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00:21My name is Florian Linz. I have a Lärmbehinderung, that means I need longer
00:26um mir Sachen einzuprägen. Sein Leben bislang? Erst Förderschule, dann Behindertenwerkstatt.
00:37Jetzt aber will Florian ein anderes Leben. Vier Jahre werden wir ihn begleiten.
00:44Ich wollte oft an die Jugend, wie sie alle haben, nur das ging nicht. Es war immer oft eine Form
00:55der
00:55Ausgrenzung, eine Form, die nicht dazugehört. Aber ich wollte eines. Ich wollte es allen
01:02beweisen. Aber als erstes wollte ich es einbeweisen, nämlich mir. Ich wollte mir beweisen, dass
01:10ich mehr bin. Mehr als diese Behinderung.
01:33Florian ist bei einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung angestellt und lebt von Grundsicherung.
01:38Schon seit einiger Zeit bemüht er sich um einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Bisher hat es nicht geklappt.
01:46Ich fühle mich so nicht fürchtlich Fleisch. Damit will ich zum Ausdruck bringen, ich fühle mich nicht
01:52wirklich zu den Behinderten oder zu den Menschen mit Handicap wirklich zugehörig. Aber in der Welt der
01:58vermeintlich normalen oder Menschen ohne Behinderung ist es halt auch schwer für mich den Anschutz zu finden.
02:04Aber ich will mich weiterentwickeln. Ich wollte nicht stehen bleiben. Ich möchte nicht in zehn Jahren mit 38 Jahren
02:10noch den Stand eines 28-Jährigen rückblickend haben. Und da ich noch in dem Alter bin, wo man lernen kann,
02:18lernen möchte, so wie ich, habe ich einfach gedacht, ich gucke einfach, was mir die Welt da draußen bietet.
02:25Heute finden Bewerbungsgespräche an der Technischen Hochschule Köln statt. Gesucht werden sieben Menschen mit
02:31geistiger Beeinträchtigung oder Lernschwierigkeiten. Sie sollen drei Jahre lang zu Uni-Dozenten qualifiziert werden.
02:38Anschließend sollen sie selbst lehren zu Themen rund um Inklusion und Behinderung. Florian hat sich beworben.
02:46Und wenn sie gefragt werden, was zeichnet sie aus?
02:49Ganz klar mein Ehrgeiz, mein Leistungswille, mein Durchhaltevermögen. Oh Mann, aber da hätte ich nicht gedacht,
02:58zur Fälle Konkurrenz.
03:00Da ist, glaube ich, auch schon der nächste Bewerber, der Herr Linz.
03:03Genau.
03:04Und wir haben noch einen zweiten.
03:08Guten Tag, Herr Linz.
03:09Hallo, Herr Linz.
03:11Seien Sie gegrüßt. Nehmen Sie gerne hier Platz.
03:13Danke Ihnen.
03:14Sehr nett.
03:17Ja, schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Das freut uns sehr.
03:22Das Institut setzt sich ja zum Ziel, das Thema Inklusion im Hochschulbereich, in der Hochschullehre
03:29stärker in Nordrhein-Westfalen zu verankern. Und zwar aus erster Hand. Das heißt, dass Menschen
03:33mit Behinderung dazu befähigt werden, Unterrichtseinheiten zu planen und durchzuführen für Studierende.
03:39Und insofern schön, dass Sie da sind.
03:41Ja, ich habe mich auch gefreut, als ich von einem Projekt erfahren habe, einfach auch
03:46dieses eine neue Chance, einen neuen Anreiz, wieder was zu erreichen zu können.
03:51Weil ich bin eigentlich so, ich gebe mich nie damit zufrieden, was ich habe, sondern
03:56ich brich halt wirklich immer das Optimale aus der Rauchschule. Das heißt, auch wenn ich
04:01eine Behinderung habe, möchte ich als normal angesehen werden. Und ich bin damit auf die Welt
04:06gekommen, dass es hieß, ich würde nie laufen lernen, ich könnte nie Fahrrad fahren
04:11lernen und ich bin, glaube ich, gerade zu Tür reingekommen. Also insofern geht da noch was.
04:16Wer weiß, was da noch was braucht. Da geht auf jeden Fall noch was. Ja, ja.
04:22Köln. Hier lebt Florian in einer eigenen Wohnung im Haus seiner Mutter.
04:34Kennst du die Bilder eigentlich alle? Alle nicht, aber... Das war in Lippstadt, kurz nachdem die
04:44die Beatmung. Du wurdest ja da mehrere Tage künstlich beatmet, genau. Maschinell beatmet. Und da ging es dann so langsam
04:55bergauf. Ja.
05:01Bei Florians Geburt kam es zu Komplikationen. Sein Gehirn blieb zu lange mit Sauerstoff unterversorgt.
05:07Dadurch ist Florians Entwicklung beeinträchtigt.
05:10Ich glaube, das war wahnsinnig schwer für seinen Vater, das so zu akzeptieren, dass Florian so ist, wie er ist.
05:20Oder zu der Zeit war, wie er war. Ich denke, man hätte sich wahrscheinlich immer einen Sohn gewünscht,
05:26mit dem er irgendwie alles machen kann. Fußball spielen, keine Ahnung, Inliner fahren. Und das war halt mit Florian so
05:32in dem Alter nicht möglich. Und ja.
05:40Wie war das für Sie als Mutter? Schlimm. Ja, ich fand es sehr schlimm, weil ich habe gesagt, das ist
05:49ja nun mal der Sohn.
05:51Und es ist ja egal, wie er ist. Also ist er das Kind. Egal, ob er ein Handicap hat oder
05:57nicht.
05:57Aber deswegen ist es trotzdem mein Sohn und ich liebe ihn so, wie er ist. Also, ja.
06:08Ja, aber das kann man gar nicht, wenn man Bilder sieht oder wenn man so seinen ganzen Werdegang bis jetzt
06:15so sich vor Augen führt,
06:20dann ... Das ist schon Wahnsinn, was er gemacht hat aus seinem Leben.
06:33Für mich ist es halt nur schwer, weil ich sehe, dass so ein Fehler so viel ...
06:40... dass man so einen Unterschied dann irgendwann macht.
06:44Na, ist gut.
