- vor 1 Jahr
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KurzfilmeTranskript
00:00Ohlala!
00:09Mademoiselle, au revoir!
00:11Mein Gewehr!
00:14Housekeeping!
00:18Housekeeping!
00:30Schmeckt's?
00:56Entschuldigung, ich...
00:58Er hatte geklopft zweimal.
01:03Greifen Sie ruhig zu.
01:05Ich lade Sie ein.
01:07Danke, ich...
01:09Ich darf das eigentlich gar nicht.
01:15Von mir erfährt niemand etwas.
01:23Ohne unsere kleinen Geheimnisse
01:26wäre unser Leben doch sehr, sehr langweilig.
01:31Setzen Sie sich doch.
01:32Ohne, Herr Berlinger!
01:34Oh, ho, ho, ho, ho, ho!
01:36Kann ich nicht?
01:37Langsam!
01:39Langsam!
01:41Guten Morgen!
01:42Ach Gott!
01:43Entschuldigung, ich bin jemals.
01:45Ohne, Herr Berlinger!
01:46Oh, ho, ho, ho, ho, ho!
01:49Langsam!
01:51Langsam!
01:55Guten Morgen!
01:56Ach Gott!
01:58Entschuldigung, ich bin jemals.
01:59Ich sehe, ich bin jemals.
02:00Ich glaube, ich bin jemals.
02:01Ich gehe mit meinem Dünn.
02:02Ich gehe mit mir.
02:03Ich gehe mit meinem Dünn.
02:04Untertitelung des ZDF, 2020
02:34Untertitelung. BR 2018
03:04Lina Heitmann, 28 Jahre alt.
03:34Offenbar hatte sie eine Reinigung hier in München.
03:38Ihr Wagen steht da.
03:44Sie ist mit dem Hinterkopf gegen die Ecke dieser Säule geknallt.
03:49Ein Unfall ist ausgeschlossen?
03:50Völlig unmöglich. Niemand fällt drei oder vier Mal rückwärts gegen dieselbe Stelle.
03:54Guido, der Wagen muss so schnell wie möglich in die KTO. Wir brauchen alles an Spuren, was wir finden können.
04:02Und besorgt das Material von den Überwachungskameras. Falls hier welche gibt's.
04:15Wir haben in der Tiefgarage keine Kameras. Tut uns leid.
04:19Ja, mir auch. War die Tote denn Gast in Ihrem Haus?
04:24Nein. Aber sie hat gestern Abend einen unserer VIP-Gäste in der Lobby getroffen.
04:28Und dieser VIP, der hat doch bestimmt auch noch einen richtigen Namen.
04:31Ich habe gehofft, Sie verstehen meinen Hinweis auf eine Gästekategorie.
04:37Die allerhöchste Diskussion von uns war...
04:39Da unten liegt eine Leiche. In Ihrem Haus.
04:41Herr Wolf-Marquardt. Zimmer 273.
04:49Das Opfer, Lina Heidmann, hat vor drei Jahren einen ziemlich großen Skandal ausgelöst.
04:55Weil sie einen berühmten Börsenguru wegen Vergewaltigung angezeigt hat.
05:00Das war eine ziemlich große Sache damals.
05:02Ich kann Ihnen das verfügbare Material gern zusammenstellen.
05:04Nicht nötig, ich erinnere mich.
05:07Er bemüht sich.
05:09Ich weiß.
05:09Woran hat er dich denn erinnert?
05:12Da gab es so einen Sexskandal mit einem Börsenmakler.
05:15Ich erinnere mich.
05:17Der Typ, der reinweise Frauen missbraucht hat.
05:20Aha.
05:27Lesen können Sie, oder?
05:29Sie auch.
05:33Trotzdem.
05:33Es ist zu viel verlangt, wenn Sie einen Termin machen oder sich zumindest unten anmelden lassen.
05:42Geht's um die Firma.
05:44Scherer, Geschäftsführerin.
05:47Wir würden gerne mit Herrn Marquardt sprechen.
05:49Jetzt.
05:51Selbstverständlich kenne ich Lina Heidmann.
05:54Sie hat sich große Mühe gegeben, mich zu zerstören.
05:57Ach, so rum, ja.
05:59Ich dachte, Sie wären wegen Vergewaltigung verurteilt worden.
06:03Ihre Recherche lässt Sie ja zu wünschen übrig.
06:07Ich wurde freigesprochen.
06:09Erst in zweiter Instanz.
06:11Freispruch ist Freispruch.
06:14Hören Sie, ich weiß nicht, wohin das führen soll.
06:17Aber ich würde Sie bitten, die Sache diskret zu behandeln.
06:19Sie wissen also schon, weshalb wir hier sind, ja?
06:21Na ja, es geht immer und jedes Mal um die alten Geschichten.
06:27Und jedes Mal geht ein Stück Reputation der Firma vor die Hunde.
06:30Ich kann Sie beruhigen.
06:32Diesmal geht es um neue Geschichten.
06:35Ihr letztes Gespräch mit Lina Heidmann.
06:40Worüber haben Sie beide geredet?
06:42Erinnern Sie sich an Gespräche, die drei Jahre her sind?
06:45An die von gestern Abend schon.
06:47Wir hatten eine kurze Unterhaltung unten in der Lobby.
06:54Sie wollte etwas aufarbeiten.
06:57Ich wollte nicht nachtragend sein.
07:00Wie wäre es denn mit so ein paar Details?
07:05Nein.
07:07Es wäre irgendwie besser, wenn wir das nicht herausfinden müssten.
07:10Sie sollten nicht den Eindruck erwecken, mir zu drohen.
07:14Sonst müsste ich mich beschweren bei Ihrem Chef.
07:20Und Sie sollten kooperieren.
07:22Und uns zumindest erklären, wo Sie nach dem Treffen mit Frau Heidmann waren.
07:25In meinem Zimmer.
07:27Hier.
07:28Warum?
07:29Gibt es da Zeugen?
