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00:04Es war einmal ein armer Witwer.
00:09Der hatte drei Söhne, mit denen er zusammen unter einem Dach lebte.
00:15Nicht er, sondern...
00:20Sondern...
00:21Guten Morgen, Götz!
00:22Er!
00:23Guten Morgen, Imme!
00:24Götz Klopstock.
00:26Der älteste Sohn hieß Jockel.
00:30Der zweitälteste Emil.
00:34Und der jüngste der drei Brüder hieß...
00:37Max!
00:39Hallo, Lotte!
00:41Was machst du da?
00:42Äh, ich...
00:47Klimmzüge!
00:52Lotte, was ist denn?
00:56Bei Lottes Anblick vergaß Max alles.
01:00Er vergaß, dass er auf den Baum geklettert war, um ihr einen Mistelzweig zu püten.
01:06Ach, Lotte!
01:07Dass er eigentlich die Ziegenmilch ins Haus bringen sollte und...
01:12dass es an der Zeit war, vom Baum zu steigen.
01:15Oh!
01:17Oh!
01:19Oh!
01:24Immer ich!
01:27Max, wo bleibt die Milch?
01:29Kommt sofort!
01:30Die Ziege hieß Bertha und hatte einen schlechten Charakter, was bis dahin noch niemand wusste.
01:38Oh nein!
01:40Max!
01:41Die Milch!
01:42Die hat er verschüttet.
01:43Es tut mir leid.
01:45Schon gut.
01:46Das kann doch jedem mal passieren.
01:48Max, Max passiert andauernd was.
01:52Wir gehen damit.
01:57Das fällt mir nicht leicht, euch ziehen zu lassen.
01:59Vater, das wissen wir doch.
02:02Und du komm mal her!
02:04Das ist vielleicht für lange Zeit deine letzte Kopfnuss.
02:12So gingen die beiden älteren Brüder auf Wanderschaft, um ein Handwerk zu erlernen.
02:18Viel Glück da draußen!
02:22Vater, warum darf ich nicht auch auf Wanderschaft gehen?
02:25Fängst du schon wieder an?
02:28Ich könnte doch auch was tun.
02:30Etwas lernen, Geld verdienen.
02:32Du?
02:32Ja.
02:33Du weißt doch, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als die Welt kennenzulernen.
02:37Max, du kannst doch nicht mal eine Ziege melken.
02:40Wenn du die Welt kennenlernen willst, dann nimmst du jetzt die Bärte und bringst sie auf die Wiese am Bach.
02:49Ich bin noch kein Kind mehr.
02:53Dabei spüre ich, dass da draußen große Dinge auf mich warten.
02:56Abenteuer, fremde Länder.
02:57Ich könnte über alle sechs Weltmeere sägen.
02:59Mit Piraten kämpfen.
03:01Und endlich!
03:02Sind das nicht sieben?
03:05Was?
03:06Es sind sieben Weltmeere, nicht sechs.
03:08Ja, klar sind es sieben.
03:10Manche sagen auch, es wären acht.
03:12Aber ich will ja schließlich nicht ewig wegbleiben.
03:22Warum willst du eigentlich weg?
03:26Weil ich ein Mann bin.
03:27Und Männer gehen nun mal auf Wanderschaft und lernen die Welt kennen.
03:32Was grinst du denn da so?
03:34Weil du genauso alt bist wie ich.
03:37Und wenn du ein Mann wärst, wäre ich schon eine Frau.
03:40Was heißt denn hier, wenn du ein Mann wärst?
03:42Ich bin ein Mann.
03:47Lotte!
03:49Ich muss los.
04:05Bist du satt?
04:06Ich bin so satt.
04:08Ich mag kein Blatt.
04:10Ich mag kein Blatt.
04:11Gut.
04:16Wenn du wirklich auf Wanderschaft gehst, dann kommst du doch auch irgendwann wieder zurück, oder?
04:21Versprochen.
04:23Vielleicht reichen auch schon fünf Weltmeere.
04:25Oder drei.
04:29Na?
04:31Hast du diesmal alles richtig gemacht?
04:34Natürlich.
04:36Es ist ja auch nicht weiter schwer, so eine Ziege satt zu kriegen.
04:38Und Bertha ist so satt, die mag kein Blatt.
04:41Wovon sollte ich satt sein?
04:42Ich sprang nur übers Gräbelein und fang keine einzig Blättelein.
04:46Mäh, mäh.
04:47Was hast du gesagt?
04:49Hunger.
04:50Ach, Max.
04:52Die lügt.
04:53Nicht mal die einfachsten Dinge kann man dir anvertrauen.
04:55Aber sie hat gefangen.
04:57Hunger!
05:00Hunger!
05:01Du wirst wirklich zu gar nichts nützen.
05:04Du glaubst also der Ziege mehr als mir, ja?
05:46Du schleichst dich wie ein Dieb aus dem Haus.
05:49Was soll ich denn machen, wenn du einer Ziege mehr glaubst als mir?
05:53Warum soll die Ziege lügen?
05:57Weil ich die Wahrheit sage.
06:01Allein auf dich gestellt wirst du in der Fremde zugrunde gehen.
06:04Ich werde dir das Gegenteil beweisen.
06:10Dann geh.
06:12Aber komm erst wieder zurück, wenn du etwas geleistet hast.
06:16Keinen Tag früher.
06:25Ich muss dich direkt raus.
06:30Oh, oh.
06:30Oh, oh, oh.
06:35Oh, oh.
06:36Oh, oh, oh.
06:37Oh, oh, oh.
06:37Oh, oh, oh.
06:53I wanted to go from you.
06:56Do you want to go?
06:59Now?
