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00:01Vater, ich habe gesündigt. Ich habe manchmal kritische Gedanken zur Kirche in Deutschland
00:07und zu ihrem Reichtum. Und jetzt plane ich sogar eine Fernsehsendung darüber.
00:12Nun, mein gutes Kind, es ist ja keine Sünde. Vom Baum der Erkenntnis zu essen.
00:18Äh, doch. Strecken genommen ist das doch die Ursünde.
00:21Naja, jetzt wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen. Ich spreche dich frei von deinen Sünden
00:25im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und jetzt muss ich aber
00:29wirklich los. Ich muss noch das Aktien-Depot unserer Kirche checken.
00:36Amen.
00:44Liebe Gemeinde vom Reschke Fernsehen, seid willkommen zur göttlichen Komödie mit den unumstößlichen
00:51Glaubenssätzen. Klanger Reminder, Weihnachten steht vor der Tür. Haben Sie schon den Baum
00:56eingepackt, die ganz geschmückt und die Geschenke in den Ofen geschoben? Ach, ich freue mich
01:00auf Weihnachten. Da wird einem immer so warm ums Herz. Da geht es um Nächstenliebe und um
01:05Barmherzigkeit. Und Weihnachten ist ja auch ein bisschen wie Malle. Beides ist nur einmal
01:09im Jahr.
01:10Die christlichen Werte, die wir alle miteinander tragen, kannst du ja eins zu eins mit dem
01:14Mallermann verbinden.
01:17Absolut. Man kümmert sich um die, denen es gerade nicht so gut geht. Darum geht es ja
01:21auch an Weihnachten. Jahrhunderte alte christliche Traditionen.
01:25Bei uns ist es Tradition, dass man auf dem Adventsmarkt eine Knacker-Semmel mit allem
01:29isst. Mit allem bedeutet in diesem Fall, in der Semmel befindet sich eine Knacker, süßer
01:36und scharfer Senf, Meerrettich und Essiggurken. Mit allem kann aber auch über unserem Gottesdienst
01:42stehen. Denn alles, was uns bewegt, hat hier seinen Platz. Die Tränen des Meerrettichs,
01:49die Süße, aber auch die Schärfe des Senfs und die Säure der Essiggurken.
01:55Einmal Gottesdienst mit allem, bitte. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich kann
01:59ein wenig Glaube, Liebe, Hoffnung, Meerrettich und Essiggurken in diesen Zeiten ganz gut vertragen.
02:05Hat denn der Gottesdienst schon angefangen?
02:07Wie kommen Sie darauf, dass das hier ein Gottesdienst ist?
02:08Naja, da hängt ein Kreuz, kaum jemand im Publikum und vorne hält jemand eine Moralpredigt.
02:13Was soll das denn bitte sonst sein?
02:15Eine Unterhaltungssendung.
02:16Ah, da kann ich ja hier predigen.
02:17Ne, das geht nicht, weil ich wollte jetzt gerade...
02:19Laut Medienstaatsvertrag...
02:21Ist das etwa eine Knacker-Semmel?
02:23Ja, mit allem.
02:24Oh, laut Medienstaatsvertrag jedenfalls sind die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
02:29dazu verpflichtet, den Kirchen Sendezeit einzuräumen.
02:32Okay, alles klar.
02:35Herr im Himmel.
02:37Naja, äh, durchatmen.
02:41Bald ist ja Weihnachten.
02:42Und ich muss sagen, da steht die Kirche nicht nur bei ARD und ZDF auf dem Programm, sondern
02:47auch bei mir und bei vielen von Ihnen.
02:49Jeder dritte Deutsche kann sich vorstellen, an Heiligabend einen Gottesdienst zu besuchen.
02:54Zu diesem Ergebnis kommt die christliche Forschungsstelle.
02:56Äh, nee.
02:59Bundeswehr-Universität.
03:01An allen anderen Tagen sind die Gotteshäuser eher nicht so gut besucht.
03:04Aber ich will das jetzt nicht so sarkastisch kommentieren wie andere Journalistinnen.
03:08Also, wenn Ihnen in diesen turbulenten Zeiten mal nach Ruhe und vor allem Platz ist,
03:12dann gehen Sie doch mal in die Kirche.
03:14Da wird es immer leerer.
03:15Gut.
03:16In der Sache hat die kecke Jungmoderatorin natürlich schon recht.
03:20Wer heute nicht vor leeren Kirchenbänken predigt will, muss sich schon was einfallen lassen.
03:24Hexen, sogar Muggels, wie hier ganz normale Menschen genannt werden, sind der magischen
03:29Einladung gefolgt.
03:31Nach Hogwarts.
03:32Mit vielen liebevollen Details wurde der Kirchensaal zum Ozean.
03:36May the force be with you.
03:39Aber wer weiß, wie lange Darth Vader, Harry Potter oder Captain Sparrow die Kirche noch
03:43über Wasser halten können.
