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  • vor 3 Stunden
Pokémon Pokopia erscheint am 05. März 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2 und bringt das zusammen, was eigentlich schon lange zusammengehörte: Pokémon und Animal Crossing.

Ganz wie in der Lebenssimulation, ebenfalls von Nintendo, baut man sich hier einen kleinen Ort auf, samt eigener Häuser und Anlagen. Nur gibt es in Pokopia logischerweise noch die Taschenmonster-Komponente:

Wie von Pokémon gewohnt, kann man sie sich auch in Pokopia alle schnappen und zusammen mit den Kreaturen auf dem eigenen Eiland wohnen. Was das taugt, erfahrt ihr in dieser Vorschau!

00:00 - Intro
00:52 - Die Habitate
04:19 - Bauen und Gestalten
07:07 - Die Technik
08:07 - Erstes Fazit
Transkript
00:00Kämpfen, Siegen, Sammeln – der allerbeste sein
00:02Pokemons Formel ist so simpel wie genial und zieht nicht umsonst seit Jahrzehnten Millionen
00:06Spieler an. Das kommende Switch 2-Exclusive Pokopia geht aber einen ganz anderen Weg,
00:10denn hier prügelt sich niemand. Stattdessen gibt's einfach nur eine herrlich entspannte Idylle,
00:14in der man auf einer Insel ein neues Zuhause aufbaut und sich mit verschiedenen Pokémon
00:18anfreundet. Ich konnte Pokopia auf einem Anspielevent ungefähr 90 Minuten ausprobieren und kläre in
00:22den nächsten Minuten die Frage, ist das nur Animal Crossing mit Pokémon-Skin oder steckt
00:26da doch mehr dahinter. Noch ein Hinweis bevor es losgeht, die Anspiel-Session war zweigeteilt.
00:31Während ich in der ersten Stunde den Anfang von Pokopia gespielt habe, ging es danach noch mal
00:3530 Minuten in eine fortgeschrittene Welt. Also eine, in der Nintendo schon mehrere Gebäude und
00:39Gärten angelegt hatte. Eigenes Material aufnehmen war nicht möglich, alle Szenen,
00:43die ihr hier seht, wurden von Nintendo zur Verfügung gestellt. Nun aber los,
00:53nach einer kurzen Introsequenz übernehme ich die Kontrolle über ein Ditto. Das landet auf einer
00:57heruntergekommenen Insel, die wie in Minecraft oder Dragon Quest Builders aus Blöcken besteht.
01:01Das Spiel stammt übrigens auch von den Entwicklern von Dragon Quest Builders. Menschen gibt's hier
01:05keine, nur von ihnen zurückgelassene Ruinen. Und was macht man, wenn man seinen letzten Trainer
01:09ganz doll vermisst? Genau, man nimmt einfach dessen oder deren Aussehen an. Ditto halt. Die Tatsache,
01:14dass ich keinen echten Menschen spiele, ist wichtig. Denn wenn ich im Laufe der Zeit neue Pokémon auf der
01:18Insel entdecke, kann ich ihre Fähigkeiten lernen. Mit denen verändere ich wiederum die Umgebung und erschaffe so
01:23nach und nach eine friedliche Monster-Oase nach meinen eigenen Vorstellungen. Oder nach denen meiner
01:27Freunde. Denn wer ein Nintendo Switch Online-Abo besitzt, kann Pocopia auch im Online-Koop mit
01:31bis zu vier Leuten spielen. In diesem Fall besucht man die Insel eines Hosts und kann dort gemeinsam
01:35abhängen. Also, wie genau läuft Pocopia jetzt genau ab? Nun ja, kurz nach dem Start einer neuen
01:40Insel treffe ich Professor Tangoloss. Das große Pokémon leitet durch die ersten Tutorial-Schritte.
