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00:00:00.
00:00:15Mein sehr verehrten Damen und Herren.
00:00:19Begrüßen Sie den Moderator des Abends.
00:00:22Begrüßen Sie Olaf Schubert! Begrüßen Sie mich!
00:00:27Hi, welcome to Humorzone number 12 from Dresden, not from Las Vegas.
00:00:38We welcome you here in the room.
00:00:40We welcome you home at the end devices.
00:00:45Humorzone, we have a beautiful program.
00:00:48Schön, dass Sie dabei sind. Das Jochenbach-Kass Ballastorchester.
00:00:56Ja, vielen Dank.
00:01:01Ja, es ist wie immer, draußen geht die Welt unter, aber drinnen steppt Ronny.
00:01:08Ja, und man merkt natürlich auch in diesen turbulenten Zeiten, Humor ist wichtig.
00:01:13Auch natürlich, gerade für die Menschen hier im Saal, für die Menschen, die sich kein anständiges Fetanyl leisten können.
00:01:21Und wir haben quasi für all jene einen bunten Humorcocktail zusammengestellt aus einheimischem Anbau.
00:01:29Ja, also wir sind wirklich stolz drauf. Wir haben die Gag-Produktion nicht nach China ausgelagert,
00:01:35sondern wir lachen wirklich hier noch direkt beim Erzeuger.
00:01:38Also hier, wo der Witz umzingelt wird, warten wir, bis er rauskommt.
00:01:42Und wir beginnen weiblich mit Frauen.
00:01:47Es sind starke Frauen, es sind sehr starke Frauen.
00:01:49Es sind eigentlich die stärksten Frauen, die ich je sah.
00:01:54Besonders die eine, also eine fiesche Ische.
00:01:56Also das ist, ja, muss man sagen, das ist gar nicht mehr so klassisch feminin.
00:02:00Das ist schon eine Überdosis Östrogen.
00:02:03Es sind Mütter, gleich drei, da haben wir gleich drei Muttis am Anfang.
00:02:09Da haben wir es weg.
00:02:10Also, ja, es sind wie gesagt drei Mütter und sie sind wirklich nur eure wegen hier, was nicht überrascht.
00:02:18Denn es sind eure Mütter für euch aus Stuttgart, eure Mütter.
00:02:36Schönen guten Abend.
00:02:37Eine Freude hier zu sein.
00:02:39Wir drei singen heute Abend für euch ein Lied über moderne Technologie.
00:02:43Genauer gesagt über Telekommunikation.
00:02:45Es ist ja eine Wahnsinnserrungenschaft, dass heutzutage zwei Menschen sich Nachrichten schreiben können.
00:02:51Über beliebige Distanzen.
00:02:53In Echtzeit.
00:02:54Durch einen kleinen Kasten, den man in der Hosentasche hat.
00:02:57So weit, so großartig.
00:02:58Das Problem ist nur, dieselbe Technologie ermöglicht auch, dass sich 26 Leute gleichzeitig auf einem Displayfenster Nachrichten schreiben können.
00:03:16Weiß jemand, was sich Oma zum Geburtstag wünscht?
00:03:20Äh, nein.
00:03:22Amazon-Gutschein?
00:03:25Ja, fein.
00:03:27Aber was anderes?
00:03:29Ulla ist schwanger.
00:03:31Hallo, Ulla ist schwanger und da könnte euch mal jemand reagieren.
00:03:37Okay, ich reagiere.
00:03:38Wer ist Ulla?
00:03:41Ich kann mich an dem Gutschein für Oma beteiligen.
00:03:44Aber weil ich ohne Kinder komm, will ich nur halb so viel bezahlen wie ihr.
00:03:49Schau mal, ich hab mir den Bart abrasiert.
00:03:52Ja, sieht besser aus, Tante Ruth.
00:03:56Äh, da ist ne neue Dumme im Chat.
00:03:58Ich weiß nicht, wer das ist.
00:04:00Er, das mit der Katze als Profilbild.
00:04:03Vielleicht, vielleicht ist es ne Katze.
00:04:07Eure beschissenen WhatsApp-Gruppen fiken mein Gehirn.
00:04:17Wenn ich ehrlich bin, wär ich lieber nicht drin.
00:04:30Hey, nächste Woche mal aufm Bier.
00:04:33Ja, gerne.
00:04:34Ich kann Mittwoch und Freitag.
00:04:37Super, ich kann Freitag.
00:04:39Markus schreibt.
00:04:40Freitag hab ich die Kinder.
00:04:42Was ist mit Dienstag?
00:04:44Äh, Dienstag war doch gar nicht im Angebot.
00:04:47Dann übernächste Woche?
00:04:49Markus schreibt noch.
00:04:52Was jetzt?
00:04:52Freitag übernächste Woche?
00:04:54Markus schreibt.
00:04:55Oder gleich am Montag?
00:04:57Da hab ich schon einen Tremien.
00:04:59Äh, Leute, da geht's nicht.
00:05:01Andi hat einen Tremien.
00:05:03Ach so, alles klar.
00:05:04Dann geh du mal zu deinem Tremien.
00:05:07Tränen lachendes Emoji.
00:05:09Schreib es am besten gleich in dein Tremien.
00:05:12Klar, Ende.
00:05:13Haha, du Tortel.
00:05:14Gruppenname wurde geändert in Tremien.
00:05:19Eure beschissenen WhatsApp-Gruppen
00:05:26Fieken mein Gehirn.
00:05:30Wenn ich ehrlich bin, wär ich lieber nicht drin.
00:05:40Wir vermissen Paulas Freund im Buch.
00:05:44Könnt ihr mal nachsehen, bei wem es steckt?
00:05:46Wir haben es nicht.
00:05:48Bei Levi ist es auch nicht.
00:05:50Bei uns auch nicht.
00:05:52Wir haben es auch nicht.
00:05:54Wir sehen nachher gleich mal nach.
00:05:56Aber ich glaub, bei uns ist es nicht.
00:05:58Wir haben es nicht.
00:06:00Es ist bei uns.
00:06:01Wir füllen's die Tage aus.
00:06:03Dann kriegt ihr es wieder.
00:06:05Bei uns ist es nicht.
00:06:07Bei uns auch nicht.
00:06:09Nein, alles klar.
00:06:10Dann gehört sich ja geklärt.
00:06:11Es ist bei Elias.
00:06:13Wir haben es nicht.
00:06:15Wir auch nicht.
00:06:16Aber das von Sophie ist doch irgendwie verschollen.
00:06:19Weiß da jemand was?
00:06:20Bei uns ist keins, glaub ich.
00:06:22Wie gesagt, wir schauen nach.
00:06:24Übrigens hängt nicht morgen ne Liste aus.
00:06:26Da kann jeder eintragen, welche Aufgabe er am Samstag übernimmt.
00:06:30Super.
00:06:31Danke Bettina.
00:06:33Ja, danke.
00:06:34Danke.
00:06:35Danke.
00:06:36Danke.
00:06:36Danke Bettina.
00:06:38Danke.
00:06:38Vielen Dank.
00:06:40Wir haben Paulas Freunde Buch auch nicht.
00:06:43Eure beschissenen WhatsApp-Rupen fiken mein Gehirn.
00:06:53Doch ich bleib drin.
00:06:55Ich will ja nicht, dass ich was verpass.
00:07:23Ich muss sagen, du bist heute wahnsinnig entspannt irgendwie.
00:07:28Du bist lockerer als gewöhnlich.
00:07:30So will ich es mal sagen.
00:07:31Ich finde es schön, dass dir das auffällt.
00:07:33Ich habe nämlich an mir gearbeitet.
00:07:34Ich habe meine innere Mitte gefunden.
00:07:36Das merkt man voll.
00:07:37Du bist unheimlich ausgeglichen irgendwie.
00:07:39Ja, ja, ich mache ja seit einiger Zeit das Dings, ähm, das mit den Nadeln.
00:07:45Ah.
00:07:46Akupunktur?
00:07:47Nee.
00:07:48Ich spritze mir Heroin.
00:07:52Okay.
00:07:55Hallo.
00:07:56Guten Abend.
00:07:58Herzlich willkommen im Hotel Sirage.
00:08:00Sie checken ein?
00:08:01Ganz genau.
00:08:02Ich habe eine Reservierung.
00:08:03Mein Name ist Glöpp.
00:08:04Herr Glöpp.
00:08:05Schon gefunden.
00:08:06Für eine Nacht, richtig?
00:08:08Exakt.
00:08:09Bestens.
00:08:10Herr Glöpp.
00:08:11Wünschen Sie ein Onanier- oder ein Nicht-Onanier-Zimmer?
00:08:21Herr Glöpp?
00:08:23Ich fürchte, ich habe Sie missverstanden.
00:08:26Wie war die Frage?
00:08:27Ich fragte, möchten Sie lieber ein Onanier- oder ein Nicht-Onanier-Zimmer?
00:08:35Herr Glöpp?
00:08:38Sie haben hier Onanier-Zimmer?
00:08:42Selbstverständlich.
00:08:43Ich weiß schon, heutzutage sind manche Häuser reine Nicht-Onanier-Hotels nicht so bei uns.
00:08:48Hier können Sie nach wie vor wählen, welche Zimmerart Sie präferieren.
00:08:57Also?
00:08:59Herr Glöpp?
00:09:03Ja, ich weiß nicht so recht.
00:09:06Nun, planen Sie denn heute Nacht zu Onanieren?
00:09:10Quatsch.
00:09:11Natürlich nicht.
00:09:12Nein.
00:09:13Na wunderbar.
00:09:13Dann haben wir es doch schon.
00:09:14Für Sie ein Nicht-Onanier-Zimmer.
00:09:16Obwohl?
00:09:18Was ist denn, wenn jemand in einem Nicht-Onanier-Hotel-Zimmer,
00:09:25Nicht-Onanier-Zimmer ...
00:09:30Ja?
00:09:32Naja, wenn einem das da mal passiert.
00:09:38Was genau?
00:09:42Naja, deshalb mal ...
00:09:48Und Onanier?
00:09:49Das haben Sie gesagt.
00:09:51Nun, Herr Glöpp, man kann wohl nicht davon sprechen, dass so etwas jemandem passiert, nicht wahr?
00:09:56Kommt wohl ehrlich gesagt eher selten vor, dass man sich in seinem Hotelzimmer aufhält und plötzlich ...
00:10:01Oh, hoppla!
00:10:04Was ist mir denn da passiert?
00:10:07Ja, aber wie wollen Sie das rausfinden, das können Sie doch gar nicht wissen.
00:10:11Das riecht man.
00:10:12Das riecht man?
00:10:13Haben Sie hier Spermaspürhunde oder was?
00:10:15Wir nutzen hier im Hause einen Spermometer.
00:10:19Wenn das anschlägt, stellen wir dem Gast eine Sonderreinigung in Höhe von 800 Euro in Rechnung.
00:10:23800 Euro?
00:10:24Das ist ja wohl ein Witziges, aber auch keine 800 Euro, um hier einen zu scheffeln?
00:10:29Nun, Sie können diese Zahlung ja leicht umgehen, indem Sie sich heute Nacht einfach keinen scheffeln.
00:10:37Herr Glöpp, ich nehme ein Onanierzimmer.
00:10:45Natürlich!
00:10:47Suche ich direkt für Sie heraus.
00:10:50Beziehungsweise, Herr Glöpp, das tut mir leid.
00:10:53Ich sehe jetzt erst, alle Onanierzimmer sind bereits ausgebucht.
00:10:59Ah!
00:11:00Ist doch gerade Bischofskonferenz!
00:11:11Vielen Dank!
00:11:15Eure Mütter!
00:11:18Eure Mütter!
00:11:19Ja, wieder was gelernt.
00:11:23Über gewisse Dinge.
00:11:28Hinfort.
00:11:29Ja.
00:11:32Erstaunlich.
00:11:33Man denkt ja immer, oder man sagt ja immer so, Frauen werden die neuen Männer.
00:11:36Gelegentlich sind Männer die neuen Frauen.
00:11:38Man merkt, unser Land ist im Wandel.
00:11:42Das zeigt sich an vielen Kleinigkeiten.
00:11:46Ich sage mal, man hat ja auch immer so gesagt, der Deutsche.
00:11:48Was ist denn seine Kernkompetenz?
00:11:50Arbeiten.
00:11:52Fleißig sein.
00:11:53Rumwuseln.
00:11:54Emsig.
00:11:55Mittlerweile ist immer wieder aufzuhören, ja, Deutsche sind träge und faul.
00:11:59Und ich frage mich natürlich dann immer, wer ist das konkret?
00:12:02Was sind das für Menschen?