03:44Denn in Deutschland spielt Religion und damit auch das Christentum für immer weniger Menschen
03:49eine Rolle.
03:50Selbst unter den Kirchenmitgliedern gab ein Drittel an, nicht religiös zu sein.
03:55Vielleicht muss man angesichts solcher Zahlen mal die ketzerische Frage stellen.
03:59Gehört das Christentum zu Deutschland?
04:02Okay, okay, okay.
04:04Soweit wollen wir natürlich in unserer Lammfromm-Unterhaltungssendung nicht geben.
04:07Denn die christlichen Kirchen sind ja schließlich auch unabhängig von Glaubensfragen wichtig.
04:12Und das meine ich echt ernst.
04:13Sie kümmern sich um Bedürftige, sie trösten Verzweifelte und speisen die Armen.
04:17Beruhigend und tröstlich ist es vielmehr zu wissen, die Armen haben Gott auf ihrer Seite.
04:25Wenn ich meine Armut erkenne und eingestehe, dann ergreift Gott Partei für mich.
04:34Hm, dann würde Gott für die Kirchen wahrscheinlich eher nicht Partei ergreifen.
04:38Die Kirchen in Deutschland sind riesige Wirtschaftsunternehmen.
04:41Und die beiden großen christlichen Kirchen, also die katholische und die evangelische, verdienen an uns allen.
04:47Ob Kirchenmitglied oder nicht.
04:49Bei den Kirchen geht es nämlich gar nicht nur um Beichten, Beten und Bekehren.
04:53Nein, nein, nein.
04:54Der Glaube versetzt auch Berge von Geld.
04:57Und mit dem Geld ist das so eine Sache.
05:00Das führt einen ja schon schnell mal in Versuchung.
05:02Denn Geld kann zur Sucht werden.
05:05Je wohlhabender jemand ist, desto größer ist die Gefahr.
05:10Jeder kann nur für sich selbst erkennen, wo das Geld im eigenen Leben eine Eigendynamik entwickelt.
05:16Und wo dann Anlass für die Frage ist, wozu sammle ich eigentlich immer mehr Geld an?
05:22Ja, danke Herr Bedford-Strom vom Weltkirchenrat.
05:25Eine absolut wichtige Frage, die geben wir direkt mal zurück.
05:28Wozu sammeln die Kirchen eigentlich immer mehr Geld an?
05:32Hat das Geld für die Kirche vielleicht eine Eigendynamik entwickelt?
05:36Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reichtum komme...
05:41Stopp, es muss Reich heißen, dein Reich komme.
05:44Ähm, nein.
05:48Reichtum steht so in meiner Unternehmensbibel.
05:52Okay, aber schließen sich Priester und Profit, Gläubige und Gläubiger, Ökumene und Ökonomie nicht eigentlich aus?
05:58Denn wie heißt es ja schon bei Matthäus?
06:00Nur für eine Richtung, gelbe Karten für uns, rote Karten für uns.
06:02Der Freistoß der Keiner, weil der pfeift doch alles gegen uns.
06:05Sorry, nee, ich meine natürlich nicht den Matthäus, sondern den hier.
06:09Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
06:15Ja, die Heilige Schrift hat für Reichtum und seine Vermehrung wirklich nicht besonders viel übrig.
06:20Dabei verwalten die Kirchen selbst ein Milliardenvermögen.
06:24Manche behaupten sogar, dass wir in Deutschland die reichste Kirche der Welt haben.
06:28Jetzt einmal von.
06:30Aber wie hoch ihr Vermögen genau ist, weiß wahrscheinlich nicht mal der liebe Gott selbst.
06:35Es gibt dazu bloß Schätzungen, ganz grobe Schätzungen.
06:38Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland verfügt nach Schätzungen über ein Vermögen von ungefähr 430 Milliarden Euro.
06:47Zusammen schätzungsweise 300 Milliarden Euro.
06:51Ich kenne die Zahl von 100 Milliarden.
06:55345 Milliarden Euro.
06:57Ist wohl vor allem eine Glaubensfrage.
07:00Aber ein paar Dinge wissen wir dann schon über die christlichen Großkonzerne des Glaubens.
07:04Die Kirche hat zusammen mit ihren Subunternehmen mehr Mitarbeiter als der zweiteiligste deutsche Geschäftszweig, die Autoindustrie.
07:12Aber wie kommen die denn eigentlich zu ihrem Geld?
07:14Klar, es gibt natürlich die Kirchensteuer.
07:16Kirchenmitglieder zahlen je nach Wohnort 8 oder 9 Prozent ihrer Einkommenssteuer.
07:20Da kommt schon ordentlich was zusammen.
07:2113 Milliarden Euro waren es im letzten Jahr.
07:24Das ist sogar noch mehr, als der öffentlich-rechtliche Rundfunk bekommt.
