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00:01music
00:21Welcome to music in the Bergen
00:25Today we are going to be in Österreich
00:26unterwegs im Salzburger Land, um genau zu sein.
00:29Im Pinzgau hinter mir der wunderschöne Zellersee,
00:32der uns hier mit schönstem Wetter begrüßt.
00:34Und ich kann Ihnen schon mal so viel verraten.
00:37Wir haben einiges vor heute.
00:40Beim traditionellen Rankeln geht's wild her,
00:43bevor wir das Bergbau- und Gotikmuseum besuchen.
00:46Ich treffe Holzschnitzerin Lisa Hirschspichler,
00:51Kräuterexpertin Eva Eisenmann
00:52sammelt Baumharz für ihre Wundsalbe
00:55und Bergführer Markus Bründl
00:57begleitet mich aufs Kitzsteinhorn.
01:00Die Musik stammt ausschließlich aus der Region.
01:03Unter anderem sind mit dabei
01:05Kreiner Wind,
01:08das Duo die Teufelsgeiger,
01:11die Trachten-Musikkapelle Uttendorf,
01:16die Gruppe Sundogsunruhr,
01:20der Pinzgauer Dreigesang,
01:24und die jungen Pinzgauer.
01:32Und jetzt verrate ich Ihnen noch,
01:33wie Sie von Bayern aus am besten hierher kommen.
01:37Von München aus geht es auf der A8 bis zum Inntal-Dreieck
01:41und weiter über die Inntal-Autobahn.
01:43Nach Kiefersfelden führt der Weg dann nach Sankt Johann in Tirol
01:47und weiter über Saalfelden am Steinernen Meer,
01:50direkt ins Herz des Pinzgaus, nach Zell am See.
01:54Weitere wichtige Landmarken sind Kaprun am Fuße des Kitzsteinhorns
01:58und der Glockner Gruppe, im Westen Krimmel
02:01und im Norden Saalbach und dienten am Hochkönig.
02:05Landschaftlich hat der Pinzgau einiges zu bieten.
02:08Unberührte Flusslandschaften, die imposante Glockner Gruppe,
02:12das malerische Zell am See und viele Täler, die es zu entdecken gilt.
02:16Inmitten einer reizvollen Kulturlandschaft
02:19finden die Gäste viele Ausflugsziele,
02:21etwa die imposanten Krimmler Wasserfälle.
02:24Auch Freizeitsportler kommen auf ihre Kosten,
02:27egal ob in der Luft oder am Boden.
02:29Wer die Gegend zu Fuß erobern will,
02:31ist auf gut ausgebauten Wanderwegen bestens aufgehoben.
02:35Startpunkt dafür ist oft eine der idyllischen Ortschaften
02:38hier im nach wie vor bäuerlich geprägten Pinzgau.
02:42Und wie es hierzulande klingt,
02:44das zeigt uns jetzt die Gruppe Sunduksunruhe.
03:15Musik
05:04Hey, die Sonntagsunruhe! Vielen Dank!
05:06Simon, wie habt ihr euch denn kennengelernt, ihr vier?
05:10Also wir haben uns kennengelernt, die Nadine, bei der Hafen, die kenne ich schon längers.
05:13Sie ist eigentlich schon eine gute Freundin von mir.
05:16An Zepfen habe ich bei der Militärmusik kennengelernt in Salzburg.
05:19Da haben wir oft am Nachmittag ein wenig Zugang gespielt.
05:22Und dann haben wir gesagt, es wäre lässig, wenn wir was machen könnten.
05:24Und dann haben wir uns noch die schönsten Damen von Pinzgau dazu gesucht.
05:28Ah, ja, recht hab's gehabt.
05:29Und dann haben wir gesagt, machen wir eine Partie draus.
05:30Ja, vier wunderhübsche junge Leute, die auch noch dazu sehr, sehr musikalisch sind.
05:34Der Name ist Sonntags- oder Sonntagsunruhe.
05:37Wo kommt der her?
05:38Wie seid ihr auf den gekommen?
05:39Ja, wir sind eigentlich auf das gekommen, weil wir mal einen Sonntag haben wir mal ein wenig
05:42prop.
05:43Und eigentlich haben wir gesagt, brauchen wir noch ein Gegenteil.
05:46Also ruhig sind wir nicht, eher unruhig beim Spielen.