00:12:04Ja, ich meine, klar, bei der Band oder bei Künstlern ist das logisch.
00:12:08Die sind ja extra Künstler geworden, um nicht arbeiten zu müssen.
00:12:11Aber Faulheit bei euch, das überrascht mich.
00:12:15Ja, also da gibt es ja wirklich sehr, sehr viele Parameter, die das irgendwie belegen.
00:12:22Also früher hat man ja immer so gesagt, ja, hoffentlich nehmen uns die Ausländer nicht die Arbeitsplätze weg.
00:12:29Heutzutage wünscht man sich's.
00:12:30Ja, natürlich spricht man nicht direkt von faul, sondern man spricht ja eher von sogenannte Work-Life-Balance.
00:12:38Früher nannte man das eher asozial.
00:12:41Und das ist auch mit Zahlen unterbuttert.
00:12:50War der Applaus für mich?
00:12:52Schön.
00:12:53Ja, also die Zahlen belegen das ja wirklich.
00:12:56Ja, also Deutschland hat europaweit die geringste Wochenarbeitszeit.
00:13:01Ja, ich glaube 50 Stunden.
00:13:04Und ich weiß nicht, wie viel sind es genau?
00:13:06Es sind...
00:13:09Also mir...
00:13:1048.
00:13:1140.
00:13:12Das lohnt's ja gleich gar nicht.
00:13:14Äh...
00:13:15Also 40 fände ich sehr wenig, muss ich sagen.
00:13:17Also Bild, ja.
00:13:18Ich kann das gut beurteilen, ja.
00:13:20Ich hab ja so diesen Blick von außen.
00:13:23Ähm...
00:13:24Man muss es ja auch nicht übertreiben.
00:13:25Also gut, angemessen fände ich 100 Stunden, weil da würde sich vieles von alleine klären.
00:13:30Ja, man hat keine Überstunden mehr.
00:13:32Wer mehr arbeitet, muss auch weniger wohnen.
00:13:34Das Wohnungsproblem löst sich.
00:13:37Und was natürlich auch sehr bemängelt wird, ist so diese Mentalität, Teilzeit arbeiten, aber Vollzeit krank.
00:13:44Ja, Deutschland hat einen sehr hohen Krankenstand.
00:13:47Natürlich ist für die Arbeitgeber krank, jetzt nicht gleich krank.
00:13:52Ja, nehmen wir mal an, jemand hatte eine Herztransplantation.
00:13:57Damit ist nicht zu spaßen, das ist mir schon klar.
00:13:59Ja, der hatte eben früh die Operation, kommt dann eben erst mittags zu spät auf Arbeit.
00:14:05Ich meine, da wird doch jeder gute Chef sagen, Mensch, kein Problem, ja, gehen Sie nach Hause.
00:14:12Wenn Sie mit der Arbeit fertig sind, ja, kommen Sie morgen wieder.
00:14:17So, ähm, was anderes ist für mich, sag ich mal, dann zum Beispiel eine Beinamputation.
00:14:24Ja, warum da krankstreben?
00:14:25Also ich meine, es gibt doch Tätigkeiten im Sitzen, ja.
00:14:28Obendrein ist die Frage, wurde das ganze Bein amputiert?
00:14:32Oben oder Oberschenkel?
00:14:34Ja?
00:14:36Sind wichtige Details.
00:14:38Da gibt es also eine, eine erhebliche Streuung und ich beobachte das auch in meinem Umfeld, ja.
00:14:42Also, ich kenne einen, der ist immer gesund.
00:14:45Der geht, der geht immer arbeiten.
00:14:47Immer gesund, wo ich mir sage, immer gesund, wie krank ist das denn?
00:14:50Ja?
00:14:51Ich kenne aber auch einen, der ist das direkte Gegenteil.
00:14:54Komplett schlafsack, permanent irgendwie am Dümpeln, ja.
00:14:58Diagnose, Morbus Nullbokus, der ist 300 Tage krank im Monat und das ist schon abgerundet.
00:15:05Also, und da ist natürlich die Frage, wie bekommt man dort für alle Beteiligten faire Lösungen?
00:15:11Wie können die aussehen?
00:15:13Was, was ist fair? Gibt es überhaupt Fairness?
00:15:17Also, ich sag mal, in meinem Contest, zum Beispiel in meiner Familie.
00:15:20Carola wollte Kinder.
00:15:23Ich wollte keine.
00:15:24Jetzt haben wir fünf. Ist das fair?
00:15:27Ja?
00:15:28Oder auf Arbeit. Ich, ich, ich stehe hier.
00:15:30Ich muss in diesem Mief, ja, hier muss ich irgendwelche Leute anmoderieren.
00:15:35Während andere draußen ganz gemütlich an der frischen Luft Gleise verlegen.
00:15:40Ja?
00:15:42Ja, ist das fair?
00:15:43Also, ich, nein.
00:15:45Ich will nicht jammern. Ich glaube, das merkt man.
00:15:47Also, ich, äh, es gibt welche, die immer nur rumnürgeln.
00:15:52Die dann so sehen, ja, und wir verdienen zu wenig und die Preise, die Preise, die Preise.
00:15:57Ja, es gibt welche, denen kann man nicht helfen.
00:15:59Ich meine, wer beim Einkaufen noch auf die Preise achten muss, der hat wohl sein Leben komplett gegen die Wand
00:16:03gefahren.
00:16:04Ja?
00:16:05Also, und insofern freut es mich wirklich, dass es immer wieder Menschen gibt, die doch eine gewisse Vorbildfunktion haben.
00:16:14Ja? Und so auch unser nächster Gast, ähm, er hat eine eigene, sehr erfolgreiche Kabarett-Sendung in der ARD.
00:16:21Und trotzdem kommt er zu uns, hier in die Provinz, um hier vor uns richtig zu arbeiten.
00:16:27Ja? Also, das ist über der Norm. Er ist quasi ein klassischer Normbrecher.
00:16:31Sozusagen der, der Alfred, wie ist der, der Adolf Hennecke, äh, der Witzigkeit, oder um es zu gendern, die Frida
00:16:38Hockauf, der Comedy.
00:16:39Ich hoffe, ihr wisst zu schätzen, dass er hier ist und zeigt das mit Applaus.
00:16:43Die Tonne Uhr!
00:16:49Applaus
00:16:54Dankeschön.
00:17:00Dankeschön.
00:17:04Dankeschön.
00:17:06Dankeschön.
00:17:07Ja, freu ich mich sehr, hier zu sein. Mein Name ist Dieter Nuhr und ich beschäftige mich, äh, das hat
00:17:13der Olaf schon sehr gut erkannt,
00:17:15im Wesentlichen mit der Frage, warum dürfen Tiere nachts im Zoo bleiben und wir müssen raus.
00:17:20Das ist im Grunde das, worum es bei mir geht.
00:17:23Ich bin jetzt 65 Jahre alt, ich beschäftige mich schon länger mit diesen Fragen, das heißt, ich bin schon ein
00:17:28bisschen,
00:17:29muss ein bisschen schneller machen auch, weil ich hab nicht mehr so lange, ich weiß nicht genau, wie lange es
00:17:33noch geht in meinem Alter.
00:17:35Ich bin ja jetzt so im Alter, wo man normalerweise in Rente geht, also jetzt nicht als Lehrer, da ist
00:17:41man da schon zehn Jahre drüber weg, aber
00:17:44als normaler Mensch und, äh, äh, ein bisschen schade, auch der menschliche Körper könnte ja im Grunde unendlich alt werden,
00:17:52aber wir haben ja nochmal dieses Gen, das uns altern lässt, das dann irgendwann die Zellteilung unterbindet und dann ist
00:17:58Feierabend.
00:17:59Und deswegen sind wir jetzt alle hier und welken vor uns hin. Bei einigen sieht man's schon, das ist, äh,
00:18:08ja, das ist oft schlimm, ja, das ist, sie lachen da hinten, ja.
00:18:11Das ist ganz schlimm, wenn es verschiedene Preiskategorien gibt, da sitzen vorne immer die, die sich gesagt haben, ich mach's
00:18:17nicht mehr lange, ich gönn mir nochmal was.
00:18:20Das ist dann immer ausgerechnet da, wo ich trotz der Scheinwerfer noch was sehen kann.
00:18:24Das ist dann auch für den Künstler nicht einfach, auf der Bühne dem Tod ins Andenitz zu schauen, das ist,
00:18:33ja, das ist schon.
00:18:41Also, danke schön, ja, wäre schön, wenn Sie den Abend noch packen würden, weil, ja, das ist immer unangenehm, wenn
00:18:47während des Auftritts jemand stirbt, das ist immer sehr, sehr, sehr gut.
00:18:51Man macht sich auch künstlerisch Vorwürfe, verstehen Sie, man denkt dann auch, wenn sich das rumspricht, nicht, und sieht die
00:18:58Leute dann irgendwann sagen, zu dem nur gehe ich nicht mehr, da werden immer welche in der Zinkwanne rausgetragen, das
00:19:03ist nicht schön.
00:19:03Das Leben ist so schnell vorbei und deswegen stellt sich natürlich auch überhaupt erst die Sinnfrage, was fange ich mit
00:19:12meinem Leben an, und ich bin ja Kulturschaffender, Kultur halte ich für sinnstiftend, ab und zu mal ein paar Klavierwerke
00:19:19von Bach hören, Kultur halt, oder wenigstens am Klo die Tür zumachen, das ist es ja, was uns vom Tier
00:19:26unterscheidet, muss man ja sagen, die Tiere gucken einen zum Teil ja noch an dabei.
00:19:34Ja, unfassbar, naja, ich bin begeisterter Kulturmensch, ich gehe auch sehr oft zu Kulturveranstaltungen hin, es wird ja heute sehr
00:19:42viel angeboten, ich kann mich oft gar nicht entscheiden, ich sitze vor diesen Programmzeitschriften und denke, Mensch, wohin gehst du?
00:19:47Und ich gehe jetzt in das Konzert mit den Werken estnischer Chormusik, von den Runenliedern der verkostlichen Schamanenkultur bis zum
00:19:54Polyphonenreduktionismus der Nachmoderne, oder doch lieber in die Ausstellung Metadiskurs und Selbstreferenzialität zwischen Renaissance und Surrealismus,
00:20:04und dann sitze ich da und denke, mei, hm, und am Ende gucke ich dann doch wieder ein Porno, weil
00:20:11ich finde, dass in der Kultur der Mensch im Mittelpunkt stehen sollte.
00:20:19Ich versuche mir ein bisschen diesen liebevollen Blick auf die Menschen zu bewahren, das ist sehr wichtig, gerade in diesen
00:20:27rauen Zeiten, dass man sich so ein bisschen mit Menschenliebe bewahrt, Menschenliebe.
00:20:32Ich schaue mir die Menschen auch oft ganz bewusst an, wenn ich irgendwo bin, wo viele sind, so in der
00:20:37Bushaltestelle zum Beispiel, gucke ich mir die Menschen ganz, ganz bewusst an und dann denke ich oft,
00:20:49Liebe ist es nicht, was man da empfindet, es ist oft, aber so ein Grundrespekt, so ein Grundrespekt, ja, ist
00:20:56vielleicht auch zu viel gesagt, aber Ekel ist ja auch kein schönes Wort.
00:21:01Ja, aber es sind manchmal halt auch so Kleinigkeiten, die einen dann wahnsinnig stören an anderen Menschen, man ist im
00:21:08Grunde offen, man fragt sich, was hat der andere zu sagen, bereichert mich das möglicherweise geistig und plötzlich merkt man,
00:21:14der spricht, aber der hat so,
00:21:16kennen Sie das, so zwischen Ober- und Unterlippe, hat der so einen eiterfarbenen Faden, der beim Sprechen auch immer
00:21:24so mit rauf und runter geht, man hört praktisch gar nicht mehr, was der sagt,
00:21:28man guckt immer nur auf diesen Faden und denkt, gleich reißt der, gleich reißt der, der reißt gleich, aber der
00:21:34reißt nie, ja, und da ist die Menschenliebe am Arsch, kann man sagen, ja,
00:21:41ganz schlimm für mich auch Gerüche im Kino zum Beispiel, wenn da neben mir einer sitzt und der Muffel so,
00:21:46das kann ich gar nicht haben,
00:21:47da kann der nichts für, das ist ja gar nicht selbst, sondern das sind Bakterien, die in der Achselhöhle wohnen
00:21:55und dessen getrockneten Schweiß fressen und dann absterben,
00:21:58das verstehe ich, das würde ich auch nicht überleben und dann komme ich da aus dem Kino nicht raus und
00:22:04ich nehme schon immer die Sitze am Rand,
00:22:06damit ich da irgendwie, ne, viele wollen ja im Kino in der Mitte sitzen, ich verstehe es nicht, allein die
00:22:12Vorstellung,
00:22:13ich sitze da eingefärcht neben mir so ein Hypernervöser, der immer so mit dem Bein wackelt, ne, der sich auch
00:22:19überall so rumfummelt,
00:22:20so an den Fingern so, sich die Haut abzieht, sich den Daumen schält wie eine Banane, ne, und manchmal stürme
00:22:27ich viel kleinere Dinge noch,
00:22:29da sitzt neben mir einer spannende Stelle im Film, totenstill und der neben mir atmet.