06:48Das ist echt nicht gut.
06:50Wenn ich das jetzt wieder so Revue passieren lasse, das ist echt nur dann ...
06:55Dafür hast du das doch alles toll gemacht, Flo.
06:58Nur so ein paar Minuten waren die das.
07:01Ja.
07:02Die so vieles im Leben verändern.
07:05Dann nur ein paar Minuten.
07:13Eine Woche später steht fest, wer für die Qualifizierung an der TH Köln ausgesucht wurde.
07:18Ja.
07:21Jetzt sind wir alle da.
07:22Sind wir alle da, genau.
07:24Die zukünftigen Bildungsfachkräfte kommen aus ganz Nordrhein-Westfalen.
07:29Die sieben ausgewählten Menschen werden die nächsten drei Jahre durch das Institut für inklusive Bildung NRW ausgebildet.
07:39Und Florian ist einer von ihnen.
07:46Fast alle von ihnen haben Förderschulen besucht und eine Hochschule noch nie betreten.
07:59Es ist für mich einfach beflügelnd, jetzt vielleicht nicht den vorgegebenen Weg eines Menschen mit Handicap beschreiten zu müssen,
08:09sondern ich habe immer schon gesagt, ich möchte nicht mein Leben lang in der Werkstatt bleiben.
08:14Ich möchte eine einspruchsvolle Arbeit machen und wenn ich dadurch noch zu einer inklusiven Gesellschaft beitragen darf,
08:22dann ist das etwas ganz Tolles für mich.
08:25Aber das ist ...
08:25MS heißt Magister, ne?
08:27Nein, das ist Master of Science.
08:30Nein, solche Sachen.
08:31Ich glaube nach dem Master of Irgendwann hat mein Gehirn schon aufgescheitert.
08:36Einige Wochen später.
08:38Im Hochschulseminar treffen die sieben angehenden Bildungsfachkräfte zum ersten Mal auf Studierende.
08:43Guten Tag, hallo.
08:46Ich bin hier die Hochschullehrerin.
08:50Hallo, ich bin Dagmar Brosei.
08:53Und das sind die Studierenden, die stehen noch ein bisschen schüchtern.
08:56Nein, nein, nein, nein.
08:57Nein, nein, nein.
08:59Ich bin hier die Hochschulein.
09:03Nein, nein, nein, nein.
09:04Hallo, ich bin hier.
09:05Hallo, Lisa.
09:07Guten Tag, du?
09:08Hermin, hi.
09:09Amant, woher kommst du denn?
09:11Aus Indonesien.
09:17Herzlich willkommen an alle.
09:19Ich freue mich wirklich sehr, dass Sie gekommen sind heute zu unserem gemeinsamen Seminar
09:23auf dem Weg zur unterstützten Entscheidungsfindung.
09:27Wir beschäftigen uns mit dem Recht.
09:30Und da ist es natürlich auch toll, dass wir heute mit Ihnen darüber sprechen können,
09:34ob Sie selbst Erfahrungen haben mit rechtlicher Betreuer.
09:37Weil wir eben immer wieder hören, dass es da zu Problemen kommt, zu Missverständnissen.
09:48Wer von euch beiden hat denn rechtliche Betreuer?
09:51Ich.
09:52Und Fabian nicht.
09:53Du hast keine.
09:55Also, wenn ich jetzt irgendwas verbrechen würde, müsste ich selbst auch dafür gerade stehen.
09:59Aber wenn ich wichtige Fragen habe, habe ich immer noch meine Eltern im Background.
10:04Ihr könnt euch frei empfangen.
10:06Ihr könnt sagen so, hier, ich mach das Seminar, das, das, das.
10:10Und das kannst du als Mensch mit Behinderung auch.
10:12Aber in einem relativ komprimierten Rahmen nur.
10:17Und mir war der Rahmen dessen einfach zu klein.
10:35Florian und Fabian sind Freunde geworden.
10:41Mein Bruder ist drei Jahre jünger als ich.
10:45Mein Bruder ist auch 23 Jahre alt.
10:48Also, wir sind Zwillinge.
10:50Okay.
10:51Und, ähm, hat der auch ein Handicap oder ist der auch?
10:57Nein, er wurde, ähm, davon verschont.
11:01Also, es war nicht einfach immer für mich damit zurecht zu kommen, weil ich immer gesehen habe, äh, was mein
11:08Bruder alles kann und was ich nicht kann.
11:11Aber ich bin meinem Bruder überhaupt nicht böse.
11:14Also, ich bin sogar froh, weil er mir besser helfen kann, als wenn er jetzt auch eine Einschränkung hätte.
11:20Bei mir ist das, bei, bei mir ist es halt auch so, meine Eltern haben sich halt 2002 getrennt, weil
11:29mein Erzeuger nicht damit klargekommen ist, dass ich ein Handicap habe.
11:34Und er hat meinen Bruder halt immer bevorzugt behandelt.
11:38Und das ist für mich immer sehr schwer gewesen.
11:42Also, zu merken, dass dein Fleisch und Blut, was dich gezeugt hat, dich anders behandelt als dein Bruder.
11:52Und deswegen ist dann bei mir dieses Vergleichen angefangen, weil ich einfach dachte, was macht er richtig, was ich falsch
11:59mache?
11:59Oder was macht er richtig, dass er diese Zuneigung und Liebe kriegt, die ich so nicht erfahren habe.
12:06Aber du bist so, wie du bist und du bist eigentlich so perfekt, wie du gerade mir rüberkommst.
12:16Also, mach dir da nicht zu viel Druck. Das ist, das ist schlecht.
12:21Ich würde dir einfach raten, dein Leben so zu leben, wie du gerade, äh, äh, gerade bist, weil damit fährst
12:31du am besten.
12:42Seit mehreren Monaten läuft die Qualifizierung.
12:45Bald sollen die Sieben ihr erstes eigenes Seminar zur Inklusion vor Studierenden halten.
12:50Dafür müssen sie vor größeren Gruppen sprechen lernen.
12:56Schauspielerin und Sprecherin Julia Dillmann hilft.
13:00So, schön, dass ihr da seid, schön, dass ich da bin.
13:05Ich hab mich total auf euch gefreut.
13:08Ja, ich auch.