07:27Ist unsere Botschaft denn so viel weniger wert als sie von Jesus Christus?
07:32Und angesichts der allgemeinen Glaubensflaute und auch zahlreicher Missbrauchsskandale
07:40Verlieren die Kirchen tatsächlich mehr und mehr Mitglieder.
07:44Bist du noch in der Kirche?
07:45Wenn ja, bist du eine Minderheit.
07:47Eine Minderheit im eigenen Land?
07:50Also bin ich etwa die Einzige, die noch in der Kirche ist?
07:5245,2 Prozent der Bevölkerung in Deutschland gehören aktuell noch einer Kirche an.
07:58Im Jahr 2014 lag der Anteil noch bei 57,4 Prozent.
08:03Und dieser Mitgliederschwund schmälert natürlich allmählich die Einnahmen aus der Kirchensteuer.
08:07Wir bitten um eine milde Gabe.
08:09Für einen guten Zweck?
08:10So wahr mir Gott helfe.
08:12Wer es glaubt, wird selig.
08:14Die Firma dankt.
08:16Aber die Kirchen können auch noch in den nächsten Jahren mit zweistelligen Milliardenbeträgen aus der Kirchensteuer rechnen.
08:22Und es gibt sogar noch einen zusätzlichen, nicht versiegenden Quell.
08:26Die sogenannten Staatsleistung.
08:28Ob Christin, Jude, Muslime, Atheist oder Satanistin, alle finanzieren über ihre Steuern die Kirchen mit.
08:35Allein im vergangenen Jahr hat der Staat über 600 Millionen Euro an die Kirchen überwiesen.
08:40Zusätzlich zur Kirchensteuer.
08:42Und wenn Sie jetzt sagen, wie jetzt, ist das so eine Art Solidaritätszuschlag für Gott?
08:47Nicht ganz.
08:48Wo ist der Schlingel, der uns diese Staatsleistung eingebrockt hat?
08:52Auf dem Zeitstrahl der Geschichte müssen wir ganz schön weit nach hinten swipen.
08:57Und stopp.
08:58Hier sind wir richtig.
08:59Beim Mann mit dem freshen Hut.
09:02Napoleon Bonaparte.
09:03Ihm juckte es offensichtlich nicht nur regelmäßig am Bauchnabel,
09:07sondern auch in den Fingern, nämlich Europa zu erobern.
09:10Also musste sich Napoleon um seinen Nachbarn kümmern, das Heilige Römische Reich deutscher Nationen.
09:18Die Gebiete links des Rheins konnte Napoleon erobern.
09:21Und 1801 machte Kaiser Franz II. dann ein langes Gesicht.
09:27Denn da musste er seinen Reichsfürsten sagen, dass sie alles verlieren.
09:32Das fanden die jetzt nicht so toll.
09:34Eine Lösung musste her.
09:36Und zwar der Reichsdeputationshauptschluss von 1803.
09:41Beschissener Name, noch beschissenere Nachricht für die Kirchen.
09:45Denn die mussten dann ihr Eigentum an die Fürsten abtreten.
09:49Gebäude, Land und Macht.
09:51Im Gegenzug wurden die weltlichen Fürsten verpflichtet, die enteigneten Geistlichen finanziell zu entschädigen.
09:57Danke, Napoleon.
10:00Diese staatlichen Entschädigungszahlungen an die Kirchen sollten aber eigentlich längst abgeschafft sein.
10:05Und die ein oder andere Regierung hat sich zumindest auch schon dran versucht.
10:09Und seit in der Tat gut 102 Jahren, seit der Weimarer Reichsverfassung von 1919,
10:15besteht der Verfassungsauftrag, die dafür fälligen Staatsleistungen abzulösen.
10:20Der als Politiker verkleidete Messdiener hat absolut recht.
10:23Seit über 100 Jahren müssten die Staatsleistungen eigentlich gestrichen sein.
10:27Steht sogar in der Verfassung.
10:29Und wie ist denn so der Stand nach über 100 Jahren?
10:32Diesen Auftrag nehmen auch wir ernst.
10:35Aber diesen Auftrag werden wir in dieser Wahlperiode noch nicht abschließen können.
10:40Nicht. Ach so.
10:42Das war 2021.
10:43Die Älteren unter den Jüngern werden sich erinnern.
10:46Damals war Merkel noch Kanzlerin.
10:48Aber auch die Ampelregierung nach ihr hat die Staatsleistung nicht abgeschafft.
10:53Genauso wenig übrigens wie der Macher Kanzler Merz.
10:55Der ist zwar eigentlich fürs Streichen staatlicher Leistungen immer zu haben,
10:59aber anscheinend nicht bei den Kirchen.
11:01Also zahlen wir alle munter weiter Millionenabgaben.
11:05Gut. Gibt es sonst noch milde Gaben an die Kirchen vom Staat?