07:01I thought it was time for you to...
07:05I told you...
07:06I told you to come back.
07:08And I will.
07:11Wait.
07:28It's not much.
07:38So you don't forget me.
07:44I forget you?
07:46I will never forget you.
07:50Never.
08:11And so began Max's Wanderschaft.
08:15Zum ersten Mal in seinem Leben
08:17ist er alleine
08:19und weit weg von Zuhause.
08:22Sehr alleine.
08:25Und sehr weit weg.
08:40Ist da jemand?
08:42Wer...
08:44Wer bist du?
08:45Bist du ein...
08:47Ein Wolf?
08:49Oder ein Bär?
08:50Oder ein Geist?
08:53Ich glaube, ich sollte...
08:55Ich sollte lieber um...
09:01Ein Hund!
09:03Wo steckst du?
09:05Komm her!
09:06Du Mistvieh!
09:12Wenn ich dich finde, schlage ich dich witzelweit!
09:17Mir weiß keiner ungestraft in die Hand!
09:20Wo steckst du?
09:22Komm her, du Mistvieh!
09:24Verdammter Köter!
09:30Das war knapp!
09:40Was machst du denn so ein Krachhund?
09:45Einen wunderschönen guten Morgen!
09:51Einen wunderschönen guten Morgen!
09:53Wer...
09:53Wer seid ihr?
09:55Die Frage ist doch, wer bist du?
09:57Das ist nämlich unser Wald.
09:59Und wer durch unseren Wald geht,
10:00der muss auch dafür bezahlen.
10:02So sind nun mal die Regeln.
10:03Und wer die Regel bricht, der bekommt Ärger.
10:07Ihr...
10:08Ihr seid Räuber!
10:11Räuber!
10:12Was für ein böses Wort!
10:14Wir sind Geschäftsmänner!
10:15Ich hab aber nichts!
10:17Ich bin...
10:17Ich bin ein armer Wandersmann!
10:19Das ist mit dem Bündel da!
10:22Da ist nix drin!
10:23Wirklich!
10:25Ich könnte schwören!
10:26Hier riecht es nach...
10:29Geräucherte Wurst!
10:31Ich riech nix!
10:32Ich...
10:33Möchte dir ein Geschäft vorschlagen!
10:36Ein Geschäft?
10:37Ja!
10:38Ich möchte dir ein Bündel kaufen!
10:40Und was kriege ich dafür?
10:42Sagen wir mal...
10:44Dein Leben?
10:45Genau!
10:46Wir bekommen das Bündel!
10:47Du behältst dein Leben!
10:50Das...
10:50Ist ein echt faires Angebot!
10:53Hopp, hopp, hopp, hopp, hopp!
11:01Da!
11:04Die Idioten!
11:05Schnappt die doch euch!
11:06Na los!
11:07Wohin so ein Tor, Herr?
11:09Bring dich in Sicherheit! Lauf weg!
11:11Hab keine Angst vor nichts und niemandem!
11:20Hallo Geschäftspartner!
11:23Gib uns dein Bündel her!
11:27Erst lass dir den Hund los!
11:28Das ist keine gute Idee!
11:31Versagt uns, dass du ehrlich bist!
11:33Genau!
11:33Du gibst uns das Bündel und dann gebe ich dir den Hund mein Ehrenwort!
11:40Ehrenwort?
11:41Du hast das Wort eines Geschäftsmannes!
11:46Halt, halt, halt!
11:49Wir teilen brüderlich!
11:51Nein! Zu drei gleichen Teilen!
11:58Du musst keine Angst haben, kleiner Hund!
12:00Das war nur mein Magen!
12:01Ich hab solchen Hunger!
12:03Ich weiß, du auch!
12:07Wo willst du denn hin?
12:10Mach mal Platz!
12:12Es gibt Kuchen!
12:21Kuchen!
12:22Die haben's gut, was?
12:24Ich glaub, da sind Blaubeeren drin!
12:29Und was machst du da?
12:42Na, wer bist du denn?
12:43Ah!
12:46Halt!
12:47Halt!
12:47Halt!
12:48Stehenbleib!
12:49Halt!
12:51Halt!
12:51Halt!
12:53Du!
12:55Mein schöner Kuchen!
12:57Dann backst du eben neun!
13:01Das waren unsere letzten Eier!
13:03Halt!
13:05Halt!
13:06Halt!
13:13Halt!
13:15Halt!
13:17Halt!
13:18Halt!
13:18Und wir sind keine Diebe, du kleiner Räuber!
13:20Halt!
13:21So will ich dich nennen, zur Strafe!
13:24Räuber!
13:25Halt!
13:26Was meinst du, Räuber, ob wir nur ein ganz kleines Stückchen, hm?
13:35Nein.
13:36Weißt du, das darf man nicht machen.
13:40Sonst sind wir nicht besser als die Räuber im Wald.
13:50Es tut mir wirklich sehr leid, dass mein Freund euch bestohlen hat.
13:53Hier. Mein Hund ist kein schlechter Kerl. Er hat nur Hunger, das ist alles.
14:00Bitte seid uns nicht böse, ja?
14:02Was sagt man dazu?
14:04Auf Wiedersehen.
14:05Halt, warte mal. Wie heißt du?
14:08Max.
14:10Ist das dein Magen, der da so knurrt, Max?
14:14Wer sowas tut, der muss einfach ein guter Mensch sein.
14:17Komm, setz dich und iss ein Stück Kuchen mit uns.
14:20Ist das euer Ernst?
14:22Geht ihr auch grad fragen?
14:23Ja, ja.
14:24Und was ist mit Räuber?
14:25Wo sind Räuber?
14:30Nein, mein Hund heißt so, Räuber.
