- vor 5 Monaten
Immer mehr Kämpfer strömen der Schar des vogtländischen Volkshelden Georg Kresse zu. Gleichzeitig stöhnt die Herrschaft Reichenfels unter dem brutalen Wüten der schwedischen Soldaten. Freiherr von Müffling zieht sogar in Erwägung, Kresse und seine Gefolgsleute zum Kampf gegen die verhassten Soldaten aufzurufen. Das bringt seinen verschlagenen Sekretär Birnbaum auf eine Idee, wie man des Bauerngenerals habhaft werden könnte. Er lädt ihn zu Verhandlungen über ein mögliches Bündnis ein. Georgs Freund Daniel Fuchs wittert einen Hinterhalt. Doch Georg schenkt seinen Warnungen keinen Glauben und reitet allein zum Treffpunkt. Hier erwartet ihn Birnbaum mit seinen Häschern. Gerade noch rechtzeitig ist Daniel mit einigen Getreuen zur Stelle, um die Verhaftung Kresses zu verhindern. Er bezahlt die Rettungstat jedoch mit seinem Leben. Auch das Versteck der Schar in den alten Bergwerksstollen ist zu unsicher geworden. Das Bauernheer muss sich ein neues Lager suchen. (Text: mdr)
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TVTranskript
00:00Den Heeren, Plünderern und Marodeuren stehen die einfachen Menschen machtlos gegenüber.
00:05Doch einer von ihnen nimmt den Kampf auf.
00:07Bis heute erzählen Sagen und Überlieferungen von den Taten der verwegenen Schades Deo Kresse,
00:12genannt der Bauerngeneral.
00:15Aber es sind schon fünf Tage.
00:18Wenn Sie es wünschen, kann ich ein paar Knechte durch die Dörfer schicken und Knollenbäcker suchen lassen.
00:22Nein, nein, da steckt was anderes dahinter.
00:24Der Barbier hatte einen Auftrag von mir. Und er war eilig.
00:27Kresse? Wer sonst?
00:30Knollenbäcker hat uns in den Eichengrund geführt.
00:34Knollenbäcker ist den Spuren von Kerstes Mädchen gefolgt.
00:37Wer will sagen, dass er nicht bemerkt wurde?
00:42Die anderen.
00:43Ich kann Sie mir ja mal vornehmen, obwohl ich mir nicht sehr viel davon verspreche.
00:52Das kommt ja wohl auf die Art der Befragung an.
00:56Am besten ist, Sie zeigen mir die Instrumente.
01:00Sie wird gerade geholt.
01:03Ich gebe zu bedenken, es ist Kresses Braut.
01:06Irgendwie dringt es nach außen.
01:12Glauben Sie, dass er sein Mädchen unseren Händen überlässt?
01:14Haben Sie Angst vor einem Bauern?
01:30Ich habe auf der Hohenschule zu Wittenberg keine schlechte Klinge geschlagen.
01:40Das erwarte ich von Ihnen.
01:41Aber solange der Kresse da draußen ist, ein Wort von ihm genügt und die Männer kommen aus allen Dörfern.
01:53Und es sind nicht mehr dieselben, die Sie waren, ehe die Kaiserlichen ins Land kamen.
01:59Dreschflegel, extra.
02:07Der Kresse hat Ihnen Gewehre gegeben.
02:11Durch ihn haben Sie gelernt, dass Sie allein gar nichts, gemeinsam aber eine Macht sind,
02:14die sogar mit Einheiten der Kaiserlichen fertig wird.
02:20Früher, da hätte das Dutzend Doppelsöldner auf Reichenfels ausgereicht, um Sie in Furcht und Schrecken zu versetzen.
02:26Aber heute...
02:28Lassen Sie mal den Kresse zum Sturm blasen.
02:34Ohne zu zögern, setzen Sie uns den roten Ahl aufs Dach.
02:38Ich denke, wir wären gut beraten, wenn wir das in unser Kalkül einbezögen.
02:44Ja?
02:48Die Kresse braucht waren irgendwo zu finden.
02:50Sie ist seit Tagen verschwunden, gnädiger Herr.
02:53Genügt Ihnen das als Beweis?
02:54Aber Ihr Vater ist im Dorf.
02:56Befehlen Euer Gnaden, den herzuholen?
02:58Nein, gehen Sie.
03:06Wir machen das ganz anders.
03:20Hey, Daniel!
03:22Hier!
03:23Das reicht, Georg!
03:26Eine schlimme Mahlzeit wird das!
03:28Ach, ein herrlicher Tag!
03:40Und schön ist es hier!
03:43Euer Furchtland ist nur ein richtiges Zuhause.
03:46Nirgends habe ich so viele Freunde gehabt, wo ich auch gewesen bin.
