ist doch ärger, wie der Herr Wachmann.
00:18:30Und schau jetzt nicht, wie gehen wir zurück zum Franz.
00:18:33Komm, kommen wir zum Franz.
00:18:35Du bist nicht glücklich zum Franz.
00:18:37Na?
00:18:44Ich habe jährlich einen Spächter.
00:18:46Komm, komm, den Hund meine.
00:18:51Vor lauter Dienst muss man sich zerreißen.
00:19:11Oh, Herr Josef, meine Verehrung, einen angenehmen Sonntag.
00:19:16Worauf hätte man heute einen Appetit oder ein herrliches Rausbautl hätte ich.
00:19:20Oje.
00:19:21Das habe ich heute schon einmal.
00:19:22Das habe ich schon einmal.
00:19:23Haben Sie etwas vergessen, Herr Josef?
00:19:25Warum denn?
00:19:26Na ja, warum?
00:19:27Weil Sie wieder zurückgekommen sind.
00:19:29Ja, weil es noch nicht finster ist.
00:19:32Aha.
00:19:32Nicht wahr?
00:19:33Na, Herr Josef, warum soll es bitte finster sein?
00:19:35Ja, wegen einem Hund.
00:19:36Nicht wahr?
00:19:37Ah, wegen einem.
00:19:37Ja.
00:19:38Warum soll es bitte, Herr Josef, wegen dem Hund finster sein?
00:19:42Na geh, Sie sind jetzt so begriffsstätzig.
00:19:44Nicht wahr, weil ich bei Licht nicht rausgekommen kann.
00:19:46Ich muss warten, bis es finster ist.
00:19:47Sie kennen doch die Auguste.
00:19:49Nicht wahr?
00:19:49Aus Ihren Wertenerzählungen, Herr Josef.
00:19:51Na ja.
00:19:51Ein Vergnügen scheint die Dame nicht zu sein.
00:19:53Das kann man nicht sagen.
00:19:55Schauen Sie nach, wie er sich anlehnt.
00:19:58Er geht nicht weg von mir.
00:20:00Was ich nicht sagen?
00:20:01Willst du weggehen von mir?
00:20:02Zu einem anderen Nero?
00:20:03Was dir besser geht vielleicht?
00:20:04Was?
00:20:06Er geht nicht.
00:20:07Er geht nicht.
00:20:08Er geht nicht.
00:20:09Er geht nicht.
00:20:09Er geht nicht.
00:20:11Na so was.
00:20:12Ja.
00:20:13Das habe ich mir so gesagt.
00:20:15Das mit dem.
00:20:16Du willst nicht weggehen von mir.
00:20:17Das macht.
00:20:18Der bleibt ja so.
00:20:19Er bleibt ja da.
00:20:22Ja.
00:20:24Bringen Sie einen halben Liter.
00:20:26Einen ganzen halben?
00:20:27Einen roten.
00:20:27Ja, einen roten.
00:20:28Es muss gefeiert werden.
00:20:29Der war jetzt wohl gefunden.
00:20:31Ja.
00:20:32Einen halben roten.
00:20:33Einen halben.
00:20:34Jawohl.
00:20:35Ja, mein Lieber.
00:20:37Das ist so.
00:20:40Ach gut.
00:20:41Die Auguste waren heute nicht wert.
00:20:44Ich weiß nicht.
00:20:45Und der junge Herr, der soll mich nicht den Stich los.
00:20:47Gell?
00:20:48Ja.
00:20:49Aber wir haben uns heute nichts mehr.
00:20:50Willst du auch können?
00:20:51Ja.
00:20:52Ja.
00:20:52Ja.
00:20:52Ja.
00:20:53Ja.
00:20:54Herr Josef, sehr Gesundheit.
00:20:58Ja, Gesundheit.
00:20:59Frohe Josef.
00:21:01So.
00:21:13Franz?
00:21:15Herr Josef, bitte.
00:21:19Ich will Sie nicht vertreiben von hier nur, ich möchte bemerken, es ist schon finster.
00:21:24Na, lass was.
00:21:25Einmal muss ja ein Schloss sein.
00:21:27Ich will.
00:21:27Ja, aber...
00:21:28Dann gehen wir heute nicht.
00:21:32Du.
00:21:32Da haben Sie recht.
00:21:34Die Säne, das ist die Mord.
00:21:35Nicht, was ist...
00:21:37Ja, das ist...
00:21:38Ja, das ist nur, sieh.
00:21:38Die Säne.
00:21:39Bei besten Dank, ja.
00:21:40Bei besten Dank, ja.
00:21:40Die Auguste, die Auguste.
00:21:43Die macht mir gekommen.
00:21:45Ja, sehr gut.
00:21:57Hallo, Josef. Da komm her. Ach so, ja natürlich. Er muss ja auch einmal, natürlich. Ein intelligenter Hund.
00:22:10Wo habt ihr nicht die Schlüssel? Ach so, was? Da hab ich schon aufgesperrt, in die Schlüsselstecken.
00:22:19Das ist ein gescheiter Hund.
00:22:38Das ist der Mensch oder Brigitte. Der wägt das ganze Haus auf.
00:22:49Komm her, guck dich.
00:22:57Du kommst daher wie mit deinem Düsenflugzeug.
00:23:00Das sind die modernen Flügel der Liebe.
00:23:06Hast du dir einen Flügel gebrochen?
00:23:10Weißt du was? Erst wenn man ein Bett sucht.
00:23:14Unter dem Bett. Ausnahmsweise, weißt du, dann kriegst du schon ein schöner Platz.
00:23:20Komm her. Ja komm schön.
00:23:22Warte, du legst dich unter das...
00:23:23Komm her, komm her.
00:23:24Unter das Bett.
00:23:25Leg dich unter das Bett.
00:23:28Na geh. Na geh schon. Sehr schön geschehen.
00:23:30Komm her. Ja? Na pass her.
00:23:33Jetzt legst du dich unter das Bett. Ja?
00:23:35Na geh.
00:23:35Zu viel Hunderten schlafen unter dem Bett.
00:23:37Warum kannst du nicht unter dem Bett schlafen?
00:23:39Hallo? Nein, nein, das geht nicht. Das geht nicht, mein Lieber.
00:23:45Das geht nicht. Komm, komm, komm, komm.
00:23:47Du bist ja gar anspruchsvoll.
00:23:48Da sitze ich daher und da wirst du da schlafen. Gell?
00:23:51Dann wirst du schön sitzen und fertig.
00:23:55Ah, mein Lieber, der hat ja Sachen.
00:23:57Du. Brigitte.
00:24:00Tommy, brav sein.
00:24:02Nee, Brigitte, darfst du nicht. Du dir das gemein.
00:24:05Das ist heute zum sechzigsten Mal.
00:24:06Wieso weißt du das so genau?
00:24:08Ja, wir kennen uns jetzt vier Monate.
00:24:10Und vier mal dreißig ist hundertzwanzig.
00:24:11Und jeden zweiten Tag versüllt dich zu küssen, macht sechzig.
00:24:15Und nie klappt's.
00:24:16Stimmt.
00:24:19Brigitte, fühlst du denn noch?
00:24:21Oh ja, ich hab schon ganz kalte Füße.
00:24:24Du hast doch ein Herz wie ein Eiskasten.
00:24:26Das haben wir heutzutage alle. Das ist modern.
00:24:28Wozu ist man ein Teenager? So, und jetzt?
00:24:30Tschüss.
00:24:34Warum muss ich auch noch Bardo lieben?
00:24:35Ja.
00:24:36Ja, jetzt so.
00:24:37Es läuft gut.
00:24:39Ich schlafe jetzt.
00:24:40Ja.
00:24:40Ah, ja.
00:24:46Das geht nicht, mein Lieber. Das geht nicht.
00:24:49Geh, geh.
00:24:49Geh raus.
00:24:51Josef.
00:24:52Hast du gehört?
00:24:54Du sollst rausgehen?
00:24:57Na dann bleib.
00:24:59Dann bleib.
00:25:00Also aber, es ist nunmehr ausnahmsweise.
00:25:02Das mach ich.
00:25:03Da sag ich.
00:25:03Nicht, dass du glaubst, es wird so eingeführt.
00:25:09Er zieht mir die ganze Tuchel.
00:25:18Also gute Nacht, Josef.
00:25:21Ich hab euch ja was mitgebracht.
00:25:25Enzian gibt's dort keinen, aber dafür ist das echtes Zuger Kirschwasser.
00:25:28Hauptsache, es ist was Geistiges.
00:25:30Schön, dass du an mich gedacht hast.
00:25:32Mutti, dir hab ich eine Tischkanidee mitgebracht.
00:25:35Das Handarbeit.
00:25:35Oh, das hättest du aber nicht tun müssen.
00:25:38Hast du das selbst gemacht?
00:25:39Nein, dazu hätt ich wirklich keine Zeit gehabt.
00:25:42Das war gar nicht so einfach für mich.
00:25:44Kochen, servieren, Englisch und Französisch
00:25:46und das alles in zwei Jahren in meinen Kopf hineinzukriegen.
00:25:49Mein Gott.
00:25:51Alle sind das kleine Kopf voll.
00:25:53Und ich?
00:25:54Ich krieg nix.
00:25:54Oh ja schon, aber erst am Abend.
00:25:56Beim Schlafengehen.
00:25:59Darf man?
00:25:59Aber natürlich, Frau Emma.
00:26:00Kommen Sie nur.
00:26:01Ja, grüß Gott, Frau Emma.
00:26:03Sind Sie aber schlank geworden.
00:26:04So eine Freude, Fräulein Eva.
00:26:06Ich darf ja gar nicht mehr Ebi zu ihr sagen.
00:26:08Aber es ist doch wirklich eine wunderschöne junge Dame geworden.
00:26:11Ich hab ja ganz vergessen.
00:26:13Der Kneher wartet schon auf Sie.
00:26:15Oh, dann geh gleich rauf.
00:26:16Erzähl ihm, was du alles klären kannst.
00:26:18Wir sind ja so stolz auf dich.
00:26:20Jawohl.
00:26:21Du kannst ihn ja französisch und englisch gemischt begrüßen.
00:26:24Ehrlich gestanden hab ich ein bisschen Angst.
00:26:26Ich weiß ja gar nicht, was ich ihm sagen soll.
00:26:28Ach, du sagst ihm, dass du dich freust, dass du wieder zu Hause bist
00:26:31und dass es so gut war, dir das Lernen in der Schweiz zu ermöglichen.
00:26:35Ja, und ich geh gleich den Josef sein Zimmer aufräumen.
00:26:38Komm.
