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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00:00Hey, Opa.
00:00:18Manchmal habe ich das Gefühl, ich kann das alles gar nicht.
00:00:30Mama meinte, die hast du am liebsten geraucht.
00:00:42Ich könnte jetzt echt deine Hilfe gebrauchen.
00:00:45Was hältst du von der Runde Diktiergerät, Bingo?
00:00:48Ich stelle eine Frage und du antwortest?
00:00:54Keine Antwort. Ich werte das als Ja.
00:01:00Habe ich überhaupt das Zeug dazu, eine gute Anwältin zu sein?
00:01:10Anfänger, Verwirrung. Das würde ich nochmal.
00:01:16Aber das mit der Partnerschaft ist voll krass. Ich meine, ich habe überhaupt keinen Plan.
00:01:21Das ist eine seltene Offenheit. Wisst ihr, ihre älteren Kollegen haben auch meistens keine Ahnung, worum es geht.
00:01:26Die würden es aber nie zugeben.
00:01:30Das ist eine seltene Offenheit.
00:02:00Das ist jedes Mal an der Grenze zur vorsätzlichen Sachbeschädigung.
00:02:14Ach, die Rechtsprechung ist da ganz klar.
00:02:16Wer ein- und auspackt, muss alle notwendige Sorgfalt erfüllen, um einen Unfall zu vermeiden.
00:02:20Und jedes Gericht wird anerkennen, dass ein acht Zentimeter dickes Stück Styropor den Tatbestand für notwendige Sorgfalt erfüllt.
00:02:30Senta! Wo hast du die Briefmarken?
00:02:33Briefmarken.
00:02:34Vorsicht! Bring mir bloß nisch durcheinander. Mach grad Ablage. Hat alle Systeme hier.
00:02:40Ein verschlüsseltes System.
00:02:42Hat sich 40 Jahre lang bewährt.
00:02:44Guck mal, Lisa, Liebling. Rechtsanwältin? Gegen Benachteiligung jeder Art aus Kreuzberg?
00:02:58Für Kreuzberg?
00:02:58Nein.
00:03:00Ja, vielleicht sind ja schon ein paar Fälle drin.
00:03:02Ja, Abfälle.
00:03:03Guck mal da.
00:03:04Wo ist es du davon?
00:03:10Ja.
00:03:18Das gibt's doch nicht.
00:03:24Und?
00:03:25Gewonnen.
00:03:26Was ist das?
00:03:28Marketing.
00:03:29Du bietest dein juristisches Fachwissen an wie ein gebrauchtes Möbelstück.
00:03:34Guerilla-Marketing. Günstig und nah an der Zielgruppe.
00:03:37Und illegal.
00:03:38Vielleicht habe ich ja eine Genehmigung vom Ordnungsamt.
00:03:41Und was ist mit den Mandatsanfragen? Gibt's kostenlos und ganz ohne Guerilla-Marketing?
00:03:46Tanja, ich hab hier alles von dir übernommen. Ich möchte mir wenigstens meine eigenen Mandate ranschaffen.
00:03:52Bitte. Nimm die Zettel ab.
00:03:54Wieso?
00:03:55Weil wir Mandanten so nicht ansprechen.
00:03:59Wir oder du?
00:04:01Wir. Als Kanzlei.
00:04:04Und was für Mandanten auf so ein Marketing anspringen, das wissen wir beide ganz genau.
00:04:11Guck mal, noch hat sich ja gar keiner gemeldet. Und woher willst du wissen, dass das alles Wohlfahrtsmandate sind?
00:04:18Lebenserfahrung.
00:04:18Die dich auch täuschen kann.
00:04:21Na, sieh mal einer an, wer uns heute beehrt.
00:04:23Hallo.
00:04:24Fried.
00:04:24Ich hab Frau Asadi erzählt, dass ich die beste Anwältin Berlins zufällig ganz gut kenne.
00:04:32Könntest du mir den Gefallen tun und dir ihr Problem kurz anhören?
00:04:36Äh, Mira Asadi, hallo.
00:04:38Falls das grad nicht passt, kann ich gern ein anderer Mal wiederkommen.
00:04:41Doch, doch. Zufällig hab ich grad ein Zeitfenster frei. Bitte.
00:04:45Danke.
00:04:46Du bist die Beste.
00:04:47Ich hab nachher noch ne kleine Überraschung für dich.
00:04:57Ciao.
00:05:01So, was führt sie zu mir?
00:05:04Äh, ich bin...
00:05:05Ich war Erzieherin in der Kita hier in Kreuzberg.
00:05:12Und letzten Monat hatte ich einen Herzinfarkt.
00:05:15Oh, das tut mir leid.
00:05:17Ich hab mit nem Kind grad die Windeln gewechselt, als ich den Zusammenbruch hatte.
00:05:21Dem Kleinen ist zum Glück nichts passiert.
00:05:23Und jetzt, äh, können Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben?
00:05:27Ich hab einfach Angst, dass das nochmal passiert.
00:05:29Das kann ich nicht verantworten.
00:05:33Moment, bitte.
00:05:33Das hier kam vom Arbeitsamt.
00:05:55Ich soll ne Umschulung machen als Sachbearbeiterin oder als Kassiererin oder ein Callcenter.
00:06:01Äh, und jetzt wollen Sie beim Arbeitsamt einen Widerspruch einlegen, damit Sie Ihnen was Besseres anbieten?
00:06:09Oder möchten Sie vielleicht vor dem Sozialgericht eine Erwerbsminderungsrente einklagen?
00:06:15Keine Ahnung.
00:06:17Ich bin Erzieherin und ich...
00:06:21Was soll ich machen?
00:06:24Ich fürchte, ich kann da nichts für Sie machen.
00:06:27Ich sehe da kein juristisches Anliegen.
00:06:31Was Sie brauchen, ist eine gute Berufsberatung, in der man gemeinsam mit Ihnen neue Perspektiven bespricht.
00:06:38Ähm, ich hab da einen guten Vermittler...
00:06:42Meine Sekretärin wird Ihnen den Kontakt geben.
00:06:45Entschuldigen Sie bitte.
00:06:45Entschuldigung, angenommen.
00:06:59Könnten Sie woanders spielen? Es gibt Menschen, die hier arbeiten müssen. Ja, danke.
00:07:02Also, ich kann mir gut vorstellen, wie Sie sich fühlen. So ein Ereignis kann einen plötzlich den Boden unter den Füßen wegreißen.
00:07:17Naja, so plötzlich war das auch nicht. Ich war in dem Morgen in der Notaufnahme und da wurde der Infarkt nicht erkannt.
00:07:24Moment.
00:07:24Das müssen Sie mir genau erklären.
00:07:31So, ihr Lieben. Ich gehe da zur Post. Habt ihr was für mich?
00:07:35Nee.
00:07:35Moment.
00:07:36Bis später.
00:07:37Bis später.
00:07:39Sag mal, nach welchen Kriterien sortierst du da eigentlich die Mandate?
00:07:42Ähm, Kategorie 1, lukrativ und nicht aufwendig. Kategorie 2, lukrativ und prestigeträchtig.
00:07:48Kategorie 3, nicht lukrativ, dafür aber sehr aufwendig.
00:07:52Schau da mal rein, wäre sicher was für dich dabei.
00:07:54Du klingst wie Talia im Körper eines jungen Mannes.
00:07:57Oh, das nehme ich als Kompliment.
00:08:01Und worauf hast du Bock?
00:08:02Ähm, der Musikurheberrechtsstreit. Das finde ich spannend.
00:08:07Dann go for it.
00:08:09Warten wir erst mal ab, wie es morgen so läuft.
00:08:11Morgen?
00:08:15Personalentwicklungsgespräch bei Talia.
00:08:17Soll ich ein gutes Wort für dich einlegen?
00:08:18Ich weiß ja nicht, was dein Wort bei ihr wert ist.
00:08:21Dann drücke ich die Daumen.
00:08:22Wurde denn ein EKG erstellt?
00:08:26Nein, die haben mir nur Blut abgenommen und mich durchgecheckt.
00:08:29Und dann meinte der Arzt, das sei wohl stressbedingtes Unwohlsein.
00:08:33Und ich bin dann zur Arbeit gefahren, weil wir sowieso mit Personalmangel kämpfen.
00:08:38Und dann hatte ich den Zusammenbruch.
00:08:39Also jetzt haben Sie vermutlich ein juristisches Anliegen.
00:08:46Entschuldigen Sie mich eine Minute.
00:08:49Wo ist Senta?
00:08:51Bei der Post.
00:08:52Kann mir einer von euch bitte die Polizei rufen?
00:08:55Ist das nicht ein bisschen übertrieben?
00:08:57Das erfüllt den Tatbestand der ständigen Lärmbelästigung. Also nein, nicht übertrieben.
00:09:01Gut, ich rede mit ihm.
00:09:02Das habe ich befürchtet.
00:09:07Also, also ich fasse zusammen.
00:09:14Sie sind mit einem Herzinfarkt in Notaufnahme gegangen.
00:09:19Der behandelnde Arzt dort hat diesen aber nicht erkannt, hat sich stattdessen weggeschickt.
00:09:24Und Sie haben drei Stunden später auf Arbeit einen Zusammenbruch erlitten.
00:09:28Infolge dessen Sie eine Herzrhythmusstörung haben.
00:09:32Soweit korrekt?
00:09:33Ja.
00:09:34Also, juristisch gesehen ist das ein Behandlungsfehler laut Paragraf 823 BGB.
00:09:42Wenn dieser Tatbestand erfüllt ist, dann haben Sie ein Recht auf Schadensersatz.
00:09:48Und ich könnte Sie in dieser Angelegenheit vertreten.
00:09:50Also, mein Vorschlag ist, wir einigen uns auf 10% vom Schadenswert, aber Sie bezahlen mich erst, wenn Sie das Geld erhalten haben.
00:10:06Ja, aber was ist denn, wenn wir verlieren?
00:10:10Ich bin nicht daran interessiert, Sie um Ihr Geld zu erleichtern, sondern das Krankenhaus.
00:10:14Gut. Also, wir beide, wir machen jetzt einen Mandatsvertrag und ich beantrage Einsicht in Ihre Krankenakte.
00:10:23Und wenn wir die haben, dann kann ich ein medizinisches Gutachten beauftragen.
00:10:29Und dann sind wir schlauer.
00:10:32Okay. Danke.
00:10:41Es ist doch schön ruhig hier, oder?
00:10:44Wow.
00:10:46Das ist, ja...
00:10:48Kruste.
00:10:50Die heilende Kruste auf der Bunde der Gesellschaft.
00:10:54Ja.
00:10:55Schöner Name.
00:10:56Tiefsinnig.
00:10:57Das ist doch Spaß.
00:11:00Peter Krustkowski.
00:11:02Ja.
00:11:03Alle nennen mich Kruste.
00:11:05Wie es sich herausgestellt hat, hat Herr Krustkowski ein kleines juristisches Problem.
00:11:10Ja, die haben mich von meinem Spot in der Bergmannstraße vertrieben.
00:11:13Er hat einen Platzverweis und mehrere Bußgelder erhalten.
00:11:16Ja, und das ist rechtswidrig, weil...
00:11:19Musizieren Kunst ist und Kunstfreiheit ein Grundrecht.
00:11:22Ja, wenn sie alle stört, liegt's für ungut.
00:11:24Das liegt ja am Ohr der Betrachterin.
00:11:26Also, ich kläre dein juristisches Problem und du kannst zurück in die Bergmannstraße.
00:11:32Ja, und so lange haben Sie vor, hier weiter zu spielen?
00:11:36Ja.
00:11:37Ist doch ein guter Spot hier.
00:11:41Der Rubel muss ja rollen.
00:11:43Da gebe ich Ihnen recht.
00:11:44Der Rubel muss rollen.
00:11:46Wiedersehen.
00:11:48Tschüss.
00:11:51Aber ihr habt jetzt nicht vor, mich in Wörn zu ziehen oder so.
00:11:55Nein, natürlich nicht.
00:11:56Ich helfe dir und dafür hat meine Partnerin wieder ihre Ruhe.
00:11:59Win-win sozusagen.
