00:00Ja, wir sind heute im Bio-Hotel Scharni, Wienblick, im 16. Bezirk, kann man fast sagen, man sieht über die Dächer Wien von da.
00:17Genau, also man hat einen ganz schönen Ausblick auf Wien.
00:21Es ist ein ganz tolles Hotel, wenn man da reinkommt, es hat so fast Wohnzimmeratmosphäre, Salonatmosphäre.
00:29Wobei, eure Hotels ja alle einen eigenen Flair haben, jedes für sich.
00:34Genau, jedes Hotel für sich erzählt seine eigene Geschichte.
00:38Und das hier am Wilhelminenberg ist eben unser traditionsreichstes Haus, schon in vierter Generation geführt.
00:47Früher war es ein Ausflugsgasthaus von der Familie meines Mannes, väterlicherseits geführt.
00:56Und dann in den 90er Jahren gab es dann eben einen Wechsel, und zwar war es an der Zeit, dass einer der Söhne das Hotel übernimmt.
01:06Keiner von ihnen wollte es übernehmen, weil jeder eine andere Berufslaufbahn eingeschlagen hat.
01:13Und dann hat meine Schwiegermutter, die Hilde Komarek, damals gesagt, sie übernimmt das Hotel.
01:19Als damals gelernte Volksschullehrerin hat sie dann entschieden, das zu machen.
01:25Und hat sich da total reingefuchst in diese Materie.
01:29War eine der ersten, die das österreichische Umweltzeichen für ihr Hotel reklamiert hat.
01:35Und hat damals schon regionales Frühstück und biologisches Frühstück angeboten, wo das noch gar nicht so modern war.
01:44Und so ist auch dieser Nachhaltigkeitsgedanke entstanden bei uns.
01:52Es ist Bio, das heißt es ist auch wirklich Bio.
01:58Genau, das Hotel hat den Titel Bio aus dem Grund, weil es schon aus der Vergangenheit eben regional war
02:09und die Produkte auch teilweise biologisch waren.
02:13Aber damals nie zertifiziert.
02:15Jetzt nach dem Umbau haben wir uns dann entschieden, uns biozertifizieren lassen für unser Frühstücksbuffet.
02:23Das heißt, wir sind zu 100% biologisch bei unseren Produkten und Zutaten.
02:28Wir machen auch sehr viel selbst, also die Kuchen, die Marmeladen, die Aufstriche beispielsweise.
02:35Und wir haben uns entschieden, das Bio auch vor den Hotelnamen zu setzen, weil wir nicht nur beim Frühstück bio sind.
02:45Also wir haben biologische und Fairtrade Bettwäsche, Frottés, wir haben ekozertifizierte Kosmetik in unserem Haus.
02:55Und es geht einfach weiter als jetzt nur beim Frühstücksbuffet.
03:0170% unserer Getränke sind auch biologisch.
03:05Und so haben wir gesagt, okay, das zieht sich bei uns wirklich durch.
03:11Wie gesagt, um was kann man sich mehr wünschen?
03:14Biologisch alles rundherum, bis zur Bettwäsche.
03:18Und dann noch dazu das Ambiente, das ist schon ganz toll.
03:24Im Restaurant gibt es nur eines in den Lokalen.
03:27Das ist, glaube ich, das im 22.
03:29Da ist ein Restaurant dabei.
03:31Genau, also bisher haben wir es so gehandhabt, dass es eben Frühstück gibt, dass es eine Bar gibt,
03:37die 24 Stunden am Tag geöffnet hat mit kleinen Snacks, aber auch warmen Snacks.
03:42Und im Hotel Shani Uno City gehen wir jetzt einen Schritt weiter und haben wirklich ein Gastro-Konzept entwickelt,
03:51das ganz gut angenommen wird auch von der Nachbarschaft,
03:55weil es eben in dieser Gegend nicht sehr viele Restaurants und Bars gibt
04:01und weil es sich für uns dort einfach anbietet, mehr zu machen für unsere Gäste, auch für die Locals um uns herum.
04:12Wenn man so schaut, das ist ja sehr, sehr geschmackvoll.
04:16Man hat da quasi den Salon, dann diesen Wintergarten.
04:19Aber was mich jetzt noch wesentlich mehr interessiert, wie viele Gäste haben hier Platz in diesem Hotel?
04:24Das kann man von außen gar nicht so wirklich abschätzen, wie viele da Platz haben.
04:28Ja, es ist ein kleines, feines Hotel, historisch gewachsen.
04:33Also an den Grundmauern haben wir auch nichts verändert.
04:37Vielleicht haben wir mal ein Fenster größer gemacht, damit man den schönen Blick noch hat im Zimmer.