05:50Und jetzt haben wir gesagt, nehmen wir ihn zu.
05:52Und so sind wir zu den anderen gekommen.
05:54Und was spielst du am liebsten?
05:55Ah, das, was wir jetzt gerade gespielt haben.
05:57Nein, wir spielen traditionelle Volksmusik eigentlich, was wir zwei lernen und die Stylemen sind in der Gruppe.
06:03Ja, perfekt.
06:04Dann wünsche ich euch allen weiterhin viel Spaß beim Musizieren.
06:07Danke.
06:07Danke euch, für dich.
06:08Danke.
06:09Wer durch den Pinzgau wandert, dem fällt eines schnell auf.
06:13Riesige Waldflächen ziehen sich über die Hügel und durch die ursprünglichen Tallandschaften der Region.
06:20Neben den üppigen Almwiesen prägen sie vor allem das Erscheinungsbild des größten Bezirks im Salzburger Land.
06:27Der Wald ist auch das Lieblingsrevier von Eva Eisenmann.
06:30Die Kräuterexpertin findet hier an den Stämmen der mächtigen Fichten nämlich die Grundsubstanz für so einiges,
06:37was uns Menschen als heilende und pflegende Kraft der Natur zugutekommen kann.
06:45Hallo, guck, guck.
06:47Ja, hallo.
06:48Da wische ich dich bei der Arbeit, Eva. Schön, dass wir uns treffen.
06:51Ja, grüß dich.
06:52Du kennst dich ja richtig, richtig gut aus mit Heilkräutern. Als was kann ich dich genau bezeichnen? Was bist du?
06:58TEH-Praktikerin. Das heißt Traditionelle Europäische Heilkunde.
07:04Weil wir brauchen die Sachen, die bei uns umwachsen. Die ECM und die Ganzen haben sicher ganz eine Berechtigung.
07:11Aber warum sollten wir das so weit hernehmen, wenn das Gute einfach bei uns auf die Wiesen wächst?
07:16Und bei was erwische ich dich heute? Was machst du heute?
07:18Heute tue ich Harz sammeln. Bei uns heißt aber das Bech, nicht Harz.
07:22Das Bech bei uns in Südtirol auch.
07:23Beifahrer. Das Bech wird produziert vom Baum. Schau, da siehst du, der hat eine Wunde. Und dann produziert das Harz
07:35das Bech zum Verschluss seiner Wunden. Und das machen sie mir zunütze für unsere Wunden.
07:41Aha, funktioniert quasi auch dann bei uns, beim Mensch sozusagen.
07:44Und was machst du draus aus dem Harz, aus dem Bech?
07:47Ich mache aus dem Bech dann eine Bechtsalbe. Und die kann man für ganz, ganz viele Sachen einsetzen. Ob das
07:54jetzt eine Wunde ist, ob das eine kalte Fürst ist, weil es eben durchblutungsfördernd wirkt. Und da brauche ich eben
08:00das Harz.
08:01Ich nehme das am meisten von der Fichte. Weil hernehmen, sieht man das, was bei uns in der Gegend wächst.
08:06Aber in der Wunde geht jeder Baum, oder wie?
08:08Jeder Nadelbaum hat das Harz. Und das kann man nicht...
08:12Und muss man da arg vorsichtig sein, oder? Dass man den Baum nicht noch mehr verletzt, oder?
08:15Ich nehme nur das ganz oben drauf, gell? Ich will ihn ja nicht wieder verletzen.
08:20Aber das, was so freiwillig hergeht, was da so oben drauf ist, da fahre ich ganz vorsichtig hinterher, lockert das
08:27ein bisschen.
08:28Und dann muss ich aber mit den Fingern dazugehen, weil sonst springt man das weg, gell?
08:34Und das, schau, das pickt, das pickt dann.
08:37Da habe ich, schau, da habe ich schon eins gesammelt, da ist eine richtige Wende dran.
08:41Das ist ganz hart. Und verwenden tut man aber ein frisches und ein altes.
08:45Weil das wieder andere Wirkstoffe hat.
08:48Wo machst denn du deine Salbe?
08:50Um auf der Hütte.
08:51Um auf der Hütte, weil vielleicht können wir uns das noch einmal ein bisschen genauer anschauen, wie das dann funktioniert.