07:34Jetzt hätte ich gern eine Erklärung.
07:37Und wir hätten gern eine protokollierte Aussage von Ihnen auf dem Präsidium.
07:41Lina Heidmann ist tot.
07:51Nach dem Prozess vor drei Jahren ist Wolf Marquardt nach London abgehauen.
07:55In der Zeit lief seine Firma hier in Deutschland weiter mit einer Hanna Scherer als Geschäftsführerin.
08:03Ja, die Dame haben wir gerade kennengelernt.
08:06Die war extrem besorgt, dass die böse Polizei den Ruf von Marquardts Firma nicht verbeult.
08:10Das Kerngeschäft ist Investment und Anlageberatung.
08:15Der Umsatz lag eher so im unteren Bereich.
08:19Knapp fünf Millionen im Jahr.
08:20Ich bin in der falschen Branche.
08:22Vor dem Prozess hatte Wolf Marquardt sogar eine Sendung im Fernsehen.
08:26Im Fernsehen?
08:27Ja, wo er Börsentipps gegeben hat.
08:29Nebenher hat der Typ irgendwelche Fonds gemanagt und ein Milliardenvermögen angelegt.
08:34Seine Ex-Frau ist Ariane Moosbach.
08:38Ach, die Erbin von der Privatbank Moosbach.
08:41Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn.
08:44Johann Marquardt.
08:45Der ist im Außendienst für die Bank tätig.
08:47Ja.
08:48Diese ganze Macht und das viele schöne Geld hat er verloren, weil Lena Heidmann ihn angezeigt hat.
08:57Und jetzt sitzen die beiden einfach da zusammen in der Hotellobby.
09:00Ja, leider haben wir keinen blassen Schimmer, worüber die zwei gesprochen haben.
09:04Lena Heidmann ist jedenfalls um 21.22 Uhr aus der Lobby zum Fahrstuhl gegangen.
09:10In die Garage, zu ihrem Auto vermutlich.
09:12Wo sie um 21.30 Uhr ermordet wurde.
09:15Korrekt.
09:30Sie war gerade erst wieder in der Normalität angekommen.
09:37Wo sie nicht mehr jeder drauf angesprochen hat.
09:42Wo sie endlich wieder ein wenig Frieden hatte.
09:48Wie ist es passiert?
09:50Die Ermittlungen laufen noch.
09:52Wie meine Tochter ermordet worden ist, will ich wissen.
09:54Das ist mein Recht, oder?
09:56Sie bot...
09:59...schläge gegen den Kopf.
10:04Warten.
10:07Erstens spätabends, ja?
10:09Ich war gleich dagegen, dass sie fertig hat.
10:10Ich wusste, dass was Schlimmes passiert.
10:14Sie haben einen konkreten Verdacht?
10:16Sie hat sich mit Magwart getroffen in seinem Hotel.
10:19Ich hoffe, das mal bekam der lebenslänglich.
10:24Frau Heidmann, ich kenne bisher nur einen Teil der Vorgeschichte.
10:27Und ich kann verstehen, dass Sie Wolf Magwart hassen.
10:29Aber ich muss mich an die Fakten halten.
10:32Und bisher gibt es keine Beweise.
10:33Sie steckt mit ihm unter einer Decke wie die anderen Polizisten vorher und die Richter und alle.
10:43Keiner will sich mit dem anlegen.
10:44Also, Lina Heidmann hat ja durch ihre Anzeige damals alles losgetreten.
10:51Seine Frau hat die Scheidung eingereicht und die Karriere in Deutschland war lange vor dem Freispruch zu Ende.
10:56Warum nennen denn eigentlich alle der Wolf?
10:58Vielleicht auch wegen The Wolf of Wall Street.
11:00The Wolf of was?
11:01Na, der Film mit DiCaprio.
11:03Kenne ich nicht.
11:03Machen Sie es mal.
11:16Haben Sie mal den Mut und die ausdauerndes Geld, sich mit einem Millionär anzulegen.
11:19Mit einem Promi.
11:20Mit einem, der unantastbar ist.
11:23Lina hat es versucht.
11:24Sie wollte ein Zeichen setzen.
11:26Auch für die anderen Frauen.
11:27Wir haben alles versucht.
11:28Wir hatten einen super guten Anwalt.
11:30Zwei namhafte Gutachter und einen Privatermittler.
11:33Meine Tochter musste sterben, weil Marquardt weiß, dass sie ihn zur Strecke gebracht hätte.
11:44Juristische Möglichkeiten gab es keine mehr.
11:47Die Wahrheit kommt am Ende immer raus.
11:49Sie sorgen dafür, dass sie die Strafe bekommt, die er verdient.
11:54Für die Chance, es allen nochmal zu zeigen, habe ich viel getan.
11:59Es geht hier um alles oder nichts.
12:01Und am gleichen Abend bringe ich eine Frau um, um alles kaputt zu machen.
12:05Sie haben doch schon mal Ihre Karriere aufs Spiel gesetzt.
12:08Die Affären, bei denen ich nicht Nein gesagt habe, obwohl ich es hätte tun sollen.
12:12Affären.
12:12Es sind alle einvernehmlich verlaufen.
12:14Lesen Sie das Urteil.
12:16Das habe ich.
12:17War es das dann?
12:19Sie haben zwar die Lobby vor der Tat verlassen.
12:22Sie hätten aber jederzeit der Kamera ausweichen und Lina Heidmann in die Tiefgarage folgen können.
12:28Soll das heißen, dass Sie mich des Mordes verdächtigen?
12:39Das soll heißen, dass Sie ein Alibi brauchen.
12:43War sonst noch jemand da?
12:44Hat jemand gesehen, wie und wo Sie den weiteren Namen so verbracht haben?
12:47Ein Alibi eben.
12:51Mein Sohn Johann war da.
12:54In der Suite.
12:55Wie lange?
12:55Eine ganze Weile.
12:58Fragen Sie ihn selbst.
