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  • 5 months ago
Transcript
00:00Zahnarzttermin.
00:02That's our only chance, Torbens Unschuld to prove, yeah?
00:05You have to get out of La Roche,
00:07that Lombardi is the Drahtsier.
00:09Come on.
00:10I want you to be officially my son.
00:13Also from the right side.
00:16What do you say?
00:20Ben?
00:21Ben!
00:22And you...
00:23You're going to leave my wife in the way, yeah?
00:25What do you do?
00:30I'm worn and painted by the sun
00:32And it's in my eyes
00:34And it's in my eyes
00:38Caught by the rapture of the dawn
00:40And a restless sky
00:42And a restless sky
00:46This is my life
00:50This is the way to find my own
00:54This is my life
00:56This is my life
00:58This is the world where I belong
01:02I'm rolling on, I'm rolling on
01:10Ben, lass ihn los, bist du irre geworden!
01:16Ben!
01:21Der pack dich nicht an, ja!
01:22Das hat er doch gar nicht!
01:23Aber er wollte es doch eben gerade!
01:25Ich rufe den Sicherheitsdienst!
01:26Herr Professor, bitte!
01:27Das wird nicht nötig sein!
01:28Ben, Mann, geht jetzt!
01:32Ich muss mich wirklich für meinen Mann entschuldigen!
01:34Warum denn für mich?
01:35Weil du dich hier aufführst wie ein Vollidiot!
01:38Ben, geh jetzt, bevor du alles noch schlimmer machst!
01:40Geh jetzt!
01:42Herr Professor, es tut mir wirklich unglaublich leid!
01:50Ich weiß nicht, was in meinen Mann gefahren ist!
01:57Was sagst du?
02:01Ich find's okay!
02:04Okay!
02:06Ja, okay ist...
02:08Ist okay!
02:09Dann wären wir jetzt offiziell Vater und Sohn!
02:12So mit...
02:14Steppel und so!
02:15Na ja, obwohl wir das vorher eigentlich auch schon waren!
02:17Rein genetisch gesehen!
02:19Du kommst aus der Nummer dann aber nicht mehr raus!
02:22Nein, ich komm aus der Nummer dann nicht mehr raus!
02:27Und das will ich auch gar nicht!
02:30Find ich gut!
02:32Alter!
02:33Hey, stopp schon! Stopp!
02:34Ich bin jetzt nicht mehr dein Kumpel!
02:37Da geht das nicht mit dem...
02:39Hey, Alter!
02:40Ich bin dein Vater!
02:42Moment, ich weiß nicht, ob ich das gleich hinkriege, Papa!
02:45Also ich meine, Papa zu sagen...
02:47Na komm her, du blöd Mann!
02:54Moment mal, heißt ich jetzt auch Mertens?
02:56Na klar!
02:57Wozu sonst die ganze Mühe?
03:02Sieht übel aus, deine Wange!
03:04Ja, zu diesem Zahnarzt geh ich nie wieder!
03:08Vielleicht sagst du mir endlich, was für ein Buchungsproblem das sein soll!
03:12Ja, warte, ich hab's gleich!
03:15Ja, richtig! Die Suite!
03:17Sie ist doppelt gebucht, ähm...
03:19für drei Tage!
03:21Na und? Das ist nicht mein Problem!
03:23Aber es ist deine Suite!
03:24Ganz genau!
03:26Es ist meine Suite!
03:28Und wenn wir dir ein Angebot machen?
03:31Ein Angebot?
03:34Buongiorno, Herr Laroche!
03:36Lorenzo Lombardi hier!
03:38Eine Markenflasche Champagner!
03:41Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dafür meine Suite räume!
03:44Du würdest mir damit einen riesigen Gefallen tun!
03:47Warum sollte ich dir einen Gefallen tun?
03:49Bitte, Lorenzo!
03:50Nur für eine Nacht, dann hab ich die Chance, dass ich für die neuen Gäste eine Lösung finde!
03:56Ich kann mich also auf Sie verlassen!
03:58Sie sagen vor Gericht nicht, dass Sie die Kommode in Wahrheit von mir gekauft haben?
04:07Sehr gut! Auch unter Eid werden Sie lügen müssen, dass Herr Lichtenhagen wie ihn besorgt hat!
04:12Entschuldige, aber ein Geschäftspartner hat meinen Anruf!
04:14Und was ist, wenn wir dir vielleicht den Fahrdienst zur Verfügung stellen?
04:19Den Fahrdienst?
04:21Ja, dann wird niemand erfahren, dass in Wirklichkeit der Lichtenhagen unschuldig ist!
04:27Grazie mille!
04:28Zukünftig die Suite zum halben Preis!
04:34Ich weiß nicht, ob ich das machen kann!
04:37Du hast ein Buchungsproblem, nicht ich!
04:40Ja, aber das müsste Herr Flickenschild genehmigen!
04:42Und er soll wohl nicht erfahren, dass du hier deinen Job nicht im Griff hast!
04:51Ach, qué rabia!
04:53Jetzt ist mein Gesprächspartner auf einem Termin!
04:58Die Suite zum halben Preis, oder du kannst zusehen, wo du deine Gäste unterbringst!
05:02Vielleicht ist es doch besser, wenn ich Herrn Flickenschild beichte!
05:06Er ist, soweit ich weiß, in Dresden!
05:07Nein, noch nicht!
05:10Wartest du kurz, dann checke ich mal kurz die Rabattliste und ruf ihn an, wegen deiner halben Preise, ja?
05:20Da drauf ist die Aussage von La Roche, dass dein Bruder unschuldig ist!
05:24Gott sei Dank! Du bist ein Engel!
05:27Am besten gehen wir gleich zur Polizei damit!
05:29Wir sollten es Torben vorher vorspielen!
05:31Der weiß, wie man am besten vorgeht!
05:32Er kommt heute von der Ostsee zurück!
05:34Aber jetzt muss ich raus!
05:35Und? Was sagt Herr Flickenschild zu 50% Rabatt?
05:49Nicht mehr nötig! Die Gäste haben abgesagt!
05:52Was für ein Glück!
05:54Für dich meine ich, für mich ja weniger!
05:56Wie wär's mit einem Gläschen Champagner aufs Haus?
06:00Für deine Bereitschaft zu helfen?
06:01Das wäre nett!
06:03Und während du es holst, rufe ich noch mal meinen Geschäftspartner!
06:06Ach Lorenzo, wo du gerade dein Handy in der Hand hast!
06:10Ähm, könnte ich es vielleicht kurz noch mal haben?
06:13Ach, du hast deins immer noch nicht gefunden?
