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00:00Je eckiger die Stoll, desto schwieriger wird es, also desto eher passiert, dass man hängen bleibt.
00:05Deswegen haben wir die ja angefangen, es gewohnt zu machen, aber eine Multinock ist sicher.
00:10Ich würde auch zum Multinock tendieren.
00:13Multinock?
00:15Alles klar.
00:16Multinock.
00:17Ja, ja, ja.
00:19Da will man einmal eine Unterhaltung über Fußball führen, weißt du, und dann kommt er von der Seite so und
00:24gräbt rein.
00:40Du bist Klambrot.
00:42Hallöchen.
00:44Hallo Luz.
00:45Schön, dich zu treffen, Mensch.
00:49Ist das nicht die völlig falsche Stadt? Du wohnst doch gar nicht hier.
00:52Ich wohne auch hier, ja klar.
00:54Aber du wohnst doch in Hamburg, dachte ich immer.
00:56Ich pendle zwischen Berlin und Köln.
00:59Ach so.
01:01Ich hange mich natürlich von Zwischenmiete zu Zwischenmiete, wie man es so macht.
01:04Hast du wirklich so eine Wohnung, in der jemand anderes noch wohnt und du dann Zwischenmiete bist?
01:07Naja, das, das, genau.
01:09Und jetzt habe ich aber gerade keine.
01:11Das heißt, ich habe heute auf der Couch von meiner Schwester geschlafen.
01:14Schön in der Südstadt.
01:15Das ist so bodenständig.
01:16Und auch Südstadt, was ja ein ganz schöner, lebendiger Stadtteil ist.
01:19Ja, erinnert mich natürlich, und da schließlich der Kreis an Hamburg, Orte sind da, wo ich aufgewachsen bin.
01:23Ja.
01:23So parallel.
01:25Aber genau, im Grunde wohn ich in Berlin, im Zug und in Köln.
01:29Und warum lässt du dir nicht dann, wenn du da so dienstlich bist, ein Hotel bezahlen?
01:33Ist das einfach?
01:33Oder willst du deine Schwester einfach mal wiedersehen?
01:35Da bin ich ja auch im Hotel, will meine Schwester natürlich wiedersehen.
01:38Aber es ist auch so, du kennst ja die Hotels in Köln.
01:41Ja.
01:41Du kennst ja auch das Savoy.
01:43Ja.
01:44Und da, da, da werde ich dann manchmal eingebunden.
01:47Oder ehrlicherweise, da kriege ich, also, das kann ich irgendwie nicht.
01:51Da kann ich irgendwie nicht rein.
01:52Da ist dann so ganz Medien-Deutschland in diesem Hotel.
01:56Und das, das packe ich irgendwie nicht.
01:58Das kriege ich nicht.
01:58Ich kann das sehr gut nachvollziehen.
02:00Es ist, es ist ein wunderbares Hotel und es sind die freundlichsten Menschen aller Zeiten, die da arbeiten.
02:03Das Hotel ist super.
02:04Das Hotel ist super.
02:06Aber das, es ist halt so ein bisschen so wie, als wenn man aus dem Fernsehstudio kommt und in das
02:12nächste Fernsehstudio reingeht.
02:13Ja, ja.
02:13Weil ganz Let's Dance, RTL und Sat.1 und alle sind da.
02:17Das heißt also, du bist dann auch so privat gar nicht so sehr im Zirkus eingebunden und hast so ganz
02:22viele Fernsehfreunde.
02:23Nee, gar nicht so viele.
02:25Nee, also meine engsten Freunde und meine meisten Freunde, die kenne ich alle noch aus der Schule oder aus dem
02:30Kindergarten.
02:31Und das sind die Besten, ne?
02:32Das sind die Besten, ja.
02:33Weil die dich kennen.
02:34Genau, die kennen mich natürlich mit allen Höhen und Tiefen.
02:36Das ist ja so.
02:37Ich habe das neulich festgestellt.
02:39Ich hatte in der Schule, im Gymnasium nicht so eine tolle Zeit.
02:42War schwierig damals mit dem Wunder von Bern und so.
02:47Und dann habe ich aber festgestellt, wir hatten irgendwie zehnjähriges Abitur-Treffen.
02:51Was heißt neulich auch schon wieder ein paar Jahre her.
02:53Nee, nee, es war neulich.
02:54Es war neulich.
02:56Und ich dachte schon so, nee, das wird jetzt irgendwie wieder nervig.
03:00Aber zehn Jahre sind vergangen und alle hatten irgendwie Höhen und Tiefen durchgemacht.
03:05Und deswegen musste keiner mehr irgendwem irgendwas beweisen.
03:07Und das war so ein ganz schönes Gefühl.