08:54Genau, gehen wir auf.
08:55Das wäre super.
08:59Das Wissen, das Eva Eisenmann und andere Pinzgauer Kräuterfrauen besitzen,
09:03ist von der UNESCO auf die Liste für immaterielles Kulturerbe in Österreich gesetzt worden.
09:08Eine große Anerkennung.
09:12Alles schon vorbereitet, Eva?
09:14Ja.
09:15Können wir fast gleich starten, oder?
09:16Ja, genau.
09:17Ich habe gerade Wasser hingestellt, das köchelt schon ein bisschen.
09:21Das brauchen wir nämlich jetzt für unser Wasserbad, weil wir ziehen jetzt in Olivenöl das Bech aus, damit wir ein
09:27Harzöl gehen.
09:28Okay.
09:29Das ist jetzt der erste Schritt.
09:30Das ist der erste Schritt.
09:31Wir fangen einmal an mit dem Olivenöl.
09:33Olivenöl ist immer meine Basis.
09:35Olivenöl ist ein sehr stabiles Öl, ist unserer Haut vom BH-Wert her sehr nahe und darum wird es für
09:42jeden vertragen.
09:43Wir nehmen da jetzt einmal 250 Gramm vom Olivenöl.
09:51So.
09:52Und da brauche ich jetzt, ich will eine Pechsalbe machen mit ungefähr 25 Prozent Harz, weil das kann ich dann
09:59auf jede offene Wunde auffüllen.
10:02Für unsere entzündungshemmende Pechsalbe braucht es noch Bienenwachs, blitzblanke Gefäße und das Pech, das Stück für Stück in das heiße
10:11Olivenöl eingerührt wird.
10:13Herrlich.
10:15Und dann machen wir den nächsten Schritt.
10:19Nach dem Abseilen in einem Tuch wird das Bienenwachs im Wasserbad erwärmt und mit dem Harzöl vermischt.
10:28Glück mit der Pechsalbe.
10:31Pech ist ein bisschen negativ behaftet und darum muss man eine Glückfahrt raussetzen.
10:41So und das braucht jetzt noch ein bisschen zum Aushärten, gell?
10:44Schon fester, gell?
10:45Ja, ein bisschen.
10:45Das müssen wir noch warten.
10:46Ja, aber das ist dann deine.
10:48Vielen Dank, Eva.
10:49Da freue ich mich sehr.
10:50Ich danke dir ganz, ganz herzlich.
10:51Es war sehr, sehr interessant.
10:53Ja, und während ich hier noch ein bisschen warte, gibt es für Sie zu Hause Musik und zwar von Kreiner
10:57Wind.
10:58Und das ist für Sie zu Hause.
11:02Ja, und da ist sie zu Hause.
16:37What do you learn?
16:39For example, the Kreuzwurf,
16:42that's the Königswurf for the Rantler.
16:46That's the Rantler,
16:47which is the first Rantler to learn,
16:49that you can have the Rantler.
16:51That's right.
16:53There's a plot to the Sache.
16:56Or the Knopf.
16:57You probably need to learn,
16:59yourself a bit on the floor.
17:01Yes, a bit of Körpergefühl.
17:03That's important.
17:03That's important.
17:04And the Geschichtlichkeit,
17:07that you learn a bit about the technique.
17:11When do you do that,
17:12when do you do that?
17:15Four years.
17:16Four years.
17:18How long does it take?
17:21It takes a bit of time,
17:22if it takes a bit of time,
17:23it takes about a half a year.
17:26Okay.
17:27Now you're already on the road
17:30or how do you say it?
17:31Yeah.
17:32Yeah.
17:34But actually cool, right?
17:35You don't have to rafen,
17:36you don't have to cry?
17:37Yeah.
17:38Perfect.
17:39Super Sport.
17:40Yeah.
17:40The Burschen must learn.
17:42The Rafen or the Probe,
17:44the Burschen will learn,
17:45that they don't do it.
17:46The Burschen will be the best.
17:47The Burschen will be the best.
17:51The Burschen will be the best.
17:52That's what I hope for the Burschen will be the best.
17:54Perfect.
17:55Super Schlusssatz,
17:56lieber Hans.
17:58I hope you have a great job for these Burschen.
18:03Vielen Dank.
18:04Vielen Dank.
18:04Vielen Dank, Buren.