06:14Nein, leider nicht!
06:15Ich bin so entschüssen, du kennst mich doch!
06:18Aber nein!
06:20Ich glaube, du weißt ganz genau, wo es ist!
06:22Was soll das?
06:32Du falsches Ars!
06:34Wir können doch mal aus Versehen das Handy verwechseln!
06:37Aus Versehen?
06:38Du hast LaRosch angerufen!
06:47Ja!
06:49Und du glaubst gar nicht, was der alles erzählt hat!
06:52Nämlich, dass Torben unschuldig ist!
06:55Das nützt dir noch nichts!
06:57Oder hast du Zeugen?
06:59Ich brauche keine Zeugen!
07:01Ich habe einen USB-Stick!
07:03Und auf dem ist das ganze Gespräch aufgezeichnet!
07:08Du gibst mir jetzt sofort den Stick!
07:10Oder...
07:11Oder was!
07:13Herr Köhler!
07:14Ja!
07:15Und, sind Sie zufrieden mit Ihrer Unterbringung?
07:16Oh, das ist wunderbar, ja!
07:17Sehr schön, dass Sie sind!
07:18Schön, das freut mich!
07:19Wann kommt denn Ihre Frau Waffen an?
07:21So, bis zu einer halben Stunde!
07:22Danke!
07:23Naja, das ist froh!
07:30Dein Sohn, mach mal offiziell Annenchen!
07:31Das hat Robin bestimmt umgehauen, oder?
07:32Du kennst ihn ja schon ein bisschen!
07:33Wenn es ihm zugefühlsdusselig wird, dann macht er gerne einen kleinen Macker!
07:34Hm, von wem er das bloß hat?
07:35Hey, Moment mal, was soll das heißen?
07:36Hey, Moment mal, was soll das heißen?
07:37Ich bin stolz auf dich!
07:38Vater sein liegt dir schon!
07:39Ich bin stolz auf dich!
07:40Vater sein liegt dir schon!
07:41Hm, ich muss zugeben, ich fand die ganze Sache ein bisschen verkrampft!
07:42Ich bin stolz auf dich!
07:43Ich bin stolz auf dich!
07:44Vater sein liegt dir schon!
07:45Ich muss zugeben, ich fand die ganze Sache ein bisschen verkrampft!
07:46Also von uns beiden aus!
07:47Ihr lernt das schon!
07:48Davon bin ich überzeugt!
07:49Hm.
07:50Hm.
07:51Hm.
07:52Hm.
07:53Hm.
07:54Hm.
07:55Hm.
07:56Hm.
07:57Hey, Moment mal, was soll das heißen?
08:01Ich bin stolz auf dich.
08:04Vater sein liegt dir schon.
08:08Ich muss zugeben, ich fand die ganze Sache ein bisschen verkrampft.
08:11Also von uns beiden aus.
08:12Ihr lernt das schon. Davon bin ich überzeugt.
08:23Dafür habe ich jetzt keine Zeit.
08:25Sonst wird das morgen nichts mit der Party.
08:28Komm, gibst du mir?
08:32So.
08:33Warte.
08:33Weht's?
08:34Ja.
08:36Ach, weißt du, was wir total vergessen haben?
08:38Nee.
08:38Deine Erstspringertaufel.
08:40Erzähl mir jetzt nichts von einem Ritual mit Sekt übergießen oder so.
08:44Nein, nicht ganz.
08:47Champagner?
08:48Wasser.
08:50Ja, das bekommst du dann hinten in die Hose gekippt
08:52und dann darf jeder auf deinen Popo klatschen, der dabei war.
08:55Was?
08:56Du kannst mir ja viel erzählen.
08:57Doch, doch, das stimmt.
08:58Das stimmt.
08:58Also, komm.
09:00Nein.
09:01Nein.
09:02Was denn?
09:02Was denn?
09:04Nein, nein, nein, nein.
09:04Ich habe doch viel zu tun.
09:06Ich muss, ich muss.
09:07Kannst du auch mit einer nassen Hose.
09:09Also komm, stell dich hierher.
09:10Nein, nein.
09:10Hey.
09:11Oh, bist du verrückt?
09:13Wahnsinn.
09:13Ich bin doch schon gesprungen.
09:15Du bist...
09:15Nein.
09:16Ja, warte.
09:17Du bist es.
09:18Du kannst mich doch nicht.
09:19Du, ich muss dich noch mal kaufen.
09:21Hey.
09:21Nein.
09:22Ich hab doch schon...
09:23Nein.
09:24Ja, warte.
09:25Jetzt geht's noch mal.
09:26Ah.
09:27Ah.
09:27Ah, du bist...
09:28Halt, mach nichts mehr.
09:30Gib mir noch die Zeit.
09:33So, du kleines Hummelchen.
09:35Und jetzt kannst du fein Haier machen.
09:38Ja, so wie die anderen müden Hummeln auf der ganzen Welt auch.
09:42Die Hummeln in Amerika.
09:46Oh, wo ist denn der Schnulli da?
09:51Sag mal, Ben, hast du sie noch alle?
09:53Und die Hummeln in Australien.
09:59Was willst du dir von dem Typen noch alles gefallen lassen?
10:02Weißt du eigentlich, was du mir mit deinem Auftritt heute kaputt gemacht hast?
10:04Ich dir kaputt...
10:06Und die Hummeln in China.
10:10Kannst du jetzt bitte mal mit den Hummeln aufhören?
10:12Sag mal, du spinnst doch.
10:13Ich hab dich verteidigt, als Seidinger auf dich losgegangen ist.
10:18Ich war so kurz davor, eine gute Basis mit ihm zu finden.
10:21Er hat mich nicht angegriffen.
10:23Das sah von draußen mal ganz anders aus.
10:26Aber selbst wenn, wir sind doch nicht bei den Neandertalern, wo man mit der Keule aufeinander losgeht.
10:30Seit die Sache mit Sönke passiert ist, willst du ständig den dicken Macker markieren.
10:35Ich muss dir überhaupt nichts markieren.
10:38Ich werde nur nicht tatenlos zusehen, wenn irgendjemand meine Familie bedroht.
10:41Das ist sehr heldenhaft.
10:42Aber du hast mich heute im Krankenhaus lächerlich gemacht.
10:46Und den Urlaubsantrag für New York, den kann ich vergessen.
10:48Und wenn ich morgen zu ihm gehe und ihm alles erkläre, ich meine, dass es ein Missverständnis war.
10:58Was willst du ihm denn erklären?
10:59Er war dabei.
11:01Da wäre mal eine Entschuldigung angebracht.
