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Alaskas wilder Westen - Inseln am Rande der Zeit
Inseln am Rande der Zeit: Alaskas wilder Westen
Inseln am Rande der Zeit - Alaskas wilder Westen
Alaskas wilder Westen: Inseln am Rande der Zeit
Inseln am Rande der Zeit
Alaskas wilder Westen

Das Leben in Alaskas wildem Westen ist speziell - kaum eine Region der Erde ist so weit abgelegen. Am Rande der Datumsgrenze blicken die Einwohner der dort befindlichen einsamen Inseln auf die andere Seite der Beringsee, die ihnen immer einen Tag voraus ist. Wie leben die Menschen in den abgeschiedensten Regionen, die nur mit dem Flugzeug oder gar Hubschrauber zu erreichen sind? Die Dokumentation „Alaskas wilder Westen“ nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise zu den unbekannten Orten am Rande der Zeit.

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Transcript
00:02المستقل البيعيوان
00:04التيนها المياه من الأرض من العامل المستقلات
00:08في المساورة الدليم البيعية
00:12المستقل البيعيوان
00:13الوحيدة التالية
00:14الحيش يتغط على منخبط مستقلات
00:22الصفحيز أليس المنزل
00:24الحالي將ه مهائة من العامل
00:27هذا السلسل يمتلكون ورديني ورديني
00:35ورديني
01:01المترجم للقناة
01:06Hier haben wir 30.000 Einwohner. Jetzt sind es noch knapp 4.000, die meisten von ihnen Inuit.
01:14Ihre einzige Verbindung zum restlichen Amerika? Das Flugzeug. Zweimal am Tag kommt es aus Anchorage.
01:23Eine Straßenverbindung gibt es nicht.
01:33Adam Boakman kam als junger Mann nach Nome. Als einfacher Arbeiter hat er in einer Goldmine angeheuert.
01:40Heute ist er Kapitän seines eigenen Fangboots.
01:44Auch an diesem Tag will er rausfahren, um einen Schatz des Polarmeeres zu jagen. Die riesigen Königskrabben.
01:55Ich habe das Glück, dass ich mein Geld mit etwas verdiene, was ich am liebsten tue.
02:02Ich bin in einer großartigen Landschaft unterwegs und genieße die Natur und das Wetter hautnah.
02:09Kein Tag ist wie der andere. Das hält mich fit.
02:22Im Winter und im Frühjahr verlangt sein Job ihm besonders viel ab, denn das Meer ist zugefroren.
02:27Von Oktober bis Mai liegt sein Kutter, die Anchor Point, an Land.
02:37Das Schiff ist dann nur noch ein besserer Lagerschuppen für seine Köder.
02:42Heringe. Eingelegt in Salzwasser.
02:45Je mehr sie stinken, desto besser.
02:48Königskraben mögen das.
02:56Von Gnome bis zu seinen Fangplätzen sind es 70 Kilometer. Der größte Teil des Weges führt über das Eis.
03:06Gnome liegt am Nordrand der Beringsee. Die war hier bis vor wenigen Jahren regelmäßig neun Monate lang zugefroren.
03:14Jetzt sind es nur noch sieben. Ursache dafür ist der Klimawandel.
03:23Gegen Ende des Winters ist jede Fahrt aufs Eis ein Risiko. Es kann brechen und mitsamt dem Motorschlitten aufs Meer
03:30treiben.
03:32Bevor es aufs Eis geht, zieht Adam eine neue Kette auf den Motorschlitten.
03:45Einer seiner Matrosen, James, soll ihn begleiten.
03:49Allein zu fahren, wäre zu gefährlich.
03:54Es ist ein weiter schwieriger Weg und eine ziemliche Belastung für die Motorschlitten.
03:58Deswegen nehmen wir es mit der Wartung so genau.
04:02Wir wollen ja nicht 50, 60 Kilometer von der Stadt entfernt auf dem Eis liegen bleiben.
04:13Ganz wichtig, ein Ersatzkanister fürs Benzin.
04:22Von Juli bis September fährt er mit dem Kutter raus. Jetzt ist er mit dem Schlittenmobil.