01:44Ein zentrales Gameplay-Element sind Habitate, also die Lebensräume der Pokémon. Jedes Monster möchte in
01:50einer bestimmten Umgebung wohnen, damit es sich wohlfühlt. Alle Habitate setzen bestimmte
01:54Voraussetzungen, ja, voraus, damit sich mir und meinem Inselparadies Pokémon überhaupt erst
01:58anschließen. Bisazams Wiese muss etwa groß genug sein, erst dann zieht es ein. Und Stichwort Bisazam,
02:04schon in den ersten Minuten treffe ich direkt auf die drei Starter mit dem grünen Pflanzen-Pokémon Glomanda
02:09und Shiggy, die sich automatisch meiner Gemeinschaft anschließen. Ich habe auch eine ganze Menge von
02:13den Taschenmonstern. Mein Ditto schaut sich nämlich die Fertigkeiten der drei ab. Ich gieße mit Shiggy's
02:17Aquaknarre den vertrockneten Boden, lasse mit Bisazams Rankenhieb Grashalme sprießen und zünde
02:22mit Glomandas Hilfe mein erstes Lagerfeuer an. Damit kann ich die Umgebung nach eigenen Vorlieben
02:26und für neue Monster anpassen. Herauszufinden, wie die Habitate für bestimmte Pokémon aussehen,
02:31ist eine der wichtigsten und auch motivierendsten Aufgaben im Spiel. Ich muss entweder durch
02:35Experimentieren oder durch versteckte Hinweise in der Spielwelt entschlüsseln, wie sich die vielen
02:38Tierchen bei mir wohlfühlen. Die drei Starter sind noch sehr genügsam und brauchen anfangs lediglich
02:43eine kleine Wiese für sich. Als ich aber Gras unter einem Baum gepflanzt habe, ist dort einige
02:46Zeit später ein Sichlor eingezogen und Praktibalk fühlt sich in der Nähe von großen Felsbrocken am
02:51wohlsten. Nocchan möchte dagegen einen Ort mit Sportgeräten und dank des harten Trainings bringt
02:55es mir im Austausch für seinen Boxsack bei, wie ich Geländeblöcke mit bloßen Fäusten zertrümmern kann,
02:59quasi als Äquivalent zur Spitzhacke in Minecraft. Andere Wesen zeigen mir dagegen,
03:03wie ich Saatgut auf Feldern anpflanze oder schwimme und mit Dragoran konnte ich sogar durch die Lüfte
03:07segeln, um mein Werk von oben zu betrachten. Mit der Hilfe neuer Pokémon kann mein Ditto irgendwann,
03:11im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen und auch die Landschaft der Insel durch Terraforming
03:15verändern. Dass ich dabei immer die Habitate meiner Bewohner beachten muss, setzt Pocopia auch
03:20spürbar von der Konkurrenz ab. In der Demo konnte ich das Terraforming mangels Zeit leider noch nicht
03:24vollends ausprobieren, aber die Möglichkeiten mit solchen Sandbox-Features sind immens,
03:28wenn ihr denn viel gestalten möchtet. Pokémon in Pocopia sind also nicht einfach nur Questgeber
03:32und sehen süß aus, sondern sind wichtig für den Gameplay-Fortschritt. Mehr Monster bedeuten
03:36nämlich mehr Fähigkeiten und damit mehr Anpassungsoptionen. Um bei all den Tierchen nicht den Überblick zu
03:40verlieren, hat mein Ditto neben dem üblichen Pokédex auch einen Habitate-Dex dabei. So kann
03:45ich jederzeit nachschauen, welche Lebensräume ich bereits entdeckt habe und welche Pokémon dort
03:48leben möchten. Wie motivierend das Sammeln und Herausfinden der Habitate tatsächlich sein wird,
03:53hängt letztlich davon ab, wie viele es im finalen Spiel gibt und wie komplex die Anforderungen dafür
03:56werden. In der Demo-Version wurde es noch nicht viel spannender als Gras unter einem Baum. Da sollte dann
04:03in der Vollversion auf jeden Fall noch mehr kommen. Wie groß die tatsächliche Baufläche auf den
04:06Inseln wird, kann ich nach meinen ersten Eindrücken auch nur bedingt einschätzen. Die Startregion
04:11meiner Insel war etwa von Hohenbergen eng eingegrenzt. Gemessen an der fortgeschrittenen
04:15Welt im zweiten Teil des Anspielevents solltet ihr aber auch nicht mit einer gigantischen Open World
04:18rechnen. Man hat es gerade bei den Habitaten schon gemerkt, Bauen und Gestalten ist ein weiteres
04:22wichtiges Feature von Pocopia. Natürlich wird dieser Samm nicht für immer auf seinem Grasbüschel
04:26sitzen bleiben, das wäre spielerisch ja auch ziemlich öde. Der kleine Pflanzendino dürstet nach mehr.