11:09Und nun, liebe Brüder und Schwestern, lasset uns beten und dem Herren danken,
11:15dass er ganz Deutschland zu einem Paradies gemacht hat für unsere Glaubensgemeinschaft.
11:20Ja, zu einem Steuerparadies.
11:23Denn für die Kirchen in Deutschland gibt es Sonderkonditionen bei Körperschafts-, Gewerbe-, Grunderwerbs-, Erbschafts- und Schenkungssteuer.
11:30Ziemlich gute Voraussetzungen, um als riesiges Wirtschaftsunternehmen Erfolge zu feiern.
11:35Sing Halleluja!
11:37Sing it, halleluja!
11:40Sing it, yeah, sing halleluja!
11:43Sing halleluja!
11:45Halleluja!
11:46Also, halten wir mal fest.
11:48Die Kirchen haben hohe Einnahmen.
11:50Sie werden trotz ihrer schwindenden Bedeutung im Leben der Menschen auf Teufel komm raus subventioniert.
11:55Und mit einer Vertreibung aus dem Steuerparadies müssen sie auch nicht rechnen.
11:59Aber vielleicht ist es ganz gut so.
12:01Denn der Zweck des Wirtschaftsunternehmens Kirche ist ja schließlich Gutes tun.
12:06Deshalb braucht Deutschland eine reiche Kirche.
12:09Das sagt auch jemand, der mindestens so viel weiß wie der Herrgott selbst.
12:12Ich versuche mir nur gerade vorzustellen, ein soziales Leben in Deutschland, wenn es das Geld der Kirchensteuerzahler nicht gäbe.
12:19Ich glaube, dass hier ziemlich viel zusammenbrechen würde.
12:23Sehr viel.
12:25Sehr viel.
12:26Denn den Kirchen geht es schließlich um Nächstenliebe und Wohltätigkeit und nicht um die Frage, wer wird Millionär.
12:32Kein Wunder also, dass die größten Wohlfahrtsverbände in Deutschland kirchlich sind.
12:36Nämlich Caritas und Diakonie.
12:38Sozusagen die rechte und die linke Hand Gottes.
12:40Die betreiben Seniorenheime, Kindergärten, Krankenhäuser, Hospize und Seelsorgeeinrichtungen.
12:46Die machen wirklich wichtige Arbeit, die bedürftigen Menschen und damit uns allen zugute kommt.
12:51Und warum machen die das?
12:52Fühlst du sie auch?
12:58Ah, aus Liebe.
13:02Also das ist ja wirklich sehr christlich, dass die Kirchen ihr Geld aus Liebe ausgeben.
13:08Ja, selbstverständlich nur einen Teil davon.
13:10Okay, also machen wir es mal konkret.
13:13Wie viel Kirchengeld steckt denn zum Beispiel in einem katholischen Krankenhaus der Caritas?
13:19Äh, summa summarum, gar keins.
13:24Okay, das heißt am katholischen Krankenhaus?
13:26Ist der Name katholisch.
13:28Tatsächlich bezahlt wird das Krankenhaus zu 3,2 Prozent vom Staat, zu 96,8 Prozent aus der Sozialversicherung und zu
13:370 Prozent von der Kirche.
13:39Das gilt auch fürs Seniorenheim der Caritas.
13:41Kein Cent kommt aus Kirchenmitteln.
13:43Steckt denn überhaupt irgendwo Kirche drin, wo Kirche draufsteht?
13:46Was ist denn mit einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung?
13:49Das zahlt...
13:50Zu 100 Prozent der ehrwürdige Vater.
13:53Also der liebe Gott?
13:55Nein, der allmächtige Vaterstaat.
13:57Wir sind ja schließlich nicht die Caritas.
13:59Also wenn Sie verstehen, was ich meine.
14:01Also Herr Jauch und ich dachten immer, dass die Kirchen ihre Wohltätigkeit schon zu einem großen Teil selbst finanzieren.
14:07Aber weder bei der Caritas noch bei der Diakonie ist das anscheinend so.
14:11Hat uns auch der Experte für Kirchenfinanzen Matthias Krause bestätigt.
14:15Die Einrichtungen von Caritas und Diakonie werden im Schnitt nur zu 1 bis 4 Prozent oft aus Kirchensteuermitteln finanziert.
14:25Aber wenn die Kirchen ihre wohltätigen Einrichtungen nur zu einem geringen Teil selbst finanzieren, was machen die denn dann mit
14:32dem ganzen Geld?
14:33Gut, die müssen natürlich ihre Gotteshäuser unterhalten und haben hohe Personalkosten.
14:38Wobei, da könnte man schon sparen. Also die Schweiz macht das vor.
14:41Versteckt im schönen Luzern. Ein kleines, ruhiges Kirchlein.
14:46Von wegen, hier gibt es den ersten KI-Jesus der Welt.