04:27Darauf zwei Salzwassertanks für den Fang. Die Königskrabben.
04:38Zwei Stunden Fahrt haben sie vor sich.
04:51Einen guten Kilometer von Nome entfernt ein Camp. Mitten auf dem Eis.
04:58Vier Goldsucher haben sich die Schürfrechte für diese Stelle gesichert.
05:02Ihr Claim gilt nur für den Winter. Weil das Eis bald schmilzt, stehen sie unter Zeitdruck.
05:08Und den großen Fund hatten Derek und seine Kumpel bisher auch noch nicht.
05:21Gold suchen ist Glücksspiel. Eine Unze würde uns schon reichen.
05:25Wenn wir heute zwei bis drei Unzen Gold finden, das wäre super.
05:28Mit Glück verdienen wir heute tausend, zweitausend, dreitausend Dollar.
05:37Um zum Gold zu kommen, müssen sie tauchen. Fünf Meter tief. Der Weg dorthin führt durch ein Meter dickes Eis.
05:47Das ist der einzige Ausstieg. Und das ist auch die größte Gefahr.
05:52Das Eis ist ein Meter dick. Und manchmal sind wir unter dem Eis 30 Meter vom Loch entfernt.
05:58Und wenn etwas passiert, geht es nur hier wieder raus.
06:05Spencer geht ebenfalls regelmäßig unter das Eis.
06:09Auch wegen der Temperaturen ist das lebensgefährlich.
06:15Das Salzwasser, in dem wir tauchen, hat minus zwei Grad.
06:18Es ist also kälter als der Gefrierpunkt.
06:20Kommt Kondenswasser, Süßwasser in den Atemschlauch, wird es sofort zu Eis.
06:27Dann kriegen wir von einem Moment zum anderen keine Luft mehr.
06:33Das war's dann.
06:40Der Rick will als erster runter.
06:46Ich denke schon über Sicherheit nach.
06:49Aber beim Tauchen muss ich mich fokussieren.
06:51Ich versuche alles, um mich herum auszublenden.
06:54Ich konzentriere mich nur aufs Gold.
06:58Das Ziel ist das Gold. Deshalb bin ich hier.
07:01Ich will, dass am Ende so viel im Sieb hängen bleibt wie möglich.
07:11Gegen die Kälte hilft ein Wärmeanzug.
07:14Mit der Angst muss er allein klarkommen.
07:18Vier Stunden dauert seine Schicht unter dem Eis.
07:23Seine Gefährten sind seine Lebensversicherung.
07:26Sie kontrollieren die Technik.
07:48Wie ein überdimensionaler Staubsaugerschlauch.
07:51Mit diesem Rohr wird der goldhaltige Sand nach oben gespült.
08:05Der Rack saugt den Boden Meter für Meter ab.
08:08Seine Hoffnung, eine der ehemaligen Strandlinien zu finden.
08:13Dort hat sich das Gold vor Jahrtausenden durch die Brandung konzentriert.
08:18Das vom Sauger hochgepumpte Wasser läuft durch eine Goldwaschrinne.
08:22Und weil das Metall schwerer ist als Sand, bleibt es in der Waschrinne hängen.
08:28Spencer ist Derricks Verbindungsmann zur Oberwelt.
08:38Alles, was er macht, höre ich durch dieses Kabel.
08:41Ich bin mit ihm per Mikrofon und Kopfhörer verbunden.
08:44Ich höre jeden Atem zu.
08:47Wenn ich den roten Knopf hier drücke, kann ich mit ihm reden.
08:53Hört sich gut an.
08:56Wie geht's dir da unten?
09:00Alles in Ordnung.
09:01Bei uns auch.
09:27Der Krabbenfischer Adam hat nach zwei Stunden Fahrt seine Fanggründe erreicht.
09:31Jetzt trennt ihn nur noch die ein Meter dicke Eisschicht von dem Königskrabben.
09:43Der Kapitän und sein Matrose müssen den Weg zur Beute erstmal freisägen.
09:56Da unten auf dem Meeresgrund müssen sie sein.
09:59Rund 20 Meter ist das Wasser hier tief.
10:05Ganz schön anstrengend.