04:32Alle Pokémon entwickeln mit der Zeit Wünsche. Dieser Samm hätte zum Beispiel gerne ein Bett. Dafür braucht
04:36Anleitungen, mit denen ich mit Ressourcen, Gegenstände und Deko-Items herstelle. Zu Beginn
04:41finde ich dafür vor allem Klassiker wie Steine, Holz und Blätter. Während für ein einfaches
04:44Strohbett bereits ein paar herumliegende Äste und gemähtes Gras ausreichen, werden die Blaupausen
04:48im späteren Spielverlauf anspruchsvoller. Übrigens, ohne die besagten Anleitungen geht nichts. Ihr
04:53müsst Rezepte erst freischalten und könnt nicht mit gesammelten Materialien an der Werkbank frei
04:57herum experimentieren. Aber zurück zu Bisasam. Nachdem ich das gewünschte Bett im Bereich um sein Habitat
05:02platziert habe, bedankt es sich bei mir und meine Bindung zu ihm steigt. Auf diese Weise freunde ich mich mit
05:06Pokémon an und erhalte von ihnen Belohnungen, zum Beispiel Ressourcen und neue Quests für noch
05:10mehr Freischaltungen. Wie meine Insel am Ende aussieht, hängt also davon ab, welche Pokémon sich
05:14ansiedeln und was ihre Vorlieben sind. Es gibt zwar viel Freiheit bei der Gestaltung, aber ein paar
05:18Anhaltspunkte bekommt ihr dadurch trotzdem an die Hand, um nicht völlig ziellos loszuwerkeln.
05:22Meinem ersten Eindruck nach solltet ihr aber nicht mit der gleichen Komplexität an unterschiedlichen
05:26Materialien und Möglichkeiten rechnen, wie zum Beispiel in Minecraft. Das merke ich zum Beispiel beim
05:31Buddeln nach unten. Schon nach wenigen Blöcken ist Schluss. Ein gigantisches Reich unter der Erde
05:35werdet ihr in Pocopia also weder entdecken noch erschaffen können. Und auch die vorgefertigten
05:40Häuser der Anspielversion waren zwar mit Tischen, Sofas und anderen Möbeln eingerichtet, wirkten
05:44aber trotzdem recht karg und wenig detailliert. Hier bleibt abzuwarten, was die Vollversion letztlich
05:49an Möglichkeiten bietet und ob die Freiheit vom Terraforming auch für Einrichtungsfans gilt.
05:53Klar ist, ihr solltet aller Voraussicht nach nicht mit ausufernden Möglichkeiten wie in
05:57The Sims 4 oder gar dedizierten Einrichtungsspielen wie Small Spaces rechnen. Dafür wirken die Optionen in der
06:03Pokémon-Demo einfach zu grob. Mit etwas Geduld lassen sich aber durchaus schöne Häuser für eure
06:08liebsten Pokémon zaubern. Ich kann mir auch richtig gut vorstellen, wie Pokémon-Fans der ersten
06:11Gameboy-Generation Städte wie Fuchsania City oder bestimmte Routen detailgetreu nachbauen. Die Karo-Raster
06:17bei der Spiele bieten sich dafür quasi perfekt an. Es gibt auch vorgefertigte Gebäude, die nicht aus
06:21Blöcken bestehen, beispielsweise Fertighäuser oder Pokémon-Center. Sobald die entsprechende Anleitung
06:26freigeschaltet ist, kann ich den Bausatz in der Welt platzieren und alle nötigen Materialien bei der
06:30Baustelle abgeben. Hier sind dann auch wieder die besonderen Skills der Pokémon relevant. Als ich
06:34meine erste Hütte aus Blättern bauen wollte, musste Praktibike mit seiner Baufähigkeit etwa
06:38dabei sein, um das Gebäude fertigzustellen. Stichwort Bindung und Quests, mit mehr zufriedenen
06:42Pokémon steigt auch das Level meiner Insel. Den aktuellen Status kann ich einem PC nachschauen,
06:46an dem es auch tägliche Herausforderungsquests gibt, für deren Abschluss ich Münzen bekomme. Das
06:50waren in der Demo simple Aufgaben wie Sammle 10 Äste oder lass 8 neue Pokémon bei dir leben. Typische
06:56rotierende Daily Task also, wie es sie zum Beispiel auch in Disney Dreamlight Valley gibt. Steigt meine