11:02Alles gut.
11:10Komm her, Mäuschen, wir gehen jetzt mal ins Bett.
11:13Komm mal her.
11:14Hey, komm mal her.
11:16Komm mal her.
11:18Bist du müde?
11:20Bist du müde?
11:21Sag dem Papa mal, gute Nacht.
11:23Gute Nacht, Mäuschen.
11:24Oh, Papa, gute Nacht.
11:26Und schnullern ihn ja auch mit.
11:28Sehr gut.
11:29Gute Nacht.
11:32Robin Mertens.
11:36Klingt gut.
11:38Findest du?
11:39Ja, auf jeden Fall besser als Dätchen.
11:41Was stimmt denn an Dätchen nicht?
11:43Den habe ich mir selber ausgedacht.
11:46Auf jeden Fall wissen wir jetzt, dass dein Vater mehr sein möchte als nur ein Kumpel.
11:51Naja, abwarten.
11:52Nur mit seiner Unterschrift unter diesem Notarwisch ändert sich erstmal gar nichts.
11:56Jan will sich öffentlich zu dir bekennen.
11:58Das heißt doch auch, dass er die Vaterrolle spielen möchte.
12:02Stimmt, irgendwie wirkt das so, ne?
12:04Brauchst gar nicht so cool zu tun.
12:06Ich tue nicht nur so.
12:08Immerhin bist du ja jetzt fast sowas wie eine gute Partie.
12:12Ja, so als zukünftiger Erbe des halben Biomertens Imperiums.
12:20Stimmt.
12:20Da habe ich ja noch gar nicht drüber nachgedacht.
12:23Vielleicht stehst du dann ja bald auf so einer Liste wie die zehn begehrtesten Junggesellen Lüneburgs.
12:29Hm.
12:30Dann musst du dich richtig anstrengen, mich zu halten.
12:34Ja.
12:35Ich bin Inhaberin einer Schumacher-Werkstatt und alleinige Erbin von Veras Hofladen.
12:40Ich werde deine Bio-Supermarkette sowas von schlucken.
12:46Wie willst du denn das machen?
12:47So.
12:48Au.
12:51Ach so.
12:51Hannes.
13:15Hannes.
13:15Oh, Entschuldigung, aber die Tür, die stand so weit auf.
13:22Kein Problem.
13:23Hallo Erika, setzen Sie sich.
13:24Dankeschön.
13:27So gut gelaunt, dann hat das wohl geklappt.
13:29Geklappt?
13:30Na ja, sich die Rocky Mountains-Reise auszahlen zu lassen, um mit dem Geld nach Bhutan zu fliegen.
13:36Ach so.
13:36Tja, nein, das geht nicht.
13:41Ich habe mit Herrn Mertens gesprochen.
13:43Na ja, ich werde die Reise wohl verschenken müssen.
13:45Ach, das ist aber schade.
13:48Oder etwa nicht?
13:50Doch, doch, doch, doch, natürlich, ja, ja.
13:52Das ist sehr schade.
13:56Ach, was soll's.
13:57Da kann ich Ariane wenigstens bei ihrem Neustart in der Werkstatt helfen.
14:02Im Grunde sind Sie doch sehr froh, dass Sie nicht verreisen.
14:04Froh?
14:05Ja.
14:05Wieso?
14:05Weil Sie Angst haben.
14:07Angst haben, dass Ariane Ihre Schuster-Werkstatt total auf den Kopf stellt.
14:12Stimmt's?
14:12Ach, Unsinn.
14:14Ariane weiß, was sie tut.
14:15Na ja, natürlich weiß sie, was sie tut.
14:17Aber Sie, Sie können einfach nicht von Ihrer geliebten Werkstatt loslassen.
14:25Hannes.
14:28Seien Sie mir jetzt nicht böse, aber irgendwie sollten Sie sich ein bisschen schämen.
14:33Schämen?
14:33Ja, doppelt sogar.
14:34Erstens, weil Sie Ariane nicht das Vertrauen schenken, das sie verdient.
14:39Oh Gott.
14:39Und zweitens, dass Sie ihren Traum vom Himalaya aufgeben.
14:43Also ich gebe überhaupt nichts auf, ja, aber solange mir das Geld für die Reise nach Bhutan fehlt, da brauche ich auch nicht weiter groß davon zu träumen.
14:51Ja, jetzt muss ich ihm aber auch sagen, dass er bei Tisch gerade sitzen soll.
15:14Ach, muss ich?
15:15Ja, und wenn er schlürft, dann kriegt er Fernsehverbot.
15:18Also ich glaube, das mit Robins Erziehung, das musst du selber erledigen.
15:24Also von mir aus kannst du gerne auch strengen Papa machen, solange wir uns mit dem Taschengeld einig sind.
15:28Achtung.
15:29Gut, dann fangen wir gleich damit an.
15:32Robin Merzen, sitzt gerade, hörst schlafen auf.
15:34Ui.
15:34Und Hände, es gibt auch keine mehr am Tisch.
15:38Ah, danke.
15:40Christian Hansen, hallo?
15:42Das darf doch nicht wahr sein.
15:45Aber Sie haben mir doch fest zugesagt.
15:48Verstehe.
15:49Und da kann man gar nichts machen?
15:53Gut.
15:54Nein, nicht gut.
15:55Auf Wiederhören.
15:56Was ist denn passiert?
16:00Mein Lieferant für das Hofladenfest.
16:03Er hat kein Mangold mehr.
16:05Ist der denn so wichtig?
16:07Ich habe meinen ganzen Kochkurs darauf aufgebaut.
16:09Hast du nie noch welchen im Lagen?
16:10Nein, tut mir leid, habe ich nicht.
16:12Mangold ist leicht verderblich, da habe ich nicht so viel auf Lager.
16:15Das ist eine Katastrophe, was soll ich denn jetzt machen?
16:24Ja?
16:26Oh, einen wunderschönen guten Morgen.
16:28Hallo, Erika.
16:32Diese Nummer sollten Sie anrufen.
16:35Kurt Seibold?
16:36Wer ist das?
16:37Ein Herr, der etwas von Ihnen möchte.
16:40Also Schuhe kann ich heute nicht mehr machen.
16:42Ich will Vera bei einem Hofladenfest helfen.
16:45Ja, ja, darauf freue ich mich ja auch schon.
16:47Aber eine Schuhreparatur benötigt Herr Seibold nicht.
16:50Nicht?
16:51Nein.
16:52Er ist bei mir im Volkshochschulkurs.
16:53Und gleich gestern nach unserem Gespräch habe ich mit ihm telefoniert.