03:49Nirgends Menschen, die so viel für mich getan haben.
03:52Ja.
03:52Na ja, und wenn du, ich meine, wenn das alles mal vorbei ist, wieder als Doktor arbeitest,
04:00dann wirst du dich vor Zulauf aus den Dörfern kaum retten können.
04:03Die Leute gehen doch nicht mehr zu den Wunderdoktoren.
04:05Die haben doch Angst vor deren Fuschereien.
04:07Angst vor ihren Rechnungen.
04:09Na, ich nehme es in der Dorei.
04:11Und wenn du kommst, du hast du einen Gott.
04:12Hier fließt die Triebes.
04:26Sein Fluss hat sich tief in die Landschaft eingegraben.
04:31Hat die Hochfläche durchschnitten.
04:34Hat steile Hänge gebildet.
04:36Da tritt der Grünstein hervor.
04:40Ja.
04:41Und?
04:43Wie soll der Teufel holen, wenn die Herren nicht irgendeinmal gehofft haben,
04:47ein Gestein Silber oder sogar Gold zu finden?
04:53Sie brauchen doch immer Geld.
04:55Genau wie wir.
04:58Wetten, dass Sie es versucht haben?
05:01Hier gibt es aber keine Leute, die sowas können.
05:03Also, wenn sich vom Harz oder aus dem Erzgebirge
05:09Bergknappen geholt haben.
05:13Die sind aber wieder weggezogen.
05:15Als es sich herausstellte, dass vergebliche Liebesmüh war.
05:20Dass sie da waren, das hat man mit den Jahren vergessen.
05:25Aber die Gänge sind geblieben, die sie in die Berge getrieben haben.
05:29Und in so einem Gang konnte er auch überwintern, das stimmt.
05:33Ich habe mich manchmal gefragt, wie der Kassel es aushielt, draußen in Schlie und Eis.
05:37So erklärt sich's.
05:41Leider weiß niemand mehr, wo die Bergknappen gegraben haben.
05:44Wer sagt denn sowas?
05:46Haben die Möffling schürfen lassen?
05:49Haben die fraglichen Stellen auch auf Karten verzeichnet?
05:53Das ist so klar wie das Armner Kirche.
05:56Da oben gibt's doch nichts, was nicht aufgeschrieben wird.
06:00Na dann los, auf ins Schlossarchiv.
06:04Was du da sagst, hat Platz für sich, Johannes.
06:06Mann, wenn wir den Kassel kriegen,
06:08haben wir ausgesorgt für den Rest unseres Lebens.
06:12Aber erst trinken wir noch einen.
06:15Ich weiß nicht, ob wir Ihnen im Video bei Möffling holen wollen.
06:33Na, ich mach die Runde.
06:55Wie es der Täufe will, taucht wieder einer der ungebetenen Gäste bei uns auf.
07:03Daniel?
07:05Ja?
07:06Aber mach nicht so lange, wir essen bald.
07:13Ja, also ein bisschen wird schon noch dauern.
07:16Seit du hier bist, lebt sich's viel besser in der Höhle.
07:33Hättest du dir eigentlich träumen lassen, dass unser Zusammenleben mal in Fels und Gestein beginnen würde?
07:40Ewig wird's ja nicht dauern. Hoffe ich.
07:43Mit uns?
07:45Mit der Höhle meine ich natürlich.
07:48Du weißt genau, was ich meine.
08:00Du weißt, was mich immer wundert?
08:02Dass wir im Rauch nicht ersticken.
08:03Wie kommt es eigentlich, dass der Rauch so gut abzieht?
08:05Ach, die Bärenhöhle ist keine Bärenhöhle.
08:11Wieso?
08:12Na ja, ich meine keine natürliche.
08:17Als Daniel hier sich zum ersten Mal umsah, bemerkte er sofort, dass das hier das Werk von Bergleuten ist.
08:33Bergknacken in unserer Gegend? Davon habe ich ja noch nie gehört.
08:37Auch schon lange her.
08:47Vergiss.
09:03Wir sind mit eurem Eifer zufrieden.
09:06Es ist uns eine Genugtuung, so tüchtige Männer meinen Dienst zu haben.
09:16Ihr könnt gehen, Leute.
09:18Auch Ihnen danken wir, Herr Kriminaler.
09:20Was befehlen Sie zu tun?
09:22Wir wollen nichts überstürzen.
09:24Der Casus Kriminalis wird reiflich bedacht sein.
09:26Wir lassen Sie unsere Entscheidung wissen.
09:36Hochwohlgeburen sollten keine Zeit verlieren. Sie sind in der Vorhand.
09:46Mit diesem Wissen können wir den Kresse überrumpeln, bevor er seine Leute zusammenbringt.
10:02Da drüben sitzt der Arsan.
10:08So nah.