00:12:00Was kostet mich dieses Win-win?
00:12:02Nichts.
00:12:03Wir beantragen Prozesskostenhilfe.
00:12:05Wenn ich das Formular finde.
00:12:11Äh, macht dir keinen Stress, ne?
00:12:14Also, du weißt ja jetzt, wo du mich findest.
00:12:17Dann melde ich mich morgen bei dir mit allen Details.
00:12:28Was machst du denn hier?
00:12:30Ist die Kanzlei abgebrannt?
00:12:32Home-Office.
00:12:33Home-Office?
00:12:36Was hat Lisa angestellt?
00:12:38Weißt du, ähm,
00:12:40hast du nicht eine Überraschung für mich?
00:12:46Ja?
00:12:49Oh, nö.
00:12:57Tada!
00:12:58Oh, nö.
00:12:59Oh, nö.
00:13:01Was ist denn das her?
00:13:03Ich hab mal ne Quelle aufgetrieben.
00:13:04Ach, nein.
00:13:05So wie früher.
00:13:11Nee, wie früher.
00:13:13Nee, das machst du.
00:13:15Ich...
00:13:16Nee, das ist das her.
00:13:17Nee, das ist das her.
00:13:17Hm.
00:13:21Hm.
00:13:23Hm.
00:13:24Und?
00:13:26Kannst du Frau Azadi helfen?
00:13:28Ja, hoffentlich.
00:13:31Aber das nächste Mal, da will ich, dass du mich vorwarnst.
00:13:34Tja, klar.
00:13:36Weißt du, ich restaurier die alten Wohnungstüren in dem Mietshaus, in dem sie wohnt.
00:13:40Sie hat einen Schwächeanfall.
00:13:42So sind wir ins Gespräch gekommen.
00:13:44Sie klang so verzweifelt, dass...
00:13:45Ja, klar.
00:13:49Das nächste Mal warne ich dich vor.
00:13:51Aber jetzt sagst du mir mal, warum du hier heute Homeoffice machst.
00:13:54Oh, nö.
00:13:56Ich will nicht, dass meine Arbeit dich langweilt.
00:13:58Du langweilst mich doch nicht.
00:14:00Das kann nicht funktionieren, Lisa und ich.
00:14:03Meine Kanzlei läuft bis jetzt ganz super.
00:14:06Dann kommt sie daher, stellt mein ganzes System in Frage, hat neue Ideen.
00:14:11Jetzt zum Beispiel.
00:14:12Da ist die halbe Stadt plakatiert mit ihrer bescheuerten Werbung.
00:14:17Aber besser als keine Ideen, oder?
00:14:18Ja, wenn sie funktionieren.
00:14:21Gut.
00:14:23Was sagt der alte Konfuzius?
00:14:26Sag es mir und ich werde es vergessen.
00:14:29Lass es mich machen.
00:14:31Nee, wie war das nochmal?
00:14:33Du kennst doch das Zitat.
00:14:36Sag es mir und ich werde es vergessen.
00:14:38Zeig es mir und ich werde es wahrscheinlich behalten.
00:14:42Lass mich tun und ich werde es können.
00:14:45Siehst du, lass Lisa doch einfach machen.
00:14:48Wenn es funktioniert, gut für alle.
00:14:49Wenn nicht, wird sie verstehen, dass es ein Holzweg ist.
00:14:52Hallo.
00:15:09Tag.
00:15:10Ich gebe Ihnen den und Sie müssen heute nicht mehr arbeiten.
00:15:14Wie klingt das für Sie?
00:15:15Klingt nach Bestechung.
00:15:16Nee, also ich würde eher sagen, geschäftliches Angebot.
00:15:19Ich bin aber nicht käuflich.
00:15:21Mir geht es darum, was die Musik in Menschen so auslöst.
00:15:24Also in mir löst es nur Frustration aus.
00:15:26Haben wir jetzt einen Deal oder nicht?
00:15:27Wir haben Exklusivvertrag.
00:15:31Wünsch dir was, was keine Frustration in dir auslöst.
00:15:34Spiel den ganzen Tag.
00:15:35Nur für dich.
00:15:36Ich denke mal drüber nach.
00:15:38Na toll.
00:15:38Sag mal, Senta, ist das alphabetisch geordnet oder chronologisch?
00:15:48Intuitiv.
00:15:49Wieso, was suchst du?
00:15:50Gem hat mir von einem Fall gegen das Ordnungsamt erzählt.
00:15:52Da würde ich mir den Vorgang gerne mal anschauen.
00:15:55Ordnungsamt?
00:15:55Und heute mal Tag war vorhin noch hier.
00:15:58Hier ist es.
00:16:01Bitteschön.
00:16:02Danke.
00:16:05Guten Morgen.
00:16:06Morgen.
00:16:07Sag mal, was haltet ihr eigentlich von einer kompletten Digitalisierung?
00:16:10Und damit meine ich alles.
00:16:11Also von der Kommunikation bis zur Madame-Abwicklung.
00:16:14Ach, Kleine, muss das sein?
00:16:17Lisa, könnte ich dich bitte mal unter vier Augen sprechen?
00:16:20Klar.
00:16:23Danke.
00:16:24Ja.
00:16:25Ich habe mich schlau gemacht.
00:16:27Advo Vivia ist auf jeden Fall die neueste Software auf dem Markt.
00:16:29Und damit könnten wir viel effizienter arbeiten.
00:16:36Senta hat ja jetzt mit mir auch eine Person mehr zu betreuen.
00:16:38Und ab nächstem Jahr kommt ja auch das Gesetz,
00:16:40dass wir ihr noch elektronisch kommunizieren dürfen.
00:16:42Mach, wie du willst.
00:16:45Was?
00:16:46Ja.
00:16:46Du bist jetzt Partnerin und du solltest mitentscheiden.
00:16:50Weißt du, wir probieren deinen Weg.
00:16:52Bis zum Ende der Woche übernimmst du die Entscheidung dieser Kanzlei
00:16:55und ich halte mich vollkommen raus.
00:16:57Du willst dich raushalten?
00:16:58Mhm.
00:17:00Das schaffst du never.
00:17:03Ab sofort übernimmt Lisa die Leitung der Kanzlei.
00:17:06Also alle Fragen ausschließlich an Sie.
00:17:09Danke für eure Aufmerksamkeit.
00:17:10Du bist ja mal besser.
00:17:14Unter einer Bedingung.
00:17:17Das sind die laufenden Kosten.
00:17:20Mietegehälter für Chairman Center, Büro, Materialversicherung,
00:17:22Rücklagen und so weiter.
00:17:23Also das müssen wir am Ende des Monats einnehmen,
00:17:26um rentabel zu bleiben.
00:17:27Und das, schau mal,
00:17:29das hast du in deiner ersten Woche erwirtschaftet.
00:17:31Also nur, dass du mal eine Grundlage dafür hast,
00:17:36ob sich so ein Pro-Bono-Fall für Straßenmusiker rentiert oder nicht.
00:17:40Der ist nicht Pro-Bono.
00:17:41Wir werden Prozesskostenhilfe beantragen.
00:17:43Ja, davon bräuchtest du mindestens zehn die Woche,
00:17:45um kostenneutral zu arbeiten.
00:17:47Aber hey, du bist jetzt der Boss.
00:17:52Die Boss?
00:17:52Panik ist nur eine vorübergehende Existenzform.
00:18:19Panik ist nur eine vorübergehende Existenzform.
00:18:22Panik ist nur eine vorübergehende Existenzform.
00:18:34Habe ich noch was?
00:18:35Nee, das ist es nicht.
00:18:40Die Frisur?
00:18:41Seid ihr aber früh auf?
00:18:43Äh, ja, ich weiß.
00:18:44Das ist mir gestern schon aufgefallen.
00:18:46Ich wollte es nur nicht ungefragt kommentieren.
00:18:49Sieht super aus.
00:18:51Danke.
00:18:52Mitarbeitergespräch.
00:19:00Und da du jetzt die Chefin bist?
00:19:02Ah, ja.
00:19:11Ich, ähm, warte.
00:19:13Ich bleibe einfach hier sitzen.
00:19:17Also, ich kenne dich jetzt eine Woche und einen Tag.
00:19:19Ganz ehrlich, keine Ahnung.
00:19:21Ja, super.
00:19:21Bewerte die eine Woche und den einen Tag.
00:19:22Du bist fleißig und kompetent.
00:19:26Deine Umgangsformen sind gut.
00:19:29Weiter so.
00:19:30Wenn du mit meinen Leistungen zufrieden bist, würde ich gerne einen eigenen Fall übernehmen.
00:19:33Dort ist noch nie ein eigener Fall.
00:19:36Nee.
00:19:38Gestern hatte ich aber den Eindruck, ähm, dass du so einen Schritt befürworten würdest.
00:19:45Äh.
00:19:46Oder spricht was dagegen?
00:19:49Nein, nein, nein, nein.
00:19:51Ähm, such dir einen aus.
00:19:53Aber davor hätte ich doch eine klitzekleine Kleinigkeit.
00:19:58Du kennst dich doch gut mit Computern aus, ne?
00:20:00Das muss irgendwo im Dashboard sein.
00:20:02Na, da war ich doch schon dreitausendmal.
00:20:04Klingt mal Vorgänger.
00:20:05War ich auch schon.
00:20:06Also, ich weiß nicht, ob wir dafür gerade Zeit haben.
00:20:09Man muss sich Zeit nehmen, um Zeit zu sparen.
00:20:11Klingt irgendwie nach einem Kalenderspruch.
00:20:13Keine Sorge, Chefin, das hab ich doch rucki-zucki drauf.
00:20:16Ja, deswegen bin ich auch froh, dass ich mich nicht darum kümmern muss.
00:20:20Also, Lisa meint, wenn alles läuft, dann kann ich sogar ab und zu von zu Hause aus arbeiten.
00:20:24Und mit deiner super Fernbedienung, da kannst du dann auch die Tür hier aufmachen?
00:20:28Oh, Entschuldigung.
00:20:30Die ist schon weg.
00:20:32Und du meinst, dass das alles reibungslos funktionieren wird?
00:20:37Finden wir es heraus.
00:20:42Guten Tag.
00:20:46Frau Jakobi, ich glaube nicht, dass ich was für Sie tun kann.
00:20:50Eigentlich möchte ich zu Lisa Liebling.
00:20:54Ich habe diese Werbung gesehen und dachte, das ist unkonventionell für eine Kanzlei.
00:20:59Auf solche Ideen kommen wir hier gar nicht mehr.
00:21:02Hallo.
00:21:03Hallo.
00:21:04Lisa Liebling.
00:21:04Ah, freut mich.
00:21:06Freut mich auch.
00:21:07Wollen wir?
00:21:08Gerne.
00:21:09Ja.
00:21:09Kann ich Ihnen was zu trinken anbieten?
00:21:24Ähm, ja.
00:21:26Kaffee, danke.
00:21:27Danke.
00:21:28Gerne.
00:21:28Dann kann ich ganz kurz...
00:21:40Woher wusstest du?
00:21:42Alle Mandanten von Kaffee.
00:21:44Danke.
00:21:45Gerne.
00:21:46Sag mal, du interessierst dich doch für Polizei und Ordnungsrecht.
00:21:49Ich interessiere mich für Freiheit, also ja?
00:21:51Und du fandest den Musik und Urheil bereits streitspannend?
00:21:54Ja.
00:21:55Dann habe ich da was für dich.
00:21:58Ja.
00:22:02Hallo.
00:22:02Ah, guten Tag.
00:22:05Ich wünsche mir nur noch Ihr Lied, dann können wir anfangen.
00:22:12Schon erschreckend, wie schnell die Zeit verfliegt.
00:22:15Konnten Sie meinen Großvater?
00:22:18Wir sind uns ein paar Mal vor Gericht begegnet, ja.
00:22:21Sind Sie auch Anwältin?
00:22:23Ich war 20 Jahre lang Staatsanwältin und habe danach eine Professur an der Juristischen Fakultät hier in Berlin angenommen.
00:22:30Wow.
00:22:32Sie fragen sich, warum ich ausgerechnet zu Ihnen möchte.