03:09Und ich glaube, die Freunde, die ich von ganz früher habe, wir haben halt alle zusammen Höhen
03:12und Tiefen durchgemacht.
03:14Und jeder hatte mal irgendwie eine schwierige Phase.
03:16Und das schweißt dann dann so zusammen.
03:18Und dann ist das, was drumherum passiert, eigentlich auch ein bisschen egal.
03:21Wie guckst du denn heute auf den 14-jährigen Louis?
03:24Weil du ja auch gerade gesagt hast, hier ist Wunder von Bern.
03:26Du warst auch plötzlich berühmt.
03:27Und plötzlich bist du natürlich im Fokus aller MitschülerInnen.
03:30Das ist tatsächlich eine Frage, die mir meine Psychologin auch gerne stellt.
03:34Ja.
03:34Sprich doch mal mit deinem Jüngeren, ich.
03:36Ja?
03:37Ah ja, wirklich?
03:38Und was hast du das gemacht?
03:39Was hast du dem gesagt?
03:39Ja, man beschäftigt sich natürlich damit.
03:42Das ist schon, es war, also es war alles toll.
03:45Und ich habe ganz viele positive Assoziationen mit der Zeit.
03:48Und auch mit dem Drehen und das Wunder zu spielen am Set.
03:52Papa war ja auch mit dabei, was auch gut ist.
03:54Papa war auch mit dabei, was auch toll war.
03:55Aber das, was ein bisschen schwieriger war und was mich beschäftigt
04:00oder auch im Nachgang noch lange beschäftigt hat, ist natürlich,
04:03wie geht man als 12-Jähriger, 13-Jähriger, 14-Jähriger mitten in der Pubertät
04:07oder so ein Spätpubertärender wie ich damals damit um,
04:10dass einen ganz viele Leute erkennen und man irgendwie in der Aufmerksamkeit,
04:16ganz viel Aufmerksamkeit bekommt, die man ja, die ja nicht normal ist.
04:19Ich glaube, ich hätte das gar nicht so cool verkraftet.
04:23Also ich glaube als 16-Jähriger oder auch als 12-Jähriger,
04:25ich wäre da schon abgehoben.
04:27Also ich glaube, ich bin auch zwischendurch schon mal abgehoben.
04:30Ja, ja.
04:31Das ist aber, das ist ja auch vollkommen okay.
04:32Aber ich hatte natürlich oder habe tolle Eltern und irgendwie Geschwister.
04:36Und dafür bin ich meinen Eltern eigentlich am meisten dankbar,
04:39die als nach dem Wunder von Bern kamen natürlich irgendwie Angebote
04:42und willst du den nächsten Film drehen und so.
04:43Und dann hat meine Mutter mich gefragt, willst du das machen?
04:46Und da habe ich gesagt, nö, kein Bock irgendwie so.
04:51Aber das war komplett deine Entscheidung.
04:53Das war meine Entscheidung.
04:54Und ich glaube, meine Eltern waren auch sehr happy darüber,
04:56weil das natürlich auch für die irgendwie anstrengend war.
04:59Und sie jetzt auch nicht unbedingt wollten,
05:00dass ich vor die Kamera gehe oder so, gar nicht im Gegenteil.
05:03Dann haben die gedacht, gut, wenn er jetzt keinen Bock hat,
05:06dann sprechen wir einfach nicht mehr drüber.
05:07Und dann geht er weiter zur Schule und macht sein Ding.
05:09Hat leider nicht geklappt, dass du nicht vor eine Kamera gegangen bist.
05:12Ja, jetzt bin ich wieder da. Ist doch scheiße.
05:13Ist doch scheiße, Mann. Komm, wir machen jetzt irgendwas.
05:33Ich habe ein Problem, das ist jetzt auch gar nicht ausgedacht für dich.
05:38Also erstens, ich hasse einkaufen.
05:40Und ja, okay.
05:42Zweitens, ich brauche ganz dringend neue Fußballschuhe.
05:47Aber ich bin so ein bisschen abergläubig.
05:49Ich will mich von meinen alten nicht trennen.
05:50Aber ich habe sie dabei.
05:51Ich kann es dir gleich zeigen.
05:52Wir können sie sozusagen zusammen loswerden.
05:54Weil ich dachte, wenn Kameras dabei sind.
05:55Wirklich?
05:56Bin ich quasi gezwungen, dann ist das auch so.
05:59Dann muss ich die jetzt wegmachen.
06:00Und brauche dringend neue Fußballschuhe.
06:02Ich habe damit noch Samstag gespielt.
06:05Und das geht einfach nicht mehr.
06:06Ich habe die jetzt seit, kein Scherz, seit zehn Jahren oder so.
06:09Die gleichen Fußballschuhe.
06:10Irgendwann haben die Leute gesagt, es geht nicht mehr.