13:09Sehr schön. Was glaubt ihr denn, was braucht ihr denn, um einen guten Auftritt hinzulegen?
13:17Ja, auf jeden Fall eine autoritäre Ausstrahlung.
13:21Autoritäre? Wie meinst du das genau?
13:23Also, eine Ausstrahlung, die zeigt, dass man was vermitteln will und dass man die Wahrnehmung der Studenten auf sich bringt
13:29und zeigt, hier, guck mich an, ich zeige euch was.
13:33Ja, das heißt, du meinst, dass du einfach die Aufmerksamkeit auf dich ziehst?
13:37Ja, richtig.
13:37Ja, okay. Das ist sehr gut. Was braucht's noch?
13:41Auch ein bisschen von Spontanität, glaube ich. Und dass man denen das so beifringt, dass das denen nicht langweilig wird
13:52und dass das sehr interaktiv ist.
13:55Ah. Können wir zum Beispiel sagen, dass ihr euch sozusagen von eurer Schokoladenseite zeigen wollt?
14:02Ja, sowas ähnliches.
14:03Ja, das bringt der Beruf mit.
14:05Alle Teilnehmenden haben etwas Persönliches vorbereitet, um das Sprechen vor Gruppen zu üben.
14:13Ja, okay. Mein Name ist Andreas. Ich wollte euch gerne über einen meiner Hobbys erzählen. Musik. Abwechseln mal Bass, mal
14:34E-Gitarre.
14:37Oder das jetzige, da hakt es noch ein bisschen. Aber macht Spaß. Und einer aus meiner Bands sitzt sogar hier
14:47in der Runde. Die Lieber am Mann.
14:50Wenn man nicht zu viel singen k plaintiffs war, Argentie vielleicht keine vollen Z嗯.
15:06Ja, okay.
15:08têm m h��, weil es am Mannsun ist.
15:16Die Lieber am Mann und bei uns berühres
15:26I love you.
15:29I love you.
15:35I love you.
15:36I love you.
15:38I love you.
15:39I love you.
15:39I love you.
15:39And then you say,
15:40I'll read you briefly about the beginning.
15:43Yes.
15:44All the people need is freedom.
15:47A freedom you can't find me.
15:50We've often laughed together.
15:52We've made a lot of shit.
15:56I often go out and search a place.
15:58A place that only belongs to us.
16:01There, where no one stops.
16:03It was a nice time.
16:04The time with you and me.
16:06But a sentence in the past
16:08doesn't fit in my future.
16:11I'll wait on the next red light
16:13on you and my car
16:15and not without the start.
16:23I'm going to put the camera on
16:25so naturally.
16:26Yes, exactly.
16:27Yes, very good.
16:30I don't know if I'm going to shame
16:33or not.
16:35That's perhaps the wrong word.
16:37But I know about the problem,
16:39that my voice is different
16:41or that my movement
16:43is not like people
16:45without a handicap.
16:46I also think
16:49if I'm not enough
16:51to change it
16:52to change it.
16:53If I'm going to accept it
16:55to come in and say
16:58okay, you are like you are.
17:00Or if I'm not enough
17:03to change it
17:04to change it.
17:05I think
17:06that's how to change it.
17:08That's how to change it.
17:09That's how to change it.
17:10That's how to change it.
17:14I understand that totally.
17:18But it's important
17:19that you feel well.
17:21And if you say
17:23what you have to say
17:24I'm 150%
17:26by you.
17:28Then I don't think
17:28about how you do
17:31what you do.
17:32That's your art.
17:34That's true.
17:35There's no right
17:37and no wrong.
17:38But the nice thing
17:39is that there are
17:4015 different types
17:42of how we tell a story
17:44and how I explain something.
17:46And it's very sad
17:47if it's the same thing.
17:50It doesn't want anyone.
17:51It's uninteressant.
17:54Yeah?
18:04Florian
18:05is with his younger brother
18:06Daniel
18:07married.
18:08Both have no contact
18:09to their father.
18:10But Florian
18:11asks,
18:12if he's going to change it.
18:16What do you think
18:18about your reaction?
18:19The reaction?
18:21The reaction,
18:23that he sees...
18:24er...
18:26Er he's not doing a mistake.
18:29Er came not to me.
18:31Or...
18:32Er wanted to change it.
18:36Or...
18:37But...
18:37And...
18:37That he sees...
18:39I've got to be in my life
18:42without our motivation.
18:43Had I this daughter's situation
18:45had I not...
18:45She has to be a mental thing.
18:47I don't know, I don't know.
18:47Actually my childhood, the problem I have, is the problem.
18:53But if you love your children or are important,
18:56you don't want to get into it,
18:58you don't want to get into it.
18:58You don't want to get into it,
19:02but if you're not doing it in your work,
19:05then I don't want to get into it.
19:06I don't want to get into it.
19:08That's not the way you do.
19:09When you see that you're going to get into it,
19:13you're going to get into it,
19:14But that makes the whole year, when he hasn't been called, not ungeschehen.
19:18I would like to know if he's too angry,
19:23or if he's too angry.
19:24Or if he's too cold.
19:27Just to see if...
19:30But what would that bring?
19:33I think that's not needed, right?
19:52Sieben Monate Ausbildung sind vorbei.
19:54Und heute werden die angehenden Bildungsfachkräfte
19:57ihr erstes Hochschulseminar im Fach Pädagogik leiten.
20:06Heute geht's los.
20:08Die Aufregung ist bei Ihnen und bei uns bestimmt allen in den Knochen.
20:12Bei Ihnen sicherlich weniger als bei uns.
20:16Nichtsdestotrotz, ja, ich freue mich, diese erste Seminarreihe von uns ankündigen zu dürfen heute.
20:24Die Seminarreihe Meine Lebenswelt.
20:26Menschen mit Behinderung als Experten und Expertinnen in eigener Sache.
20:30Also, ich würde meinen Namen sagen und eine Bewegung machen.
20:38Mach's mal vor.
20:40Also, ich bin der abgefahrene Ammannsch.
20:42Und wie ist deine Bewegung?
20:45Ich bin der lauter Luca.
20:48Ich bin der lauter Luca.
20:50Und das ist deine Bewegung.
20:53Und ich bin die ruhende Ruth.