18:06Macht's gut.
18:11Und für uns wird jetzt nicht gerankelt,
18:13sondern getanzt.
18:14Hier sind die jungen Pinzgauer.
20:47Im Norden des Pinsgau ist vor rund 30 Jahren ein Museum eröffnet worden, das sich über
20:53die Jahre und von Exponat zu Exponat zu einem wahren kunsthistorischen Juwel entwickelt
20:58hat.
20:59Von den Schätzen der Natur hier in Pinsgau konnten wir uns heute ja schon überzeugen.
21:03Ich bin jetzt unterwegs zu einer ganz anderen Schatzkammer, und zwar hier in Leogang, dem Bergbau-
21:09und Gotikmuseum.
21:10Und das beherbergt wirklich wunderbare Juwelen aus der Historie und der kulturellen Vergangenheit
21:16dieser Region.
21:19Und ich werde schon erwartet vom Gründer des Museums, Professor Hermann Mayerhofer und
21:25seinem Assistenten Andreas Herzog.
21:27Grüß Gott, Herr Professor Mayerhofer.
21:29Grüß Gott.
21:30Grüß Gott, Herr Herzog.
21:31Glück auf im Bergbau am Gotikmuseum Leogang.
21:33Willkommen.
21:33Schön, dass ich vorbeischauen darf.
21:35Schauen wir euch ja.
21:37Herr Professor Mayerhofer, das ist ja was ganz Wunderbares, was Sie hier auf die Beine gestellt
21:41haben, was man hier besichtigen kann in Leogang.
21:44Wo genau sind wir jetzt, in welchem Raum?
21:45Wir befinden uns hier in der Pinsgauer Stube.
21:48Wir zeigen hier Pinsgauer Wohnkultur im höchsten Maße.
21:52Die Decke ist von 1550, der Ofen auch aus 1500 und die wunderschönen Pinsgauer Möbel.
22:00Und irgendwann kam diese Idee bei Ihnen, hier dieses Museum zu schaffen.
22:05Wann ging das los?
22:06Wann kamen diese ersten Gedanken auf?
22:08Ende der 80er Jahre ist der Gedanke gereift, dass man ein Bergbaumuseum schafft, weil Leogang
22:17auf 3200 Jahre Bergbaugeschichte verweisen kann.
22:21Aber bis das so alles steht, wie es heute da ist, ist es wahrscheinlich ein weiterer und
22:26vielleicht auch nicht so ganz so einfacher Weg gewesen, oder?
22:28Für Sie?
22:29Der Weg war nicht immer einfach.
22:32Wir haben mit Null-Exponaten begonnen.
22:35Das heißt, das Ganze hat sich einfach über die Jahre immer weiterentwickelt.
22:38Jetzt drängt sich mir natürlich die Frage auf, Herr Herzog, vielleicht können Sie mir
22:41das auch beantworten.
22:42Was hat jetzt der Bergbau konkret mit der Gotik zu tun?
22:45Hängt das zusammen?
22:46Ja, das ist einfach zu erklären.
22:48Bei uns in Leogang, vor allem hat im Mittelalter der Bergbau geblüht.
22:52Und wo der Bergbau war, war ein großer Reichtum da, mit dem man schöne Kunstwerke in Auftrag
22:59gegeben hat.
23:00Im Größeren gesehen, Salzburg ist eines der vier reichsten Fürstentümer in Europa gewesen,
23:05nur durch diesen reichen Bergbau.
23:08Und so suchen wir immer wieder die Verbindung von Bergbau zur Kunst.
23:13Können wir uns noch ein bisschen umschauen?
23:14Gerne.
23:25Beim Rundgang mit den beiden Herren wird schnell klar, welche immensen Schätze über die Jahre
23:30und Jahrzehnte gesammelt wurden.
23:35Nicht umsonst wurde das Museum für Bergbau und Gotik in Leogang schon vielfach ausgezeichnet
23:41und mit Lob aus aller Welt überhäuft.
23:45Vor allem die Sammlung von heiligen Figuren, aber auch zahlreiche Exponate von unschätzbarem
23:50Wert, die aus Kirchenschätzen, Fürstenhäusern, aber auch Bauernhöfen stammen, machen das
23:56Haus zu einem echten Juwel in der europäischen Museumslandschaft.