16:57Sie müssen wissen, er ist leicht gehbehindert.
16:59Ah, verstehe.
17:00Er braucht Spezialschuhe.
17:01Nein, das braucht er auch nicht.
17:04Neben dem Gartenbau hat er noch ein anderes Hobby.
17:07Den wilden Westen.
17:09Ja, und da er schlecht klettern kann,
17:12würde er sich sehr über eine Busreise durch die Wacky Mountains freuen.
17:15Ach so.
17:17Sie meinen, er interessiert sich für meine Reise?
17:20Ja.
17:21Er möchte sie Ihnen abkaufen.
17:23Ja, wahrscheinlich für einen halben Preis.
17:25Och, nix der halber Preis.
17:26Sie haben mir doch genau vorgerechnet,
17:28was so eine Reise nach Bhutan kosten würde.
17:30Ja.
17:314.000 Euro.
17:33Räuchte ich schon dafür.
17:34Ja.
17:35Und genau diese Summe will Herr Seibold Ihnen geben.
17:39So spart er 800 Euro.
17:41Und Sie fliegen nach Bhutan.
17:43Aber jetzt erzählen Sie mir nicht,
17:48dass Sie hierbleiben wollen
17:48und Ihrer Nichte auf die Finger schauen.
17:50Nein, nein.
17:51Ariane muss mit der Werkstatt alleine klarkommen.
17:54Ja, und das hört sie auch.
17:57Ich fliege nach Bhutan.
18:05Ja.
18:07Ein Assistent, bitte ins Labor.
18:09Ein Assistent, bitte ins Labor.
18:13Keine Sorge, Sie müssen den Sicherheitsdienst nicht rufen.
18:21Herr Seidinger, ich möchte da gerne...
18:22Professor Seidinger.
18:25Herr Professor Seidinger, ich möchte da gerne etwas klarstellen.
18:30Bin gestern.
18:31Also mir schien das gestern sehr klar.
18:33Sie sind in das Zimmer gestürzt wie ein wild gewordener Vorstandsschläger.
18:37Na gut, weil ich davon ausging, dass Sie meine Frau bedrohen würden.
18:39Das ist auch naheliegend.
18:41Die Klinik ist dafür bekannt,
18:42dass leitende Angestellte auf Ihre Untergebenen losgehen.
18:46Das jetzt vielleicht nicht unbedingt.
18:48Vielleicht?
18:48Aber...
18:49Ich habe die Situation in den falschen Hals bekommen und...
18:55...hab überreagiert und dafür möchte ich mich gerne bei Ihnen entschuldigen.
19:00Möchten Sie sich entschuldigen?
19:01Oder schickt sie Ihre Frau, weil sie Nachteile für die Arbeit befürchtet?
19:05Meine Frau muss mich nicht schicken.
19:08Ich bin durchaus in der Lage, dafür gerade zu stehen,
19:11falls ich mal Mist gebaut haben sollte.
19:13Sehr nötig.
19:15Gut.
19:16Wann ist die Sache erledigt?
19:19Für Sie oder für Ihre Frau?
19:22Herr Seidinger.
19:23Herr Professor Seidinger.
19:26Ich habe gerade gesagt, dass es mir leid tut.
19:30Und dass ich nur meine Frau beschützen wollte,
19:31obwohl es vielleicht in diesem Moment nicht unbedingt nötig gewesen wäre.
19:34Vielleicht?
19:39Tja.
19:41Schwamm drüber.
19:43Wissen Sie, Schwämme benutze ich im OP.
19:47Aber nachdem Sie sich räumütig zeigen,
19:49will ich die Sache ad acta legen.
19:52Schönen Tag noch.
19:53Naomi Lichtnagel hat ein Telefonat mit La Roche mitgeschnitten.
20:15Das sie von meinem Handy ausgeführt hat.
20:17Und bei dem sie sich für dich ausgegeben hat.
20:20Nicht Sie selbst.
20:21Jemand muss ihr geholfen haben.
20:22Ein Mann mit verstellter Stimme.
20:26Lorenzo.
20:28Zieh die Virende Invisibile.
20:30Und verschwinde aus dieser Stadt.
20:32Ich kann ja nicht.
20:32Ich muss was tun.
20:34Wenn Sie und Ihr Komplize die Aufnahme beim Prozess gegen Lichthagen präsentieren,
20:37fliegen wir auf.
20:39Wieso wir?
20:39Ich habe nicht die Kirche beim Verkauf der Kommode betrogen.
20:43Wenn du glaubst, dass du mich alleine hier hängen lassen kannst, dann...
20:46Dann?
20:49Was?
20:49Lass uns nicht streiten.
20:58Wir haben eine Squadra.
20:59Nein, ich habe keine Ahnung.
21:01Nein, du bist.
21:03Lass uns überlegen, wie wir einer Naomi die Aufnahmen abnehmen können.
21:11Sie hat sie auf einem OSB-Stick, hast du gesagt.
21:17Wenn ich sie alleine erwische, wird sie mir den Stick geben.
21:19Fiedertin.
21:21Wahrscheinlich hat sie selbst Kopien gemacht.
21:24Das werde ich schon von dir rauskriegen.
21:26Du machst erstmal gar nichts.
21:28Dann machst du auch keine Fehler.
21:32Als erstes müssen wir rausfinden, wer der Lichten angeholfen hat.
21:40Ihr Bruder jedenfalls nicht.
21:43Er ist an der Ostsee.
21:46Ja, ich kriege das raus.
21:49Ich muss vorher mit Gunther zu diesem Hofladen fest.
21:59Und du restest hier und nicht mehr ein Dito.
22:03Klar?
22:03Ja?
22:16Ja?
22:20Hallo, Naomi.
22:21Komm rein.
22:21Ich wollte dich eigentlich gar nicht stören.
22:25Nein, du störst überhaupt nicht.
22:27Herr Albers meinte, dass du wahrscheinlich hier bist.
22:29Ja, ich kümmere mich um die Post meiner Mutter und gieße die Blumen, solange die bei ihrer Freundin im Burgenland ist.
22:35Setz dich doch.
22:35Möchtest du was trinken?
22:39Nein, danke.
22:41Eigentlich wollte ich ja auf das Hofladenfest.
22:44Ja, Grund genug hätten wir zum Feiern nach unserer gelungenen Telefonaktion.
22:48Genau darum geht's.
22:50Der hier macht mir nämlich Kummer.
22:52Oder?
22:52Ich hab versucht, ein paar Kopien von deinem Gespräch mit La Roche zu machen.
22:56Aber mein Computer kann die Audiodatei nicht lesen.