00:22:36Ja.
00:22:37Also, ich will Ihnen nichts vormachen, aber das ist meine zweite Woche als praktizierende Anwältin.
00:22:41Und mir geht es weniger um Ihre Erfahrung, sondern mehr um Ihre Sicht auf bestehende Ungerechtigkeiten.
00:22:47Wissen Sie, als ich vor 30 Jahren angefangen habe, da musste ich als Frau vieles ertragen und habe mir vieles hart erkämpfen müssen.
00:22:59Ihre Generation hingegen lässt uns erst gar nicht zu.
00:23:03Sie beansprucht einen Platz für sich mit so einer Selbstverständlichkeit.
00:23:08Das finde ich faszinierend.
00:23:11Eine Selbstverständlichkeit, die wir Frauen wie Ihnen zu verdanken haben.
00:23:15Und trotzdem, es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns.
00:23:17Und deswegen bin ich hier.
00:23:19Ich möchte Ihnen etwas zeigen.
00:23:24Guten Tag.
00:23:26Mein Name ist Cem Oktay von der Kanzlei Janka.
00:23:28Ich vertrete Sie in Ihrer Angelegenheit.
00:23:30Was machen Sie da?
00:23:39Spiele.
00:23:41Sie spielen?
00:23:41Ja.
00:23:42Exklusiv für Ihre Chefin.
00:23:44Sie hat sich 4 Minuten 33 von John Cage gewünscht.
00:23:48Stille als Ausdruck von Musik.
00:23:50Das ist ein Schlüsselwerk.
00:23:52Ja, habe ich reingelegt.
00:23:57Füllen Sie das schnell aus, dann können wir starten.
00:24:00Ja, was ist das jetzt?
00:24:00Hab die Brille nicht da.
00:24:02Bei Bewilligung würde die Staatskasse die Kosten für die Rechtsvertretung übernehmen.
00:24:06Ne, so will ich das nicht.
00:24:08Wieso?
00:24:09Ich lege niemandem auf der Tasche.
00:24:11Schon gar nichts im Staat.
00:24:14Der Rechtsstaat geht damit sicher, dass jeder einen Anspruch auf juristische Vertretung hat.
00:24:18Nein.
00:24:21Okay, ähm...
00:24:24Dann sind das 180 Euro.
00:24:26Was?
00:24:26Mein Stundensatz.
00:24:28Exklusive Vor- und Nachbearbeitung.
00:24:30Wenn Sie keine Prozesskostenhilfe möchten, zahlen Sie selbst.
00:24:36Abgemacht.
00:24:39Aber ich zahle nicht alles auf einmal.
00:24:40Stört das ab.
00:24:41So.
00:24:42Dann gehen wir zu mir, oder?
00:24:43Was?
00:24:43Na hier.
00:24:44Ist ja doch ein Überblick verschafft, lieber den ganzen Papierkram angucken und so.
00:24:47Ich hab das alles total sortiert zu Hause.
00:24:49Und mit stehen ist so rum.
00:24:50Papier ist nicht immer geduldig, Junge.
00:25:01Dieses Meme-Video verbreitet sich wie ein Lauffeuer an der Hochschule.
00:25:05Sie sehen ja, ich bin geistig vollkommen fit.
00:25:08Aber erste Kollegen fragen, wie es mir denn gesundheitlich geht und die Studenten beginnen hinter meinem Rücken zu tuscheln.
00:25:17Das ist eine absolute Frechheit.
00:25:19Das muss unbedingt richtig gestellt werden.
00:25:22Wer steckt dahinter?
00:25:24Die Polizei hat die IP-Adresse des Absenders identifiziert.
00:25:29Sie gehört einem meiner Studenten.
00:25:31Martin Kubi.
00:25:32Und hat er sich dazu geäußert?
00:25:36Er sieht sich im Recht.
00:25:38Er sieht sich im Recht?
00:25:40Ich habe mich geweigert, ihm eine Empfehlung für ein Refendariat zu schreiben,
00:25:44weil er nicht die nötige Qualifikation hat.
00:25:47Das Video war seine Rache.
00:25:49Ich habe nach all den Jahren den Fehler gemacht, das zarte Ego eines Mannes zu verletzen.
00:25:55Und was sagt die Universitätsleitung dazu?
00:26:00Dass sich das schon von alleine regeln wird.
00:26:04Das ist ja eine bequeme Position.
00:26:05Also das ist ganz offensichtlich eine öffentliche Herabwürdigung Ihrer Person,
00:26:11die darauf abzielt, Ihre Reputation zu zerstören.
00:26:14Also wären Sie an meinem Anliegen interessiert?
00:26:18Ja.
00:26:19Genau dafür habe ich Jura studiert.
00:26:22Es gibt leider einen kleinen Haken.
00:26:26Das haben mir die Kinder aus der Kita geschickt, damit ich schnell wieder gesund werde.
00:26:29Süß.
00:26:32Gut.
00:26:33Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es ist, wenn man seinen Beruf liebt
00:26:39und ihn plötzlich nicht mehr ausführen darf.
00:26:42Aber wir müssen jetzt nach vorne schauen.
00:26:44Und das Beste für Sie rausholen,
00:26:45dass Sie die finanziellen Mittel haben, Ihre Zukunft neu zu gestalten.
00:26:50Ich habe das Krankenhaus bereits informiert,
00:26:53dass wir einen Behandlungsfehler vermuten.
00:26:55Und der Anwalt vom Krankenhaus hat sich schon gemeldet.
00:26:59Also Sie weisen natürlich alle Vorwürfe zurück.
00:27:01Laut Anwalt hat der behandelnde Arzt Dr. Thomas Kramer lediglich auf die Symptome reagiert,
00:27:09die Sie beschrieben haben.
00:27:11Und damit per Definition nach allgemein anerkannten fachlichen Standards gehandelt.
00:27:16Gestern meinten Sie doch noch, dass unsere Chancen gut stehen.
00:27:19Ja, tun Sie auch.
00:27:20Das hat sich gerade anders angehört.
00:27:22Machen Sie sich mal keine Sorgen.
00:27:24Jede Seite versucht nur, die besten Argumente für sich herauszufinden.
00:27:29Und was sind unsere Argumente?
00:27:30Die meisten Behandlungsfehler entstehen, wenn Ärzte die gesetzliche Höchstarbeitszeit
00:27:35von 48 Wochenstunden überschreiten und in ermüdetem Zustand arbeiten.
00:27:39Jetzt werden wir herausfinden, ob das in Ihrem Fall auch zutrifft.
00:27:46Die Hauptverhandlung ist schon übermorgen?
00:27:48Eigentlich wollte ich ohne anwaltlichen Beistand vor Gericht erscheinen.
00:27:52Aber ich kann verstehen, wenn Sie diese Kurzfristigkeit überfordert.
00:27:56Nein.
00:27:56Das kriege ich hin.
00:28:01Wie wäre denn Ihre Vorgehensweise?
00:28:05Das ist ganz klar eine herabwürdigende Persönlichkeitsrechtsverletzung.
00:28:09Und da das Video bereits viral gegangen ist, müssen wir schnell handeln, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden.
00:28:14Zum einen haben Sie einen Unterlassungs- und Löschungsanspruch und zum anderen das Recht auf Schadensersatz.
00:28:19Und da Sie augenscheinlich nicht dement sind, handelt es sich um die bewusste Verbreitung einer Lüge.
00:28:24Also würde ich das Ganze auch nicht als üble Nachrede einstufen, sondern den Fall in eine Verleumdungsklage nach § 187 StGB einbetten.
00:28:32Genau. Und er muss sich öffentlich bei Ihnen entschuldigen und die Sache richtigstellen.
00:28:38Also Ihnen hätte ich eine Empfehlung geschrieben.
00:28:44Und weißt du, was das hier ist? Ein gigantischer Ohrstöpsel.
00:28:47Überall Lärm, überall Stress, überall Autos. Und plötzlich kommst du hierher und? Hörst du was?
00:28:51Hörst du irgendwas? Nee, ich auch nicht.
00:28:52Ich fahre hier immer vorbei. Ich wusste gar nicht, dass hier sowas existiert.
00:28:57Ja, das ist unsere kleine Oase.
00:28:59Und was für Leute leben hier so?
00:29:01Wilde Mischungen. Künstler, Angestellte, Kinder mit Eltern.
00:29:05Tag, Bob.
00:29:05Tag.
00:29:06Haustiere mit und ohne Besitzer. Und sogar ein Beamter.
00:29:10Oh, ja. Wird nie langweilig.
00:29:13Kann sein, dass du morgens aufwachst und jemand hat sich ungefragt deine Gummistiefel geborgt.
00:29:17Was machen Sie dann?
00:29:18Nee, wichtig vom Nachbarn.
00:29:19Euer Kraftwerk?
00:29:22Ja, Strom fließt. Wasser nicht. Dafür haben wir ein Plumpsklo.
00:29:26Ja, besondere Art von Freiheit. Besonders im Winter.
00:29:32Wohnen Sie hier schon lange?
00:29:33Ja, sollte zuerst eine Übergangslösung werden. Aber wenn man den Ort einmal betreten hat, will man halt nicht mehr weg.
00:29:38Ich sehe die Leute, wie sie jeden Tag in Anzüge eingeschmiert zur Arbeit hetzen.
00:29:44Sich dann in diesem Hamsterrad zu Tode zu ackern.
00:29:47Ja.
00:29:49Wofür das Ganze?
00:29:50Ja, aber der Hamster im Anzug ist ja hier, um Ihnen zu helfen.
00:29:52Ja, gut.
00:29:53Das kommt auch wieder.
00:29:54Ja.
00:29:54Hey, sag mal, ist das eigentlich was Persönliches?
00:30:11Hä?
00:30:12Wenn hier andere um Hilfe bitten, bist du der Erste, der auf der Matte steht.
00:30:15Und ich will nur, dass du dich in die verdammte Liste einträgst, damit ich es planen kann.
00:30:18Es ist zu viel verlangt.
00:30:19Ja, richtig.
00:30:19Dann trag bitte ein, was du zum Fest mitbringst und welchen Dienst du übernimmst.
00:30:24Mhm.
00:30:28Äh, Sie müssten mir noch die Mandals vollmacht unterzeichnen.
00:30:30Ja.
00:30:31So, hier ist alles, was ich jemals bekommen habe.
00:30:36Hm?
00:30:38Zeit läuft.
00:30:43Du Senta, ich benötige dringend ein medizinisches Gutachten.
00:30:47Habe ich das richtig verstanden, dass das mit dieser Software da schneller geht?
00:30:51Ja, super.
00:30:52Ich brauche es nämlich noch schneller als schnell.
00:30:54Dann arbeite ich mich schnellstmöglich ein und melde mich dann bei Ihnen.
00:30:58Sehr gut.
00:31:00Ah, die Damen.
00:31:01Schönen Tag noch.
00:31:03Danke.
00:31:04Ja, Wiedersehen.
00:31:09Sag mal, wo ist eigentlich Cem?
00:31:10Cem ist mit diesem Kruste unterwegs.
00:31:13Ach, Lisa hat ihm ihren Fall übertragen.
00:31:15Ach, Cem hat jetzt einen eigenen Fall?
00:31:18Mhm.
00:31:19Okay.
00:31:22Also, ich habe eure Blicke vorhin mitbekommen.
00:31:25Was ist mit ihr?
00:31:25Waren mein Opa und sie romantisch involviert?
00:31:28Nicht so ganz wahr.
00:31:29Ich würde eher sagen, die Bienen waren Rivalen.
00:31:32Naja, Erzrivalen, würde ich sagen.
00:31:34Schönen vor, in all den Jahren hat Robert nicht einen Fall gegen sie gewonnen.
00:31:37Eine Petra Jakobi verliert nicht.
00:31:40So wie du.
00:31:40Na ja, die Frau macht keine Gefangenen.
00:31:44Na, dann habe ich ja Glück, dass ich sie vertrete und nicht gegen sie klage.
00:31:47Naja, wie sagst du mal so schön, finden wir es heraus?
00:31:50Du, andere Sache.
00:31:51Wann wolltest du mir eigentlich sagen, dass Cem jetzt eigene Fälle bearbeitet?