00:22:42Ich gebe zu, es ist auch verstörend, wenn er nicht mehr atmet, das ist auch nicht gut, aber wenn die
00:22:47atmen, dann oft so, so,
00:22:51dass ich gar nicht mehr dem Film folgen kann, weil ich überall suche, wo habe ich das Taschenmesser für den
00:22:55Luftröhrenschnitt,
00:22:55ich halte es nicht aus. So. Und das war meine Aufgabe heute Abend, Sie ein bisschen sensibilisieren für die Atmosphäre,
00:23:06um Sie rum hier, genießen Sie den Abend, Dankeschön, tschüss.
00:23:15Dieter Nohr! Hier bei uns, weiterer Kurzrunde, Dieter Nohr!
00:23:25Tja, Lebensweisheiten für den Alltag und ja, der MDR ist ja eigentlich immer so interessiert an jungen, frischen,
00:23:34unverbrauchten Künstlern, aber für Dieter Nohr machen wir natürlich eine Ausnahme.
00:23:38Ähm, ja, jetzt kommt sie zu einem kleinen Umbau und, genau, ich habe ja vorhin was erzählt von Arbeitsethos,
00:23:51jetzt sieht man halt, was ich gemeint habe, ja, und das sind noch die Besten. Also, das ist wirklich, ja,
00:24:03Sie hier zeigen ja wenigstens noch Ihr Gesicht, da sind ja auch, manche treten ja nur noch vermummt auf,
00:24:08ja, bei der Arbeit, damit man nicht sieht, dass es Arbeitende sind. Dabei ist es eigentlich egal,
00:24:13sind ja alles Tschechen. Äh, ja, aber wir haben natürlich jede Menge alte Technik, wie man sieht,
00:24:21also da ist noch viel von vorm Krieg. Gerade hier, das ist gerade, ja, Kabel, ne?
00:24:33Gerade bei Bluetooth und WLAN setzt der MDR noch auf Kabel.
00:24:40Es ist alles wohltuend analog, aber hier geht es schon gut vorwärts, ja, wir arbeiten noch ohne KI,
00:24:46oder der MDR hat eine spezielle KI, nämlich komplette...
00:24:55Das sehen Sie selbst. Ja, also, warum stehe ich eigentlich hier? Ich bin hier, um ein... Nein,
00:25:00nein, nein, nein, um unsere nächste Künstlerin anzumoderieren, was eigentlich Quatsch ist.
00:25:04Man kann zu ihr eigentlich gar nichts sagen, denn sie ist, ja, sie ist ein Panoptikum der Superlative.
00:25:10Also, für mich ist sie immer so der Polenböller in der Erdbeertorte, ja, wenn sie zündet,
00:25:15dann kriegt jeder was ab. Ich finde, sie ist Sachsens Antwort auf den Atomausstieg.
00:25:20Also, sie ist ein Reaktor der Freude. Dort, wo sie aufschlägt, dort wächst kein Gras mehr,
00:25:26sondern wirklich nur noch Blumen. Ich wäre jetzt mit meiner Anmoderation langsam durch.
00:25:35Aber ich halte die Spannung. Also...
00:25:41Na, jetzt wäre ich auch fertig. So, also...
00:25:44Hier und jetzt, live aus Dresden, auf unserer Showbühne, die legendäre Anna Matheur und Band.
00:26:01Applaus
00:26:13Ja...
00:26:18Schön mal im Sitzen, ne?
00:26:20Ich mache das ja jetzt so über 20 Jahre und ich wollte auch mal...
00:26:24Also, alt werden ist nichts für Feiglinge.
00:26:26Ich habe...
00:26:29Ähm...
00:26:29Okay, zack, schneiden wir alles raus. Ich bin fit.
00:26:37Ich habe eben noch geschlafen. Ich bin... Also, ich bin noch in der Aufwachphase. Sorry.
00:26:44Das war verrückt, ne?
00:26:47Ich habe geträumt, ich wäre schon dran gewesen.
00:26:51Irgendwie...
00:26:52Scheiße, jetzt muss ich alles nochmal machen.
00:26:55Das ist doch doof. Das sind immer die Vergleiche, die man zieht.
00:27:01Und wenn dann kein Standing Ovation kommt wie vorhin und...
00:27:06Und die Vertikalseilnummer ist auch irgendwie...
00:27:08Ich weiß auch nicht...
00:27:10Das ist ja verrückt.
00:27:12Aber es ging eigentlich ganz lustig los.
00:27:14Ich habe geträumt, ich war am Soundcheck und dann habe ich gesagt, okay Leute, dauert noch.
00:27:20Ihr müsst mit den Kabeln und so, ich gehe noch kurz Pilze sammeln.
00:27:23Und dann habe ich Pilze mitgenommen, falls ich keine finde.
00:27:25Und dann bin ich so links und rechts, also Hallimarsch, bepackt in die Heide und bin dann so erstmal einen
00:27:33Weg lang gegangen und dann kam ein Fluss und dann fiel mir ein, dass ich Leistungsschwimmerin war und dann bin
00:27:39ich in den Fluss rein und dann war ich aber schwerer als früher.
00:27:43Und das lag an den Pilzen, aber nee, lag nicht, weil die Pilze blieben oben und mich zog so nach
00:27:51unten und das hat mich schon ein bisschen irritiert.
00:27:55Und dann habe ich gedacht, dann habe ich die Pilze so losgelassen und es sackte trotzdem weiter und ich habe
00:28:00ein bisschen Bandscheibe und jetzt, da hat der Arzt gesagt, ich soll mich immer auf Tennisbälle setzen.
00:28:05Das habe ich auch gemacht, aber alle weg. Wahrscheinlich hier, das sind alles Tennisbälle.
00:28:13Ich hätte ja auch, ich muss auch immer nachkaufen, ich kriege den nicht raus, einfach.
00:28:17Das ist mir auch unangenehm, wenn ich dann zum Proktologen muss und ich bin ja auch mittlerweile bekannt, das ist,
00:28:22da sitzt du auf so einem Stuhl, weißt du, so Beine links und rechts,
00:28:24wie so ein Hähnchen und dann sagt er, kenne ich sie nicht aus dem Fernsehen?
00:28:27So, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, ist schon, ist schon, ja.
00:28:32Nee, und da bin ich dann, aber in diesem Gewässer, da hatte ich auf einmal so einen Drive und da
00:28:36habe ich dann so nach innen gedacht
00:28:39und da habe ich dann so die Tennisbälle aus mir rausgeschossen und dann hatte ich so Speed drauf, dass ich
00:28:46dann aus dem Wasser so nach oben über der Talsperre Malta und dann mit so,
00:28:52was, habe ich dann hier so meine Arme so zum Fluggörnchen ausgebreitet und dann bin ich bis Halberstadt und da
00:28:59war dann so eine Kirchturmspitze,
00:29:00da habe ich mich festgehalten und da wurde gerade das langsamste Stück der Welt gespielt, weißt du, John Cage und
00:29:06da haben die gerade 10 Jahre Giz haben sie gespielt, 10 Jahre
00:29:09und ich hing da so dran, so und da bin ich dann so abgerutscht und bin in die Partitur reingefallen
00:29:18und dann kamen so Musikwissenschaftler aus der ganzen Welt
00:29:22und ich war dann wie so ein goldenes Vlies lag ich da als Notation und diese Tennisbälle, das waren dann
00:29:28Noten und die lagen dann auch an der richtigen Stelle,
00:29:31weil ich sah aus wie gregorianische Musik und dann haben sie sich auch besprochen und haben überlegt, ob das so
00:29:37ein, wie man damals die Achtelpassagen gespielt hat
00:29:40und dann bin ich raus und dann haben sie mich festgenommen, aber sie konnten, weil ich kriege die Hände nicht
00:29:47hinter den Rücken, weil ich so dick bin, weißt du, das ist mein Trick, das,
00:29:51und dann hat sich aber rumgesprochen, dann haben sie gesagt, ja, aber ich habe die schon mal gesehen, da haben
00:29:55sie mich mit Hula-Hoop-Reifen fixiert, ja, und dann, äh, und dann habe ich gesagt, das,
00:30:00naja, jedenfalls, und dann wollten sie mich zum Tode verurteilen durch Aufkleben von Briefmarken und wollten mit mir so eine
00:30:05blaue Mauritius über den Kopf stülpen
00:30:07und dann habe ich kaum noch Luft bekommen und, äh, dann bin ich in so ein Wasser abgetaucht und dann
00:30:13aufgetaucht und hat so Geigenkästen an den Füßen
00:30:17und, äh, und wurde von Schildkröten verfolgt und am Horizont war das Dorf der Experten und das Dorf der Ahnenforscher
00:30:23und das Dorf der Trottel,
00:30:24aber das Dorf der Trottel hat man nur gesehen, wenn ein Bein an Land und eins im Wasser war, ja.
00:30:30Und dann bin ich aufgewacht.
00:30:32In dem Moment, wo sie mich nach meiner Lieblingsfarbe gefragt haben, ich weiß nur noch, Aubergine.
00:30:38Ja, das ist verrückt, oder? Ich habe mich nur kurz hingelegt.
00:30:41Ich weiß auch nicht, vielleicht waren es auch die Tabletten, Novalgin, Tramadol, Kinder.
00:30:45Ich habe mich wirklich, ich habe mich nur hingelegt, ne, ich habe die Schuhe an die Seite, ich habe noch
00:30:49was getrunken,
00:30:50ich habe allen gewunken, ich habe, mein Sohn hat, äh, einen Schulabschluss, wenn, wenn Kehrwoche ist, ich bin die Erste.
00:30:57Ich habe mich nur kurz hingelegt. Und dann träumt man so eine gequirlte Kackscheiße.
00:31:14An der Umgehungsstraße, kurz vor den Mauern unserer Stadt,
00:31:24Steht eine Nervenklinik, wie sie noch keiner gesehen hat.
00:31:42Sie hat das Fassungsvermögen, sämtliche Einkaufszentren der Stadt.
00:31:52Gehen dir die Nerven durch, wirst du noch verrückter gemacht.
00:32:01Hey, hey, hey, ich war der goldene Reiter.
00:32:08Hey, hey, hey, ich bin ein Kind dieser Stadt.
00:32:15Hey, hey, hey, ich war so hoch auf der Leiter.