13:00Familienmitglieder sind jetzt nicht die glaubwürdigste Wahl für ein Alibi.
13:03Keine Sorge.
13:06Er wird bestimmt die Wahrheit sagen.
13:08Er hasst mich so sehr, dass er nie für mich lügen würde.
13:13Außerdem arbeitet er für meine Ex-Frau.
13:18Bis 16 Uhr, um glücklich zu sein, ja?
13:20Ja, Mama.
13:22Kannst du nicht auf mich verlassen?
13:23Ja.
13:25Herr Marquardt?
13:34Marquardt Junior?
13:35Wer sind Sie? Was wollen Sie?
13:37Kirchner.
13:38Kippo München.
13:41Wen haben Sie denn erwartet?
13:44Worum geht's?
13:44Um Ihren Vater.
13:45Zu dem Thema habe ich schon alles gesagt, was zu sagen war.
13:47Sie waren doch gestern bei Ihrem Vater im Hotel.
13:59Woher wissen Sie das?
14:02Also?
14:03Von, ähm, wann bis wann und worum ging's?
14:07Ihr Vater hat es uns gesagt.
14:14Es gibt davon früher noch ein paar geschlossene Fonds, für die er zeichnungsberechtigt war.
14:19Und damit die Börsen auf sich zufrieden sind, brauchten wir seine Unterschriften.
14:22Das war alles, was Sie mit ihm besprochen haben?
14:24Etwas anderes habe ich mit meinem Vater nicht mehr zu besprechen.
14:27Okay.
14:29Dann brauche ich jetzt nur noch die genaue Uhrzeit.
14:31Gegen neun bis ungefähr halb elf.
14:38Das ist ziemlich lange für ein paar Unterschriften.
14:40Ich weiß ja nicht, ob Sie alles vorher durchlesen, was Sie so unterschreiben.
14:44Mein Vater tut es jedenfalls.
14:46Zeile für Zeile.
14:48Sorry, aber ich war noch nicht fertig.
14:52Auf der Überwachungskamera der Hotellobby sieht es aus, als hätten Frau Heidmann und ihr Vater einen Streit gehabt.
15:01Zwei Menschen, die sich hassen, natürlich werden die sich gestritten haben.
15:05Und worüber genau?
15:06Es tut mir leid, aber ich war nicht dabei.
15:13War er unschuldig, Ihr Vater?
15:15Damals mit den Frauen?
15:18Was ist das denn für eine Frage?
15:19Na ja, was denken Sie?
15:21Ich denke,
15:23das Gericht hat eine Entscheidung gefällt und die sind da sicher kompetenter im Beurteilen.
15:28Was ist denn das für eine Antwort?
15:33Mein Vater, mein Vater, mein Vater.
15:36Im Gegensatz zu meiner Mutter hat er nichts geerbt.
15:40Jeden Cent hat sich dieser Mann selbst erarbeitet.
15:44Ohne Unterstützung.
15:48Wiedersehen.
15:49Wiedersehen.
15:50Die Obduktion ist abgeschlossen.
15:58Sagen Sie das doch bitte Ihrer Mutter.
16:04Wir sind fertig.
16:07Und gibt's was Neues?
16:09Leider nicht viel.
16:10Es gibt ein paar Hämatome, die auf einen kurzen Kampf hindeuten.
16:13Möchten Sie mich nicht heute was fragen?
16:17Was Ihre Tochter angeht?
16:19Das würde Zoe nicht wollen.
16:20Und Sie sicher auch nicht.
16:26Danke, mein Spatz.
16:27Bis später.
16:29Vielversprechend.
16:30Bis jetzt.
16:35Der Tag heute.
16:36Also nochmal, was haben Sie mit Frau Heidmann besprochen?
16:45Sie würden es mir nicht glauben, wenn ich es Ihnen sage.
16:51Ich habe mich bei ihr entschuldigt.
17:00Ja.
17:02Was?
17:03Alles klar, danke.
17:12Sie können gehen.
17:16Ihr Sohn hat Ihr Alibi bestätigt.
17:30Wer hat sich entschuldigt?
17:32Angeblich.
17:34Und so leicht werden wir ihm das Gegenteil nicht beweisen können.
17:38Dann müssen wir eben weitersuchen.
17:43Entschuldigen Sie, Herr Berlinger.
17:45Was?
17:46Ähm, könnte vielleicht jemand anderes die zweite Etage machen?
17:50Bitte, ähm, ausnahmsweise.
17:52Es ist einfach nur so, ich...
17:53Ich möchte das nicht...
17:54Wenn Sie ein Problem damit haben, Ihren Job auszuüben,
17:56dann sollten Sie das Problem lösen
17:58oder sich eine andere Stelle suchen.
18:00Ist das klar?
18:00Die Polizei war bei mir.
18:18Ich weiß.
18:20Du hast mein Alibi bestätigt.
18:22Was willst du dafür?
18:27Einen Geschenkkorb zum Dank?
18:31Bin ich dir sogar lästig, wenn ich dir helfe.
18:33Du bist nicht lästig.
18:37Du bist bedürftig.
18:39Du kämpfst nicht.
18:41Du bettelst.
18:42Warum hast du meine Tochter getötet?
18:57Was hat dir meine Tochter getan?
19:00Vergewaltiger!
19:01Herr Seren.
19:03Halten Sie sich fest.
19:04Die Polizei wird gleich hier sein.
19:06Bitte.
19:07Herr Marcon.
19:08Verzeihen Sie uns.
19:09Das hätte nicht passieren dürfen.
19:10Schon gut.
19:15Lina könnte noch leben, wenn sie bewaffnet gewesen wäre.
19:19Frau Heidmann.
19:21Nichts kann Ihnen Ihr Kind wieder bringen.
19:24Diese Art von Gerechtigkeit gibt es leider nicht.
19:27Sie müssen mir versprechen, keine Dummheiten mehr zu machen.
19:29Frau Heidmann.