00:26:39Ich versteh gar nicht, warum der sich heute noch nicht gerührt hat.
00:26:50Moment.
00:26:52Ich bin gerade in der Klischee.
00:26:54Gleich bitte.
00:26:59Gleich bitte.
00:27:09Ja?
00:27:12Ja?
00:27:13Ja?
00:27:14Ich bin schon.
00:27:15Einen Moment.
00:27:16Ich bin ganz raus gewesen.
00:27:22So, guten Morgen.
00:27:26Ich muss mich entschuldigen.
00:27:27Ich war auch.
00:27:29Macht nichts.
00:27:30Haben Sie gut geschlafen?
00:27:31Ja.
00:27:32Ja, danke.
00:27:33Ich hab ein sehr Schönes geträumt.
00:27:35Ja?
00:27:35Ich hab ein sehr Schönes geträumt.
00:27:37Ja.
00:27:38Frau Berger?
00:27:38Ja?
00:27:39Frau Berger.
00:27:39Was wollt ihr denn von Tieren?
00:27:41Von was denn für Türen?
00:27:43Nicht von Tieren zum Auf- und Zumachen.
00:27:45Von Tieren, von Viechern.
00:27:47Was meinen Sie vielleicht Viecher im Bett, Herr Josef?
00:27:50Wieso kann man, wieso wissen Sie?
00:27:52Ja, wir haben noch nie welche gehabt.
00:27:54Nicht einmal im Sommer haben wir alles.
00:27:55Ach, nein, Sie meinen, nein, nein, nein.
00:27:58Woher?
00:27:59Bitte, einen Moment.
00:28:01Na?
00:28:03Ist das ein schönes Tier?
00:28:04Ah, hier ist das Mann, Josef.
00:28:07Wen denn die Frau in Auguste sieht?
00:28:09Wem gehört denn der?
00:28:11Mir.
00:28:12Schön, dass du...
00:28:14Oh, pardon, das geht natürlich nicht mehr.
00:28:16Also, dass Sie wieder zu Hause sind.
00:28:18Mich freut's auch.
00:28:20Hoffentlich wirst du deine Mutter ein bisschen entlasten.
00:28:23Es ist zwar nicht viel bei uns zu tun, aber immerhin...
00:28:26Davon ist ihr im Augenblick nicht die Rede.
00:28:28Also genießen Sie Ihren Urlaub.
00:28:30Und ich freue mich wirklich aufrichtig, dass Sie so...
00:28:33Ich meine, so groß geworden sind.
00:28:38Einen Hund hat er, der Josef.
00:28:41Einen Hund?
00:28:41Das gibt eine Katastrophe.
00:28:43Der gnädige Herr ist schon kein großer Tierfreund,
00:28:45weil er einmal als Kind von einem Hund gebissen worden ist.
00:28:48Ach!
00:28:48Aber er ist das Fräulein Auguste.
00:28:50Ist die auch gebissen worden?
00:28:51Die?
00:28:52Na.
00:28:53Schade.
00:28:58Josef!
00:28:59Ich hab viermal geläutet.
00:29:01Ja?
00:29:02Ja.
00:29:02Ja, das glaub ich schon, bitte.
00:29:03Es ist ja keine Klingel da.
00:29:04Ich sag ja...
00:29:04Sehen Sie da ja nur eine Klingel?
00:29:06Ich hab ja nicht gewusst, dass Sie hier sind.
00:29:08Ich hab in Ihr Zimmer geläutet.
00:29:10Viermal!
00:29:10Ja, ja, natürlich.
00:29:11Ja, leuten...
00:29:12Leuten kann man bald, leuten kann jeder, aber...
00:29:14Bitte, ich kann ja nicht mit einer...
00:29:16Ich meine, ich kann nicht auf beiden Seiten etwa kann ich...
00:29:18Und außerdem...
00:29:19Ich hab ja nur zwei Füße.
00:29:20Und jeder davon ist 70 Jahre alt.
00:29:22Josef!
00:29:23Besorgen Sie drei Pakete Mottenpulver.
00:29:26Kugeln?
00:29:26Was, schon wieder?
00:29:28Jetzt hab ich doch erst...
00:29:28Jetzt hab ich doch erst...
00:29:30Zwei Pakete besorgt.
00:29:31Und jetzt sind wir schon wieder...
00:29:33Ja, was machen Sie damit?
00:29:34Ja, schießen Sie vielleicht...
00:29:36Damit...
00:29:37Auf den kleinen Viechernl?
00:29:38Da lassen Sie diese dummen Bemerkungen!
00:29:40Und wenn Sie schießen?
00:29:42So müssen Sie ja da schon alle getroffen haben.
00:29:44Bei so vielen Kugeln...
00:29:45Josef!
00:29:46Besorgen Sie jetzt die Mottenkugeln!
00:29:48Ja, bitte.
00:29:50Später werden Sie holen, später.
00:29:52Die Kugeln werden in zehn Minuten hier sein.
00:29:54Ich glaub ich nicht.
00:29:56Vor selber werden Sie nicht herholen.
00:29:57Nein!
00:29:58Denn Sie werden Sie holen!
00:30:00Ja!
00:30:00Bitte, ja, ich bring Sie ja!
00:30:02Erst muss ich aber doch die Arbeit hier fertig machen, als Gärtner.
00:30:05Sie sehen doch, dass ich jetzt meine Funktion als Gärtner habe.
00:30:07Das sind Sie doch an meinen Äußeren.
00:30:09Und wenn ich da fertig bin, geh ich rauf.
00:30:11Und als Diener, wenn ich mit dem Servieren fertig bin, bitte,
00:30:13da werden Sie holen.
00:30:14Da werden Sie holen.
00:30:15Besorgen.
00:30:16Vielleicht.
00:30:17Es wird Ihnen nicht gelingen, mich zornig zu machen,
00:30:19weil es Ihnen in fünfzig Jahren nicht gelungen ist.
00:30:25Viermal habe ich es geläutet.
00:30:27Viermal!
00:30:28Ich habe es ja gehört.
00:30:31Ganz leise, aber ich habe es gehört.
00:30:33Aber das werde ich doch nicht sagen, nicht wahr?
00:30:34Ich bin froh, dass ich einen Platz habe, wo ich mich ein bisschen zurückziehen kann.
00:30:38Nicht, dass man nachspioniert.
00:30:40Schau, Auguste, Josef ist weder ein Diener noch ein Gärtner.
00:30:43Schon Papa hat ihn als Freund behandelt.
00:30:45Das ist die einzige Eigenschaft, die du vom Papa geerbt hast.
00:30:49Deine Offenliebe für den Josef.
00:30:52Für alte Leute gibt es Heime, wo man für sie sorgt.
00:30:56Ich möchte so etwas nie wieder hören, Auguste.
00:30:59Josef gehört zu diesem Haus wie die Möbel, wie die Bilder und wie das Silber.
00:31:03Außerdem arbeitet er, wie ein Mensch in seinem Alter nur arbeiten kann.
00:31:06Nenne mir bitte einen Grund, warum ich Josef wegschicken soll.
00:31:09Zum Beispiel, dass er an meiner verpfuschten Existenz schuld ist.
00:31:14Aber das genügt dir nicht.
00:31:16Verlass dich drauf.
00:31:17Ich finde einen Grund.
00:31:22So, bitte, Junge Herr.
00:31:24Hier sind die Mutenkugeln.
00:31:26Damit es nicht heißt, ich bin ungefährlich.
00:31:28Die hast du doch sicher meiner Schwester mitgebracht.
00:31:30Ach so, ja, richtig, bitte.
00:31:33Ihr Freund, braucht es ja schon sehr notwendig.
00:31:36Es sind drei Dutzend, bitte.
00:31:37Bringen Sie die Blumen für das Speisezimmer.
00:31:40Blumen?
00:31:41Jetzt, wo ich gar nicht gärtner bin?
00:31:44Bitte bringe ich die Blumen als Diener.
00:31:49Josef.
00:31:50Bitte?
00:31:51Ich möchte später etwas mit dir besprechen.
00:31:53Etwas Ernstes.
00:31:54Etwas Ernstes?
00:31:55Mit mir, bitte?
00:31:56Ja, Josef.
00:31:58Bitte, da wäre vielleicht besser,
00:31:59wenn man das gleich in Ordnung bringen könnte.
00:32:02Wenn ich bitten dürfte, nicht wo.
00:32:03Aber das gemütliche Fräulein steht ja nicht weiter dabei.
00:32:08Doch, ich möchte das nicht vor meiner Schwester besprechen.
00:32:10Es handelt sich nämlich gerade um dein Benehmen meiner Schwester gegenüber.
00:32:13Ach so, ja, deshalb bitte.
00:32:16Ja, ja, das hat Zeit bis morgen.
00:32:18Ich glaube, es handelt sich um etwas Wichtiges.
00:32:21Bitte, ich besorge euch die Blumen.
00:32:23Ich mache mir das vor.
00:32:26Warum sorgst du dich auf einmal so um mich?
00:32:28Warum nicht?
00:32:29Ich habe ihr gesagt, was du tun sollst.
00:32:32Den Josef weggeben.
00:32:33Nein.
00:32:34Ach so.
00:32:35Ich soll weg.
00:32:37Vielleicht wieder nach Salzburg, ob es gut.
00:32:40Ich weiß, ich bin dir lästig.
00:32:42Weg mit dem Ballast.
00:32:45Vielleicht willst du wieder heiraten.
00:32:47Das ist ja schon krankhaft bei dir, Auguste.
00:32:49Und wenn ich die richtige Frau finde, dann werde ich wieder heiraten.
00:32:51Warum nicht?
00:32:54Da sieht man, wie egoistisch die Männer sind.
00:32:58Ja, ja, ich weiß schon, was du willst.
00:33:01Bitte musst ein bisserl warten, bis es dunkel ist, ja?
00:33:04Weißt?
00:33:05Und dann kannst du dir schönste Silbertanne aussuchen.
00:33:10Oder, wenn du willst, kannst du auch eine Linde,
00:33:13wenn sie sympathischer ist, gleich?
00:33:15Du musst ein bisserl warten, bis es dunkel ist, gleich?
00:33:19Wenn er es nicht aushalt, soll der Herr Ringes auch nichts dabei.
00:33:27Wollen Sie in die Stadt, Fräulein Eva?
00:33:29Oh ja, schon, aber...
00:33:31Was fürchten Sie sich vor Autos?
00:33:32Nein, das nicht, aber ich weiß nicht, ob...
00:33:35Ach, Sie wissen nicht, ob Platz ist.
00:33:36Es ist Platz, verlassen Sie sich drauf.