00:32:21Hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey,
00:32:21hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey,
00:32:30hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey,
00:32:30hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey,
00:32:30hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey,
00:32:30hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey
00:32:48Hey, hey, hey, ich war der beutende Reiter
00:32:55Hey, hey, hey, ich bin ein Kind dieses Stadt
00:33:02Hey, hey, hey, ich war so hoch auf der Leiter
00:33:07Doch dann fiel ich ab
00:33:11Doch dann fiel ich ab
00:33:36Sicherheitsnot-Signale
00:33:40Lebensbedrohliche Schizophrenie
00:33:46Neue Behandlungszentren
00:33:48Bekämpfen die wirklichen Ursachen
00:33:54Hey, hey, hey, ich war der beutende Reiter
00:34:02Hey, hey, hey, ich bin ein Kind dieses Stadt
00:34:08Hey, hey, hey, ich war so hoch auf der Leiter
00:34:14Do, dann fiel ich ab
00:34:17Doch dann fiel ich ab
00:34:20Doch da fühl ich ab, doch da fühl ich ab
00:34:29Wow, da, an de Bayer, wow
00:34:41Amateur und Benk, Samuel und Kai
00:34:59Ja, Amateur und Benk, wir haben ja, das kriegt man ja mit, wir haben ja auf der Bühne ja überwiegend
00:35:07gestandene Künstler, die kennt man, da sind überwiegend alte Hasen, also gestandene Rammler und Rammlerinnen,
00:35:18aber natürlich genauso wichtig ist der Nachwuchs, da geht es mir auch um mich, wie lange soll ich das noch
00:35:26hier machen, das geht sicherlich noch, vier, fünf Jahrzehnte, aber dann bin ich auch 60 und gehe in Lifestyle Teilzeit
00:35:35und wir versuchen natürlich immer den Nachwuchs zu fördern,
00:35:39ja, Nachwuchsbrauchförderung, ganz klar und ab und zu mal eine Schelle in den Nacken, damit sie auch lustig sind
00:35:49Und zwecks diesem Berufs veranstalten wir ja schon seit zwölf Jahren hier in Dresden immer den Nachwuchswettbewerb, den güldenen August
00:35:55und auch dieses Jahr hatten wir wieder fünf hochkarätige Bewerber und Bewerberinnen, also fünf Bewerbende,
00:36:03wobei ich sagen muss, beim MDR ist es Geschlecht wirklich egal, Hauptsache der Kandidat hat Puls
00:36:19Das ist natürlich ein ganz eigenes Fass mit dem Geschlecht, man kann ja jetzt auch immer nicht nachgucken und die
00:36:25Sichtprüfung machen
00:36:26In jedem Fall war es ein sehr erfolgreicher Wettbewerb, die Jury hat entschieden, es ist die härteste Jury, das gibt,
00:36:33ja, es ist quasi, das Publikum hat entschieden, das Volk, ja, ihr, der Plebs hat, ähm, hat abgestimmt, wir haben
00:36:42einen würdigen Gewinner
00:36:43Und dieses Jahr ist es... Spannung, Spannung, Türe, Türe, Tusch, Tusch, denken wir uns alles
00:36:52Also, ähm, ach, ja, genau, ich hab's mir fast gedacht, äh, tritt jetzt demzufolge das erste Mal im Fernsehen auf
00:37:00und dann gleich im NDR
00:37:01Ja, man kann wirklich sagen, a star is born, denn jetzt kommt Tobias Born, begrüßt ihn mit aller Freude, Tobias
00:37:10Born
00:37:24Vielen Dank, Dankeschön
00:37:29Ich freu mich wahnsinnig, wirklich, man sagt mir, Tobias, du darfst jetzt zur glamourösesten Gala
00:37:35Ja
00:37:38Slightly overdressed für die Veranstaltung, oder? Ehrlich
00:37:41Wirklich, ich hab mir was anderes vorgestellt
00:37:44Aber ich muss sagen, guck mal, ich mag das Outfit sehr
00:37:46Wär das ein Shopping-Queen-Motto, das wär, isst das Leben bitter
00:37:50Bewirf es mit Glitter, ja?
00:37:53Und, guck mal, wir haben schwierige Zeiten vor uns
00:37:56Und deswegen finde ich, das kannst du jeden Tag tragen
00:37:58Wirklich, das ist für den Alltag ganz fantastisch
00:38:02Ja, ich mein, das ist super praktisch
00:38:04Damit wirst du nicht aus Versehen vom Lastenfahrrad überfahren
00:38:08Komm, es kann passieren
00:38:10Tut mir mal einen Gefallen, wenn ihr das nächste Mal eins seht, achtet drauf
00:38:13Das Ding vorne ist immer leer
00:38:19Manchmal sitzt ein Kind drin
00:38:21Aber ich persönlich finde, so ein 10 Kilo schweres Kind, ja?
00:38:25Ist höchstens, ist eine psychische Last
00:38:28Oh, ihr mögt Kinder?
00:38:32Werden schwierige Minuten für euch, kann ich euch sagen?
00:38:35Nein, guck mal, letztens hatte ich eine ehemalig gute Freundin zu Besuch
00:38:40Irgendwann rief die aus heiterem Himmel
00:38:42Tobias, guck mal, unser Paul hat zum ersten Mal ohne Windel Kacka gemacht
00:38:48Ist immer noch mein Teppich
00:39:00Das hab ich ihr dann auch gesagt
00:39:02Und dann sagt sie, Tobias, du musst dein inneres Kind mal wieder finden
00:39:04Sei doch nicht so hart, find mal dein inneres Kind wieder
00:39:07Und ich bin auf die Suche gegangen
00:39:08Ich hab's gefunden, als ich bei ihr zu Besuch war
00:39:15Nein, ich hab den nicht auf den Teppich gekackt, nein
00:39:19Ich hab mich mit ihrem Paul verabredet
00:39:21Und wir haben eine kleine Bolognese-Schlacht gemacht
00:39:24Freundschaft war zu Ende, muss man sagen
00:39:26Ich hab keine Kinder, weil ich homosexuell bin
00:39:29Keine Überraschung, wirklich betretene Stille im Raum
00:39:33Haben ein paar von euch erkannt
00:39:34Wahrscheinlich Mitarbeiter von Galileo Mystery im Publikum
00:39:38Die sind überall, wirklich
00:39:39Ich find trotzdem wichtig, kurz darüber zu sprechen
00:39:42Denn es gibt Leute, die sagen
00:39:44Tobias, du musst das nicht immer erzählen
00:39:46Was du in deinem Schlafzimmer machst, geht mich gar nichts an
00:39:49Muss er nicht immer erzählen
00:39:50Ich mein, bin hetero, ich mach das auch nicht
00:39:53Das sind die gleichen Leute, die mich einladen
00:39:56Wir sitzen am Esstisch
00:39:57Die gucken mir tief in die Augen und sagen
00:40:01Tobias, wir sind schwanger
00:40:08Ich sitz gegenüber und denk mir, ihr beide
00:40:10Äh, um Gottes willen
00:40:14Da war Alkohol im Spiel, oder?
00:40:16Wirklich
00:40:16Weil du weißt ja nie, wer von beiden den Kürzeren gezogen hat
00:40:19Ich muss aber auch sagen, guck mal
00:40:23Ich bin 31, es ist natürlich nicht so leicht
00:40:26Wir hatten keine queeren Vorbilder
00:40:27Das ist schwierig gewesen
00:40:29Ich bin aufgewachsen mit Meister Eder und Pumuckl
00:40:33Irgend so ein bayerischer Schreiner mit Toyboy
00:40:39Und die beiden waren nicht geoutet
00:40:41Jedes Mal, wenn Meister Eder Besuch bekommen hat, musste Pumuckl verschwinden
00:40:47Oder das Sams, kennt ihr das Sams noch?
00:40:51Eine nicht-binäre Person in Latex
00:40:55Die bei einem alten Mann wohnt, um dem die Wünsche zu erfüllen
00:41:01Der Porno schreibt sich von allein
00:41:05Und jetzt kommen auch ganz viele so, die sagen
00:41:07Ah Tobias, Kindern was vorlesen
00:41:09Das ist Frühsexualisierung
00:41:10Gerade wenn Dragqueens das machen
00:41:12Oh Gott, bitte nicht, das ist Frühsexualisierung
00:41:14Und da muss ich sagen, ich glaube, sowas gibt's nicht
00:41:17Weil mir wurde in meiner Kindheit auch Rapunzel vorgelesen
00:41:21Ich bin nicht hetero
00:41:24Wenn das funktionieren würde
00:41:26Dann haben wir bald in der Innenstadt
00:41:28Sehr viele Leute
00:41:29Die Hundemasken tragen
00:41:32Einfach, weil sie in ihrer Kindheit sehr viel Paw Patrol geguckt haben
00:41:38Und wenn das wirklich so funktionieren würde
00:41:41Dann würde ich gerne wissen
00:41:42Was haben die Leute im Fernsehen geguckt
00:41:44Die heute so scharf auf den Thermomix sind
00:41:47Wirklich
00:41:48Was haben die Falsches im TV geguckt?
00:41:50Also, wo wurden die
00:41:58Nein, weil der ist doch überall
00:42:00Und die müssen es dir immer erzählen
00:42:02Wenn sie einen haben, müssen sie es erzählen
00:42:04Oder
00:42:06Auf diesen Partys steht in irgendeiner Ecke
00:42:09So ein Dattel Curry Dip
00:42:12Und die warten nur, dass du es ansprichst
00:42:14Wirklich
00:42:14Das ist
00:42:16Mh, Dattel Curry
00:42:17Oh, guck mal, das ist ganz exotisch
00:42:19Mh, wo kommt der her?
00:42:21Ja, aus dem Thermomix
00:42:22Aber ich meine generell
00:42:23Weil
00:42:26Dattel und Curry kommen in freier Natur nicht gemeinsam vor
00:42:28Das
00:42:29Das ist ein Dip und keine Patchwork-Familie
00:42:32Ja, das ist
00:42:33Ich glaube, irgendwann klingeln nicht mehr die Zeugen Jehovas
00:42:36Ich glaube, irgendwann klingeln Leute und sagen
00:42:38Mh
00:42:41Dattel Curry
00:42:44Wollen sie mal rein dippen?
00:42:47Und das Schlimmste sind aber die Leute für mich
00:42:49Die 1400 Euro bezahlen für so ein Gerät
00:42:53Nur, um Eierlikör zu machen
00:43:06Montag bis Freitag
00:43:08Laktose intolerant, ja
00:43:09Aber am Samstag
00:43:11Eierlikör
00:43:13Immer in so einer dämlichen DM-Bügelflasche
00:43:15Immer
00:43:18Warum ploppt das?
00:43:19Das hat gar keine Kohlensäure
00:43:20Ja
00:43:20Trotzdem immer
00:43:23Gärt das da vor sich hin?
00:43:25Können wir es überhaupt noch trinken?
00:43:26Und wenn du das aber ernsthaft mal ansprichst und fragst
00:43:29Hör mal
00:43:30Ist das noch gut?
00:43:32Dann kommt immer die Person, die den mitgebracht hat
00:43:34Und sagt
00:43:34Nee, nee, alles gut
00:43:36Das sind Bio-Eier
00:43:39Der hält sich zwei Wochen
00:43:42Und dann wird so eine Reihe Pinnchen aufgestellt
00:43:45Die Person macht sich auf den Weg und sagt
00:43:51Ach, guck mal
00:43:54Der ist wie Pudding
00:43:57Er sollte nicht wie Pudding sein
00:44:00Das ist ein Getränk
00:44:01Zum Trinken
00:44:03Und dann stehst du mit Leuten im Kreis, die du mal cool fandest
00:44:07Alle haben randvolle Pinnchen
00:44:09Keiner weiß, wie er es trinken soll
00:44:10Alle gucken sich hilfesuchend an
00:44:13Und irgendwann fängt einer an und macht
00:44:28Am nächsten Tag alle Scheißerei
00:44:32In diesem Sinne, schönen Abend noch
00:44:38Tschüss
00:44:39Tobias Bohrn
00:44:41Sehr gut
00:44:41Du musst noch kurz
00:44:44Du musst noch verweilen
00:44:45Auf der Bühne
00:44:47So einfach kommst du uns nicht davon
00:44:50Das war sehr gut
00:44:50Aber wir müssen dich jetzt natürlich noch feierlich
00:44:53In den Berufsstand der Humoristen aufnehmen
00:44:56Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe
00:44:58Diese Last möchte ich nicht alleine tragen
00:45:00Deshalb verteile ich sie auf mehreren Schultern
00:45:03Wir begrüßen noch einmal recht herzlich eure Mütter
00:45:05Eure Mütter zu uns
00:45:10Ja
00:45:12Ja
00:45:13Genau
00:45:16Wir haben für dich jetzt gewisse Dinge vorbereitet
00:45:19Und natürlich bekommst du erst mal als erstes
00:45:21Ganz wichtig dein Preisgeld
00:45:23Du hast ja gestern 1000 Euro gewonnen
00:45:26Glückwunsch
00:45:27Vielen, vielen Dank
00:45:281000 Euro
00:45:29Guck mal, das passt
00:45:30Also schön
00:45:31Haben wir ein bisschen höher, oder?
00:45:33Naja
00:45:351000 Euro
00:45:36Davon kannst du fast einmal tanken
00:45:39Das ist gut
00:45:40Dann komm ich nach Hause morgen
00:45:41Genau
00:45:41Das ist schön
00:45:41Den Witz mach ich seit 12 Jahren
00:45:43Lieber war er so lustig wie dieses Jahr
00:45:46Wir haben hier die schöne chinesische Tradition
00:45:49Des Mürchen Daizing wieder aufleben lassen
00:45:51Und wir haben hier jede Menge Produkte
00:45:54Die musst du jetzt geschenkt nehmen
00:45:56Andere müssen die sich teuer kaufen
00:45:57Wir haben zum Beispiel hier für dich
00:45:59Eine Mütze
00:45:59Damit du immer weißt
00:46:00Wer den Hut auf hat
00:46:01Wir haben
00:46:03Was haben wir hier?