10:07Hat eine Weile gedauert.
10:10Aber so dick wie das Eis ist, sollte es noch ein paar Wochen halten.
10:16Das nächste Loch schaffe ich schneller.
10:22Der nächste Arbeitsschritt, sie müssen die Krebsreusen versenken.
10:29Jetzt kommt Adams Spezialköder zum Einsatz.
10:33Verdammelter Hering.
10:36Wenn ich drauf trete, breitet sich der Geruch noch weiter aus.
10:44Es stinkt.
10:46Aber für die Königskrabben ist das ein Leckerbissen.
10:56Jedes Eisloch bekommt eine Nummer.
10:58Damit markiert Adam seinen Besitz.
11:03Zehn Reusen wollen sie an diesem Tag ausbringen.
11:05Und dann noch zwei Stunden Heimfahrt.
11:08Die Zeit wird knapp.
11:21Zwei Stunden ist der Goldsucher Derek bereits unter Wasser.
11:40Eigentlich dauert seine Schicht vier Stunden.
11:42Er taucht also vor der vereinbarten Zeit wieder auf.
11:56Anstrengend.
12:00Derek will wissen, ob die Stelle, an der er saugt, ergiebig ist.
12:04Davon hängt ab, ob er an derselben Stelle weitermacht.
12:07Oder ob sie es nicht doch lieber woanders versuchen.
12:12Seine Partner waschen den Filter der Goldrinne aus.
12:21Ein paar Krümel haben sich angesammelt.
12:25Derek ist das nicht genug.
12:27Er will den Saugschlauch verlängern, um seine Reichweite zu vergrößern.
12:35Ich bin nicht zufrieden mit der Goldausbeute.
12:37Ich hänge noch mal zwölf Meter Schlauch dran.
12:39Ich hoffe, ich habe dann mehr Glück.
12:41Jetzt reicht es gerade mal für unseren Lohn, unser Essen und für Bier.
12:44Aber glücklich werden wir damit nicht.
12:48Das Zwischenstück im Schlauch vergrößert seine Reichweite, aber auch sein Risiko.
12:53Der Weg zum Ausstiegsloch wird länger.
13:09Adam und James haben mittlerweile alle neuen Reusen ausgebracht.
13:13Nun wollen sie die vom Vortag einholen.
13:16Einen Kran haben sie dafür nicht, aber ihr Snowmobil.
13:27James muss nur noch Gas geben.
13:30Fingers crossed.
13:35Jetzt wird sich zeigen, ob Adams Spezialköder funktioniert hat.
13:47Sieht so aus.
13:4920 Dollar bringt eine Königskrabbe.
13:51Und 20 sind im Korb.
13:53Macht 400 Dollar.
13:55Bei 10 Körben wären das 4000 Dollar.
13:58Ein guter Fang.
14:06Hungern werden wir heute nicht.
14:10Das wird ein Festessen.
14:14Das ist großartig.
14:19Manchmal zahlt es sich aus, ein paar Meilen extra zu fahren.
14:27Es ist die letzte Reuse für diesen Tag.
14:3070 Kilometer Rückweg übers Eis liegen noch vor ihnen.
14:33Und Sturm kommt auf.
14:59Kurz vor der Stadt ein Flugzeug.
15:03Im Norden Alaskas kommt die Polizei vom Himmel.
15:10Wilderer sind unterwegs.
15:11Und eine Spezialeinheit, die Wildlife Troopers, bekämpft sie.
15:15Der Bestand der Königskrabben ist geschützt.
15:18Wer keine Fangerlaubnis hat, wird streng bestraft.
15:29Doch Officer Maggie Stang hat bei Adam nichts auszusetzen.
15:37Ich bin Wildlife Trooper.
15:40So wie beim Basketball muss es auch bei der Jagd und bei der Fischerei einen Schiedsrichter geben,
15:45damit sich alle an die Regeln halten.
15:47Sonst würde es hier wild zugehen.
15:50Aber Adam macht alles richtig.
15:54Und ist trotzdem wild.
15:56Wild bist du auch, aber du hältst dich an die Regeln.
16:03Na klar.
16:04Es ist wichtig, was sie macht.
