00:00Waren die Winterspiele in Italien die letzten mit echtem Schnee?
00:07Die Olympischen Winterspiele in Italien gelten als Erfolg,
00:11aber wohl auch, weil massiv Kunstschnee eingesetzt wurde.
00:15Wegen steigender Temperaturen könnten Skigebiete unterhalb von 1200 Metern bald schneefrei sein
00:21und die Schneemenge in den Alpen drastisch weniger werden.
00:28Etwa 90 Prozent der Skigebiete in Italien sind auf Schneekanonen angewiesen,
00:3470 Prozent in Österreich und 54 Prozent in der Schweiz.
00:39Das mag zwar den Winterurlaub retten, aber für die Umwelt ist es ein Problem.
00:45Für nur einen Hektar mit 30 Zentimeter Kunstschnee braucht es 1000 Kubikmeter Wasser.
00:51Das sind etwa 20 Swimmingpools im Garten.
00:54Um Kunstschnee zu erzeugen, wird Wasser aus Flüssen und Seen gepumpt,
00:58was die lokalen Ökosysteme belastet.
01:03Künstlicher Schnee ist dichter und schwerer, was bedeutet, dass er langsamer schmilzt.
01:08Das führt zu Bodenverdichtung und verzögertem Pflanzenwachstum.
01:12Die CO2-Bilanz von Kunstschnee ist hoch,
01:16ebenso wie die finanziellen Kosten von etwa 5 Euro pro Kubikmeter.
01:22Schneekanonen mögen zwar die Pisten weiß halten,
01:25aber sie helfen nicht, den immer wärmer werdenden Planeten zu kühlen.
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