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  • vor 1 Jahr
"Badeverbot verbieten", fordert die Initiative "Fluss Bad Berlin". Seit 100 Jahren darf man in der Spree nicht mehr schwimmen, das Wasser sei zu schmutzig. Stimmt nicht, sagen die Aktivisten, und springen in den Fluss.

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Transkript
00:00Es ist ein Protest. Doch statt Plakaten, Megafonen oder wütenden Parolen bringen diese Berlinerinnen und Berliner Badekleidung mit.
00:09Ihr Anliegen? Ein 100 Jahre altes Badeverbot in der Berliner Innenstadt loszuwerden.
00:15Wir fordern von der Politik, dieses Verbot zu kippen. Es wird Zeit. Andere Städte machen es doch auch. Sogar Paris hat gezeigt, dass es geht.
00:22Städte im Ruhrgebiet, einem früheren Industriezentrum, zeigen es. New York hat Pläne, London auch. Viele andere Städte tun es bereits und Berlin hinkt hinterher.
00:35Seit über 100 Jahren heißt es, die Spree sei zu dreckig zum Schwimmen. Doch die Initiative Fluss Bad Berlin meint, das stimmt überhaupt nicht mehr.
00:45Die Industrie sei sauberer geworden, die Wasseraufbereitung besser. Und oft sei die Spree genauso sicher wie andere Badegewässer in der Stadt.
00:52Der Grund war immer die Wasserhygiene und ja, das war lange ein Problem. Aber heute ist die Wasserqualität viel besser.
01:02Und vor allem, es gibt inzwischen Technologien, um die Wasserqualität zuverlässig zu überwachen.
01:12Hinter dem Spaß steckt auch ein ernstes Anliegen. Der Klimawandel macht Berlin heißer und Flüsse mitten in der Stadt könnten helfen, sich abzukühlen.
01:23Darum wird nicht demonstriert, sondern geschwommen. Mit Rückenschwimmen, Brustschwimmen und Kraulen geht's durch Berlins historische Mitte.
01:32Ob die Stadt dem Motto, Badeverbot verbieten, wirklich nachkommt, ist offen. Den versprochenen Badespaß hatten die Demonstranten zumindest schon einmal.
01:41Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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