20:58Die mutige Michaela.
21:02Und die intelligente Isabelle.
21:09Manche Menschen kennen das ja auch.
21:10Ich habe geschrieben, wir sind hier, wir sind laut, da hat man uns die Rechte klaut.
21:15Weil uns ist es richtig, nicht nur mich, sondern auch die anderen, dass man uns nicht die Rechte klaut.
21:26Ich finde es einfach toll, dass wir euch auch kennenlernen können, da wir euch sowieso die ganze Zeit durch die
21:32Gänge sehen.
21:33Man trifft sich aufs Klo, in der Schlange, in der Cafeterie und so.
21:37Ja, für uns ist es halt immer so kompliziert, weil wir immer denken, oh oder ich, manchmal so denke ich,
21:42ich bräuchte Gemeinsamkeiten.
21:43Weil ihr als Student habt ja immer so diese Gemeinsamkeiten, die euch verbinden, die ein oder anderen Studienfächer, die euch
21:50verbinden, die ein oder anderen Professoren, über die ihr lästert.
21:56Und für uns, wir agieren ja in einer ganz anderen Funktion hier an dieser Hochschule.
22:03Und ich hoffe einfach, dass wir hier durch mehr Berührungspunkte haben.
22:08Also das war, komm mit dir bereit.
22:11Ich war auf jeden Fall schockiert am Anfang.
22:14Und ich habe gedacht, okay, was wird das?
22:16Und ich glaube auch, dass wenn man nicht damit vertraut ist, ist meine Reaktion zuerst ein bisschen Abstand zu nehmen.
22:23Hier konnte ich das nicht mehr und ich bin sehr dankbar, dass das nicht mehr ging.
22:28Und es ist ein Format, der auf jeden Fall funktioniert.
22:31Und das, ich glaube, uns ganz weit in dem Thema bringen wird.
22:38Die wollen was verstehen.
22:40Und das, was die verstehen wollen, haben wir.
22:43Also das können wir denen vermitteln.
22:45Und wenn du das spürst so, wenn das beginnt in dir zu wirken, das macht ja auch was mit dir.
22:50Das ist einfach so ein Gefühl, was ich ja zum Glück öfter haben darf in Zukunft.
22:57Und das wäre ganz toll, ja.
23:00Dann hält die Welt plötzlich den Atem an.
23:03Es ist Mai 2021, Corona-Pandemie.
23:07Die angehenden Bildungsfachkräfte können sich nicht mehr persönlich treffen.
23:12Ich schalte die Decke ein.
23:17Ihre Ausbildung findet ab jetzt digital statt.
23:20Die Seben geben nun Online-Seminare.
23:22Ich freue mich.
23:29Ich freue mich.
23:30Schnittstelle, Klara auf serielle Bluetooth.
23:33Hгляд für die Windows-Microsoft-Outlook.
23:36Hallo!
23:38Hallo.
23:39Hallo!
23:40Florian Lind, ist da!
23:41Ja.
23:421983, Filmhormop.
23:46Welcome.
23:48Okay, we have now 12 o'clock. Should we start?
23:51Are you all ready to start?
23:53Yes, I am.
23:54Okay, let's go.
23:56Let's go.
23:58Okay.
23:59There will be a lot of windows on.
24:03Also, it will probably be on the back of the students.
24:07But we are already in the room of 51 participants.
24:11Good morning everyone.
24:12Good morning everyone.
24:13Okay, let's begin.
24:15I'm calling my colleagues and colleagues.
24:20Welcome to the students.
24:25I'm looking forward to a good conversation and a lot of information,
24:31which we can give you today.
24:33And hopefully a good conversation.
24:36I give up.
24:38First of all, thank you to Mr. Linz.
24:41Yeah, I'm the Jill-Marie Sierske.
24:44I'm one of the seven of the building staffs.
24:46And we're here with you, Saminar to observe.
24:58Yeah.
24:59Good morning, I'm ready to meet up.
25:01We have now about 8 minutes of pause.
25:06Today's seminar has been very well.
25:11I'd like to see you soon.
25:12See you later.
25:17I learned from a handicap group on Facebook.
25:22Also a inclusive group.
25:25This person was in the team.
25:29I was in the group.
25:33She is called Jenny.
25:35Jenny also told me to come to Köln.
25:39I didn't know that she was surprised.
25:41She came here.
25:45It was really nice.
25:47It was a Sunday.
25:48She was around 10am here.
25:51She said, where is my coffee?
25:54Because I said, I'm going to give you a coffee.
25:58And then he came here.
26:00And he played on it.
26:02I'm going to wait for a coffee.
26:04Where is he then?
26:07This humor was just there.
26:09And I think humor is also very important.
26:13You have in your life.
26:15You have perhaps in your life.
26:16You have perhaps not yet.
26:19You have perhaps not yet.
26:20Have you the feeling,
26:21that this is now.
26:22In the form of qualification.
26:25In the form of qualification.
26:28In the form of qualification.
26:39In the form of qualification.
26:40In the form of qualification.
26:40I think that is the same thing.
26:42But I think that they have the key.
26:47I would like to explain it to them by the kylian Kölsch.
26:51I would not have a problem with that.
26:54But if nothing comes, I can not do that.
27:02Im März 2022 dann, der Tag der Abschlussprüfung.
27:08Wenn alles gut geht, ist Florian noch heute eine fertige Bildungsfachkraft.
27:13Hi.
27:14Wie ist es gelaufen? Bestens. Bestanden Plus Plus?
27:19Beide, also sowohl die als auch die Schriftliche mit Plus Plus.
27:24Ja, ja.
27:24Ja, guck mal.
27:26Hat Spaß gemacht.
27:27Angenehme Stimmung da oben?
27:29Ja, doch, sehr. Sehr entspannt, also keine Angst, vollkommen entspannt bleiben.
27:36Und ich weiß, dass du die Sachen kannst.
27:39Ich weiß es ja auch, aber ich habe halt auch immer diesen Einspruch des 150-prozentigen.
27:46Also ich denke, es ist jetzt schon rund, aber es könnte eine Runde werden und ja.
27:51Du bist ja noch angehende Bildungsfachkraft.
27:54Und du?
27:54Ich bin jetzt Bildungsfachkraftig.