10:10Wer hätte das gedacht?
10:12Wer hätte das gedacht?
10:16Dieser Bursche ist tollkühn.
10:18Eine Unverschämtheit hochwohlgeboren unter Ihren Augen.
10:22Er verhöhnt sie.
10:24Es hätte sogar eine gewisse Größe.
10:26Wir sind geneigt, das einzuräumen.
10:30Aber im Bauern Tölpel und Größe, das passt nicht zusammen.
10:34Das passt nicht zu deren Art von Schlauheit.
10:42Wir glauben nicht, dass dieser Stollenkreßesversteck ist so lautstark, dass eben auch behauptet wurde.
10:48Zu unserem Bedauern haben wir eben gesehen, dass selbst unser Kriminalleutnant und seine Spürhunde
10:52bis zu einem gewissen Grade der Faszination dieses Aufenthaltserlegens sind.
10:57Sie trauen Ihnen das Außergewöhnliche und das Bedeutende zu.
11:02Das tun wir nicht. Für uns ist nicht erwiesen, dass er da drüben sitzt.
11:05Auch da wurde wir graben, hier und dort. Eine Hülle so gut wie die andere.
11:08Warum muss es diese sein?
11:11Die Schnelligkeit, hochwohlgeboren, mit der Kresser reagierte beim Abzug der Kaiserwichen.
11:27Erlauben Sie mir die Förster in die Nähe der alten Stollen zu schicken.
11:29Sie können sich unverdächtig im Wald bewegen.
11:31Ja.
11:32Und dann geben Sie mir freie Hand.
11:34Nein, an uns ist es weiter zu denken und klug abzuwägen.
11:43Wir erinnern uns, dass wir uns Kresse verdanken, wenn uns die Dörfer noch Pferde frohne leisten können.
11:53Ja.
11:54Wenn aus all unseren Dörfern Milch, Butter und Käse in voller Menge zur Verfügung sind.
11:58Wenn es uns auf reichen Fels nicht an Futter und Brot, Getreide meilt.
12:04Das muss unsere Entscheidung mitbestimmen.
12:09Warum eigentlich sollten wir den Mann nicht gewähren lassen?
12:13Solange er sich nicht dreist hat, die Hand gegen unsere Person zu erheben, er nutzt uns doppieren Päumchen.
12:17Tatsächlich.
12:18Er nutzt uns.
12:22Gestatten Sie mir ein offenes Wort, gnädiger Herr.
12:26Immerzu.
12:28Dieser Gedanke ist eines Krämers würdig, nicht aber eines Edelmanns.
12:34Was erlauben Sie sich?
12:35Sie brauchen den Kresse nicht hochwohlgeboren.
12:39Wer hindert Sie daran, selbst die Bauern zur Verteidigung gegen Übergriffe aufzurufen?
12:46Versprechen Sie ihnen Hilfe, lassen Sie Waffen verteilen.
12:49Und Ihnen wird die Liebe des Volkes zuteil.
12:52Die, die der Kresse jetzt hat.
12:58Schalten Sie ihn aus, bevor er zu mächtig wird.
13:03Damit nicht wieder wie vor hundert Jahren ein Kresse einen Möffling vom Pferd wirft.
13:17Lassen Sie ihn ungeschoren, ich stehe für nichts, gnädiger Herr.
13:28Frau von Möffling denkt, der Kresse wird allein und keine Gefahr mehr sein,
13:33sobald das Leben hier wieder ganz in gewohnten Bahnen läuft.
13:38Aber das tut es nicht hochwohlgeboren.
13:40Man hört von ununterbrochenen Siegen der Schweden, es ist nur eine Frage der Zeit,
13:46bis Gustav Adolfs Truppen auch im Vogtland erscheinen.
13:51Und sobald die auftauchen,
13:53da wird der Kresse seine Schar wieder um sich sammeln.
13:57Und zwar stärker als zuvor.
14:01Schicken Sie Ihre Förster aus, wir wollen wissen, was Sie erkunden.
14:05Wenn ich es recht bedenke, ich glaube,
14:07Sie sollen Ihren Kresse haben.
14:11Schicken Sie haben.
14:21Der Wohrlewege, Wohrleherr!
14:24Der Wohrlewege, Wohrleherr!
14:25Das war's.
14:55Das war's.
15:25Das war's.
15:55Das war's.
15:57Das war's.
15:59Das war's.
16:01Was ist das für ein Dorf, die Straße hinunter?
16:04Pölwitz.
16:05Welche Herbschaft?
16:06Reichenfels.
16:07Das ist da.
16:08Seitlich.
16:09Mehr dort.
16:10Bewaffnete?
16:11Keine.
16:11Nur die Doppelsöldner des geredigen Herren.
16:14Und die Kaiserlichen?