22:59Also, auf meinem Laptop funktioniert der.
23:01Der kann mein Handy auslesen.
23:03Aber bis dein Bruder wieder zurück ist, ist das Telefonat auf dem Stick sicher aufgehoben.
23:10Ich fürchte nicht.
23:12Ich hab eine riesige Dummheit gemacht.
23:14Du hast doch nicht Lombardi von unserer Finte erzählt.
23:17Er hat das mit dem Handytausch rausgekriegt.
23:23Ja, und dann hat er mich so provoziert, dass ich es einfach nicht sein lassen konnte, sein dummes Gesicht zu sehen.
23:29Und du hast ihm von dem Telefonat erzählt?
23:32Oh, Naomi.
23:35Nicht sehr klug.
23:36Ja, ich weiß.
23:39Ja, aber was nutzt ihm das?
23:40Er weiß ja nicht, dass das Telefonat auf dem USB-Stick drauf ist.
23:47Du machst aus dem Herzen wirklich keine Mördergrube.
23:51Was mach ich denn jetzt damit?
23:54Was ist, wenn Lorenzo mir irgendwo auflauert oder mich bedroht?
23:59Am besten, ich behalte den Stick.
24:01Bei mir ist es sicher aufgehoben.
24:02Aber was, wenn er rauskriegt, dass du mir dabei geholfen hast?
24:07Also, erstens ahnt er nicht, dass ich den Stick habe,
24:11solange du ihm das nicht auf die Nase bindest.
24:13Und zweitens, ich werde mich schon zu wehren wissen.
24:17Aus Sodersdorf.
24:38Na, das ist doch perfekt.
24:39Ist es auch Bio?
24:41Ja, wenn er ist auch so weit.
24:43Her mit dem Mangold sofort!
24:46Wie in einer Woche.
24:49Mein Kochkurs fängt in einer halben Stunde an.
24:52Ja, trotzdem, Dankeschön.
24:59Ja, es tut mir leid, aber ich fürchte, der Kochkurs fällt heute aus.
25:07Ah, immer noch kein, ähm, dieses Grünzeug, äh, wie sagt Ariane?
25:11Mangolf!
25:12Ja, ja, ja, ja.
25:14Alle Bauern aus der Region haben alles ausverkauft.
25:18Warum hast du keinen vorgestellt für den Kochkurs?
25:20Hab ich, aber der ist in Wernigerode.
25:23Ja, dann müssen sie ihn zurückbringen, das sind doch nur...
25:27Zweieinhalb Stunden.
25:27Und die Teilnehmer müssen dann, äh, so lange warten, bis zum Kurs beginnen.
25:32Das geht nicht.
25:33Ah, dann musst du improvisieren, nimm doch Spinat, der schmeckt doch genauso.
25:36Ja, aber der ist nicht so würzig, nicht so nussig.
25:39Mein Kochkurs heißt Mangold neu entdecken.
25:42Ah, das ist natürlich schlecht, äh.
25:44Äh, dann schenkt jedem Teilnehmer einen Rezeptkorb und verschiebt den Kurs.
25:49Hallo, Frau Christiansen.
25:51Hallo, Frau Hosen.
25:51Herr Wutanreisender.
25:53Na, wann geht's los mit dem Kochen, ha?
25:54Tja, sagen Sie bloß, der Kurs ist voll.
25:58Ich hab mich so drauf gefreutet und extra beeilt.
26:02Ja, also es gibt noch einen Bauern aus Rulsdorf, den hab ich noch nicht angerufen.
26:06Ja, dann mach das doch.
26:08Ja, das mach ich.
26:09Ja.
26:24Ja, bitte.
26:29Guten Tag, Herr Professor.
26:31Frau Kollegin.
26:35Ich möchte mich noch mal für gestern entschuldigen, aber abgesehen von dem Ausgang unseres Gesprächs muss ich...
26:42Ich habe mir Ihren Mann eigentlich anders vorgestellt.
26:45Zivilisierter?
26:47Mein Mann ist zivilisiert und normalerweise hat er sich auch unter Kontrolle.
26:50Ah, dann war das wohl alles meine Schuld.
26:53Nein, natürlich nicht.
26:55Der Zwischenfall tut mir wirklich leid.
26:59Nichtsdestotrotz bin ich Ihnen gegenüber loyal und ich würde mir wünschen, dass Sie mir gegenüber fair bleiben.
27:03So weit her kann es mit Ihrer Loyalität ja nicht sein.
27:11Schließlich hat Ihr Mann aus Ihren häuslichen Erzählungen den Eindruck gewonnen, dass ich eine Bedrohung für Sie darstelle.
27:17Wie kommen Sie darauf?
27:19So jedenfalls hat er es mir gegenüber vorhin erklärt.
27:23Immerhin hat er sich für seinen Ausfall bei mir entschuldigt.
27:27Mein Mann war also bei Ihnen.
27:29Ja, und daher sehe ich keinen weiteren Gesprächsbedarf mehr.
27:33Ich denke trotzdem, dass wir noch Sachen klären...
27:34Auch zwischen uns beiden nicht.
27:39Dann hoffe ich sehr, dass Sie es mir trotzdem ermöglichen, nach New York zu fliegen und dort meinen Vortrag über Morbus Kensington zu halten.
27:44Ich habe lange an dem Thema gearbeitet.
27:49Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte.
27:52Allerdings liegen Urlaubsanträge im Verantwortungsbereich des Oberarztes.
27:57Aber der wird sicher sehen, was er für Sie tun kann.
28:03Danke für Ihre Zeit.
28:04Ich wüsste nicht.
28:34Danke.
28:37Lorenz, was tust du hier?
28:39Warum bist du nicht im Hotel geblieben?
28:41Noch bin ich ein Freiemer, ne?
28:43Er fragt sich, wie lange.
28:44Vielleicht hat die Liedenlagen den Gesprächsmitschnitt schon zum Staatsanwalt gebracht.
28:50Nicht, ohne sich vorher mit ihrem Bruder zu versprechen.
28:52Und der ist bis zum Prozess an der Ostsee.
28:55Und da ist kein Telefon.
28:56Wir müssen diesen verdammten Stick finden.
29:00Und die Kopien?
29:03Ich glaube nicht, dass Naomi welche gemacht hat.
29:06Sie ist sich ihrer Sache hundertprozentig sicher.
29:07Hast du noch mal mit ihr gesprochen?
29:11Aber ihren Schrank durchsucht.
29:13Leider keine Kopie.
29:15Vielleicht hat ihr Kompagnon etwas...
29:17Du hast ihren Schrank durchsucht?