06:12Die Stollen kommen nach innen.
06:14Du hast Fakir-Sohlen jetzt.
06:16Die sind einfach...
06:18Ich kann es schon riechen.
06:19Nicht dran riechen, weil sie stinken.
06:20Aber guck mal, hier sind überall Löcher drin.
06:22Hier ist noch so das Granulat vom Kunstrasen drin.
06:26Und das ist einfach, die sind Schrott.
06:28Das geht nicht mehr.
06:29Aber ehrlich gesagt, die sehen ganz cool aus.
06:31Also früher in der Schule hast du mit solchen Sneakers...
06:32Guck mal hier.
06:33Das ist der coole.
06:34Nee, das ist gar nicht mal so gut.
06:36Das klappt nicht mal.
06:36Auch wenn der Rasen nass ist.
06:38Und ich dachte mir, es ist eine Gelegenheit, mich dazu zu zwingen, die loszuwerden und neue zu kaufen.
06:42Weil sonst würde ich es wahrscheinlich auch wieder die nächsten zwei Jahre nicht machen.
06:44Aber wenn das natürlich so ein symbolischer Akt sein soll, dann müssen wir uns eine besondere
06:48Form, wir können den jetzt nicht einfach hier irgendwo in den Mülleimer werfen.
06:50Ja, wobei es hat auch so eine Banalität des Aberglaubens.
06:55Wenn wir die einfach hier einfach so in der wirklich schönen Kölner insteigen.
06:59Einfach in so einen Mülleimer.
07:01Du bist Journalist, du musst bei der Wahrheit bleiben.
07:03Mit so einem Mülleimer werfen.
07:05Hat's auch was.
07:06Ich würde, in meinem Kopf ist gerade, aber das können wir nicht machen natürlich, weil es eine Umweltverschmutzung wäre.
07:10Aber ich würde die so gerne von der Hohenzollernbrücke werfen, weißt du?
07:13Mit so einer und ein bisschen orchestraler Musik drunter.
07:16Oder wir hängen sie an die Hohenzollernbrücke.
07:18Das gibt's doch manchmal noch, dass man die so zusammenschnürt und dann so.
07:23Genau.
07:24Traverse hier zum Beispiel.
07:25Da wär's, da könnten wir es drüber werfen. Können wir machen.
07:27Ist das illegal? Darf man das machen?
07:32Wahrscheinlich, aber es ist ja.
07:34Aber ist es so böse illegal oder ist es so?
07:36Böse illegal ist es nicht. Die Leute freuen sich vor, wenn sie da drüber werfen.
07:38Ja, wenn du das schaffst, habe ich großen Respekt. Jeder hat drei Versuchen.
07:43So, müssen sie zusammenbinden, ne?
07:46Ja, auch das ist eine schöne Symbolik.
07:49So, aber jetzt, wenn ich die da jetzt hochwerfe.
07:52Ich sperre hier die Straße ab, damit die niemand abkriegt.
07:57Wie macht man das am besten?
07:58Vorsicht, also so, dass sie halt bleiben.
08:00Ja, warte.
08:05Das ist doch nicht wahr.
08:07Das ist doch nicht wahr.
08:09Okay.
08:10Ehrlich gesagt bin ich ganz schön beeindruckt.
08:12Ich auch.
08:13Das war ein Zufallswurf.
08:14Das sind die Cops.
08:15Lass uns abhauen.
08:26Ich habe auch keiner, also ich habe, ich habe jetzt gerade, weil mir, weil ich kein Bett habe, sondern auf
08:32einer Matratze in Berlin, gerade scharf auf dem Boden seit Wochen. Ich kaufe mir zum ersten Mal ein Bett.
08:36Das habe ich auch noch nie gemacht.
08:37Das ist ja unglaublich.
08:39Wie alt bist du?
08:3934?
08:40Ja.
08:4134, ja.
08:41Du bekommst mit 34 ein erstes Bett.
08:43Und dein zweites Pfarrfussballstuhl.
08:45Man macht es ja so, wenn man Student ist oder so, dann kriegt man irgendwie das Bett von dem Vorgänger
08:50da und irgendwie so.
08:52Stimmt.
08:52Aber ich war richtig ein bisschen aufgeschmissen.
08:54Ich war so, wie kauft man das?
08:55Also, wie macht man das?
08:58Die Vorstellung im Internet, sich ein Bett zu bestellen, fand ich auch irgendwie weird.
09:01Da bin ich in so ein komisches Betten-Geschäft gegangen und habe mich da irgendwie so ganz unangenehm so mal
09:08auf die Betten gelegt und gedacht, wie fühlt sich das an?
09:10So weit eingeschlafen.
09:13Ach, so ist das. So ist ein echtes Bett.
09:15Ja, ja, genau.