19:35Versprechen Sie mir das.
19:53Sie hängen sich an sie dran.
19:55Okay.
19:57Und observiere Sie?
19:59Mhm.
20:00Um Sie für sich selbst zu schätzen.
20:16Sie sind's.
20:18Ich weiß es nicht.
20:19Ja, ich überleg's mal.
20:30Ja, ich überleg's mal.
20:30Sie sind's.
20:40Ich überleg's mal.
20:45Das war's für heute.
21:15Wenn ich da unten ein Ticket kriege, dann gehe ich davon aus, dass Sie sich drum kümmern.
21:29Sie räumen den Dreck für den großen Wolf weg, hm?
21:33Sie organisieren das Schweigegeld für die Opfer.
21:37Wollen Sie mir nicht erst mal was zu trinken anbieten?
21:40Das Wort Schweigegeld, das gefällt mir nicht. Opfer auch nicht.
21:52Naja, ich habe diesen Frauen Geld gegeben. Auf vielen Dank.
21:58Sehr hinlänglich bekannt. Frauen, die eine Affäre mit Wolf hatten und ihn später damit erpressen wollten.
22:06Affäre? Im Ernst? Wir reden hier von Vergewaltigung.
22:09Herr Marquardt ist aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden und nur das zählt für mich.
22:15Und ich war dabei, als sich diese Frauen Wolf regelrecht an den Hals geworfen haben.
22:21Also, jede Prostituierte ist da zurückhaltender.
22:26Wissen Sie, wir fragen uns, ob Sie für Herrn Marquardt wirklich jedes Hindernis aus dem Weg räumen?
22:34Ah. Ob ich die Frau umgebracht habe?
22:43Das ist es?
22:44Ah.
22:46Okay. Jetzt hören Sie mir mal zu.
22:49Also, ich schütze Wolf, wo ich kann, mit legalen Mitteln wohlgemerkt.
22:55Weil ich davon profitiere, wenn ich seine Firma leite.
22:59Weil meine Karriere davon abhängt.
23:04Also Geld ja, Mord nein, das ist Ihre Grenze?
23:08Ganz genau. Und jetzt ist Schluss.
23:10Sie haben sicher ein Alibi?
23:16Ja. Ich hätte eins. Ich brauche aber keins.
23:21Sie brauchen irgendetwas, das Ihre haltlosen Theorien untermauert, weil der Staatsanwalt Sie sonst auslacht.
23:29Ist doch so. Oder?
23:32Schönen Tag noch.
23:33Fuck, du Scheiße.
23:54Ach, fuck it.
23:58Wenn Lina Heidmann nichts gegen Marquardt in der Hand hatte, warum dann dieses Treffen?
24:03Vielleicht, um ihm nochmal zu sagen, was sie über ihn denkt?
24:06So ein tiefempfundes Arschloch kann sehr befreiend wirken.
24:09Schon. Aber warum hat Marquardt diesem Treffen zugestimmt?
24:12An seinem ersten Abend in München.
24:14Das würde er doch nicht machen, wenn er nicht noch mehr wäre.
24:18Hi, ich bin's.
24:20Frau Heidmann hat ihre Wohnung verlassen.
24:21Sie ist ziemlich schnell unterwegs, aber ich bin dran.
24:23Ich schicke einen Laufstandort.
24:33Guten Abend, Frau Heidmann.
24:48Hallo.
24:49Wie geht's Ihnen?
24:52Wie Gott immer.
24:52Vera Lanz, Kripo München.
25:00Ja, und?
25:01Hallo, Frau Heidmann.
25:03Hallo.
25:03Und Sie sind?
25:05Ariane Mosbach.
25:07Ehemals Marquardt?
25:10Ehemals.
25:12Schön, Sie kennenzulernen.
25:14Ja.
25:15Das ist ein privates Treffen.
25:17Hi.
25:20Das ist übrigens mein Kollege, Herr Kirchner.
25:23Wir wollen auch gar nicht stören.
25:25Wir müssen nur sicher gehen, dass hier nicht gerade Beweismittel verschwinden.
25:40Was steht denn da alles drin?
25:41Etwas, das Ihnen anscheinend 20.000 Euro wert ist.
25:48Darum geht es doch gar nicht.
25:50Das Bankhaus Mosbach, das seit drei Generationen in unserem Familienbesitz ist, war damals fast
25:55erledigt.
25:57Aber meine berufliche Existenz war ja nur ein Teil davon.
26:01Dass Wolf mich auf diese Art hintergangen hatte, das konnte ich nicht so einfach hinnehmen.
26:07Und ich habe mich scheiden lassen.
26:08Und anschließend habe ich mich um seine Opfer gekümmert, auch finanziell.
26:13Sie gehen also davon aus, dass Ihr Ex-Mann schuldig ist?
26:17Er hat mich oft betrogen.
26:20Aber ich war ja bei diesen Vorfällen nicht dabei.
26:22Ich weiß nicht genau, was passiert ist.
26:25Aber ich weiß, dass er das Leben dieser Frauen nicht zum Positiven verändert hat.
26:31Denken Sie, wir finden im Tagebuch das Motiv für den Mord an Lina Heidmann?
26:36Dieser Text ist das Vermächtnis Ihrer Tochter.
26:38Ich habe lediglich angeboten, dass ich es an einen Verlag gebe und Frau Heidmann für
26:43ihren Schmerz entschädige, soweit das überhaupt möglich ist.
26:46Das klingt sehr selbstlos.
26:48Sie müssen das nicht verstehen.
26:50Und es geht natürlich nicht darum, dass der Inhalt dieses Buches Ihnen schaden könnte,
26:54oder?
26:57Unser Bankhaus hat Kriege überstanden und Börsencrashs.
27:00Vor einem Buch haben wir bestimmt keine Angst.
27:15Wir suchen die ganze Zeit ein Mordmotiv.
27:18Und Sie haben dieses Tagebuch, das Sie uns längst hätten geben müssen,
27:21anstatt es Ariane Moosbach zu verkaufen.