00:46:04Ah, wir haben Kondome
00:46:05Genau, ganz wichtig
00:46:06Super
00:46:06Ja, das finde ich
00:46:07Noch eins, falls was daneben geht
00:46:09Wir haben
00:46:11Kondome für die Füße
00:46:12Socken
00:46:12Ganz wichtig
00:46:13Super, toll
00:46:13Die Boxhandschuhe
00:46:15Genau
00:46:15Voll auf die
00:46:16Also ich schlage dich dann damit zum Humoristen
00:46:18Was haben wir noch?
00:46:19Vielen Dank
00:46:19Bier, Zeug, Zeug
00:46:20Alles hier
00:46:21Sag mal, wie kriege ich das alles nach Hause?
00:46:22Ganz wichtig
00:46:23Das Feuerzeug
00:46:24Damit kannst du den ganzen Quatsch anzünden
00:46:25Ja
00:46:26Also das ist
00:46:26Alles geregelt
00:46:28Und jetzt natürlich das Wichtigste
00:46:30Die Zeremonie
00:46:31Wir werden dich nun vereidigen
00:46:33Sprich den Eid und empfange die Weihe
00:46:38Bist du bereit für ein glückliches Leben der werktätigen Menschen und ihren Fortschritt
00:46:42in Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst Witze zu erzählen, solange bis einer lacht?
00:46:50Ja, ich bin
00:46:51Bist du bereit für eine einheitliche, friedliebende, demokratische und unabhängige Humorzone mit deinem ganzen Ulk und deiner ganzen Nudel einzutreten?
00:47:02Absolut
00:47:03Ja
00:47:03Bist du bereit auf der Aftershow-Party richtig auf die Kacke zu hauen?
00:47:07Auf jeden Fall
00:47:08Und dann nennen wir dich hier mit Kraft unseres geliehenen Amtes zum Spaßbefreiten der nationalen Ulk-Juché
00:47:14Tobias, mach was draus, lerne anständigen Beruf, noch ist es nicht zu spät
00:47:18Das geht mit mir, vielen Dank
00:47:23Tobias Born, Glückwunsch
00:47:25Vielen Dank
00:47:25Vielen Dank an eure Mütter
00:47:27Und wenn du gerade hier bist
00:47:28Ja
00:47:29Ähm
00:47:31Du hättest
00:47:32Hier
00:47:32Ja
00:47:33Und jetzt
00:47:33Die Möglichkeit
00:47:35Ich mach das eigentlich immer sehr gerne, aber ich würde das auch abgeben
00:47:38Die nächste Künstlerin anzumoderieren
00:47:40Oh, direkt so eine Amthandlung
00:47:42Okay, das ist
00:47:43Ja
00:47:43Toll
00:47:44Weißt du, wer es ist überhaupt?
00:47:45Ja, ich glaub schon
00:47:46Woher?
00:47:47Hinten hängt eine Dispo
00:47:48Ah
00:47:50Ich dachte, wir hätten einen Malwurf
00:47:51Okay
00:47:55Ähm
00:47:55Ja, ich würde gerne sagen
00:47:57Es gibt ja wenig Veranstaltungen in Deutschland
00:47:59Die so
00:48:00So viel Glitzer und Glamour und tolle Outfits miteinander bringen
00:48:03Ja
00:48:03Wenn wir jetzt noch Nebelmaschinen hätten, du
00:48:05Dann könnten wir ja auch den Papst empfangen
00:48:06Also das wäre
00:48:07Ja, das gibt es zu wenig im deutschen Fernsehen
00:48:10Und ähm
00:48:11Die nächste Künstlerin
00:48:12Die vereint das alles ganz, ganz wunderbar
00:48:14Und ich freue mich sehr, dass sie hier ist
00:48:16Hier ist für sie
00:48:36Lisa Eckhardt
00:48:36Dankeschön
00:48:37Ich war kürzlich bei Ikea, weil ich Brennholz gebraucht habe
00:48:42Und da kamen ständig diese Durchsagen
00:48:44Die kleine Susi sucht ihre Mutter
00:48:46Der kleine Tobi sucht seinen Vater
00:48:48Und mir fiel auf
00:48:49Die Eltern suchen nie
00:48:53Ich glaube, das nennt man Achtsamkeit
00:48:56Achtsamkeit bedeutet, den Moment zu akzeptieren, wie er ist
00:49:00Letztens lag einer auf den Gleisen
00:49:02Und ich wollte ihm schon helfen
00:49:03Aber dann dachte ich, nein
00:49:06Sei achtsam
00:49:07Es war schon falsch, ihn zu schubsen
00:49:18Verstehen Sie, ich wollte Ihnen ebenfalls Achtsamkeit lehren
00:49:21Dieser Typ hat so gewütet, weil der Zug verspätet war
00:49:24Und ich dachte mir, im Gleisbett vergeht die Zeit für ihn schneller
00:49:28Oft braucht es einen Perspektivenwechsel
00:49:30Warum nicht mal an der Haustür den Türspion verkehrt rum einbauen
00:49:34Schauen Sie, was Ihr Partner treibt, wenn Sie aus der Wohnung gehen
00:49:38Ich habe befürchtet, dass mein Mann daheim nur kifft und onaniert
00:49:41Weil überall Taschentücher rumliegen und er stets so rote Augen hat
00:49:46Jetzt weiß ich, er ist lediglich den ganzen Tag am Weinen
00:49:48Boah, war ich vielleicht erleichtert
00:49:50Ich dachte schon, er hat Probleme
00:49:52Hey, das hätte sein können
00:49:54Er ist reich und arbeitslos
00:49:56Das ist eine riskante Mischung
00:49:58Fragen Sie Prinz Andrew
00:50:01Der hat gefährliche Gelüste
00:50:03Erzwungener Oralverkehr von Teenagern mit Zahnspange
00:50:07Wow, da kann man ihn auch in einen Thermomix stecken
00:50:11Als ich die Schlagzeile las
00:50:13Das schwarze Schaf der Royals
00:50:15Verhaftet
00:50:16Dachte ich mir, das ist so rassistisch
00:50:19Jetzt sperren Sie Meghan auch noch ein
00:50:23Ich war da sowieso so ungerecht mit Meghan und Harry
00:50:26Wie kann man nur dauernd auf die Dunkelhäutige losgehen anstatt auf den Rothaarigen
00:50:31Im Mittelalter hätte man Harry gemobbt
00:50:34Ein gekerkert und geschoren, um mit seinem Schamhaar Speisen zu würzen
00:50:38Im Volksmund später bekannt als Safran
00:50:43Manche fordern jetzt die Abschaffung der Königshäuser
00:50:46Warum?
00:50:47Weil sie teuer und pervers sind?
00:50:49Da sind die Kirchen auch
00:50:51Doch
00:51:01Doch ich gebe zu bedenken
00:51:02Wenn man denen die Gelder streicht, mischen die sich unters Volk
00:51:05Ich zahle die Kirchensteuer ja, dass die Perversen an einem Ort bleiben
00:51:11Was mich bisserl enttäuscht hat
00:51:13Kein deutscher Politiker war je auf Epsteins Insel
00:51:17Deutsche waren mal das personifizierte Böse
00:51:21Jetzt lädt man sie nicht mehr zur Orgie hinein
00:51:23Als Sorge, sie verderben den Spaß
00:51:25Und klar, wie hätte das ausgesehen?
00:51:27Merz schimpft übers Inselbild
00:51:29Lauterbach will von den Mädels den Impfnachweis sehen
00:51:32Da kommt keine Stimmung auf
00:51:34Die einzige, die dort Spaß gehabt hätte, wäre die Weidel
00:51:36Aber die AfD vergnügt sich lieber im Kreise der Familie
00:51:40Und als Österreicher weiß ich, uh, das geht nicht lange gut
00:51:45Die Habsburger waren auch der Meinung
00:51:47Mein Stammbaum ist der Beste, weil er hat keine Äste
00:51:51Doch
00:52:00Doch letztlich sahen sie aus wie Sperrholz
00:52:03Also Obacht, durch Inzucht wird man nicht flink wie ein Windhund
00:52:07Sondern röcheln wie ein Mops
00:52:09Aber ich möchte jetzt nicht über Politiker herziehen
00:52:11Ich trete nicht nach unten
00:52:14Nach unten sage ich nicht, weil ich sie charakterlich geringschätze
00:52:17Sondern weil ich mehr verdiene
00:52:19Friedrich Merz bekommt im Monat 30.000 Euro
00:52:21Klingt für mich nach Bürgergeld
00:52:25Aber bitte, bitte, bitte
00:52:26Nein, ich habe nichts gegen Bürgergeld
00:52:28Manche wollen nicht arbeiten, ich will auch nicht arbeiten
00:52:31Deswegen mache ich das hier
00:52:33Und von meinen Steuern
00:52:34Bezahle ich lieber einen Schmarotzer fürs Nix tun
00:52:37Als den Merz für seine Arbeit
00:52:40Zumal
00:52:47Zumal er uns ja nur beschimpft
00:52:49Faul, verweichlicht, kriegsuntüchtig
00:52:52Merz ist kein Rassist
00:52:53Der hasst uns alle
00:52:56Tiraden gegen das eigene Volk
00:52:59Das kann man sich gönnen
00:53:00Kurz vor dem Selbstmord im Bunker
00:53:03Nicht aber im ersten Amtsjahr
00:53:07Mutti
00:53:07Mutti hat uns stets geliebt
00:53:09Die hat gesagt, wir schaffen das
00:53:11Merz sagt, wieso schafft ihr nix?
00:53:13Wieso seid ihr da und krank?
00:53:15Gleichzeitig höre ich von der Erzieherin
00:53:16Bitte schicken Sie Ihren Sohn nicht mit Durchfall in die Kita
00:53:20Wieso sollte ich ihm Durchfall mitgeben?
00:53:24Das hat ja überhaupt keinen Mehrwert
00:53:27Und klar, wenn er selber Durchfall hat, dann muss er in die Kita
00:53:30Weil sonst stecke ich mich an
00:53:33Gerade jetzt, wo die telefonische Krankschreibung weg soll
00:53:36Ein Relikt der Pandemie
00:53:38Was mit Husten vor die Tür gehen noch als Terroranschlag galt
00:53:42Corona hat bedeutet, für den Erhalt unseres Lebens die Freiheit aufzugeben
00:53:46Jetzt reden wir vom Krieg
00:53:48Was bedeutet für die Freiheit, unser Leben aufzugeben?
00:53:52Da fragt man sich schon, was denn jetzt?
00:53:54Im Krieg wird Merz dann kritisieren, Deutsche melden sich viel zu oft tot
00:53:58Ja, dann geht er durchs Lazarett und meckert über Lifestyle-Heilzeit
00:54:03Um im Schützenraum zu liegen, braucht es keine Beine
00:54:07Wäre ich bereit zu kämpfen?
00:54:08Ja, aber nur wenn wir Angreifer sind
00:54:12Na, Verteidigung ist fad
00:54:14Da sieht man gar nix von der Welt
00:54:27Und ganz ehrlich, könnte ich gut die Stellung halten, würde ich im Bordell aushelfen
00:54:32Mein Mann sagt, er kämpft sicher nicht
00:54:35Er sagt, unter Putin kann es nicht schlimmer sein als unter mir
00:54:40Ja, ich verfolge ihn nicht wegen seiner Sexualität, sondern mit Sexualität
00:54:46Doch so ist es überall
00:54:47Sie brauchen nicht zu jammern, das Land ist so gespalten
00:54:50Ich sag Ihnen was, die Spaltung ist das einzige, was das Land zusammenhält
00:54:54Sonst würde jeder jeden hassen
00:54:56Jeder einzelne von uns ist eine Parallelgesellschaft
00:54:59Jetzt sind wir die Ausländer, die sollen einmal die Sprache lernen
00:55:03Als ob das was bringen würde
00:55:04Mein Mann spricht meine Sprache, keine Ahnung, was der redet
00:55:10Wenn er wieder sagt, du verletzt meine Gefühle
00:55:13Und klar tut mir das leid
00:55:15Weil eigentlich wollte ich ihn verletzen
00:55:19Nicht seine Gefühle
00:55:20Welche sind das eigentlich?
00:55:21Wieso hat dieser Typ mehrere Gefühle zeitgleich?
00:55:24Das klingt ein bisschen schizophren
00:55:26Dann kommt auch noch mein Sohn daher und fragt, warum der Papa weint
00:55:29Und ich meine, es ist ein Kind
00:55:31Ich kann ihn nicht belasten mit
00:55:32Der Papa weint aufgrund der Einsicht, dass man sich selber nicht versteht
00:55:36Und obgleich es allen so geht, von niemandem verstanden wird
00:55:41Doch wie gesagt, das ist ein Kind
00:55:42Deswegen sag ich nur
00:55:44Weil er schwach ist
00:55:47Sieh in dir an, wie schwach er ist
00:55:49Nein, tröste nicht, du steckst dich an
00:55:54Wenn ich sowas erzähle, kommen immer Leute hinterher und fragen mich
00:55:57Frau Eckert, sind sie wirklich so oder ist das nur ihre Bühnenfigur?