14:50Die katholische Peterskapelle ist Pionier der künstlichen Intelligenz.
14:54Ausgerechnet im Beichtstuhl.
14:56Anstelle eines verständnisvollen Geistlichen, Kabel, Computer, Technik im Wert einiger tausend Euro.
15:03Und auf der anderen Seite ist er zu sehen und zu hören, der Jesus-Avatar.
15:08Geben Sie unter keinen Umständen persönliche Informationen preisen. Die Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko.
15:15Ach so. Und ich, Depp, dachte immer, es ginge bei der Beichte ausschließlich um persönliche Informationen.
15:21Aber jetzt mal abseits von KI-Jesus und Kosten fürs Personal, Instandhaltung und Verwaltung.
15:26Wohin fließen denn die kirchlichen Mittel sonst noch so?
15:29Der Herr ist mein Hirte und er wird all seine Schäfchen ins Trockene bringen.
15:37Sie sprechen in Rätseln.
15:38Naja, wir sorgen vor. Wir machen Asche zu Asche.
15:42Investiere stets so, dass die Rentite den Vermögenszuwachs sichert und Rücklagen gebildet werden können.
15:49Gut, es spricht ja erstmal nichts dagegen, Rücklagen zu bilden.
15:51Wenn jetzt aber die meisten Bistümer in den meisten Jahren immer Überschüsse erwirtschaften, heißt das, dass die alle ihre geplanten
16:00Maßnahmen aus den laufenden Einnahmen bezahlen können und diese Rücklagen in Summe gar nicht antasten müssen.
16:09Und das heißt, da haben sich jetzt also in den letzten 10, 15 Jahren mehrere Milliarden angehäuft bei den deutschen
16:16Bistümern.
16:16Und das Anhäufen von Milliarden kann problematisch sein.
16:20Denn Geld kann zur Sucht werden.
16:24Dabei sollte das Geld doch Mittel zum Zweck sein. Und der Zweck ist ja wohl bei den Kirchen klar.
16:29Ich frage mich, was einer wie Jesus dazu sagen würde. Denn es heißt ja schon bei Markus,
16:34Verkaufe alles, was du hast und gib's den Armen. So wirst du einen Schatz im Himmel haben.
16:40Nee, ich meine nicht den Markus, sondern den hier.
16:42Besonders freuen würde ich mich, Herr Bischof, auf die Begegnung von Jesus Christus mit der Bischofskonferenz.
16:47Das wäre sicher sehr spannend zu sehen, wie deine Gespräche aussehen.
16:51Und ob er das alles gut findet. Aber das ist ein anderes Thema.
16:54Nee, nee, nee. Das ist genau das Thema. Verdient die christliche Kirche eigentlich noch das C im Namen?
17:01Herrgott doch mal, man wird ja wohl mal fragen dürfen.
17:04Es ist ja nicht so, dass da keiner drüber spricht, wie viel Christ eigentlich noch in der Kirche steckt.
17:08Wir haben einen Kirchenaussteiger getroffen. Der wollte allerdings anonym bleiben.
17:12Oh mein Papa, ich hab's alles in die Cloud geladen. Ich muss jetzt auflegen, wirklich. Bis später.
17:19Sorry.
17:19Sie sind soweit?
17:20Ja, ja.
17:21Sie sind aus der Kirche ausgetreten, Herr von N. Warum?
17:26Naja, die Kirche ist doch heute völlig abgehoben.
17:28Also der ganze Laden hat sich weit von seinen ursprünglichen Grundsätzen entfernt.
17:32Wie meinen Sie das?
17:34Gut, also ein paar der alten Grundsätze gelten natürlich schon noch.
17:37Zum Beispiel Männerdominanz oder Personenkult.
17:41Aber die sonstigen sogenannten christlichen Werte sind doch eigentlich nur noch für die Corporate Identity wichtig.
17:47Wie hat denn die Gemeinde auf Ihren Austritt reagiert?
17:50Ich glaub nicht, dass überhaupt jemand mitbekommen hat, dass ich ausgetreten bin, ganz ehrlich.
17:54Hat sie das verletzt?
17:56Wen würde das nicht verletzen?
17:57Ich mein, ich hab das ganze Ding aus der Taufe gehoben.
18:00Das war ein Non-Profit-Unternehmen.
18:02Und heute ist es eher ein kapitalistischer Großkonzern.
18:06Nein, nicht mehr mit mir.
18:08Soll doch die KI in Zukunft einen Job machen, ganz ehrlich.
18:11Und wie geht's jetzt in Zukunft für Sie weiter?
18:13Na, ich denke, ich geh wieder nach oben.
18:15Zurück in den Himmel?
18:16Ne, aufs Dach.
18:18Also ich mach meine Ausbildung als Zimmermann zu Ende.
18:20Ah, okay.
18:22Dann bedanke ich mich für das Interview.
18:52Ein tragisches Schicksal.