29:19Und wenn dich jemand erwischt hätte?
29:21Etropo pericoloso, Lorenzo.
29:23Posso stare, senza fare, niente.
29:26Macht dich unsichtbar.
29:29Ich werde herausfinden, wie ihr geholfen hat.
29:31Und ich finde auch den Stick.
29:35A ver.
29:38Ciao, melde dich.
29:53Hallo, Thomas.
29:55Ja, ich bin gerade aus Dresden zurück.
29:58Ja, natürlich können wir uns aber einen Kaffee sehen.
30:05Ach, Sie waren meine letzte Hoffnung.
30:09Ja, trotzdem danke.
30:14Jetzt habe ich wirklich jeden einzelnen Bauern aus der Region angerufen.
30:18Es gibt kein einziges Blatt Mangold zu verkaufen.
30:21Kannst du nicht irgendein anderes Gemüse nehmen?
30:24Spinat, sag ich doch.
30:25Nein.
30:25Die Leute haben nicht für Spinat, sondern für Mangold-Pastinatenpuffer gebucht.
30:28Genau.
30:29Entschuldigung, die Herrschaften sind etwas ungehalten.
30:31Sie sind extra wegen des Kochkurses gekommen
30:32und fragen sich, ob der überhaupt noch stattfindet.
30:34Ich hätte ja immer noch auf ein Wunder gehofft,
30:36aber ich glaube, ich muss jetzt eine Ansage machen.
30:38Ja, das wäre gut, ja.
30:39Ja.
30:40Ja.
30:40Ja.
30:40Wunder.
30:41Ja.
30:43Äh.
30:45Liebe Damen und Herren, ich muss Ihnen leider...
30:48Vera, warte mal, Vera, warte.
30:50Entschuldige bitte die Störung.
30:51Darf ich dir?
30:51Können Sie Herrn Ewald vorstellen?
30:53Er ist Biobauer.
30:55Ja, freut mich sehr.
30:56Und er ist ein großer Fan von Mangold.
30:58Stimmt's oder habe ich recht?
30:58Ich liebe Mangold.
30:59Ja, ich auch, aber ich habe leider keinen.
31:02Entschuldigen Sie mich bitte.
31:03Also, liebe Gäste, ich muss Ihnen mitteilen...
31:06Vera, du hast genügend Mangold.
31:09Herr Ewald hier ist so freundlich und überlässt dir einen Teil seines Privatbedarfs.
31:12Er möchte nämlich sehen, was du mit seinem Lieblingsgemüse kochen kannst.
31:15Ich habe den ganzen Kofferraum voll.
31:18Ui.
31:19Ah, wunderbar.
31:21Entschuldige bitte, der Retter bin ich.
31:23Ja, mein Schatz.
31:24Du musst aber noch eine Ansage machen.
31:26Ja.
31:26Also, es gibt Mangold.
31:30Und wir können kochen.
31:32Guten Tag, Frau Dichtnerhagen.
31:43Frau Mertens.
31:44Was kann ich denn für Sie tun?
31:46Ich kann etwas für Sie tun.
31:47Oder besser, für Ihre Gäste.
31:50Sie haben ein internationales Publikum.
31:52Auch?
31:53Und diese Gäste haben manchmal Verständigungsfwierigkeiten.
31:58Ich löse diese Probleme.
31:59Auf Italienisch und Französisch.
32:01Oh.
32:03Entschuldigung.
32:05Das klang jetzt gerade etwas bizarr.
32:06Ich weiß.
32:08Sollten Ihre Gäste also die Hilfe einer professionellen Übersetzerin benötigen, brauchen Sie mich nur anzurufen.
32:14Gut.
32:14Dann melde ich mich gerne bei Bedarf bei Ihnen.
32:18Und all denen, die nicht fragen, empfehle ich mich mit Hilfe dieser kleinen Infobroschüre und meinen Visitenkaufen.
32:25Also, ehrlich gesagt, sehen wir Werbeflyer nicht so gerne in der Lobby.
32:32Das ist keine Werbung, Frau Dichtnerhagen.
32:33Das ist Service am Gast.
32:35Guten Tag, Frau Mertens.
32:37Hallo, Herr Lombardi.
32:38Ja, na schön.
32:42Aber bitte nicht den ganzen Stapeljagd.
32:44Entschuldigen Sie mich bitte.
32:47Vielen Dank.
32:54Übersetzungsservice.
32:54Schnell, professionell, zuverlässig.
32:57Haben Sie mich anders erlebt?
32:58Ganz und gar nicht.
32:59Ich sagte ja bereits, ich werde Sie wieder buchen, sobald ich einen Auftrag für Sie habe.
33:03Die nächsten drei Tage bin ich allerdings schon sehr ausgebucht.
33:06Das freut mich für Sie.
33:08Etwas mehr Vorlaufzeit werden wir schon haben, sollte der nächste Auftrag anstehen.
33:12Wann auch immer.
33:13Ich mache es gern möglich, Herr Lombardi.
33:24Wollen wir nicht unten im Salto noch einen Kaffee trinken?
33:27Ich wollte mit dir nicht in aller Öffentlichkeit darüber reden.
33:29Das heißt, eigentlich wollte ich mit dir überhaupt nicht darüber reden.
33:32Aber da es dich eventuell unmittelbar betrifft...
33:35Worüber wolltest du denn reden, Benita?
33:37Ach, aber vor allem über...
33:40Hast du auf mich gewartet?
33:44Hallo, Thomas.
33:45Störe ich euch?
33:47Nein, überhaupt nicht.
33:49Wir wollten gerade in aller Ruhe einen Kaffee trinken.
33:51Magst du auch einen?
33:53Wie war dein Kongress in Dresden?
33:55Oh, ja, bitte.
33:56Ah, ich wollte fragen, ob ich vielleicht zwei Stunden freikriegen könnte.
34:04Ich würde gerne Torben abholen.
34:06Naja, kein Problem.
34:08Und viel Glück bei dem Prozess.
34:10Danke.
34:10Ja, ich muss auch gleich zur Uni.
34:12Am besten, ich nehme dich mit.
34:15Das wäre schön, ja?
34:18Gut.
34:19Du kannst mir später von dem Kongress erzählen.
34:21Klingel einfach durch.
34:22Ich muss dich leider auch allein lassen.
34:29Ah.
34:30Und wo willst du hin?
34:33Das ist eine Überraschung.
34:34Thomas, ja, ich bin's.
34:48Was wolltest du mir denn erzählen?
34:54Erst Nepal, dann die Rocky Mountains.
35:04Und jetzt Bhutan?