16:06Wir müssen auf die Bestände aufpassen.
16:08Die Leute müssen sich an Regeln halten, sonst kann Schlimmes passieren.
16:16Das stimmt.
16:18Deshalb kümmere ich mich um die Tierbestände.
16:24Und das mache ich mit meiner Schneemaschine hier, meinem fliegenden Büro.
16:29Nett gesagt.
16:31Wie fandest du meine Landung?
16:32Ich war super, oder?
16:33So kann ich gleich wieder starten.
16:42Wir sind beide aus Gnome.
16:45Nicht alle Trooper lassen sich umarmen.
16:49Sollten sie aber.
16:50Aber ich kenne ihn schon von klein auf.
17:13Derrick und die anderen Goldsucher machen Feierabend.
17:16Nur ein Arbeitsgang fehlt noch.
17:19Das Schmelzen.
17:20Die Ausbeute von vier Schichten unter Wasser steckt in dieser Dose.
17:27Aus dem Dreck soll reines Gold werden.
17:30Für ein Nugget zahlt der Händler mehr als für Goldstaub.
17:34Um die Verunreinigungen auszufiltern, fügen sie Borax hinzu.
17:38Das Mineral trennt das Gold vom Dreck.
17:42Dafür erhitzen sie das Gemisch auf über 1000 Grad.
17:48Viele Leute haben das Goldfieber.
17:50Ich nicht.
17:51Für mich geht es nur ums Geld.
17:54Um Geld für die Miete, fürs Essen, fürs Bier, für die Kameradschaft.
17:59Wenn wir kein Gold finden, gibt es nur Streit.
18:01Kein Essen und kein Bier.
18:08Wenn alles gut gelaufen ist, kommt hier gleich ein Nugget zum Vorschein.
18:24Da haben wir es.
18:28Damit können wir einen Monat lang unsere Miete bezahlen.
18:31Ein einziger guter Tag und wir haben die Miete für den ganzen Monat drin.
18:34Wahnsinn, oder?
18:38Man könnte auch einen billigen Truck davon kaufen, oder ein Auto.
18:42Das ist ein günstiger Truck, da ist ein Fahrzeug.
18:51Oh, wir sind so schade.
18:52Wir sind so schade.
18:54Wir sind so schade.
18:54Wir sind so schade.
18:55Wir sind so schade.
18:56Wie viel haben wir?
18:57Sie sind so schade.
19:00Fast 5000 Dollar.
19:03Fast 5000 Dollar.
19:09Nicht schlecht.
19:11Not a bad day.
19:29Ein paar Monate später.
19:321300 Kilometer weiter südlich.
19:35Mitte August.
19:36Hochsommer auf der Aleuteninsel Unalaska.
19:44Unalaska ist die größte Insel der Aleuten.
19:47Diese Inselkette aus Vulkanen zieht sich von Alaska bis fast hinüber nach Russland.
19:52Sie bildet die Südgrenze der Beringsee.
19:57Einziger Ort?
19:59Dutch Harbor.
20:00Der Hafen der Holländer.
20:02Benannt nach den ersten Entdeckern.
20:04Hier kommt er her.
20:06Der Alaska-Seelachs für unsere Fischstäbchen.
20:18Dutch Harbor ist für die USA der wichtigste Fischereihafen.
20:22Und für ihr Wappentier der wichtigste Futterplatz.
20:28Weißkopf-Seeadler sind hier so zahlreich wie anderswo Möwen.
20:42Schichtbeginn für Jason Frosich.
20:45Der Streifenbeamte kam vor dreieinhalb Jahren nach Dutch Harbor.
20:49Seine erste Amtshandlung, ein Videoauftritt im Dienste der Sauberkeit.
20:54Ausgerechnet Hundekot ist hier ein Problem.
21:15Die Leute haben sich beschwert, dass Hundebesitzer keine Kotbeutel benutzen.
21:19Und weil es hier sehr viele Hunde gibt, haben wir dieses Video gemacht.
21:31Wenn du mit Hund unterwegs bist, Beutel mitnehmen, ist die Botschaft.
21:39Zwölf Stunden dauert seine Schicht.
