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00:05If you want to tell your youth, where do you start?
00:11At your best friends?
00:15At the worst moment?
00:19At the worst moment?
00:21Here is Kim from echt, and at my door, there are great things to play.
00:28The first great love?
00:31Kim and my love, the love of Eni,
00:33for the first time,
00:38your biggest fears?
00:42Yeah, that was the first concert,
00:44on which we hit with eggs until the end.
00:50Your biggest dumbness?
00:53I just wanted nothing to say about it,
00:55and what I achieved was exactly the opposite.
00:58The most painful moment?
00:59The wild things in the youth to do,
01:01that somehow everyone dreamt.
01:03Your inner conflicts?
01:05This feeling comes sometimes again,
01:08and that hurts,
01:09because my mind, my body,
01:11the biggest struggle?
01:14That you're not going to play,
01:15that you're just as an asshole.
01:18Or just at the beginning?
01:23Or at the end?
01:24That was very successful,
01:25more successful than our last single.
01:29I've experienced that all and even more
01:31with my four best friends.
01:34And that, while we were Popstars.
01:38And we were filmed every moment with our camera.
01:42We were a band.
01:45It's really for always.
01:46Yeah, right.
01:49That's what I can't imagine.
01:51No, no, no, no.
01:53No, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no.
01:59Also, was ich mir auf keinen Fall und nie und nimmer vorstellen könnte,
02:03ist, dass wir uns alle so voneinander entfernen,
02:06dass wir keinen gemeinsamen Männer finden.
02:09Ich glaube schon.
02:10Also, ich glaube, echt wird's für immer geben.
02:16Wir waren eine Band.
02:18Ladies and Gentlemen, please welcome Echt!
02:24Echt!
02:25Echt!
02:27Echt!
02:27Echt!
02:27Echt!
02:27Echt!
02:28Echt!
02:28Echt!
02:31Echt!
02:34Echt!
02:38Echt!
02:47Echt!
02:49Echt!
02:49Echt!
02:51Echt!
02:55Echt!
02:57Echt!
02:58Echt!
03:12So, where do I start?
03:14I think I start there where you might have seen us at 5 times.
03:24Hi, I'm Kim. Hi, I'm Kai. Uh, I'm Flo. Hi, I'm Zola. Hi, I'm Puppi. Und zusammen sind wir echt.
03:35Die besten Plätze sind besetzt. Selbst wenn ich wollte, könnte ich's nicht ändern. Ich könnte's nicht ändern.
03:44Die fünf kommen aus Norddeutschland und sind alle noch ziemlich jung. Alle im Alter zwischen 15 und 17.
03:49Und erfüllen sich gerade ihren Traum vom ersten eigenen Album. Die gemeinsame Leidenschaft für Musik haben sie in der Schule
03:54entdeckt.
03:55In der kleinen Schule in Flensburg spielen sich unglaubliche Szenen ab.
03:59Gestern noch waren die fünf Jungs ganz normale Schüler. Heute sind sie der Schwarm der kleinen Mädchen.
04:03Zum ersten Mal bei Interaktiv. Wie fühlt man sich denn da so? Zum ersten Mal. Ja, sag was.
04:11Gut.
04:12Denn alles wird sich ändern, wenn wir groß sind. Alles wird sich ändern.
04:19Wird sich ändern. Oh, alles wird sich ändern, wenn wir groß sind. Alles wird sich ändern.
04:30Unsere Bandgeschichte fing vor sechs Jahren an. In der Schule.
04:33Raja und ich kamen auf eine weiterführende Schule in die fünfte Klasse. Und da war eine Lehrerband.
04:38Und die fanden wir ganz toll. Haben wir gesagt, wir machen auch Musik.
04:41Wann habt ihr den neuen Plattenvertrag bekommen? Wie war das?
04:43Durch unseren Betreuer haben wir den gekriegt. Ich weiß gar nicht, wie lange das her ist.
04:45Wer ist euer Betreuer?
04:47Ist das ein Manager? Ist das ein Manager?
04:48Ja, aber wie habt ihr den Manager bekommen?
04:50Der ging mit auf unsere Schule.
04:52Ehrlich?
04:52Der hat sein Abitur gemacht. Da war ich in der sechsten Klasse.
04:56Ah, und hat richtig an euch geglaubt?
04:58Ja, seit sechs Jahren.
04:58Das ist natürlich toll.
04:59Danke, danke Jonas.
05:01Wir sind damals zu mir gekommen. Ich war im 13 Jahrgang und haben gesagt, die sind fantastisch.
05:05Wir sind junge Musiker. Wir sind richtig gut. Und sie waren gnadenlos scheiße.
05:09Und haben aber immer fest an sich geglaubt.
05:12Mittlerweile sind Text und Musik ausgefeilt und die Band reist von einem Interview zum nächsten.
05:17Der Bravo-Fotograf macht Bilder für die Home-Story in einer der nächsten Ausgaben.
05:21Und das geht nun mal nicht ohne Maske. Denn bei echt ist alles echt, auch die Pickel.
05:26Anders als andere Boy-Groups sind die Schüler echte Freunde und keine Erfindung der Industrie.
05:31Wir sind eine echte Band, weil wir echte Instrumente spielen.
05:35Alles zusammen machen.
05:36Weil wir echte Musik hören.
05:37Weil wir Leute spielen selber ein.
05:39Wir haben alle die gleichen Hobbys. Wir gehen gerne ins Kino.
05:47Es war 1998. Eine Band in unserem Alter, die nicht gecastet ist, Instrumente spielt und Deutsch singt, war damals wieder
05:54was ganz Neues.
05:56Deutscher Hip-Hop wurde zwar immer populärer, aber die erfolgreichsten Alben auf Deutsch waren von Fuhr, Westernhagen oder Herbert Grünemeyer.
06:03Deutsche Popmusik von einer jungen Band für junge Leute gab's nicht.
06:07Und es gab nicht viele Wege, um Leute in unserem Alter zu erreichen.
06:10YouTube wurde erst sieben Jahre später erfunden, Social Media neun Jahre später.
06:14Fernsehen war damals die beste Möglichkeit, also haben wir entschieden alle Sendungen zu machen, zu denen wir eingeladen werden.
06:20Wir wollten sehen, ob's jemanden interessiert, wer wir sind, was für Musik wir machen.
06:24Aber das meiste waren nur 2-Minuten-Beiträge.
06:27Das erste Mal, dass wir länger zu sehen waren, war bei Viva Interaktiv, live am Nachmittag.
06:31Dicken Applaus, die sind echt mit Lindis!
06:35Wir dachten, es wär cool, direkt einen Song zu spielen, der nicht die Single ist.
06:391998 war's vollkommen normal, dass man im Fernsehen Vollplayback spielt, also zur produzierten Studioaufnahme nur so tut.
06:45Und wir haben direkt bei unserem ersten Playback-Auftritt einen Fail hingelegt.
06:49Ich hatte mich extra mit dem Rücken zur Kamera gedreht, damit ich die Lippen zum Einzähler nicht falsch bewege.
06:54Aber im Studio kam der Sound zu spät.
06:56Also hat Kai seinen Gitarreneinsatz verpasst.
06:593, 4...
07:11Wir haben im Proberaum immer geübt, live einen Song nie abzubrechen, egal was passiert.
07:16Also haben wir auch hier durchgezogen.
07:19Aber unser Hass für Playback-Auftritte war direkt geboren.
07:30Der verkackte Viva-Auftritt hatte was Gutes.
07:32Wir haben den Redakteur kennengelernt.
07:35Irgendwie mochte Möcke uns.
07:36Und als ein paar Tage später eine Band für die eine Stunde lange Viva Interaktiv- und Toursendung abgesprungen ist,
07:41hat er uns angerufen.
07:42Das Besondere, wir sollten Fallschirmspringen gehen.