24:03Am Ende des Rundgangs wurde mir noch die größte Kostbarkeit des Museums gezeigt, die schöne
24:09Madonna.
24:09Das ist der Mittelpunkt der Ausstellung, die schöne Madonna Salzburg um 1400, aus Buchsbaumholz
24:17gefertigt.
24:19Weltbedeutend der Mittelpunkt der Ausstellung über die Schätze des Domes und der Klöster
24:24von Salzburg.
24:27Ja, wieder ganz anders, gell?
24:29Es ist eine unglaubliche Vielfalt hier bei euch.
24:33Und ich habe irgendwie gefühlt auch zu wenig Zeit mitgebracht heute.
24:37Es ist so wahnsinnig viel, was man hier bei euch entdecken kann.
24:40Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich für diese ganz private Führung heute durch das wunderbare
24:45Bergbau- und Gotikmuseum in Leogang.
24:48Und ich habe das Gefühl, ich weiß überhaupt nicht mehr, wo der Ausgang ist.
24:52Also vielleicht könntest du mich noch zurückbringen?
24:54Ungerne.
24:56Weil wir eine weitere schöne Madonna im Haus haben.
25:00Das höre ich gern.
25:02Also ich bedanke mich.
25:03Vielen, vielen Dank.
25:04Danke.
25:04Bitte.
25:14Perfekt, vielen Dank.
25:17Jetzt bin ich ganz woanders rausgekommen, gell?
25:20Vielen, vielen Dank für diese wunderbare Führung.
25:22Das hat uns Freude gemacht.
25:23Und ich komme wieder.
25:24Auf Wiedersehen.
25:25Wiederschauen.
25:26Für gut.
25:31Für Sie zu Hause geht es jetzt weiter mit der Trachtenmusikkapelle Uttendorf.
26:04Untertitelung des ZDF für funk, 2017
26:06für funk, 2017
26:36für funk, 2017
28:01The National Park Hohe Tauern
28:05An dem neben Tirol und Kärnten
28:07Auch das Salzburger Land einen Anteil hat
28:10Im Jahr 1981
28:12Wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt
28:15Der größte Österreichs überhaupt
28:17Mit dem Großglockner
28:19Und dem Großvenediger
28:20Besitzt er auch die höchsten Berge
28:22Und höchstgelegenen Gletscher des Landes
28:30Für die Pinzgauer ist vor allem
28:33Das den Hohentauern vorgelagerte
28:35Kitzsteinhorn mit seiner markanten
28:37Spitze der im Begriff
28:38Der hochalpinen Bergwelt Österreichs
28:42Auch mich zieht es jetzt hinauf
28:44Aufs Kitzsteinhorn
28:45Zunächst mit der Seilbahn
28:47Die von Kaprun aus
28:48Auf rund 3000 Meter hinaufführt
28:50Inklusive Umsteigen
28:52Auf halber Höhe
28:53Schon hier ist der Ausblick
28:56Überwältigend
28:57Die Bergstation der Seilbahn
28:59Liegt dann rund 200 Meter
29:01Unterhalb des Gipfels
29:06Für den Aufstieg von der Bergstation
29:08Bis zum Gipfelkreuz
29:10Hab ich mir professionelle Begleitung organisiert
29:14Bergführer Markus Bründl
29:15Wartet bereits auf mich
29:16Mit entsprechender Ausrüstung
29:18Versteht sich
29:19Da wartet er schon
29:21Der Markus
29:21Grüß dich
29:22Servus
29:23Hallo
29:23Du bist super, dass das heute klappt
29:25Perfekt
29:26Mit uns beiden
29:26Wetter wie bestellt
29:27Ja, wie bestellt wirklich
29:28Und man merkt schon
29:30Die Luft wird dünner
29:30Wie hoch sind wir denn da?