21:41Meistens bleibt es ruhig.
21:44Gewaltverbrechen sind selten.
21:54Etwas über 4000 Menschen leben auf einer Fläche halb so groß wie Schleswig-Holstein.
22:00Jason patrouilliert in einem der einsamsten Polizeireviere der Welt.
22:07Für einen Polizisten ist dies ein super Ort. Hier ist kaum was los.
22:11Nur während der Fischfangsaison haben wir mehr zu tun.
22:14Dann geht es meistens um Körperverletzungen unter Alkoholeinfluss.
22:18Betrunkene Matrosen.
22:29Sein erster Einsatz heute, mal wieder die Adler.
22:33Wenn sie den Menschen zu nahe kommen, kann es gefährlich werden.
22:41Während der Brutzeit im Frühjahr und Sommer verteidigen sie ihre Nester.
22:45Dann attackieren sie Menschen und verletzen sie mit ihren Klauen.
22:48Zwei bis drei Vorfälle hatten wir schon in diesem Jahr.
22:57Was dann kommt, ist ein gewaltfreier Polizeieinsatz.
23:03Weißkopf-Seeadler stehen unter strengem Naturschutz.
23:08Das wissen die Vögel offenbar auch.
23:14Jason kommt eigentlich aus Kalifornien. Gelockt hat ihn die gute Bezahlung und die Aussicht auf ein Abenteuer.
23:27Das hier ist das Ende der Welt.
23:29Wir sind mitten in der Beringsee.
23:31Von hier nach Anchorage sind es zweieinhalb Stunden Flug.
23:34Wir müssen alleine klarkommen, wenn etwas passiert.
23:42Als ich hier das erste Mal aus dem Flugzeug stieg, war ich schon etwas besaugt.
23:46Ich war ja noch nie auf so einer Insel.
23:48Und dann war sie noch kleiner als alles, was ich kannte.
23:51Das war ein bisschen unheimlich.
24:03Die Bilanz der heutigen Schicht.
24:06Ein Adlereinsatz, eine Ruhestörung, zwei Geschwindigkeitsübertretungen.
24:12Ein ruhiger Tag.
24:16Für jemanden wie Jason, der aus der Sonne Kaliforniens kommt, ist Unalaska ein hartes Pflaster.
24:21Es regnet genauso viel wie in Norddeutschland, ist aber nur halb so warm.
24:27Deswegen haben er und seine Frau Christina beschlossen, es reicht.
24:39Das Leben hier ist eine ganz schöne Herausforderung.
24:42Wir sind auf uns selbst gestellt und alles ist teuer.
24:50Und man kommt nicht runter von der Insel.
24:53Hier ist man ganz weit weg von allen Verwandten.
25:02Sie ziehen fort von den Aleuten.
25:04In den Süden, nach Arizona.
25:07Dort wohnen Jasons Eltern.
25:09Ein Haus haben sie auch schon.
25:13Was ich am meisten vermisse, sind Kino und Restaurants.
25:16Ich meine, so richtig gute Restaurants.
25:21Ich vermisse meine Familie.
25:23Ich freue mich, wieder bei meiner Mutter zu sein.
25:25Das wird schön.
25:29Ihren Hausstand haben sie bereits verpackt.
25:32In drei Wochen soll es losgehen.
25:56Fünf Kilometer außerhalb der Stadt.
25:59Unberührte Natur wie aus einem Fantasy-Film.
26:04Und doch haben hier schon einmal Menschen gelebt.
26:07Die Archäologin Virginia Hatfield sucht ihre Spuren.
26:12Ihr Ausgrabungscamp.
26:17Oh Mann, der Sturm hat meine Ausrüstung weggeweht.
26:22Gestern hatten wir einen Orkan, meine Stative, meine Siebe, alles weggeflogen.
26:31So hat sie sich den Arbeitstag nicht vorgestellt.
26:34Ihre Grabungsstätte, ein einziges Chaos.
26:38Sie muss erst mal aufräumen.
26:46Eine Wanne ist weg, wahrscheinlich im Meer.
26:50Da drunten liegt auch was.
26:51Die Eimer sind auch weggeflogen.