07:45Ist geil, ich fühl mich voll gut.
07:47Hoffentlich wird es gut.
07:47Aber richtig aufgeregt bin ich noch nicht.
07:49Ich denke erst, wenn die Luke sich öffnet.
07:51Ich freu mich, wenn ich unten bin.
07:52Aber ich freu mich auch auf den Sprung.
07:54Ich bin nicht aufgeregt.
07:55Wird bestimmt lustig.
07:56Ich hab tierischen Schiss.
07:57Ja, ich weiß jetzt auch gar nicht mehr, was ich groß sagen soll, Leute.
08:01Das ist der Rock'n'Roll jetzt.
08:02Bin tierisch aufgeregt.
08:04Ich muss jetzt.
08:04Drück mir die Daumen.
08:13Wenn ich es heute sehe, wie wir alle bereit waren, das durchzuziehen.
08:17Für mich ist es das perfekte Bild dafür, wie sehr wir es wollten mit echt.
08:21Untersprung war das erste Mal, dass ich gefühlt habe, was Rausch bedeutet.
08:24Ich bin die ganze Zeit gerollt, gerollt, gerollt, gerollt.
08:26Die ganze Zeit.
08:27Wie war das bei dir?
08:28Ich meine, wir sind jetzt...
08:30Wie war das bei uns?
08:33Der erste Moment, wo du runtergerast bist?
08:35Oh, Alter.
08:36Ich hab' ja hammer den Schreck gekriegt, als du runtergesprungen bist.
08:38Ich hab' ja gekreischt, ne?
08:38Als du runtergesprungen bist, hab' ich voll den Schreck gekriegt.
08:41Weil das ganze Flugzeug irgendwie...
08:46War tierisch geil.
08:47Total geil.
08:49Echt unbeschreiblich.
08:50Total geil.
08:51Einfach, müsst ihr aufmachen, man.
08:52Alle, die vom Fernseher sitzen.
08:53Danke, Viva.
08:54Danke.
08:55Danke.
08:56Geil.
08:58Diese Sendung war sehr wichtig für uns.
09:00Wir haben gemerkt, dass wir vor der Kamera auch wir selbst sein können.
09:03Und vor allem, sie war beim Publikum ein Riesenerfolg.
09:06Wir legen jetzt oben an.
09:07Wir müssen wieder aufmachen.
09:08Dann gehst du weiter rein.
09:10Kim sitzt auf dem Klo und dann machst du ein bisschen smarter mit dir.
09:12Wir sollten ungefähr drei Minuten voll kriegen.
09:13Also haben wir direkt zwei Wochen später die nächste Viva-Interaktiv-On-Tour-Sendung mit Mirko gedreht.
09:19Man.
09:20Wir hatten die komplett alberne Idee, als Piraten verkleidet ein Ausflugsschiff in Flensburg zu stürmen und Quatsch zu machen.
09:26Die Sendung war vollkommen drüber, aber ich will den Anfang zeigen, weil es die einzigen Bilder sind, in denen man
09:30mein Zuhause sieht.
09:32Und vor allem, wir haben von Jonas für diese Sendung unsere erste eigene Kamera geschenkt bekommen.
09:36Wie lautet die beste Band der Welt?
09:38Mit der wir ab jetzt unser gesamtes Leben gefilmt haben.
09:42Echt?
09:43Hau rein.
09:44Okay.
09:45Hier bin ich aufgewachsen.
09:47Kleiner Blick in die Kombüse.
09:49In einer Sozialbausiedlung in Flensburg mit meiner Mama und meinem älteren Bruder.
09:53So, sag mal, wo ist das Mut hier?
09:55Er schläft auf dem Scheißhaus.
09:58Oh nein!
09:59Aufwachen!
10:00Wir auswachen!
10:01Was geht's?
10:02Wir entern!
10:04So wieder!
10:06Meine Mama hatte meinen Vater verlassen, als ich ein Jahr alt war und ich hab ihn nie kennengelernt.
10:10Wir hatten nie viel Geld, aber meine Mama hat hart gearbeitet und alles getan, um mich und meinen Bruder das
10:14nicht merken zu lassen.
10:16Das ist mein Kombüse.
10:17Äh, Kombüse.
10:19Stravaan!
10:20Du klappst wohl!
10:21Ne, ne, ne, ne!
10:23Alles klar?
10:24Ja!
10:25Jetzt kommt die erste Nasche!
10:28Scheiße!
10:36Ich?
10:39Wir waren trotz der Schule direkt viel unterwegs, vor allem um live zu spielen.
10:43Das Hotelleben war aufregend und langweilig zugleich.
10:46Und Puffi hatte sich ab jetzt zum Auftrag gemacht, alles mit der Echtcam zu filmen.
10:55Porno ist geil, kann man gut zu wechseln.
10:57Wie heißt ein Fernseher?
10:58Toll, die passt.
11:00Es hat geklopft.
11:06Hallo?
11:10Kai?
11:11Na?
11:12Ja.
11:15Aufstehen.
11:15Ist es Drei?
11:17Ja.
11:17Einer muss die Läufe reinstecken.
11:21Auf, auf.
11:23Neben der Fernseh-Promotion und Interviews für Teenie-Magazine, haben wir in der Zeit alle Konzerte gespielt, zu denen wir
11:28eingeladen wurden.
11:29Kommen Leute auf den Start, oder was?
11:31Sollen wir den Schieder?
11:32Ja, wie sehr?
11:33Sollst du mich nicht verfolgen?
11:35Das ist ja ein Pickel.
11:36Mach nichts.
11:37Nein, ich bin müde.
11:38Guck mal.
11:41Gibt es hier echten McDonalds?
11:42Wow.
11:44Tag auch.
11:46Wir sind jetzt beim Alstervergnügen in Hamburg.
11:50Im Hintergrund ist noch die Musik unserer Vorbands.
11:54Live auf der Bühne zu spielen, zeigen, dass wir was können, dass wir eine Band sind, das war das Größte
12:00für uns.
12:02Und Dank Viva und der Bravo sind jetzt Leute sogar nur wegen uns gekommen.
12:06Natürlich, vor allem junge Mädchen.
12:08Ein Statement!
12:09Statement!
12:11Danke!
12:12Wie mein Statement?
12:13Na?
12:13Na, na...
12:14Stop, I don't go, stay away, don't cry.
12:17Ja, ne?
12:18Tän la la.
12:18Ich weiß es auch nicht so genau, ich bin nicht so furchtbar schlau.
12:28Oh, wie du glaubst, dass ich es bin, ich drehe es nur irgendwie, immer so hin, immer so hin, irgendwie,
12:47immer so hin, irgendwie, immer so hin, immer so hin.
13:04Wir dachten, die Zeiten wären vorbei. Es gibt kein Rassismus mehr, dachten wir. Und was sieht man dann? Was ist
13:15aus Deutschland geworden? Ein Skandal.
13:18Die ersten Monate in der Öffentlichkeit sind wir im Rausch vorbeigegangen.
13:22Vor allem, weil wir von den Promoterminen und Konzerten nachts immer mit dem Taxi vom Flughafen in Hamburg zurück nach
13:26Flensburg sind, um mit kaum Schlaf am nächsten Morgen in die Schule zu gehen.
13:30Nach der Schule sind wir wieder abgeholt worden und zum nächsten Termin.
13:37Hallo, hier ist Gunnar Astrup von der Gruppe Echt. Und hier können wir jetzt mal eine Pickelchen.
13:45Zeichnarrt.
13:46Wir sind gerade im Auto und haben ganz viel Spaß.
13:50Wir fahren gerade nach Frankfurt von Berlin.
13:55Aber wir wollten alles an Aufmerksamkeit, was ging.
13:58Hier auf.
13:59Denn trotz der ganzen Promotion war Alles wird sich ändern in den ersten zwei Wochen nicht in die Charts gegangen.
