00:29Untertitelung des ZDF, 2020
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03:22Mein Vater hat meiner Mutter hier ein tolles Leben ermöglicht. Sie hatte Glück, dass sie in den späten 1950er Jahren
03:28hierher kommen konnte.
03:29Es war damals nicht einfach, die ganzen Kämpfe, Martin Luther King, es war so viel in Bewegung, der Vietnamkrieg und
03:37mein Vater musste nach Korea.
03:44Petra war keine typische Politikerin. Sie war sehr willensstark und leidenschaftlich.
03:55Man sah es in ihren Augen, hörte es in ihrer Stimme. Sie war voller Energie. Im Vergleich zu anderen Politikern
04:03war sie sehr offen und ehrlich.
04:08Alles was sie sagte war wahr, zumindest für sie. Es war die Realität, das was sie sah.
04:34Ich bin froh, dass wir so viele Politikerinnen und ZDF waren sehr gut in den Europäischen Elektions.
04:36Ich bin froh, dass wir so viel mit so vielen politischen Positionen zusammenkommen auf einen Konsensus.
04:42Und ich finde, in Deutschland, es ist eine Revolution, weil es questionen die Idee der Autorität, der Obedienz.
04:48Es questionen die Weise die Politik ist. Es questionen die Rolle von einem Minister, der sitzt in bestimmte Firmen,
04:59die Menschen, die Menschen, aber nicht mit ihnen. Sie sprechen so schnell. Warum ist das?
05:06Ist es nicht genug Zeit für Sie, um alles in die Zukunft zu kommen?
05:08Ich denke, die Zeit ist weg. Ich habe neige Jahre in Brüssel gearbeitet und ich bin schneller und schneller in
05:13Bezug auf meine Gedanken.
05:14Denn ich fühle mich, dass die Menschen verstehen müssen, die Relation zu den verschiedenen Subjekten.
05:18ob es Inflation, Militärbudgets oder die Exploitation von Frauen gibt.
05:22Und die ganze Zeit, während wir hier sprechen, ist eine Krieg bereits in Ordnung.
05:26Eine Krieg, die Misere und die Death. Und wir sitzen hier und sprechen darüber, und nichts passiert.
05:45Sie sind ja dann als Kind mit der neuen Familie, also mit Stiefvater, der Amerikaner, nach Amerika gegangen, sind dort
05:52zur Schule gegangen.
05:53Ich habe dort Englisch gelernt, also wollte es alles gar nicht, weil es für mich war ein großer Kulturschock.
06:03Und es war die Zeit 68. Es war die Zeit der großen Anti-Vietnam-Demonstration, der Zeit der Friedensbewegung dort.
06:10Mein Vorbild war Martin Luther King sehr stark mit diesem Bezug auf ziviler Ungehorsam.
06:15Führt zu einer radikalen Veränderung auch der Herzen, nicht nur der Institutionen, der Herzen.
06:19Und da war für mich auch ganz klar plötzlich, ich will in die Politik.
06:25Ja, ich spürte so eine gewisse Diskriminierung, weil ich ja einen Akzent hatte.
06:30Und ich war, ich hieß Petra Lehmann, habe meinen Namen geändert auf Kelly, war nicht adoptiert, war eigentlich so ein
06:36Fremdkörper.
06:37Und wollte zugleich auch kritisch in diesem Amerika sein, aber habe sehr vieles der praktischen Art, wie die Politik machen,
06:43übernommen.
06:45Ich wollte nicht in Amerika bleiben.
06:47Ich habe die ausländischen Studenten vertreten, die Studenten aus dem Nahosten, aus Europa,
06:52habe dann eine internationale Woche dreimal organisiert.
06:55Es war für mich der Versuch, das Europa wieder nach USA zu bringen, weil ich aus meiner Sicht gemerkt habe,
07:00dass ja vieles ganz anders da gesehen wird.
07:04Ich habe im Wahlkampf Robert Kennedy in den Monaten vor seiner Ermordung mit vielen Studenten eine Vereinigung da gegründet, das
07:10hieß Studenten für Kennedy,
07:12weil ich damals seine Sozialpolitik und seine Politik den Minderheiten gegenüber Indianern und Schwarzen gut geheißen habe.
07:23Das war ziemlich einzigartig. Sie arbeitete für Hubert Humphreys Wahlkampagne. Das war 1968.
07:33Damals studierte sie an der American University in Washington DC.
07:37Hier steht für Petra Kelly, unterzeichnet von Hubert Humphrey.
07:41Er trat in der Präsidentschaftswahl gegen Richard Nixon an, aber er hat verloren.
07:48Vielleicht wäre Petra ja in den USA geblieben, wenn er gewonnen hätte. Ich weiß nicht. Das ist nur so ein
07:53Gedanke.
08:02Sie liebte Robert F. Kennedy. Bei ihm begann sie ihre politische Arbeit, bis er dann ermordet wurde.
08:27Ich war ja in Georgia und auch in Virginia aufgewachsen.
08:30Ich habe versucht mich zu integrieren in eine Bewegung, die mit den Schwarzen versucht zusammenzuleben.
08:35Wenn ich dann erlebt habe, wie Polizisten mit Schäferhunden an die Menschen herangeführt worden sind,
08:41die nicht weggewichen sind, die sitzen geblieben sind, die sich haben von den Hunden beißen lassen.
