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  • vor 6 Tagen
ZDF/TerraX/R. Schlosshan/F. Haedecke/C. Ruby/F. Wienke/Gruppe 5/Jochen Schmidt

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Transkript
00:01Damit Leben überhaupt entstehen kann, müssen unter günstigen Bedingungen mindestens
00:07zusammentreffen. Aminosäuren, Zucker, Basen und Fette. Sie prallen aufeinander, gehen chemische
00:14Verbindungen ein, die schnell wieder zerbrechen. Das Spiel wiederholt sich über Jahrmillionen.
00:20Immer wieder entsteht dabei Ribonukleinsäure, RNA, eine enge Verwandte unseres Erbmaterials.
00:28Das Kettenmolekül speichert Informationen, und zwar durch die Reihenfolge, in der die
00:33Bausteine auf der Kette angeordnet sind. Fast wie ein chemischer Morse-Code. Aber das ist
00:39noch kein Leben. Doch die Kette kann noch mehr. Sie kann sich selbst kopieren. So bleibt der
00:45Code erhalten und vervielfältigt sich. Zum Leben fehlt noch etwas. Ein Schutz gegen die Umwelt,
00:51damit die Kette nicht sofort wieder zerfällt. Die Lösung dieses Problems? Eine Fetthülle
00:57legt sich um die RNA. Fertig ist die erste Zelle. Luca wird sie genannt. The Last Universal
01:04Common Ancestor. Der letzte gemeinsame Urahn aller jemals existenten Lebewesen. Mit einer
01:11einzigen Zelle im Meer hat es angefangen. Im Laufe von mehr als drei Milliarden Jahren ist daraus
01:17die ungeheure Vielfalt geworden, die uns heute umgibt. Wenn man sich die gesamte Erdgeschichte
01:23auf ein Jahr zusammengepresst vorstellt, dann erscheint Luca bereits im Februar. Bis in den
01:29Sommer gibt es nichts als einzellige Lebewesen im Meer. Erst am 20. November im Cambrium explodiert
01:36das Leben. Am 29. Dezember trennt sich die Linie von Mensch und Schimpanse. Und Homo sapiens
01:43betritt den Planeten am 31. Dezember etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht. Wir sind die Neuankömmlinge.