00:33:38Sogar neben mir.
00:33:47Ja, Sie spielen aus, Fräumer.
00:33:48Ja, wieso denn ich?
00:33:49Alle, weil komm ich zum Ausspielen.
00:33:50Du bleibst da.
00:33:51Du hast Hausarrest.
00:33:53Ich werde dir schon helfen, den ganzen Nachmittag herumfliegen
00:33:55und dem Vater noch freche Antworten geben.
00:33:58Wieso? Der Vater war ja zuerst frech zu mir.
00:34:00Keine aufzuhallen.
00:34:01Ich weiß ja nicht, was ich spiele.
00:34:03Lass doch gehen, wenn du schon siehst,
00:34:05dass ich den Karo König aufs Herz ausgib.
00:34:07Also von mir aus verschwind schon.
00:34:09Das ist die Erziehung von deinem Vater.
00:34:12Sie spielen aus.
00:34:16Komm, komm.
00:34:19Ah, ja.
00:34:21Ah, ja.
00:34:23Kinder, bin ich mit.
00:34:25Bist du auch mit?
00:34:26Ist aber gesund, mein Lieber.
00:34:28Bisschen Bewegung.
00:34:31Ah, ja.
00:34:32Mein gleich anderer Mensch.
00:34:34Ein gleich anderer Hund.
00:34:36Ist das wahr?
00:34:37Ja, sonst schaut es aus.
00:34:39Mein Gott.
00:34:39So was.
00:34:41Das Kaffee.
00:34:41Heferl steht neben dem Tisch.
00:34:42Und der Aschenbecher und die Bresel.
00:34:45Die Zitter hat es auch nicht weggeräumt.
00:34:47So was.
00:34:48Na, sie lässt es auch noch.
00:34:50Die Frau Berger.
00:34:53So.
00:34:56Drei Viertel elf ist schon.
00:34:57Und die Brigitte ist noch nicht zu Hause.
00:34:59Das ist deine Erziehung.
00:35:01Aber heute schreit ich persönlich ein.
00:35:03Die wird mich kennenlernen.
00:35:04Ich bin geduldig.
00:35:05Aber wenn ich einmal energisch werde.
00:35:07Ich glaube kaum, Papa, dass das das richtige Mittel ist.
00:35:10Guten Abend.
00:35:11Guten Abend.
00:35:11Meinst du, ich lass ihn?
00:35:13Seine Erziehungsmethoden.
00:35:14Die haben mir grad noch gefehlt.
00:35:16Aber ich hab trotzdem Angst.
00:35:17Es geht schon auf elf, Evie.
00:35:19Wo warst denn du eigentlich?
00:35:21Im Kino.
00:35:22Also ich geh jetzt schlafen.
00:35:24Ich glaub nicht, dass sie Angst um Brigitte haben müssen.
00:35:26Der Tommy gibt schon acht auf sie.
00:35:28Gute Nacht, Beiser.
00:35:29Gute Nacht.
00:35:30Eva, du weißt doch, wo sie sind.
00:35:33Möchtest du sie nicht holen?
00:35:34Aber natürlich, Mutti.
00:35:35Glaubst du, kann man sich dort allein hintrauen in dem Boogie-Club?
00:35:38Oh, ich begleite dich gerne.
00:35:40Ja, bis zum Wirt an der Ecke.
00:35:42Das kenn ich.
00:35:43Die Evie wird schon allein hinfinden.
00:35:53Die Evie wird schon.
00:35:56Die Evie wird schon oft verlassen.
00:36:01Gute Nacht.
00:36:02Das ist ja so laut.
00:36:04Und ich muss nur noch vertraut werden.
00:36:10Die Evie wird schon seitdem.
00:36:12Wie gibt es das?
00:36:14Aber ich bin ein Ecke.
00:36:27Musik
00:36:49Guten Abend und Gute Nacht, kleines Herz, nimm dich in Acht.
00:36:57Morgen früh, wenn du willst, wird mein Mund in Stiere füllt.
00:37:05Morgen früh und halb neun, werden wir Mann und Frau schon sein.
00:37:16Deine Schwester.
00:37:19Musik
00:37:32Also, Brigitte, so alt bin ich auch wieder nicht, dass ihr euch verstecken müsst.
00:37:36Morgen?
00:37:37Und am Abend, sag, schämt ihr euch eigentlich nicht?
00:37:40Warum?
00:37:41Ja, das ist doch von Johannes Brands.
00:37:43Kenn ich nicht.
00:37:45Aber ein Buggy kann ja Bram schreiben, das muss man ihm lassen.
00:37:48Komm, Brigitte, ist schon eh.
00:37:49Bitte, Eva.
00:37:50Schwägerin, noch eh ne Platte.
00:37:52Einverstanden?
00:37:54Einverstanden.
00:38:05Drücken Sie nur irgendwo, sind lauter dufte Platten.
00:38:12Gute Nacht, kleines Herz sei bereit.
00:38:20Guten Abend und Gute Nacht, kleines Herz nimm dich in Acht.
00:38:40So, es ist deine Lieblingstochter auch bei den Verrückten geblieben und du doch die Füße umeinander schmeißt.
00:38:51Ich bitte, ich mach dich nicht lächerlich. Sie kann sie ja nicht an den Haaren herziehen.
00:38:58Also, dann gute Nacht, Tommy.
00:39:00Nacht von deinem Eva. Eigentlich wollte ich...
00:39:04Was wollten Sie eigentlich, Tommy?
00:39:06Ich meine, eigentlich wollte ich, glaube ich, Brigitte. Nicht wahr, Brigitte?
00:39:11Ja, ich wollte eigentlich auch...
00:39:14Ach, ich glaube, ihr wolltet euch verabschieden?
00:39:16Ja.
00:39:17Gut, ich bereite inzwischen Mutti vor. Aber nicht zu lang, Tommy, es ist ziemlich kalt.
00:39:26Wie schützt?
00:39:28Wie sieht's?
00:39:29O, dennach, Tommy.
00:39:32Gemein. Gemein ist es. Wieder nuscht.
00:39:37Es ist das einundsächtzigste Mal.
00:39:56Was ist denn?
00:39:59Was ist denn?
00:40:00Geht das dich an?
00:40:04Was?
00:40:06Kinder, da bist du sogar Herr Josef.
00:40:09Da bist du, da bist du die Josefin.
00:40:12Kinder, das ist die Josefin.
00:40:16Na, das kommt gut aus, Kind.
00:40:21Geht deine Fehrer, die möchten das ganze Haus auf.
00:40:24Von die, die Auguste.
00:40:36Ruhe, mitten in der Nacht.
00:40:38Skandal.
00:40:44Ich kann nur eins helfen.
00:40:46Richtig.
00:40:52Ruhe.
00:40:54Schau, unglaublich.
00:40:55Was heißt denn das für Schweinerei,
00:40:57wenn man geschlotten, nicht?
00:40:58Wenn man in der Früh wieder rausstehen soll.
00:41:00Unglaublich.
00:41:07Was ist denn?
00:41:09Ach, das ist unglaublich.
00:41:11Kaum weiß das Luder,
00:41:12dass ein Weiberl ist,
00:41:13verlangst, dass man garantisch.
00:41:15Na, geh, geh, geh, geh.
00:41:17Na, geh, schau nicht.
00:41:19Na, geh.
00:41:20Na.
00:41:22Sssst.
00:41:23Nicht bellen.
00:41:23Nicht bellen.
00:41:24Dabei darf man gar nichts machen,
00:41:26sonst kann man was vielleicht zum Bellen haben.
00:41:29Schau.
00:41:30Ah, Kinder, das sind Sachen.
00:41:32Puh, puh, puh.
00:41:35Ja,
00:41:36hä.
00:41:37Der
00:41:38will ich doch und...
00:41:40Ah.
00:41:42Hm.
00:41:44Schlaf jetzt.
00:41:48Ich frag sie noch einmal,
00:41:50wer hat heute Nacht geheult?
00:41:52Ich nicht.
00:41:52Ich nicht.
00:41:53Kann ich wiederholen?
00:41:54Ich werde ja nicht in der Nacht heulen.
00:41:57Also, was sie in der Nacht machen,
00:41:59interessiert mich nicht.
00:42:00Ein Hund hat geheult
00:42:01und sie werden feststellen,
00:42:03wo dieser Hund ist.
00:42:04Ich kann ja nicht sämtliche heilende Hunde
00:42:06von der ganzen Umgebung verhaften.
00:42:09Es ist kein Hund.
00:42:10Es ist eine Hündin,
00:42:12der das Konzert gegolten hat.
00:42:13Und sie muss ganz in der Nähe sein
00:42:15oder bei uns im Haus.
00:42:16Ja, bitte.
00:42:17Das müsste ich ja auch etwas bemerkt haben.
00:42:19Sie haben ja etwas bemerkt.
00:42:21Sie haben ja Ruhe gerufen.
00:42:22Bitte, bitte.
00:42:24Wenn ich mit der Arbeit hier fertig bin,
00:42:26werde ich den Hund suchen.
00:42:28Bitte.
00:42:30Obwohl ich nicht hier als Detektiv beschäftigt bin.
00:42:35Nein, aber als Diener.
00:42:37Bitte.
00:42:37Lassen Sie mir mein Bad ein.
00:42:40Verzeihen Sie,
00:42:40das gehört nicht zu meinen Obliegenheiten,
00:42:43gnädiges Fräulein.
00:42:44Ich lasse das Bad für jungen Herren ein,
00:42:47nicht wahr?
00:42:47Für Damen ist das weibliche Personal vorhanden.
00:42:49Die Frau Berger ist mit der Köchin einkaufen gegangen.
00:42:53Sie werden mein Bad einlassen.
00:42:55Josef.
00:42:56Bitte.
00:42:57Wenn sich das Geheul heute Nacht noch einmal wiederholt,
00:43:00habe ich die letzte Nacht in diesem Haus geschlafen.
00:43:03Das wäre mein schönster Tag.
00:43:05Haben Sie etwas gesagt?
00:43:06Ich habe nichts gehört.
00:43:07Wünsche auch nichts gehört zu haben.
00:43:09Und bitte, wie viel Grad sollte das Badewasser haben?
00:43:12Fragen Sie nicht so viel.
00:43:14Machen Sie es nach dem Gefühl.
00:43:15Ja, ein Gefühl.
00:43:16Bitte.
00:43:18Nehmen wir 50 Grad.
00:43:26Eva, du musst aufstehen.
00:43:27Es ist 9 Uhr.
00:43:28Ach, lass mich in Ruhe.
00:43:30Ich bin doch so müde.