27:57Oh, das ist eine Ehre für mich. Ich darf nicht hinter der Bildungsfach...
28:01Ah, das ist... Danke.
28:14Es geht den großen Schritten auf die Abschlussprüfung zu.
28:26Oh, das ist keiner mehr. Ich glaube, ich bin gemeint. Oh nein. Hallo Claudia. Jetzt gibt's keinen zurück.
28:37Bevor wir loslegen, noch die obligatorische Frage, fühlst du dich gesundheitlich heute und jetzt in der Lage, diese Prüfung auch
28:45durchzuführen?
28:46Durchaus.
28:47Sehr schön.
28:48Ja, ich begrüße euch erstmal recht herzlich zum heutigen virtuellen Seminar.
28:55Thema Teilhabe. Ich habe mich für das Thema entschieden, weil das Projekt ja auch eine Art Teilhabe ist.
29:02Also ich habe mir gedacht, dass ich erstmal mit einem Aufwärmspiel anfange.
29:07Das hat sich so bewährt. Nach dem Aufwärmspiel hatte ich dann vor, dass die Gruppe erstmal unsere Teilhabeerfahrung oder eben
29:15nicht, je nachdem im Gespräch, dass man darüber eingeht.
29:30Da wäre für mich die Frage, spielen da die Erfahrungen der Studierenden auch mit rein oder ist das eine reine
29:36Vermittlung von eurer Seite?
29:38Nein. Also ich wollte mit denen ins Gespräch kommen und ich wollte damit einfach versuchen nochmal den Blickwinkel zu verändern
29:45und dass die sich einfach nochmal in die Lage versetzen können.
29:49Wie würdest du dann reagieren, wenn die mit der Frage nichts anfangen können, wenn keiner was sagt?
29:53Dann würde ich versuchen, von mir aus die Fragen aus meiner Sicht zu beantworten.
29:59Ich meine, es fehlt mir so ein bisschen gerade so ein Input. Und ich frage mich gerade so, was kommt
30:04denn dabei raus?
30:05Außer, dass man vielleicht so Sachen verstärkt, die man eh schon immer mit hat. Da hat man wirklich was gelernt.
30:11Also das ist so ein bisschen eine kleine kritische Anmerkung. Ich glaube, da musst du dich entscheiden, was du willst.
30:15Und dann auch gucken, was für ein Feedback am Ende dann Sinn macht.
30:19Sinn macht. Was willst du haben, was sie mitnehmen? Gibt es was mitzunehmen für übermorgen?
30:23Ja.
30:27Ja.
30:29Ciao.
30:33Ja.
30:34Hallo.
30:35Ja, bitte.
30:36Wir sind gespannt. Wie ist es gelaufen?
30:40Ja, es ist ganz gut gelaufen. Ich habe bestanden. Also die schriftliche Abschlussprüfung habe ich mit bestanden plus plus bestanden.
30:51Und meine mündliche jetzt habe ich bestanden.
30:58Und klar, da ist jetzt noch Luft nach oben. Aber ich möchte nichts geschenkt haben. Also es würde mir nichts
31:05bringen, wenn da jetzt bestanden plus plus steht, nur um mir einen Gefallen zu tun.
31:08Und dadurch habe ich ja dann quasi gar nicht das erreicht, wenn es da was zu meckern gibt, gibt es
31:15da was zu meckern. Ich kann was besser machen. Und ja, es ist in Ordnung für mich. Es steht bestanden
31:22da. Und einmal plus plus ist doch auch schon schön. Oder?
31:32Hallo.
31:34Ich freue mich und so. Ich freue mich riesig heute. Denn heute ist der Tag der Zertifikatsübergabe.
31:43Denn alle sieben Bildungsfachkräfte haben diese Qualifizierung erfolgreich bestanden.
31:54Wilde Freude ist er darauf curve. Yay!
32:00Das beste Gruppenfoto aller Zeiten.
32:03Es ist aber mega gut, dass ich jetzt fertig im Bildungsfachgrad bin.
32:08We got a few of them from the shoulder,
32:11which said to me, I'm not mistaken.
32:14We all wanted to go out of the state.
32:17Hey, we have here just done something awesome.
32:21It's a very good feeling.
32:24We have this thing damn good again rocked.
32:27The pride came up with me.
32:29Okay, now I'm more proud if you have jobs.
32:34I'm not mistaken, but I want to see the paper there.
32:41I have no rules on my own, I have no rules on my own.
32:50I have no rules on my own, I have no rules on my own.
33:01I have no rules on my own, I have no rules on my own.
33:17I have no rules on my own.
33:21I have no rules on my own.
33:24Am nächsten Tag, Florian ist auf dem Weg nach Fulda.
33:28Seine Freundin besuchen.
33:31Ist das hier der Zug nach Fulda?
33:34Das ist der 99.2, der 99.2 ist das.
33:37Der hier?
33:37Ja.
33:44Ja, hallo mein Schatz.
33:52Wegen der Prüfungsvorbereitungen hat er Jenny mehrere Wochen nicht sehen können.
33:57Okay, gut.
34:01Wenn man sich jetzt nach so einer langen Zeit wieder sieht, ist die Vorfreude darauf natürlich
34:07riesengroß.
34:08So, mein Herz ist wieder zu Hause, ich kann Jenny in den Arm nehmen und das ist einfach,
34:15ja, das ist einfach ein tolles Gefühl.
34:18Ja, läuft bei uns, also im Moment fährt es noch, aber läuft trotzdem, ja, und das ist einfach
34:26ein ganz schönes Gefühl.
34:43Ja, schön wie der Hirsch sein.
34:55Ja, mega.
34:56Drei Jahre hat sich richtig gelohnt, das jetzt noch mal so, ja, bestätigt zu haben.
35:04Hast du richtig gut gemacht, mega, mega schön, echt.
35:08Das in der Hand und dich in meinem Arm und ich denke zu.
35:11Oh, sehr schön.
35:15Auch Jenny hat eine Behinderung, für längere Wege ist sie auf den Rollstuhl angewiesen.
35:22Florian hat einen Platz im Schlossrestaurant reserviert, sie wollen feiern.
35:29Oh, ist der Tisch extra schön gedenkt.
35:36Kindler-Dinner.