16:15Das war's.
16:16Niemand im Haus.
16:24Weiter.
16:26Komm mal, komm mal, komm mal.
16:27Das Geld.
16:36Na, mach schon.
16:36So wenig?
16:47Schlechte Zeiten.
16:47Und dass du mir nicht schlecht von den Schweden rätst.
16:52Ich muss erst mal verschnaufen.
17:07Weiß dich zusammen, Wenzel.
17:08Hast noch genug Zeit zum verschnaufen.
17:09Jetzt sehen wir, Winston, noch, wohin wir laufen.
17:12Da, trink einen Schluck.
17:14Dann geht's dir besser.
17:14Der Sack ist mir zu scharf.
17:27Wenn sich Jacobi bloß nicht geirrt hat.
17:31Wir sind auf dem richtigen Weg.
17:32Lass mich nur machen.
17:35Kommt.
17:44Nichts.
18:08Nichts.
18:11Ich war in allen verstecken.
18:13Nirgendwo eine Nachricht.
18:15Ja, was willst du denn hören?
18:16Wie die Ernte ausfällt?
18:20Kinder, bitte.
18:25Ich mach die Runde.
18:26Es ist zwar jetzt ganz ruhig,
18:27aber man kann ja nicht vorsichtig genug sein.
18:29Daniel!
18:30Ach!
18:36Was ist denn mit ihm?
18:39Ich weiß auch nicht.
18:40Ich weiß auch nicht.
18:40Wenn er will,
18:50dann wird er es uns schon sagen.
18:56Es ist spät.
18:57Ich bin noch nicht müde.
19:06Die anderen waren den ganzen Tag auf dem Feld.
19:09Und ich sitze hier.
19:12Und dem Vater werde ich auch fehlen.
19:18Kommt schon wieder in Ordnung.
19:19Wenn Sie, schlaf nicht.
19:41Pass auf.
19:42Wir müssen gleich da sein.
19:43Und was nun?
19:48Wenn Sie uns hier erwischen,
19:50ist es aus mit uns.
19:52In der Dunkelheit sehen Fein und Freunde gleich aus.
19:55Wir hätten doch bis zum Morgen warten sollen.
19:57Jetzt stehen wir da.
20:00Hey, Bauerngeneral!
20:03Wo bist du?
20:04Hier sind Freunde!
20:08Werft die Waffen weg.
20:17Wer seid ihr?
20:22Halt!
20:23Wer darf...
20:23Tu auf!
20:25Im Namen des Königs von Schweden.
20:27Macht auf!
20:27Drückt auf eure Lunden.
20:31Versucht eure Lunden.
20:33Öffnet die Pfanne.
20:35Haltet hoch eure Musketen.
20:37Und legt an.
20:39Hör, mein Kamerad.
20:40Melde Herrn von Müffel,
20:42Ihres Leuten an Lindström
20:43mit einer Eskorte Leichter Reiterei
20:44und seiner Hochwohl geboren.
20:46Die freundschaftliche Grüße
20:47seiner Majestät,
20:48des Königs Gustav Adolf von Schweden
20:50und der Dänis zu überbringen.
20:52Sobald Sie näher kommen,
20:54drückt ab.
20:55Verfluchte Hinterwärter.
20:58Sie kamen nach Pölwitz herein
21:00wie der Blitz.
21:02Und dann ging es los.
21:05Den Schulzen haben sie
21:06gegen die Wand gestellt,
21:08hielten ihm das Eisen
21:09an den Hals,
21:10bis er die Gemeinde Kassel herausgab.
21:14In den Höfen,
21:15wo sie meinten,
21:15dass sie noch etwas holen können,
21:17machten sie es nicht anders.
21:20Einer ging mit dem Dreschflegel
21:21auf sie los.
21:24Sie haben ihn erschlagen.
21:27Dann brannte der Hof.
21:30Das Feuer hat übergegriffen.
21:36Die Schweden sind schlimmer
21:37als die Kaiserlichen.
21:39Dabei stecken unter
21:40der fremden Feldbinde
21:41deutsche Landsknechte.
21:43Man hat jedes Wort verstanden.
21:45Sie sind Gustav Adolf zugelaufen,
21:46als dieser zu siegen anfing.
21:48Gessinde.
21:56Du musst etwas unternehmen, General.
21:59Wir drei,
21:59der Wenzel,
22:00der Peter und ich,
22:01die sind in einem Falle
22:02dazwischen gegangen.
22:04Danach mussten wir
22:05um unser Leben laufen.
22:05Was das Zeug hier?
22:08Wir können nun nicht mehr zurück.
22:09euch drei habe ich nie
22:12unter meinen Freunden gesehen.
22:15Wer hat euch gesagt,
22:16wo ich mich befinde?