14:32Dann bekommt ihr auch ein Stück.
14:34Aber keinen Kuchen.
14:35Oh, doch.
14:37Räuber, komm!
14:41Das ist der beste Kuchen, den ich je gegessen habe.
14:43Du bist nicht von ihr, hm?
14:46Nein.
14:47Ich bin auf Wanderschaft, um mein Handwerk zu erlernen.
14:50Bist du dafür nicht noch ein bisschen zu jung?
14:52Jetzt klingt ihr wie mein Vater.
14:54Aber ich bin kräftig und fleißig und alt genug, um etwas zu lernen.
14:58Was für ein Handwerk soll's denn sein?
15:02Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
15:05Weil du eben noch zu jung bist.
15:07Wie wär's mit Schneider, so wie mein Mann?
15:10Schneider?
15:11Ja!
15:12Ja, warum nicht?
15:13Das könnte mir gefallen.
15:15Wir können dir zwar nicht zahlen, aber...
15:17Überhaupt nicht.
15:18Wir haben selber nichts außer Schulden.
15:20Aber du kannst bei uns wohnen und essen.
15:23Und ob ich will.
15:25Räuber, hast du gehört, was ich für ein Glück hab?
15:27Ich werde Schneider!
15:30Und so begann für Max ein neues Leben.
15:35Es war viel schwerer, das Schneiderhandwerk zu erlernen, als Max es sich vorgestellt hatte.
15:40Und nicht nur er brauchte viel Geduld.
15:47Versuch's nochmal.
15:51Versuch's nochmal.
15:54Hier.
16:01Versuch's nochmal.
16:04Versuch's nochmal.
16:05Hier.
16:13Ich weiß.
16:15Ich versuch's nochmal.
16:21Und macht er Fortschritte?
16:24Das ist ein ziemlicher Tollpatsch.
16:26Max ist ein guter Junge.
16:28Aber er wird nie ein guter Schneider.
16:30Und während Max sich tapfer mühte, einen Schneider zu geben, er lernte sein Bruder Jockel das Handwerk des Tischlers.
16:39Fertig.
16:40Mein erster Stuhl.
16:42Ja.
16:42Dann wollen wir mal sehen.
16:51Was ist denn?
16:52Hatte ich gesagt, mach einen Stuhl oder mach einen Schaukelstuhl?
16:54Stuhl.
16:55Stuhl.
16:57Also, versuch's nochmal.
17:01Auch Emil, der dritte Bruder, der bei einem Müller gelandet war, tat sich anfangs schwer.
17:15Und?
17:17Ah, sie selbst.
17:23Junge.
17:25Machen wir Mehl oder Mörtel?
17:27Mehl?
17:28Merk dir.
17:29Gutes Mehl ist so fein, dass es sogar bei einem völlig windstillen Tag vom Teller gepustet wird.
17:35Also, versuch's nochmal.
17:41So verging ein ganzes Jahr, in dem sich die drei Brüder redlich bemühten, ihr Handwerk zu erlernen.
17:57Da ist sie ja.
17:58Lotte, komm.
17:59Denk dir nur, der Stallerbauer will den Johann vermählen.
18:02Das wird ja auch Zeit.
18:03Gratuliere.
18:03Mit wem denn?
18:06Lotte, du weißt doch, seitdem dein Vater tot ist, wächst uns beiden hier die Arbeit über den Kopf.
18:11Da ist es einfach nur vernünftig, wenn du...
18:14Ich...
18:15Und Johann...
18:16Ich soll ihn heiraten?
18:17Ja.
18:19Ihr kennt euch doch schon von Kindheit an.
18:21Ja, außerdem haben wir viel mehr Felder als ihr.
18:23Ihr würdet ein glänzendes Geschäft machen.
18:25Ein Geschäft?
18:25Ja.
18:26Ja, aber...
18:27Muss ich doch auch lieben.
18:29Also, ich würde dich schon lieben.
18:31Liebe, die kommt von ganz allein.
18:34Mich hat da auch keiner gefragt.
18:37Ich rede mit ihr.
18:39Ja, aber lass dir nicht zu viel Zeit, der Bub wird nicht jünger.
18:42Unsere Abmachung gilt.
18:53Lotte, versteh mich doch.
18:57Wie kannst du mir sowas antun?
18:59Der Johann ist vielleicht nicht der Mann deiner Träume, aber er und sein Vater helfen uns.
19:04Ich brauch keinen anderen Mann! Ich hab doch schon den Max!
19:07Vergiss doch diesen Hungerlöhner und Tollpatsch vor dem Herrn! Wer weiß, ob der je wiederkommt!
19:11Er hat's mir versprochen!
19:14Der Johann ist tüchtig. Der Johann kann anpacken und die Sache ist beschlossen. Du heiratest den Johann!
19:24Nachdem Max irgendwann doch noch gelernt hatte, mit Nadel und Faden umzugehen, schneidete er eines Tages seine ersten Beinkleider.
19:34Fertig!
19:36Und, Räuber? Wie findest du sie, hm?
19:46Was soll denn das, Max? Du solltest solche Beinkleider schneidern hier.
19:52Ich gebe zu, die sehen ein wenig anders aus.
19:54Anders? Die sehen denen ja nicht mal ähnlich. Wir sollen sowas anziehen. Ich kenne keinen Menschen, dem dieser Sack nicht
20:03sofort runterrutschen würde.
20:05Aber gegen das Rutschen habe ich doch was.
20:08Was ist denn los?
20:10Du kannst das mit dem Jungen nicht weitergehen.
20:13Was sind denn das für Dinger?
20:15Das, das ist meine Erfindung. Ich nenne sie Beinkleiderhalter.