09:16Das heißt, du bist jetzt aber, das ist ja lustig irgendwie, ich dachte, du bist ja ein bisschen gesettelter irgendwie
09:21und hast wenigstens einen so richtig eingeräumten Wohnraum, wie so normale Menschen.
09:24Ja, die Wohnung in Berlin, die ist schon auch, da kann man schon auch ganz gut drin leben, so ist
09:30es jetzt nicht. Aber mir fehlt halt ein Bett gerade.
09:35Und, aber okay, das heißt, du richtest dich jetzt gar nicht irgendwo so richtig ein, sondern du bleibst irgendwie noch
09:41offen?
09:42Ja, ich muss, ich glaube, es wird immer irgendwie die, die, die so mehrere Städte sein. Also, und ganz viel
09:48bin ich ja einfach im Zug, ehrlicherweise.
09:50Ja, ich kenne das, ja.
09:51Ich bin zwischen...
09:53Gerade nicht, weil die streiken.
09:54Gerade nicht, weil die streiken, aber sonst fahre ich immer die Strecke zwischen Berlin und Köln. Übrigens die Strecke, die,
10:03ich habe mal mit einem Vorstand von der Bahn gesprochen.
10:06Ich sage jetzt, ich nenne keinen Namen.
10:08Könnte man googeln?
10:09Ja, gibt ja mehrere deswegen.
10:12Und er sagte dann, dann sage ich so zu ihm, ja, also ich muss ja immer diese Strecke zwischen Köln
10:16und Berlin fahren.
10:16Er ist ja so nochmal semi-verlässlich.
10:19Und dann sagt er, ah nee, also die Strecke fahre ich nicht mit dem Zug.
10:23Oh Gott, ich möchte mich so verletzen.
10:26Echt, wirklich.
10:28Das ist ja unfassbar.
10:33Hier, guck mal.
10:34Das ist doch der Laden, ne?
10:35Ja, das ist der Laden.
10:36Können uns natürlich auch einen Kaffee holen, aber hier ist so laut, ne?
10:39Stimmt.
10:40Hey, komm, gehen wir rein.
10:46Ich habe gerade die Befürchtung, dass ich wie so ein Vampir beim Betreten eines Sportgeschäftes verbrenne.
10:51Ja, ich fühle mich jetzt in diese Welt ein.
10:53Sportgeschäfte.
10:54Also, da ich auch ein bisschen gerne einkaufe, dürfen wir natürlich nicht zu laut sagen, aber es ist für mich
10:59auch eine ungewöhnliche Situation.
11:02Hallo.
11:02Ist das hier was, um sich beliebt zu machen bei den Kölnern?
11:05Bei den Kölnern, ja.
11:05Wenn du dir das aufziehst, mach doch mal einmal fürs Bild.
11:08Ist das?
11:09Das wäre ein Thumbnail für YouTube zum Beispiel.
11:11So für den Kölner hättest du damit abgeholt.
11:13Sehr authentisch.
11:14Olé, olé, sagt man doch, oder?
11:16Ja, genau so.
11:18Alav.
11:18Alav.
11:19Also, sie hören mich jetzt...
11:19I love you too.
11:21Ich brauche Fußballschuhe.
11:22Ja.
11:23Multinoppen.
11:24Kunstrasen.
11:25Ja.
11:27Ähm, Expertenlevel quasi Profi.
11:30Sehr gut.
11:31Sehr gut.
11:32Das war genau das Wichtige.
11:34Äh, genau.
11:35Aber so, genau.
11:36War schön.
11:37Über ein Ledermaterial oder ist auch ein synthetisches...
11:40Synthetik ist, glaube ich, gut.
11:42Ein bisschen leichter.
11:43Nicht mehr?
11:44Ja, aber gehört dazu.
11:45Bevorzugen Sie einen bestimmten Hersteller oder sind wir da offen?
11:48Da sind wir offen.
11:50Größentechnisch?
11:51Größentechnisch sind wir bei 46.
11:54Ich würde mal ein paar...
11:54Alter!
12:01Oh, okay.
12:02Gerne mal reinschlüpfen.
12:03Ja, ich schlüpfe rein.
12:04Aber schwarz ist doch so langweilig.
12:06Kann ich meine Jacke ablegen?
12:07Ne, ne?
12:07Sehr gerne.
12:07Du kannst die...
12:08Ich glaube, die Frage ging gerne an den Tonmann.
12:11Aber wir können das mal provisorisch umklippen.
12:21Komisch, dass das jetzt...
12:22Dass es hier hinten so breiter wird.
12:24Das ist einfach ein bisschen mehr Standfestigkeit.
12:27Ja, aber ich brauche eher so Explosivität.
12:29Ja.
12:29Brauche eher sowas beim Antritt, genau.