22:19Erst sind wir
22:20zur Waldschinke gelaufen.
22:21Der Wirt,
22:22dachten wir,
22:22wird es uns sagen können.
22:24Aber der sagt nichts mehr.
22:26Er lag in seinem Blut.
22:28Eine Kugel hat ihn
22:29mitten in die Brust getroffen.
22:30Jetzt wussten wir
22:44nicht mehr, wohin.
22:45In unserer Not
22:46sind wir dann
22:48zu Pfarrer Jakobi gelaufen.
22:50Bis nach Düln.
22:51Das ist ein guter Mensch.
22:53Hat schon so manchen
22:54für eine Nacht versteckt
22:55um Christi willen.
22:57Eben sagten wir,
22:57dass wir zu dir wollten,
22:58aber nicht wüssten,
23:00da hat er uns
23:01den Weg gewiesen.
23:14Was wird nun aus uns, General?
23:29Wunderlich könnt ihr bleiben.
23:30Das ist ein guter Mensch.
23:43Das ist ein guter Mensch.
23:45Nein, danke.
24:02Dieser Pfarrer Jakobin...
24:05Passieren!
24:15Willkommen auf Reichenfelsen, Leutnant.
24:32Wir haben auf Sie gewartet.
24:33Wir sind ein protestantisches Land,
24:36daran schwer zu leiden unter der katholischen Majestät.
24:38Wir begrüßen Sie als Befreier.
24:41Sie und in Ihrer Person Ihren herrlichen König.
24:46Seine Majestät zweifelte nicht einen Augenblick daran,
24:49in Ihnen einen Freund,
24:50verbündete im Kampf für ein Sieg,
24:52das läste Glauben zu finden.
24:55Herr von Miffen.
24:58Ich bin nur der Sekretär.
25:00Ich habe es nicht gewagt,
25:01denjenigen Herrn im Gebet zu stören,
25:03für den großen Glaubensstreiter, Ihren König.
25:06Bitte, Herr Leutnant.
25:07Ich bin nur der Eindruck,
25:15auch der wir sind seit Zeiten
25:18mit unserer Macht ist diese Tag.
25:24Wir sind Gott heim verlohen, es schneit für uns der rechte Mann, den Gott ganz selbst erlohen.
25:45Und zu dir, der Christ, der heißt Jesus Christ, der herziger Ort, du bist ein anderer Gott, das will du sehr verhalten.
26:12Und wenn die Welt voll Teufel mehr und voll uns da verschieben,
26:28so fürchten wir uns nicht so sehen, es soll uns auch gelingen.
26:43Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
27:13Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
27:43Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
28:13Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
28:15Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
28:17Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
28:23Ich bin in der Kasse aus Dörbendorf.
28:39Ist der Vater da?
28:41Ja.
28:41Da ist der Mann im Dörbendorf.
28:54Er möchte dich sprechen.
29:03Du bist der Bauerngeneral.
29:06Die Pölwitzer sind also gut bei dir angekommen.
29:11Was willst du hier?
29:29Ich such den Bauern, General.
29:30Mina ins Messer zu liefern, daraus wird nichts.
29:32Ich habe ihm was zu sagen.
29:37Wer schickt dich?
29:39Keiner.
29:40Er ist allein, niemand in der Nähe.
29:41Ich träume nicht über den Weg.
29:43Er gehört zur Burg.
29:44Du?
29:44Hast du dich geweigert, als du zur Frohnen befohlen warst?
29:48Und? Was willst du?
29:50Das sage ich nur dem Kasse selbst.
29:54Verwendet ihm die Augen.
29:54Mein Vorgänger muss sich für Bergbau interessiert haben.
30:10Er hat sich fast alle diese Stollen angesehen.
30:12Hier hat er mit Blei-Notizen über ihren Zustand und ihre Größe gemacht.
30:17Eingestürzt die meisten, verfallen, verschüttet.
30:19Nur die dabei reichen, Fels.
30:21Das Gestein hält ihn.
30:23Er hat die Jahrhunderte überdauert.
30:25Es hat viele Rätselraten gegeben darüber, wo du stecken magst.
30:29Für mich kam nur diese Höhle in Frage.
30:31Gott segne es.
30:36Danke.
30:38Greif zu und lass dich nicht nötigen.
30:48Ich wusste es nicht genau.
30:50Es war nur der einzige Rat, den ich den Pölwitz entgeben konnte.
30:53Es hätten Spione vom Schloss sein können, Herr Pfarrer.
30:58Vergiss nicht, Chrisse, dass die Menschen mit vielen zu mir kommen,
31:01was den Augen und Ohren der weltlichen Obrigkeit verborgen bleibt.
31:05Das schärft den Blick.
31:09Warum haben Sie ihnen geholfen?
31:11Ich sage es rundheraus, ich verabscheue die Gewalt.