00:31:56Er hat das angesprochen und ich finde, er ist bereit dazu.
00:31:59Aber ich kann weiterhin auf seine Unterstützung in meinem Fall zählen,
00:32:01weil ich habe mit ihm gerechnet.
00:32:04Ja.
00:32:04Ja.
00:32:05Ja.
00:32:07Gut.
00:32:07Was ist das denn?
00:32:18Was soll das denn sein?
00:32:20Sie sind nicht krankenversichert?
00:32:21Und wenn Ihnen was zustößt?
00:32:23Ja.
00:32:25Niemand sollte so präkär leben.
00:32:28Ich gebe dem Staat nichts, aber dafür verlange ich auch nichts zurück.
00:32:31Sie zahlen also keine Steuern, wollen Sie das damit sagen?
00:32:34Hier.
00:32:35Aufforderung zur Steuererklärung.
00:32:37Auf sowas müssen Sie reagieren.
00:32:39Naja, verdienen ja quasi nichts.
00:32:41Ja, aber das müssen Sie dem Finanzamt mitteilen, sonst hat das strafrechtliche Konsequenzen.
00:32:45Und hier, Sie hätten einfach nur Widerspruch einlegen müssen.
00:32:48Damit wäre die Sache erledigt gewesen.
00:32:50Oder hier.
00:32:52Die Straßenbaubehörde fordert Sie auf, eine Sondernutzungserlaubnis für Ihr Fahrradinstrument
00:32:57zu beantragen.
00:32:58Ja, kein Wunder, dass Sie vom Platz geflogen sind.
00:33:00Und was ist jetzt der Bahn?
00:33:07Äh, ich muss mir erstmal einen Überblick verschaffen.
00:33:10Ja, gut.
00:33:11Dann wird auf der Höhe schon einiges geschafft.
00:33:13Ich bin wieder da.
00:33:19Und, Prozesskostenhilfe beantragt?
00:33:21Nein, will er nicht.
00:33:24Machst du es jetzt pro bono?
00:33:25Nein, ich stelle ihm am Ende einfach eine Rechnung.
00:33:27So geht das nicht.
00:33:28Wieso?
00:33:29Er hat damit einverstanden, sonst hätte ich es ja nicht gemacht.
00:33:31Ja, aber du weißt doch gar nicht, warum er die PKH abgelehnt hat.
00:33:34Vielleicht steckt er ja ein besonderer Grund dahinter.
00:33:37Vielleicht sollten wir aber auch einfach seine Entscheidung respektieren.
00:33:41Du hast gesagt, ich kann meinen eigenen Fall machen.
00:33:43Und den würde ich gerne so machen, wie ich es für richtig halte.
00:33:46Und ich würde gern was dabei verdienen und Talia nicht sagen müssen, dass mein erster
00:33:49Fall pro bono war.
00:33:51Oder soll ich es doch unentgeltlich machen?
00:33:54Du bist ja die Chefin.
00:33:57Ich finde, du hast dich richtig entschieden.
00:34:06Und warum fühlt es sich dann so an, als würden wir einen armen Straßenmusiker über den
00:34:10Tisch ziehen?
00:34:11Das kann er doch selbst entscheiden.
00:34:12Du musst ihn nicht retten.
00:34:14Du bist jetzt eine Boss Bitch.
00:34:16Nimm dir, was du brauchst und schmeiß den Rest weg.
00:34:18Also zumindest bis zum Ende der Woche.
00:34:21Und wer hat nochmal gesagt, dass ich eine Boss Bitch sein will?
00:34:24Ach, komm, ich erkenne auch eine Boss Bitch, weil die vor mir steht.
00:34:27Du musst ab und zu auf den Tisch hauen, sonst ist bald kein Tisch mehr da, auf den
00:34:30du hauen kannst.
00:34:35Gehen wir heute noch feiern?
00:34:36Ich muss heute noch arbeiten.
00:34:40Immerzu muss man was lernen, immerzu kommt was Neues.
00:34:45Ich will damit sagen, dass es Dinge gibt, die sich erst am spätsten Abend günstig entwickeln.
00:34:49Kennen Sie sowas nicht?
00:34:52Meine Güte, ich muss mich echt dran gewöhnen, dass jetzt wieder die Stimme von meinem Vater
00:34:55durch die Wohnung geistert.
00:34:57Ich probiere nur gerade meine Gedanken zu sortieren.
00:35:02Ja, wenn ich ein Problem hatte, habe ich mich auch an ihn gewandt.
00:35:06Da gab es dann ein Rat oder eine Rüge, manchmal sogar beides.
00:35:11Und manchmal gab es sogar Geld.
00:35:15Mücke.
00:35:16Alles okay bei dir?
00:35:24Ja.
00:35:26Sieht mir aber nicht so aus.
00:35:28Ach, keine Ahnung, ich...
00:35:29Ich fühle mich manchmal wie das neunjährige Mädchen, was alleine zur Schule fahren musste
00:35:33und Angst hatte, in die falsche Bahn zu steigen.
00:35:36Oh.
00:35:36Kann ich dir helfen?
00:35:38Nee, ich muss das alleine hinkriegen.
00:35:41Ja, klar.
00:35:41Was hast du früher auch immer gesagt?
00:35:43Mama, ich muss das alleine hinkriegen.
00:35:45Trotzdem hätte ich vielleicht einen Tipp für dich.
00:35:47Darf ich?
00:35:50Warte.
00:35:52Oh ja.
00:35:54Hier.
00:35:55Ich arbeite gern mit verschiedenen Farben.
00:35:57Das hilft mir, meine Gedanken zu sortieren.
00:35:59Wir sehen uns gleich beim Essen.
00:36:29Ich bin eher übericiones.
00:36:31Oh ja.
00:36:32Wie weiß ich das.
00:36:47Oh ja.
00:36:48Das war's für heute.
00:37:18Gutachten doch einfach per Kurier, so wie immer.
00:37:21Ja, natürlich so schnell wie möglich. Wir haben's eilig.
00:37:25Danke.
00:37:28Senta?
00:37:29Warum nutzt du dafür nicht die neue Software?
00:37:32Das ist günstiger und schneller als ein Kurier.
00:37:33Ach, Kleine, mein System ist immer noch tausendmal schneller als jede Maschine.
00:37:39Und was machen wir, wenn du mal nicht da bist?
00:37:42Willst du mich etwa schon wieder rauswerfen?
00:37:44Natürlich nicht. Aber die Software kann dir die Arbeit erleichtern.
00:37:49Gerade jetzt, wo du auch meine Mandantin betreust.
00:37:51Ach so, und du glaubst, sie schafft das nicht alleine?
00:37:54Nein, aber die Software kann dir helfen.
00:37:57Helfen? Oder mich ersetzen?
00:38:01Keine Software der Erde kann die gute Seele der Kanzlei ersetzen.
00:38:06Gib dem Ganzen bitte eine Chance.
00:38:07Na gut.
00:38:09Ich ruf da gleich nochmal an und sag denen, die sollen nicht alles über die neue Software schicken, okay?
00:38:14Ja.
00:38:16Sag mal, das medizinische Gutachten ist da schon da?
00:38:18Äh, nee, aber ich bin dran.
00:38:20Hm?
00:38:21Nicht so richtig effizient das Ganze, oder?
00:38:23Richtig, noch nicht. Aber?
00:38:28Bald.
00:38:28Morgen.
00:38:29Äh, morgen. Sag mal, wie weit bist du mit der Krankenhausrecherche?
00:38:32Ja, ich bin dran.
00:38:33Also, der Satz fällt ziemlich oft hier in letzter Zeit.
00:38:36Und das Treffen mit dem Krankenhausanwalt ist schon morgen.
00:38:38Ja, aber die Einspruchsfrist gegen den Platzverweis von Herrn Christophsky läuft morgen aus.
00:38:42Aber das Behandlungsfehlermandat, das bringt uns eine fünfstellige Summe.
00:38:46Ich kümmere mich sofort darum, sobald ich mit dem Schriftsatz durch bin, ja?
00:38:48Nein, nein, du kümmerst dich mit...
00:38:51Bin ich froh, dass ich jetzt nicht entscheiden muss, was Priorität hat, oder?
00:38:56Was sagst du?
00:38:57Gestern hast du mir seine Unterstützung noch zugesichert?
00:39:01Talias Pfeil hat Vorrang.
00:39:04Okay.
00:39:06Danke.
00:39:11Ah, verstehe.
00:39:14Im Urlaub.
00:39:17Danke trotzdem.
00:39:18Ja, tschüss.
00:39:23Hey.
00:39:25Sorry für das Ganze hin und her.
00:39:26Muss dich nicht entschuldigen.
00:39:29Weißt du, was Talias Stärke ist?
00:39:31Klarheit.
00:39:32Sie sagt, was sie will, und das bleibt dann auch so.
00:39:35Und wenn es nicht das ist, was du möchtest?
00:39:37Ja, dann macht mir die Aufgabe eben keinen Spaß.
00:39:40Ist ja mein Job und nicht mein Hobby.
00:39:45Hä?
00:39:47Kannst du kurz kommen?
00:39:48Das ist der Account, von dem das Meme-Video hochgeladen wurde.
00:39:52Und jetzt hat er das Original-Video hochgeladen, aus dem das Meme-Video ausgeschnitten wurde.
00:39:56Wird der Account dem Angeklagten?
00:39:58Ja.
00:39:58Ja.
00:39:58Ja.
00:40:00Was bedeutet Dodo-Subsequenz und welchen Rolle spielt das für den Artgestand sein?
00:40:06Ja, konzentrieren Sie sich, Herr Kubi.
00:40:09Kann ich Sie was in Ihnen stellen?
00:40:11Dodo-Subsequenz heißt...
00:40:13Das geht gar nicht, wie Sie mit ihm redet.
00:40:26Sie bringt Ihren Standpunkt klar zum Ausdruck.
00:40:30Nichts davon ist strafbar.
00:40:31Ja.
00:40:33Ja.
00:40:34Ja.
00:40:34Ja.
00:40:34Ja.
00:40:34Ja.
00:40:34Ja.
00:40:35Ja.
00:40:36Ja.
00:40:36Ja.
00:40:37Ja.
00:40:37Ja.
00:40:38Ja.
00:40:38Ja.
00:40:39Ja.
00:40:39Ja.
00:40:40Ja.
00:40:40Ja.
00:40:41Ja.
00:40:41Ja.
00:40:42Ja.
00:40:42Ja.
00:40:43Ja.
00:40:44Ja.
00:40:45Ja.
00:40:46Ja.
00:40:46Ja.
00:40:47Ja.
00:40:48Ja.
00:40:48Ja.
00:40:49Ja.
00:40:49Ja.
00:40:50Ja.
00:40:50Ja.
00:40:51Ja.
00:40:51Ja.
00:40:52Ja.
00:40:52Ja.
00:40:53Ja.
00:40:54Ja.
00:40:54Ja.
00:40:55Ja.
00:40:55Ja.
00:40:56Ja.
00:40:57Ja.
00:40:57Ja.
00:40:58Ja.
00:40:58Ja.
00:41:00Ja.
00:41:00Ja.
00:41:00Ja.
00:41:01Ja, Frau Liebling, setzen Sie sich bitte. Ich bin gleich so weit.
00:41:31Kennen Sie die Erschlag-Taktik? Nein. Der erste Schlag vor Gericht muss hart und präzise sein. Dann wankt die Gegenseite für den Rest der Verhandlung und Sie müssen nur warten, bis sie fällt.
00:41:45Das ist eine interessante Theorie. Keine Theorie. Hundertfach praktisch erprobt. Also, was haben Sie für mich?
00:41:52Ich würde gern mit Ihnen über das Original widersprechen.
00:41:57Zeigen Sie, was in Ihnen steckt. So braucht man künstliche Intelligenz, wenn man natürliche Dummheit haben kann.
00:42:05Wo haben Sie das her?
00:42:08Martin Kubi hat es heute Morgen hochgeladen. Ich habe den Antrag auf Löschung schon gestellt.
00:42:12Das ist perfekt. Das wird unser Erstschlag sein.