12:32Dann würde ich wahrscheinlich aber eine AG-Stolle nehmen,
12:34da hat man noch mal mehr Traktion, ne?
12:36Meinst du?
12:36Ich war in der Theater-AG.
12:38Und da gab es an Weihnachten immer Stolle.
12:40Ja.
12:40Das passt auch.
12:42Meinst du?
12:43Ich wollte mir im Gespräch teilnehmen.
12:46Ja, aber ich habe halt bei diesen AG-Stollen und so,
12:49ich habe immer Schiss, dass ich da irgendwie hängen bleibe.
12:51Und dann...
12:51Und dann mir...
12:52Ich bin ja mittlerweile auch nicht mehr...
12:54Also wenn man seine Knie schonen will,
12:56ist die Multinocke definitiv die bessere Wahl.
12:58Und warum?
12:59Das neigt dazu auf dem Kunstrasenplatz,
13:02wenn man eine seitliche Bewegung macht,
13:03dass so eine Stolle dann in dem Kunstrasen hängen bleibt.
13:06Das neigt dazu, sehe ich, an dem Swoosh.
13:08Ja.
13:08Und gibt es eigentlich coole und nicht so coole Marken inzwischen?
13:11Weil bei den Sneakers...
13:13Es gibt bevorzugte Marken.
13:14Aber das ist auch von Spieler zu Spieler anders.
13:16Liegt meistens ein bisschen daran,
13:17wer so das Vorbild im Fußball ist.
13:19Wer ist dein Vorbild, Luis?
13:21Mein Vorbild im Fußball?
13:23Gerald Asamoah.
13:24Den habe ich besucht?
13:25Guter Mann.
13:27Also menschlich, super Typ.
13:28Ja.
13:29Sag mal, ich muss mal jetzt...
13:30Sorry, da mal ganz kurz durch.
13:31Schalke, natürlich.
13:32Jetzt...
13:32Ah, der ist nämlich bei Schalke.
13:34Äh, Gerald Asamoah.
13:35Hören Sie mich?
13:36Den sollten wir doch mal zurückholen.
13:38So, musst du natürlich testen.
13:39Ist der nicht mehr bei Schalke?
13:41Ah, der war.
13:42Als ich da war.
13:42Der arbeitet aber im...
13:44Der arbeitet viel.
13:45Irgendwo im Verein ist er ganz tätig.
13:48Ach, ihr habt so einen Testball, um...
13:50Mehrere.
13:51Um den Fußballschuh zu testen.
13:54Das ist ja toll.
13:55Ja, man muss auch ein bisschen gucken, wie das Gefühl ist.
13:57Ja, es ist hier schon.
13:58Pfosten!
13:59Ich meinte, damit eigentlich nur Malz.
14:11Ist das jetzt...
14:12Ich muss die Frage jetzt wirklich als ganz naiv stellen.
14:16Ist das jetzt, weil viele Leute keine tierischen Materialien mehr haben wollen?
14:20Oder war Plastik schon immer was?
14:22Vermehrt.
14:22Vermehrt ist das ein Grund dafür.
14:24Weil eigentlich ist doch ein Fußballschuh immer aus Leder gewesen.
14:26Oder täuscht ich mich da?
14:27Früher.
14:27Jetzt fahren Sie erst zu mir.
14:28Immer noch gewisse Vorteile.
14:30Also das will ich nicht abschleiten.
14:31Ich probiere mal einen an.
14:32Ich probiere mal einen an.
14:33Das ist ja Leder...
14:34Das ist ja Leder...
14:34Oder was Neuartiges?
14:36Beides.
14:37Wenn du schon so anteest...
14:39Was ist denn ein Klassiker?
14:40Ist das der, mit dem du damals...
14:41Ein Klassiker, mit dem wir gerade weggeworfen haben.
14:44Das wäre ein Klassiker.
14:45Ja, stimmt.
14:45Der jetzt irgendwo in Köln in der Innenstadt hängt.
14:47Vielleicht hättest du die gar nicht mitwerfen sollen.
14:49Vielleicht war das ein großer Fehler.
14:51Jetzt holen...
14:51Aha!
14:52Das war eine Schwachstelle jetzt.
14:53Aber wir können die noch holen.
14:54Du kannst da hochklippern, ja.
14:57Ich komme nicht mehr zurück.
15:03Du hast jetzt was gerade getan.
15:06Unbewusst, was mir...
15:09Ich bin dir sehr dankbar.
15:10Du hast den Klassiker rausgeholt.
15:12Und den haben wir nämlich gerade in einem...
15:14Mein alten Klassiker hängt jetzt irgendwo in der Kölner Innenstadt.
15:17Der hier?
15:17Das ist im Grunde genommen...
15:19Das ist der Schuh, den wir eben...