29:32Ja, da sind wir auf 3000 Meter
29:33Das merkt man natürlich
29:34Dass da die Luft ein bisschen dünner ist
29:35Und die Schnaufen fällt ein bisschen schwerer
29:37Und im Winter fährt man Ski, wie man sehen kann
29:39So ist es, genau
29:40Also das erste Gletscherskigebiet Österreichs
29:43Da am Kittsteinhain
29:44Ah, tatsächlich
29:45Ja, die waren da wirklich Pioniere
29:46Zu derer Zeit
29:47Und ja, fantastisch zum Skifahren
29:49Ganz genau
29:50Auch im Sommer
29:51Und was ich sagen muss
29:52Ein fantastischer Ausblick
29:54Wo schauen wir denn jetzt überall hin
29:56Das ist ja ein endlos weitgefühlt
29:58Sehr, sehr viel, ja
29:59Da raus Richtung Norden
30:00Der wilde Kaiser
30:01Dann wenn wir da weitergehen
30:03Richtung Osten
30:04Dann die Lohferer
30:06Da Leoganger Steinberge
30:07Da hinten der große Hundstod
30:09Mit dem Watzmann
30:10Da sind wir dann schon in Bayern
30:11Genau
30:12An Grenzen zu Bayern
30:13Das Steinere Meer
30:15Die nördlichen Kalkalpen
30:16Und da unten natürlich im Tal
30:18Der Zell am See
30:19Mit dem Zeller See
30:20Und rechts draußen
30:21Der Hochkönigsstock
30:23Mit dem Hochkönig
30:24Ja wunderbar
30:24Das heißt im Frühjahr kann man Skifahren
30:26Und unten wahrscheinlich
30:27Vielleicht schon zum Baden gehen
30:28Wenn es ein bisschen wärmer ist
30:29Im Mai, Juni
30:30Wenn der See ein bisschen wärmer ist
30:31Ist das natürlich eine lässige Kombination
30:34Und wenn wir schon mal da heroben sein
30:35Und ich da rauf schaue
30:36Zum Kreuz
30:38Scheint nicht mehr ganz so weit zu sein
30:39Es ist machbar
30:40Es ist machbar
30:41Begleitest du mich noch rauf?
30:42Sollen wir es probieren?
30:43Sollen wir es probieren?
30:43Passt
30:44Ich gebe mich in seine Hände
30:46Ohne Ausrüstung geht gar nichts
30:48Natürlich ein Gurt und ein Helm
30:49Schau her
30:50Den ziehen wir da einmal an
30:51Ist auf jeden Fall machbar
30:53Dann ist das machbar
30:54Gut gesichert natürlich
30:55Das ist einmal Grundvoraussetzung
30:56Helm und
30:57Den legen wir dann vorne an
30:59Am Einstieg
30:59Perfekt
31:00Legen wir los
31:01Backmaß
31:01Perfekt
31:04Auf geht's Richtung Gipfel
31:06Und für Sie gibt's derweil Musik
31:07Vom Duo Teufelsgeiger
31:09Vom Duo Teufelsgeiger
31:13Vom Duo Teufelsgeiger
31:15A B
31:16Vom Duo Teufelsgeiger
32:54Wir haben es gleich geschafft.
32:56Ich sehe schon das Kreuz.
32:58So.
33:00Wunderbar.
33:01Das erste Mal auf dem Kitzsteinhorn.
33:04Super.
33:05Gratuliere, Bergheim.
33:07Super.
33:08Danke fürs Aufenführen.
33:09Sehr gerne.
33:10Perfekt.
33:11Das hat sich gelohnt.
33:13Wunderbare Aussicht.
33:14Perfektes Wetter.
33:15Besser geht's nicht.
33:16Da kann man ja mega weit schauen.
33:17Du, Markus, es war ja kein so ewig langer Aufstieg aufs Kitzsteinhorn.
33:21Aber er hat's schon ein bisschen insig, oder?
33:22Ja, also ein bisschen drittsicher muss man auf jeden Fall sein.
33:25Leicht schwindelfrei sollte man sein.
33:27Und dann geht das ganz gut.
33:29Was beobachtest du als Bergführer?
33:31Welche Fehler begehen die Menschen in den Bergen am häufigsten, wenn sie unterwegs sind?
33:34Ja, sehr oft haben sie ein falsches Schuhwerk an, falsche Ausrüstung und natürlich dementsprechend
33:41falsch vorbereitet auch in der Tourenplanung.
33:43Wetter ist natürlich ein großes Thema.
33:45Das sollte man natürlich immer beobachten und den Wetterbericht ordentlich studieren
33:50und sich dementsprechend auch verhalten, frühzeitig starten und dann dementsprechend
33:55frühzeitig wieder abbrechen, sollte sich das Wetter irgendwie anders entwickeln als vorhergesagt.
