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Nachrichten des Tages | 26. März 2026 - Abendausgabe

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News
Transkript
00:01US-Präsident Donald Trump hat erneut betont, dass sich die USA um eine Einigung mit dem Iran
00:08bemühen und laufende Friedensgespräche fortgesetzt werden. Teheran wiederum hat das
00:13wiederholt zurückgewiesen und auch einen 15-Punkte-Plan der USA abgelehnt. Stattdessen
00:19hat der Iran eine Liste eigener Forderungen vorgelegt und seine Angriffe fortgesetzt.
00:24Zuvor hatte Trump vor einer erheblichen Eskalation gewarnt, sollte es nicht zu einer Einigung
00:30kommen. Bei einer Spendengala der Republikanischen Partei sagte Trump, der Iran würde die laufenden
00:36Gespräche aus Angst vor dem eigenen Volk leugnen.
01:02Unterdessen haben US-Angriffe auf Ziele im gesamten Iran angehalten, darunter auch in
01:08Isfahan, wo sich Militärstützpunkte und die berüchtigte Atomanlage befinden. Bewohner
01:14berichteten von heftigen Explosionen. Auch die israelischen Angriffe im Libanon gehen
01:19weiter. Dort wollen man die Netzwerge des Iran-Unterstützers Hezbollah zerschlagen.
01:48Der Iran setzt seine Vergeltungsschläge gegen Israel und benachbarte arabische
01:54Golfstaaten fort, in denen sich US-Stützpunkte befinden. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen
02:00auf 1500 im Iran, 1100 im Libanon, 20 in Israel und 13 US-Soldaten gestiegen. Und die Ölpreise
02:09bleiben hoch, weil die wichtige Straße von Hormuz weiterhin gesperrt ist. Brent-Rohöl,
02:14der internationale Referenzpreis, notierte am Donnerstagmorgen bei rund 104 Dollar pro
02:20Barrel. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat bei einem Besuch in Australien
02:28jegliche militärische Beteiligung Deutschlands am Iran-Krieg ausgeschlossen, solange die Kampfhandlungen
02:34andauern. Die Bundeswehr könnte aber bei einem Waffenstillstand zur Sicherung der Straße von
02:40Hormuz beitragen. Bei einer Rede in Canberra betonte Pistorius, Deutschland wolle nicht in den
02:45Konflikt hineingezogen werden. Es sei jedoch grundsätzlich bereit, sich nach einem Friedensabkommen
02:51an einer internationalen Mission zum Schutz der wichtigen Handelsroute zu beteiligen. Deutschland und
02:57Australien haben vereinbart, bei einem neuen, weltraumgestützten Frühwarnsystem zusammenzuarbeiten,
03:04das Bedrohungen für globale Satellitennetzwerke, beispielsweise durch Russland und China, erkennen
03:10soll. Australien plant auch, in Deutschland hergestellte Raketen in seine eigenen Produktionslinien zu
03:16integrieren. Pistorius erklärte, dieser Schritt sei Teil einer umfassenderen Strategie zur
03:22Diversifizierung von Sicherheitspartnerschaften. Sorge bereitet derzeit auch, dass vor allem durch
03:28den Iran-Krieg Vorräte und Produktion von Luftabwehrraketen der Nachfrage hinterher hinken.
03:36Ungarn wird die Gasexporte in die Ukraine schrittweise einstellen, bis Kiew die Öllieferungen über
03:43die Druschpa-Pipeline wieder aufnimmt. Das gab Ministerpräsident Viktor Orban bekannt.
04:14Ungarn und die Ukraine streiten seit Wochen über die aus
04:17der Sowjetzeit stammende Druschpa-Pipeline, die russisches Öl nach Ungarn und in die
04:23Slowakei transportiert. Die Pipeline wurde in die Januar bei einem russischen Angriff
04:28beschädigt. Sowohl Ungarn als auch die Slowakei werfen der Ukraine vor, politische Absichten zu
04:35verfolgen. Orbans Regierung beschuldigt Präsident Volodymyr Zelensky, er wolle vor den
04:41ungarischen Parlamentswahlen im nächsten Monat eine Energiekrise in Ungarn auslösen. Die Ukraine
04:48hat Ungarn und die Slowakei aufgefordert, sich von russischen fossilen Brennstoffen unabhängig
04:53zu machen. Laut ukrainischen Experten bezog die Ukraine im vergangenen Jahr 45 Prozent ihres
05:00importierten Gases aus Ungarn. Vor der libyschen Westküste wurde ein Tanker der mutmaßlich
05:09russischen Schattenflotte abgeschleppt. Die libyschen Behörden haben Videos und Fotos
05:14veröffentlicht, die den havarierten russischen Gastanker Arctic Metagas an einem Abschleppsaal
05:19zeigen. Er trieb nach einem Drohnenangriff seit drei Wochen im Mittelmeer. Das Schiff gehört zur
05:25sogenannten Schattenflotte Russlands und hatte Flüssigerdgas transportiert. Diese fahren unter
05:30Verstoß gegen internationale Sanktionen, die im Zusammenhang mit der russischen Invasion in der
05:35Ukraine verhängt wurden. Die libysche Küstenwache berichtete, dass der Tanker in eine Sicherheitszone
05:42nahe der Stadt Suvara an der Westküste Libyens geschleppt werde. Die Libyan National Oil Corporation
05:48erklärte am Wochenende, dass sie mit dem italienischen Energieunternehmen ENI zusammenarbeitet,
05:53um den Tanker sicher an Land zu bringen und eine Umweltkatastrophe zu verhindern.