20:23So. Und jetzt rutscht sie auch nicht mehr.
20:28Und? Wie findet ihr mein Werk?
20:32Ich bin mit meiner Weisheit am Ende.
20:40Vielleicht hatte mein Vater ja doch recht. Ich bin's nur nicht zu gebrauchen.
20:47Dann kann ich nie wieder nach Hause. Und Leute sehe ich auch nie wieder.
20:59Ach, Räuber.
21:05Guten Tag, Vater Klopstock. Gibt's Nachrichten von Max?
21:10Nein, nichts.
21:14Ist das was?
21:19Ihr wirkt so traurig.
21:22Warum sollte ich guter Laune sein?
21:26Seitdem Max weg ist, bin ich ganz allein mit Bertha.
21:31Vielleicht hätte ich damals nicht so streng sein dürfen.
21:34Nur weil er Bertha nicht richtig gefüttert hat.
21:37Am Tag bevor er wegging?
21:41Aber er hat sie richtig gefüttert.
21:45Was sagst du da?
21:47Bertha hat die ganze Zeit gefressen.
21:50Aber das kann doch kein...
21:51Sie hat selbst gesagt. Ich bin so satt, ich mag kein Blatt.
21:54Ja, aber dann hat Max ja alles richtig gemacht.
21:57Es war doch nur ein Spaß.
22:01Dich hätte ich bestrafen sollen.
22:04Von wegen. Ich fand kein einziges Blätterlein.
22:09Komm her.
22:12Und schwinde, du Mistvieh.
22:14Verlogenes. Hau ab.
22:16Ich will dich hier nie wieder sehen.
22:23Max wird wiederkommen.
22:27Was macht dich da so sicher?
22:28Er hat's mir versprochen.
22:39Der Herr kommt.
22:41Sicher will er sein Geld haben.
22:43Wir haben doch nichts.
22:44Breitet unsere besten Stoffe aus. Ich werde mit ihm reden.
22:48Willkommen, hoher Herr.
22:50Womit können wir euch dienen?
22:53Das wisst ihr sehr genau.
22:55Bezahlt eure Schulden oder verlasst mein Haus.
22:57Bitte gebt uns noch ein wenig Zeit.
22:59Zeit? Ihr hattet Zeit genug.
23:01Meine Geduld ist jetzt zu Ende.
23:03Eure Sachen nehmen wir mit als Ausgleich für die Schulden, die ihr bei mir habt.
23:06Hinz, Kutz.
23:07Aber bitte, wir bezahlen alles, sobald wir können.
23:10Das sagt ihr seit zwei Jahren.
23:11Wir tun doch alles, was wir können.
23:14Nein, nein, das nicht. Das ist das nicht. Bitte.
23:16Was ist denn da los?
23:17Er will das nicht hergeben.
23:18Nein, das ist ja auch nichts. Das ist der hoher Herr. Nichts.
23:21Was ist das denn?
23:22Es geht nicht auf.
23:24Fühlt sich an wie ein Stück Holz.
23:26Ja, das ist nichts. Das ist ein wertloses Stück Holz. Ja, ein Erinnerungsstück von meinem Vater.
23:33Leg es in den Wagen.
23:36Sie könnten vielleicht ein neues Beinkleid gebrauchen. Die hier sind ja schon ganz angewetzt und sitzen auch nicht so gut,
23:44seht ihr? Mein Mann hat sicher etwas Passendes für euch.
23:49Na gut, wenn er wirklich schöne Beinkleider für mich hatte, lasse ich vielleicht nochmal mit mir reden.
23:55Hinz und Kunz, haltet einen Moment ein.
23:58Habt Dank, edler Herr. Ihr werdet es sicher nicht bereuen.
24:01Und wenn ihm überhaupt keines der Beinkleider passt? Es muss.
24:06Nein, nein, nein, nein. Die passt mir auch nicht. Seht nur, wie sie sich hier bauscht und da zwickt. Außerdem
24:14rutscht sie andauernd herunter. Rutschende Beinkleider habe ich wirklich zu Genüge.
24:18Na ja, ihr seid kein gewöhnlicher Mann, sondern einer mit... Ja? Wie soll ich sagen? Ja, mit... Ja? Mit ganz
24:31speziellen Hüften.
24:34Und habt ihr Beinkleider für meine ganz speziellen Hüften? Selbstverständlich haben wir. Haben wir doch, oder? Äh, haben wir ja.
24:43Nur wo? Wo?
24:44Bringt mir sofort Beinkleider, die mir passen, oder? Meine Männer machen weiter!
24:49Alles klar, Herr. Wir machen weiter.
24:53Probier doch diese mal an. Nein, nicht die. Bist du verrückt? Das... Das sind nicht die Richtigen für Sie. Nein.
24:59Wieso denn nicht? Nein.
25:00Ich will diese Beinkleider anprobieren. Sehr wohl, der Herr. Hier. Das ist in der Tat ein... ein ganz besonderes Kleidungsstück.
25:08Genau das Richtige für einen besonderen Mann wie euch.
25:11Das ist ein billiger Stoff. Das ist... Das ist ein... ein Muster.
25:16Ja. Natürlich werden wir für euch die Beinkleider nur aus edelsten Stoffen fertigen.
25:25Sag mal, hast du den Verstand verloren? Du kannst ihm doch nicht dieses Halterding andienen. Du...
25:31Lass den Jungen! Was ist denn das?
25:35Oh nein, ich glaub es nicht!
25:39Ich hab's gewusst. Wir sind verloren.
25:42Diese Beinkleider? Diese Beinkleider?
25:46Entschuldigen Sie, oher Herr.