14:05Ich bin schlecht drauf, geh.
14:07Popeln für alle.
14:09Das wäre für jedes große Label das Ende von Echt gewesen.
14:12Aber unser Label, das Jonas mit dem Filmproduzenten Schröder gegründet hatte, hat nochmal Geld besorgt, um Fernsehwerbung zu schalten.
14:18Ey, Puffi, Puffi, kannst du mir sagen, welches Hotel ist dran?
14:22Echt, alles wird sich ändern. Jetzt im Handel.
14:27Und tatsächlich sind wir dann in der dritten Woche auf 71 gechartet.
14:30Kein Hit, aber für uns ein Riesenerfolg.
14:39Ich kann gerade Playback spielen.
14:42Ohne Schlagzeug.
14:45Ja.
14:47Nach dem Chart-Einstieg haben sich unsere Eltern verabredet, am gleichen Abend mit uns allen zu reden.
14:51Das ist der doofe Flo, wie er mich filmt.
14:55Sie konnten die Doppelbelastung von Schule und Band nicht mehr mit ansehen und hatten mit unserer Schule den Boris-Becker
15:00-Deal gemacht.
15:01Wir durften für ein Jahr aus der Schule.
15:03Wenn's mit Echt nach dem Jahr doch nichts ist, könnten wir einfach wieder zurück.
15:08Und schon am nächsten Tag mussten wir nicht mehr hin.
15:15Vor allem für Flo und mich war das das Größte.
15:18Für Gunnar war es schwerer.
15:20Er war ein guter Schüler und hatte gerade das Angebot für ein Elite-Internat bekommen.
15:27Aber wir alle hatten uns entschieden.
15:29Echt war jetzt unser Leben.
15:38Ich mochte Schule nie.
15:40Hatte in den ersten Jahren starke Aggressionsprobleme und hab mich viel geprügelt.
15:44Meistens aus einem übertriebenen Gerechtigkeitssinn.
15:46Wenn jemand unfair war, hab ich zugeschlagen.
15:49Als ich so acht war, hatte unsere Klassenlehrerin für eine Ausfallstunde am nächsten Tag versprochen, Sport mit uns zu machen.
15:55Wir haben alle unsere Sportbeutel mitgeschleppt und plötzlich sagt sie, wir machen doch keinen Sport, sondern Musik.
16:00Ich hab's gehasst, wenn die Klasse zusammen Musik gemacht hat und sie hat es versprochen.
16:04Also bin ich mit dem Sportbeutel auf sie los.
16:08Durch meine Aggression hat meine Mama Probleme mit mir bekommen, was ich nicht wollte.
16:11Also hab ich mich in mich zurückgezogen.
16:14Wurde still.
16:16Hab gemacht, was von mir erwartet wurde.
16:19So mit zehn oder elf hatte ich mit Panikattacken zu kämpfen.
16:23Meistens abends im Bett hab ich plötzlich keine Luft mehr bekommen.
16:26Mein Herz hat gerast, ich hab geschwitzt.
16:28Aber jedes Mal, wenn wir im Krankenhaus angekommen sind, war es fast wieder vorbei.
16:34Asthma und Allergien wurden vermutet, aber es wurde nichts physisches gefunden.
16:38Und Panikattacken waren noch keine gängige Diagnose.
16:42Die Trips ins Krankenhaus haben mich genervt und ich wusste ja jetzt, dass es nach circa 15, 20 Minuten aufhört.
16:48Also hab ich das Fenster aufgemacht und mich auf meinen Schreibtisch gesetzt.
16:51Hab versucht, ruhig durch die Nase zu atmen und mir immer wieder gesagt, es ist gleich vorbei.
16:56Gleich ist es vorbei.
16:58So hab ich's gelernt, mit meinen Panikattacken zu leben und bin sie schließlich los geworden.
17:02Erst als erwachsener Mann sollten sie wiederkommen.
17:06Aber durch die empfundenen Nahtoderfahrungen war ich jetzt der festen Überzeugung, dass ich früh sterben werd.
17:12Aus irgendeinem Grund dachte ich, mit 24 ist es vorbei.
17:15Also hab ich mir geschworen, bis 24 alles erlebt zu haben.
17:19Ich wollte die Welt gesehen haben, wollte geliebt haben und vor allem wollte ich erfolgreich sein und da wir nie
17:25viel davon hatten, viel Geld verdient haben.
17:29Und jetzt hatte ich eine echte Chance, das alles wahr werden zu lassen.
17:33Mit meinen vier besten Freunden.
17:40Fünf Jungs. Keine Schule. Musik machen. Auf dem Höhepunkt unserer Pubertät.
17:46Was kann's Geileres geben?
17:48Ah, ich muss mir da. Ich würde es sagen.
17:51So, meine Damen und Herren.
17:53Wuhu! Wuhu!
17:55Zu dir für die.
17:57Von der Lurie.
17:58Ah!
18:00Die Bombe!
18:04Ich hab hier drin mal gefixt.
18:07Und zwar morgens, da war ich hier drin und kein anderer war hier.
18:11Ja, war nicht.
18:14Haha!
18:18Das war geil!
18:19Das war ein Profi!
18:21Ah!
18:22Was für ein Trümmel!
18:24Damit haben wir nichts mehr zu tun.
18:26Das geht alles auf Firmesrecht.
18:29Ja!
18:30Ich bin unschuldig.
18:32Ich auch.
18:33Ja, ich auch.
18:35Ich sowieso.
18:37Ich bin gerne schön für sowas.
18:41Flo, etwas, was wir noch nicht wissen, Geheimnis.
18:45Irgendwas, was nicht geschehen ist, uns zu erzählen.
18:48Nö.
18:49Irgendwie ein Traum.
18:50Aber nur, wenn ihr auch was absoluten Feindes habt.
18:52Also, bei denen jetzt.
18:54Dem, was einfällt, muss man fast noch was sagen.
18:56Aber Gunnar hat bestimmt was richtig für uns.
18:58Ja, jetzt kommen.
18:59Das ist schon mal so richtig, richtig bein.
19:01So, Gunnar soll jetzt erzählen, an wen haben aber einen Wixen gesagt.
19:03Genau.
19:04Eine Frau?
19:05Welche?
19:06Ihr von den Zellenlager?
19:07Frau.
19:08Alter.
19:09Ja, genau.
19:09Der Wixen ist viel zu gut für den Wixen.
19:11Oh Gott, die ist geil, so ein Wixen.
19:13Boah, der Arme.
19:13Kennt ihr das, wenn ihr irgendwie hammer viel, hammer geflasht seid von so Mädchen, dass
19:18sie dann nicht an ihn senken wollen?
19:21Bei Wixen!
19:22Ja!
19:22Das ist mir so oft passiert.
19:23Ja, doch.
19:24So gut.
19:25Da fühl ich mir irgendwie voll so...
19:26Ich auch.
19:27Ich fühl mich voll scheiße.
19:32Wir haben uns noch viele Geheimnisse erzählt, die nicht in die Öffentlichkeit gehören.
19:36Und ich glaub, nach dieser Nacht gehörte die Echtcam einfach dazu.
19:40Immerhin haben wir über 250 Stunden Material mit ihr gefilmt, die wir bis jetzt nie jemandem
19:44gezeigt haben.
19:45Ja, das ist mein Sack, du geile Kamera!
19:46Ja, das ist mein Sack, du geile Kamera!
19:48Wir sind live auf der Popcom beim...
19:52Ähm...
19:52Ähm...
20:20Ähm...
20:22... und auf dem Tag.
20:24... und auf dem Tag.
20:25Und die Fanübersicht sehen.
20:27Und die Fanübersicht sehen.
20:28Und die in diesem Hotel hier stehen.
20:36The highlight of the Popcom was the first day of the Dach of WOM,
20:41which was the biggest in Germany.
20:53I felt like the mood was good.