31:16Mir ist auch klar, warum die drei zu dir stoßen wollten.
31:18Aber es ist wohl ein Unterschied, ob einer die Waffe nimmt,
31:24mit ihr zu erobern, zu rauben, zu morden und zu schänden.
31:30Oder ob er die Waffe ergreift, um mit ihr der Missetat zu wehren
31:33und dem Bedrängten beizustehen.
31:37Ich habe keinen Grund, den Schilderungen meiner Pfarrkinder zu misstrauen.
31:41Herr Pfarrer, ob auch die Leute von der Burg diese Karten kennen?
31:45Ja, mein Vorgänger hat gewissenhaft gearbeitet.
31:50Er hat alle seine Quellen genau aufgezeichnet.
31:54Danach liegen die von ihm kopierten Karten auf Reichenfels.
32:00Ich möchte aber denken, dass sie vergessen sind.
32:11So, jetzt stehst du vor dem Bauern, General.
32:15Ich nehme es dir nicht übel, wenn du mich als Feind anziehst.
32:33Ich habe auch lange gebraucht,
32:35für den Entschluss zu dir zu gehen.
32:40Aber für das Land wird es jetzt noch schlimmer durch die Schweden.
32:44Oder, denke ich,
32:48kannst jetzt nicht Freunde genug haben.
32:51Brauchst jeden.
33:03Nehmt ihm die Binde ab.
33:05Setz dich.
33:22Weißt du schon, Herr...
33:23Was?
33:24Die Schweden sind auf der Burg.
33:25Das weiß ich.
33:27Na ja, die soll leutern mit seinen Reitern.
33:28Aber die meine ich nicht.
33:32Ich spreche von den feinen Herren, die mit Kaleschen gekommen sind.
33:39Ein Bevollmächtigter vom König Gustav Adolf.
33:42Ein Kommissarius mit seinem Stab.
33:43Was will er?
33:46Nun, Chris, ich bin nur ein einfacher Förster,
33:47aber ich habe gesehen,
33:49dass der Sekretär unseres hochwohlgeborenen Herren
33:52ganz blass und aufgeregt war,
33:54nachdem der Kommissarius lange mit ihm gesprochen hatte.
33:57Und dann kam Herr Birnbaum zum Kriminalleutnant,
33:59bei dem ich gerade zu tun hatte.
34:02Na und, weiter.
34:04Na ja, und da sagt der Sekretär zum Kriminalleutnant,
34:06das ist das Ende des Reichenfelser Landes.
34:11Ich überlege, ob wir uns nicht mit dem Kresser verbünden
34:14und ihm Waffen geben,
34:16damit er das Schlimmste abwendet.
34:20Ja, das habe ich genau gehört.
34:26Ich wollte es dir nur sagen,
34:28weil es ahnen lässt, wie schlimm es steht.
34:31Man müsste genau was wissen, Förster.
34:35Ich höre ihn um.
34:37Sie sind nicht redselig, die schwedischen Herren,
34:39aber so wie ich was weiß.
34:42Du kannst doch nicht zählen.
34:48Wie hast du uns eigentlich gefunden?
34:52Wenn ständig Menschen im Revier sind,
34:54wandert das Rotwild ab.
34:56Aus dieser Gegend ist es weggezogen.
34:57Ach, das hat Verdacht erweckt, ja?
34:59Fällt nur einem Förster.
35:00Und der Möffling?
35:01Was sagt der Möffling?
35:02Ach, der betet um gutes Wert,
35:04er macht sich lieb, Kind.
35:05Von dem ist nichts zu hoffen.
35:09Na gut.
35:11Du verstehst, dass wir dir wieder die Augen verbinden.
35:14Ja, ist schon gut.
35:22Wie lasse ich dich wissen, wenn ich Neues habe?
35:25Geh dorthin, wo wir dich gefunden haben.
35:28Schrei dreimal wie ein Adler und warte.
35:29Zum ersten Mal haben wir einen Freund auf der Burg.
35:44Das kann uns nützen.
35:48Mir ist nicht ganz wohl dabei.
35:50Er ist von hier wie wir alle.
35:53Ist eine Zeit, in der jeder gebraucht wird.
35:54Ich erhebe mein Glas auf seine Majestät,
36:10den glorreichen König Gustav Adel von Schweden
36:12und seine siegreiche Armee.
36:13Was will ich Ihnen machen?
36:14Ah, es geht um zu schalten.
36:15Oder wenn ich siegreiche Armee?
36:15Ah, es geht um zu schalten.
36:18Skol!
36:19Skol!
36:19Skol!
36:20Skol!
36:20Skol!
36:22Skol!
36:22Wein!
36:52Det skulle vara en uträtt för mig.
37:00Får man låta styra och ställa nu?