35:39Nein, müsste helfen, Kindler-Dinner.
35:43Danke.
35:45Sehr lecker.
35:47Danke.
35:48Danke.
35:48Danke.
35:49Danke.
35:50Klappt das mit dem Schneiden?
35:52Ja.
35:53Oder soll ich dir noch mal helfen?
35:56Nee, das geht, das Schnitzen ist schön, das ist nicht so ziemlich.
36:01Sehr, sehr lecker.
36:02Mhm.
36:09Was, was, was passt dir jetzt da nicht?
36:11Ja, guck, guck, guck, schau mal ran.
36:13Siehst du?
36:14Also die Falten.
36:16So, wir sind doch autogen, oder?
36:18Total.
36:19Total.
36:33Ja, ich hab mir halt immer eine Frau gewünscht, die auch so auf Augenhöhe ist und die dann eben
36:40auch ein Handicap hat und eben weiß, wovon ich rede.
36:44Also, ja, weil Jenny, da muss ich mich halt nicht dafür rechtfertigen, wenn ich dann
36:49Sachen, die jetzt meinetwegen im gesellschaftlichen Kontext normal wären, wenn ich die nicht kann.
36:55Und das ist ja eigentlich das, worauf es ankommt.
36:58Mhm.
36:59Und was magst du eigentlich an ihr so auch als Frau?
37:02Was hat dich begeistert?
37:03Warum hast du dich in sie verliebt?
37:05Ja, weil sie einfach als Frau so stark ist, also auch so die Sachen, die sie miterlebt hat,
37:10dass sie so ein Stehaufmännchen ist, dass sie so eine fröhliche Art hat, dass sie für
37:15sich einstehen kann.
37:16Sie kann da als Frau einfach ihre Frau stehen, weil sie weiß, wie es ist, anders zu sein.
37:21Aber gerade das macht sie aus, dass sie damit so cool umgeht.
37:46Und was war dein Gefühl, als sie dir das Zeugnis gestern überreicht haben?
37:50Ich war ja leider nicht dabei.
37:52Das war, ja, das macht mich einfach glücklich.
37:56Das erfüllt mich, wenn ich mir denke, wie viele Leute haben einen Job, einfach um dich
38:02zu finanzieren, um den Kühlschrank vollzukriegen im besten Fall.
38:06Und ich darf einfach was machen, was mich glücklich macht.
38:10Ich freue mich einfach.
38:12Ich freue mich auch für dich, dass du deinen Weg da so gegangen bist.
38:16Und ich kann mir das schon vorstellen, wie das ist.
38:21Ich habe einfach nur so gedacht, warum gibt es eigentlich sowas hier bei uns im Fulda nicht?
38:27Okay.
38:27Weil zum Beispiel ich bin ja auch so ein Mittelmensch, in Anführungszeichen.
38:34Und einerseits ist die Werkstatt okay für mich.
38:37Aber andererseits fühle mich irgendwo dadurch ein bisschen unterfordert.
38:41Also würdest du dir auch wünschen, dass die Werkstatt dann vielleicht mehr auf dich eingeht und sagt,
38:46okay, was bringt hier als Mensch mit?
38:48Ja.
38:55Florians Freund und Kollege Fabian zieht vom Elternhaus auf dem Land in die Großstadt.
39:01In seine erste eigene Wohnung. Florian kommt zum Helfen.
39:09Guten Morgen.
39:10Guten Morgen, Fabian.
39:11Guten Morgen, Flo.
39:13Guten Morgen.
39:15Herzlich willkommen in meinen vier Winkel.
39:17Hallo.
39:18Hallo, guten Morgen.
39:20Da ist das Schlafzimmer, wieder das Arbeitszimmer.
39:23Na, mega praktisch.
39:30Sehr gut.
39:32Lass man das.
39:34Oh, gekonnt.
39:35Ja.
39:37Möchtest du den Brügel einmal rein?
39:39Ja, sehr gerne.
39:40Ich habe auch schon ein paar Sachen, die wir gemeinsam einräumen können.
39:45So.
39:46Nicht, dass das hier in Tupolta auch zeigen wird, weil da sieht ja ein Geschirr aus.
39:52Nein.
39:57Wäre blöd, wenn ich keine Teller mehr habe.
40:00Nur weil wir mit der Frischti gespielt haben.
40:02Solange wir noch eine Tasse im Stall haben.
40:14Also von hier oben hat man einen geilen Ausblick.
40:19Man hat einen sehr schönen Sonnenuntergang.
40:22Also das lohnt sich auch mal abends bei mir hier vorbeizukommen.
40:27Dann weiß ich ja, wo ich kingeln muss.
40:36Da ist der Rewe, wir müssen, glaube ich, hier rüber.
40:38Wir müssen da dann her.
40:40Hier her, ne?
40:41Ja, da.
40:42Genau.
40:45So.
40:54So.
40:55So.
40:55So.
40:55So.
40:56So.
40:58So.
41:01So, wie ist sie so, deine Freundin?
41:06Ja, da stimmt die Chemie einfach.
41:09Also dieses Verständnis untereinander eben für unser jeweiliges Handicap.
41:13Ist einfach auf beiden Seiten da.
41:15Und ich finde, dadurch ergänzen wir uns relativ gut.
41:19Und das ist einfach ne gute Basis, ne?
41:21Klar.
41:22Halt sie gut fest, sonst fliegt sie weg.
41:32Today is a special day, because we are writing today the awards contracts.
41:37We are writing today the awards contracts.
41:39I am writing mine and the others are writing yours.
41:46When I am very excited, it is not so easy for me to get it.
41:58We make the same mistake with the button, so now.
42:02Well, that is then so.
42:09Spastik hin, spastik her, it will be good for me.
42:16For the very special days.
42:197 months have waited for them, even if the contract is first time.
42:24From now on, they have an appointment at the TH Köln and pay for it.
42:29When you have certain conditions or a handicap,
42:34then you can't hire yourself everywhere.
42:37Yeah, yeah, we think we can do it.
42:39Eure Verträge are prepared.
42:42And that's why for me is the chance of my life,
42:46this contract today in the hand to be able to do
42:49and to be a part of the general market to be.
42:54A part of the society.
42:57What I know is going to be the best possible味.