27:23Frau Moosbach wollte es veröffentlichen.
27:27Frau Heidmann, Ariane Moosbach will dieses Tagebuch, weil da wahrscheinlich was drinsteht,
27:34was für Sie oder Wolf Marquardt schädlich sein kann.
27:41Ich möchte Linas Willen erfüllen.
27:45Außerdem hatte ich Todesangst.
27:56Mir hat jemand was vor die Tür gelegt.
28:15Und war er es?
28:36Hat der Wolf die Frau getötet?
28:39Wir können nichts beweisen.
28:41Und bisher gibt es auch noch kein Motiv.
28:43Kein Motiv?
28:45Warte mal, der Typ hat Sie damals vergewaltigt.
28:47Und jetzt, das kann doch kein Zufall sein.
28:49Zoe, ich muss mich an die Fakten halten.
28:51Das heißt, du hättest auch nichts dagegen,
28:53wenn ich mich heute Abend mit dem Wolf auf ein Bier treffen würde.
28:56Vorher würde ich dich selber umbringen.
29:00Warte, stopp.
29:01Warte, warte, nicht bewegen.
29:03So, ist besser.
29:05Na komm.
29:06Das Labor sagt, der Gegenstand aus dem Paket ist ein Schafsherz.
29:16Bleib ruhig, sonst ergeht es dir wie Lena.
29:20Und Frau Heidmann hat gedacht, es geht um das Tagebuch, ja?
29:23Ja, warum sonst?
29:25Ich habe das Tagebuch gestern Nacht noch gelesen.
29:27Es ist traurig, aber es steht nichts drin,
29:29was nicht schon vor Gericht verhandelt worden wäre.
29:31Aber damit hat die Moosbach doch erst recht keinen Grund dafür,
29:3420.000 Euro auszugeben.
29:36Also, weder Wolf Marquardt noch Ariane Moosbach
29:39können sich schlechte Presse erlauben.
29:40Aber beide haben das Tagebuch nicht gelesen.
29:43Und deswegen haben sie Angst davor.
29:45Wahrscheinlich.
29:46Und deswegen kauft die Moosbach das Buch auf dem Markt.
29:52Sag mal,
29:54die beiden wären doch sicher ein bisschen nervös,
29:56wenn sie denken, dass wir all ihre dunklen Geheimnisse kennen.
29:59Mm-hmm.
30:01Mm-hmm.
30:06Housekeeping?
30:07Housekeeping!
30:10Housekeeping!
30:29Sie glauben doch nicht wirklich,
30:36dass ich nachtragend bin.
30:43Nein.
30:45Es ist eigentlich ein Spiel
30:47zwischen erwachsenen Menschen.
30:51Ich bin jemand,
30:51der Geheimnisse bewahren kann.
30:57Ihr Chef wird nichts erfahren.
30:58Sorry,
31:00es ist vielleicht ein bisschen komisch rübergekommen.
31:05Aber es sollte nicht so klingen,
31:06als würde ich Ihnen drohen wollen,
31:08Sie hier rauswerfen zu lassen.
31:10Hat es nicht.
31:11Mach dir einen Vorschlag.
31:21Ich lade dich ein
31:22zum gemeinsamen Wochenende
31:23nach Paris.
31:27Hotel Raphael.
31:31Nein, danke.
31:32Du bekommst frei,
31:33das ist kein Problem.
31:36Mit Berlinger, dem Chef,
31:37kann ich bestens.
31:37das geht wirklich nicht.
31:43Warum?
31:47Bitte?
31:49Kann ich gehen?
31:51Natürlich.
31:54Je.
31:54Ich halte dich nicht fest.
31:57Aber denk nur mal drüber nach,
31:58es ist deine Entscheidung.
31:59Wir könnten
32:01wirklich eine gute Zeit
32:03zusammen verbringen.
32:07Niemand erfährt was.
32:12Wo ist das Problem?
32:15Von mir wird ein Chef
32:16nichts erfahren.
32:18Es wird immer
32:18unser kleines Geheimnis bleiben.
32:20Berlinger wird nie erfahren,
32:32dass du mein Kaviar gegessen,
32:35mein Champagner getrunken hast.
32:38Ich bin nicht die Sekretärin
32:55ihres Vaters.
32:57Ja,
32:58wenn er nicht dran geht,
32:59dann hat er wahrscheinlich zu tun.
33:00Ich übrigens auch.
33:01Ja.
33:01Ja.
33:01Ja.
33:01Ja.
33:01Ja.
33:02Ja.
33:02Ja.
33:03Ja.
33:03Ja.
33:04Ja.
33:04Ja.
33:05Ja.
33:05Ja.
33:06Ja.
33:06Ja.
33:07Ja.
33:07Ja.
33:08Ja.
33:08Ja.
33:08Ja.
33:09Haben Sie schon mal
33:10in Erwägung gezogen,
33:11dass er Sie nicht
33:11noch mal treffen will
33:12oder wie viele
33:13Unterschriften
33:14brauchen Sie noch?
33:20Tschüss.
33:21Wir wollen zu
33:22Herrn Marquardt.
33:24Der muss gleich da sein.
33:26Also ist er nach oben?
33:27Ja.
33:28Aber er will sicher
33:29nicht
33:29gestört werden.
33:32ist alles in Ordnung mit Ihnen?
33:53Sie kommen.
33:54Mein Name ist Vera Lanz.
33:54Herr Marquardt.
33:56Frau Becker?
33:56Mein Name ist Vera Lanz.
34:07Hey.
34:11Frau Becker?
34:20Ich möchte Ihnen helfen.
34:22Reden Sie mit mir.
34:26Wir haben das Tagebuch der Totenfrau.
34:31Also ich würde mir an Ihrer Stelle, man weiß ja nie, was passiert,
34:33ich würde mich nach anderen beruflichen Möglichkeiten umschauen.
34:36Bitte?