26:54Ganz schönes Durcheinander.
26:59Virginia glaubt, dass hier schon vor 2000 Jahren Menschen lebten.
27:03Jetzt sucht sie dafür Beweise.
27:09Hier kann man die unterschiedlichen Schichten erkennen.
27:12Ganz oben, der Müll von heute, ein Schiffstau.
27:18Das hier ist die Asche von einem Vulkanausbruch.
27:25Spuren von Menschen findet man in Schichten bis etwa ein Meter tief unter uns.
27:32Immer wieder stößt sie auf Küchenabfälle von Vorfahren der Unangarn.
27:37So nennen sich die Inuit, die noch heute auf den Inseln der Beringsee leben.
27:42Wahrscheinlich hatten sie genau hier ein Sommercamp für die Jagd auf Wale und Robben.
27:51Dieser Klumpen hier, der wie Dreck aussieht, ist der Knochen von einem Meeressäuger.
27:56Könnte ein Seehund sein oder vielleicht sogar ein Wal.
28:05Virginia hat die Kochstelle freigelegt.
28:07Und den Müllhaufen der ehemaligen Bewohner.
28:13Das hier habe ich gefunden.
28:15Die Knochen eines Seeotters oder eines Seehundes.
28:20Und darauf bin ich besonders stolz.
28:23Dies ist die Spitze eines Speers oder einer Harpune.
28:28Ganz schön scharf.
28:30Damit wurde die Beute bei der Jagd aufgespießt.
28:37Eine ertragreiche Stelle.
28:39Am nächsten Tag wird sie weitergraben.
28:42Schon vor 9000 Jahren haben auf den Aleuten Menschen gelebt.
28:531500 Kilometer weiter im Norden, mitten in der Beringstraße, die Diomede-Inseln.
28:59Die kleinere, Little Diomede, gehört zu Alaska.
29:03Die größere, Big Diomede, zu Russland.
29:06Dazwischen knapp 4 Kilometer Wasser und die Datumsgrenze.
29:17Hier lebt das Inuit-Volk der Innalik.
29:20Insgesamt etwas mehr als 80 Personen.
29:24Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, der Hubschrauber.
29:28Isolierter geht es kaum.
29:32Robert Zuluk ist der Stammesälteste.
29:36Er beginnt seinen Tag mit einem Blick nach Westen.
29:40Über gleich zwei Grenzen hinweg.
29:42Die nach Russland und die zum nächsten Tag.
29:46Denn zwischen den Inseln verläuft die Grenze zwischen heute und morgen.
29:56Es gibt bei uns das Sprichwort, heute gehen wir jagen.
30:01Morgen schießen wir einen Seehund.
30:03Gestern kommen wir zurück.
30:07Wir kehren also von der anderen Seite in die Vergangenheit zurück.
30:17Robert, genannt Didi, will einen Seehund schießen.
30:21Frisches Fleisch und Fisch holt er sich aus der Natur.
30:24Im einzigen Dorfladen gibt es nur Konserven.
30:3029 Kinder leben hier.
30:32Für sie gibt es eine Schule, die in zwölf Jahren sogar bis zum Highschool-Abschluss führt.
30:37Vergleichbar mit dem Fachabitur.
30:39Doch im Moment sind Sommerferien.
30:42Daher haben die Kinder viel Zeit.
30:54Der achtjährige Baba ist Roberts Großneffe.
31:03Wie geht's, Baba? Ich mache gerade mein Gewehr sauber.
31:07Hast du Lust, mit mir jagen zu gehen?
31:10Ja.
31:12Ich will auf der Nordseite jagen.
31:14Kommst du mit?
31:17Ja.
31:18Ich zeige dir, wie es geht.
31:22Die traditionelle Trommel hat Robert aus dem Magen eines Walrosses hergestellt.
31:27Er möchte, dass der Junge die Lieder der Vorfahren lernt.
32:00Bevor du zur Jagd gehst, schau dir das Wetter an.
32:03Was sind es für Wolken?
32:05In welche Richtung ziehen sie?
32:06Wie schnell?
32:09Woher kommt der Wind?