21:08And I thought, Kai is good on it.
21:13Let's go.
21:17Let's go.
21:20Let's go.
21:21Let's go.
21:22Let's go.
21:23Let's go.
21:36Let's go.
21:38Let's go.
21:39Let's go.
21:40Let's go.
21:41Let's go.
21:41Let's go.
21:42Let's go.
21:43Let's go.
21:46Let's go.
21:48Let's go.
21:50Let's go.
21:57Let's go.
22:03Let's go.
22:06Let's go.
22:14Let's go.
22:27Let's go.
22:29Let's go.
22:31Let's go.
22:32Let's go.
22:34He was probably the only one of us who could understand what Kai makes.
22:40Hello Kai, I love you!
22:43No!
22:47Natalie is there!
22:48I saw you two times.
22:50Kai told me later, that he saw himself in the moment outside and found himself really bad.
22:57But that was not all.
22:58Okay!
23:02Okay!
23:06Okay!
23:09Yes!
23:11Kai hatte mit einer unkontrollierbaren Traurigkeit zu kämpfen.
23:15Es fiel ihm schwer, darüber zu reden, also ist er oft verschwunden.
23:29Ich glaube nicht, dass ich damals wusste, was das Wort Depression wirklich bedeutet.
23:35Mental Health war zu der Zeit kaum Thema.
23:37Das gibt euch jetzt den Kick, ja?
23:39Soll man sowas fehlen?
23:41Psychische Probleme waren ein Stigma.
23:43Wer guckt sich das später an?
23:45Lachen wir später drüber, wenn Kim noch mal sowas Tolles sagt.
23:48Ey, der ist total fällig.
23:50Wer einen Psychologen oder Psychiater brauchte, hatte sich nicht im Griff.
23:54Und bei Jugendlichen wurde das Ganze gar nicht ernst genommen.
23:57Na Kim, wie geht's dir?
23:59Ich bin doch nur im Kuss.
24:02Deshalb war Kais Depression in der Öffentlichkeit auch nur ein Thema.
24:05So, liebe Leute, wir haben neue Ausgaben von der Popcorn auf dem Titel.
24:11Äh, echt auf dem Titel.
24:14Und da so viele Leute immer sagen, dass ich so ein komisches Lächeln hab,
24:20ja, wollte ich das nur mal klarstellen und sagen, finde ich, dass ich eigentlich ganz gut aussehe auf diesem Titel.
24:26Wir waren die lächelnden Boys und Kai war halt der ruhigere von uns.
24:30Nämlich so lang.
24:32Das ist der Ordentliche.
24:36Guck ich nicht über Filme, Alter.
24:41Grunde Halswasser, Grunde Halswasser.
24:44Ich kann doch gar nicht schwimmen.
24:50Innerhalb der Band war es manchmal schwer.
24:52In der Anfangszeit hieß es bestimmt dreimal, dass Kai raus ist.
24:56Dass es vorbei ist mit echt.
25:07Aber wie er später gesagt hat, die Band, unser Zusammenhalt, dass wir uns,
25:12obwohl wir so unterschiedlich sind und so nehmen wie wir sind und ein gemeinsames Ziel haben,
25:16eine gemeinsame Leidenschaft, das hat ihm geholfen.
25:28Also haben wir die Wetten-das-Regel erfunden.
25:31Egal was in deinem Leben gerade los ist und wenn deine Oma heute gestorben ist,
25:36wenn jemand wie Wetten-das anruft, spielen wir.
25:39Die Band über allem.
25:41Sogar über den eigenen Gefühlen.
25:44Nach dieser Regel haben wir gelebt.
25:54Könntet ihr wohl noch mal an der Oma gerade schreiben?
25:57Ah, natürlich!
25:58Esch Affen!
25:58Nee!
25:59Esch Affen!
26:00Oh!
26:06Geile Band!
26:08Ich finde sie Hammer-Scheiße!
26:09Echt finde ich echt super!
26:11Meine Tochter hört echt und meine Frau hört echt auch.
26:14Ihr kennt die Musik überhaupt nicht?
26:15Naja, wir schmecken es halt eben verschieden.
26:17Echt, das ist super galaktisch.
26:19Echt ey Wahnsinn!
26:20Mittlerweile bin ich auch mal angesteckt.
26:22Echt, das ist echt klasse, muss ich sagen.
26:23Super!
26:23Macht weiter so, Jungs!
26:25Echt sind die Dich!
26:26Echt sexy!
26:27Ja!
26:28Was soll ich sagen?
26:29Dass die Gruppe gut ist.
26:31Ja, ich habe aber noch nicht gesehen.
26:32Ich kann ja nicht beurteilen.
26:33Natürlich, die Gruppe ist gut.
26:35Ja!
26:35Jetzt kommen wir nach oben!
26:37Jetzt kommen wir nach oben!
26:38Ich habe nie mehr getrunken als ich.
26:41Ich habe die Befristung, das wird wieder ein großes Gesäufnis heute.
26:43Das finden wir nicht gut.
26:44Hey!
26:45Groß!
26:46Los!
26:47Nach dem Videodreh machen wir die Haare.
26:49Nee, das ist echt jetzt einmal angesagt.
26:50Das muss jetzt langsam sein.
26:51Wir haben ein Album artwork.
26:54Scheiße, das ist Album artwork.
26:55Wir brauchen Presse.
26:56Hinter uns hat kein großes Major-Label oder ein genialer Marketingplan gesteckt.
27:00Flo und ich hatten uns unsere Haare vor echt im dreckigen Proberaum in Flensburg gefärbt.
27:04Unsere Klamotten hatten wir uns selber gekauft.
27:06Und wir fanden es mega cool.
27:07Ich will so einen Nils-Freywert-Schnitt haben.
27:09Der verkauft keine Platten.
27:10Scheißhaar aufgesagt.
27:11Es geht hier heutzutage nicht um Frisuren, sondern um Musik.
27:15Musik interessiert nicht.
27:16Credibility interessiert nicht.
27:18Hits interessieren.
27:19Platten verkaufen.
27:20Platten verkaufen.
27:22Platten verkaufen.
27:25Auch unsere Musik fanden wir richtig cool.
27:27Als wir das Demo von Wir haben's getan gehört haben, war uns klar, das wird unsere nächste Single.
27:32Alle bis auf Gunnar hatten vor kurzem ihr erstes Mal gehabt.
27:35Worüber wir sogar mit Margit von Dr. Sonatim im Fernsehen gesprochen haben.
27:39Echt mutig, dass sie sich trauen, heute über Sex zu reden.
27:42Im Sex-Talk redet ihr untereinander eigentlich auch über Sexualität, über eure Erfahrungen, über was ihr so erlebt habt.
27:49Ja, also wir haben keine Geheimnisse voreinander.
27:52Ich habe ja in der Bravo gelesen, dass es noch gar nicht so lange her ist mit deinem ersten Mal
27:56miteinander schlafen, deinem Mädchen.
27:58Wie war's denn dann eigentlich?
28:17Ähm...
28:18Das ist absolut natürlich beim ersten Mal.
28:21Aber ich bin nicht gekommen.
28:22Und...
28:22Das wollte ich auch nochmal sagen.
28:24Ja.
28:24Das war auch sehr lustig für mich.
28:26Es heißt ja immer, dass man früh kommt, aber ich bin einfach nicht gekommen.
28:29Ich bin einfach abwärts gegangen.
28:31Und wie...
28:32Habt ihr das automatisch verglichen mit euren ersten Erfahrungen, mit eurer ersten Erfahrungen?
28:37Das macht man wahrscheinlich ganz automatisch, dass wenn jemand das erzählt, dass man dann sein eigenes erstes Mal zurückdenkt.
28:42Und dann?
28:45Top!
28:46Na!
28:46Beide Daumen oben!
28:48Ich kann mir immer noch nicht so richtig vorstellen, wie es war.