00:43:31Warum bist du auch so spät ins Bett gegangen?
00:43:33Du hättest mich ja nicht abholen brauchen.
00:43:35Wo warst du denn eigentlich,
00:43:37bevor du mich in der Bar verhaftet hast?
00:43:40Im Kino.
00:43:41Ich weiß ja, mit wem du weg warst.
00:43:43Ich habe mich wegfahren gesehen.
00:43:44Im Auto.
00:43:45Mit Herrn Türkheim.
00:43:46Das war doch ganz zufällig.
00:43:48Ganz harmlos.
00:43:49Das musst du mir genau erzählen, ja?
00:43:54Hat mich in die Stadt mitgenommen.
00:43:56Ich wollte nämlich ins Zentralkino gehen.
00:43:58Und dann hat er gesagt,
00:43:59er möchte den Film auch sehen.
00:44:02Und dann?
00:44:04Dann hat er die Karten gekauft.
00:44:06Wo seid ihr gesessen?
00:44:07Natürlich in einer Loge.
00:44:09Nein, in der zweiten Reihe.
00:44:11Es war sonst alles ausverkauft.
00:44:12Das ist aber blöd.
00:44:13Da hat er ja nicht einmal deine Hand halten können.
00:44:16Bist du verrückt?
00:44:18Das hätte ich ihm doch gar nicht erlaubt.
00:44:20Wieso?
00:44:21Gefällt er dir denn nicht?
00:44:22Oh ja.
00:44:24Er gefällt mir eigentlich sehr gut.
00:44:27Aber ist er nicht ein bisschen zu alt für dich?
00:44:29Das wäre gar nicht so arg.
00:44:32Nur ist er viel zu reich.
00:44:34So.
00:44:34Und jetzt stehen wir auf.
00:44:36Sonst gibt's einen Krach.
00:44:41Du, Eva.
00:44:42Hast du vergessen?
00:44:43Was?
00:44:43Na, das Geschenk.
00:44:44Ach ja, natürlich.
00:44:45Ich geb dir's gleich.
00:44:49Hoffentlich gefällt's dir.
00:44:50Oh, fein.
00:44:52Schau, in was die mich herumrennen lassen.
00:44:57Hauptsache, dass du eine Freude daran hast.
00:44:59Ich glaub, es wird dir passen.
00:45:02Eva, schau mal.
00:45:10So.
00:45:11Trink schon Wasserchen.
00:45:13No, komm.
00:45:13No, trink Wasserle.
00:45:15Komm.
00:45:16Das ist schön trinken.
00:45:19Hä?
00:45:21Kannst du mir Wasser doch geben?
00:45:22Das ist lieb von Ihnen.
00:45:24Das soll für mich schauen.
00:45:25Ja.
00:45:26Gehen's.
00:45:27Ich hätte Sie wollen was bieten.
00:45:28Ja, bitte.
00:45:28Sind so freundlich.
00:45:29Lassen Sie ihr ein Badewasser ein, ja?
00:45:31Ach, wem denn?
00:45:32In Auguste?
00:45:32Ja, der Auguste.
00:45:33Ja, gern.
00:45:34Wie viel Grad kriegt sie denn?
00:45:36Wie viel Grad?
00:45:37Siedend.
00:45:39Siedend.
00:45:39Nehm ich.
00:45:40Bitte.
00:45:42Komm.
00:45:42Ja, genau.
00:45:56Mein Herrl, komm gestern ins Haus.
00:46:03Haben Sie was vergessen, junger Herr?
00:46:04Ja, meine Mappe.
00:46:05Ja, ich hol's.
00:46:05Nein, nein, lass nur.
00:46:06Du, Josef.
00:46:07So geht das nicht weiter.
00:46:08Du musst dich meiner Schwester gegenüber ein bisschen zusammennehmen.
00:46:10Bitte, junger Herr, bitte.
00:46:12Es ist halt schwer.
00:46:13Wenn ich dran denke, wie glücklich und zufrieden wir gelebt haben, wie die selige junge Frau
00:46:18noch gelebt hat.
00:46:20Ja, ja.
00:46:21Jetzt hält man das schon fünf Jahre mit der August, pardon, mit dem nötigen Fräulein
00:46:25aus.
00:46:26Mit kein Kleinigkeit.
00:46:27Es muss eine Lösung geben.
00:46:29Es gibt ja auch eine Lösung.
00:46:30Sie müssen noch mal heiraten, junger Herr.
00:46:33Vielleicht hast du recht.
00:46:35Vielleicht geschieht ein Wunder.
00:46:37Braucht gar kein Wunder gesehen.
00:46:38Eine normale Dame.
00:46:42Fertigarsch.
00:46:53Was ist denn da los?
00:46:56Na, Servus.
00:46:59Was ist das für ein Hund?
00:47:01Der ist, der ist, er gehört mir.
00:47:04Ist das der, der die ganze Nacht geheult hat?
00:47:06Nein, nein, nicht die anderen.
00:47:07Die anderen haben...
00:47:08Also du weißt, dass wir keine Tiere im Haus wollen.
00:47:10Sie machen nur Scherereien und Unordnung.
00:47:11Der Hund muss weg.
00:47:12Und zwar möglichst bald.
00:47:13Nicht bald, sondern gleich.
00:47:15Das ist ja ein wildes Tier.
00:47:16Ich verbringe keine Nacht mehr in diesem Haus.
00:47:18Halten Sie den Hund.
00:47:19Also beruhige dich.
00:47:20Du hast bis morgen Zeit, Josef.
00:47:22Ja, wohl.
00:47:29Jetzt hast du deinen Grund, ihn wegzugeben.
00:47:32Köchin und Hausmeister, das genügt.
00:47:35Der ganze Mantel ist hin, eine gefährliche Bestie.
00:47:38Zum Essen bin ich wieder zurück.
00:47:40Du, Albert.
00:47:42Ist das notwendig, dass die Eva ihren Urlaub hier verbringt?
00:47:45Ja, warum nicht?
00:47:46Weil aus so einem Urlaub leicht ein Dauerzustand werden kann.
00:47:50Du brauchst dich ja nicht, um sie zu kümmern.
00:47:52Sie hat ihre Eltern, die für sie sorgen.
00:47:54Vielleicht finden sich andere, die sich um sie kümmern.
00:47:57Hübsch ist sie ja.
00:47:58Und so zurückhaltend wird sie auch nicht sein.
00:48:01Mit welchem Recht sprichst du so über das Mädchen?
00:48:03Mit welchem Recht beschützt du sie?
00:48:06War sie das, die gestern mit dir nach Hause gekommen ist?
00:48:10In deinem Wagen?
00:48:11Ach, du spionierst mir nach.
00:48:13Ich habe euch zufällig gesehen.
00:48:15Ich will dir etwas sagen.
00:48:17Ich war mit dem Mädchen im Kino
00:48:18und nachher haben wir zusammen gegessen.
00:48:21Und ich finde sie reizend.
00:48:23Und der Altersunterschied?
00:48:25Du glaubst doch nicht, dass du ihr gefällst.
00:48:27Die will sich doch nur hier hereinsetzen.
00:48:29Die will dein Geld.
00:48:32Fahr doch nach Salzburg, Gusti.
00:48:33Und lass mich mein Leben so leben, wie ich es will.
00:48:37Das möchte ihm passen.
00:48:40Und morgen muss er fortfahren.
00:48:42Der Hund wird gesagt.
00:48:44Aber schauen Sie, Herr Josef.
00:48:46Es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
00:48:48Er wird es nicht drauf ankommen lassen.
00:48:50Er ist so ein guter Mensch.
00:48:52Und Seele hat er auch.
00:48:54Aber sie, sie ist die Kanäldin.
00:48:57Nur sie, nur sie.
00:48:59Bitte und schließlich, schließlich gesagt, das Haus, sein Eigentum.
00:49:02Nicht, wenn er es mir zu Dank verpflichtet.
00:49:05Denn ich habe ihm auf Händen getragen, wie er geboren worden ist.
00:49:08Nämlich die Mutter hat mir in die Hände,
00:49:11Nämlich, sie hat der Hebamme gesagt,
00:49:13Geben Sie ihm den Josef.
00:49:15Und ich suche einmal, suche einmal auf Händen.
00:49:17Er war kein schönes Kind.
00:49:19Er war so verhutzelt.
00:49:21Und dann war er so, so, so rot.
00:49:23So rot, aber dann.
00:49:25Und bitte.
00:49:26Und ich habe ihm die Windeln gewaschen, aber ich habe sie nicht.
00:49:29Aber ich habe sie in den Garten aufgehängt.
00:49:30Zum Trocknen.
00:49:31Nicht wahr?
00:49:33Und jetzt will er mir, jetzt will er mir den Hund wegnehmen?
00:49:36Nein.
00:49:3750 Jahre, 50 Jahre bin ich hier.
00:49:38Bitte.
00:49:41Wie viel haben wir heute?
00:49:42Den 16. Dezember.
00:49:4417. bin ich eingetreten.
00:49:46Morgen sind es 17, 17, morgen sind es 50 Jahre, dass ich...
00:49:50Haben Sie ja morgen ein 50-jähriges Jubiläum?
00:49:53Ach nein, also da kann er Ihnen den Hund nicht wegnehmen.
00:49:57An so einem Tag.
00:49:58Das müssen wir heute Abend feiern.
00:50:00Ich kann doch nicht weg.
00:50:01An Sonntag bin ich frei.
00:50:03Ach, wir reden schon mit Herrn Türkeim.
00:50:05Ein halbes Jahrhundert.
00:50:07Ja, das kann man doch nicht so einfach ausradieren.
00:50:10Da müssten Sie ja eigentlich eine Medaille kriegen.
00:50:13Ich brauche nichts.
00:50:13Mir braucht keine Medaille.
00:50:15Mir braucht man gar nichts.
00:50:16Jetzt soll ich einen Hund los für dich.
00:50:18Und die wollen wir...
00:50:20Ja, so.
00:50:24Sehr gut.
00:50:27Sehen Sie, Herr Josef.
00:50:28Sehen Sie fest.
00:50:29Sehen Sie was.
00:50:30Ja.
00:50:33Herr Josef.
00:50:34Bitte, bitte.
00:50:36Na ja, was, wenn Sie sich so schön bitten tut.
00:50:41Nein, ich brauche ja Begleitung nicht, weil ich will gar nicht mehr Zittern mit.
00:50:44Oh ja, die Zittern ist da.
00:50:46Meine Frau hat sie mitgebracht.
00:50:47Ja.
00:50:47Ja?
00:50:49Was?