05:58Nach Angaben des World Wildlife Fund wurde der russische Tanker durch Winde und Strömungen
06:03in Richtung der libyschen Küste getrieben. Die Umweltorganisation warnt vor ernsthaften
06:08Umweltrisiken für eines der empfindlichsten und artenreichsten Meeresgebiete im Mittelmeer.
06:16Angewicht des Irankrieges bleibe die EZB wachsam. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank
06:23Christine Lagarde erklärte, sie verfüge über mehrere Optionen, um auf den Energieschock
06:28zu reagieren. Lagarde betonte, die EZB sei besser aufgestellt als 2022. Die Inflation liege
06:35derzeit nahe dem Zielwert von 2 Prozent und die Wirtschaft der Eurozone stehe auf soliden
06:41Beinen.
07:05Bei ihrer Sitzung in der vergangenen Woche belies die EZB die Zinssätze unverändert.
07:10Lagarde warnte jedoch vor höherer Inflation und geringerem Wachstum wegen des Krieges.
07:16Analysten gehen jetzt davon aus, dass die Zentralbank bereits im April die Zinssätze
07:21anheben wird, um einen wahrscheinlichen Anstieg der Verbraucherpreise einzudämmen.
07:26Höhere weltweite Öl- und Gaskosten haben zu teurerem Benzin, Heizöl und Gas in der Eurozone
07:32geführt und Erinnerungen an die Krise wachgerufen, die auf den Beginn von Russlands Angriffskrieg
07:38in der Ukraine folgte.
07:43Der Krieg im Iran und seine Auswirkungen auf den Libanon haben enorme und tiefgreifende
07:49Folgen für die Zivilbevölkerung in der Region, erklärte der Chef der UN-Flüchtlingsagentur
07:53Barham Salih im Interview mit Euronews. Die Lage sei sehr dramatisch und im Libanon seien
07:59mehr als eine Million Menschen bereits vertrieben worden. Auch im Iran seien zahlreiche Menschen
08:04auf der Flucht, fügte er hinzu.
08:29Der Libanon ist eines der Länder mit der weltweit höchsten Zahl an Flüchtlingen pro Kopf.
08:33Rund 130.000 der 1,3 Millionen im Libanon lebenden syrischen Flüchtlinge sind nach Syrien
08:40zurückgekehrt. Salih betonte jedoch, dass diese Rückkehr nicht freiwillig sei und dass
08:44sie unter widrigen Umständen zurückkehren würden. Salih setzt zudem Hoffnung in das Angebot
08:49Pakistans, Friedensgespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zu vermitteln.
08:59Eine Kirche im Dorf Roboto in Thessalien ist zu einer Touristenattraktion geworden. Besucher
09:04kommen hierher, um ihren Gleichgewichtssinn auf die Probe zu stellen. Der Boden unter der
09:09Kirche ist abgesagt, sodass sich das Gebäude den Hang hinunter bewegt hat und nun in einem
09:13Winkel von 17 Grad steht. Seit 14 Jahren macht die Kirche dem schiefen Turm von Pisa
09:18konkurrenz.
09:19Rund 13.000
09:50Wegen des instabilen Untergrunds mussten die Bewohner von Roporto ihr Dorf 2012 verlassen.
09:59Der Pinot Noir, einer der berühmten Weine aus der Champagne und der Côte d'Or,
10:04ist eine ikonische Rebsorte, die es wahrscheinlich schon viel länger gibt als viele dachten.
10:09Eine Studie, die die DNA von Traubenkernen aus verschiedenen archäologischen Fundstätten kartiert,
10:16hat die genetische Form in einem Abfallbehälter aus dem Mittelalter gefunden.
10:38Was die Wissenschaftler nicht wissen, ist, ob die Rebsorte im 15. Jahrhundert als Saft, Wein oder als Tafeltrauben beliebt war.
10:49Die Sequenzierungsergebnisse zeigen vor allem, dass im Mittelalter landwirtschaftliche Methoden angewandt wurden,
10:55die mit denen von heute identisch sind.
10:58Die DNA des Pinot Noir hat sich nicht verändert, da Winzer seit 600 Jahren ihre Reben durch Stecklinge vermehren,
11:06um die charakteristischen Merkmale der Sorte zu bewahren.
11:26Der Studie zufolge reichen die französischen Reben bis in die Eisenzeit vor über 2500 Jahren zurück.
11:34Und offenbar wurden die Pflanzen im Römischen Reich von Spanien bis in den Nahen Osten ausgetauscht.
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