34:38Sorry, Hanna, ich habe mich kurz hingelegt.
34:40Ich habe wohl etwas verschlafen.
34:42Schon okay.
34:44War das wieder dieser Polizist?
34:47Weißt du, was in dem Tagebuch von Lina Heidmann steht?
34:50Nein. Warum?
34:54Und wer war das?
34:55Sie sind jetzt in Sicherheit.
34:59Ich...
35:00Ich war in Zimmer.
35:03Zimmer 273?
35:07Ja.
35:13Wir sollten jetzt schnell handeln.
35:15Dieser Mann muss zur Verantwortung gezogen werden.
35:17Nein.
35:18Doch, Frau Becker.
35:19Wissen Sie nicht, wer das ist?
35:21Ich weiß das sehr genau.
35:22Ich weiß, wer Wolf mag, war das.
35:25Und Sie sind nicht sein erstes Opfer.
35:32Entschuldigen Sie.
35:35Hey, Paul, wie sieht's aus?
35:37Ich folge Wolf durch die Stadt.
35:40Ich will genau wissen, was er jetzt macht und wohin er jetzt geht.
35:43Was ist denn so dringend?
35:52Wo musst du denn hin?
35:53Ich will mal meine Ruhe haben.
35:54Ich muss den Kopf reichen.
35:56Okay, aber es ist nicht gut, wenn du dich nicht zeigst.
35:58Die Kunden warten da drauf.
35:59Und es darf auf gar keinen Fall der Eindruck entstehen, dass du dich versteckst.
36:03Wir sind hier mitten in München.
36:04Wo soll ich dich denn verstecken?
36:06Ich möchte einen Kaffee trinken.
36:07Das wird doch noch erlaubt sein.
36:08Das wird doch noch erlaubt sein.
36:38Ich komme mir so dumm vor.
36:52Ich habe gedacht, dass ich vorsichtig bin.
37:01Ich habe Nein gesagt.
37:04Tun Sie das nicht?
37:05Genau damit rechnen Täter wie Marquardt.
37:11Dass Sie sich selbst die Schuld geben.
37:18Bitte begleiten Sie mich zu einem Arzt.
37:24Alle anderen Entscheidungen können Sie hinterher auch noch treffen.
37:27Aber wenn wir das jetzt nicht machen, dann kann man später nichts mehr nachweisen.
37:31Bitte.
37:35Bitte.
37:56Warum sind Sie nicht sofort zu Ihrem Chef gegangen?
37:58Er hat mich erpresst.
38:04Und ich brauche den Job.
38:06Womit?
38:07Weil ich im Room Service genascht habe.
38:09Ja, als ich das Frühstück abgeräumt habe.
38:19Am Abend dann
38:20hat er dann wieder versucht, mich anzugröpschen.
38:25Sie waren am Abend noch mal bei ihm?
38:27Zur Room Service mit Champagner.
38:30Können Sie mir sagen, um wie viel Uhr das war?
38:32Halb zehn.
38:33Kann auch etwas früher gewesen sein.
38:40Er war um diese Zeit also schon allein in seinem Zimmer, sagen Sie?
38:47Ja.
38:49Ganz sicher.
38:51Wir waren allein.
38:52Ja, deswegen war es ja auch so unangenehm.
38:54Und Sie waren bei ihm für etwa...
38:57...10 bis 15 Minuten.
38:59Böhmer, Kripo München.
39:06Sie müssen sich einen Termin geben lassen.
39:08Das merke ich mir fürs nächste Mal.
39:09Ohne anwältlichen Beistand spricht hier sowieso niemand mit ihm.
39:15Wir nehmen drei Espressi.
39:16Das gibt's ja nicht.
39:26Sie sind ja immer noch so ein süßes Pärchen wie früher.
39:29War alles Neuschow, oder was?
39:30Und jetzt wird wieder geheiratet?
39:32Machen Sie sich nicht lächerlich.
39:35Meine Bank kauft nur seine Firma.
39:37Ach.
39:38Wir werden fürchterlich reich.
39:40München wird uns lieben und verzeihen.
39:43Meine Ex-Frau tut das jetzt schon.
39:45Das Tagebuch.
39:47Haben Sie sich schon darüber unterhalten?
39:49Wir hatten noch keine Gelegenheit.
39:52Wir haben es gelesen.
39:54Ja, das war uns klar.
39:57Und?
39:58Sie sagen nichts.
40:00Machen nur Andeutungen.
40:02Vermutlich wollen Sie uns gegeneinander ausspielen.
40:04Nicht sehr geschickt.
40:05Aber jetzt sagen Sie mir noch mal,
40:08warum hätte ich jemanden ermorden sollen?
40:10Wegen eines Tagebuchs?
40:13Das eine verzweifelte, geistig verwirrte Frau in Umlauf setzt?
40:18Und die damit schon vor Gericht gescheitert ist?
40:20Sie können das Protokoll jetzt unterschreiben.
40:35Und dann legen wir sofort los.
40:36Ist denn sicher, dass der ins Gefängnis kommt, wenn ich unterschreibe?
40:53So was kann ich Ihnen leider nicht versprechen.
40:59Aber es ist jeden Versuch wert, dass er nicht wieder davonkommt.
41:03Die anderen Frauen hat er alle eingeschüchtert oder mit Geld zum Schweigen gebracht.
41:07Aber durch Ihren Arztbesuch haben wir gute Chancen, dass Marquardt verurteilt wird.
41:10Danke.
41:36Aber das reicht doch nicht.
41:40Ich meine, wenn es wirklich darum geht, dass es eine Warnung ist,
41:47dann braucht es so was wie mit tun.
42:10Hey, wo bist du?
42:18Auf dem Rückweg.
42:20Du, ich wollte dich auch gerade anrufen.
42:21Du glaubst nicht, was hier läuft.
42:24Der Wolf und seine Ex-Frau,
42:25du, die sind wieder ein Herz und eine Seele.