28:50Hat es Spaß gemacht? Habt ihr gelacht?
28:52Es war gut. Kai hat gelacht. Ich habe gelacht. Wir haben uns wohl dabei gefühlt.
28:56Kai?
28:56Was?
28:58Sag mal Gunnar, du bist ja noch Jungmann hier in dieser Gruppe.
29:01Wenn du nicht so hörst, die Jungs hier, ne?
29:04Schreibt die das eher ab? Schreibt dich das ab?
29:06Oder denkst du, na gut, jetzt werde ich es ihnen auch bald beweisen?
29:09Na, ich bin da persönlich eigentlich eher zurückhaltender.
29:13Beziehung ist, glaube ich, bei mir muss ein bisschen länger anhalten, denke ich, bevor ich das mache.
29:21Wir fanden es mutig, über das erste Mal zu singen.
29:23Und haben nicht kommen sehen, dass wir dadurch auf viele genauso gemacht gewirkt haben, wie die gecasteten Boygroups.
29:28Ich bin mal auf die Sonne.
29:29Und dass es für viele Leute schwer war, uns ernst zu nehmen, womit wir unter anderem wegen, wir haben es
29:33getan, die gesamte Echtzeit zu kämpfen haben sollten.
29:36Und selbst als wir endlich ernst genommen wurden, haben wir immer noch weiter gekämpft.
29:42Und ich glaube, das hat zu den größten Konflikten zwischen uns geführt.
29:45Ich habe mich oft gefragt, wie das wohl ist, wenn wir mal alleine sind.
29:54Jetzt, wo es passiert ist, ist es genauso, wie ich's mir immer gewünscht hab.
30:03Wir haben's getan, es war das erste Mal, und wir fühlten uns so lang.
30:15Unsere zweite Single, wir haben's getan, schafft es auf Platz 23 der Charts.
30:19Für unser Debütalbum Echt, das drei Wochen später rauskommen sollte, hatten wir so auf Top 50 gehofft,
30:24da es damals hieß, dass Teenie-Bands keine Alben verkaufen, sondern nur Singles.
30:28Doch dann ging unser Album in der ersten Woche auf Platz 5 in die Charts und sollte sich insgesamt 31
30:34Wochen in den Top 100 halten.
30:35Wir hatten unseren ersten Top 10 Erfolg, und das nicht mit einer Single, sondern mit unserem Album.
30:40Das war unfassbar.
30:44Und dazu noch unsere erste eigene Tour.
30:47Insgesamt 20 Konzerte.
30:51Alle ausverkauft.
30:53Alle nur wegen uns da.
30:54Ich geh spazier
30:57Auf der sonnigen Seite der Straße
31:04Was soll schon passieren?
31:07Auf der sonnigen Seite der Straße
31:21So geil es war, dass wir jetzt ein Publikum hatten, auf der Tour fing's an, dass wir uns von unseren
31:26Fans nicht verstanden gefühlt haben.
31:28Dass wir das Gefühl bekommen haben, sie sind nicht wegen der Musik da.
31:31Was am deutlichsten wurde, wenn sie bei einer Ballade nicht zugehört haben.
31:36Wo bist du hin? Sag mir, wo du steckst, in welchem Film, in welchem Bett.
31:44Wo bist du jetzt? Wie lange bleibst du weg?
31:54Hysterie war uns nicht komplett neu. Einmal hatten wir sie sogar als Schülerband erlebt.
31:58Ja, wie sind Sie?
32:00Ich heiße Kim.
32:01Ja, also ich bin Andreas Puffbach.
32:03Also ich bin Hoppla und Kai und Fische.
32:09Hallo, ich bin Gona Astrup.
32:11Hallo, ich bin Florian. Nein, ich bin Flo. Und ich kann auch, während ich sitze, stehen.
32:16Sollen wir jetzt ein Video drehen?
32:18Ey, ja, lass mal ein Video drehen.
32:19Ey, genau.
32:20Komm, lass mal ein Video drehen.
32:22Komm mal raus. Ja, wir drehen jetzt ein Video.
32:24Ey, ist das punky, Alter.
32:26Voll zum Durchschnitt.
32:291995, als ich 13 war, sind wir zum zweiten Mal mit dem Schüleraustausch nach England gefahren,
32:34um ein paar Konzerte in Kindergärten und Schulen zu spielen.
32:37Ich habe keine Lust mehr, dir hinterher zu laufen, mit den Typen, die dich mögen, wegen dir um zu raufen.
32:45Und ich habe auch keine Lust mehr, dein Geweckern zu hören.
32:48Deine wachsenden Wünsche können jetzt weh'n anderes stören.
32:52Denn nun, da ist der Punkt erreicht, wo meine Wut an die Öffentlichkeit reicht.
33:00Ich schlag die Faust auf den Tisch und ich sage, mir reicht's kein Wort mehr da.
33:07Wir hießen damals Seven Up und hatten noch zwei Sängerinnen in der Band.
33:11Das Besondere, dieses Mal hatten wir unsere erste eigene CD mit fünf Songs im Gepäck.
33:15Jonas hat es uns ermöglicht, sie aufzunehmen und ein Freund von ihm war mitgekommen, um zu filmen.
33:20Das erste Mal, dass wir ein Interview gegeben haben.
33:22Joe, sag mal ganz ehrlich, sehe ich gut aus?
33:24Ja klar.
33:26Jonas.
33:27Da kam Kim auf einmal an und sagte, hättest du nicht Lust dazu, eine Band zu spielen?
33:32Und dann sagte ich, ja klar.
33:33Und ich konnte keines zu Bandspielen.
33:35Ich kann sogar Dingle Bands spielen.
33:37Also wirklich, dann wurden wir schon richtig schlecht.
33:41Ja.
33:42Was wir ja auch probieren, in unserer Musik rüber zu bringen, ist ja auch so das Verschmelzen von Musik und
33:48Poesie.
33:52Diese Band bedeutet mir alles.
33:55Es ist einfach geil, wenn du mit der Band auf Tour gehst und die Leute finden dich gut.
34:00Also insofern ist es schon sehr schön in der Band. Bedeutet mir sehr viel.
34:04Slime.
34:05Hauptsache man hat Spaß, der Erfolg ist eigentlich ganz unmächtig.
34:08Ich finde das toll, also man steht auf der Bühne, man spielt irgendwas, alles gehört zusammen, es passt alles zusammen
34:14und dass da was bei rauskommt.
34:17Toll.
34:18Die Mucke ist affengeil und die Leute, die da unten stehen und kreischen, die tören mich sowas von an.
34:26Schockt einfach irgendwie auf der Bühne zu stehen.
34:28Das ist total stark so, was wir machen.
34:32Also ich fühle die anderen vielleicht nicht so toll, aber mir macht das höllischen Spaß.
34:36Es ist nicht so, dass du gegen eine Wand läufst oder so, so wie die Lehrer beim Unterricht.
34:39Weil die alle denken, dass du irgendwie voller Star bist und so.
34:43Naja, ich meine, das ist man ja auch.
34:45Das Witzigste war, dass wir anerkannt wurden wie Jay Z bei einem Gig.
34:48Ja genau, bei einem Gig.
34:57Weil Mädchen da geschrien haben wie sonst was.
34:59Und jetzt musst du das Video reinschneiden.
35:03Das ist so richtige Glitzgefühle.
35:11Auf der Tour haben wir also das erste Mal erlebt, wie sich Hysterie anfühlt.
35:15Und ich glaube, das war der Moment, in dem wir Blut geleckt haben.
35:19Schon damals fand ich's geil und beängstigend gleichzeitig, was ich auch in mein Tagebuch geschrieben hab.
35:26Da schreibe ich, wie schlimm ich's fand, dass sie mir an den Arsch gefasst haben, dass ein Mädchen sogar versucht
35:30hat, mir in die Hose zu greifen.