18:53Die Kirche hat sogar eine eigene Streaming-Plattform.
18:57Quasi Netflix für Nonnen.
18:59Freuen Sie sich auf gute Unterhaltung in Film, Serie und Dokumentation, verbunden mit vielen
19:04guten Beiträgen zum Leben, aus dem Glauben, Live-Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen.
19:09Für Sie und die ganze Familie.
19:11Das Gute sehen mit Yesflix.
19:14Also ich hätte es ja Kruziflix genannt.
19:16Darüber hinaus besitzen die Kirchen Brauereien, Weingüter, Hotels, Verlage, Forstbetriebe, eigene Versicherungen, logisch, falls Gott mal nicht aufpasst, und eigene
19:25Banken.
19:25Ja?
19:27Sie sollten nicht vergessen unsere Wertanlagen in Aktien und ETFs.
19:30Die Kirche spekuliert?
19:32Ich glaube, ich fall vom Glauben ab.
19:33Um Vermögen zu sein, müssen Sie das Geld an sich wertschätzen.
19:36Briefe des Maschmeyer an die Kapitalanleger.
19:39Kapitel 3, Vers 12.
19:41Naja, aber Sie haben ja schon moralische Kriterien beim Aktienkauf.
19:45Also hier zum Beispiel die Orientierungshilfe für finanzverantwortliche katholische Einrichtungen in Deutschland.
19:52Vom Zentralkomitee der Deutschen Katholiken und der Bischofskonferenz.
19:57Zweite Auflage.
19:58Und da legt ihr nahe, dass man nicht investieren soll in Unternehmen, die Tabak oder hochprozentigen Alkohol produzieren.
20:07Oder fossile Energien fördern, Rüstungsgüter herstellen.
20:11Aber selbstverständlich, mein Kind.
20:13Deshalb investieren wir ja auch.
20:15In Ferrari?
20:16Die Wege des Karrens sind unergründlich.
20:19Und in Dassaults System.
20:21Dassault, Dassault.
20:23Das habe ich doch neulich erst in den Nachrichten gehört.
20:24Dieser Kampfjet soll einmal Europa verteidigen.
20:28Aber Deutschland, Frankreich und Spanien kommen mit ihrem Luftwaffensystem EFKAS nicht voran.
20:33Stattdessen streiten die beiden hauptverantwortlichen Unternehmen.
20:36Die deutsche Airbus-Rüstungssparte und der französische Flugzeugbauer Dassault.
20:41Ja, Dassaults System liefert die Software, mit denen diese Kampfjets entwickelt werden.
20:46Das Unternehmen kommt nämlich in dieser aktuellen Liste des Fonds vor, in den die Kirche investiert.
20:52Hm, fließt da etwa indirekt Kirchengeld in die Rüstungsindustrie?
20:57Wer frei sein will von Risiko, der setze auf ein breit gefächertes Portfolio.
21:03Briefe des Apostel Thiel an die Stakeholder.
21:06Amen.
21:07Jetzt könnte man natürlich vollkommen zu Recht denken, Investitionen in Aktienfonds und Unternehmen,
21:12das sollte als Absicherung für die Kirche genügen.
21:15Also neben Gottvertrauen natürlich.
21:16Aber das reicht eben noch nicht.
21:19Neben Weihrauch und Mürre besitzt die Kirche nämlich auch noch Land und Betongold.
21:25Zum Beispiel hier ein Klassiker.
21:27Meisterwerk gotischer Architektur, Touristenmagnet und vermutlich eins der am schwierigsten einzufangenen Fotomotive der Welt.
21:34Der Kölner Dom.
21:35Gesamtwert laut Angaben der Kirche 27 Euro.
21:39Hm, das scheint mir aber günstig für einen 8000 Quadratmeter Loft in Bestlage, habe ich gedacht.
21:46Aber dann habe ich ein paar Google-Bewertungen zum Kölner Dom gelesen.
21:49Sind halt Steine, die aufeinander liegen. Und es stinkt überall.
21:53Das einzig Schöne war der Ausgang.
21:56Was ich am meisten hasse, ist der Mangel an Parkplätzen.
22:00Ja, einen habe ich noch. Ein Stern für den Kölner Dom.
22:03Ich war noch nie dort.
22:05Gut, okay.
22:0727 Euro ist natürlich kein echter, sondern ein symbolischer Wert.
22:11Weil sich der wahre Wert des Doms nicht ermitteln lässt.
22:14Denn, seien wir mal ehrlich, wer will den denn kaufen?
22:17Bei den Heizkosten.
22:19Deshalb lassen wir den Dom in Köln und schauen wir uns mal lieber die wirklich lukrativen Immobilien im kirchlichen Portfolio
22:26an.
22:27Denn davon haben die einige.
22:32Ja, kann man durchaus mal feiern.
22:35Bei der Kirche ist nämlich auch längst nichts mehr mit Einstallkrippe Esel.