00:50:49Wieso können Sie mehr Zittern mit?
00:50:52Ja, weil ich...
00:50:53Ja, nicht, weil ich halt...
00:50:54Das macht man nicht.
00:50:55Sie können da nicht aus einem Zimmer die Sogen herausdragen.
00:50:58Das macht man nicht.
00:50:59Oh Gott, sind Sie nicht böse, Herr Josef.
00:51:00Ich habe mir gedacht, weil doch heute das Jubiläum ist.
00:51:03Naja, naja, naja.
00:51:05Sie haben eine gescheite Frau.
00:51:07Wo ist die Zittern?
00:51:08Oh, da ist draußen, ist sie.
00:51:10Weiß.
00:51:10Ja, bitte, meine Hirschutten.
00:51:13Sollen wir nicht noch ein bisserl warten?
00:51:15Ich weiß schon, was Sie sich denken.
00:51:16Nicht, weil der Herr Dirkheim noch nicht...
00:51:18Oder weil überhaupt nicht gekommen ist.
00:51:20Aber wahrscheinlich wird ihn heute Auguste
00:51:22wieder zurückgehalten haben.
00:51:24Nicht, wo...
00:51:25Na, na.
00:51:28Willst du das jetzt sehen?
00:51:29Willst du?
00:51:30Lass doch nicht mal.
00:51:31Komm.
00:51:32Hack.
00:51:33Ja, hack.
00:51:36Brav, Fischer.
00:51:37Brav.
00:51:39Das ist ja nicht so.
00:51:40So, das ist Ihre Leier.
00:51:41Und jetzt wollen wir uns mal ein schönen Dietchen
00:51:43zu ihm Hüte führen lassen, wa?
00:51:44Was?
00:51:45Ich verstehe ihn so schlecht,
00:51:46weil er spricht so unteidlich.
00:51:49Weiß, haben wir euch auch schon
00:51:50von jemandem da eine kleine Sache
00:51:52und man hat so recht gemacht.
00:51:53Was sei, was?
00:51:54Gedichtet, ja, ja, ja, auf ihm.
00:51:56Das geht auf ihm.
00:52:00Schlaf und Träume von den Sterndl,
00:52:04Träume vom Hundeparadies,
00:52:07Dort, wo stehen so viele Laterndl
00:52:09Und da wurscht, auf einer jeden angehängt ist.
00:52:15Zwei Dreinderl, so wie wir zwei,
00:52:18Gibt's nicht oft auf dieser Welt.
00:52:20Nur, dass der eine reden tut
00:52:22Unter anderem heute bald.
00:52:26Und seitdem, dass ich ihn gefunden hab,
00:52:28Weiß ich, was Freundschaft ist.
00:52:31Weil einer auf den anderen
00:52:34Im Leben nie vergisst.
00:52:37Für mich ist er das Schönste,
00:52:39Für mich ist er das Schönste,
00:52:40Denn er hat ganz gewiss
00:52:42Sein kleines Herz am rechten Flick,
00:52:45Was ja die Hauptsache ist.
00:52:48Zwei Freunde,
00:52:51So wie wir zwei,
00:52:52Die müssen sich verstehen,
00:52:55Wir brauchen gar nichts reden,
00:52:59Nur ihm die Augen sehen.
00:53:07Franz, eine Runde auf meine Rechte.
00:53:10Eine Runde, sofort Herr Josef.
00:53:12Wie spät ist das, Mutti?
00:53:13Elf vorbei.
00:53:15Was ist das?
00:53:16Dauert's euch schon zu lang?
00:53:18Nein, Herr Josef, nein.
00:53:20Es ist nur...
00:53:21Ja, was habt ihr denn für Geheimnisse?
00:53:24Es ist nur...
00:53:26Was nur?
00:53:26Was ist nur?
00:53:28Herr Dürkheim hat auch mir versprochen,
00:53:30Dass er herkommt, aber...
00:53:32Es ist jetzt schon elf,
00:53:33Und ich glaub nicht mehr, dass...
00:53:35Naja, deshalb brauchen Sie nicht verlegen sein, ne?
00:53:38Nein, nein, da können Sie wohl so versichert sein,
00:53:40Der Herr Dürkheim ist ein sehr,
00:53:42Ein vornehmer Mensch.
00:53:43Herr Josef?
00:53:44Ja?
00:53:44Ich möchte mir erlauben,
00:53:45Anlässlich Ihres Jubiläums
00:53:47Diese Runde auf mein Konto zu nehmen.
00:53:48Ja, genau.
00:53:49Ist das der, den ihr immer trinkt?
00:53:50Nein, das möchte ich mir zu Ihrem Ehrentag nicht gestatten.
00:53:52Das ist der, den ich immer trink.
00:53:56Oh!
00:53:58Hoch soll leben, hoch soll leben,
00:54:03Dreimal hoch.
00:54:09Mandarinen zwölf.
00:54:10Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen.
00:54:12Ich hätte hingehen sollen.
00:54:14Schließlich feiert man nicht jeden Tag so ein Jubiläum.
00:54:16Und Josef hat mich ausdrücklich drum gebeten.
00:54:19Vor allem hat Leinen ja versprochen.
00:54:21Ach, lass doch bitte deinen Zynismus.
00:54:23Wirst schon sehen,
00:54:24Wie schnell so ein Mädel Ansprüche stellt.
00:54:27Der Appetit kommt beim Essen.
00:54:30Heute ist es noch um den Josef gegangen.
00:54:32Morgen wird sie eigene Wünsche haben.
00:54:35Kümmere dich bitte um deine Angelegenheiten.
00:54:37Schließlich bin ich erwachsen genug.
00:54:38Natürlich, junger Herr.
00:54:40Bitte?
00:54:44Entschuldigen Sie, wenn ich störe.
00:54:45Komm nur.
00:54:46Was ist denn?
00:54:49Ich wollte nur...
00:54:50Ja, ich konnte gestern zu der Feier nicht kommen, weil ich...
00:54:54Du brauchst dich nicht zu entschuldigen.
00:54:55Du bist nicht gekommen.
00:54:56Schluss.
00:54:57Ich bin nicht gekommen, um eine Entschuldigung zu hören, genetiges Fräulein.
00:55:00Ich wollte Herrn Türkheim nur sagen, dass sich der alte Mann sehr gekränkt hat.
00:55:05Gut, er hat sich gekränkt.
00:55:07Andere haben auch Anlass, sich zu kränken.
00:55:09Noch etwas?
00:55:10Ich wollte es Ihnen sagen, Herr Türkheim.
00:55:13Der Appetit kommt beim Essen.
00:55:15Es tut mir leid, Fräulein Eva, aber Sie sind nicht nur bei mir, sondern auch im Haus meiner Schwester.
00:55:23Pardon.
00:55:24Und sag dem Josef, er soll nicht vergessen, der Hund muss bis Mittag aus dem Haus.
00:55:29Jawohl, gnädiges Fräulein, bis Mittag.
00:55:34Deine Triumphe gehen auf meine Kosten.
00:55:37Du überspannst den Bogen mir gegenüber etwas.
00:55:39Wir werden uns eines Tages trennen müssen.
00:55:42Und heute noch, hat sie gesagt?
00:55:44Ja, Herr Josef, zum Mittag.
00:55:47Und er?
00:55:48Der Türke hat mir gar nichts gesagt.
00:55:51Ja, natürlich.
00:55:53Darum ist er ja nicht zu meiner Feier gekommen.
00:55:56Das war meine einzige Hoffnung.
00:55:58Aber Herr Josef, es ist doch nur ein Hund.
00:56:01Gerns, wir können Sie sowas sagen, Brigitte.
00:56:05Na, bleibt nichts anderes übrig.
00:56:08Muss ich in den Tierschutzverein gehen?
00:56:10Aber dort wird er es auch gut haben.
00:56:13Ja, doch schon, aber bitte, er ist ja doch eingesperrt, nicht wahr?
00:56:17Weil der muss drauf warten, bis jemand kommt und der ihn auslöst und weiß, in was für Hände er kommt.
00:56:23Gehen Sie doch der Frau Burger.
00:56:25Die nimmt ihn bestimmt.
00:56:27Und er wird es wirklich gut haben.
00:56:28Das ist ein lieber, guter Mensch.
00:56:30Eine Seele von einer Frau.
00:56:32Ja, ich kenne sie ja, ich kenne sie ja.
00:56:34Schauen Sie, die hat ja selber einen Fuchs, der hier ja schon jahrelang.
00:56:37Nur, da ist er dann das Stiefkind.
00:56:41Aber er wird sich schon einschmeicheln.
00:56:43Er ist kein Schmeichler, nicht wahr?
00:56:44Er hat den Charakter.
00:56:45Er ist gutmütiger, aber er ist kein Schmeichler.
00:56:49Und ich zahle, da hat er ja ein Kostgeld.
00:56:52Ja, ja, das ist ja kein Schmeichler.
00:56:55Sie wohnt in der Feldmüllgassen 22.
00:56:58In Unterstandsfeld?
00:56:58Ja, dann fahren Sie mit dem E2 und steigen Sie in 58 um.
00:57:01Warum?
00:57:01Was brauch ich denn mit der Kirche ums Kreuz?
00:57:03Da fahre ich da direkt.
00:57:04Da fahre ich mit der Stadtbahn.
00:57:05Fahre ich auch nicht direkt, muss ich umsteigen.
00:57:07Das macht nichts.
00:57:07Aber ja, und geht Sie hin zu, Freundlich.
00:57:10Passen Sie mal jetzt dabei auf den Hund auf.
00:57:12Ich hab noch einen Weg, aber noch was vorher zu besorgen.
00:57:16Ja.
00:57:17Wir passen schon auf.
00:57:18Na ja.
00:57:20Ach, den hat's erwischt, den oberen Kerl.
00:57:23Der Josef wird sich nie mehr da fangen,
00:57:25wenn Sie ihm den Hund wegnehmen.
00:57:27Eigentlich verstehe ich das nicht.
00:57:28Er hat ihn doch erst seit ein paar Tagen.
00:57:31Dass man sich da so gewöhnen kann.
00:57:33Gewöhnen?
00:57:34Das ist Liebe.
00:57:35Ja, Liebe auf den ersten Blick.
00:57:37Das kenn ich.
00:57:38Ruhig!
00:57:39Du hast das noch nicht zu kennen.
00:57:41Also, ich schau mal zum Hund.
00:57:54Josef.
00:57:55Bisschen.
00:57:57Na komm.
00:57:58Oder Wasserle.
00:58:01Na komm.