08:46Frauen, die im Bus nicht mehr aufgestanden sind, die trainiert waren für die Rolle.
08:49Ich sitze in dem weißen Bus und ich stehe hier nicht mehr auf.
08:52Da gehört eine unglaubliche Portion von Zivilcourage dazu.
09:09Das verlässt einen nie zu wissen, dass wenn wir so viele sind und wenn viele daran glauben und niemand es
09:14durchbricht
09:15und sie viele ungehorsam auch eine Philosophie wird des Lebens, dann kann man ungeheuer viel damit verändern.
09:47Sie war ein pacifist.
09:49Sie war Pazifistin.
09:51Ihre Erfahrungen haben sie dazu gemacht.
09:55Einige Menschen, die sie bewunderte, wurden ermordet.
09:59Brutal ermordet.
10:09Sie hat die Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy erlebt.
10:15Sie erkannte, dass die Gewalt, die sich in diesen Morden entlud, grundfalsch war.
10:23Und sie litt unter dem Tod ihrer Schwester, der in gewisser Weise auch gewaltsam war.
10:31Ihre Schwester starb an Augenkrebs.
10:36All diese Erfahrungen haben zu ihrem unermüdlichen Einsatz für Gewaltlosigkeit beigetragen.
10:47Meine Schwester hatte ein Sarcoma.
10:52Ihr wurde ein Auge entfernt, hier in der Langley Luftwaffenbasis der US Air Force.
11:00Aber hier war es nicht möglich, sie mit Strahlentherapie zu behandeln.
11:04Wenn ich mich recht entsinne, wurde mein Vater dann nach Deutschland beordert.
11:08Sie ging nach Mannheim oder vielmehr nach Würzburg.
11:18Dank Petras Hilfe, keine Ahnung, wie sie das immer geschafft hat, bekam Gracie eine Strahlentherapie an der Universität Heidelberg.
11:30Das war Gracies Erstkommunion.
11:34Das war in Deutschland.
11:38Sie ist ja in Heidelberg gestorben, aber sie ist in Würzburg begraben, weil einige Jahre vor ihrem Tod war hier
11:44oben noch ein sehr schöner Wald und Spazierwege.
11:46Uns hat immer gesagt, wenn ich wieder gesund werde, möchte ich gerne hier oben einmal wohnen oder ein Haus mir
11:51hier oben bauen.
11:51Und da mein Stiefvater ja stationiert war in Würzburg während ihrer Krankheit, haben wir alles versucht, um sie eben dann
11:57hier begraben zu lassen, weil das hier ihr Ort war, an dem sie sehr glücklich war hier oben.
12:05Was ist die Räderin?
12:06Was ist die Räderin?
12:07Was ist die Räderin?
12:07Die Räderin?
12:08Die Räderin und die Militärin und die Medikamenteen sind schmerzen?
12:10Und das ist schmerzen jeden Tag, denn die Räderin durchsägen, auf welchen Ebene kann, kann es gefährlich sein.
12:16Sie ist eine Räderin-Räderin, sie hat überblüht.
12:19Und sie hat mich die Räderin überrasen, die Frage gestellt.
12:22Warum ist jede vierte Person in Europa die Kanzer sterben?
12:24Was in fact have we done with politics to make that an acceptable fact?
12:29And I feel one woman lobbies sometimes against the medical uses, against the civilian uses and the military uses
12:35because the two experiences in my life, my sister's death and Hiroshima and Nagasaki,
12:39they have made me quite clear that I must do as much as I can to try to open up
12:44this terrible conspiracy.
12:55Herr Mayer, Petra sagt ja, sie hat hier viel gelernt. Was konnten Sie ihr denn beibringen?
13:00Ja, das ist ein bisschen größer als die Petra Kelly. Da sagt er sogar zum Beispiel von China, da war
13:07er zu tun, dass er bei den Bauern lernen konnte.
13:10Also wer lernen will, muss zu den Bauern gehen und muss von unten her was sehen.
13:16Petra, stimmt das, was Herr Mayer sagt?
13:17Das stimmt. Also ich habe meinen ganzen Einstieg in die Anti-Atom-Bewegung über die Winzer passiert.
13:22Denn diese Anti-Atom-Bewegung wäre nicht, wenn es nicht die Wieler Winzer geben würde, die Kaiserstüller Winzer.
13:28Denn in 1975, als die erste große Demonstration war, war das der erste gewaltfreie Erfolg dieser Bewegung,
13:35als die Frauen damals durch den Wald geschleift worden waren, geschliffen von der Polizei an den Haaren durch den Waldboden.
13:40Das werde ich nie vergessen, dieser Blick im Wald, waren auch die Frauen sehr mutig.
13:46Die Frauen waren so mutig, dass sie zuallererst initiiert haben, diese Platzbesetzung.
13:49Und als die Winzer die Männer nachzogen, muss ich betonen, ich fand das eine Kulturrevolution hier unten.
13:56Herr Sechsauer, was mögen denn die Winzer und die Bauern so an der Petra?
14:02Nicht, wenn sie eine Frau ist, sondern weil sie eine Kämpferin ist. Eine Kämpferin gegen Atomkraft.
14:11Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen.
14:18Dann wird euch alles andere dazugegeben.
14:22Vielen Dank.
14:22Vielen Dank.
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