00:42:17Wir müssen das Gericht davon überzeugen, dass er ein notorischer Unruhestifter ist, der keine Einsicht zeigt und von dem eine Wiederholungsgefahr ausgeht.
00:42:26Das sollte das Fundament unserer Argumentation sein.
00:42:29Ich würde aber gerne mit Ihnen über Ihre Rolle in dem Video sprechen.
00:42:33Meine Rolle?
00:42:35Die Art und Weise, wie Sie mit dem Studenten sprechen.
00:42:37Ist es denn eine Straftat, eine strenge Dozentin zu sein?
00:42:40Nein, aber es ist herabwürdigend dem Studenten gegenüber und hat möglicherweise seine Tat motiviert.
00:42:46Stellen Sie sich vor, der nächste Fritz Bauer, oder noch besser, die nächste Elisabeth Selbert.
00:42:52Mutter des Grundgesetzes.
00:42:54Sitzt in meinem Seminar. Und nur, wenn ich Sie hart herausfordere, können Sie Ihr volles Potenzial entfalten.
00:43:02Im Rechtswesen geht es nur ums Gewinnen, Frau Liebling.
00:43:06Und was ist, wenn Studenten unter Druck nicht Ihr volles Potenzial entfalten?
00:43:09Sondern?
00:43:10Wenn man Ihnen Raum lässt zum Experimentieren und Scheitern.
00:43:14Damit Sie Ihren eigenen Stil finden.
00:43:16Dann sollen Sie lieber Kunst studieren.
00:43:18Sie können mich für herzlos halten.
00:43:21Aber das ist mein Beitrag für einen wehrhaften Rechtsstaat.
00:43:25Ich zwinge ja niemanden bei mir zu studieren.
00:43:29Wissen Sie, ich habe Ihren Großvater sehr geschätzt.
00:43:37Er war standhaft.
00:43:39Und ist immer wieder in den Ring gestiegen.
00:43:42Sie sind doch sicher auch standhaft.
00:43:45Oder irre ich mich, Frau Liebling?
00:43:49Nein.
00:43:50Dann sehen wir uns morgen im Gericht.
00:43:54Du, Sender.
00:43:59Er hat einen Termin mit Cem.
00:44:01Ja, aber wo ist Cem?
00:44:02Ich warte einfach hier.
00:44:03Können Sie noch einen Kaffee kriegen?
00:44:05Bitte?
00:44:06Nein, dir nicht.
00:44:07Das Gutachten, bitte.
00:44:09Das Gutachten?
00:44:10Ja.
00:44:11Das ist eine gute Frage.
00:44:13Also, ich glaube, das Gutachten sollte morgen da sein.
00:44:19So, glaubst du.
00:44:22Also, ich will mich ja in Lisas Angelegenheiten nicht einmischen.
00:44:25Aber davor hat es irgendwie zuverlässiger funktioniert.
00:44:28Ach was.
00:44:31Sorry für die Verspätung.
00:44:33Gehen Sie schon mal ins Büro, ja?
00:44:34Mhm.
00:44:35Ja.
00:44:36Aber die Wartezeit kannst du mir nicht in Rechnung stellen.
00:44:41Ich komme gerade aus der Krankenhausverwaltung.
00:44:42Ja, und?
00:44:43Dr. Thomas Kramer hat in der besagten Woche weniger als die zulässigen 48 Stunden gearbeitet.
00:44:48Damit können wir also auch nicht argumentieren.
00:44:50Ja, in den Monaten davor war er übrigens auch immer im neuen Bereich.
00:44:53So.
00:44:54Dann würde ich mal hoffen, dass das Gutachten morgen da ist.
00:44:56Ja, das hoffe ich auch.
00:44:57Kaffee?
00:44:58Ist da Honig drin?
00:44:59Bin nämlich allergisch gegen das Zeug.
00:45:00Ja, also, ich habe endlich Akteneinsicht in der Sache erhalten.
00:45:01Oh.
00:45:02Und?
00:45:03Ja, in dem ich hänge?
00:45:04So wie es aussieht, ja.
00:45:05Wirklich?
00:45:06Das mit der Sondernnutzungserlaubnis der Straßenbaubehörde ist die eine Sache, aber das hier ist viel heikler.
00:45:16Es gibt eine Unterlassungsklage von einer gewissen Familie von Eichen, die letztes Jahr in die Bergmannstraße gezogen ist.
00:45:19Deren Wohnung befindet sich genau über ihrem Stammplatz.
00:45:20Die klagen auf Lärmbelästigung und hier stößt die Kunstfreiheit leider an ihre Grenzen.
00:45:23Mhm.
00:45:24Somit sind die Bußgelder und der Platzverweis leider rechtsgültig.
00:45:26Ja, aber das ist doch Quatsch.
00:45:27Ja, aber das ist doch Quatsch.
00:45:28Ich habe endlich Akteneinsicht in der Sache erhalten.
00:45:29Oh.
00:45:30Und?
00:45:31Ja, in dem es hängen?
00:45:32So wie es aussieht, ja.
00:45:33Wirklich?
00:45:34Das mit der Sondernnutzungserlaubnis der Straßenbaubehörde ist die eine Sache, aber das hier ist viel heikler.
00:45:37Die klagen auf Lärmbelästigung und hier stößt die Kunstfreiheit leider an ihre Grenzen.
00:45:41Mhm.
00:45:42Somit sind die Bußgelder und der Platzverweis leider rechtsgültig.
00:45:45Ja, aber das ist doch Quatsch.
00:45:46Ich meine, die Leute lieben das, was ich mache.
00:45:48Die lieben meine Musik.
00:45:49Die machen ständig Videos und Fotos von mir.
00:45:51Die sagen, dass ich denen ein Lächeln ins Gesicht zauber.
00:45:58Herr Krustowski?
00:45:59Kruste?
00:46:04Warum haben Sie eigentlich auf die ganzen Schreiben nie reagiert?
00:46:06Ja, pff.
00:46:13Die Angst vor Behördengängen.
00:46:15Keine Brille dabei.
00:46:17Die vergessene Mitarbeit beim Bauwagenplatz.
00:46:20Und dann diese Unterschrift.
00:46:28Ist da Honig drin?
00:46:36Sie müssen sich nicht schämen dafür, dass Sie Probleme mit dem Lesen und dem Schreiben haben.
00:46:46Aber was ich wirklich nicht begreife, ist, warum Sie nichts dagegen tun.
00:46:50Am Ende haben Sie es doch selbst in der Hand.
00:46:52Ach.
00:46:53Was weißt du denn schon, hm?
00:46:54Halt dich da raus.
00:46:56So.
00:46:58Drei Stunden auf der Uhr.
00:46:59Stell die mir in Rechnung und ich zahl, sobald ich kann.
00:47:01Und was willst du jetzt machen?
00:47:02Was soll ich denn noch machen?
00:47:03Der Fall ist nicht lösbar.
00:47:04Er braucht keine Hilfe.
00:47:05Wenn er Hilfe will, dann soll er auch was dafür tun.
00:47:06Ich bin Anwalt und nicht sein Sozialarbeiter.
00:47:07Das hat was mit Empathie zu tun.
00:47:08Er hat in diesem Land alle Möglichkeiten der Welt.
00:47:09Er muss ihn nur nutzen wollen.
00:47:10Jeder ist seines Glückes Schmied und so.
00:47:11Äh, nein.
00:47:12Als Analphabet gehört er einer marginalisierten Gruppe an.
00:47:13Das hat nichts mit Chancengleichheit zu tun.
00:47:14Du hast noch nicht mal richtig mit ihm geredet und steckst ihn jetzt einfach so in der Schublade?
00:47:16Außerdem weiß ich nicht, ob du über Chancengleichheit urteilen solltest.
00:47:17Du hast da im Abschluss eine halbe Kranzelung gemacht.
00:47:18Was soll ich denn noch machen?
00:47:19Was soll ich denn noch machen?
00:47:20Der Fall ist nicht lösbar.
00:47:21Er braucht keine Hilfe.
00:47:22Wenn er Hilfe will, dann soll er auch was dafür tun.
00:47:23Wenn er Hilfe will, dann soll er auch was dafür tun.
00:47:24Ich bin Anwalt und nicht sein Sozialarbeiter.
00:47:25Das ist ein Schmied und so.
00:47:26Äh, nein.
00:47:27Als Analphabet gehört er einer marginalisierten Gruppe an.
00:47:30Das hat nichts mit Chancengleichheit zu tun.
00:47:31Du hast noch nicht mal richtig mit ihm geredet und steckst ihn jetzt einfach so in der Schublade?
00:47:34Außerdem weiß ich nicht, ob du über Chancengleichheit urteilen solltest.
00:47:37Du hast da im Abschluss eine halbe Kranzlei geschenkt bekommen.
00:47:46Weißt du, ich hatte nach der Uni ein Vorstellungsgespräch in der Großkanzlei.
00:47:51Super Adresse, super Gehalt.
00:47:53Und dann sagt der Typ zu mir am Ende, so einer wie sie fehlt uns noch in unserem Portfolio.
00:47:59Es fühlt sich einfach scheiße an, wenn jemand anderes für dich entscheidet, was du bist und was du nicht bist.
00:48:03Ich will eingestellt werden, weil ich qualifiziert bin und nicht, weil ich als Quotenmigrant gut reinpasse.
00:48:08Talia hat mir nach dem Vorstellungsgespräch hier eine schwierige Aufgabe gestellt und gesagt, wenn ich sie löse, gehört der Job mir.
00:48:13Und deswegen bin ich hier.
00:48:15Okay, dann geh doch zu Talia und sag ihr, dass du diese schwierige Aufgabe dieses Mal nicht lösen kannst.
00:48:20Oder willst.
00:48:21Du bist doch jetzt die Chefin.
00:48:23Eben.
00:48:24Hol dir dein Mandat zurück und löse deinen ersten eigenen Fall.
00:48:27Okay.
00:48:28Mit klaren Ansagen kann ich arbeiten.
00:48:31Und so braucht man künstliche Intelligenz, wenn man natürlich hier Dummheit haben kann.
00:48:43Gut, die Frau ist unbequem.
00:48:45Na und?
00:48:46Unbequem?
00:48:47Die ist doch total herablassend dem Studenten gegenüber.
00:48:50Und wo ist das Problem?
00:48:51Das ist doch der fucking Punkt.
00:48:52Wenn sich ein Mann so aufführt, dann ist er durchsetzungsfähig.
00:48:56Was ist mit uns Frauen?
00:48:57Ey, warum müssen wir ständig angepasst, gefällig und leise sein?
00:49:04Ich weiß, aber ich habe einfach kein gutes Gefühl bei ihr.
00:49:09Ja, scheiß mal auf dein Gefühl.
00:49:10Wir dürfen doch auch mal Raum einnehmen.
00:49:11Wir dürfen auch mal laut sein.
00:49:12Schrei mal.
00:49:13Was?
00:49:14Schrei.
00:49:15Jetzt.
00:49:17Schrei, du doch.
00:49:19Schrei du doch.
00:49:22A-ah!
00:49:27A-ah!
00:49:29A-ah!.
00:49:45Lisa, du hast doch den Fall für meine Eltern gewonnen.
00:49:51Genauso gehst du da morgen rein und gewinnst die Scheiße.
00:49:57Like a boss, bitch.
00:50:15Ah, Frau Liefling.
00:50:42Bereit für den Erstschlag?
00:50:45Mhm.
00:50:45Ja, dann wollen wir mal.
00:50:59Hm?
00:51:15Nennen Sie Frau Janka?
00:51:17Ja.
00:51:17Ich bin Herr Dopper, das ist Dr. Kramer. Ich vertrete Dr. Kramer im Auftrag des Krankenhauses.
00:51:23Aber wir haben den Termin erst um 14.30 Uhr.
00:51:25Äh, also mir wurde von Ihrer Sekretärin über die Advovidia der Termin um 9.30 Uhr bestätigt.
00:51:33Und sogar zweimal.
00:51:35Gut, ich würde vorschlagen, ich rufe Frau Assadi an und dann mit Ihrem Einverständnis nehmen wir den Termin wahr. Ohne Sie.