00:58:07Ja, aber bitte, Sie sehen doch, wir haben eine Riesenauswahl,
00:58:10bitte, wenn Sie das vielleicht nehmen wollen.
00:58:12Ja, aber hier haben wir doch auch etwas sehr Hübsches.
00:58:14Ja, das ist es nicht.
00:58:15Na bitte, dann nehmen Sie doch das, was Sie zuerst gewählt haben.
00:58:17Ja, das habe ich ja, das habe ich ja gleich.
00:58:19Na vielleicht, das ist doch etwas sehr Hübsches.
00:58:21Guck, dass wir nicht so, von der Nase nur ja nicht.
00:58:24Ja, aber dann weiß ich nicht mehr, was Sie wollen.
00:58:30Verzeihung, bitte, wir sind das erste Geschäft am Platz.
00:58:33Wir haben ja sogar das Holzbarn für den Aga Khan geliefert.
00:58:36Ja, und sowas braucht nicht der Aga Khaner Holzbarn.
00:58:39Na ja, es wird ja wurscht, was die Leute...
00:58:41Ich suche etwas Schönes, etwas Eleganches, etwas Besonderes haben.
00:58:46Ja, aber bitte, das einmal...
00:58:47Verzeihung, wenn Sie mir genau sagen würden, was Sie eigentlich wollen.
00:58:50Ja, Sie lassen mich ja nicht reden.
00:58:52Wenn Sie was anfangen zu reden, kommen Sie wohl einmal mit dem Aga Khan.
00:58:58Ausgezeichnet, das ist das Schönste.
00:59:00Ich nehme das Rote.
00:59:01Ich meine, es ist nur das Beste, was Sie haben.
00:59:03Leine auch noch gefällig.
00:59:04Leider.
00:59:05Wie bitte?
00:59:05Was?
00:59:06Ja, ja, Leine, natürlich.
00:59:08Der Rote.
00:59:09Hier, bitte schön.
00:59:11Macht 40 Schilling.
00:59:1240?
00:59:1340, genau.
00:59:15Ja, bitte.
00:59:16Das ist doppelt, das sind zwei.
00:59:17Bitte, 20, 40.
00:59:19Danke viel.
00:59:20Sie werden sehr zufrieden sein.
00:59:22Ich trage es.
00:59:23Ergebenheit?
00:59:25Na, dass er sich in Kundschaften geht immer wünschen.
00:59:34Hey, junger Mann.
00:59:38Sie haben scheinbar viel freie Zeit.
00:59:41Dauernd sind Sie in der Nähe meiner Villa zu sehen.
00:59:44Wem gelten denn eigentlich Ihre Besuche?
00:59:46Der Kleinen oder der Großen?
00:59:48Brigitte natürlich.
00:59:49Eva ist doch schon viel zu alt für mich.
00:59:51Und außerdem verstehe ich Ihre Frage ja nicht.
00:59:53Soweit mir Brigitte erklärt hat, interessieren Sie sich doch für die Große.
00:59:56Ja, erlauben Sie mal.
00:59:58Wie kommen Sie denn darauf?
01:00:00Na ja, Brigitte und ich, wir erzählen uns doch einfach alles.
01:00:04So, und woher weiß Brigitte das?
01:00:07Mensch, von Eva selbstverständlich.
01:00:10Von Mann zu Mann.
01:00:11Sie wissen doch, dass sie in Sie verknallt ist.
01:00:14Von Mann zu Mann.
01:00:15Bisher habe ich das nicht gewusst.
01:00:17Dann greifen Sie aber zu, Herr Türkheim.
01:00:19Das Mädel ist Gold, richtig.
01:00:25Eigentlich ein reizender junger Mann.
01:00:28Wirklich sympathisch.
01:00:39Junge, Herr!
01:00:42Junge, Herr!
01:00:54Junge, Herr!
01:00:56Kommt schon, Josef.
01:00:57Ja, brauchst nicht mehr traurig sein.
01:01:00Ja.
01:01:03War er bereit?
01:01:04Ja, aber er hat gar nichts angerührt.
01:01:06Ja, was ist schon für dich.
01:01:08Ob es dir auch mal eine Freude machen wird.
01:01:11Jetzt weiß ich nicht.
01:01:13Ah ja.
01:01:16Na.
01:01:17Komm her.
01:01:18Komm.
01:01:20Jetzt machen wir einen schönen Besuch bei der sehr lieben Dame.
01:01:24Ja, das ist wirklich eine sehr liebe Dame.
01:01:27Da wird es ihm schon gut gehen.
01:01:28Komm her.
01:01:29Der wird ihn auch sehr gern haben.
01:01:31So gern wie ich wird ihn niemand haben.
01:01:34Den kann er mir gar niemand gern haben.
01:01:36So gern, gell?
01:01:37Natürlich wird es gut, wie der schon haben,
01:01:39weil dort keine schlechten Menschen sind,
01:01:41bei denen er sich verstecken muss.
01:01:44Hä?
01:01:46Komm jetzt, lass dich schön machen.
01:01:48Verstehst du?
01:01:48Komm her.
01:01:49Du musst dich ja schön machen,
01:01:50wenn du zum Fraule kommst.
01:01:52Zum neuen.
01:01:53Nicht?
01:01:53Du musst ja doch schön sein.
01:02:01Du bist der einzige Mensch, der mich versteht.
01:02:05Wenn du auch nur ein Hund bist.
01:02:07Komm.
01:02:09Komm.
01:02:11Ja, ja.
01:02:12Warte ein bisschen, warte ein bisschen.
01:02:13Ich bin ja auch immer.
01:02:29Ich bin ja auch immer.
01:02:35Sauer, mein Hund!
01:02:37Servus!
01:02:38Dann gibst du uns die Pfote!
01:02:41Emma!
01:02:41Emma, komm!
01:02:42Der Hund geht weg!
01:02:46Evie!
01:02:46Brigitte, kommts!
01:02:48Der Hund geht weg!
01:02:49Und lass das gut gehen!
01:02:52Kommt!
01:02:53Kommt!
01:02:53Kommt!
01:02:53Kommt!
01:02:53Kommt!
01:02:54Kommt!
01:02:54Kommt!
01:02:54Kommt!
01:02:57Kommt!
01:02:59Kommt!
01:03:01Kommt!
01:03:02Kommt!
01:03:15Kommt!
01:03:38Kommt!
01:03:45Kommt!
01:03:50Kommt!
01:03:52Kommt!
01:03:54Kommt!
01:03:59Kommt!
01:04:00Kommt!
01:04:02Kommt!
01:04:04Kommt!
01:04:05Kommt!
01:04:06Kommt!
01:04:07Kommt!
01:04:08Kommt!
01:04:08Kommt!
01:04:09Kommt!
01:04:13Kommt!
01:04:19Kommt!
01:04:23Du sollst gehen, wenn das die Mutter sagt.
01:04:26Wein ist nie genug da.
01:04:29Und darum möchte ich Sie heute bitten.
01:04:32Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, Herr Josef.
01:04:35Ich werde ihn schon gut behandeln.
01:04:37Und wenn Sie Zeit haben, dann kommen Sie mal her.
01:04:40Sie können kommen, so oft Sie wollen.
01:04:41Ja, darum wollte ich Sie auch bitten.
01:04:44Denn ich bin ja nicht so wie gewisse andere Leute,
01:04:46so aus den Augen, aus den Sinnen.
01:04:48Nein, bitte.
01:04:50Sonntag, das ist nicht so.
01:04:50Am Sonntag, da kann ich ihn immer besuchen.
01:04:54Nämlich, da existiert nur ich für mich.
01:04:57Da braucht kein Wirtshaus.
01:04:58Ich gehe nicht zum Franz.
01:05:00Im Bratet nur, der Sonntag gehört ihm.
01:05:03Und ich weiß, ich meine, solange ich halt lebe.
01:05:06Ja, gell?
01:05:08Schauen Sie sich dann an, wie er mich anschaut.
01:05:10Schauen Sie sich dann an.
01:05:11Und bitte, in dem Baggerl, da sind die zwei Schalen drin von ihm.
01:05:17Also eins fürs Essen, eins fürs Wasser.
01:05:19Und dann ist ein kleines Sack, ein bisschen Zucker dabei.
01:05:23Und drei Tafeln Schokolade, Milchschokolade.
01:05:28Die frisst er so gern.
01:05:29So, und das habe ich alles hier.
01:05:32Also und dann gehe ich halt mit.
01:05:37Und brav sein, gell?
01:05:41Bist du brav sein?
01:05:43Schauen Sie mich an mich an.
01:05:45Ja, Josef.
01:05:47Josef.
01:05:48Josef.
01:05:50Na, also.
01:05:52Müsst ihr Abschied nehmen.
01:05:54Mindestens vier Wochen.
01:05:57Ja.
01:05:59Und Sonntag gucke ich ja.
01:06:01Sonntags, wenn ich da mache,
01:06:03machen wir ja ein Simmelsch.
01:06:05Entschuldigung.
01:06:06Entschuldigung.
01:06:07Hut gehört nicht am Tisch.
01:06:09Also.
01:06:12Wiedersehen.
01:06:13Auf Wiedersehen.
01:06:26Ja, bitte.
01:06:29Guten Abend.
01:06:31Guten Abend, Fräulein Eder.
01:06:34Ich weiß, ich sollte mich eigentlich bei Fräulein Auguste entschuldigen,
01:06:38aber ich sage es lieber Ihnen.
01:06:40Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen.
01:06:42Wir sind eben alle ein bisschen nervös.
01:06:44Ja, aber es ist noch etwas anderes.
01:06:46Ich möchte mich auch bedanken, dass ich die paar Tage hierbleiben durfte.
01:06:50Ich möchte mich verabschieden.
01:06:52Verabschieden?
01:06:54Wohin gehen Sie dann?
01:06:55Man hat mir eine sehr gute Stelle angeboten.
01:06:57Ich kann sofort anfangen, in Graz.
01:06:59Oh.
01:07:01Da kann man Ihnen ja nur gratulieren.
01:07:04Schade, ich hätte Sie gerne etwas sehr Wichtiges gefragt.
01:07:08Ja, aber das hat ja jetzt keinen Sinn mehr, da Sie nach Graz gehen.
01:07:11Nein, bitte.
01:07:12Was wollten Sie fragen?
01:07:13Ich habe gehört, dass Sie, dass Sie mich ganz gut leiden können.
01:07:18Wer hat es gesagt?
01:07:20Eine sehr ernste Persönlichkeit.
01:07:23Josef?
01:07:24Was, der weiß es auch schon.
01:07:25Nein, Tommy.
01:07:26Was hat Tommy gesagt?