43:07How are you willing to find out of the way?
43:09I am very happy to have the best.
43:10But in my category.
43:13I am happy to be.
43:15I am happy to be.
43:17I am happy to be.
43:17Couldn't be, I am happy to be.
43:18To be glad I am happy to be.
43:18You are a part of the 메 tattoos.
43:19To be a book I am happy to be.
43:28Florian is in his job
43:29here is the certificate
43:33for the inclusion
43:35and who are your teachers?
43:38teachers are young people
43:41that are the kitaleitungen
43:43and we teach them
43:44we are experts in our area
43:47and they are experts in our area
43:49here is just a great place
43:52in the room
43:54Florian is working with Fabian and Jenny
43:57their places are varied
43:59faculty, faculty
44:01and politicians
44:02and politicians
44:03can you tell us about the simple language
44:08I hear in my seminars
44:11from the students
44:13I didn't know that there is a difference
44:15between the simple and simple
44:17and the simple language
44:18that it is difficult
44:21to speak
44:23because it is difficult
44:23because you are not used to
44:24the everyday
44:24the better
44:29the better
44:29so like
44:32political
44:33or
44:34or
44:36or
44:38or
44:40I also
44:40me
44:41would you
44:41anything
44:41you
44:42like
44:42that
44:42how
44:44you
44:45you
44:46What's your name for you?
44:47Eine Bezeichnung?
44:48Wie wär's denn mit pädagogisches Deutsch?
44:56Oder einfach gesagt schweres Deutsch?
44:58Ja.
44:59Jetzt möchten wir Gesprächskreise machen.
45:03Die erste Frage ist heute, werden Menschen beim ersten Contact mit der Betreuungseinrichtung
45:09freundlich empfangen?
45:11Die Seminare sind nah am Alltag der Teilnehmenden.
45:14Damit sie etwas für die Praxis mitnehmen können.
45:22Und dazu kam der Satz, Kinder sollen Kinder sein.
45:25Ja, ich finde das so als Erkenntnis wichtig, weil man irgendwie, je älter man wird,
45:30immer auf unterschiedlichen Beziehungs-Ebenen Erwartungen erfüllt, erfüllen möchte.
45:35So als Kindergartenkind, als Schulkind, als Ausbilder.
45:39Und ich finde es halt fraglich, wenn Kinder schon so früh mit Erwartungen konfrontiert werden,
45:45weil das eigentlich die Zeit ist, in der ein Mensch einfach nur ein Mensch sein darf,
45:50ohne irgendwie Erwartungen, ohne von Erwartungen geprägt zu werden.
46:04Ich fühle mich im Kontext der Hochschule einfach so gut aufgehoben.
46:08Diese Augen, nicht dieses Belullen, die armen Leute mit Handicap und ne,
46:13sondern wirklich, sie sehen, was wir können, was wir nicht können.
46:17Aber das, was wir können, wird auch erwartet. Das finde ich gut, weil der Raum wächst sich auch.
46:30Jenny ist zu Besuch.
46:31Dann lass uns mal was zaubern.
46:35Bevor wir was zaubern, was machen wir zuerst?
46:39Hände waschen.
46:41Yes.
46:41Wir gehen jetzt erstmal ins Bad, Hände waschen.
46:44Bei Lebensmittel-Gekälen.
46:50Wir machen Pizza-Wraps.
46:53Pizza-Gewürz.
47:02So, dann holst du, weil du ja kein Abtropfsieb hast, das Nudelsieb unten raus.
47:12Guck mal, leg dir mal so einen Lappen unten drunter.
47:15Warum?
47:18Weil es besser hält und nicht rutscht.
47:19Damit es nicht wegrutscht.
47:31Aber du kannst schon mal die nächste Paprika rausholen und waschen.
47:35Okay.
47:38Das ist halt nicht immer leicht für mich, weil wenn du mir dann manchmal was sagst,
47:43dann fühle ich mich oft so in diese, ja, in die Lage versetzt, dass du über mir wärst
47:49und ähm ...
47:51Bin ich aber nicht, weil ich versuche dir zu helfen und dir die Sachen zu erklären.
47:56Das ist dann so viel Kommunikation zwischen uns beiden.
48:00Und ja.
48:07Also in unserer ersten Gemeindermohnung brauch ich auf jeden Fall einen anderen Tisch.
48:12Ich merke, dass dieser hier echt suboptimal ist.
48:15Prost.
48:15Ich musste vorher schon mal anfangen.
48:18Aber Prost.
48:33So, sonst hier vorne vielleicht den ersten.
48:36Ja.
48:37Ja.
48:38Würde ich sagen, nur halb lang.
48:39Ja.
48:43Ja.
48:44Ja.
48:57Und wie ist das mit Jenny denn jetzt eigentlich gekommen?
48:59Das kam irgendwie so von einem auf den anderen Tag.
49:01Ja, ich hab dann einfach gemerkt, dass es nicht gepasst hat.
49:04Ja.
49:05Also das ist so, ne?
49:06Dass du dich selber so sehr stark zurückgenommen hast.
49:09Ja.
49:09Ich hab mich halt selber verloren da drin.
49:12Weißt du, wie ich meine?
49:12Also ich ...
49:14Dieses ...
49:14Ich hab mich als Person nicht wiedergefunden in der Beziehung.
49:18Klar, ich bin auch so ...
49:19Ich hab zu spät den Mund aufgemacht, weil ich hab gedacht, die merkt das halt schon, ne?
49:24Aber dadurch hat sie auch immer mehr Plot eingenommen.
49:28Es war einfach komisch.
49:30Ich hatte nach einer Zeit dann echt Bauchschmerzen nach Hause zu kommen.
49:33In der Zeit, als sie bei dir war.
49:35Und ich hab dann, sag ich ehrlich gesagt, ich war dann auch wütend auf mich selber.
49:40Weißt du, ich denke, muss ich vielleicht was ändern? Liegt das bei mir?
49:45Klar, aber ich glaub, guck mal, ihr habt euch, wenn dann immer nur an den Wochenenden gesehen.
49:49Und wenn einen dann schon so viele Sachen so stören, dass man schon gar keine Lust mehr hat,
49:53eigentlich nach Hause zu kommen und so, dann hat das ja auch einen Grund, ne?