34:00Ja, und so wie heute auch, wenn es nur die knapp 200 Höhenmeter sind, man darf sich
34:04da nicht täuschen lassen.
34:06Man sollte sich vielleicht auch ein bisschen informieren, wie schaut das Gelände aus,
34:08packe ich das überhaupt, oder?
34:09Klar, also eine richtige Tourenplanung ist auf jeden Fall wichtig, um ein lässiges Erlebnis
34:16zu haben und dass das Ganze natürlich einen sicheren Rahmen hat.
34:19Und wenn man sich nicht ganz so sicher ist, dann kann ich nur empfehlen, dann nimmt man sich
34:22einfach am Bergführer, dann kommt man einfach sicher überall rauf.
34:25Ganz genau, das macht auf jeden Fall Sinn.
34:27Für die ist das ja wirklich Neuland, steileres Gelände.
34:31Es ist natürlich die Möglichkeit runterzufallen und wenn man da in einer sicheren Begleitung
34:37unterwegs ist, dann funktioniert das ganz gut.
34:40Markus, eins ist rauf, das andere ist wieder runter.
34:43Das muss man nämlich auch immer berücksichtigen.
34:45Genau, also jetzt haben wir Halbzeit.
34:48Und runter ist heute inklusive, oder, mit dir?
34:51Ja, genau.
34:52Du hast den Abstieg auch gebucht.
34:53Das bringst du wieder runter.
34:53Perfekt.
34:54In dem Fall darfst du vorausgehen nach unten.
34:56Okay, gut.
34:57Und ich saß hinten nach.
34:58Perfekt, dann packen wir's.
34:59Dann packen wir's.
35:03Und begleitet vom Pinzgauer Dreigesang geht's wieder runter.
35:06Daher wird in der Nacht, die Keller brennt dabei.
35:12Hallarellei dia, hallarellei dia,
35:16Geert stets bei der Nacht auf und schickt Wasser drein.
35:22Hallarellei dia, die einhaar.
35:30Aufm A-sitzband schief an, is als der Seinmalz.
35:36Hallarellei dia, hallarellei dia,
35:40Wo i die Orbiten soll, oft gesaust mit mein Furz.
35:47Hallarellei dia, die einhaar.
35:54Die Leid hat's recht frei, ich weiß, bei uns so weit fein.
36:01Hallarellei dia, hallarellei dia,
36:05O wa gleit, bis ma dreck, so weit fein is ma ins Lied.
36:10Hallarellei dia, die einhaar.
36:18Es gibt nix so lustigs, wie i und mein Furz.
36:24Hallarellei dia, hallarellei dia,
36:28Er red nix so lustigs, wie i los hem zu.
36:34Hallarellei dia, hallarellei dia,
36:51Schon ko anzige stund, hoppa klach in zwei not.
36:57Hallarellei dia, die einhaar.
37:11Hallarellei dia, hallarellei dia,
37:28Hallarellei dia,
37:32Hallarellei dia, hallarellei dia,
37:40Mein nächstes Ziel liegt wieder in Saalfelden am Steinernen Meer.
37:43Exakt 2455 Meter tiefer als das Kitzsteinhorn.
37:49Dort macht Lisa Hirschspichler ordentlich Lärm.
37:52Die junge Holzschnitzerin fertigt grimmige Masken und andere Skulpturen
37:57und ab und zu braucht sie auch die Motorsäge.
37:59Und dabei lässt sie's richtig krachen.
38:07Jetzt bin ich aber gespannt, ob sie überhaupt merkt, dass ich schon da bin.
38:19Servus!
38:21Oh, da muss ich mich in Acht nehmen.
38:23Wenn man bei der Lisa vorbeischaut, muss man vorsichtig sein.
38:27Servus!
38:28Lisa, ja erstens mal Überraschung, es ist eine Frau, die da mit der Motorsäge zugange ist,
38:32die Lisa Hirschspichler.
38:34Und Lisa, du machst Holzskulpturen und viele, viele andere Sachen aus Holz.
38:38Seit wann denn?
38:39Angefangen hab ich damit 2015 durch meinen Freund.
38:44Er hat seit 20 Jahren Motorsäge geschnitzt.
38:47Und das hat mich halt fasziniert und irgendwann wollte ich das dann auch ausprobieren.