00:51:44Gehen Sie schon mal bitte ins Büro.
00:51:54Der Termin war erst am Nachmittag.
00:51:56Talia, ich schwöre, ich hab das Ding extra zweimal gesendet.
00:52:01Oh.
00:52:01Ja, oh.
00:52:02Nee, oh, das Gutachten ist da.
00:52:05Was ist denn das gemacht?
00:52:19Wenn ich das jetzt noch wüsste.
00:52:23Druck's mir zweimal aus und bring's mir dann in circa fünf Minuten da rein.
00:52:26Okay, Boss.
00:52:30Ist mir jetzt aber ein Rätsel.
00:52:35Also ich war mir unsicher, wie durchsetzungsfähig Sie sein können.
00:52:39Aber Sie haben gut gekämpft, Frau Liebling.
00:52:42Danke.
00:52:43Die erste Schlagtaktik ist gut aufgegangen, würde ich sagen.
00:52:46Jahrelange Praxis.
00:52:47Ich muss an die, oh ja, ich muss an die Uni.
00:52:52Ähm, Frau Kurzweg soll mir die Rechnung zukommen lassen.
00:52:55Gerne.
00:52:56Wiedersehen, Frau Liebling.
00:52:58Und danke.
00:52:59Wiedersehen.
00:53:09Es war mir schon klar, dass ich vernichtet werde.
00:53:12Es ist nur traurig, dass es jemand aus meiner Generation für Frau Jakobi übernommen hat.
00:53:15Vernichtet ist ein ziemlich großes Wort.
00:53:18Sie haben eine Straftat begangen, für die Sie rechtskräftig verurteilt wurden.
00:53:21Das Video, das war ein Fehler, okay.
00:53:24Aber du warst von Anfang an nur damit beschäftigt, meinen Ruf zu ruinieren.
00:53:28Dass keiner mehr die ganze Geschichte überhaupt wissen wollte.
00:53:32Interessiert dich denn überhaupt nicht meine Seite?
00:53:33Nein, ich bin ja die Anwältin der Gegenseite.
00:53:37Schon ein cleverer Schachzug von der Jakobi.
00:53:39Eine junge, progressive Anwältin.
00:53:41So entkräftet sie natürlich für alle das Argument, dass sie und ihre Methoden längst überholt sind.
00:53:47Sie hat meine Karriere absichtlich zerstört.
00:53:50Wie meinen Sie das?
00:53:51Mein Mandant ist seit 25 Jahren als Mediziner tätig.
00:53:56Zehn davon als Oberarzt in der Notaufnahme.
00:53:58Er hat mehrere Auszeichnungen der Bundesärztekammer erhalten und nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil.
00:54:04Bei allem Respekt.
00:54:05Aber ihr Anliegen wird vor Gericht kein Bestand haben.
00:54:08Was würden Sie vorschlagen?
00:54:09Sie lassen sich klar gefallen.
00:54:11Das ist für uns keine Option.
00:54:12Wir erklären uns bereit, Frau Asadi einen Verdienstausfall von, sagen wir, drei Monatsgehältern zu zahlen?
00:54:19Wie großzügig.
00:54:20Da wir nicht der Ansicht sind, einen Fehler gemacht zu haben, kann man das sehr wohl als großzügige Geste betrachten.
00:54:26Aus medizinischer Perspektive sprechen alle Parameter gegen ein so schwerwiegendes kardiales Ereignis.
00:54:31Frau Asadi ist jung. Sie ist weder Raucherin noch Diabetikerin.
00:54:35Ihr Gesamtcholesterin liegt unter 180 Milligramm pro Deziliter.
00:54:39Also, wir reden hier von einer Wahrscheinlichkeit von unter zwei Prozent.
00:54:44Ja?
00:54:50Danke.
00:54:54Wir sehen es ein bisschen anders.
00:54:56Das hier ist das medizinische Gutachten, das ich beauftragt habe.
00:55:01Bitteschön.
00:55:02Dr. Kramer hat den Herzinfarkt nicht erkannt, weil er sich ausschließlich auf Symptome wie Atemnot
00:55:08und Stechen in der Brust fokussiert hat.
00:55:11Aber das sind Symptome eines männlichen Herzinfarkts.
00:55:15Bei weiblichen Personen deutet sich der Infarkt anders an.
00:55:18Rückenschmerzen, Übelkeit erbrechen, Schmerzen im Oberbauch.
00:55:22Alles Symptome, die Frau Asadi Ihnen geschildert hat.
00:55:26Meine Mandantin wurde falsch behandelt, weil sie eine Frau ist.
00:55:28Ich bezweifle nicht, dass Sie ein guter Arzt sind, aber in dieser Sache haben Sie einen Fehler gemacht.
00:55:36Die Symptome von Frau Asadi waren...
00:55:37Herr Dr. Kramer, erkläre das.
00:55:40Männer und Frauen sind gleichberechtigt und der Staat fördert die tatsächliche Durchführung...
00:55:45Ich bin durchaus mit dem Grundgesetz vertraut, danke.
00:55:48Es ist gefährlich für Frauen, in einem medizinischen System zu leben, das auf Daten von Männern basiert.
00:55:55Und das beginnt bei der Dosierung auf dem Beipackzettel und endet mit einem nicht erkannten Herzinfarkt.
00:56:03Vielleicht ist es an der Zeit, unter Nennung Ihrer Klinik, ein Präzedenzfall für Gender-Medizin zu erschaffen.
00:56:10Was meinen Sie?
00:56:32Wir sind an einem außergerichtlichen Vergleich interessiert.
00:56:40Nicht erschrecken.
00:56:45Das ist ein bisschen höher als drei Monatsgehälter.
00:56:58Gut. Unter einem Beding.
00:57:00Die da wäre?
00:57:01Frau Asadi muss eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben.
00:57:04Der Vorfall darf nicht an die Öffentlichkeit.
00:57:06Ich denke, das wird für Frau Asadi kein Problem sein.
00:57:10Ich habe das Meme-Video von ihr gemacht, weil ich ihr auch mal einen Schlag verpassen wollte.
00:57:14Weil ich immer einstecken musste bei ihr.
00:57:16Und danach waren für mich plötzlich alle Türen verschlossen.
00:57:19Ich hatte ein Vorstellungsgespräch für ein Refendariat bei der Staatsanwaltschaft und es war wirklich gut.
00:57:24Es war wirklich gut.
00:57:26Ich hätte die Stelle eigentlich gehabt.
00:57:30Aber dann kam die Absage.
00:57:32Und Sie meinen, dass Frau Jacobi dahinter steckt?
00:57:35Ja, hat sie mir gesagt.
00:57:37Können Sie das dann beweisen?
00:57:37Nein, nicht wirklich.
00:57:42Dann ist es aber wieder knapp an der Grenze zur Verleumdung.
00:57:45Ja, deswegen habe ich vor Gericht nichts gesagt.
00:57:49Als mein Traum geplatzt war, da habe ich das Originalvideo hochgestellt, um allen zu zeigen, was sie für ein Mensch ist.
00:57:55Und es war natürlich eine super Stellvorlage von einem Ersschlag.
00:57:57Dieser!
00:58:12Dieser!
00:58:15Verloren.
00:58:16Gewonnen.
00:58:17Aber es fühlt sich irgendwie so an, als hätte ich die falsche Seite vertreten.
00:58:20Morgen ist es vergessen.
00:58:23Staub abklopfen.
00:58:24Weiter wachen.
00:58:25Aber ich muss doch wenigstens herausfinden, ob an den Anschuldigungen gegen Frau Jacobi was dran ist.
00:58:29Lisa, warum willst du das wissen?
00:58:31Warum?
00:58:33Weil ich nicht einfach so weitermachen kann.
00:58:36Um welche Anschuldigungen immer es sich handelt, ich fürchte, sie stimmen.
00:58:41Aber du wirst sie deshalb nicht rankriegen.
00:58:45Dein Großvater, der hat sich an ihr die Zähne ausgebissen.
00:58:49Und wenn der es nicht geschafft hat, schafft es keiner.
00:58:52Untertitelung.
00:59:06Frau Liebling.
00:59:32Frau Jakobi.
00:59:33Sie, haben Sie bei der Staatsanwaltschaft angerufen und Martin Kubi denunziert?
00:59:40Es sind aber harte Anschuldigungen.
00:59:42Haben Sie auch Beweise dafür?
00:59:47Lassen Sie sich stehen für die Sache der Frauen ein?
00:59:50Ich probiere, das Gesamtbild zu verstehen.
00:59:52Dann gehört auch zum Gesamtbild, dass Sie hinter meinem Rücken mit der Gegenpartei gesprochen haben.
00:59:58Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
00:59:59Sie verlassen jetzt den Raum und ich tue so, als hätten Sie Ihre Mandantin nicht hintergangen.
01:00:05Und das ist das Einzige, was Sie dazu zu sagen haben?
01:00:10Schade, dass Ihr Großvater nicht mehr lebt.
01:00:13Er hätte Sie vor dieser Dummheit bewahrt.
01:00:15Ah, also hier arbeiten Sie.
01:00:32Hier habe ich gearbeitet.
01:00:33Gut, wir haben eine außergerichtliche Vereinbarung.
01:00:40Das Krankenhaus ist bereit, Ihnen einen sehr hohen Schadenersatz zu zahlen.
01:00:43Das ist keine Null zu viel, nein.
01:00:56Danke, Frau Janka.
01:01:00Was mache ich denn jetzt mit dem vielen Geld?
01:01:03Das ist ganz Ihnen überlassen.
01:01:06Sie müssen nur noch eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen und dann können Sie mit dem Geld machen, was Sie wollen.
01:01:11Das bedeutet, ich darf nicht darüber reden, was passiert ist.
01:01:17Nein.
01:01:24Ich kann das nicht unterschreiben.
01:01:26Was?
01:01:29Wieso?
01:01:29Hier ist in den letzten Tagen was sehr Wichtiges klar geworden.
01:01:35Ich wollte nur mit Kindern arbeiten.
01:01:37Das ist, was ich immer wollte.
01:01:38Und das wurde mir jetzt weggenommen.
01:01:40Und wenn das dort anderen Frauen passiert, dann werde ich mir das nicht verzeihen können.
01:01:44Ich meine, wo bleibt da die Gerechtigkeit?
01:01:46Sie sind zu mir gekommen.
01:01:47Da wussten Sie noch nicht mal, dass Ihnen Unrecht angetan wurde.
01:01:50Sie haben gewonnen.
01:01:51Sie wollen das Geld nicht nehmen.
01:01:52Also, ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll.
01:01:55Das ist das Beste, was ich für Sie rausholen konnte.
01:01:57Da muss ich mir vielleicht eine neue Anwältin suchen.
01:02:20Und?
01:02:21Wie lief's?
01:02:22Sie will den Vergleich nicht annehmen.
01:02:23Was?
01:02:25Ja, sie fragt sich, wo bleibt dann die Gerechtigkeit?
01:02:30Ich kann sie verstehen.
01:02:32Damit würdet ihr allen anderen Frauen in den Rücken fallen.
01:02:36Indem ich meine Mandantin finanziell absichere, dass sie genesen und sich neu orientieren kann?
01:02:41Indem du dafür sorgst, dass sich der Fehler wiederholen wird.
01:02:43Man muss es sich leisten können, zu kämpfen, ohne auf seinen Lebensunterhalt zu achten, Lisa.
01:02:50Diesen Luxus haben nicht sehr viele.
01:02:52Auch wenn sie das so will?
01:02:54Ja.
01:02:55Manchmal muss man die Menschen vor ihrem eigenen Idealismus schützen.
01:02:58Äh, ich will ja nicht stören, Chefin, aber hier kam gerade so ein Schreiben rein.
01:03:04Ich glaube, das ist wichtig.
01:03:12Hast du im Fall Jakobi mit dem Angeklagten gesprochen, ohne Beisein seines Anwalts?
01:03:17Tja, damit hast du gegen das anwaltliche Umgehungsverbot verstoßen.
01:03:24Frau Jakobi hat dich eben bei der Anwaltskammer angezeigt.