00:56:03Da kann ich sie beruhigen
00:56:04Das hier ist nur meine Bühnenfigur
00:56:07Privat bin ich unfassbar dick
00:56:19Lisa Eckert
00:56:26Wie soll ich sagen, da war doch wieder viel Schönes dabei
00:56:32Lisa Eckert, unser Sonnenschein für alle Hautkrebspatienten
00:56:36Und liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, ich kann Sie nicht ermuntern
00:56:40Rufen Sie an beim MDR, wenn Sie auch einmal von Lisa Eckert erwähnt werden möchten
00:56:46Und wir kommen nun von der alten weißen Frau zu einem jüngeren, etwas dunkleren Mann
00:56:54Er kommt aus Berlin
00:56:56Und das finde ich immer gut
00:56:57Berlin, das bringt immer so ein bisschen Fame in die Veranstaltung
00:57:01Berlin ist ja quasi die einzige deutsche Weltstadt
00:57:04Das müssen wir uns ehrlich eingestehen
00:57:05New York, die Stadt, die niemals schläft
00:57:09Berlin, die Stadt, die niemals funktioniert
00:57:12Da gibt es ja zwischen Dresden und Berlin
00:57:14Gibt es ja schon immer so ein kleines Battle
00:57:16Ja, so natürlich ist Berlin größer und so
00:57:18Aber gibt es schon immer so kleine Wettkämpfe
00:57:20Ginge jahrelang
00:57:22Schafft es Berlin, den Flughafen fertig zu bauen
00:57:26Bevor in Dresden die Brücke einstürzt
00:57:28Das geht ja jetzt weiter
00:57:31Jetzt ist ja die neue Challenge
00:57:32Schafft es Dresden eine neue Brücke zu bauen
00:57:35Bevor sie den Flughafen wieder abreißen müssen
00:57:38Also ich bin trotzdem immer in Dresden geblieben
00:57:41Ich hatte die Option, ich hätte auch nach Berlin gehen können
00:57:45Aber warum?
00:57:46Ich finde, Dresden ist viel freundlicher
00:57:48Und ich habe mich lange gefragt, warum
00:57:49Und ich habe es dann irgendwann rausgerichtet
00:57:51Ich glaube, Dresden ist freundlicher, weil
00:57:54Hier leben viel weniger Berliner
00:57:58Und ich muss aber zur
00:58:06Kleiner regionaler Seitenhieb
00:58:08Ich muss aber zur Ehrenrettung
00:58:10Unseres nächsten Gastes sagen
00:58:11Er ist jetzt kein
00:58:13Kein richtig war Berliner
00:58:15Sondern er ist geboren im Iran
00:58:18Und da muss ich sagen
00:58:19Da wäre ich jetzt auch lieber hier
00:58:20Also dann sogar Berlin
00:58:23Und ich habe heute etwas gelernt
00:58:24Denn Iraner sind Perser
00:58:28Also das habe ich, war mir nicht klar
00:58:30Also Perser kannte ich Iraner
00:58:31Also Iraner sind Perser
00:58:32Perser kannte ich immer nur vom Teppich
00:58:36Da gibt es unserem nächsten Künstler auch gewisse Parallelen
00:58:39Denn er liegt auch sehr viel
00:58:41Aber er sieht dabei wesentlich besser aus
00:58:43Und ist wesentlich unterhaltsamer
00:58:45Rastet deshalb standesgemäß aus für Masoud
00:59:06Hey, da bin ich
00:59:08Gott, ich freue mich voll vor euch, dass ich hier bin
00:59:11Ich muss mich beeilen, ich habe danach einen bezahlten Auftritt
00:59:13Danke, Ola, für die netten Worte
00:59:17Oh mein Gott, so viele Deutsche
00:59:18Ich kenne euch nur aus Arte-Dokus
00:59:20Jetzt sind wir hier
00:59:22Glückwunsch, schön, dass ihr noch da seid irgendwo
00:59:24Oh Gott, bleibt das Licht die ganze Zeit so?
00:59:27Das ist voll hell und grell
00:59:28Ich habe voll die hohe Stirn
00:59:29Und ich weiß, es reflektiert
00:59:31Und alle so, oh mein Gott, die Sonne geht auf
00:59:32Seid keine Arschlöcher
00:59:33Das ist total unangenehm
00:59:34Ich bin früher immer so rumgelaufen
00:59:36Um das zu verdecken mit Augenbrauen
00:59:38Die Leute dachten immer
00:59:39Ich wäre maximal interessiert an dem, was sie sagen
00:59:40Ach, sieh mal einer an
00:59:42Nee, nee, ich gucke einfach nur
00:59:43Ah, schön, schön, schön, schön, schön
00:59:46Ich hatte mal eine Beziehung mit einer Frau
00:59:49Es ist wichtig, zusammen heute Abend, dass es eine Frau war
00:59:51Und es war eine Erwachsene-Leute-Beziehung
00:59:54Wir waren verabredet bei ihr zu Hause
00:59:55Und sie hat schon geschlafen
00:59:56Aber ich hatte den Schlüssel
00:59:57Und ihr wisst schon, Erwachsene Leute halt
00:59:59Und ich bin in die Wohnung rein
01:00:00Und sie hat schon geschlafen
01:00:02Und lag im Bett, wie gesagt, höhere Stirn
01:00:04Aber sehr viel mehr Humor
01:00:05Weil auf ihrer Stirn stand geschrieben
01:00:07Berückte ich
01:00:08Auf ihrer Stirn stand geschrieben
01:00:09Hey, sorry, ich war schon müde
01:00:11Essen ist im Kühlschrank
01:00:14Am Tag danach bin ich vorher wach geworden
01:00:15Ganz recht, in dieser Geschichte gibt es einfach gar keinen Sex
01:00:18Erwachsene-Leute-Beziehung
01:00:19Und hab auf ihre Stirn geschrieben
01:00:22Hey, guten Morgen
01:00:22Danke fürs Essen
01:00:24Es war gar lieblich
01:00:26Übrigens, Tobias hat angerufen
01:00:28Donnerstag geht klar
01:00:29Und ich hab drüber nachgedacht, was du gesagt hast
01:00:33Du hast recht
01:00:34Das sind die kleinen Dinge im Leben
01:00:36Die zählen
01:00:37HDL
01:00:38Ach, weißt du was
01:00:38Wir sind erwachsene Menschen
01:00:39Ich schreibe es aus
01:00:40Ich habe dich lieb
01:00:43Gruß
01:00:43Masut Akbar Zadeh
01:00:46Ihre Notiz
01:00:47Hab ich natürlich drangelassen
01:00:48Wer scheiße
01:00:49Mich mitten nach so rumwische
01:00:50Weißt du
01:00:50Ich hab einfach zwei Häkchen gemacht
01:00:51Damit sie weiß
01:00:52Ich hab's gelesen
01:00:55Gott
01:00:57So viele Deutsche
01:00:58Mit ganz recht
01:00:59Da ist Akbar Zadeh
01:00:59Ulla sagt's nicht mehr
01:01:00Deswegen werd ich auch so selten eingeladen
01:01:02Weil das überfordert mit dem Namen
01:01:03Ich kann's selbst mittlerweile nicht mehr sagen
01:01:04Weil ich's einfach über die Jahrzehnte
01:01:06Mal so extrem krass deutsch überdickelt hab
01:01:08Für euch
01:01:08Damit ihr euch wohl fühlt
01:01:10Akbarts HD
01:01:12Mein Sohn kann's auch nicht sagen
01:01:14Er sagt immer Apfelschorle
01:01:15Ist ganz traurig
01:01:17Ihr lacht, weil er denkt
01:01:18Sven Kinn, der ist 17
01:01:19Ist voll peinlich
01:01:21Wenn wir den D mal verlieren
01:01:22Der ist weg
01:01:23Na Kleiner, wie heißt du denn?
01:01:25Apfelschorle
01:01:26Packe ihn in Kofferraum
01:01:27Zu der Fanta
01:01:28Keiner wird ihn vermissen
01:01:30Aber reden wir über euch Deutsche
01:01:31Ich mach nicht so Ethnic
01:01:32Das letzte Mal ich hier war
01:01:33Hab ich über deutsche Wörter geredet
01:01:34So Buchstaben
01:01:36Aneinanderreihungen
01:01:36Die ich nicht verstehe
01:01:37Wie das CH
01:01:38Das man nach verschiedenen Art
01:01:39Aussprechen kann
01:01:42Wieso?
01:01:42Keine Ahnung
01:01:43Ihr habt euch das ausgedacht
01:01:43Die zieht das durch
01:01:44Ich hätte gern ein Glas Milch
01:01:46Keiner sagt Milch
01:01:47Alle sagen Milch
01:01:49Manche Wörter machen gar keinen Sinn
01:01:50Wie das Wort Pferd
01:01:51Das wird mit P geschrieben
01:01:52Aber er sagt Pferd
01:01:53Keiner sagt Pferd
01:01:56Keiner sagt
01:01:56Oh komm mal da hatte ich den Pferde
01:01:59Kinder kommen
01:01:59Schaut
01:02:00Schaut euch den Pferde an
01:02:03Prächtig
01:02:06Heute rede ich mit euch
01:02:08Über Sprichwörter
01:02:08Finde ich auch
01:02:09Sprichwörter finde ich
01:02:10Maximal interessant
01:02:11Manche finde ich total bescheuert
01:02:12Aber manche machen
01:02:13Chronologisch einfach Sinn
01:02:14Weil ich bin mir ziemlich sicher
01:02:16Dass der Hund
01:02:16Der da begraben liegt
01:02:17Der selbe ist
01:02:18Der in der Pfanne verrückt geworden ist
01:02:19Das macht einfach Sinn
01:02:21Chronologisch
01:02:22Der ist in der Pfanne verrückt
01:02:23Und jetzt ist er begraben
01:02:28Anderer Spruch von Deutschen ist
01:02:30Die reden so
01:02:31Die reden so
01:02:31Bla bla bla bla bla bla
01:02:32Und dann sagen sie
01:02:33Ja und so wird ein Schuh draus
01:02:37Mir kommt es immer so vor
01:02:38Als hätte ich Anfang vom Tutorial verpasst
01:02:39So wie der Schuh ist fertig
01:02:41Ich wusste gar nicht
01:02:42Dass ich über Schuhe geredet habe
01:02:43Die ganze Zeit
01:02:44So eine Schuhstarlehre
01:02:46Stell ich mir maximal anstrengend vor
01:02:47Wenn der Meister sagt
01:02:47Ja und so wird ein Schuh draus
01:02:48Ich denke ich wusste nicht
01:02:49Dass es prüfungsrelevant ist
01:02:51Das wäre Smalltalk
01:02:58Wer andere in eine Grube gräbt
01:02:59Fällt selbst hinein
01:03:00Verstehe ich nicht
01:03:00Wer andere in eine Grube gräbt
01:03:02Fällt selbst
01:03:02Verstehe ich nicht
01:03:03Bin ich dumm in dem Szenario
01:03:04Oder was
01:03:05Warum bin ich der der reinfällt
01:03:06Ich bin der Einzige
01:03:07Der weiß wo diese scheiß Grube ist
01:03:10Das macht null Sinn
01:03:11Wisst ihr wer für andere Leute
01:03:12Grubengräbt bestattert
01:03:13Leute die auf dem Friedhof arbeiten
01:03:14Du willst mir doch sagen
01:03:15Die ganze Zeit fallen sie in ihre scheiß Grube rein
01:03:17Ich meine null Sinn
01:03:20Der frühe Vogel fängt den Wurm
01:03:24Das heißt der der früh wach wird
01:03:26Kriegt die Lorbeeren des Lebens
01:03:27Dann denkst du so
01:03:27Ja aber der Wurm ist vor dem Vogel wach geworden
01:03:30Wie weit ist der jetzt gekommen
01:03:32Der ist tot
01:03:35Da musst du auch vergleichen
01:03:37Bist du ein Wurm im Leben
01:03:38Oder bist du ein Vogel
01:03:39Wenn du ein Wurm bist
01:03:40Bleib liegen
01:03:42Chill ein bisschen mit dem toten Hund
01:03:44Weißt du der da begraben liegt
01:03:45Weil keiner sagt
01:03:46Der frühe Wurm fängt einen anderen Wurm
01:03:47Nein
01:03:52Geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul
