00:00Die Wahlkommission in der rumänischen Hauptstadt Bukarest hat den rechtsradikalen Präsidentschaftskandidatin
00:07Kalin Djordjescu von der im Mai anstehenden Wahl ausgeschlossen. Gründe dafür nannte sie nicht.
00:13Über den Ausschluss von Djordjescu war bereits vor der offiziellen Bekanntgabe in Medien berichtet
00:19worden. Daraufhin strömten hunderte Anhänger des pro-russischen Rechtsradikalen in Bukarest
00:24zu Protesten zusammen. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese
00:30setzte Tränengas ein. Djordjescu selbst erklärte, Rumänien lebe, so wörtlich, in Tyrannei. Er kann
00:37die Entscheidung der Wahlkommission noch vor dem Verfassungsgericht anfechten. Rumänien steckt
00:43seit Monaten in einer politischen Krise. Im November hatte der zuvor weitgehend unbekannte
00:49Djordjescu überraschend die erste Runde der Präsidentschaftswahl gewonnen. Das rumänische
00:54Verfassungsgericht erklärte den Wahlgang jedoch kurz vor der geplanten Stichwahl für ungültig,
00:59weil sich Russland zu stark in den Wahlkampf eingemischt habe. Nun soll im Mai ein neuer
01:05Urnengang stattfinden. Djordjescu hatte seither alle Umfragen mit großem Abstand angeführt. Ende
01:12Februar leitete die rumänische Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen gegen Djordjescu ein.
01:18Sie legt ihm unter anderem falsche Angaben zur Finanzierung seines Wahlkampfs und zu seinen
01:24Vermögensverhältnissen zur Last. Am Mittwoch wies Rumänien zwei russische Diplomaten wegen
01:30angeblicher Einmischung zugunsten von Djordjescu aus.
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