01:03:28Ey, seitdem du hier das Ruder übernommen hast, ist nur noch absolutes Chaos.
01:03:32Das Einsatz dieser Software, das ist das reinste Glücksspiel.
01:03:35Du machst aus Cem einen Sozialarbeiter und rust uns eine Klage ins Haus,
01:03:39die das Ansehen dieser Kanzlei beschädigt.
01:03:42Ich kriege das wieder hin.
01:03:45Sie verliert nicht.
01:03:47Such dir schon mal einen neuen Beruf.
01:03:56Damals habe ich das übrigens auch nicht hingekriegt.
01:03:59Als ich Südkreuz stand und nicht wusste, in welche Bahn ich steigen sollte.
01:04:02In deiner Geschichte bin ich diese Heldin, die sich ihrer Angst gestellt hat und daran gewachsen ist.
01:04:05Aber in meiner Geschichte habe ich damals das erste Mal Nasenbluten bekommen.
01:04:08Ich war überfordert und ich hatte Angst, was Falsches zu tun.
01:04:10Und genau das passiert jetzt in der Kanzlei.
01:04:17Ich habe dich damals für reifer gehalten, als du warst und wollte deine Selbstständigkeit fördern.
01:04:34Und damit habe ich dir wohl zu viel zugemutet.
01:04:36Du warst ja auch allein mit uns.
01:04:47Erinnerst du dich an das Ende der Südkreuz-Geschichte?
01:04:49Ich habe dich damals abgeholt.
01:04:55Du warst total verheult und dein T-Shirt voller Blut.
01:05:01Ich hatte ein total schlechtes Gewissen.
01:05:11Ich wollte alle meine Projekte verschieben.
01:05:14Nur um dich zur Schule zu bringen.
01:05:18Und weißt du noch, wie du reagiert hast?
01:05:22Ich weiß das nicht.
01:05:25Genau.
01:05:27Du hast gesagt, Mama, ich schaffe das schon.
01:05:32Ich habe mir echt Sorgen gemacht.
01:05:35Aber gleichzeitig habe ich dich bewundert.
01:05:38Für deine Entschlossenheit.
01:05:47Pass auf.
01:05:49Wir können das Spiel jetzt wiederholen.
01:05:52Ich bitte dir meine Hilfe an.
01:05:54Du lehnst sie ab, sagst, Mama, ich schaffe das schon.
01:05:58Und dann probierst du es.
01:06:01Und es wird so lange nicht klappen, bis es endlich klappt.
01:06:06Und das wird es.
01:06:08Ich glaube an dich, Mücke.
01:06:09Ich bin schon am Ende.
01:06:10Ich bin nicht bemerkt.
01:06:12Und es wird so viel älter.
01:06:14Ich bin nicht mehr.
01:06:15Oh, nee. Wirklich.
01:06:37Gegen den Entwursch gekämpft, ja.
01:06:39Wow.
01:06:40Oh, weißt du, ich hätte mich sowieso die halbe Nacht hin und her gewälzt und dich bloß gestört beim Schlafen.
01:06:49Weißt du, ich habe schon einige Fälle verloren, aber noch nie einen Mandanten. Das wurmt mich.
01:06:59Und, was hast du jetzt vor?
01:07:06Hm.
01:07:08Ja, hm.
01:07:10Was soll jetzt das mhm bedeuten?
01:07:13Als vor ungefähr 15 Jahren dieses kleine Wasserballteam von diesem großen Konzern verklagt wurde,
01:07:18weil die angeblich ihr Logo geklaut hatten,
01:07:21da lief alles gegen dich.
01:07:23Und du hast nicht eine Sekunde ans Aufgeben gedacht.
01:07:27Und am Ende für Gerechtigkeit gesorgt.
01:07:33Hm.
01:07:33Ja?
01:07:35Hm.
01:07:36Weißt du was?
01:07:43Ich gehe jetzt mal durch.
01:07:44Und nachher mache ich mich für die Kanzlei fertig.
01:07:51Danke.
01:07:54Was ist mit Lisa?
01:07:55Ja?
01:07:55Mal schauen, ob wir überhaupt eine gemeinsame Zukunft haben.
01:08:03Willst du das denn?
01:08:04Guten Morgen, Center.
01:08:18Morgen, Chefin.
01:08:20Herr Klaassen vom Markenrechtsmandat hat sich gemeldet.
01:08:22Er möchte jetzt doch in Revision gehen.
01:08:25Ja, da müssen wir uns aber beeilen, dass wir die Frist nicht versäumen.
01:08:27Schon erledigt.
01:08:28Guck mal.
01:08:30Wenn man sich erstmal in die neue Software reingefuchst hat, ist die wirklich sehr praktisch.
01:08:35Hier ist das Formular und da ist das Bestätigungsschreiben vom Gericht,
01:08:39dass unser Antrag fristgerecht dort eingegangen ist.
01:08:42Gut, wa?
01:08:45Ach, und noch was.
01:08:47Wir haben eine neue Anfrage.
01:08:50Es gab eine große Kündigungswelle in einem Konzern
01:08:52und die Geschädigten wollen allesamt ausnahmslos von uns vertreten werden.
01:08:56Das klingt ja nach einer lukrativen Sammelklage.
01:09:00Nö, und stell dir vor, die Anfrage kam darüber.
01:09:22Ziehen Sie um, oder was?
01:09:44Irgendwie das Gefühl, dass ich weiter muss.
01:09:48Ich weiß jetzt, wie wir die Aussage der Familie von Eichen entkräften können.
01:09:51Es gibt hunderte Videos von ihm im Internet.
01:09:54Manche davon haben Millionen Klicks.
01:09:56Unter dem Hashtag WoistKruste suchen die Leute sie.
01:09:59Seine Musik fehlt uns.
01:10:02Kruste, du fehlst, dein Lächeln und deine Musik macht jede Straße heller.
01:10:05Daraus ist eine ganze Aktion entstanden.
01:10:08Man zieht nach Kreuzberg, weil das Viertel wund und vielfältig ist.
01:10:11Aber das ist es ja nur, weil Leute wie sie da sind.
01:10:14In diesem Zusammenhang ist ihre Musik juristisch betrachtet zumutbar.
01:10:17Du bist Bestandteil des kulturellen Lebens von Kreuzberg und deswegen systemrelevant.
01:10:25Systemrelevant ist gut.
01:10:27Also, das heißt, wenn die mich weghaben wollen, dann ist das wie so eine Art menschliche Gentrifizierung,
01:10:33oder was?
01:10:33Das ist gut.
01:10:36Das baue ich in meinem Plädoyer ein.
01:10:41Aber selbst wenn wir vor Gericht gewinnen, wird das ihr Problem nur kurz lösen.
01:10:51Hören Sie auf, wegzulaufen.
01:10:52Willst du mich jetzt verarschen?
01:11:14Mehr kann ich nicht.
01:11:15Lesen auch nicht.
01:11:22Was?
01:11:24Wirklich?
01:11:25Ja.
01:11:26Das war ein Anwalt fragen.
01:11:30Ach, warum hast denn du nie was gesagt?
01:11:32Nee.
01:12:00Töp!
01:12:00Sie hat gesagt, dass Sie mich bei so einem
01:12:30Kurs anmeldet. Und bei dem ganzen Steuerkrams hilft mir der Beamte. Ja, und ich mache beim Fest die Mucke. Schön. Ist gut.
01:13:00Mögen Sie mir erzählen, was bei Ihnen schiefgelaufen ist?
01:13:07Ich bin irgendwann einfach auf der Strecke geblieben in der Schule.
01:13:16Meine Eltern hatten andere Probleme. Ja, und dann habe ich mich irgendwie durchgemogelt.
01:13:25Sätze aus mir nicht gelernt, Hausaufgaben vergessen und dann dauernd blau gemacht.
01:13:29Als ich drüber nachdenke, laufe ich eigentlich mein ganzes Leben lang schon weg.
01:13:37Nur hier, also, und in der Bergmannstraße, habe ich mich zu Hause gefühlt.
01:13:43Da kennen die Leute mich, da warten die auf mich.
01:13:45Ja, dann wird es doch höchste Zeit, dass Sie nach Hause zurückkehren.
01:13:56Ich mache die Gegenklage heute noch beim Gericht anhängig.
01:14:00Es hilft natürlich alles nichts, wenn Sie sich nicht an die Vorschriften halten.
01:14:03Das bedeutet, einmal die Stunde den Standplatz wechseln.
01:14:07Ja, mache ich doch.
01:14:08Das habe ich vor der Kanzlei aber anders erlebt.
01:14:09Nudelsalat.
01:14:22Anzahlung.
01:14:27Das kommt später.
01:14:34Na, du hast ja gute Lange.
01:14:36Ja, mein erstes Self verdienstes Honorar.
01:14:38Wow, Glückwunsch.
01:14:40Es war, ähm, irgendwie ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe.
01:14:45Tja, bei mir auch, um ehrlich zu sein.
01:14:47Weißt du, ich wollte immer einen sicheren Job und ein gutes Gehalt.
01:14:51Aber das hier fühlt sich auch ganz gut an.
01:14:54Sag mal, wie ist eigentlich deine Meinung in Bezug auf Amira Assadi?
01:15:03Gestern war ich noch deiner Meinung.
01:15:05Ich habe Frau Assadi nicht verstanden.
01:15:07Ja, und heute?
01:15:08Wenn sie dem Vergleich nicht eingeht und dafür sorgt, dass man über den Fehler spricht, dann tut sie immerhin was.
01:15:14Dann bekommt das, was ihr zugestoßen ist, eine Art Sinn.
01:15:16Na, super.
01:15:18Zeige ich zwei von eures Auto hier.
01:15:20Aber nur einer verdient Geld.
01:15:21Und wo das hier herkommt, gibt's noch viel mehr.
01:15:32Ich habe ein Schlupflauch gefunden, wie die Kunstfreiheit doch noch greifen kann.
01:15:34Ich habe ein Schlupflauch gefunden, wie die Kunstfreiheit doch noch greifen kann.
01:15:36Ich habe ein Schlupflauch gefunden, wie die Kunstfreiheit doch noch greifen kann.
01:15:49Die Klage der von Eichens wird vor Gericht keine Chance haben.
01:16:05Oder du sprichst mit der Familie, damit es erst gar nicht zur Verhandlung kommt?
01:16:10Ja, das würde ich machen, wenn ich Lisa Liebling heißen würde.
01:16:14Ich heiße aber Cem Oktay und ich will einen Präzedenzweis schaffen, damit sowas in Zukunft in Kreuzberg nie wieder passiert.
01:16:21Und wie läuft's bei dir so?
01:16:24Ich will beweisen, dass Frau Jakubi Martin bei der Staatsanwaltschaft angeschwärzt hat.
01:16:28Aber sie war clever genug, keine Beweise zu hinterlassen, hm?
01:16:32Sowas kommuniziert sich nicht am Schwarzen Brett.
01:16:34Höchstens über Flurfunk.
01:16:35Hey, wäre echt schade, wenn du nicht mehr da wärst, jetzt wo du gelernt hast, Bossi zu sein.
01:16:47Sein Tag?
01:16:48Alles Gute, alles Gute, alles Gute, alles Gute, alles Gute, alles Gute, alles Gute. Ja, bitte?
01:16:53Ich brauche deine Hilfe.
01:16:55Womit kann ich dienen?
01:16:57Du kennst doch sicherlich eine Person im Sekretariat der Staatsanwaltschaft.
01:17:00Hm.
01:17:01Ich bräuchte da eine etwas inoffizielle und vertrauliche Information.
01:17:06Du willst also, dass ich da anrufe und sie dazu bringe, interner auszuplaudern?
01:17:12Ja.
01:17:13Aha, verstehe.
01:17:15Sag doch noch mal ganz genau, wo war denn noch mal die Funktion dafür in deiner neuen Software?
01:17:22Wer?
01:17:27Ute Friedrich.
01:17:29Oder wie dein Großvater sie immer genannt hat, die gute Ute.
01:17:33Sie hat ihm oft und gerne aus dem Schlamassel geholfen.
01:17:37Ich kann da anrufen, aber versprechen, kann ich dir nichts.
