00:00Aber es gibt auch Unterschiede, die materieller Art sind und die sind nicht zu akzeptieren.
00:04Dort ist die politische Arbeit notwendig, um sie zu verändern.
00:08Das ist zum einen die immer noch geringeren Vermögen, die insbesondere dazu führen, dass in Krisen man besonders in Ostdeutschland sensibel ist,
00:15weil eher Rücklagen fehlen, Wohneigentum seltener ist und zum Beispiel auch Einkommen aus Vermietung, Verpachtung nicht da ist.
00:22Und das allein auf das Lohneinkommen oder auf die Rente die Sicherheit des Lebens baut.
00:28Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Frage von Führungsebene, von Repräsentation und Teilhabe in der Gesellschaft.
00:34Im Kern in der Wirtschaft sind nur 4 Prozent der Positionen, die entscheiden, durch Ostdeutsche besetzt.
00:4020 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Ostdeutsche.
00:43In dem medialen Bereich sind es nur 8 Prozent.
00:46Im politischen Bereich ist es fast 20 Prozent.
00:49Im Bereich der Bundesverwaltung habe ich diese Zahlen erheben lassen,
00:54gemeinsam unterstützt auch von den anderen Ministerinnen und Ministern,
00:57sodass wir jetzt Klarheit haben und in den letzten zwei Jahren von 13,9 Prozent auf 15 Prozent die Repräsentanz,
01:05also auch ostdeutsche Führungsposition gestärkt wurde.
01:07Warum ist das wichtig? Weil es auch um die Teilhabe am Sagen geht und weil das Sagen manchmal auch das Sein bestimmt und auch das Wahrnehmen.
01:15Warum sich manche Ostdeutsche immer noch als Bürger zweitaktiv fühlen, dann ist das einer der Gründe.
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