35:32Aber die anderen haben mich nur damit aufgezogen.
35:35Ja, Clem hat so getan, als ob ihn das voll genervt hätte.
35:37Aber eigentlich hat er sich in der Liga sehr toll darüber gefasst.
35:40Ja, für mich ist das halt täglich, Mann.
35:42Oh, ja.
35:44Prositiv.
35:47Ist der Wagen abgeschlossen? Schließ ihn ab.
35:49Aber die Hysterie, die hatten wir jetzt jeden Tag.
35:54Egal, wo wir waren.
35:59Und sie hatte ein ganz anderes Ausmaß angenommen.
36:04So, liebe Freunde der Musik, hier ist Kim von Echt.
36:08Und ich bin grad in Zürich und vor meinem Fenster spielen sich tolle Dinge ab. Passt auf.
36:12Achtung.
36:15Guckt euch das an.
36:16Achtung.
36:29Achtung.
36:29Achtung.
36:35Even if I saw it at the time, when I see it today, I will get a good feeling.
36:40Because it should not last long, until our fans and the people who didn't want us for us should be
36:45a threat.
36:47We will be able to change our lives and we will be able to change our lives.
37:01We are at 70,000, we will be able to understand.
37:07It was so bad that we don't see each other.
37:11We wanted to hold together, what's also happened
37:14But in this one time, I was just like that
37:19Where are you now? Tell me where you're stuck
37:23In which movies, in which worlds
37:26Where are you now? How long are you away?
37:43Um for the second album more songs than the first album to write,
37:46We went in a small forest house in the woods and then in the studio in Brussels
37:56We had never a problem with that other for us write
37:58We were young and found our songs just never enough to bring them out
38:02Oh, hello, I couldn't believe that someone followed me
38:06And it was so close, that I was fast and inclined to give my shadow
38:12So we were happy when we heard something, what we felt
38:14And Jonas and Franz had us always decided
38:18Yeah, there we are
38:21With the camera
38:23Oh, good morning, you ladies
38:25I'm going to have an exclusive interview
38:27How are you doing today?
38:29Our understanding for some of our fans was always bigger
38:32A group has the whole three weeks in their car
38:34We had to wait for the studio, what we found completely uncool
38:37We thought that the people who are cool
38:39We thought that the people who are cool
38:40We must find the same thing as we
38:41Or at least check what we are uncool
38:44And on the other side were we
38:46We were constantly in the Bravo
38:47Or in uncool Fernsehsendings
38:49Where they came from
38:51And now we got a very cute
38:52In the luxurial
38:53In the luxury
38:56The amazing
38:57TV at the Fit Parade
38:59And here
39:01Luxury
39:01With the relaxing
39:03To eat
39:04And the alcohol
39:04And the tasting
39:08Here's number 1
39:09Top of the box
39:11Christian
39:12We know where your car is.
39:14Stand still?
39:16Yeah, and then it's like a scheiß Objektiv with a man to fress.
39:20And then you have to know how great that is.
39:23Yeah, the fireball.
39:25Hey, Kim has big flecks on the t-shirt.
39:27How come you in the room?
39:29How does it look different?
39:30Hey.
39:35And baby?
39:36I don't know what's going on.
39:38I don't know what's going on.
39:39Ah.
39:40The ultimate ZDF Fernsehgarten.
39:42Heute auch wie immer im Mainz.
39:46Wir gucken, was es gibt.
39:48Hier, die kennen wir.
39:49Die kennen wir alle.
39:50Ich bin ein echter, echt Fan.
39:52Ich bin auch gar nicht Fan.
39:53Jürgen Drehs ist am Start.
39:55Wir haben uns in diesen Shows immer fremd gefühlt.
39:58Vor allem, weil da kaum Leute waren, die wir gut fanden.
40:00Jürgen, du machst das ja geil jetzt.
40:02Jetzt ist die richtige Zeit zu meiner Zeit.
40:04Bayern Deutschland nur scheiße. Hi.
40:06Ich bin der Onkel Jürgen.
40:07Da hab ich mir vorgestellt.
40:09Ich darf es nicht.
40:10Aber heute, danke dir, habe ich keine Chance.
40:13Damals war Deutschland wie ein Arsch.
40:15Aber du machst das gut.
40:16Alles klar.
40:17Danke schön.
40:18Danke schön.
40:21Hier.
40:22Hier.
40:23Auch heute hier beim Fernsehgarten.
40:25Nicht nur grandiose Künstler wie Jürgen Drehs oder Blow,
40:28Blow soll man auch.
40:29Hier fett ein Brode.
40:34Heftig.
40:35Ich habe ein Handy geschenkt bekommen, mit dem ich zeichnen kann.
40:37Und da habe ich etwas für euch gemacht.
40:39Ja.
40:41Ficken mit U und Heidi.
40:47Ich glaube, wir dachten damals, wir haben keine andere Wahl.
40:49Die coolen oder seriösen Medien wollten nichts von uns wissen.
40:54Ey, du musst mit schocken, Alter.
40:56Mit schocken musst du.
41:01Und wenn man im Fernsehen Musik spielen wollte, gab es sowieso kaum coole Möglichkeiten.
41:05Also haben wir alles gemacht.
41:06Ich kann nicht genau erklären, warum.
41:15Es hat uns niemand dazu gezwungen.
41:17Ich glaube, wir wollten den Erfolg.
41:20Richtig nicht auf.
41:22Du wirst jetzt die Fenster aufrecken.
41:26Das sind die scheiß weißen T-Shirts.
41:28Die kriegen so aus dem Wandel.
41:30Erstmal hierher.
41:32Auch die Teenie-Presse, der wir einen großen Teil unseres Erfolgs zu verdanken hatten, war nicht grad nett zu uns.
41:39Wir haben das mit denen geklärt.
41:42Wer hat das gesagt?
41:43Wer hat von Anfang an gesagt?
41:46Das werden wir nicht.
41:47Guckt euch das an, wie scheiße das ist.
41:49Guck uns mal an.
41:51Wir haben zu denen gesagt, wenn es die Französisch-Poster, die kriegen die richtig ärgervoll ist.
41:55Und die haben es trotzdem gemacht.
41:57Oh Kai!
41:58Hört mir das mal an hier.
41:59Kai-Doppelpunkt über seine Mütze.
42:01Die nehme ich eigentlich nie ab.
42:03Neulich hatte ich Penning mit einem Mädchen und da blieb die Mütze auch drauf.
42:09Alter, was erlauben die sich.
42:11Das ist spannend.
42:12Aber ob wir wollten oder nicht, wir waren Teil der Teenie-Presse.
42:15Was hatten das nicht so zu tun?
42:17Wir waren Teenager.
42:19Ein Mann produziert sein ganzes Leben lang Sperma.
42:22Oh, geil.
42:23Scheiße, ey.
42:2490.000, 91.000.
42:26Und wir waren mitten in unserer Pubertät.
42:31Herzlich Willkommen auf der derben After-Show-Party.
42:35Guckt euch das mal an.
42:36Sagt mal, ist das eine Party?
42:37Ein paar alte Säcke, die darauf hoffen, dass sie noch mit Latoufo am Abend ins Bett gehen können.
42:50Das ist so geil.
42:51Ey, ihr seid doch nicht so ganz anders als sie haben.
42:54Sie haben sich einfach voll, denn ihr seid fachsinnig.
42:56Das merkt man.
42:57Das ist so geil.
43:06Ey, ihr seid doch nicht so ganz anders als sie haben.
43:07Sie haben sich einfach voll, denn ihr seid fachsinnig.
43:11Flo?
43:12Ja?
43:14Gebrauchte Kondome gehören nicht ins Klo.
43:15Ne, gehören nicht ins Bett, vor allen Dingen.
43:18Das war echt spannend.
43:20Weißt du, ich kam ins Zimmer und da lag ein vollgewichstes Kondom auf deinem Bett.