01:03:53Ich denke ja
01:03:55Ist auch nicht mein erster Instinkt
01:03:59Wenn jemand mir ein Gaul schenkt
01:04:00Sag ich danke danke
01:04:00Ciao ciao
01:04:01Und er so
01:04:01Aber guck nicht in sein Maul
01:04:02Dann sag ich
01:04:02Wieso
01:04:04Und wieso erwähnst du das
01:04:06Was hast du gemacht mit dem Pferd
01:04:07Was ist da los
01:04:15Apfel fällt nicht weit vom Stamm
01:04:17Ja wieso auch nicht
01:04:18Was ist da zu den Werfen oder was
01:04:21Der fällt einfach
01:04:22Es ist nicht so dass der Baum sagt
01:04:22Weg
01:04:25Es gibt es noch für Sprüche
01:04:26I love it
01:04:31Das und das und das
01:04:35Der eiskaltste Spruch von Deutschen ist
01:04:37Naja jetzt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen
01:04:42Das gefällt mir das so endgültig
01:04:47Sollen wir das Kind vielleicht rausholen
01:04:49Ne
01:04:51Vielleicht ein Seil oder eine Leiter
01:04:53Ne ne
01:04:55Das ist schon drinnen
01:04:57Das Einzige was wir machen können
01:04:59Das ist weitere Kinder reinwerfen
01:05:02Oder vielleicht ein Hund
01:05:03I don't know
01:05:04Jetzt kommen wir in den Knast
01:05:06Nun denn
01:05:07So wird ein Schuh draus
01:05:07Dankeschön
01:05:08Frau Dauersbücher
01:05:08Ciao ciao
01:05:13Masut
01:05:16Masut
01:05:17Masut
01:05:21Vielen Dank
01:05:24Ja sehr gut
01:05:26Das mit den Sprichwörtern
01:05:27Das hat mir gefallen
01:05:29Es gibt ja wirklich viele Sprichwörter
01:05:31An denen man sich auch orientieren kann
01:05:33Ich mach das
01:05:34Also zum Beispiel
01:05:35Lebe jeden Tag so
01:05:37Als wärst du das Letzte
01:05:43Du bist der Nagel
01:05:44Der meinen Sarg zum Überlaufen bringt
01:05:46Also man muss bei diesen Sprichwörtern
01:05:49Sehr aufpassen
01:05:49Ein falscher Buchstabe
01:05:51Kann eine ganze Redewendung
01:05:52Urinieren
01:05:56Ich habe den Rochen gebraten
01:06:00Da merkt man es
01:06:02Also da muss man wirklich
01:06:03Ganz genau aufpassen
01:06:04Ich meine die Faust passt aufs Auge
01:06:06Der Arsch passt auf den Eimer
01:06:08Aber der Arsch passt nicht immer auf die Faust
01:06:10Also da
01:06:12Ja
01:06:12Sollte man schon genau hinschauen
01:06:15Man merkt das glaube ich
01:06:16Wir treiben ja hier
01:06:18In dieser Gala
01:06:19Allerlei
01:06:20Jux und Dallerei
01:06:21Wir machen uns auch über Dinge lustig
01:06:23Aber wir nennen auch
01:06:25Probleme bewusst beim Namen
01:06:26Aber trotzdem
01:06:28Trotz aller Kritik
01:06:29Trotz aller berechtigten Kritik
01:06:30Muss man natürlich auch sagen
01:06:31Wir in Deutschland hier
01:06:32Leben ja trotzdem
01:06:33In einer privilegierten Zeit
01:06:35Weil es gerade um Kinder ging
01:06:36Ich merke das an meinen Kindern
01:06:37Ja sie
01:06:38Ja sie haben Zugang zu Bildung
01:06:40Sie leben in Sicherheit
01:06:41Und viele Kinder in der Welt
01:06:45Müssen anders aufwachsen
01:06:46Ja sie wachsen auf in Armut
01:06:48Oder in Kriminalität
01:06:49Und es gelingt nur wenigen Kindern
01:06:51Aus diesem Teufelskreis auszubrechen
01:06:53Und wenn es aber Kinder schaffen
01:06:55Dann entstehen da ganz berührende
01:06:57Zu Herzen gehende Geschichten
01:06:59Und wir haben die Geschichte
01:07:01Eines amerikanischen Kindes gehört
01:07:03Und die hat uns so berührt
01:07:04Dass wir darüber ein Lied geschrieben haben
01:07:06Und damit dieses Lied jetzt
01:07:08Authentisch wirkt
01:07:09Singe ich den nächsten Song
01:07:11Komplett auf Amerikanisch
01:07:15Und falls jemand nicht so gut
01:07:16Amerikanisch kann
01:07:17Dann machen wir es so
01:07:19Dass Jochen den Text
01:07:20Simultan übersetzt
01:07:23Oder?
01:07:24Genau
01:07:24Das Lied heißt
01:07:25Ein Junge wurde geboren
01:07:29Weiter, weiter, weiter
01:08:03Es wurde ein Junge geboren
01:08:06Und der Junge war sehr, sehr, sehr arm
01:08:13Da war keine Hoffnung
01:08:15Da war kein Licht
01:08:18Am Horizont
01:08:22Und das Kind bekam keine Liebe
01:08:30Denn das Kind war hässlich
01:08:33Sehr, sehr, sehr, sehr, sehr hässlich
01:08:46Und vermutlich hatte es auch einen Sprachfehler
01:08:54Doch einige Jahre später
01:08:57Das Kind kaufte sich ein Instrument
01:09:02Das Kind übte und übte
01:09:05Viele Stunden
01:09:12Doch ohne Erfolg
01:09:15Das bringt jetzt gar nichts
01:09:25Doch das Kind, das da geboren wurde
01:09:29Gab nicht auf
01:09:32Es spielte auf den Straßen
01:09:36Doch die Leute gingen vorbei
01:09:39Und hörten nicht auf die Musik
01:09:49Und ein Wunder geschah
01:09:53Jemand half dem Jungen
01:09:57Ein gutaussehender
01:09:59Kluger Mann
01:10:00Gave him his hand
01:10:04Gab ihm seine Hand
01:10:09Und heute ist der Junge ein Mann
01:10:15Er spielt Gitarre
01:10:18Er spielt hier auf der Bühne
01:10:22Er ist nach wie vor sehr untalentiert
01:10:30Und er ist hässlich
01:10:31Er ist sehr, sehr, sehr, sehr hässlich
01:10:35Nee, nee
01:10:36Se nur ti, se hai
01:10:38Also beim ugly
01:10:39Ja, ich bin hässlich
01:10:41Ja
01:10:42Also very, very
01:10:43Dermassen very
01:10:44Sehr, ja
01:10:45Ja
01:10:46Wir müssen schon so singen, wie es war
01:10:48Ja
01:10:49Und die Moral von der Geschichte
01:10:54Ein Happy End ist nicht immer die beste Lösung
01:11:07Das ist nicht immer die beste Lösung
01:11:45Nein
01:11:49Nein
01:11:53Nein
01:11:55No!
01:11:56No!
01:11:57No!
01:12:00Please, it's up!
01:12:03Mr. Stephan and Jochen Barkas!
01:12:08Thank you, Mr. Stephan and Jochen Barkas!
01:12:12Let's clap for our next artists!
01:12:16Johann König needs applause!
01:12:19And he needs applause!
01:12:21Johann König!
01:12:35Dankeschön!
01:12:36Vielen Dank!
01:12:38Dankeschön!
01:12:41Vielen Dank!
01:12:44Ja, vielen Dank!
01:12:45Herzlich willkommen auch von mir!
01:12:49Neulich hat meine Frau zu mir gesagt, ihr Männer, ihr hört uns gar nicht richtig zu!
01:12:57Und da habe ich sie angeguckt und habe gesagt, aber am Freitag gehe ich doch ins Kino!
01:13:08Ja, wir haben hier ein klassisches Vorurteil, das sofort bestätigt wurde.
01:13:14Und das ist ja oft das Schöne an Vorurteilen, dass sie stimmen.
01:13:17Und dabei haben Vorurteile ein schlechtes Image, aber zu Unrecht.
01:13:21Denn Vorurteile sind was Gutes, ja?
01:13:23Es ist gut, wenn man Vorurteile hat.
01:13:25Wer Vorurteile hat, der ist im Vorteil.
01:13:29Darum steckt das Wort Vorteil im Vorurteil schon drin.
01:13:33Habt ihr da mal drüber nachgedacht?
01:13:36Ja, ich auch nicht.
01:13:39Aber es ist so, ja?
01:13:41Es ist gut.
01:13:41Es ist gut, wenn ich jemandem begegne, den ich nicht kenne, ja?
01:13:45Dann ist es gut, wenn ich schon vorausahne, der könnte jetzt gleich das und das machen,
01:13:52weil ich eben weiß, aus Erfahrung oder aus der Zeitung, weiß ich einfach, dass er schon in der Vergangenheit des
01:14:03Öfteren das und das gemacht hat.
01:14:05Ja?
01:14:06Dann bin ich im Vorteil.
01:14:08Gut.
01:14:08Wir nehmen mal ein Beispiel.
01:14:09Wir nehmen mal ein konkretes Beispiel.
01:14:10Wir stellen uns mal vor, ich komme nach Hause und bei uns im Wohnzimmer ist ein Löwe.
01:14:17Ja?
01:14:18Einfaches Beispiel.
01:14:19Ich komme nach Hause, ist ein Löwe bei uns im Wohnzimmer.
01:14:22Ja?
01:14:22Ein Löwe, den ich nicht kenne.
01:14:27Ja?
01:14:27Was passiert?
01:14:28Es ist so, es passiert Folgendes.
01:14:30Ich komme nach Hause, ich sehe diesen Löwen, ja?
01:14:32Und ich denke sofort, oh, oh, oh, oh.
01:14:37Hilfe, Hilfe.
01:14:38Ja?
01:14:38Ein Löwe.
01:14:39Es kann sein, dass der mich gleich komplett auffrisst.
01:14:44Warum denke ich das?
01:14:45Weil ich Vorurteile habe.
01:14:48Ja?
01:14:48Weil ich weiß aus der Zeitung, weiß ich einfach, dass Kollegen von ihm schon des Öfteren
01:15:00Mal einen Kollegen von mir aufgefressen haben.
01:15:05Ja?
01:15:06Das heißt dann nicht, dass er mich auf jeden Fall auch auffressen wird.
01:15:10Ja?
01:15:10Das heißt es nicht.
01:15:12Aber wenn er mich auffrisst, dann bin ich nicht mehr so überrascht.
01:15:20Ja?
01:15:20Und das ist der Vorteil.
01:15:23Es ist viel angenehmer, wenn man nicht völlig überrascht aufgefressen wird.
01:15:28Okay, wir nehmen mal ein anderes Beispiel.
01:15:30Ja?
01:15:31Wir stellen uns mal vor, ich komme nach Hause und da steht ein Pole bei mir im Wohnzimmer.
01:15:46Ein Pole, den ich nicht kenne.
01:15:53Gut.
01:15:54Erstmal die Frage, woher weiß ich, dass es ein Pole ist?
01:15:58Ach komm, hä?
01:16:00Weiß man doch, wie ich aussehe.
01:16:05Kurze Haare, lange Fingerflasche, Wodka in der Hand.
01:16:07Ein Pole.
01:16:12So.
01:16:13Ruhe!
01:16:15Und...
01:16:16Also, was passiert?
01:16:18Es passiert Folgendes.
01:16:19Ich sehe diesen Pole, ja?
01:16:21Und ich denke, ah ja, alles klar, ein Pole.
01:16:26Es könnte jetzt gleich sein, es ist, es ist sogar wahrscheinlich, es ist sogar höchstwahrscheinlich,
01:16:36alles andere wäre ein Wunder.
01:16:39Es wird jetzt gleich so sein, dass dieser Pole nicht so gut Deutsch spricht.
01:16:50Das war knapp.
01:16:51Und, ähm, ja, warum denke ich das?
01:16:55Weil ich Vorurteile habe.
01:16:57Ja?
01:16:57Weil ich, weil ich aus Erfahrung weiß, dass Kollegen von ihm bereits des Öfteren so gut Deutsch
01:17:07nicht gesprochen habe.
01:17:09Ja?
01:17:10Und darum bin ich auch nicht überrascht, wenn er zu mir sagt,
01:17:18Gebe-Uhr.
01:17:26Versteht ihr?
01:17:28Ich bin da nicht mehr so überrascht von seinem falschen Deutsch.