15:21Das ist mein Schuh.
15:22Ja.
15:23Den finde ich optisch auch schön.
15:23Ja, das ist von vielen der Schuh.
15:25Weil er einfach alles mit sich bringt, was man auf dem Fußballplatz sich wünscht.
15:28Ich habe den in weiß und roten Streifen gerade...
15:31Geil.
15:32Schöne...
15:32Wir müssten allerdings einen Streifen abziehen, wegen Schleichwerbung.
15:37Genau.
15:38Das müssten wir dann schmerzen.
15:41Aber ich probiere ihn direkt an.
15:43Gerne.
15:44Ich fürchte...
15:45Ich fürchte...
15:45Das ist wahrscheinlich jetzt auch noch mal...
15:46Ich wusste nicht, dass es den noch gibt.
15:49Ich wusste nicht, dass es den noch gibt.
15:49Seit, ich glaube, 50 Jahren wird er hergestellt.
15:51Ich wusste nicht, dass es den noch gibt.
15:52Darf ich dir den geben?
15:53Danke.
15:54Seit 50 Jahren wird er...
15:57Und die verändern ihn nicht, weil er halt gut ist, wie er ist.
16:00Und...
16:01Wahnsinn!
16:02Tor!
16:03Geflex!
16:04Wie eine zweite Haut.
16:12Viel Spaß damit.
16:13Dankeschön.
16:14Nötigst du sonst noch was?
16:16Nee, ich glaube, ich bin ausgestattet.
16:17Sehr schön.
16:18Mega.
16:18Danke, Peter.
16:19Dann viel Spaß beim Sport treiben.
16:20Vielen Dank, Peter.
16:21Dir auch viel Spaß beim Sport treiben.
16:22Danke, Peter.
16:23Danke schön, Peter.
16:25Die schlechte Nachricht, Louis, du musst das jetzt bezahlen.
16:27Ja.
16:28Oh, Mann.
16:30Warum sagst du es laut?
16:32Wir hätten mit der Kamera, wir hätten hier einfach so rausmaschieren können.
16:34Keiner hätte was gesagt.
16:39Weißt du, wohin wir laufen?
16:40Wenn du mir jetzt hinterherläufst, ich schlender einfach.
16:43Ehrlich gesagt laufe ich dem immer rückwärtslaufenden Simon,
16:45unserem Kameramann hinterher, der gerade denkt,
16:48warum bin ich hier?
16:49Und wo ist das überhaupt?
16:51Wo sind wir denn?
16:52Das ist so, man weiß bei Köln nie, sind wir jetzt irgendwo im Hinterhof
16:55oder ist das immer noch der schönste Teil der Innenstadt?
16:56Vor allem, Simon guckt in die Kamera und sieht nur so schemenhaft uns beide.
17:01Und fällt gleich in einen Gulli.
17:03Aber ich könnte einen Kaffee gebrauchen.
17:05Also wenn wir irgendwo sozusagen...
17:06Das lässt sich doch verwirklichen.
17:19Und hat sich die Reaktion der Leute auf dich seit Hart aber Fair verändert?
17:25Weil du jetzt auch sozusagen Gesicht des Qualitätsjournalismus bist.
17:30Für viele aber auch Gesicht.
17:32Ich wollte gerade sagen, für viele auch.
17:34Genau.
17:34Also der, der, was weiß ich, komplett...
17:36Teil der Lügenpresse.
17:38So, genau.
17:39Ähm, naja, wenn ich mit einem, wenn ich mit einem ARD-Mikrofon rumlaufe, dann sind es andere Reaktionen als wenn
17:49ich ohne Mikrofon rumlaufe.
17:51Ja, ich weiß das.
17:51Wenn ich mit einem ARD-Mikrofon rumlaufe, ist oft Lügenpresse und und und, was da geschrien wird.
17:57Und ohne habe ich eigentlich immer nur sehr positive, nette Reaktionen, so wie gerade an der Kasse im Sportgeschäft, als
18:09ich den Pin falsch eingegeben habe.
18:12Und hinter mir wartete aber schon eine Schlange und eine ältere Dame dann sagte...
18:184205!
18:19Ja, genau, als die ältere Dame dann zu mir sagte, ähm, naja, ähm, falls, äh, falls die Kati jetzt nicht
18:26geht, ich kann das, ich kann das vorstrecken, ich weiß ja, wo ich sie finde.
18:30Das ist aber sehr, das ist auch sehr Köln.
18:32Das kann auch sein, dass die dich gar nicht kennst oder du bist einfach Kölnerin.
18:36Vielleicht so, vielleicht so, ja.
18:37Ach, wie schön, das ist aber schön. Und wahrscheinlich hätte sie das wirklich gemacht.
18:39Wahrscheinlich hätte sie es gemacht, ja.