01:07:27Er hat gesagt...
01:07:28Ach Gott, das ist ja ganz uninteressant, nachdem Sie ja nach...
01:07:31Nein, bitte.
01:07:31Was hat Tommy gesagt?
01:07:32Er hat gesagt, dass Sie goldrichtig sind und dass ich schnell zugreifen soll.
01:07:39Ja, aber das...
01:07:39Das geht ja nun nicht mehr, da Sie ja nach Graz gehen.
01:07:42Ich will ja gar nicht nach Graz.
01:07:44Ich...
01:07:44Das habe ich gehofft.
01:07:46Nein, ich will ja nur...
01:07:55Was ist denn das?
01:07:57Das geht um meinen Josef an.
01:07:59Wieso kommt das hier?
01:08:01Der Hund!
01:08:06Der Hund ist noch im Haus!
01:08:08Das ist doch nicht möglich.
01:08:10Albert, der hat den Hund nicht weggebracht.
01:08:12Wenn du dir das gefallen lässt.
01:08:14Das ist doch dem Josef sein Hund.
01:08:16Nein, das ist ein anderer.
01:08:18Aber das gilt dem Josef.
01:08:20Der Hund ist wieder da, sonst denken die anderen Viecher nicht so heulen.
01:08:27Ja, bitte.
01:08:29Ihr mein...
01:08:30Ihr mein...
01:08:31Das stimmt.
01:08:31Seit vier Monaten und drei Tagen versprichst du mir den ersten Kuss und nun und jetzt,
01:08:34wo es passieren soll, kommt dieser blöde Hund dazwischen.
01:08:39Jo, Josef!
01:08:42Jetzt ist der ganz verletzt.
01:08:45Na so wunderschön.
01:08:47Ja, bist du wirklich wieder da?
01:08:50Der ganz verletzt hat sich die Leine, hat er, hat er die Leine um...
01:08:54Herr Josef, der gnädige Herr wünscht dir sofort zu sprechen.
01:08:59Ja?
01:09:00Ja, kann man jetzt machen?
01:09:02Bitte, das muss durchgekämpft werden.
01:09:04Gehst du mitkommen?
01:09:05Komm!
01:09:06Mir auch!
01:09:07Kommt!
01:09:09Geh jetzt nen Kuss.
01:09:10Du bist so gefühlsroh, jetzt, wo der arme Herr Josef um seinen Hund kämpft.
01:09:14Pfui!
01:09:17So feiern die schönsten Jahre meines Lebens.
01:09:25Bitte, Junge, Herr.
01:09:26Ich bin ja noch nie mit deiner Bitte gekommen, aber heute, wo es auf den Tag 50 Jahre sind...
01:09:32Ja, ich weiß, Josef, aber ich konnte zu der Feier wirklich nicht kommen.
01:09:35Bitte, das spielt ja keine Rolle mehr, aber ich möchte Ihnen nur sagen,
01:09:39dass das ganze Leben für mich keinen Sinn mehr hat, wenn Sie mir den Hund nehmen.
01:09:44Aber machen Sie keine so großen Worte. Sie haben ihn 50 Jahre nicht gehabt und auch gelebt.
01:09:50Na ja, aber...
01:09:52Bitte, verzeihen Sie, Junge, Herr, aber...
01:09:54Das ist...
01:09:55Er ist ja kein gewöhnlicher Hund.
01:09:57Der ist...
01:09:57Das ist für...
01:09:59Er hängt so an mir.
01:10:02Er ist...
01:10:04Er ist...
01:10:04Er ist doch für...
01:10:05Für...
01:10:06Für ihn bin ich...
01:10:06Für...
01:10:07Existiert überhaupt kein anderer, nicht mal?
01:10:09Und ich...
01:10:12Er ist...
01:10:13Er ist...
01:10:16Er ist...
01:10:17Er ist...
01:10:18Er ist...
01:10:19Er ist...
01:10:19Er ist...
01:10:20Er ist...
01:10:20Er ist...
01:10:21Er ist so meine...
01:10:21Meine letzte Liebe, nicht mal?
01:10:23Da hätten Sie sich aber ein schöneres Exemplar aussuchen können.
01:10:27So eine Beste!
01:10:28Was hat sie gesagt?
01:10:29Dass der Hund ein hässliches Exemplar ist!
01:10:32Das ist schon richtig, das Exemplar.
01:10:34Da können Sie, verehrte Schreule, unter den Menschen suchen, bis Sie so ein Exemplar finden.
01:10:40Nicht mal ein Wesen, das für...
01:10:42Für...
01:10:43Für das Essen und für ein paar liebe Worte...
01:10:45Die Treue hält für das ganze Leben.
01:10:47Aber ich mach dir doch keinen Vorwurf, dass der Hund zurückgekommen ist.
01:10:51Aber wir wollen ihn nicht im Hause haben.
01:10:53Du musst doch selbst zugeben, dass Geheul und vieles andere...
01:10:57Schau, wie wär's denn mit einem Heim für verlassene Tiere?
01:11:00Da werden doch auch Hunde aufgenommen.
01:11:02Ach so, Sie meinen, so ein Heim für...
01:11:04Für ältere Leute, nicht was?
01:11:06Die sich ihr Brot nicht mehr verdienen können.
01:11:09Herr Nassil.
01:11:11Josef, ich will dir doch nur helfen.
01:11:13Dir und dem Hund.
01:11:14Na ja.
01:11:15Wenn Sie mir helfen wollen, dann lassen Sie mir doch den Hund.
01:11:20Hör einmal zu, Josef.
01:11:22Aber bitte versteh das nicht falsch, was ich dir jetzt sagen will.
01:11:25Wie wär's, wenn ich dir eine ausreichende Pension zahlen würde?
01:11:29Ja.
01:11:30Etwas wirst du dir doch auch erspart haben.
01:11:32Da könntest du dich doch auf dem Land oder sonst irgendwo zur Ruhe setzen.
01:11:36Aber mein, ich gehör doch hier.
01:11:39Bitte, ich...
01:11:40Ich bin doch quasi hier aufgewachsen, so wie Sie, so wie Sie selbst.
01:11:4450 Jahre bin ich hier.
01:11:46Ich weiß jetzt schon, dass ich...
01:11:47Nicht so zur Familie...
01:11:49Sie meinen, dass ich nicht her...
01:11:51Äh, ich...
01:11:52Haben wir das heute eingeredet.
01:11:5450 Jahre war das meine Welt und...
01:11:57Ich hab ja nichts anderes gehabt, junger Herr.
01:11:59Dieses junge Herr geht mir auf die Nerven.
01:12:03Aber, Josef, ich will dich behalten, solange du willst.
01:12:06Was heißt, Sie behalten mich?
01:12:08Verzeihen Sie bitte, Sie schenken mir doch nichts.
01:12:10Ich arbeite doch noch.
01:12:12Im Garten, im Haus und...
01:12:14Ja, ist nicht alles in schönster Ordnung?
01:12:16Josef, wenn du dich entschließen würdest, den Hund in den Tierschutzverein zu geben...
01:12:19Oder irgendwo hin, von wo er nicht zurückkommen kann.
01:12:22Danke.
01:12:24Ich hab' verstanden.
01:12:26Du hast sie auch verstanden, hm?
01:12:29Die Herrschaften, komm.
01:12:31Sie werden schon einen Weg finden.
01:12:34Den Weg, den Sie mir vorgeschlagen haben, den geh' ich nicht.
01:12:38Ich geh' in kein Altersheim.
01:12:39Aber ich hab' dich doch in kein Altersheim geschickt.
01:12:42Sie haben mich weggeschickt.
01:12:43Im Grunde genommen ist es Ihnen egal, wohin ich gehe.
01:12:48Entschuldigen Sie schon.
01:12:48Sie können gleich über mich lachen, wenn ich draußen bin, aber...
01:12:54Ich werde es Ihnen doch sagen.
01:12:56Und wenn Sie mich alten Mann auch noch so lächerlich finden werden.
01:13:00Sie haben mir die Treue gebrochen.
01:13:06Der wird sie mir halten.
01:13:08Komm.
01:13:14In den Haaren war nie ein Hund.
01:13:16Das ist kein Zufall.
01:13:18Komm.
01:13:25Schau, mein Kind, wir wollen dir da gar nichts dreinreden.
01:13:28Ich hab' dich auf alles aufmerksam gemacht.
01:13:30Du bist groß genug.
01:13:32Du musst wissen, was du tust.
01:13:34Er könnte dein Vater sein.
01:13:36Das weißt du.
01:13:37Aber darauf kommt es doch gar nicht an.
01:13:40Bei ihm weiß ich, dass ich nie allein bin.
01:13:43Dass man immer den anderen neben sich hat, der einem beschützt und hilft.
01:13:48Könnt ihr das nicht verstehen?
01:13:50Mutti.
01:13:51Ja, aber natürlich kann ich's verstehen, Kind.
01:13:53Wenn's mich betreffen würde, glaubst du, ich würde deinen Vater nicht austauschen gegen Herrn Türkei?
01:13:58Also, das geht zu weit.
01:14:00Für was regst du dich denn auf?
01:14:01Er tauscht ja vor allem nicht.
01:14:03Efel, du wirst schon alles richtig machen.
01:14:07Ja, aber eigentlich hätte er schon mal zu uns kommen müssen.
01:14:10Aber Mutti, um die Hand anhalten, das ist doch völlig altmodisch.
01:14:15Hast du bei Großpapa Muttis Hand angehalten?
01:14:17Aber boah, da hab ich nicht lange bitten brauchen.
01:14:20Der war froh, dass er's los war.
01:14:22Also, mich hat dieses Gespräch jetzt furchtbar aufgeregt.
01:14:25Ich muss...
01:14:26Ja, ich weiß, du musst dich jetzt dringend beruhigen.
01:14:29Also, verschwind schon.
01:14:31So, warum gehst du eigentlich so gern ins Wirtshaus?
01:14:34Weil du mir dort mit zuschauen kannst.
01:14:36Der Vater.
01:14:38Ich geh jetzt entsprungen zu Herrn Josef hinüber.
01:14:41Ich muss doch schauen, was mit ihm ist.
01:14:42Du bist ein liebes Kind, Evie.
01:15:01Ja?
01:15:03Darf ich?
01:15:03Bitte.
01:15:04Herr Josef, ich wollte Sie noch fragen, ob...
01:15:06Sie wissen ja, dass ich ihn nicht behalten darf.
01:15:09Ja, aber bitte.
01:15:11Führen Sie in den Tierschutz rein.
01:15:13Aber Herr Josef, wieso denn so...