22:38Die besitzt und verwaltet Wohnungen. Und zwar im großen Stil.
22:42Die ist ein echter Immobilienriese.
22:44Wohl wahr, wir sind Goliaths im Kampfe gegen Goliath.
22:50Hä? Und was ist mit David?
22:52Egal.
22:52Die Kirchen verwalten in etwa 130.000 bis 170.000 Wohnungen.
22:58Davon gehört ein Großteil zur katholischen Kirche.
23:01Und welche Rolle spielt denn dann da Barmherzigkeit und Nächstenliebe?
23:06Naja, wir haben 248 Mietervereine in ganz Deutschland gefragt.
23:11Ist die Kirche als Vermieterin besonders sozial?
23:13Von denen, die uns geantwortet haben, hat das nur ein einziger Mieterverein bejaht.
23:18Der Rest, der schon mal mit kirchlichen Vermietern zu tun hatte, klang jetzt eher so.
23:21Leider kann ich nicht feststellen, dass kirchliche Vermieter besonders sozial agieren.
23:26Die kirchlichen Vermieter unterscheiden sich nicht von anderen Vermietern.
23:30Die wirtschaftlichen Interessen stehen eher im Vordergrund als das Wohl der Mieter.
23:34Dabei verkauft sich die Kirche doch eher als Mutter Teresa des Wohnungswesens.
23:38Wir stehen dafür ein, bezahlbaren Wohnraum zu bauen.
23:41Wir stehen dafür ein, Menschen einem Dach über den Kopf zu geben.
23:45Und wir stehen dafür ein, dass Diskriminierung hier bei uns keine Heimat hat.
23:51Genau. Und ich glaube, das ist uns wichtig.
23:53Und das sagen wir nicht nur, sondern das leben wir auch.
23:56So ist es.
23:56Dafür stehen wir.
23:57Endlich. Das wollte ich hören.
23:59Diese absolut natürliche, lockere Unterhaltung von zwei Chefs, die sich anscheinend sehr einig sind,
24:05stammt aus einem Video der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft.
24:08Das ist ein zu 100% kirchliches Immobilienunternehmen, das zu den katholischen Bistümern von Köln,
24:15Paderborn, Trier, Münster, Essen und Aachen gehört.
24:18Und bei der Aachener hat man sich auf ein Wort festgelegt, das meinen angekratzten Glauben wieder auferstehen lassen könnte.
24:26Kannst du dich erinnern, als wir an dem Tisch saßen und dieses Wort auf den Tisch kam?
24:32Wie war da deine Intuition?
24:34Meine Intuition war, wow, ein starkes Wort, ein starker Begriff.
24:40Ja, wow, darauf ein Glas Adelholz.
24:44Was für ein Wort, ein starkes Wort. Haltung.
24:48Haltung.
24:49Haltung.
24:49Haltung.
24:50Haltung.
24:51Haltung.
24:51Haltung.
24:52Haltung.
24:53Haltung.
24:53Haltung.
24:54Aber auch Haltung.
24:56Man muss sich wirklich verpflichten fast auf so ein Wort.
25:01Haltung, ein Wort, auf das sich ein kirchliches Unternehmen fast verpflichten will.
25:06Das klingt doch schon fast vielversprechend.
25:09Da ist meine Intuition erstmal.
25:11Wow.
25:11Aber jetzt mal alle Wow's beiseite.
25:13Was heißt denn Haltung für die Aachener so ganz praktisch?
25:16Wir sind nicht gemeinnützig und insofern spielt es, trotz einer Gewinnerzielungsabsicht ist vorhanden.
25:24Ob die so ausgeprägt ist wie bei anderen, das ist irgendeine andere Wurzeite.
25:28Ja, Haltung ist wohl ein dehnbarer Begriff.
25:32Die Aachener macht jedes Jahr nämlich Millionengewinne und zwar nicht durch neue Wohnungen, sondern auch
25:37Durch Anpassungen an die ortsübliche Vergleichsmiete bei den Bestandsmieten, durch Mieterhöhungen im öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungsbestand.
25:46Durch Mieterhöhungen, steht so im Geschäftsbericht der Aachener.
25:50Und das klingt mir alles so, als seien die einfach eine stinknormale Immobilienfirma.
25:55Aber nein doch, mein Kind. Die Gewinne werden wie immer maximal sinnvoll veräußert.
26:00Na Gott sei Dank.
26:01Man nehme das Geld und gebe es an die Bistümer.
26:06Ja, im vergangenen Jahr hat die Aachener nämlich 7,4 Millionen Euro an ihre Besitzbistümer ausgeschüttet.
26:13Wow.
26:14Ja, ganz dickes Wow, würde ich sogar sagen.