07:00Insel eine Stufe auf, gibt's neue Anleitungen für die Werkbank und mehr Items im Shop, die ich dann
07:04für Münzen kaufen kann. Ich muss also nicht jeden Deko-Gegenstand mühselig herstellen. Was die
07:08Performance betrifft, hat der Switch 2-Exklusivtitel einen stabilen Eindruck gemacht. Ruckler und
07:13Bugs sind mir beim Spielen nicht aufgefallen. Allerdings habe ich auch nur einen kleinen Teil des
07:16Spiels gesehen. Optisch sieht Pocopia in Ordnung aus. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein
07:22Grafikbrett wie der Resident Evil Requiem Port auf der Switch 2 ist es sicherlich nicht, aber die
07:26Pokémon sind immerhin nett animiert und der Vibe des Franchises wird gut eingefangen. Wirklich
07:30geärgert hat mich allerdings die Sichtweite. Es dauert echt nicht lang, bis Landschaften und
07:34Gebäude im Hintergrund von einem violetten Nebel verschluckt werden, der alle Details auf dem
07:38Terrain ausblendet. Schon in der Demo zeigt sich, dass das dafür sorgt, dass ich nie meine gesamte
07:42Schöpfung in voller Pracht überblicken kann. Bei einem Spiel, das sich so auf Bauen und Ausbauen
07:47konzentriert, ist das kein kleines Problem. Davon abgesehen ist eine geringe Sichtweite,
07:51in der alle Details hinter einer Dunstwand verschwinden, eigentlich auch eher was,
07:54das sich mit Spielen von vor 20 Jahren in Verbindung bringen. Zumal Pokémon jetzt auch
07:58nicht so gut aussieht, dass sich der Switch 2 da nicht mehr zutrauen würde.
08:07Dann kommen wir mal zum Fazit. Pokémon Procopia wird seine Fans auf jeden Fall finden. Ein gemütliches
08:12Cozy-Game, in dem die beliebten Monster friedlich miteinander leben, ist quasi ein Selbstläufer. Und
08:16was ich bisher vom Spiel gesehen habe, macht auch einen guten Eindruck. Wenn ihr auf das seichte Gameplay
08:20von Animal Crossing anspringt und ohne jeden Stress die perfekte Pokémon-Oase erschaffen
08:24wollt, könnte das hier was für euch sein. Besonders das Sammeln und Entdecken der Habitate
08:28dürfte sehr motivierend werden und dem Gestalten der Insel eine spaßige und eigenständige Note
08:32verleihen. Ein Hinweis noch, in der physischen Edition erscheint Procopia nur auf einer Game-Key-Card,
08:38also einem leeren Modul, das nur den Download der digitalen Version auslöst. Die könnt ihr,
08:42immerhin, noch weiterverkaufen, aber habt das im Hinterkopf, falls es für eure Sammlung wichtig
08:46ist. Je nachdem, mit welcher Erwartungshaltung ihr an Procopia geht, solltet ihr zudem auch mit
08:51Abstrichen rechnen, gerade im Vergleich zu ähnlichen Spielen. Soweit ich das bisher beurteilen kann,
08:56wird es kaum sympathisch geschriebene Storylines wie in Stardew Valley geben. Landwirtschaft spielt
09:00keine zentrale Rolle wie in Story of Seasons, ihr könnt nicht so detailliert einrichten wie in
09:04Die Sims und es gibt voraussichtlich weniger Möglichkeiten beim Gestalten der Welt als in Minecraft. Dafür ist
09:09wiederum die Einstiegshürde geringer, weshalb man schnell in den Gameplay-Flow eintauchen kann. Auch
09:13jüngere Pokémon-Fans können damit ohne Probleme ins Genre einsteigen. Und ganz ehrlich, allein
09:18die Vorstellung, dass ich meinem Bizzazam, dem offensichtlich besten Pokémon, seinen ihm
09:22angemessenen Palast bauen kann, ist doch eine ziemlich super Sache. So, und jetzt bin ich auf eure
09:27Meinung gespannt. Ist die Fusion aus Cozy Game und Pokémon eine gute Idee oder seid ihr erstmal
09:32noch skeptisch? Danke, dass ihr bis zum Ende dran geblieben seid und bis zum nächsten Mal.
09:39Bis zum nächsten Mal.
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