37:04Det ska man. Det ska man.
37:06Det håller på oss.
37:22Det ska man väl igenom.
37:27Ja, ja.
37:29Jag dänker på vårt älskare,
37:33den kommissarieus.
37:35Seine Majestin.
37:39Seine Exzellenz bedämmt sig.
37:52Was ist es, mein Lieben?
38:21Du kommst ein bisschen.
38:22Du, ich kann nicht mehr.
38:23Nein, danke.
38:38Seine Exzellenz meinst du ja, aber hübsche Mädchen?
38:41Ja.
38:42Welche Exzellenz?
38:43Ja.
38:44Du kommst ein bisschen zu müssen.
38:47Ja, ins Bett ...
38:48... und du kommst ein bisschen zu schütten.
38:49Wir haben ...
38:50... dieses Spannende ...
38:51... ihr könnt ...
38:52... und du kommst ein bisschen zu schützen.
38:54Und du kommst ein bisschen zu schütten.
38:55Und du kommst ein bisschen zu schütten.
38:56Ja!
38:57Nicht, es wird gehören.
38:58Du kommst ...
38:59... sie schütten zu.
39:00Sie wollen es nicht in der Schule sprechen.
39:05Nein, du kommst.
39:06Wir müssen Sie da draußen sprechen.
39:07Dann klickst du ihn.
39:10Verziehen.
39:14Sie werden zufrieden sein, Herr.
39:30Er ist in der Höhle.
39:31Der Ketzer ist bei ihm, der sich als Maler ausgegeben hatte.
39:34Und dann habe ich noch drei gesehen.
39:36Und die Anne aus Görtendorf.
39:38Das klingt, als wärst du drin gewesen.
39:40War ich auch, Herr.
39:42Ich habe sogar mit ihm gesprochen.
39:44Und sie haben dich laufen lassen.
39:48Herr Hittert, noch ein Blick.
39:50Herr Hittert, noch ein Blick.
39:51Oh, meine Fingerabend.
39:53Sie haben so sehr, ja, ich nicht.
39:55Herr Ska, was hat er denn mit der Hittert?
39:56Die Wingsfelden, wie ein Treser?
39:58Der Svarte Svarte, Herr Tabakifrau.
40:02Warte mal, Herr Hundertt.
40:04Der Hund Svarte überall.
40:06Das ist sicher nicht.
40:14Und was sollte ich Ihnen denn sagen?
40:27Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, dass er mich nicht durchschaut.
40:29Das können Sie mir glauben.
40:30Und in der Not fiel mir nichts Besseres ein.
40:33Ich glaube, es war gar nicht so dumm, was dir da auf die Zunge kam.
40:41Ich bin zufrieden mit dir.
40:43Und zu niemandem ein Wort.
40:44Und nun hör zu.
40:58Nicht warte, nicht warte.
41:00Triffst du von hier?
41:02Den Baum.
41:04Dann mach dich fertig.
41:12Da, da kommt Daniel.
41:13Tschüss.
41:14Da, da, da, da, da.
41:44Na, was sagst du dazu?
42:06Der Förster will von sich aus zu uns gekommen sein
42:09und plötzlich weiß Birnbaum, wohin er die Einladung schicken muss.
42:14Eine Einladung, die dich aus dem Wald lockt.
42:17Für wie dumm hält der dich eigentlich?
42:18Der glaubt wirklich, du gehst ihm in die Falle.
42:20Er hätte doch nur die Höhle zu stürmen brauchen.
42:34Der weiß doch, wo wir sind.
42:37Stattdessen lädt er mich ein zu einem Gespräch in die Poststation.
42:39Ich sehe da keine Gefahr.
42:40Ich sehe da keine Gefahr.
42:42Na, was will er denn?
42:45Eine Unterredung über beide Seiten interessierende Fragen.
42:48Ach, was hat denn der Förster gesagt?
42:50Das ist das Ende des reichen Felser Landes.
42:56Wir müssen uns mit dem Kresse verbünden und ihm Waffen geben,
42:59um das Schlimmste zu verhindern.
43:02So war es doch.
43:02Bis jetzt bist du auch ohne Waffen von der Burg ausgekommen.
43:10Willst du dich jetzt vor ihren Karren spannen lassen?
43:13Sie sehen sich vor die Wahl zwischen zwei Übeln der Stelle,
43:15den Schweden und uns.
43:19Wir sind das kleinere Übel.
43:22Und deshalb
43:23wollen sie sich mit uns
43:26gegen die Schweden verbünden.
43:30Gut.
43:30Später, wenn die Schweden weg sind,
43:32denken sie,
43:33es ist immer noch Zeit, mit uns abzurechnen.
43:37Aber erst mal brauchen sie uns.
43:51Du,
43:53ich habe den Birnbaum kennengelernt.