01:15:14Nein, nein, ich will nicht nix reden.
01:15:16Führen Sie weg, führen Sie weg.
01:15:18Ja.
01:15:20Komm her.
01:15:22Komm her.
01:15:22Komm her.
01:15:28Komm her.
01:15:55Verzeihung bitte, wo ist hier das Tierschutzhaus?
01:15:56Gleich da drüben.
01:15:57Dankeschön.
01:15:58Bitte.
01:16:07Lieber, junger Höher, nein, nein.
01:16:27Verzeihung Sie, dass ich Ihnen Unannehmlichkeiten...
01:16:36Ja.
01:16:45Ja.
01:16:46Ja.
01:16:49Ja.
01:17:00Ja.
01:17:02Ja.
01:17:19Ausgefüllt haben Sie ja alles, den Schein und den Revier.
01:17:22Achtung, Achtung, machen Sie die Tür zu!
01:17:24So gehen Sie, Achtung!
01:17:26Josef!
01:17:35Ich danke Ihnen, schönen Tag und danke.
01:17:50Was willst du hier oben?
01:17:53Was ich will?
01:17:55Ich will nicht mehr hier unten bleiben.
01:17:58Ich will endlich Ruhe haben.
01:18:00Hier ist Ruhe.
01:18:02Aber wir haben dich nicht gerufen, Josef Redlich.
01:18:06Wieso wissen Sie, dass ich Redlich heiße?
01:18:08Wir wissen alles.
01:18:10Aber Josef Redlich, du stehst nicht drinnen in meinem Buch.
01:18:14Und hier stehen alle, die wir rufen.
01:18:16Wieso, wieso ist denn das möglich?
01:18:19Habe ich denn nicht mein Teil abgedient?
01:18:21Ich bin 70 Jahre alt geworden und nicht ein einziger Tag ist vorübergegangen,
01:18:27wo ich nicht meine Arbeit geleistet habe.
01:18:29Aber ich will nicht mehr hier unten bleiben, bitte.
01:18:32Du hast kein Recht zu kommen, ohne gerufen zu werden.
01:18:35Du hast deine Bibel nicht gelesen.
01:18:38Oh ja, gelesen habe ich sie schon, natürlich.
01:18:40Es ist schon lange her und ich habe so furchtbar viel zu tun.
01:18:45Sie kennen die Auguste nicht.
01:18:46Ich kenne sie, aber danach habe ich dich nicht gefragt.
01:18:49Ja, bitte, gläubig bin ich schon.
01:18:53Jeden Sonntag...
01:18:53Jeden Sonntag gehst du zum Oberfranz ins Gasthaus.
01:18:58Der weiß alles.
01:18:59Bitte, wenn Sie alles wissen, dann müssen Sie doch wissen, dass ich nichts mehr habe auf der Welt.
01:19:05Du hast ein Leben, Josef.
01:19:07Und du musst es Gott danken bis zur letzten Stunde, in der du gerufen wirst.
01:19:12Können Sie mir wenigstens sagen, ob es noch lange dauert wird?
01:19:15Du wirst jeden Tag um einen neuen Tag des Lebens bitten.
01:19:19Und weil du ein guter Mensch bist, Josef Redlich, will ich dir ein Geheimnis anvertrauen.
01:19:25Es wird noch schön werden, dein Leben.
01:19:28Sehr schön.
01:19:30Auf Wiedersehen, Josef.
01:19:32Herr Josef!
01:19:33Herr Josef!
01:19:35Herr Josef!
01:19:36Herr Josef!
01:19:37Bitte, mach es auf!
01:19:39Herr Josef!
01:19:41Ihr hört uns nicht!
01:19:43Herr Josef!
01:19:46Herr Josef!
01:19:47Herr Josef!
01:19:48Herr Josef!
01:19:50Herr Josef!
01:19:51Stellst Gas ab!
01:19:52Ja, schnellst fängst drauf!
01:20:03Kommen Sie doch zum Fenster!
01:20:05Kommen Sie doch!
01:20:06Kommen Sie, geht's?
01:20:07Ja.
01:20:08Geht's, ja?
01:20:09Oh, weh!
01:20:10Nein, geht's, geht's!
01:20:11Ja, können Sie denn allein gehen?
01:20:12Ja, ja.
01:20:14Hm?
01:20:19Ach, das können Sie nur Ihren gescheiten Hund danken.
01:20:23Sie dummer Mensch!
01:20:25Wenn das Vieh nicht aus lauter Angst um Sie so früh zum Bellen angefangen hätte...
01:20:29Dann wären Sie jetzt im Himmel!
01:20:30Oder in der Hölle!
01:20:31Denn das ist eine Sünde, eine Todsünde sogar!
01:20:35Herr Josef!
01:20:35Ja, der Hund hat Sie gerettet.
01:20:37Der wollte nicht dort bleiben im Tierschutzverein.
01:20:39Er ist mir einfach davongelaufen.
01:20:41Man muss einen Arzt holen.
01:20:42Man muss ihn den Magen auspumpen.
01:20:43Aber folgen Sie mir!
01:20:44Aber nein, es ist ja nichts drin, ich habe nichts gegessen.
01:20:47Wollen Sie vielleicht einen starken Kaffee oder ein Wasser?
01:20:50Nein, nein, er muss ein Wasser kriegen.
01:20:52Ja, er kriegt schon.
01:20:54Ich weiß nicht, ich habe ein schlechtes Gefühl, Gusti.
01:20:57Der Hund ist weg, das ist die Hauptsache.
01:21:00Der Josef wird das nicht ertragen.
01:21:02Ach Gott, was hat er denn schon von seinem Leben?
01:21:04Was habe ich von meinem Leben?
01:21:06Ach, hör doch auf!
01:21:11Du bist der ungerechteste Mensch, den ich kenne.
01:21:14Wahrscheinlich der verbittertste.
01:21:16Ziehst du den Diener deiner Schwester vor?
01:21:19Gut, kann ja gehen.
01:21:21Ja, Auguste, das wollte ich dir ohnehin vorschlagen.
01:21:24Es ist für dich besser und es ist für mich besser.
01:21:27Schau, du hast doch recht gerne in Salzburg gelebt.
01:21:30Albert, das hast du mir schon einmal gesagt.
01:21:34Damals, wie du geheiratet hast.
01:21:36Ich heirate wieder.
01:21:37Was?
01:21:40Albert, etwas Furchtbares ist geschildert.
01:21:43Albert?
01:21:44Ach, die soll meine Schwägerin werden.
01:21:46Josef wollte sterben.
01:21:48Was?
01:21:48Sein Hund hat ihn im letzten Moment gerettet.
01:21:51Das geht auf deine Rechnung.
01:21:53Du hast ihn so weit getrieben, dass er nicht mehr leben wollte.
01:21:55Und mich hättest du mitschuldig gemacht an diesem Unglück.
01:21:58Das habe ich nicht gewollt, Albert.
01:22:00Aber jetzt ist Schluss, Auguste.
01:22:02Ich kann und will dich nicht mehr hier haben.
01:22:05Komm, Eva, wir gehen zu Josef.
01:22:12Na, wie ist er?
01:22:13Ist er gut?
01:22:14Schmeckt's?
01:22:15Schmeckt's?
01:22:15Dann lass doch in Ruhe mit der blöden Fragerei.
01:22:19Schmeckt's?
01:22:19Ja.
01:22:20Ist er stark genug?
01:22:21So heiß ist er.
01:22:23Zu heiß.
01:22:25Junger Herr.
01:22:26Josef.
01:22:28Was machst du denn für Geschichten?
01:22:37Na, der hat ja Dynamit in der Nase.
01:22:40Na, Gott sei Dank, dass alles gut gegangen ist.
01:22:43Ja, du bist ein braver Hund.
01:22:46Und jetzt musst du immer auf meinen Josef aufpassen,
01:22:49dass ihm nichts passiert.
01:22:50Na ja, was tät' ich denn ohne ihn?
01:22:52Danke, Junge Herr.
01:22:54Danke schön.
01:22:55So, und jetzt wollen wir ihn allein lassen.
01:22:56Er soll ein bisschen schlafen.
01:22:59Ja, und was ich noch sagen wollte, Josef.
01:23:03Das ist jetzt die neue gnädige Frau.
01:23:06Ja?
01:23:07Ja?
01:23:08Ja, das freut mich aber wirklich sehr.
01:23:10Christiane Gehefel, gratuliere.
01:23:13Danke schön, Herr Josef.
01:23:15Gratuliere Sie auch, junge Herr.
01:23:16Danke, Herr Josef.
01:23:17Danke.
01:23:27Ja, bitte.
01:23:31Na?
01:23:33Ja.
01:23:34Hat die große Versöhnung stattgefunden?
01:23:37Mir werden Sie wohl nicht die Hand geben.
01:23:40Ja, warum nicht, bitte?
01:23:42Ich bin ja an allem schuld.
01:23:44Dass ich auch ein Mensch bin, das spielt keine Rolle, was?
01:23:48Bitte, Ginglitz, Fräulein, vielleicht können Sie gar nichts dafür.
01:23:51Ja, natürlich, wenn man mit der Galle zu tun hat.
01:23:55Ich habe nie was mit der Galle gehabt.
01:23:56Ja, also, mit der Leber.
01:23:58Also, Josef, ich werde Ihnen jetzt eine angenehme Mitteilung machen.
01:24:02Ich gehe nach Salzburg zurück.
01:24:04Aber ich will doch nicht daran schuld sein.
01:24:07Ach, meinem Bruder wird es auch ganz recht sein.
01:24:10Na ja, natürlich, nachdem man doch jetzt heiratet.
01:24:13Eben.
01:24:14Mit der neuen Frau des Hauses werden Sie sich besser verstehen als...
01:24:19Wiedersehen, Josef.
01:24:20Alles Gute.
01:24:21Danke.
01:24:22Gleichfalls.
01:24:22Wiedersehen.
01:24:27Wiedersehen.
01:24:28Na?
01:24:33Was hat die Stimme gesagt vorhin?
01:24:36Da oben.
01:24:38Es wird noch sehr schön werden.
01:24:41Mein Leben.
01:24:44Ja.
01:24:46Ich glaube, es stimmt.
01:24:50Und wieder ist es Sonntag.
01:24:52Ein Tag des Glücks.
01:24:54Ein Tag der Freude.
01:24:56Es ist der Tag, an dem sich Herrn Josefs letzte Liebe erfüllt.
01:25:03es ist der Tag der Freude.
01:25:29Und wieder ist es ein Tag.
01:25:29Und wieder ist es.
01:25:29Ich bin ja, ich bin ja.
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