42:27Also zumindest geschäftlich.
42:29Die arbeiten wieder zusammen.
42:31Wie früher.
42:32Dreh bitte um und pack den Kerl ein.
42:33Kleine Alibi-Situation ist gerade
42:35sehr unklar geworden.
42:37Und wie ich den sauberen Herrn einpacke.
42:40Und den Sohnemann gleich noch mit dazu.
42:42Oh.
42:50Oh, Ariane, das ist ein ...
43:14So, jetzt haben wir dich am Sack, Wolf.
43:20Okay, Sie haben Ihrem Vater ein Alibi bis 22.30 Uhr gegeben, obwohl Sie schon über eine Stunde früher gegangen sind.
43:36Ich hab nicht so genau auf die Uhr geguckt, das ist doch kein Verbrechen.
43:40Schon mal gehört, dass eine Falschaussage total strafbar ist?
43:43Das war doch keine Absicht.
43:45Ich wollte doch nichts tun, nichts Illegales.
43:51Stimmt das eigentlich, was da steht überall mit dem Hashtag?
43:56Also, wie lief der Abend wirklich ab?
44:00Mein Vater hatte einen Termin bis so 20.30 Uhr.
44:03Wissen wir.
44:05Dann ist er nach oben gegangen in sein Zimmer, da haben wir den Papierkram erledigt.
44:09Für so ungefähr eine halbe Stunde.
44:11Dann bin ich nach Hause gefahren.
44:12Sie konnten also bei unserer letzten Befragung nicht wissen, ob Ihr Vater unschuldig ist oder nicht.
44:21Sie nehmen ganz schön viel Ärger in Kauf.
44:26Für Ihren Vater?
44:27Er ist ja auch nicht irgendwer.
44:35Der Sohn vom Wolf zu sein,
44:38stelle ich mir gar nicht so einfach vor.
44:45Das können Sie laut sagen.
44:48Und dann sind Sie auch noch in die gleiche Branche gegangen.
44:50Der Erwartungsdruck muss enorm sein.
44:56Es ist so schwer.
45:08Weil er dieses Talent hat und ihm alles zufliegt.
45:14Und ich arbeite Tag und Nacht.
45:18Trotzdem ist meine Riecher für Investments nicht annähernd so gut.
45:21Und es ist ja nicht, was die Leute sagen, sondern
45:27ihr eigener Vater.
45:31Seine Erwartungen müssen erdrückend sein.
45:39Ich bin nie gut genug.
45:43Ich wollte nur einmal.
45:48Nur einmal.
45:49Nur einmal wollten Sie beweisen, dass Ihr Vater sich auf Sie verlassen kann.
45:56Also haben Sie ihm ein falsches Alibi gegeben.
46:02War das Ihre Idee?
46:04Oder hat Ihr Vater Sie um das Alibi gebeten?
46:10Mein Vater bittet mich um gar nichts.
46:19Sie können gehen.
46:29Allerdings wird das nicht ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben.
46:36Ich dachte, Sie verstehen meine Beweggründe.
46:39Voll und ganz.
46:39Ich weiß es, was ich nicht so gut geht.
46:50Ich bin nicht mehr.
46:53Ich bin nicht mehr.
47:03Ich bin nicht mehr.
47:04So, der Wolf wäre jetzt bereit.
47:15Gut.
47:16Sag mal, die Vergewaltigung von Cosima Becker, da besteht kein Zweifel, oder?
47:25Nein, vollkommen glaubwürdig.
47:28Und der Hashtag, den sie gepostet hat, Wolfs neues Opfer?
47:32Es scheucht alle in Wolfs Umfeld auf.
47:36Ja.
47:39Du steckst da dahinter, aber?
47:43Marquardt hat jetzt leider ein Alibi für den Mord.
47:46Es war das zweite Mal, dass er das Zimmermädchen belästigt hat.
47:51Nicht dein Ernst.
47:57Ich bin kein sechssüchtiger Verbrecher.
47:59Wenn einem ganz München zu Füßen liegt, verliert man schon mal den Maßstab und interpretiert gewisse Signale falsch.
48:11Sie haben reale Macht, Herr Marquardt.
48:14Die Frauen, die Sie sich ausgesucht haben, nicht.
48:16Ich habe Fehler gemacht.
48:21Große Fehler.
48:23Aber ich habe dafür bezahlt.
48:26Und ich verlange, dass ich eine zweite Chance bekomme.
48:28Die hatten Sie.
48:29Und jetzt erzählen Sie mir bitte genau, was mit Cosima Becker heute in Ihrer Suede passiert ist.
48:44Das Mädchen hat mich angemacht.
48:47Sehr offensiv.
48:47Ich fand Sie hübsch.
48:54So kam eins zum anderen.
48:57Sie wollen tatsächlich auf einvernehmlich hinaus.
49:02Selbstverständlich.
49:03Sagen Sie mir doch einfach, was Sie mir vorwerfen, oder ich gehe.
49:15Schön.
49:17Wie Sie wollen.
49:19Lassen wir den netten Teil weg.
49:22Sie werden beschuldigt, Lina Heidmann ermordet zu haben.
49:25Jetzt fangen Sie schon wieder damit an.
49:27Ihr Chef hat Sie benutzt.
49:31Er hat von Ihnen verlangt, all die Frauen mundtot zu machen.
49:34Eigentlich immer mit Geld.
49:35Aber dieses Mal...
49:36Hören Sie sich eigentlich selber zu?
49:41Sie reden nur Schwachsinn.
49:43Ohne Beweise...
49:44Wenn ich recht habe,
49:47dann hätten Sie jetzt sogar für Ihren Chef getötet.
49:51Und er lässt Sie fallen.
49:53Oder feuert Sie.
49:54Schon alles wahnsinnig bitter, oder?
50:00Was soll das?
50:03Der Wolf verkauft die Firma.
50:06Die Firma, für die Sie die ganzen Jahre geackert haben.
50:11An die private Bank Moosbach.