38:51Und seit 2018 mach ich das hauptberuflich.
38:54Und viele haben ja diesen einen Special Moment, diesen einen Moment, wo man merkt,
38:58das will ich unbedingt machen. Gab's den bei dir auch?
39:00Da war der Erwin eingeladen zum Holzsymposium in Hinterklemm.
39:04Da bin ich nachher mitgefahren.
39:06Und da hab ich erst nachher zum ersten Mal gesehen, was eigentlich alles möglich ist mit dem Werkstoff Holz.
39:12Und dann hab ich immer ein Mädel gesehen, das mit dem Schnitzeisen, ganz ein feines, schönes Gesicht gemacht hat.
39:18Und dann hab ich mir gedacht, okay, das prob ich jetzt auch mal aus.
39:22Und jetzt war da gespart auch, hat mir der Erwin nachher meine ersten Schnitzeisen geschenkt.
39:26Wunderbar.
39:27Ich stell mir das wahnsinnig schwierig vor, weil es ist ja nicht eine klassische Ausbildung,
39:30sondern man bringt sich ja sehr, sehr viel selber bei.
39:32Wie bist du denn da vorgegangen?
39:34Natürlich braucht man eine Art räumliches Vorstellungsvermögen.
39:38Weil man muss ja wissen, was man weg tut, damit am Ende dann das überbleibt.
39:42Ja, was halt die Skulpturen werden sind.
39:45Und ja, am Anfang hab ich da doch dann immer relativ lange gebraucht, weil ich halt immer sehr wenig weg
39:51da hab.
39:51Und dass sich ja nicht zu viel weg tut.
39:53Besser zu wenig als zu viel wahrscheinlich, gell?
39:55Wann war dann der Moment, als du dich das erste Mal dann auch wirklich mit der Motorsäge herangetraut hast ans
40:00Holz?
40:01Angefangen hab ich vor zwei Jahren mit einer kleinen Elektrosäge, also richtig nur mit so einem 20cm Schwert.
40:07Und dann hab ich mich halt langsam raufgetastet.
40:11Und ja, also, heuer immer Brühe, hab ich mir meine erste eigene Motorsäge gekauft.
40:16Oh, jetzt ist ein Glückwunter, oder was sagt man denn da?
40:20Aha, das ist die.
40:21Okay, da gibt's verschiedene Größen danach, gell?
40:22Je nachdem, was man macht.
40:24Ja, genau, das ist jetzt extra.
40:24Du, und was fertigst du alles so an?
40:26Das jetzt wird was Größeres, aber was machst du denn sonst noch alles?
40:29Also, angefangen hab ich mit Krampusmasken und dann hab ich weitergemacht mit kleineren Skulpturen
40:35oder auch so Tierköpfe, so Schafkopf oder Wiederkopf.
40:40Je nachdem, was ich gerne hätte oder was ich mir vielleicht irgendwo gerne hinstellen möchte,
40:45kann ich zu dir kommen und meine eigenen Wünsche äußern und du versuchst es umzusetzen.
40:48Wenn ich es ausführen kann, nimm mir einen Aufdruck gerne an dir.
40:51Ja, super.
40:52Lisa, du, dann bedanke ich mich bei dir, dass ich heute bei dir vorbeischauen durfte und
40:55sage, alles Gute, weiterhin viel Erfolg mit dem was machst.
40:58Ja, danke.
40:59Ciao.
41:03Lisa wird ihren Weg erfolgreich weitergehen, da bin ich mir ganz sicher.
41:08Und ich find's einfach schön, dass sie dieses alte, traditionsreiche Handwerk pflegt und auch
41:12weiterentwickelt.
41:14Und wir lassen den Tag jetzt gemütlich ausklingen mit unserem kleinen Abschiedsfest.
41:19Es spielt die Eschenauer Tanzlmusi.
41:49Musik
42:09Ja, Sie ahnen es vielleicht schon, es wird Zeit mich von Ihnen daheim und vom Pinzgau zu verabschieden.
42:14Ich fand's sehr schön, dass Sie mal wieder mit mir gemeinsam unterwegs waren und freue mich
42:18aufs nächste Mal.
42:19Bis dahin.
42:19Machen Sie's gut.
42:20Servus.
42:24Musik
42:34Machen Sie's gut.
42:38Musik
42:39I'll see you next time.
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