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  • vor 3 Monaten
Die Bundesregierung hat die bereits im Frühjahr angekündigte Ausweitung der Schwerarbeit auf Pflegeberufe nun fix auf den Weg gebracht. Die entsprechende Verordnung wurde via Umlaufbeschluss abgesegnet, hieß es in einem Hintergrundgespräch seitens Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) sowie den Sozialsprechern von ÖVP und NEOS, August Wöginger und Johannes Gasser. Damit sollen rund 1.000 Personen aus dem Pflegebereich in den Genuss der Schwerarbeiterpension kommen.

Video: APA/bes

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Transkript
00:00Die Bundesregierung hat die bereits im Frühjahr angekündigte Ausweitung der Schwerarbeit auf Pflegeberufe nun fix auf den Weg gebracht.
00:09Die entsprechende Verordnung wurde via Umlaufbeschluss abgesegnet, wie Sozialministerin Corinna Schumann sowie die Sozialsprecher von ÖVP und NEOS informierten.
00:18Die Pflegekräfte kommen in die Schwerarbeit. Das ist ein großer Erfolg und es ist eine langjährige Forderung aus diesem Bereich.
00:24Wir zeigen damit die Anerkennung und die Wertschätzung für die Beschäftigten, die hier wirklich Großartiges leisten.
00:31Was ändert sich? Ab 1.1.26 können die Pflegekräfte in die Schwerarbeit, weil sich die Rahmenbedingungen und die Voraussetzungen ändern.
00:38Die Grundlagen für die Schwerarbeit bleiben gleich, aber es sind nicht mehr 15 Tage notwendig, sondern nur mehr 12 Tage.
00:45Das entspricht dem Schichtarbeitsprogramm der Pflegekräfte und es besteht auch die Möglichkeit für Teilzeitkräfte,
00:51wenn sie einen Stundenausmaß von über 50 Prozent der Arbeitszeit haben, auch in die Schwerarbeit zu kommen.
00:57Aber es ist ein wichtiger Schritt, gerade für Frauen, weil die Pflege ist weiblich.
01:01Das ist eine langjährige Forderung auch der Kolleginnen und Kollegen in den Pflegeheimen, in den Krankenhäusern, auch in den mobilen Diensten.
01:08Immer, wenn man da auf Besuch unterwegs war, war das ein zentrales Anliegen, dass man sich hier benachteiligt fühlt.
01:15Und das haben wir auch verstanden, weil es eine sehr belastende Tätigkeit ist, dass man eben nicht zur Gänze in die Schwerarbeiterregelung aufgenommen war.
01:23Das ändern wir jetzt. Das heißt, das wird ungefähr 1.000 Personen mehr im positiven Sinne umfassen, wo sozusagen die Zugangsbedingungen erleichtert werden,
01:34dass man jetzt in diese Schwerarbeiterregelung kommt.
01:37Was bedeutet das? Dass man 45 Versicherungsjahre braucht. Man muss in den letzten 20 Jahren, 10 Jahre, diese Pflegetätigkeit ausgeübt haben,
01:46entweder als Pflegeassistent, als Pflegefachassistent im diplomierten, gehobenen Bereich,
01:51aber auch zum Beispiel die Fachsozialbetreuungsberufe, wie wir sie in Oberösterreich haben, sind damit umfasst.
01:56Ich glaube, für die Beschäftigten ein großer Vorteil ist, dass es für sie auch unkomplizierter wird, nachzuweisen,
02:01dass sie als Pflegekräfte Schwerarbeit geleistet haben.
02:04Wir hatten in der Vergangenheit Regelungen in der Schwerarbeitsverordnung, die verhindert haben,
02:09dass Menschen einfach auch nachweisen konnten, dass sie Schwerarbeit in den letzten Jahren geleistet haben.
02:14Beispielsweise, wenn es um die Frage geht, wie die Nachtdienste aufgeteilt waren über den Monat,
02:18dass wir hier eine Erleichterung hineinbekommen und hier auch die Pflegekräfte explizit erwähnen,
02:23ist eine Erleichterung, die auch eine Entbürokratisierung schlussendlich bedeutet.
02:27Die zu erwartenden Kosten werden mit etwa 20 Millionen Euro im ersten Jahr beziffert.
02:32Danach dürften diese weiter steigen.
02:35Gegenfinanzieren wolle man das mit Reformen bei der Invaliditätspension
02:39beziehungsweise der Berufsunfähigkeitspension und dem sogenannten Rehabilitationsgeld.
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