25:48Nein, ich entschuldige nicht. Die hättet ihr mir sofort geben sollen. Das sind die bequemsten Beinkleider, die ich jemals anhatte.
25:57Schaut nur, alles passt hinein. Und sie rutscht nicht. Dank dieser... Dinger.
26:03Das sind Beinkleiderhalter. Und das tun sie auch. Ihr schnallert mir drei... nein, fünf. Ach was, zehn solcher Beinkleider.
26:12Aus verschiedenen edlen Stoffen. So ist es. Die behalte ich an.
26:18Halte dein. Schafft das alles wieder rein. Ja, beeilt euch gefährlichst.
26:25Wunderbar.
26:29Nichts zwickt mehr.
26:31Nächste Woche komm ich wieder, um meine neuen Beinkleider abzuholen.
26:34Ja, selbstverständlich, hoher Herr.
26:39Max und der Schneider machten sich an die Arbeit und nähten Beinkleid um Beinkleid. Und als die Woche um war,
26:47waren sie...
26:49Fertig.
26:56Der hohe Herr ist da. Und er ist nicht allein.
27:01Seid gegrüßt, hohe Herren.
27:04Diese Herren wollen auch solche Hosen haben.
27:07Unbedingt. Aber mit diesen Hosenträgern.
27:09Entschuldigt. Aber was meint ihr? Mit Hosen?
27:14Na, Beinkleider wohl.
27:16Richtig, gute Frau.
27:18In der Stadt sagt man jetzt Hosen statt Beinkleider und Träger statt Halter.
27:23Überall, wo ich auftauche, fragen mich die Leute, wo ich dieses außergewöhnliche Stück herhabe.
27:30Bald wird alle Welt eure Hosen tragen.
27:34Danke.
28:01Also ab. Am ersten Sonntag in Mai wird geheirrt.
28:05Also in zwei Wochen. Und ihr richtet das Fest aus.
28:08So ist es. Wann sagt ihr es eurer Tochter?
28:10Am ersten Sonntag in Mai, in der Früh.
28:13Am Hochzeitstag?
28:15Mhm. Max!
28:17Doch Max hatte kaum Zeit, an seine Leute zu denken.
28:21Er und der Schneider hatten plötzlich so viel zu tun, dass sie manchmal Tag und Nacht durcharbeiten mussten.
28:28Es schien, als wollte alle Welt diese neuen Hosen haben.
28:39Wenn mich Vater jetzt sehen könnte, er wäre bestimmt ein bisschen stolz auf mich, hm?
28:45Und Lotte? Die würde mich nicht mehr für einen Jungen halten, sondern für einen Mann.
28:51Ich kann es kaum erwarten, sie wieder zu sehen.
28:53Wie es ihm wohl geht?
28:56Und wie es wohl Jockel und Emil ergangen ist, hm?
29:01Ich vermisse sie alle so.
29:05Jockel hatte sein Handwerk inzwischen gelernt und war ein guter Tischler geworden.
29:12Ja, dieser Schrank ist so gut, den hätte ich selbst nicht besser machen können.
29:18Ich kann dir nichts mehr beibringen.
29:20Das heißt, unsere Wege trennen sich hier.
29:23Und weil ich noch nie so einen guten Gesellen hatte wie dich,
29:27möchte ich dir zum Abschied etwas Besonderes schenken.
29:30Das ist doch nicht nötig.
29:32Komm mal mit.
29:35Das ist es.
29:37Dieses Tischlein hier soll dir gehören.
29:41Danke.
29:42Das ist, ähm, das ist toll.
29:49Ja, wirklich.
29:50Ich meine, wenigstens lässt es sich nicht so leicht verlieren,
29:52als wenn ihr mir ein Säckchen mit Gold oder so geschenkt hättet.
29:55Ich weiß, was du denkst.
29:56Ein ganz normales Tischlein, wie es Tausende gibt.
29:59Aber dieses hier ist ein ganz besonderes.
30:02Pass auf.
30:04Tischlein deck dich.
30:21Wie, wie habt ihr das gemacht?
30:23Da staunst du was? Das kannst du auch.
30:26Du musst nur sagen, Tischlein deck dich.
30:28Und das funktioniert jedes Mal?
30:30Aber ja, du kannst sogar noch sagen, Tischlein, Wachteln.
30:43Und ihr wollt mir dieses Tischlein schenken?
30:45Aber ja, du bist jung und fleißig und du sollst es haben.
30:47Aber jetzt sollten wir essen, bevor die Wachteln kalt werden.
30:50Hab Dank.
30:54Hab vielen Dank.
30:56Und Emil konnte inzwischen das beste und feinste Mehl des ganzen Landes herstellen.
31:12Du bist ein guter Möller geworden. Ich bin stolz auf dich.
31:17Naja, der Esel hat mir geholfen.
31:19Ja, das ist ein wunderbares Tier. Ich möchte ihn dir zum Abschied schenken.
31:24Ach, das ist schön. Dann kann ich nach Hause reiten und muss nicht laufen.
31:29Dieser Esel, mein Junge, kann mehr als Lasten ziehen und Leute tragen.
31:34Was kann er denn noch? Ein Lied singen?
31:37Ein Lied musst du schon selber singen, aber pass auf.
31:48Eseln, reck dich, Eseln, streck dich, Brickle, Brick!
32:00Gold?
32:01Pass auf!
32:04Manchmal gibt's Nachschlag.
32:06Und diesen Goldesel wollt ihr mir schenken?
32:09Er mag dich. Und du warst gut zu ihm.
32:13Also geh und behandle ihn weiter wie einen Freund.
32:18Darauf könnt ihr euch verlassen.
32:21Du hast von mir alles gelernt, was ich dir beibringen konnte.