04:44Aber es hat eigentlich nur 17 Zimmer und wir sind gerade dabei, noch zwei Zimmer zu bauen.
04:51Wir haben sehr viele Familienzimmer unter diesen Zimmern,
04:55also einige Studios, Komfortzimmer, Ateliers sogar, wo wirklich bis zu vier von drei bis fünf Personen Platz haben.
05:06Das heißt, unser Fokus liegt auf den Familien.
05:12Und da es ein geschichtsträchtiges Haus ist, haben wir auch geschaut,
05:19was können wir am Interieur lassen, wenn wir es umbauen?
05:25Was können wir zum Beispiel upcyclen, recyceln?
05:29Und was geben wir Neues dazu?
05:33Und so haben wir ein Ambiente geschaffen, wie jetzt hier in diesem Raum,
05:38wo wirklich Wohnzimmercharakter hat, wo unsere Gäste sich wohlfühlen, wo sie sich wie zu Hause fühlen.
05:45Wir haben beispielsweise die Tonitstühle upcycelt oder einfach wieder zum Leben erweckt.
05:55Die waren in Unterhussen, die waren ganz aus hellem Holz.
06:01Und wir haben dann gesagt, ja, die schauen sicher toll aus, wenn wir sie streichen, wenn wir neue Hölster draufgeben.
06:08Und so haben wir fast alle Stühle bei uns im Hotel wieder upcycelt.
06:15Wir haben auch diese Vertäfelung im Raum, die früher auch aus ganz hellem Buchenholz war, gestrichen,
06:27sodass es eben einen modernen Charakter hat, aber trotzdem eben diese alte Atmosphäre noch beibehält.
06:35Also das ist genau das Gegensätzliche, weil das, was wir kennen, das Hotel am Hauptbahnhof,
06:41das Hotel Scharni am Hauptbahnhof, das ja so ein bisschen diesen Industries-Flair hat und auch einen gewissen Reiz hat, aber doch anders ist.
06:49Genau, das Hotel am Hauptbahnhof, das Hotel Scharni Wien,
06:53das erzählt eben die Geschichte, dass es den Wiener Charme modern interpretiert und auch das Wiener Design.
07:02Also auch hier haben wir Ponit-Stühle in verschiedenen Formen und Facetten.
07:09Wir haben das Wiener Geflecht auch vorne auf der Fassade neu interpretiert.
07:15Zuerst wissen unsere Gäste vielleicht nicht genau, was es bedeutet, finden es einfach nur schön.
07:22Aber sobald sie im Hotel sind, gibt es dort und da einmal eine Botschaft von uns am Scharni auf Wiener Mundart.
07:32Und wir spielen eben mit diesen Wiener Begriffen in dem Hotel.
07:37Und das ist so das Konzept von dort.
07:41Das ist der Öffi-Ferrari, also die Straßenbahn.
07:44Genau, die Gemeinde Ferrari.
07:46Die Gemeinde Ferrari, genau.
07:49Wir haben das ganz kurz angesprochen, das dritte Hotel, das wäre dann in der Old City.
07:54Wie ist das vom Stil her? Das kennen wir gar nicht.
07:57Genau, das dritte Hotel stimmt, weil es gibt ja noch das Hotel Scharni Salon.
08:03Ah, da gibt es noch eins?
08:04Genau, in der Maria-Hilfer-Straße.
08:06Das heißt wirklich Salon.
08:08Da haben wir auch mit dem Begriff des Salons gespielt,
08:12weil es war früher der Salon um die Jahrhundertwende, wo sich Denker und Dichter getroffen haben.
08:18Und haben auch dieses Thema dort aufgegriffen.
08:21Es geht so ins Philosophische hinein.
08:23Genau, ins Philosophische ein bisschen.
08:25Auch so in den Jugendstil, aber auch wieder modern interpretiert.
08:30Verstehe.
08:31Und das dritte Haus ist dann das geworden.
08:34Also das ist eigentlich das erste Haus, aber es hieß früher eben nicht Hotel Scharni Wimblik,
08:40sondern Umwelthotel Galizinberg.
08:43Okay.
08:44Und so ist das unser drittes Scharni dann geworden, aber mit den ältesten Wurzeln.
08:49Und das vierte Haus ist dann das Hotel Scharni Uno City.
08:54Das heißt das jüngste.
08:56Das jüngste sozusagen.
08:57Vom Stil her modern, oder?
09:00Ja, also wir haben damals sehr viel recherchiert, auch in tollen Städten wie London beispielsweise,
09:10wo ganz tolle Hotelkonzepte vorherrschen.