26:16Aber um da mal ein bisschen Adelholzner in den Wein zu gießen, müsste das Geld nicht eher in bezahlbaren Wohnraum
26:22investiert werden,
26:23anstatt an die Bistümer zu gehen? Die Aachener sieht da kein Problem.
26:27Gesellschafter der Aachener sind Erzbistümer und Bistümer, die sich per DNA den Grundsätzen von Nachhaltigkeit und Sozialengagement verpflichtet fühlen.
26:35Hm, den Bistümern steckt die Nächstenliebe also in den Gehen. Darauf müssen wir dann halt vertrauen. Mit Gottes Hilfe.
26:42Außerdem, so versichert es uns die Aachener, bliebe am Ende schon noch genug übrig für bezahlbaren Wohnraum.
26:47Das ist ja schön. Zumal die Bistümer seit Jahren immer mehr vom Kuchen abkriegen.
26:52Die Ausschüttungen an die Bistümer sind seit 2020 nämlich deutlich gestiegen. Das meinen die Mithaltung.
26:59Eine Gewinnerzielungsabsicht ist vorhanden.
27:01Um Gewinne geht's auch bei der Tochterfirma der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, der Aachener Grundvermögen.
27:08Wahrlich, ich sage euch, wir haben nur die besten Immobilien und alles in 1a-Lage.
27:14So zum Beispiel hier im wunderschönen Erfurt, wobei ich nicht den kirchenähnlichen Turm im Hintergrund meine.
27:21Oder in Köln, wo uns der Herr besonders segnete. Fast Fashion for Everyone.
27:27Sehen Sie sich außerdem diese Perle hier an. Ebenfalls in Köln.
27:31Hier vermieten wir übrigens auch an Ihre Kollegen vom WDR, aber das nur nebenbei.
27:37Und last but not least unser Juwel am Standort Paderborn.
27:43Darauf sind wir besonders stolz. Denn da, da vermieten wir an Rist.
27:49Immerhin. Die Aachener Grundvermögen investiert auch in die Einkaufsstraßen von Bonn, Braunschweig, Dortmund, Düsseldorf,
27:57Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Leipzig, München, Nürnberg, Osnabrück, Reutlingen, Stuttgart, Ulm.
28:03Immer waren es wertvolle Innenstadtimmobilien mit Einzelhandel in den 1a-Lagen.
28:09Denn das ist bis heute das wesentliche Kriterium für die Kaufentscheidung der Aachener Grundvermögen.
28:15Damit trägt sie zur Grundversorgung aller Schichten der Bevölkerung bei.
28:19Wasser, Strom, Louis Vuitton. Wer kennt sie nicht? Die heilige Dreifaltigkeit der Grundversorgung.
28:26Es steht ja auch in der Bibel, vorm Schaufenster sind alle Menschen gleich.
28:31Aber was hat das denn jetzt mit sozialem Wohnraum, mit Dach über dem Kopf, also mit dem Auftrag der Aachener
28:36Wohnungsgesellschaft zu tun?
28:38Die Investitionsentscheidungen der Aachener Grundvermögen und der Auftrag der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft als Wohnungsgesellschaft sind voneinander unabhängig.
28:47Aha, aber die Aachener Grundvermögen ist doch die Tochtergesellschaft der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft.
28:54Und ich dachte immer, Eltern haften für ihre Kinder.
28:56Aber gut, ist wohl alles einfach eine Frage der...
29:00Haltung.
29:00Haltung.
29:01Haltung.
29:02Haltung.
29:02Haltung.
29:03Also, ich will ja jetzt hier am Ende keine Moralpredigt halten.
29:07Aber als die Kirche das letzte Mal das Maß zum Geld verloren hat, gab es eine Reformation.
29:15Ich sag ja nur.
29:16Man kann sich ja schon fragen, muss die Kirche wirklich so gottlos reich sein?
29:20Und ihr Geld mit Aktien und Immobilien auch immer noch weiter vermehren?
29:24Denn wie bemerkte einst ein kluger Mensch?
29:27Wozu sammle ich eigentlich immer mehr Geld an?
29:30Liebe Gemeinde, der Gottesdienst neigt sich nunmehr dem Ende zu.
29:36Also Moment, ich finde, die Kirchen können schon ein bisschen mehr Jesus wagen.
29:41Der soll ja mal gesagt haben, verkaufe alles, was du hast und gib es den Armen.
29:46So wirst du einen Schatz im Himmel haben.
29:49Genau.
29:49Und die Aufgabe der Kirchen ist es, das Evangelium nicht nur in Wort, sondern auch in Tat zu verkündigen.
29:59Das war Reschke Fernsehen für dieses Jahr.
30:01Frohe Festtage.
30:02Kommen Sie gutes Neue Jahr.
30:03Wir sehen uns 2026 wieder oder schon früher auf Instagram oder TikTok.
30:09Und nun geht hin in Frieden.
30:11May the Force be with you.
30:17Hallelujah, sing it.
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