32:26Du hast uns mit deinen Hosen zu vermögenden Leuten gemacht.
32:30Wir konnten unsere Schulden bezahlen. Das Haus gehört jetzt uns.
32:33Und es ist immer noch genug übrig. Hier, das ist für dich.
32:37Das ist noch zu viel.
32:38Hier ist noch etwas Proviant für die Reise.
32:41Und Blaubeerkuchen ist auch dabei.
32:45Weil du uns ans Herz gewachsen bist.
32:48Als wärst du unser eigener Sohn.
32:50Da haben wir beschlossen, dir etwas ganz Besonderes zu schenken.
32:55Was ist denn da drin?
32:57Knüppel aus dem Sack.
33:08Knüppel in den Sack.
33:13Wann immer dir jemand ans Leder will oder dir ein Unrecht tut, dann sagst du einfach Knüppel aus dem Sack.
33:20Knüppel in den Sack. Knüppel aus dem Sack. Knüppel in den Sack.
33:29Der gehört jetzt dir.
33:33Was für ein Geschenk.
33:36Und hab Dank für alles.
33:39Wir sind stolz auf dich.
33:41Ja?
33:43Ja.
33:46Auf seinem Heimweg kam Jockel an einem Wirtshaus vorbei.
33:51Er war vom vielen Wandern müde und suchte ein Bett für die Nacht.
33:56Hey, Wirt. Bring noch einen Grupp Wein.
34:00Weint?
34:01Noch einen Grupp Wein.
34:02Kommt sofort.
34:11Für wen war der Wein?
34:13Für mich.
34:15Aber verbessere ihn nicht wieder.
34:17Wo denkst du hin?
34:23Herr Wirt, bist du vielleicht dein Zimmer frei für heute Nacht?
34:26Fragt die Frau.
34:28Habt ihr zwei Tale?
34:30Ja.
34:31Hier.
34:33Was wollt ihr essen?
34:37Danke. Nichts.
34:38Ich bin den ganzen Tag gewandert und todmüdig.
34:42Ich leg mich lieber gleich schlafen.
34:43Zimmer sind dort oben.
34:45Dritte Türe links.
34:46Hab Dank.
34:51Da ist doch was faul.
34:53Er hat doch sein eigenes Essen dabei.
35:08So, liebes Tischlein.
35:11Wonach isst man denn heute?
35:14Hm.
35:15Ich nehme Brathienchen mit Kartoffeln und Bohnen.
35:19Tischlein, deck dich.
35:35Sehr schön.
35:38Aber weißt du was?
35:39Ein Malzbier hier wäre nicht schlecht.
35:42Schau dir das mal an.
35:43Tischlein?
35:44Ah.
35:45Deck dich.
35:48Oh.
35:50Danke.
35:54Es ist ja...
35:57Zauberei.
36:02Ich muss dieses Tischlein besitzen.
36:23Hast du das Tischlein getauscht?
36:25Ja.
36:28Gut gemacht.
36:30Ich hab Hunger.
36:33Dann lass uns das Tischlein decken.
36:38Tischlein.
36:39Entschuldigung.
36:40Wir haben schon geschlossen.
36:42Ich bräuchte ein Zimmer für die Nacht.
36:44Ich zahle auch gut.
36:45Aber nur gegen Vorkasse.
36:47Ich hab mein Geld draußen.
36:49Bei meinem Esel.
36:50Bin gleich wieder da.
36:53Darf ich meinen Esel in den Stall bringen?
36:55Wenn du dafür bezahlen kannst.
36:56Gern.
37:02Wieso hat er sein Geld beim Esel?
37:13Gern.
37:14Gern.
37:15Gern.
37:15Gern.
37:15Esel.
37:16Gern.
37:16Streck dich, Brickle-Prinz.
37:24Er hat einen Esel, der Goldstück gefurzt.
37:28Ja.
37:29Was? Wer?
37:31Unser neuer Gast.
37:33Goldstücke?
37:34Ja.
37:35Du musst den Esel gegen unseren tauschen.
37:43Schau mal, dein Hochzeitskleid.
37:46Du wirst es nicht anprobieren.
37:54Bald wirst du meinen Vater kennenlernen.
37:56Und Lotte, die wird dir gefallen.
37:58Ich weiß, dass ich das schon hundertmal gesagt habe.
38:00Aber bald wirst du sehen, dass ich recht habe.
38:01Na, wen haben wir denn da?
38:05Hallo, Geschäftspartner.
38:09Ich muss mich doch schon sehr täuschen,
38:11wenn es hier nicht nach frischgebackenem Blaubeerkuchen riecht.
38:16Ich riech nix.
38:18Du kennst ja die Regeln.
38:20Du behältst dein Leben und wir behalten dein Bündel.
38:24Und diesmal keine Zicken.
38:32Was hast du denn auf dem Rücken?
38:34Ich glaube nicht, dass ihr das wissen wollt.
38:36Natürlich wollen wir das wissen.
38:38Also, wenn ich bitten darf, mach urt dich.
38:41Wie ihr meint.
38:45Knüppel, komm her raus.
38:50Prügel aus dem Beutel.
38:52Hallo?
38:56Räuber, lauf!
38:57Was müssen wir tun?
39:00Wer macht das?
39:03Prügel!
39:04Prügel, komm her raus!
39:13Prügel, komm her raus!
39:14Ihr zwei, her zu mir!
39:16Und du, her mit dem Sack!
39:18Oder schieße!
39:19Ich auch!
39:19Nü?
39:20Sack?
39:21Natürlich!
39:23Knüppel aus dem Sack!
40:02If God helps you.
40:05Right here.
40:05The footprints of me!
40:07Oh!