43:24Ey, aber ich habe das nicht so plump wie Kim gemacht.
43:27Auf der Tanzfläche, die schon halb außen ist.
43:30Die hat sie fast auf den Tisch gefickt auf der Party.
43:33Ne, das kann ich gar nicht mehr.
43:35Ne, ich brauche jetzt was fürs Herz.
43:39Ich bin nicht immer gut zu dir.
43:46Genau genommen bin ich manchmal ganz schön schlecht.
43:52Aber ich meine nicht alles so, wie ich es sage.
44:01Was ich für dich fühle, ja das ist echt.
44:07Wünsch dich nicht vor, von mir.
44:13Bitte bleib hier bei mir.
44:18Bitte geh nicht durch diese Tür.
44:24Wünsch dich nicht vor, von mir.
44:33Wünsch dich nicht vor, von mir.
44:33Unser Wunsch, endlich ernst genommen zu werden, wurde immer größer.
44:36Deshalb wollten wir nach zwei Popsongs und einer Ballade als Singles
44:39zum Festivalsommer unbedingt noch einen Rocksong vom Album rausbringen.
44:43Das Video zu Wo bist du jetzt hat uns nicht gefallen.
44:46Sofort von mir kam mir eine Videoidee im Traum.
44:48Ich habe sie den Jungs und unserem Team erzählt und großspurig gesagt, dass ich Regie fühlen will.
44:53Und tatsächlich haben sie mir die Chance gegeben.
44:56Mit 16 ist also meine Leidenschaft fürs Filmemachen entstanden.
44:59Und es war unser erstes Video, das nicht nur auf Viva, sondern auch auf dem damals als cooler angesehenen MTV
45:04gespielt wurde.
45:06Was eine riesen Ehre war.
45:08Wir hatten das Gefühl, jetzt sind wir cool.
45:11Jetzt gehören wir dazu.
45:21Unser erster richtiger Festivalsommer.
45:24Insgesamt 40 Konzerte.
45:28Wir hatten den neuen Nightliner und alle hatten richtig Bock drauf.
45:32Auf Festivals sind auch immer Leute, die nicht nur wegen dir gekommen sind.
45:37Das war unsere Chance, neue Leute über unsere Fans hinaus zu erreichen,
45:40um sie zu überzeugen, dass wir was drauf haben.
45:46Beim ersten Festival in Recklinghausen sollten wir direkt als Headliner spielen.
45:50Mirko, der Redakteur von Viva, mit dem wir die On-Tour-Sendung gedreht hatten,
45:54war ein guter Freund von uns geworden und ist mitgekommen, um mit der Echtcam zu filmen.
45:58Kleiner Kommentar?
46:03Ja, sag doch mal.
46:07Große Festivalpremiere.
46:08Sehr gut.
46:09Ich stelle mir das vor wie ein großes Stadtfest.
46:11Auf Stadtfesten sind auch immer ganz viele Leute, ganz viele verschiedene.
46:14Da sind auch immer so Prollos, die nerven dann dauernd.
46:16Aber da sind auch Leute, denen das gefällt.
46:19Das ist dann immer so aufgeteilt.
46:21Und ich glaube, so ist das hier auch nur in Groß.
46:23Deshalb glaube ich, wird das cool.
46:24Und wie steckst du dich für?
46:26Ich habe Angst, dass die großen bösen Männer mit den Eiern, die alle besoffen sind,
46:31die gegen das Auto werfen, wenn die uns hier drin sehen.
46:34Wenn da ein Ei fliegt, du.
46:36Wir haben vorher noch Witze gemacht.
46:38Aber das, was dann passiert ist, damit hat keiner gerechnet.
46:40Man nervt.
46:43Gott, oh Gott, ist das voll.
46:47Wir sind hinter die Bühne gebracht worden.
47:00Wir haben uns wie immer vor dem Konzert im Kreis eingeschworen.
47:11Dann ging es los.
47:24Wir sind auf die Bühne.
47:29Und die Hölle ist los und offen.
47:34Ich habe mich auf Floß beim Reise gestellt und gewartet, bis die erste Welle vorbei war.
47:41Wir haben uns immer geschworen, wenn sowas mal passiert, wir spielen mindestens einen Song.
47:49Also hat Flo angezählt.
47:51t
48:07Aber es hat nicht aufgehört.
48:18Ich habe versucht, so gut wie möglich auszuweichen.
48:28But it was not just Eier and water bombs,
48:31but also bottles and beer bottles flew.
48:36Suddenly, there were very few of them for such a situation
48:38before me in the grave and showed me on my hand.
48:43Then he came to the table and broke up.
48:50I was in the mouth and saw the blood.
48:59That was the first concert we were shot with the Eier.
49:07I actually found it very funny.
49:12I thought it was so bad.
49:14I thought it was so bad.
49:15That was so bad.
49:18Hurra, we're playing Tetris.
49:21I thought it was Puls-Schlag-Ada.
49:25I thought it was so bad.
49:26But I was playing again.
49:28What did I get caught?
49:30Just a hot glass.
49:31But why did you not listen to sing?
49:34Like a girl.
49:35Yeah.
49:37Yeah.
49:38Yeah.
49:39Yeah.
49:39Yeah.
49:39I saw it first in the moment when you were blooded.
49:43We're going!
49:45We're going!
49:46We're going!
49:47We're going!
49:49We're going!
49:50We're going!
50:03We're going!
50:05We're going!
50:05We're going!
50:06All right?
50:07Good!
50:09Cheers!
50:14What's that, Mama?
50:16Mama said, that could also be able to do it.
50:18But she laughed the whole time, that it must be filled.
50:27We have waited for a security service, who should bring us out.
50:31In that time I got beaten.
50:43What Jonas did not say, it went out there.
50:54The police had problems, the situation under control.
50:58The police!
51:00The police?
51:01Here?
51:03Hey, the bulls!
51:06What do they want?
51:07Our fans are putting their hands up.
51:10Echt?
51:12The Hooligans went out of the public.
51:14In the days later, we had our friends of broken, broken and broken.
51:18The media have directly reported.
51:21Blutiges Ende eines Boygroups-Konzerts.
51:25Kim blutet.
51:26Echt wurde am Wochenende bei einem Konzert von Glasscherben verletzt.
51:30Kim geht es wieder sehr gut.
51:32Er hat den Schock wunderbar überwunden.
51:35Er war an dem Abend natürlich vollkommen aufgeregt.
51:37Wie ist das jetzt für dich?
51:38Wie gehst du damit um?
51:38Hast du jetzt ein bisschen Angst, auf die Bühne zu gehen?
51:40Oder denkst du jetzt einmal passiert was?
51:43Nö, wir lassen uns nicht einschüchtern von solchen Säcken.
51:46Das ist auch egal.
51:47Also ich meine, die waren besossen, das kenne ich auch.
51:49Und es gibt halt Menschen, die geben ihre Aggressionen dann im Sub aus.
51:53Das geht mir nicht so.
51:54Aber wenn sie meinen, das ist doch voll okay.
51:56Auch nach dem Flaschenwurf wollen Kim und seine Gruppe weiter auftreten.
51:59Die nächsten Konzerte finden alle statt.
52:02In der Öffentlichkeit habe ich das Ganze bewusst runtergespielt.
52:05Denn in den Tagen nach Recklinghausen wurde klar, dass die Sache ernster ist, als wir dachten.
52:09Und dass die Hooligans, weil ich vorne stehe, es vor allem auf mich abgesehen hatten.
52:13Meine Mutter hat Drohanrufe bekommen und zwei Kripo-Beamte haben mir bei einem Meeting gesagt,
52:16dass Morddrohungen über mich im Netz kursieren.
52:19Okay, läuft so.
52:20Okay, eins wollte ich euch sagen.
52:22Ich bin hier bei Harald Schmidt.