49:56Also dann ist das ja nicht unberechtigt.
49:59Man hat halt noch diese rosa-rote Brille auf.
50:03Aber wenn man den Alltag mit einer Person verbringt, muss man die Brille auch ausziehen, um sie zu putzen.
50:10Und beim Brilleputzen fallen halt auch viele Sachen auf, die man so nicht sieht, wenn man sie dann wieder aufsetzt.
50:20Und ja, ich glaube, dadurch ist es halt gekommen, durch das Brilleputzen.
50:50Und ich weiß einfach so, damit hätte er bestimmt nie gerechnet.
50:54Also, dass ich in der Hochschule bin.
50:56Dass ich so Leute unterrichte, die studieren.
51:02Ich glaube, damit hätte er nie gerechnet, dass ich das so weit schaffe.
51:06Aber da kannst du schon stolz drauf sein. Wir sind da auch super stolz drauf.
51:10Weißt du, vorher, wenn ich die Sachen haben möchte, denke ich immer, boah, krass, dann hast du es geschafft.
51:17Aber wenn ich dann das habe, denke ich so, okay, haben Millionen andere auch. Weiß ich nicht.
51:23Du bist nie mit dem zufrieden, was du hast.
51:25Ja, weil ich.
51:26Genieß das doch einfach mal. Jetzt hast du es erst mal geschafft. Doch, natürlich. Aber du kannst es gar nicht
51:34genießen.
51:38Was denkst du, woher das kommt?
51:39Also, ich denke, was das betrifft, da spielt wahrscheinlich schon sein Vater noch eine Rolle.
51:47Weil ich denke, dass es tief in Florian im Unterbewusstsein ist, dass er sich anstrengen muss, um irgendwie gut zu
51:55sein.
51:57In den Augen seines Vaters. Ja, so stelle ich es mir eigentlich vor. Ja. Dass er nie so, auch mit
52:06sich selber, dann nie so zufrieden ist.
52:11Weißt du, ich versuche immer darüber nicht nachzudenken und das irgendwie so wegzuschieben für mich einfach.
52:17Weil ich, weil ich denke, dann so, ähm, schreibst du ihm nochmal, schreibst du ihm vielleicht, ja, jetzt ist er
52:25wie alt, ist er jetzt 60, 62, ne?
52:28Guck mal, er hat mich in die Welt gesetzt und dann dieses, dieses, mit 62 nicht mal darüber nachzudenken, dass
52:35man eigentlich jemanden in die Welt gesetzt hat.
52:38Und, ähm, dieses Gefühl, dass egal sein, wo ist er jetzt? Was macht er? Gibt's ihm gut? Lebt er noch?
52:45Oder ist er eben, wo er adoptiert worden ist? Wie hat er... Was ist das für ein Taschentuch?
52:52Ja, natürlich.
53:04Bitte schön.
53:12Klar, könnte ich ihm vielleicht, wenn ich jetzt, äh, wenn ich jetzt die Wissenskarten kriege von uns, ne?
53:19Vielleicht könnte ich ihm dann einfach mal so ne Wissenskarte, ne Bildungsverkaufslechtische Hofschule Köln, im Briefumschlag packen.
53:27Ja.
53:27Einfach nur die Karte, schreib seine, schreib seine Adresse drauf, schreib meine Adresse auf die Rückseite, wo halt los, und
53:34dann kann er ja gucken, was er rausmacht.
53:41Fünf Monate später. Der Frühling ist da. Florian hat sich eine neue Herausforderung gesucht.
53:48Neben seiner Arbeit an der Hochschule ist er nun Schauspieler.
53:52Seit Wochen probt er für die heutige Premiere bei einem Kölner Theaterfestival.
54:03Heute seh ich auch wieder gut aus. Aber nur, weil du mich schminkst.
54:13Und Florian ist wieder verliebt.
54:21Ja, neue Freundin, genau. Ich hab, ähm, da jemanden kennengelernt.
54:26Verena.
54:28Kommt aus München-Gladbach.
54:30Und schön ist dieses Harmonische. Ich finde, es harmoniert sehr gut.
54:35Zwischen Verena und mir.
54:42Wie geht's denn dir grad?
54:45Aufgeregt.
54:47Sehr aufgeregt.
54:48Wann geht's los?
54:50Um acht.
54:52Aufgeregt.
55:17Aufgeregt.
55:18Du hältst die ganze Welt auf!
55:22Du hältst die ganze Welt auf!
55:26Bessch!
55:44Ich hab da mal was mitgebracht.
55:47Ich habe Angst gehabt, Sachen zu vergessen.
55:53Und deshalb hab ich mir etwas auf den Zettel geschrieben.
55:57Damit die Botschaft bei Ihnen allen heute Abend ankommt.
56:01Denn ich habe mich für eine Sache entschieden.
56:04Ich habe mich dafür entschieden, ich will jetzt leben und ich will hier leben.
56:09Und ich will so leben, wie ich bin.
56:10Ich will nicht darauf warten, dass die Leute mich zulassen.
56:13Sondern ich bin ich.
56:15Und ich bin, wie ich bin.
56:17Und ich möchte einfach mehr sein.
56:20Mehr als mein Handicap.
56:21Mehr als meine Stimme, die vielleicht anders klingt.
56:24Ich habe einen Job, der mir Spaß macht.
56:27Ich habe eine Freundin.
56:31Und Sie sehen alle so vertraut aus.
56:35Darf ich Ihnen mal ein Geheimnis verraten?
56:37Ich fahre bald mit meiner Freundin in den Urlaub.
56:40Das ist noch ein Geheimnis.
56:43Danke Ihnen.
56:50Applaus
57:07Jetzt kommt ein, zwei, drei.
57:10Zwei, zwei, drei!
57:23Zu zweit.
57:23Zwei, zwei, drei.
57:27Hahahaha
57:28Ja, gut, ja, gut.
57:31Stell einen Moment.
57:32Es ist irgendwie von der Bühne aus, sicher, dass sie gar nicht machen müssen.
57:34Das ist bei Ernten immer zufrieden.
57:35Aber wenn die ganze Omen sind, ziehen lassen.
57:37What can't be that strong, my heart is real, this is that fresh, that fresh food.
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