18:41Das ist doch aber auch einer von den Momenten, wo man irgendwie, weil es gibt ja nicht nur solche Momente,
18:46aber wo man denkt, okay, das, was ich mache, ist irgendwie auch sinnstiftend, irgendwie auch gut, oder?
18:51Ja, ich, also, ähm, genau, ich glaube, das ist auch so ein bisschen das, was, was mir immer wichtig ist,
18:58wenn ich arbeite, dass es in irgendeiner Art und Weise sinnstiftend ist.
19:01Wenn wir zum Beispiel eine Sendung machen, wo ich danach das Gefühl habe, ey, hier ist eine echte Diskussion entstanden.
19:08Ja, auch über die Sendung hinweg dann.
19:10Auch über die Sendung hinweg, aber auch schon in der Runde, da haben Leute, das hat Leute in der Runde
19:14vielleicht zum Nachdenken gebracht.
19:16Und manchmal ist das ja so, dass man dann danach beisammen steht und jemand sagt, ey, so habe ich das
19:21noch überhaupt gar nicht gesehen.
19:23Das, da muss ich jetzt nochmal drüber nachdenken. Oder sogar in der Sendung schon jemand sowas sagt.
19:27Und dann denke ich, dann sind so Momente für mich, dass ich denke, ach cool, guck mal, wir machen hier
19:30nicht nur Fernsehen und irgendwie stellen da fünf bis zehn Leute hin und wissen ja eh schon, was die sagen
19:37oder so, sondern ganz im Gegenteil, da entsteht so richtig was.
19:40Aber das ist ja interessant, weil das fragt man sich ja oft, was ist denn danach?
19:45Also in einer Sendung, in der sich heftig gestritten wurde, geben sich danach dann die, geben sich die die Hand?
19:51Sagen die, okay, ich bin anderer Meinung, aber ich finde sie trotzdem sympathisch oder so?
19:54Ja, unterschiedlich.
19:56Also ich kann mir auch vorstellen, dass viele einfach auch überhaupt nicht miteinander reden.
19:59Nee, manchmal ist es, wenn es richtig heftig herging, dann geht es auch danach noch weiter.
20:03Dann sind die, dann sind die auch nach der Sendung noch sauer.
20:08So entweder auf mich oder auf...
20:09Auf dich?
20:10Beispiel auch auf mich, weil sie sagen, das war eine unfaire Frage oder die Beschwerde, die am häufigsten kommt, ist,
20:16die anderen durften ja viel mehr reden.
20:18Das kommt, eigentlich nach jeder Sendung sagt irgendjemand, die anderen durften viel mehr reden und ich wurde immer unterbrochen.
20:23Das ist ein bisschen Kindergarten, aber das erinnert an den berühmten L'Oreal-Sketch.
20:26So und da, genau, genau.
20:29Und, ähm, aber sonst, ich hab halt nach der Sendung fällt mein Adrenalin auch total schnell ab und ich bin
20:35so fertig, dass ich da auch nicht mehr groß lang bleiben kann.
20:38Ich sag dann, stoß dann noch einmal mit allen an, sag vielen Dank, alles in Ordnung, klär irgendwie, ob was
20:43war.
20:43Und dann bin ich meistens, obwohl das glaube ich auch echt unhöflich ist, der Erste, der weg ist.
20:48Ich finde das überhaupt nicht unhöflich, im Gegenteil, ich finde das sogar professionell.
20:52Vielleicht, ja.
20:59Ach, guck mal.
21:00Können wir hier ein Dings trinken?
21:02Ach, guck mal.
21:03Aber dann können wir uns doch in die Sonne setzen.
21:04Können wir uns in die Sonne setzen?
21:05Ja, das machen wir doch, oder?
21:05Reilig.
21:12Du hast 50 Lichtschutzfaktor Sonnencreme im Gesicht, hast du gerade gesagt.
21:15Ich bin ja so bleich.
21:19Aber 50 ist, ich meine jetzt mal Anfang März, das ist aber, das heißt, du bist ein sehr vorsichtiger Mensch.
21:25Ja, also was so Lichtschutzfaktor angeht, ja.
21:31Und gehst du regelmäßig zur Vorsorge und lässt dich dann so anfassen, damit einfach auch mal ein bisschen Körperkontakt ist.
21:37Genau, einfach ein bisschen Liebe spüren.
21:38Ja.
21:39Genau, nee, ich geh auch regelmäßig hin und die gucken sich alle Muttermale und Leberflecke, ist das gleiche?
21:45Ich weiß es gar nicht.
21:46Gucken Sie sich das alles an.
21:48Sehr gut.
21:49Und ich habe sowieso eine Diskussion immer, ob meine Haare jetzt blond oder rothaarig sind.