40:07Thank you!
40:09So did this...
40:24My dear, a small gift for a blind man.
40:29Now it's time. Give me my stock.
40:45Give me my stock back.
40:56Knüppel in den Sack.
40:59Das geht aber hoch hinunter.
41:07Seid ihr sicher, dass ihr jetzt genug habt?
41:09Ja, ja!
41:12Esel, reck dich, Esel, streck dich, prickle, pritt.
41:16Wie jetzt? Machst du schon schlafen?
41:19Schlafen.
41:20Schinken, Käse, Eier, Speck.
41:24Deck dich.
41:32Der Esel ist ein Goldstück.
41:34Leider macht er gerade schlapp.
41:42Esel, du steck dir!
41:44Gibt's denn heute kein Frühstück?
41:48Ich hab Hunger!
41:52Jocke?
41:54Emil!
41:56Moment!
41:58Sag bloß, du bist auch gerade auf meinem Weg.
41:59Ja, ich bin Müller. Und du?
42:01Na, Tischler!
42:02Erzähl!
42:03Ja, ja, aber lass uns erst mal frühstücken.
42:05Ja, schön wär's, aber hier gibt es nichts.
42:07Das ist, glaub ich, auch besser so.
42:09Was hältst du denn davon?
42:10Wir setzen uns raus in die Sonne und du bekommst das beste Frühstück deines Lebens, ja?
42:14Ja, aber wo willst du das hernehmen?
42:16Wart's ab!
42:18Wie wär's denn mit Eiern?
42:20Mhm.
42:20Speck? Mhm.
42:21Wurst, Käse, Brot? Mhm.
42:23Und vielleicht noch etwas Milch dazu?
42:25Ja, aber woher willst du das alles nehmen?
42:27Ha, das wirst du gleich sehen.
42:31Mann, wirst du Augen machen, Emil.
42:34Einmal.
42:36Zweimal.
42:38Und jetzt, jetzt passt gut auf.
42:42Tischlein.
42:44Max!
42:46Max?
42:48Jocke, Emil!
42:49Was machst du denn hier?
42:52Ich war auf Wanderschaft.
42:54Jetzt bin ich ein Schneider.
42:56Du? Auf Wanderschaft?
42:57Kleiner, komm her!
43:00Oh, Jocke!
43:01Emil!
43:02Max!
43:03Unser Kleiner und Schneider!
43:05Ich hab...
43:06Ich hab die Hose davon, die ihr da anhabt.
43:09Ja, klar!
43:11Und das?
43:13Und das hat mir mein Meister zum Dank geschickt.
43:15Und was ist da drin?
43:18Ein Knüppel aus Holz!
43:20Oh!
43:21Aber das kannst du uns alles beim Frühstück erzählen!
43:23Du musst ja deinen Meister sehr beeindruckt haben!
43:25Jetzt gib gut Acht!
43:27Tischlein, deck dich!
43:30Moment!
43:32Tischlein, deck dich!
43:36Was soll denn das werden?
43:38Gleich!
43:40Tischlein, deck dich!
43:42Ich versteh das nicht!
43:44Anscheinend bin ich der Einzige hier, der von seinem Meister wirklich was Brauchbares bekommen hat.
43:48Also, ich hätte da noch ein Stück Blaubeerkuchen...
43:51Seid ihr bereit?
43:52Esel, reck dich!
43:54Esel, streck dich!
43:56Brickle, britt!
43:59Brickle, britt!
44:01Brickle, britt, du Esel!
44:03Was soll das andere Tier denn machen?
44:06Moment mal!
44:08Das ist gar nicht mein Esel!
44:10Mein Esel hat ein schwarzes Bein!
44:13Jetzt, wo du es sagst?
44:15Das hier ist doch nicht mein Tischlein!
44:17Die müssen vertauscht worden sein!
44:19Das kann nur der dicke Wirt und seine Frau gewesen sein!
44:23Na warte, die kaufen wir uns!
44:25Da kann ich euch helfen!
44:27Du!
44:27Nein, danke, Kleiner!
44:29Tut mir leid, das ist was für Männer!
44:30Du wartest hier!
44:36Hey, Wirt!
44:38Kommt ihr raus! Wir haben mit euch zu reden!
44:40Hey!
44:41Was ist das für ein Lärm?
44:43Wo ist mein Esel?
44:45Und das? Das stammt von meinem Tischlein!
44:47So was könnt ihr überhaupt nicht backen!
44:49Ihr habt uns bestohlen!
44:51Und wenn es so wäre?
44:53Was wolltet ihr dagegen tun, hä?
45:00Knaben!
45:01Ich zähle jetzt bis drei und dann seid ihr verschwunden, eins!
45:04Diebes seid ihr!
45:06Zwei!
45:06So einfach lassen wir uns nicht vertreiben!
45:09Und drei!
45:11Das ist ein Argument!
45:12Das will ich meinen!
45:15Draußen ist die Luft sowieso viel besser!
45:18Ah!
45:19Hier ist sie ziemlich bleihaltig!
45:24Ich kann euch wirklich helfen, den Eseln das Tischlein zurückzubekommen!
45:29Kleiner, mir ist jetzt wirklich nichts zum Spaßen zumute!
45:33Gib mir eine Nacht Zeit!
45:37Max, mach keinen Unsinn!
45:38Was hast du vor?
45:49Was hast du vor?
45:53Räuber, komm!
45:55Der ist aber schlecht erzogen!
45:57Ich hatte auch mal so einen!
45:58Die muss man hart anpacken!
46:01Was darf sein, Fremder?
46:02Etwas zu essen!
46:04Vielleicht braten!
46:05Und ein Zimmer für die Nacht!
