00:00Um einen Sturz der Regierung zu verhindern, hat Frankreichs Premierminister Sébastien Le Cornu das Aussetzen der seit 2023 geltenden Rentenreform bis zur nächsten Präsidentschaftswahl in Aussicht gestellt.
00:14Damit entspricht er einer zentralen Forderung der Sozialisten, von denen das politische Überleben der Regierung abhängt.
00:21Ich werde dem Parlament vorschlagen, noch in diesem Herbst, dass wir die Rentenreform von 2023 bis zur nächsten Präsidentschaftswahl aussetzen.
00:31Vor dem Januar 2028 wird es keine Anhebung des Renteneintrittsalters geben.
00:37Das Aussetzen solle neues Vertrauen schaffen, sagte der Premierminister in seiner Regierungserklärung an die Adresse der knapp 70 Abgeordneten der Sozialistischen Partei gerichtet.
00:47Le Cornu verwies darauf, dass die Kosten durch das Aussetzen der Reform durch Einsparungen ausgeglichen werden müssten.
00:56Seine Ankündigung zur Rentenreform löste Beifall bei den Abgeordneten der Sozialisten aus.
01:02Von deren Stimmen hängt es ab, ob die Misstrauensanträge der Links- und Rechtspopulisten die Regierung zu Fall bringen können.
01:10Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor bei der ersten Kabinettssitzung der neuen Regierung erklärt,
01:17er werde im Fall eines erneuten Regierungssturzes Neuwahlen ausrufen.
01:22Das hatte er bislang ausgeschlossen.
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