21:54Es wurde eh viel über, ich war das, ich glaube in einem seriösen Medium, süddeutsche Zeit, irgendwie sowas, wurde doch
21:59über deine Haare in einem Interview viel gesprochen.
22:01Ja.
22:01Da dachte ich auch, da hat er bestimmt richtig Bock drauf jetzt.
22:03Ich finde es ausgleichende Gerechtigkeit.
22:05Ja.
22:06Sonst wird immer bei Frauen über das Aussehen gesprochen.
22:08Richtig.
22:08Jetzt wurde bei mir über meine Frisur diskutiert.
22:10Ja.
22:11Weil ich überraschenderweise jetzt einfach meine Haare in der Sendung so trage wie auch so privat.
22:18Ja.
22:18Einfach ganz normal wie ich halt morgens aufstehe.
22:20Hast du dir überhaupt Gedanken darüber gemacht, wie deine Außenwirkung ist, also jetzt wie du gekleidet bist und so? Ist
22:27der Bart gut?
22:29Irgendjemand auf Twitter oder X hat mal geschrieben, Luis Klamot sieht aus wie der vegane Tommy Schmidt.
22:34Und das fand ich eigentlich eine ganz gute Beschreibung.
22:39Leider wirklich sehr gut.
22:48Hallöchen.
22:48Hallo.
22:50Was haben wir?
22:51Ja, also.
22:51Also eigentlich, wie spät ist es denn?
22:53Ah, ich, eins.
22:55Ja, das ist aus der Tasse Kaffee geworden, die wir trinken wollten.
22:58Ja, ja.
22:58Jetzt ist es halt ein Gerutsch.
22:59Das ist halt auch gut.
23:00So, Prost.
23:01Fernsehen halt.
23:05Schmeckt schon wieder.
23:06Ja, leider lecker, ne?
23:08Ja.
23:21Und jetzt ist tatsächlich, also diese Sendung und diese journalistische Arbeit bestimmt dein Leben.
23:26Also das ist jetzt schon der Anteil Privatleben und so ist dann wahrscheinlich...
23:30Wenn man es zeitlich nimmt, ja.
23:32Ja.
23:32Aber ich versuche schon, sozusagen mein Leben so zu gestalten, dass nicht die Arbeit...
23:41Es beeinflusst, es hat einen großen Anteil und bestimmt zu einem gewissen Teil natürlich auch.
23:45Aber du versuchst mein Leben schon so zu leben, dass weder meine Stimmung noch meine Grundfestigkeit noch das, was ich
23:53emotional spüre, auch meinen Mitmenschen gegenüber, dass da die Arbeit nicht der entscheidende Faktor ist.
24:00Das ist manchmal schwerer, aber das schaffe ich ganz gut.
24:04Genau.
24:05Und das ist auch ganz wichtig.
24:06Ich glaube, das ist auch für die eigene Seelenhygiene das A und O, weil sonst bist du auch irgendwann nicht
24:09mehr in der Lage, das gut zu machen.
24:11Ja.
24:12Was ich mir vorgenommen habe, bevor ich hartere Befehle übernommen habe, ist nicht zynisch zu werden, sondern mich noch berühren
24:20zu lassen von Dingen, auch von Themen, die wir in der Sendung besprechen und nicht so abzuhärten.
24:26Und irgendwie alles, alles kalt an mir vorbeifliegen zu lassen. Und das ähnlich ist es mit Boulevardzeitungen oder so berichten.
24:34Ich habe damit einen Umgang, das bestimmt nicht mein Leben. Ich kann damit irgendwie umgehen, aber es lässt mich natürlich
24:41auch nicht ganz kalt.
24:47Also ich werde sowieso bei der nächsten Sendung, hart aber fair, die ich jetzt kommenden Montag schaue, eh nur daran
24:53denken, der Typ da, der hat gestern bei seiner Schwester auf dem Sofa gepennt.
24:57Ja. Gucken, wie verschlafen die draußen.
25:01Und man sieht's. Es war sehr schön, dich zu treffen. Ich glaube, du hast schon eine ganz rote Nase.
25:06Ja, wir müssen raus aus der Sonne.
25:07Du musst echt tierisch schnell, du musst wieder zum WDR, wo es keine Sonne gibt.
25:10Direkt, vielen Dank, war herrlich.
25:12Ebenso.
25:16Und jetzt direkt danach Mittagsschlaf, oder?
25:19Oder noch eins?
25:20Nee, Mittagsschlaf, ja. Und dann noch eins.
25:23Herrlich, cool.
25:24Das war wirklich sehr schön.
25:25Vielen Dank.
25:26Soll ich aus dem Bild gehen irgendwie einfach, damit's ...
25:28Ich glaube, der Augenblick ist vorbei.
25:30Ja, genau.
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