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  • vor 4 Monaten
Die Wälder hierzulande geraten hauptsächlich durch Wildschäden und den Klimawandel in Bedrängnis. Dabei ist letzterer u. a. mit längeren Trockenperioden, dem Auftreten des Borkenkäfers und Extremwetterereignissen die größte Herausforderung, sagt Forstwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Montag. Gegengesteuert werde durch die Verjüngung von Wäldern, Aufforstung mit "klimafitten" Pflanzen und Maßnahmen zur Reduktion von Wildschäden.

Video: APA/mhr
Thumbnail: APA/Harald Schneider

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Transkript
00:00Klimawandel und Wildschäden bringen die heimischen Wälder in Bedrängnis,
00:05wobei der Klimawandel die größere Herausforderung sei,
00:09so Landwirtschaftsminister Totschnig am Montag.
00:13Dabei geht es beispielsweise um längere Trockenperioden,
00:17es geht um das Auftreten des Borkenkäfers und Extremwetterereignissen wie Stürme und Schnee.
00:22Das zeigt sich auch in den Zahlen, wenn wir anschauen den Schadholzanteil in den letzten Jahren.
00:27Wir hatten im Jahr 2024 von 20,2 Millionen Erntefestmeter Einschlag,
00:3411 Millionen Erntefestmeter Schadholz, das sind 55 Prozent.
00:40Das muss man sich vorstellen, wieder ein Anstieg im Vergleich zum letzten Jahr,
00:43also auf 23 von 22,2 Prozent.
00:46Um dem entgegenzuwirken, setze man primär auf Waldverjüngung.
00:52Darunter versteht man, dass die Freiflächen so rasch wie möglich wieder gepflanzt werden
00:57und überalterte Wälder erneuert werden.
01:00Bei Neupflanzungen bzw. der Wiederbewaldung ist es wichtig,
01:05dem Wald möglichst gut auf die zukünftigen Klimabedingungen vorzubereiten.
01:10Dafür setzen wir verstärkt auf Mischbestände mit geeigneten Baumarten.
01:15Der Trend geht hier ganz klar zu mehr Laubbäumen.
01:19Der klimafitte Wald ist ein bunter Wald.
01:21Das ist jetzt nicht, was jetzt Herbst wird, sondern es ist der bunte Wald, ist ein Zukunftsmodell.
01:26Der Herr Bundesminister hat es auch gesagt, der Laubholz und der Mischwald werden mehr.
01:31Wir sehen das in unseren Zahlen, Daten und Fakten der Waldinventur.
01:34Wir haben um 8% weniger Nadelholz und um 11% mehr Laubholz.
01:39Auch der Mischholzanteil nimmt zu.
01:40Das heißt, wir haben weniger als 50% nur mehr reine Nadelholzwälder.
01:46Also auch da sieht man diese Dynamik des Klimawandels,
01:49wie wohl es nach wie vor reine Nadelwälder geben wird.
01:51Auch für die Speicherung von Kohlenstoff sei die Verjüngung wichtig,
01:55da Waldbestände mit einem Alter zwischen 40 und 60 Jahren den meisten Kohlenstoff binden.
02:02Ein weiteres Werkzeug für den Waldumbau ist die sogenannte dynamische Waldtypisierung.
02:10Dabei werden digitale Karten angelegt und mit Datensätzen versehen.
02:15Das heißt, unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer erhalten eine ganz klare Grundlage,
02:20welche Baumart in Zukunft an welchem Standort die besten Chancen haben werden.
02:27Eine große Rolle in Europa soll dabei in Zukunft die Eiche spielen.
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