35:05Das habe ich nur Erika zu verdanken.
35:08Wir suchen nachher zusammen nach Flügen.
35:11Ich konnte ihn nur mit Mühe davon abhalten, ihn bei der Neueröffnung des Ladens auf den Füßen zu stehen.
35:16Oh, was erzählen Sie denn da?
35:18Mich so zu verpitzen?
35:20Aber du bist dir schon sicher, dass du mir die Werkstatt übergeben möchtest?
35:23Auch ganz offiziell.
35:25Natürlich.
35:25Mit allen Risiken und Nebenwirkungen.
35:30Da sagen Sie nichts mehr, Herr Juhl.
35:31Das ist doch toll, was Frau Christiansen hier geschaffen hat.
35:33Ganz toll.
35:35Also, mit Frau Christiansens Rezepten kannst ja sogar du kochen.
35:38Oh, Herausforderung angenommen.
35:40Candlelight Dinner im Pfarrhaus?
35:42Da muss ich aber vorher noch schnell nach Hause.
35:43Ich muss mein Konzept heute noch in der Redaktion einreichen.
35:46So, wer will noch Mangoldpuffer?
35:51Och, gerne.
35:52Ey, ey, ey, Freundchen.
35:53Einer nach dem anderen.
35:54Ich verpug die junge Dame schon seit geraumer Zeit.
35:57Mit kaum offiziellen Brüder, dann geht's schon los, ah?
35:59Äh, Moment.
36:00Wie offiziell?
36:01Tja, Robin heißt ab sofort Mertens.
36:04Wir müssen nur noch meine Vaterschaft notariell beglauben lassen.
36:07Ach, und das haust du mal so ganz nebenbei raus.
36:09Ist ja auch überhaupt keine Sensation.
36:11Das finde ich aber auch.
36:12Also, wenn das kein Grund zum Feiern ist.
36:14Ja, das werden wir.
36:14Ja, auf jeden Fall im Rosenhaus, wenn ich hiermit fertig bin.
36:18Teilen wir Brüder nicht?
36:19So, meine Lieben.
36:20Und zum Nachtisch gibt es Mangoldkreppe mit Ziegenkäse und Äpfeln.
36:26Wow.
36:27Wunderbar.
36:28Sehr gut.
36:29Ich bin schwer beeindruckt, Vater.
36:38Sehr alt heißt es nicht mehr, der verlorene Sohn, sondern eher der verlorene Vater, der darauf offen ist, dass seine Söhne ihn verzeihen.
36:47Was nicht so ganz unwahrscheinlich ist.
36:50Ah, komm her.
36:55Ihr doppelte Espresso, schwarz wie die Nacht.
36:58So wie ich ihn liebe.
36:59Danke.
36:59Finden Sie mir noch einen, bitte.
37:07Ja.
37:07Ja.
37:16Wer war es?
37:18Thomas Janssen.
37:20Der Steuerberater.
37:21Die Blickwechsel zwischen ihm und der Lichtenlagen waren eindeutig.
37:27Ich kümmere mich um ihn.
37:30Das ist gar nicht nötig.
37:33Thomas Janssen und die Lichtenlagen wohnen beide in dieser Wohngemeinschaft.
37:37Wenn Sie den Stick nicht bei sich haben, muss er dort versteckt sein.
37:41Jetzt muss ich nur noch sehen, wie ich am besten reinkomme.
37:54Hier ist besser, bitteschön.
37:56Danke.
38:03Wie wäre es damit?
38:07Ein Souvenir aus meiner kleinen Affäre mit Nau.
38:12Wenn der Albers an der Bar arbeitet, die Lichtenlagen am Bahnhof ist und Thomas an der Uni,
38:20ist derzeit niemand zu Hause.
38:23Bravo.
38:29Unter einer Bedingung.
38:33Wenn ich den Stick nicht finde und du fliegst doch noch wegen dieser Komodengeschichten auf,
38:38willst du aussagen, dass ich mit der Sache nichts zu tun hatte?
38:44Ich schwöre es.
38:50Wie du willst.
38:51Also gut, ich schwöre es.
38:57Vielleicht sollte ich das auch mal probieren.
39:26Was?
39:30Sport gegen Stress.
39:32Wieso hast du immer noch Stress?
39:36Ich habe mich doch bei diesem Heini entschuldigt.
39:37Ja, das war ganz lieb von dir, hat aber leider überhaupt nichts gebracht.
39:40Und dieser Idiot zickt immer noch rum, ja?
39:42Oh Mann.
39:44Hätte ich ihn mir noch richtig vorgeknäppt.
39:46Sag mal, du hast überhaupt nichts kapiert, oder?
39:48Wenn ich ihm richtig Bescheid gegeben hätte, dann würde er es gar nicht wagen, dich vollzulabern.
39:51Ben, seit wann hast du dich nicht mehr unter Kontrolle?
39:53Ich verstehe gar nicht, was daran falsch sein soll, als wenn sich solche Typen zur Wehr setzen.
39:57Aber doch nicht mit Fäusten.
40:00Du musst langsam mal wieder runterkommen, du wirst mir unheimlich.
40:03Ich gehe jetzt Lilly abholen.
40:05Und eingekauft habe ich auch, du kannst es wenigstens wegräumen.
40:07Ich gehe jetzt mal wieder runterkommen, du kannst es wenigstens wegräumen.
40:37Und natürlich, Bangkok ging ja auch.
40:40Ach, verstehe.
40:42Ja, und wie wäre das von Indien aus?
40:44Mumbai, Neu Delhi?
40:48Oh, ja.
40:49Für zwei Monate ausgebucht.
40:51Und Nepal?
40:53Ah ja, gibt es keinen Direktflug von Nepal aus?
40:58Ach, das haben Sie schon versucht.
41:00Ja, ja.
41:01Verstehe, ja, da kann man nichts machen.
41:03Trotzdem, vielen Dank nochmal für Ihre Bemühungen.
41:07Wie, es gibt keinen Flug nach Bhutan?
41:09Nein, die Dame im Reisebüro meint, es gibt nur ganz wenige.
41:12Und schon gar keinen Direktflug nach Paro.
41:14Man muss Glück haben und bei der National Airline einen Platz finden.
41:18Aha, also sonst darf keiner landen?
41:20Natürlich nicht.
41:21Die wollen keinen Massenturismus.
41:22Ah.
41:23Jetzt scheitert das am Flug.
41:26Hei, hei, hei, hei.
41:27Und wenn Sie mit der Bahn fahren?
41:29Hm?
41:29Ja, ich versuche schon die ganze Zeit hier im Bhutan-Forum herauszufinden,
41:32ob ein Zug von Nepal aus hinkommt.