46:07Schweinsachse?
46:08Gerne!
46:09Na, sitz euch!
46:23Jetzt verstehe ich!
46:25Das ist der Kerl, der dich damals im Wald gejagt hatte!
46:34Weinst du?
46:36Nein!
46:40Ach, Lotte!
46:43Ich weiß, dass das alles nicht leicht für dich ist!
46:47Aber denk doch auch mal daran, wie gut es uns gehen wird, wenn du erstmal die Frau von Johann bist!
46:52Mir wird es nicht gut gehen!
47:03Bitte!
47:05Sag die Hochzeit ab!
47:08Das kann ich nicht!
47:09Du hast vom Staller Geld für mich bekommen!
47:14Von irgendwas müssen wir doch leben!
47:16Vorher konnten wir doch auch leben!
47:18Ich brauch keine Wurst und keinen Schinken!
47:20Na, du hast doch gar keine Ahnung!
47:22Wenn ich das Geld nicht genommen hätte, dann hätten wir schon längst Haus und Hof verloren!
47:26Kind, ich hab mein ganzes Leben lang nichts gehabt!
47:28Ich möchte, dass es dir mal besser geht!
47:30Und deshalb verheiratest du mich morgen mit dem Dorfteppen, ja?
47:35Du weißt, dass morgen deine Hochzeit ist?
47:37Ja!
47:39Und ich werde nicht hingehen!
47:43Oh doch!
47:44Du wirst!
47:53So gut wie heute war euer Essen noch nicht!
47:56Ich sag's dem Koch!
48:01Fertig?
48:02Ich bin so satt!
48:04Ich mag kein Blatt!
48:06Ich möchte mich jetzt ein bisschen ausruhen!
48:07Aber sagt!
48:10Ist euer Haus denn auch sicher?
48:13Was meint ihr?
48:15Ich hab hier einen äußerst wertvollen Gegenstand in meinem Sack!
48:18Und ich fürchte mich vor Räubern!
48:22Habt keine Angst, Fremder!
48:24Ihr und euer Schatz seid hier so sicher wie ein Mutterschoß!
48:27Oh ja!
48:29Euer Zimmer ist dort oben!
48:31Dritte Türe links!
48:32Legt euch unbesorgt hin und ruht euch aus!
48:58Und ich werde euch rein...
49:08...und ich werde euch einen Mitternacht und ruht euch auf!
49:09...und ich versuchte dir...
49:12...und ich werde euch auch wieder rein...
49:13...und ich werde euch jetzt sein, ich werde dir leichter ein geblicks Stock haben!
49:27...und ich werde euch etwas tun!
49:27I don't know what to do.
49:30I don't know what to do, but I don't know what to do, but I don't know what to do.
49:37I don't know what to do, but I don't know what to do, but I don't know what to do.
49:55I don't know what to do, but I don't know what to do.
50:26I don't know what to do.
50:27I don't know what to do.
50:33I don't know what to do.
51:07I don't know what to do.
51:08I don't know what to do.
51:24I don't know.
51:26I don't know what to do.
51:33I don't know what to do.
51:51I don't know what to do.
52:22I don't know what to do.
52:22I don't know what to do.
52:23I don't know what to do.
52:52I don't know what to do.
52:55I don't know what to do.
52:57I don't know what to do.
52:58I don't know what to do.
52:59I don't know what to do.
53:01I don't know what to do.
53:07I don't know what to do.
53:14I don't know what to do.
53:17I don't know what to do.
53:27I don't know what to do.
53:40I don't know what to do.
53:40I don't know what to do.
53:44the ziege more geglaubt have als die kinder this is the most beautiful day in my whole life
53:54tell what you have experienced how it happened in the big world and every
53:59of the sons told the father his story and as expected he didn't come out of the
54:06astonishment not more and if max wasn't been there then we were with
54:11lehren henten nach hause gekommen schon gut max im stall da steht noch ein korb
54:16voller äpfel würdest du den bitte holen ja klar
54:35lotte
54:37ich dachte ich sehe dich nie wieder ich bin so überwachsen geworden du bist noch viel
54:40hübscher geworden ich dachte nicht längst vergessen hatte angst du nicht wiederkommst
54:43nein mein größter schatz in all der zeit aber das hier außerdem außerdem habe ich
54:56wieder versprochen dass ich wieder zurückkomme anscheinend bin ich jetzt zu spät du heiratest
55:11ich dachte der mann macht den antrag und hast die lotte versteckt das heißt verstecken ich habe sie
55:22aufgenommen als markt ich glaube er als schwiegertochter habe ich wohl auch noch ein wort mit zu reden und ich
55:28gehe erst ich will mein geld zurück ich habe kaum mehr was davon
55:34die beiden lieben sich da kann man nichts machen wo doch man kann
55:40halt einstaller lass uns die sache in ruhe klären
55:52hier sie nach ob es genug ist für deine unkosten
55:59damit ist die schuld gezählt
56:00ich gehe da mal wieder und danke dass du meiner lotte den johann erspart hast
56:28imme
56:32ich fände es schön wenn du bleibst
56:35ich glaube lotte ist nicht gut auf mich zu sprechen
56:38es ist nicht wegen lotte
56:41es ist wegen mir
56:44wegen dir
56:46ich finde es schön
56:51was ist mit denen los
56:54es liegt in der familie
57:21erinnerst du dich noch an die klimzüge
57:22und ob eigentlich wollte ich dir die mistel von da oben runter holen
57:27aha der brauch besagt dass man sich unter einem mistelzweig küssen darf
57:31ach so
57:32ja
57:34ja
58:07Hier endet die Geschichte und eine neue beginnt.
58:12Ach ja, und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
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