52:23Die anderen durften nicht mit.
52:24Das reimt sich sogar.
52:25Und jetzt, heute ist nämlich hier mein allerliebster Gute-Zeitenschlechtes-Zeit-Star.
52:29Ich guck jetzt, ob sie da ist.
52:33Sollen wir mal klopfen?
52:34Sollen wir klopfen?
52:35Ja.
52:37Trau mich nicht.
52:42Ich hab nicht gehört.
52:46Hallo.
52:47Hallo.
52:47Ich wollte dir Hallo sagen.
52:48Hallo.
52:49Ich bin Alex.
52:50Und du hast die Fleischhanker aufgeklopft?
52:52Äh.
52:52Ja.
52:53Ich will es jetzt auch sehen.
52:55Willst du es echt denn?
52:56Ist es wirklich so schlimm?
52:57Nö.
52:58Es ist nur eine Narbe.
53:00Wow.
53:02Macht nichts.
53:04Du sollst nur Hallo sagen.
53:05Ja, finde ich super nett.
53:09Hallo.
53:12Klasse.
53:13Klasse.
53:13Ja, gut.
53:14Wir sehen uns morgen gleich.
53:15Genau.
53:16Alles klar.
53:17Bis dann.
53:21Oh, Kim, das hast du aber verbockt.
53:25Süß.
53:26Ey, in echt sieht dich noch viel besser aus.
53:28Boah, ich hab voll Sausen gekriegt als ich, als ich da schreibe.
53:31Gib es Spaß.
53:36Debut Platz 5 in den Charts mit diesem Album.
53:4016 Jahre alt.
53:41Herzlich willkommen.
53:42Kim Frank.
53:46Jetzt muss ich natürlich fragen, weil das große in der Zeitung war, du hast eine Bierflasche an den Kopf gekriegt.
53:50Ja, so eine schöne Warsteiner.
53:52Ja, lecker.
53:54Das ist doch gleich was ganz anderes, wenn man eine Warsteiner hat.
53:57Ja, krass.
53:58Ja, krass.
53:58Ja, krass.
53:59Ja, krass.
54:02Ja, krass.
54:03Ja, krass.
54:04Ja, krass.
54:04Ja, krass.
54:09Ja, krass.
54:10Aber es musste weitergehen.
54:13Auf ihn geht's, auf ihn geht's, auf ihn geht's.
54:15Und zwar klar, wir haben nur eine Möglichkeit.
54:19Wir müssen uns schützen und jede Form von Gewalt im Keim ersticken.
54:23Nur wenn diese Leute nicht nochmal Erfolg haben, werden sie irgendwann die Lust verlieren.
54:28Wo ist Kai?
54:29Wo ist Kai?
54:29Wo ist Kai?
54:30Also hat Jonas Sarki angerufen.
54:33Wir rennen nicht.
54:34Wir gehen ganz normal da rüber.
54:37Wirklich nicht rennen.
54:38Wenn wir anfangen zu rennen, rennen alle, dann wird es schwierig.
54:41Wir gehen da ganz normal rüber.
54:42Höflich, aber bestimmt keine Autogramme.
54:46Einer der besten Personenschützer im Land.
54:47Wir kannten ihn schon länger.
54:49Er war oft der Bodyguard für die US-Stars, wenn sie nach Deutschland gekommen sind.
54:53Was wir besonders an ihm mochten, er ist nicht im Anzug oder in der Bomberjacke mit
54:57fettem Security-Schriftzug rumgelaufen.
55:00Und vor allem, er ist immer respektvoll mit unseren Fans umgegangen.
55:04Seid bitte nicht böse, die müssen zum Sound zeigen.
55:09Beim nächsten Festival hatte der Veranstalter mehr Ordner bestellt.
55:12Zivilpolizisten waren im Publikum verteilt und wir fünf hatten 1 zu 1 Schutz direkt auf der Bühne.
55:18Also wenige Schritte von jedem von uns entfernt standen Sarkis Leute.
55:21Alle bewaffnet.
55:23Hinter der Bühne parkte ein Krankenwagen mit meiner Blutgruppe.
55:34Ich bin kurzsichtig und hab auf der Bühne nie eine Brille oder Kontaktlinsen getragen.
55:38Während der Show sah ich plötzlich was auf mich zukommen.
55:41Mein Herz ist mir in die Hose gerutscht.
55:43Aber jemand hatte einfach einen roten Ballon in die Luft steigen lassen.
55:53Ich dachte, das ist falsch, was passiert, weißt du. Und ich frag mich, was einfach ist.
55:57Wenn wir in den nächsten Monaten zum Festivalgelände und wieder weggefahren sind,
56:00hatten wir jetzt fast immer eine Polizeieskorte oder sind hinten in einem Krankenwagen versteckt mitgefahren.
56:05Wir haben Polizei dabei.
56:07Ja.
56:09Das ist nicht so mein Ding.
56:11Das ist mein Ding auch nicht.
56:13Wir leben in einem Bullen-Stadion.
56:14Wir fahren los. Wir fahren gerade los.
56:18Wir wollen keinen.
56:20Hör auf, die sind eure Freunde.
56:24Scheiße.
56:24Sarki ist nie von meiner Seite gewichen.
56:27Bevor ich einen Raum oder ein Hotelzimmer betreten habe, hat er es kontrolliert.
56:30Wenn ich mich mit jemandem treffen wollte, war er dabei.
56:36Unser ein Jahr Schulfrei war fast vorbei.
56:39Und wir wollten auf keinen Fall zurück.
56:41Mir war klar, wie wichtig es für unsere weitere Karriere ist,
56:43dass wir uns jetzt nicht unterkriegen lassen.
56:49Die Jungs hat es genervt, dass wir jetzt Schutz brauchen, aber sie haben sich sicher gefühlt.
56:52Für mich war es hart. Mit meiner Panikattacken-Vergangenheit, meiner Angst früh zu sterben.
56:56Ja.
56:58Poffi, guck mich mal an.
56:59Hi.
57:00Poffi?
57:00Ich hab was für euch heute, Leute.
57:04Was ist das? Was ist das? Was ist das?
57:07Ist das Droge?
57:09Ja.
57:12Wir hatten immer die Regel erst nach Feierabend zu trinken oder zu kiffen und haben uns konsequent dran gehalten.
57:19Gekifft hatten wir bis dahin eh nur selten, aber nach Recklinghausen habe vor allem ich angefangen, jeden Tag zu rauchen.
57:25Dass es mir eventuell schaden könnte, da habe ich nicht drüber nachgedacht.
57:28Ich glaube, ich wollte mich einfach platt machen, nicht über meine Ängste nachdenken.
57:34Auch wenn Morddrohungen zu 99,9 Prozent nur heiße Luft sind, ich hatte Angst.
57:40Und ich war dankbar, dass Saki an meiner Seite ist.
57:44Am Anfang war Saki noch sehr distanziert mir gegenüber, sehr professionell, was ich verstehe.
57:51Aber er hatte es mit einem gerade erst 17-jährigen Jungen zu tun, der Angst hatte zu sterben und der
57:56seine Schulter brauchte.
58:03Saki hat sie mir gegeben, wurde mein Halt, mein großer Bruder.
58:08Ich habe Saki zu verdanken, dass ich diese Zeit durchgestanden habe.
58:12Und ich bin ihm für immer dankbar dafür.
58:14Wegen ihm hatten wir den Mut, weiterzumachen.
58:17Und die beste Zeit unserer Jugend sollte erst noch kommen.
58:22Jeder von uns durfte seine erste große Liebe finden.
58:25Wir hatten unseren ersten großen Skandal.
58:29Viele Konflikte miteinander.
58:32Und das alles, während wir unsere größten Erfolge feiern durften.
58:37Chenei, St. puesakt.
58:39Die Schäuze.
58:54Der Schäuze.
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