50:24Das kann er nicht machen.
50:27Ich bin die Geschäftsführerin.
50:28Ja, eben.
50:30Leider nur die Geschäftsführerin.
50:33Jederzeit kündbar.
50:36Wenn er zurückkommt und seinen Platz wieder haben will.
50:41Oder Sie einfach nicht mehr braucht.
50:43Das bringt doch alles nichts mehr.
50:53Jetzt wäre die Gelegenheit, auszupacken.
50:58Denn Schulden...
50:59tun Sie Ihrem Chef schon lange nichts mehr.
51:03Gut.
51:18Herr Marquardt hat mich nach dem Treffen mit Lina Heidmann angerufen und gesagt,
51:22er muss sicher gehen,
51:24dass dieses beschissene Tagebuch
51:26nie an die Öffentlichkeit gerät.
51:28Sehr gut, Frau Scherer.
51:36Die richtige Entscheidung.
51:39Und das war doch gar nicht so schwer.
51:46Ich bräuchte das Ganze noch schriftlich von Ihnen.
51:54Das Mädchen hat mich um den Finger gewickelt,
51:56um mich danach in die Pfanne zu hauen.
51:57Sie sind also das Opfer?
52:00Natürlich.
52:02Ich hätte eigentlich gedacht,
52:03dass Sie Ihre Reputation
52:05nicht wieder aufs Spiel setzen.
52:08Sie glauben der Frau also.
52:14Jetzt sage ich Ihnen mal etwas.
52:18Ich kann Lina Heidmann gar nicht ermordet haben,
52:20weil ich zu der Zeit in meiner Suite war,
52:23wo das Mädchen mich angemacht hat,
52:24was sie schon damals wollte.
52:25Fragen Sie sie doch.
52:29Das habe ich schon.
52:31Wie?
52:32Sie wissen, dass ich ein Alibi habe?
52:35Ja.
52:36Und dann führen Sie den ganzen Zirkus hier auf?
52:40Lina Heidmann hat Ihnen mit dem Tagebuch gedroht.
52:43Von einem solchen Tagebuch
52:44habe ich bis heute nichts gewusst.
52:46Seltsamerweise haben wir eine Zeugin,
52:49die bestätigt, wie wütend Sie deswegen waren.
52:56Hanna,
52:57Frau Scherer,
52:59nach allem, was ich für Sie getan habe.
53:03Wir sehen uns vor Gericht.
53:10Viel Glück.
53:13Diesmal haben Sie sich mit der Falschen angelegt,
53:15Herr Marquardt.
53:17Frau Lanz,
53:18glauben Sie bitte nicht,
53:20dass Sie mich kriegen werden.
53:21Ich meine Cosima Becker,
53:24Ihr Opfer.
53:25Sie wird sich nicht einschüchtern lassen
53:26und sie wird Ihr Geld nicht nehmen.
53:28Und jetzt nehmen Sie bitte Platz,
53:29Sie sind vorläufig festgenommen,
53:31wegen der Vergewaltigung an Cosima Becker.
53:33Wolf Marquardt hat jetzt wieder ein Alibi.
54:01Wie schade eigentlich.
54:05Das bedeutet aber auch,
54:06dass Johann Marquardt keines mehr hat.
54:08Nach dem Treffen im Hotel
54:09ist er angeblich nach Hause gefahren.
54:11Dafür gibt es aber keine Zeugen.
54:13Aber kann das wirklich sein,
54:15dass der so weit geht
54:16und die Haltmann ermordet?
54:18Johann Marquardt
54:19wollte mit dem Alibi
54:20seinem Vater einen Gefallen tun.
54:22Er denkt,
54:23er ist nie gut genug für ihn.
54:25Er will unbedingt seine Anerkennung.
54:27Das wäre ziemlich heftig.
54:29Aber dazu passt auch
54:29der Drobrief an Linas Mutter.
54:31Wenn wir es tatsächlich
54:34für möglich halten,
54:35dass er Lina Heidmann ermordet hat,
54:37um von seinem Vater
54:37respektiert zu werden,
54:38dann...
54:39Das Zimmer, Mädchen.
54:40Beeilt euch.
54:40Hallo.
54:50Hallo.
54:50Hallo.
54:52Was machen Sie denn hier?
55:07Ich mache da weiter,
55:12wo ich vorhin aufgehört habe.
55:14Das ist nur...
55:15Ist da so ein unschönes Gerücht
55:18zu Ohren gekommen?
55:19Das geht Sie nichts an.
55:20Wir wollen keinesfalls,
55:21dass unsere VIP-Gäste
55:23durch solches Gerede
55:24in Schwierigkeiten gebracht werden.
55:26Verstehen wir uns?
55:27In Schwierigkeiten
55:27hat sich die Spezies selbst gebracht.
55:30Wie meinen Sie das?
55:31Das ist nur ein unschönes Gerücht.
56:01Das ist nur ein unschönes Gerücht.
56:04Überhaupt eine Duarte.
56:04Bis dann.
56:04Das ist nur ein unschönes Gerücht-Kill.
56:06Das ist nur ein unschönes Gerücht.
56:06Das ist auch ein unschönes Gerücht.
56:07Das ist nur ein unschönes Gerücht.
56:07Das ist nur ein neuer Naturf.
56:08Das ist nur ein,
56:10nachdem Sie das rauskommen.
56:11Untertitelung des ZDF, 2020
56:41Untertitelung des ZDF, 2020
57:11Untertitelung des ZDF, 2020
57:41Mein Sohn
57:47Das
57:51Davon habe ich nichts gewusst, das glauben Sie mir doch
57:56Er hat sich wohl in den Kopf gesetzt, Ihnen zu imponieren
58:00Das hätte ich ihm nicht zugetraut
58:08Untertitelung des ZDF, 2020
58:13Untertitelung des ZDF, 2020
58:25Untertitelung des ZDF, 2020
58:28Untertitelung des ZDF, 2020
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