41:35Ah, dann muss ich es nochmal sehen.
41:37Mhm.
41:37Moment.
41:39Hm?
41:39Möchten Sie hier von dem Mangoldkrepp?
41:41Habe ich bei Ihrer Nichte im Kochkurs gemacht.
41:44Hm?
41:45Ist ja unglaublich.
41:47Was denn?
41:48Ah, dann schauen Sie doch mal her.
41:50Hm?
41:51Gebuchte Reise nach Bhutan über Nepal aus beruflichen Gründen kurzfristig abzugeben.
41:56Hm?
41:57Das ist doch großartig.
41:58Hm?
41:59Ja.
42:00Wie kurzfristig ist denn kurzfristig?
42:02Schauen wir mal.
42:04Ja, der Flug geht von Frankfurt aus.
42:07Und zwar...
42:09Morgen.
42:11Halleluja.
42:16Na, hat Herr Ewald dir einen Heiratsantrag gemacht?
42:19Ja, so ähnlich.
42:20Da wollte er gar nicht gehen, so verknallt war er in deinem Laden.
42:23Wenn es mal nur um den Laden ging.
42:26Er will auch so einen Laden auf seinem Hof.
42:28Ehrlich?
42:28Einen zweiten Laden?
42:30Oha, du willst eine Kette?
42:32Na ja, ich weiß nicht so richtig.
42:34Aber das wäre doch großartig.
42:36Ich meine, wenn er dir die Räume stellt und dich mit Waren versorgt, kann dir doch nichts
42:40Besseres passieren.
42:42Und die beiden Läden werden weit genug voneinander entfernt, würden sich keine Konkurrenz machen.
42:46Reizen würde es mich schon.
42:48Kannst dich schon mal warm anziehen, Bio-Mertens.
42:50Und wem hast du den Kontakt zu Herrn Ewald zu verdanken?
42:56Und den Fallschirmsprung und überhaupt.
43:04Ich gehe dann schon mal weiter aufräumen.
43:09Suppe, Mangoldpuffer, Krebs.
43:12Hallo.
43:12Hey.
43:17Du kochst?
43:19Ja, das Menü aus Frau Christiansens Kochkurs.
43:21Aha.
43:22Warum warst du eigentlich gar nicht bei dem Fest?
43:24Keine Zeit.
43:25Wer hat mir schließlich gepredigt, ich solle mich beruflich auf eigene Füße stellen?
43:29Ja und, hat sie was ergeben?
43:30Mhm.
43:32Das Drei-Könige hat mich angesprochen.
43:33Die wollen mich unbedingt haben.
43:35Als Übersetzerin für ihre internationalen Gäste.
43:38Ja, das klingt ja vielversprechend.
43:39Jetzt muss ich das nur noch zeitlich koordiniert bekommen.
43:42Wieso? Womit?
43:43Herr Lombardi hat da noch eine größere Sache für mich.
43:45Aber ich schaffe das schon.
43:47Gratuliere, Mama.
43:48Mhm.
43:49Ein Büro habe ich auch schon.
43:50Perfekte Innenstandlage.
43:51Ein Büro?
43:52Ja.
43:53Hast du überhaupt die Kohle dafür?
43:55Ist doch egal.
43:56Irgendwo muss ich meine Kunden noch empfangen.
43:58Das kann ich doch nicht oben in der Emeritenwohnung machen.
44:00Ja, die ist sowieso eigentlich...
44:01Ich weiß.
44:02Ich weiß.
44:02Sobald ich meine ersten Rechnungen gestellt habe, suche ich mir eine neue Wohnung.
44:06Versprochen.
44:07Ich habe ja ein richtiges Festmahl.
44:11Habt ihr was zu feiern, du und Jule?
44:14Also ich schon, klar.
44:15Man bekommt ja nicht alle Tage einen Bruder, so ganz offiziell.
44:18Was?
44:19Was soll das heißen?
44:20Jan will Robin als Sohn anerkennen.
44:22Als ich Lorenzo von der Aufnahme erzählt habe, hättest du mal sein Gesicht sehen müssen.
44:35Der wollte mich am liebsten ermorden.
44:37Da konntest du dich so in Gefahr bringen.
44:39Der Typ ist gefährlich.
44:41Und so gut wie erledigt.
44:42Also nochmal langsam.
44:44Du und Herr Jansen, ihr habt eine Aufnahme, in der La Roche bestätigt, dass er den Deal mit Lombardi gemacht hat und ich unschuldig bin.
44:52Ist das nicht klasse?
44:53Ist das nicht klasse?
45:23Wie leichtsinnig.
45:40Also Herr Jansen hat telefoniert und sich dabei als Lombardi ausgegeben.
46:06Genial, oder?
46:07Naja, nur leider vor Gericht nicht zulässig.
46:10Gott, es muss doch wenigstens dazu beitragen, dass der Prozess gestoppt wird.
46:13Das ist ein glasklares Geständnis.
46:16Das kann ich so nicht beurteilen.
46:17Dazu müsste ich die Aufnahme erstmal hören.
46:19Thomas hat den Stick mitgenommen.
46:21Aber er müsste eigentlich jeden Moment von der Uni zurück sein.
46:26Sehr gut.
46:26So wird niemand erfahren, dass er nicht nagen in Wahrheit unschuldig ist.
46:29Grazie, Mille.
46:30Da haben Sie ganz recht, dass wir nie jemanden erfahren.
46:36Löschen.
46:38Was sind wir alle dabei?
46:40Jetzt kannst du gleich fest anhören.
46:42Wir sind dabei, dass wir alle unter sich stehen.
46:44Millionen Menschen stehen auf ihren Schuhen.
46:54Und wir sorgen für eine dauerhafte Beziehung.
46:59Bitte.
46:59Dein Kneippmesser?
47:04Mhm.
47:05Es hat mir immer Glück gebracht.
47:07Danke.
47:09Deinem Vater bedeutet niemand irgendetwas.
47:12Außer ihr selbst.
47:13Wie auch immer, ich finde es richtig, was er tut.
47:16Dass er den Kriminellen deine Erbe in den Rachen wirft?
47:19Dieser Kriminelle ist auch dein Sohn und mein Bruder.
47:22Benita, ich weiß, dass dein Cousin die Kommode an La Roche verkauft hat und nicht Tom Lichtenhagen.
47:27Es tut mir leid, aber das glaube ich nicht.
47:29Ich kenne nur deinen Zug.
47:30Das kann nicht sein.
47:31Du hast das ja nichts davon gewusst.
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