01:17:43Ute, schön, dass ich dich erreiche.
01:17:45Senta hier.
01:17:46Was?
01:17:49Ach, ja, ja, ja.
01:17:51Mit dieser neuen Software musste ich mich auch schon rumschlagen.
01:17:54Ach, komm, Ute, wenn ich das kann, dann kannst du das erst recht.
01:17:59Und das wird doch mein.
01:18:01Genau.
01:18:02Du, Ute, mal was anderes.
01:18:04So von Vorzimmer zu Vorzimmer.
01:18:06Ich hab hier die Enkelin von Robert Liebling stehen.
01:18:08Und die hätte da so eine, sagen wir mal, heikle Frage an dich.
01:18:12Ja, ja.
01:18:13Genau.
01:18:14Typisch Liebling.
01:18:14Darf ich sie weiterreichen?
01:18:17Du bist die Beste.
01:18:18Tschüssi.
01:18:19Bitte.
01:18:21Hallo, Lisa Liebling hier.
01:18:25Genau, auch Anwältin wie der Opa.
01:18:28Senta meinte, sie sind genauso vertraulich wie die Information, die ich brauche.
01:18:31Frau Liebling, wenn herauskommt, dass Sie Ihre Position ausgenutzt haben, um Martin Kubis Karriere
01:18:55zu sabotieren, dann ist es das Einzige, woran sich die Leute erinnern werden, wenn Sie Ihren Namen hören.
01:19:01Sie wenden sich erneut gegen Ihre eigene Mandantin und geben der Anwaltskammer nur noch mehr Argumente, Ihnen die Zulassung zu entziehen.
01:19:08Ihre Reaktion zeigt doch, dass Martin Kubi recht hatte mit seinen Anschuldigungen.
01:19:11Ah, war das jetzt Ihr Erstschlag?
01:19:14Oder überspringen wir den heute?
01:19:16Und in meinen Augen sind Ihre Anschuldigungen ganz klar eine Verleumdung.
01:19:24Sie machen sich lächerlich, Frau Liebling.
01:19:26Und ich nehme auch zurück, was ich Ihnen bei unserer ersten Begegnung gesagt habe.
01:19:38Ihnen würde ich auch keine Empfehlung schreiben.
01:19:44Es ist keine Verleumdung, wenn es der Wahrheit entspricht.
01:19:46Und Ihre Behauptung beweisen Sie wie?
01:19:48Es gibt eine Person im Sekretariat der Staatsanwaltschaft, die kann bezeugen, dass Sie im letzten Monat angerufen haben, um Martin Kubi zu denunzieren.
01:19:54Der Zeugenbeweis ist das unzuverlässigste Beweismittel in einem Prozess.
01:20:02Mehr haben Sie nicht?
01:20:04Stellen Sie sich das Bild doch mal vor.
01:20:06Sie auf der Anklagebank.
01:20:09Und Sie wissen, irgendwas bleibt immer kleben.
01:20:14Frau Jakobi, ich bewundere Sie.
01:20:18Sie haben so viel erreicht.
01:20:21Aber Sie sind gerade dabei, Ihr ganzes Lebenswerk zu zerstören.
01:20:25Martin Kubi hat einen Fehler gemacht und er ist bereit dazu, sich öffentlich bei Ihnen zu entschuldigen.
01:20:29Und als Gegenleistung soll ich einen Studenten empfehlen, von dem ich nicht überzeugt bin.
01:20:33Schauen Sie sich mich doch mal an.
01:20:35Wenn es nach Ihnen gehen würde, dann wäre ich gar nicht hier.
01:20:37Aber ich sitze hier vor Ihnen mit Nasenbluten und ich gebe nicht auf.
01:20:42Lassen Sie doch wenigstens den Gedanken zu, dass Martin Kubi ein guter Student ist, auch wenn er unter Druck nicht so reagiert, wie Sie es gerne hätten.
01:20:48Und geben Sie ihm eine faire Chance.
01:20:51Wenn er es nicht drauf hat, dann wird die Staatsanwaltschaft ihm das schon vermitteln.
01:20:54Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man kurz davor ist, seine Anwaltszulassung zu verlieren?
01:21:12Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man merkt, dass man sich mit seinen Methoden verrannt hat?
01:21:16Wir haben die Vereinbarung wie besprochen aufgesetzt. Lesen Sie es sich in Ruhe durch.
01:21:31Danke, nein. Wir haben uns anders entschieden.
01:21:33Was? Wieso?
01:21:36Eine Verschwiegenheitserklärung wird den grundsätzlichen Missstand in Ihrer Klinik nicht lösen.
01:21:41Wenn man jetzt nicht über den Fehler spricht, dann wird er sich wiederholen.
01:21:46Wenn Sie uns in die Öffentlichkeit zerren, dann wird das aber ungemütlich.
01:21:50Dann sehen wir uns den Lebensstil von Frau Asadi mal genauer an.
01:21:53Und glauben Sie mir, wir finden immer was.
01:21:56Die besten Fälle sind die ungemütlichen. Und genau das reizt mich daran.
01:22:02Dr. Kramer, ein Behandlungsfehler hat immer zwei Opfer.
01:22:06Den Patienten und den behandelnden Arzt.
01:22:08Und ich bin mir sicher, Sie sind nicht Mediziner geworden, um Ihr schlechtes Gewissen durch einen Rechtsstreit zu bekämpfen.
01:22:14Frau Kollegin, Sie kennen doch die Regeln. Kommunizieren Sie bitte nicht direkt mit meinem Mandanten.
01:22:19Ein Fehler ist menschlich.
01:22:21Aber wenn man nichts aus dem Fehler lernt, dann ist das fatal. Ich sehe doch, dass Sie das beschäftigt.
01:22:25Und ich sehe mich gezwungen, das Gespräch an dieser Stelle abzubrechen.
01:22:27Sie haben recht.
01:22:28Herr Dr. Kramer.
01:22:29Es ist mir gerade wirklich egal, ob ich mich selbst belaste.
01:22:32Dann sind Sie jetzt persönlich haftbar.
01:22:38Ich hoffe, das ist Ihnen klar.
01:22:45Ich hätte Ihre Symptome besser deuten müssen.
01:22:47Aber ich habe mich nach Jahren der Berufserfahrung in einer trügerischen Sicherheit gewogen.
01:22:54Das war ein Fehler.
01:22:56Das war mein Fehler.
01:22:58Und es tut mir leid.
01:23:01Und ja, Sie haben recht.
01:23:02Wir müssen was ändern.
01:23:04Wir müssen uns und unser Personal viel besser auf solche Fälle einstellen.
01:23:07Das Thema ist wichtig.
01:23:08Es gehört an die Öffentlichkeit.
01:23:09Und eigentlich hätte das schon längst passieren müssen.
01:23:11Aber es gibt eine gute Nachricht.
01:23:17Ihre Herzrhythmusstörung ist behandelbar.
01:23:21Mit der passenden Therapie werden Sie wahrscheinlich ein ganz normales Leben führen können.
01:23:25Sie meinen, ich kann wieder als Erzieherin arbeiten?
01:23:28Ja.
01:23:29Ich würde mich um alles Medizinische kümmern und natürlich auch alle anfallenden Kosten übernehmen.
01:23:35Vorausgesetzt, dass Sie überhaupt bereit sind, mir nochmal Ihr Vertrauen zu schenken.
01:23:41Das ist unser Angebot.
01:23:45Sie verzichten auf eine Klage, im Gegenzug machen wir eine spezielle Schulung zum Thema Gendermedizin für das Personal.
01:23:51Und mein Mandant wird Frau Assadi mit der weiteren medizinischen Versorgung betreuen.
01:23:56Auf Kosten des Hauses, versteht sich.
01:24:04Danke.
01:24:04Aber eine Sache ist da noch.
01:24:10Wenn ich kein Geld bekomme, wie kann ich Sie bezahlen?
01:24:14Ich habe schon lange keinen Pro Bono-Fahr mehr gehabt.
01:24:16Wissen Sie was?
01:24:18Ich habe mein Notizbuch drin vergessen.
01:24:20Gehen Sie schon mal ruhig.
01:24:21Und ich melde mich bei Ihnen, wenn die Papiere fertig sind.
01:24:23Tschüss.
01:24:24Tschüss.
01:24:24Ach, eine Kleinigkeit noch.
01:24:31Habe ich vorhin vergessen.
01:24:32Der Krankenhauskonzern wird doch sicherlich mein Honoha bezahlen, oder?
01:24:36Und in unserem ersten Gespräch, da haben Sie ein Verdienstausfall für Frau Assadi angeboten.
01:24:41Da würde ich auch gern zurückgreifen.
01:24:44War mir eine Freude, mit Ihnen zu arbeiten.
01:24:48Tschüss.
01:24:48Tschüss.
01:24:48Tschüss.
01:24:54Na?
01:25:08Gegen eine Petra Jacobi zu verlieren, das ist keine Schande.
01:25:13Dann ist gegen Sie zu gewinnen ja ein echter Ritterschlag.
01:25:20Die Zulassung?
01:25:23Sie wird die Klage zurückziehen.
01:25:25Was macht dich da so sicher?
01:25:27Lebenserfahrung?
01:25:32So geht das, hörst du?
01:25:34Deine Enkelin hat sie klein gekriegt.
01:25:36Du wirst mich also vorerst nicht los.
01:25:40Ja.
01:25:41Wir müssen reden.
01:25:42Ja, müssen wir.
01:25:44Also, zuallererst möchte ich mich bei dir bedanken für dein Vertrauen in dieser Woche.
01:25:48Ich habe eine ganze Menge gelernt.
01:25:50Bei was genau?
01:25:50Zum Beispiel, dass ich es nicht alleine machen möchte, sondern mit dir.
01:25:55Und dass ich Freiraum brauche, um Fehler zu machen, hinzufallen und mich weiterzuentwickeln.
01:26:00Ja.
01:26:01Lass es mich selber tun und ich werde es wissen.
01:26:03Was?
01:26:03Ja, gar nichts.
01:26:06Und dann habe ich gesehen, dass unsere Zusammenarbeit im Gesellschaft der Vertrag mit nur einem Satz definiert ist.
01:26:10Ja.
01:26:11Und es gibt da ein paar Punkte, über die ich gerne mit dir sprechen würde.
01:26:15Also, da fehlt mir eine Menge dazu ein.
01:26:21Wenn wir uns an einem Punkt einig sind, dann nehmen wir den Zettel vom Tisch.
01:26:24Mhm.
01:26:25Fangen wir doch bei Kanzleischild an.
01:26:28Ja.
01:26:28Was ist dazu dein Vorschlag?
01:26:29Ich möchte, dass mein Name auch auf dem Kanzleischild steht.
01:26:32Ja.
01:26:33Sehe ich auch so.
01:26:34Ja, super.
01:26:34Nächster Punkt, Personalführung.
01:26:38Ja.
01:26:38Punkt, gefällt mir wirklich sehr.
01:26:39Ich finde Transparenz auch mal nicht.
01:26:40Also, mit dem kommt es nicht.
01:26:41Kann.
01:26:42Nee, nee.
01:26:42Ich will nur über meinen.
01:26:43Dann mach einen Gegenvorschlag.
01:26:44Sozialversicherung.
01:26:44Was ist mit Eis?
01:26:45Das finde ich richtig gut.
01:26:46Da hat mich Senta drauf gemacht.
01:26:48Nein.
01:26:48Eine kostenlose Rechtsberatung für alle, die sie benötigen.
01:26:50Kannst du gerne machen am Wochenende.
01:26:52Ich, ich meinte schon uns als Kanzlei.
01:26:54Meinst du das ernst?
01:26:57Ja, dann können wir uns dem Thema Effizienz wieder zuwenden.
01:27:00Und Arbeitszeiten.
01:27:01Das hat Außenwirkung zur Folge.
01:27:03Ich glaube, bei sozialer Verantwortung haben wir uns komplett missverstanden.
01:27:06Toll.
01:27:07Da haben wir ja ganz schön was geschafft.
01:27:09Na, immerhin sind wir uns einig, dass wir uns uneinig sind.
01:27:11Du weißt du, was eins der großen Talente...
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