09:15Und haben uns angesehen, was braucht es in einem modernen, aber doch in einem Hotel von Welt.
09:27Und haben dann gesehen, okay, da gibt es sehr viel Grün, sehr viele Pflanzen, echte, aber auch Kunstpflanzen.
09:37Und es gibt eben ganz ein tolles Interieur, sehr stylish, voller Design.
09:46Okay.
09:47Aber wir wollten eben dort keinen Punkt machen.
09:50Wir wollten trotzdem noch unsere Story erzählen und haben dann auch uns überlegt, was gibt es rundherum.
09:57Und natürlich die Uno City ist direkt gegenüber von unserem Hotel.
10:02Und so haben wir mit dem Gedanken gespielt, der Uno City und was bedeutet es, in einer Stadt wie Wien zu wohnen, zu leben.
10:13Und haben dann das Thema Spionage aufgegriffen.
10:18Weil es eben in Wien…
10:20Jaja, das war ja die Hochburg, oder?
10:22Genau.
10:23Vielleicht ist es heute noch, das wissen wir ja nicht genau.
10:25Es gibt heute noch sehr viele Spione, man weiß es nur nicht, aber es ist eigentlich toleriert in Wien.
10:31Sofern es niemandem schadet, niemand davon Schaden nimmt, ist es ja auch toleriert.
10:37Und mit diesen Gedanken haben wir gespielt, auch ein bisschen mit einem Augenzwinkern.
10:43Verstehe.
10:44Ja.
10:45Ganz ein tolles Konzept.
10:47Und jetzt für die Zuschauer, die irgendwann mal Wien besuchen wollen, wohnen wollen in Wien und etwas Besonderes mal genießen wollen, dann unbedingt in ein Hotel Schane.
10:58Man kann es sich aussuchen, es gibt wirklich wunderbare, ich glaube für jeden Geschmack was dabei.
11:03Genau.
11:04Und es ist wirklich eine tolle Sache.
11:06Und auch für die Zuschauer, weil wir ja auch sehr viele deutsche Zuschauer haben, es zahlt sich aus, die Wiener Stadt zu besuchen.
11:11Und das Schane, das ist so typisch wienerisch.
11:14So ist es.
11:15Und ich freue mich über jeden Gast und auch unser Team freut sich, wenn wir ganz viele neue Gesichter sehen und begrüßen dürfen.
11:24Und wenn sich jeder wohl fühlt und wie zu Hause fühlt, dann haben wir, glaube ich, was richtig gemacht.
11:30Würde ich auch sagen, ja.
11:31Okay.
11:32Ja.
11:33Man kann aber auch machen eine Schane-Tour.
11:36Jedes Jahr in einem anderen Schane-Hotel.
11:38Ja, genau, genau.
11:40Wobei, wenn man einmal im Schane war, dann wird man sicher das nächste Jahr vielleicht das nächste probieren und das nächste.
11:46Die Möglichkeit besteht ja.
11:47Die Möglichkeit besteht.
11:49Ja, und es gibt ja auch eine ganz tolle Schane-App, die jetzt webbasiert ist und wo man wirklich auch eine Digital Customer Journey erleben kann.
12:04Also es ist alles digitalisiert bei uns.
12:06Man kann sich vorab einchecken.
12:08Man kann sein Lieblingszimmer auswählen.
12:10Man kann das Hotel auswählen.
12:13Wir haben einen eigenen Webshop.
12:15Also es ist sehr viel digital, aber es ist kein Muss und keine Pflicht.
12:20Und jeder Gast, der zu uns kommt, hat trotzdem das Gefühl, er ist willkommen und hat eine Ansprache.
12:28Es fällt einfach nur die ganze Bürokratie weg, was einfach auch oft nervt, wenn man Urlaub macht, dass man eben einen Meldezettel ausfüllen muss und so weiter.
12:41Und das fällt bei uns weg, sofern man das mag.
12:44Es ist keiner verpflichtet, das so zu machen, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass es eben immer mehr Gäste in Anspruch nehmen.
12:56Das kann ich durchaus verstehen.
12:58Tolle Sache. Danke, dass wir plaudern durften.
13:01Und danke, dass wir das ein oder andere Interview immer bei euch machen dürfen.
13:05Es ist einfach vom Ambiente her einfach traumhaft.
13:08Und unsere Interviewpartner werden dann immer ruhiger, ruhiger und man kann dann super mit Interviews machen.
13:14Das freut mich sehr.
13:15Und ja, gerne das nächste Mal in einem der anderen Schane-Hotels.
13:20TV 21, wo News, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur aufeinandertreffen.
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