32:14Wenn du bereit bist für die Jagd, musst du auch deine innere Stimme hören.
32:21Du musst fühlen, dass du etwas schießen wirst.
32:25Beim Jagen musst du vor allem Geduld haben.
32:28Keine Hektik.
32:30Hektik bringt gar nichts.
32:38Robert's Jagdrevier, die steile Nordküste.
32:42Eine gefährliche Gegend.
32:43Immer wieder lösen sich Felsbrocken und donnern den Hang hinunter.
32:49Seine Hauptjagdsaison ist das Frühjahr.
32:52Dann ist die Beringstraße zugefroren.
32:54Auf dem Eis kann er Seelöwen und Walrosse erlegen.
32:57Im Sommer jagt er vom Ufer aus.
33:02Hier ist unser Revier.
33:04Als erstes bauen wir uns einen Sichtschutz, hinter dem wir uns verstecken.
33:10Wir stapeln Steine übereinander, damit uns die Seehunde nicht sehen können.
33:23Baba soll lernen, wie er sich zur Not selbst versorgen kann.
33:27Voraussetzung für ein Leben am Rande der Arktis.
33:31Lass deine Waffe nie aus den Augen.
33:34Leg sie ungeladen an einen sicheren Platz.
33:37Die Mündung muss immer von dir weg zeigen.
33:38Immer.
33:48Und ich habe immer ein Ersatzmesser dabei, falls ich mein anderes verliere.
33:58Dann brauchst du noch Munition.
34:01Nimm immer genug mit.
34:03Nicht nur ein oder zwei Päckchen.
34:06Kann ja sein, dass du sie brauchst.
34:26Gelingt es, Robert und Baba einen Seehund zu erlegen, teilen sie den mit dem ganzen Dorf.
34:32So machen es alle Bewohner auf Little Diomede.
34:37Aber kein Seehund.
34:39Weit und breit.
34:57Einmal pro Woche trifft sich das Dorf zum Tanzen.
35:12Die Regeln sind einfach.
35:14Eine Person macht mit Gesten vor, was sie an diesem Tag erlebt hat.
35:18Die anderen machen es nach.
35:25Baba darf schon mit den Erwachsenen trommeln.
35:34Beim Singen und Trommeln erzählen wir Geschichten aus unserem Alltag.
35:39Was wir bei der Jagd erlebt haben oder auch zu Hause.
35:46Manchmal verwandeln wir uns auch in Tiere und machen ihre Bewegung nach.
35:51Wir singen Trommeln wie die Tiere.
36:14Höhepunkt der Woche ist der Mittwoch.
36:17An diesem Tag kommt der Hubschrauber mit der Post.
36:28Etwas über 200 Kilometer sind es nach Nome.
36:31Eine knappe Flugstunde.
36:33Die gesamte Versorgung der Insel hängt an dieser Maschine.
36:36Wenn der Hubschrauber kaputt ist oder wegen schlechten Wetters nicht fliegen kann,
36:41kommt man hier manchmal wochenlang nicht weg.
36:52Ein Flugticket ist teuer.
36:54350 Dollar.
36:56Deshalb lassen sich die Leute alles per Post schicken.
37:01Neben seinem Ehrenamt als Stammesältester arbeitet Robert am Postschalter.
37:06In den letzten Jahren wurden die Paketberge immer größer.
37:14Das Internetzeitalter hat auch uns erreicht.
37:17Die Leute haben keine Geduld mehr und wollen alles jetzt und sofort.
37:22Aber einen Vorteil gibt es.
37:24Wir sind mit der übrigen Welt verbunden.
37:28Zwei Häuser weiter hat Frances Ozena ihr Büro.
37:31Sie managt die Stammesangelegenheiten.
37:34Robert ist ihr Chef.
37:44Ihr gemeinsames Anliegen.
37:46Sie wollen die Dorfgemeinschaft vor dem Zerfall bewahren.
37:51Das Leben in Diomed ist alles andere als leicht.
37:56Wir können nicht erwarten, dass die Menschen hier bleiben.
38:03Wir brauchen vor allem eine bessere Versorgung, bessere Wohnungen.
38:09Und an der Anbindung an den Rest der Welt müssen wir arbeiten.