43:56Der ist raffiniert.
43:58Der ist mit allen Wassern gewaschen.
44:00Der geht doch nicht das Risiko ein,
44:03einen Kresse zu bewaffnen.
44:05Ach,
44:06ihm geht es nur um das gute Leben auf der Burg.
44:08Und damit ist es vorbei,
44:09wenn die Schweden alles wegschleppen.
44:14Glaubt ihr denn wirklich,
44:16dass ich vor diesen hohen Herren kriechen würde?
44:19Oder dass es mir nur darum geht,
44:24meine Freunde mit guten Waffen auszustatten.
44:29Du bist der Bauerngeneral.
44:32Bisher hast du immer richtig entschieden.
44:34Wir vertrauen dir.
44:35Also,
44:36entscheide.
44:37Gut.
44:39Ich höre mir an,
44:40was er zu sagen hat.
44:40Du bist nicht, Georg.
44:52Der Herr Birnbaum soll nicht denken,
44:54der Kresser hätte aus Angst vor ihm gekniffen.
44:56Wenn ich wiederkomme,
45:16soll Wein da sein.
45:18Vom Besten,
45:19den der Kellermeister so bieten hat.
45:21Vom Spanischen.
45:22Ich werde sehr durstig sein.
45:29Es wird ein heißer Tag.
45:44Mir ist nicht wohl dabei, Georg.
45:46Denkst du mir?
45:49Die Herren haben schöne Worte, aber...
45:51Ich weiß Bescheid.
45:52Leib.
45:54Leib.
46:12Komm.
46:19Am liebsten wären wir selbst dabei.
46:21Sibylla.
46:24Wir haben einen guten Fecht,
46:25der Röder.
46:27Es hätte uns gelockt,
46:29diesen Krasse persönlich
46:33in die Schranken zu weisen.
46:39Es fällt uns neu auch nicht am Mut.
46:41Sibylla.
46:42Nein, Heinrich.
46:43Aber es wäre unter unserer Würde.
46:52Davon hat uns Birnbaum
46:53sehr berät überzeugt.
46:56Ein Müffling
46:57schlägt sich nicht mit einem Bauern.
47:01Selbst wenn man den,
47:02den General nennt.
47:04Wenn er den Krasse heute
47:05zur Strecke bringt,
47:06dann hast du keinen Grund mehr,
47:09Birnbaum,
47:09das Gut noch länger vorzuenthalten.
47:12Das Gut Meinersdorf.
47:16Wir werden ihm auf die Schulter klopfen
47:18und hudvoll sagen,
47:20dass der Meinersdorf
47:21ein beträchtliches Stück
47:22näher gerückt sei.
47:24Du glaubst gar nicht,
47:27ich sehe wieder
47:27wie ungemein
47:32sowas anspornen.
47:50Anne, pack alles zusammen,
47:51du musst hier weg.
47:52Es könnte hier heiß hergehen
47:54in nächster Zeit.
47:55Wohin?
47:56Es ist alles vorbereitet.
47:57Der Rüdiger aus Mela
47:58wird dich führen.
47:59Daniel,
48:00ich,
48:01ich verstehe dich nicht.
48:03Du bist doch sein Freund
48:03und lässt ihn alleine reiten.
48:05Ich kann den Georg
48:06nicht hindern,
48:07allein zu reiten,
48:08wenn er allein reiten will.
48:15Er kommt,
48:16verschwindet!
48:22Ich weiß,
48:36ich weiß,
48:37ich weiß,
48:48Sie wollten mich sprechen.
49:18Hier bin ich.
49:20Ich freue mich, dass Sie gekommen sind, Herr Kress.
49:23Bitte nehmen Sie Platz.
49:48Ich sitze.
49:52Was nun?
49:52Was hast du erwartet, Bauer?
50:02Herr Kressen, im Namen des Gerichtshandes, du bist verhaftet.
50:08Ich bin ein, Herr Kressen.
50:38Herr!
50:47Freuten Sie nicht den Ketzer?
50:50Tot oder lebendig?
50:52Ich biete Ihnen eine einmalige Gelegenheit.
51:08Nein, nein, nein, nein!
51:38Oh, oh, oh.
52:08Sie sind über alle Berge. Die Höhle ist leer.
52:30Verschwinde.
52:32Raus!
52:38Wenzel!
53:00Essen!
53:05Es ist alles ruhig. Sie werden die Suche aufgegeben haben.
53:27Der Platz ist wirklich ideal. Jeder Angreifer leicht auszumachen.
53:32Ein ganzes Dorf kann sich hier eine Weile verstecken.
53:35War eine gute Idee von Daniel.
53:40Georg, kommst du?
53:42Dikkens, kommst du?
53:51Untertitelung des ZDF, 2020