01:17:33Gebe-Uhr ist falsch.
01:17:35Also sage ich zu ihm, pass mal auf, Kollege.
01:17:39Es heißt GIEB.
01:17:44GIEB.
01:17:45DIE.
01:17:47UR.
01:17:48BITE.
01:18:01So, und wenn er diesen Satz dann einwandfrei zu mir gesagt hat, ja, dann gebe ich ihm halt
01:18:07seine Ohr wieder, die ich ihm vorher aus Versehen geklaut hatte.
01:18:20Ja, Vorurteile sind was Gutes, das sehen wir hier, oder?
01:18:23Ja, es ist gut, wenn ich Vorurteile habe.
01:18:25Stellen wir uns mal vor, ich komme nach Hause und da ist meine Frau, ja, und ich müsste jedes
01:18:30Mal aufs Neue überlegen, was ist das für ein Mensch?
01:18:33Wie muss ich diesen Menschen einschätzen?
01:18:35Ist die jähzornig, ist die lieb, äh, umarmt die oder schubst sie mich, ja?
01:18:40Das wäre furchtbar, wenn ich das jedes Mal aufs Neue überlegen würde, ja, da würden
01:18:44Ressourcen verschwindet werden, darum ist es gut, wenn ich sie einschätzen kann.
01:18:48Damit das mit der Einschätzung meiner Frau aber nicht ganz so leicht ist, dafür hat der
01:18:53liebe Gott den weiblichen Zyklus eingerichtet.
01:18:57Ja, dass ich eben doch immer wieder aufs Neue überlege, ist die jähzornig, ist die
01:19:02aggressiv, küsst die oder tötet sie mich?
01:19:07Es gibt, es gibt Tage, da hätte ich mir im Nachhinein gewünscht, dass zu Hause ein polnischer
01:19:11Löwe auf mich wartet!
01:19:14Dankeschön!
01:19:19Johann König!
01:19:23Mua!
01:19:24Grüße!
01:19:26Vielen Dank!
01:19:29Johann König, ich bin immer froh, wenn sein Auftritt, wenn das alles so reibungslos
01:19:34klappt bei ihm.
01:19:35Man weiß ja nie bei ihm so richtig, ja, ist es nur eine Atempause oder ist es schon ein
01:19:41Burn-out.
01:19:43Wir hatten ja heute viele Sprichwörter und so ein Thema und ein berühmtes ist natürlich
01:19:48auch, wir lachen bis der Arzt kommt und das ist hier und jetzt tatsächlich der Fall,
01:19:54denn zu uns kommt jetzt ein Doktor, da gibt es ja so unterschiedliche Kategorien, ja, Doktor
01:19:59Med, ist Doktor der Medizin oder Doktor Gün, ja, das ist Doktor Günther.
01:20:05Zu uns kommt jetzt Doktor Pop und er ist nicht nur der einzige Akademiker des Abends, sondern
01:20:11er macht Witze wirklich explizit über Musik, das finde ich sehr wohltuend, ja, denn wir
01:20:16haben ja jahrelang hier immer nur Witze über Musiker gemacht, ja, und die kennt man ja nun
01:20:21langsam, wirklich zuhauf, ja, hier, wie bekommt man einen Musiker auf zwei Promille?
01:20:27Ja, drei Tage kein Alkohol.
01:20:33Herrlich, könnte ich stundenlang machen, ja, oder ein Flötist, ein Blockflötist steht auf
01:20:38der Brücke und will runterspringen, ist es ein guter Blockflötist oder ein schlechter?
01:20:42Egal, Hauptsache er springt.
01:20:45Nein, aber das ist ja nicht meine Kernkompetenz, sondern wir haben Fachpersonal für Musik rastet,
01:20:51ich glaube zum letzten Mal am Abend aus, wir sind nämlich eigentlich schon danach mehr oder
01:20:56weniger am Schluss, ein Grund mehr sich zu freuen über Doktor Pop!
01:21:19Hallo, schönen guten Abend! Ja, ich finde es ja ganz interessant, was in Deutschland musikalisch erfolgreich ist und der erfolgreichste
01:21:25Song letztes Jahr war Wackelkontakt, dieser hier.
01:21:28Wäre ich ein Möbelstück, dann wäre ich eine Lampe aus den 70ern.
01:21:33Die fliegt ganz vor, die fliegt aus, mir haut sie sich schon rumgelnd aus.
01:21:40Wäre ich ein Möbelstück...
01:21:41Und da ist ja ein ganz dezenter 90er Jahre Beat drin.
01:21:47Und dann hat die Band Scooter angerufen und gesagt, wir wollen unsere Musik zurück haben, ne?
01:21:51Und es gibt davon jetzt eine holländische Version, wurde auf holländisch übersetzt.
01:21:55Ich bin ein Möbelstück, allein bei den jahres selben Tag.
01:22:01Der Beat ist aber ähnlich.
01:22:03Ich bin ein Möbelstück.
01:22:08Und es gibt manchmal Hits aus Deutschland, da kriegt man gar nicht mit, dass die im Ausland erfolgreich werden.
01:22:12Es gibt einen Deutschrap-Song, der ist auf der ganzen Welt erfolgreich, der wird ganz viel angeklickt.
01:22:17Dieser hier.
01:22:24Das war's, das ist der ganze Refrain.
01:22:28Das ist türkisch, heißt alles in Ordnung, tamam, tamam.
01:22:31Aber die Strophen sind auf Deutsch und die sind auch sehr intelligent.
01:22:34Egal wo ich hingehe, ich werd erkannt.
01:22:36Frag mal warum, weil ich bin bekannt.
01:22:40So, also...
01:22:41Wo er recht hat, hat er recht, ne?
01:22:44Summercham heißt der Typ, ja?
01:22:45Und er hat sowieso geile Textzeilen.
01:22:47Meine Lieblingstextzeile von ihm lautet
01:22:48Drogen sind wie Türen, man kann sie drücken oder ziehen, ja?
01:22:55Und ich sammel so ein bisschen bekloppte Deutschrap-Textzeilen.
01:22:58Ist so ein Hobby von mir, ich hab auch so eine YouTube-Seite inkognito angelegt.
01:23:01Hier ist meine Lieblingsbekloppte Deutschrap-Textzeile.
01:23:03Ich weiß heute, unsere Tage sind zu kostbar.
01:23:06Die Zeit läuft wie die Nase meiner Pochter.
01:23:09So.
01:23:12Zitat.
01:23:13Die Zeit läuft wie die Nase meiner Tochter.
01:23:16Das ist ein Rapper im Homeoffice.
01:23:19Der musste noch einen Text fertig machen.
01:23:21Tochter hatte schnupfen, hat er gesagt, das nehme ich einfach, hat er sich gesagt.
01:23:25Oder hier ist auch ganz schön, Achtung.
01:23:27Vergleich dich niemals mit mir, mein Schwanz ist zehn Meter mal vier.
01:23:31So.
01:23:32Zitat.
01:23:33Vergleich dich niemals mit mir, mein Schwanz ist zehn Meter mal vier.
01:23:37Sind Ingenieure im Raum?
01:23:42Oder Immobilienmakler?
01:23:44Also was meint er genau?
01:23:45Meint er zehn mal vier, dann wär's ne Fläche wahrscheinlich, ne?
01:23:47Und es gibt wirklich paar bekloppte Zeilen.
01:23:49Zum Beispiel hat einer mal gerappt, ich bin Dichter wie Van Gogh.
01:23:56Und vielleicht hat er Informationen, die wir nicht haben.
01:23:59Oder er hat dem Geschichtsunterricht nur mit einem Ohr zugehört.
01:24:01Das kann sein, ne?
01:24:04Aber ich würd für euch jetzt auch mal rappen.
01:24:06Ich hoffe, es ist kein Fehler drin.
01:24:07Los geht's.
01:24:09Tja.
01:24:11Die Bitches wollen alle vor mir knien.
01:24:14Ich tanke mein Tesla nur mit Benzin.
01:24:27Aber es gibt auch wirklich großartige Sachen, die aus Deutschland kommen, musikalisch gesehen.
01:24:31Nehmen wir mal hier den Sound von Queen.
01:24:36Brian May eine E-Gitarre.
01:24:39Und die Gitarre hat er mit seinem Papa selbst gebaut.
01:24:42Aber die Saiten, die Brian May spielt, die kommen aus Magneukirchen, aus dem Vogtland.
01:24:46Also Queen spielt Saiten aus Sachsen.
01:24:49Das ist ostdeutsche Handarbeit, die dort verwendet wird bei Queen, ja.
01:24:58Und sowas macht wirklich Mut, weil es gibt aus Deutschland Sachen, die machen nicht so Mut.
01:25:02Zum Beispiel sowas hier.
01:25:05Das reicht.
01:25:08Das ist von Sigrid und Marina.
01:25:09Die sind schon bei Florian Silbereisen aufgetreten.
01:25:12Und was ich euch jetzt vorspiele, wurde nicht mit KI gemacht.
01:25:14Das ist ein echtes Lied.
01:25:16Da hab ich Nein gesagt.
01:25:19Da haben sie Nein gesagt.
01:25:21Dann hat er's noch mal versucht.
01:25:23Und wieder blieb ich hart.
01:25:26Wieder blieb sie hart, okay.
01:25:28Doch mein Lächeln machte ihm das eine ganz schnell klar.
01:25:33Ja, was denn?
01:25:36Zweimal Nein heißt einmal Ja.
01:25:39So ist das bei uns braun.
01:25:42Und das ist für die Männer oft nicht einfach zu der Schau.
01:25:50Und so haut man 50 Jahre Emanzipation in die Tonne, ja.
01:26:04Aber von den Männern gibt's noch härtere Sachen.
01:26:06Wir gehen mal nach Südtirol zu den Kasselroter Spatzen.
01:26:09Das ist ein echtes Lied hier.
01:26:10Auf einmal war die Amsel still.
01:26:15An diesem Morgen im April.
01:26:19Es war fast ein Tag wie jeder Tag.
01:26:23Doch es gab Tschernobyl.
01:26:32Und ich hab das Wort Tschernobyl noch nie so fröhlich gehört.
01:26:35Und das ist wirklich krass.
01:26:36Es geht noch härter.
01:26:37Der Kasselroter Spatzen.
01:26:38Die hatten mehr Echos abgeräumt in den 90ern.
01:26:40Als Grönemeyer und Lindenberg.
01:26:42Hier zum Beispiel auch.
01:26:43Und nur für Biene-Titi sie.
01:26:48Sie war nie mehr beim Krankenhaus der Stadt.
01:26:53Wo ihr Kind in der Babyklappe lag.
01:26:59Härter als Rammstein, muss man sagen.
01:27:02Und man weiß heutzutage nicht mehr, ist es KI oder nicht.
01:27:05Aber was ihr gerade gehört habt, das ist wirklich echt.
01:27:07Uns muss KI keine Angst machen.
01:27:09Die Realität ist viel schlimmer teilweise.
01:27:11Aber es gibt so ein paar Lieder, die gehen dann viral.
01:27:14Und das ist wirklich ein Problem.
01:27:15Und ich finde, wir brauchen eine Kennzeichnungspflicht für KI.
01:27:18Wir haben ein Recht darauf zu erfahren,
01:27:20ist es mit KI gemacht oder nicht.
01:27:22Und es gibt so ein paar Lieder, da weiß man das nicht.
01:27:23Zum Beispiel hier, meine Mumu brummt, heißt das Lied.
01:27:26Meine Mumu brummt, wenn die Traktoren knackt.
01:27:31Meine Mumu brummt.
01:27:32Es geht um Landwirtschaft.
01:27:33Jeder hat nur meine Mumu brummt.
01:27:38Wenn die Traktoren knackt.
01:27:39Manche sagen sich, hätte es das wirklich gegeben,
01:27:41ich hätte es gekauft in den 70ern.
01:27:44Aber eine schöne Sache noch zum Abschluss,
01:27:46weil die ist echt aus den 60er Jahren.
01:27:48Hier die Rolling Stones.
01:27:54Und das wurde echt gecovert von Karl Gott.
01:28:03Und das war eine offiziell genehmigte Cover-Version.
01:28:07Aber die Stones haben damals viele Drogen genommen.
01:28:09Das war's von mir.
01:28:10Dankeschön.
01:28:10Schönen Tag noch.
01:28:15Das war's von mir.
01:28:33Und das-
01:28:40And we let's finish the final.
01:28:44I say 3, 2, 1.
01:29:01350 x 6.
01:29:02And then we're here for you.
01:29:04I don't do it.
01:29:06In this sense, have we all signed?
01:29:10I'm going to ask...
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