38:18Von ihren vier erwachsenen Kindern wohnt nur noch eine Tochter auf der Insel.
38:22Drei sind bereits weggezogen.
38:24Nach Nome.
38:26Seit einiger Zeit leben zwei Pflegekinder bei ihr.
38:34Heute hat sie ihr Lieblingsessen gekocht.
38:37Fermentiertes Walrossfleisch.
38:39Eine Delikatesse.
38:47Eigentlich bräuchten wir vier Walrossbabys pro Jahr.
38:52Zum Fermentieren und Trocknen.
38:57Doch diesmal hatten wir nur ein halbes.
39:00Die Jagd war schlecht.
39:03Deswegen gibt es das Fleisch zu besonderen Anlässen.
39:05Am besten ohne Gäste.
39:10Den Salat sammelt sie selbst.
39:12Im Hochsommer wächst er an den Berghängen.
39:15Dann friert sie ihn ein.
39:29Eines brauchen die Kinder hier nicht zu lernen.
39:31Mit Messer und Gabel zu essen.
39:33In Diomed nimmt man die Finger.
39:36Ihr einziges Besteck, das Ulu, das Inuit-Messer.
39:46Zwei Wochen Ferien haben sie noch.
39:48Mitte August beginnt das Schuljahr.
39:50Dann geht für die Kinder auf Diomed der Alltag wieder los.
40:07Auch in Gnome, der Goldgräberstadt am Rande der Beringsee, ist jetzt Hochsommer.
40:14Adam, der Königskrabbenfischer, ist auf dem Weg zu einem Fluss im Inland.
40:18Zwei Autostunden entfernt.
40:23Er will Lachse fischen.
40:25Seine Söhne Atlas und Archer dürfen ihn dabei begleiten.
40:33Viel Zeit mit ihrem Daddy verbringen sie nicht.
40:36Adam ist geschieden.
40:38Doch an diesem Wochenende will er den beiden nah sein.
40:41Und ihnen nebenbei das Fischen beibringen.
40:53Das ist ein Ringwartennetz.
40:55Damit kreisen wir die Lachse ein und ziehen sie ans Ufer.
41:00Die Fische werden dabei nicht verletzt.
41:03Wir können die Kleinen also wieder aussetzen.
41:10Der zwölfjährige Atlas kennt sich bereits aus mit dem Netz.
41:14Aber den Transport über den eiskalten Fluss übernimmt der Vater.
41:26In dieser Jahreszeit ziehen die Lachse die Flüsse hinauf zum Laichen.
41:31Das wissen auch die Bären.
41:33Deshalb müssen Adam und seine Helfer aufpassen.
41:36Denn das hier ist Grizzly-Gebiet.
41:45Heute fängt Adam für den Eigenbedarf.
41:47Und für den seiner Freunde.
41:49Die Lachse sollen für ein ganzes Jahr reichen.
41:55Es sind ganz schön viele.
41:56Vielleicht 50.
41:58Aber wir behalten nur ein paar.
42:00Den Rest lassen wir wieder frei.
42:04Bis zu 5 Kilo sind die Fische schwer.
42:0832 Lachse nehmen sie mit.
42:11Doch das Schönste,
42:12er konnte seinen Ältesten fürs Fischen begeistern.
42:18Nicht jeder ist zum Fischer geboren.
42:20Aber Atlas, ja.
42:21Er ist schon einer.
42:23Was hast du gefangen, Atlas?
42:25Ein Rotlachs?
42:27Okay, guter Job.
42:34Für mich ist Fischen mehr als etwas,
42:37was man einfach nur können muss hier oben.
42:39Es hat mich immer glücklich gemacht.
42:43Und meine Söhniger vielleicht auch einmal.
42:53An diesem Tag kommt es Adam nicht auf den Fang an.
42:58Zusammen mit seinen Söhnen
43:00will er die letzten Tage des Sommers genießen.
43:03Im Oktober fällt bereits der erste Schnee.
43:07Und bald fährt er wieder mit seinem Motorschlitten hinaus.
43:11Aufs Eis.
43:12Der Beringsee.
43:13Aufs Eis.
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