00:09In der ukrainischen Botschaft in Berlin war es still, als der Trailer des Dokumentarfilms
00:15Traces lief. Der Film erzählt die Geschichte von sieben ukrainischen Frauen. Sie berichten
00:21von Folter und sexueller Gewalt durch russische Soldaten. Die Protagonistinnen sind am Rande
00:27der Berlinale auch selbst vor Ort. Eine von ihnen ist Irina.
00:47Statische Interviews mit den Frauen im Fokus zeigt der Film nicht. Stattdessen kehren die
00:52Betroffenen an Orte ihrer Vergangenheit zurück in teils zerstörte Häuser. Zu Wänden
00:56mit Einschusslöchern in verwüstete Gärten. Dort erzählen sie ihre Geschichte. Regisseurin
01:03Alisa Kovalenko habe sich bewusst für diese Form entschieden.
01:06Und wenn ich in Kherson region war, dann war ich auch die Tränen von dieser Krieg.
01:13Die Tränen von Russland, Russland, überall. Es war wie minefields, burningfields,
01:21wie zerstörte Häuser, die auch wunderte Menschen. Aber es gab einige Wände, die wir
01:26wie visible und invisible sehen. Und ich habe angefangen, wie wir diese
01:34Koexistenz dieser visuellen Traces und invisuellen Traces haben.
01:40Bei dem Event in Berlin haben sich zahlreiche Unterstützer der Frauen zusammengefunden, unter
01:45ihnen auch der ukrainische Botschafter Alexei Markeyev. Er sieht in der Entschlossenheit
01:50der Frauen ein Zeichen für die Widerstandskraft seines Landes.
01:53Die Ukrainer heute können ein gutes Beispiel dafür sein, wie Gesellschaft funktioniert, wie
02:04Demokratie verteidigt wird und was gerade die europäischen Werte, die zugrunde von unserem
02:13Bewusstsein in Europa liegen, was die eigentlich heißen.
02:17Am Ende der Veranstaltung bleibt dem der Schwere der Berichte auch ein Eindruck von Zusammenhalt.
02:22Die Frauen stehen Schulter an Schulter.
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